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Mord an Frauke Liebs

87.949 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 11:59
Zitat von IlluminatiNWOIlluminatiNWO schrieb:Da hast Du natürlich Recht. Wobei ich mich frage, warum er sie dann nach der Anwesenheit der Eltern hat fragen lassen?

Dann wäre es ja wieder emotional aufgeladen gewesen
Gute Frage. Ich glaube das letzte Gespräch sollte, weil es eben atypisch gegenüber den anderen war, gesondert betrachtet werden.

Es scheint so, als hätte Frauke bei diesem Gespräch mehr Freiheiten. Nicht nur die Länge des Gesprächs, sondern das sie aktiv die Gesprächsführung übernahm, eine Frage stellte, etc.

Warum das so war? Kann man leider nur mutmaßen.

War es ein "Abschiedsgeschenk" an Frauke?
Was es ein Test, ob sie wirklich dichthalten konnte?
Waren es mehrere Täter und der Täter, der mit ihr den letzten Anruf führte war gnädiger?

Schwer zu sagen.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 12:15
Zitat von TrojienTrojien schrieb:Ich glaube das letzte Gespräch sollte, weil es eben atypisch gegenüber den anderen war, gesondert betrachtet werden.
Das atypische, besondere an dem Gespräch war, dass es eine mithörende Zeugin gab!
Vllt wurde deshalb mehr Inhalt bzw anderer Inhalt (mit anderen Worten) überliefert?


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 12:21
Zitat von TrojienTrojien schrieb:Schwer zu sagen.
Vielleicht war ihr und dem Täter klar, dass die Situation absolut verfahren war
und es keine Lösung gab?

Der Täter hatte sich zu dem Zeitpunkt viell. selber eingestanden,
dass er Frauke nicht ewig verstecken und festhalten konnte.
Er "konnte" sie nicht freilassen (konnte schon, fürchtete aber die Konsequenzen).
Frauke hatte akzeptiert, dass sie mit ihren Ansprachen nichts erreicht hatte.
Sie wusste, der Täter wusste, "dass es das war".
Zitat von TrojienTrojien schrieb:War es ein "Abschiedsgeschenk" an Frauke?
Das könnte man so sehen.
Zitat von TrojienTrojien schrieb:Es scheint so, als hätte Frauke bei diesem Gespräch mehr Freiheiten.
Nicht nur die Länge des Gesprächs, sondern das sie aktiv die Gesprächsführung übernahm, eine Frage stellte, etc.
Lies die Zeilen noch mal. War es so? Hat sie die "Freiheiten" genutzt?
Sie ist Fragen wieder oft ausgewichen.
Was sie gesagt hat, hat den Täter nicht gefährdet (Hab euch lieb..)
Man könnte vermuten, dass sie dem Täter mit diesem Gespräch beweisen wollte,
dass sie zuverlässig ist, dass sie ihn nicht verraten würde.

Ich lese eine Passage, in der sich Frauke aufgegeben und resigniert hat (als sie 3x Mama sagt)
und Passagen, in dem sie dem Täter zeigen will, dass er nichts zu fürchten hat, wenn er sie gehen lässt.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 12:21
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Das ist eine Verhaltensweise von Menschen, die keine Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.,
sich immer weggucken, wenn es ernst wird, die ohne Weitsicht handeln.
Traumtänzer könnte man sagen. Sie sehen die Realität nicht wie sie ist, sondern immer etwas verklärt.
So ähnlich wie bei Casey Anthony, die ihre tote Tochter vergrub und dann mit ihrem Freund feiern ging und behauptete, ihre Nanny hatte sie entführt?

Ja wäre durchaus denkbar, der Täter könnte entweder psychopathische Züge gehabt haben oder einen sehr starken Verdrängungsmechanismus oder Mittel benutzt haben, die ihm beim Verdrängen helfen (Alkohol, Drogen, etc.).

Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Wenn der Täter so gestrickt ist, hätte ihm niemand eine Entführung zugetraut.
Das ist häufig so. Ein ehemaliger Bekannter hat seine schwangere Geliebte getötet und angezündet, damit seine schwangere Verlobte nichts von der Affäre und den resultierenden Effekten (Alimente, etc.) mitbekommen würde.

Ich hätte ihm diese Tat nie und nimmer zugetraut - er war immer höflich, freundlich, schüchtern, dennoch humorvoll und immer gut gelaunt.
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:mir erzählt hat, er denkt daran,
die junge Frau, in die er verliebt war, zu entführen.
Er meinte damals, sie müsse ihn nur näher kennenlernen.
Er hat mir von seiner Idee erzählt, einen Transporter zu mieten und Chloroform zu benutzen.
Daran musste ich bei diesem Fall sofort denken.
Das war auch mein Initialgedanke, als ich zum ersten Mal über den Fall las.
Wenn man die Telefongespräche als Zugeständnis, den letzten Anruf als "letzten Wunsch" ansieht, der Täter sie 7 Tage (oder länger) am Leben ließ und es keine Anzeichen auf eine gewaltsame Tötungsart gibt, die sie evtl entstellt hätte, kann man zu dem Schluss kommen, dass der Täter sie mochte oder sogar liebte.
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Möglicherweise half die Person (aus der Familie), beim Wegbringen der Leiche?
Dazu ganz interessant, der Fall von Kristin Smart und Paul Flores, da dort vor ein paar Wochen zu neuen Untersuchungen gekommen ist. Hier wird angenommen, dass die Eltern von Paul die Leiche von Kristin verschwinden ließen.

Also durchaus denkbar.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 12:39
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Lies die Zeilen noch mal. War es so? Hat sie die "Freiheiten
Ich meinte nicht, dass sie frei sprechen konnte, sondern sie im Vergleich zu den vorherigen 30 Sekunden Gesprächen mehr Freiheiten hatte.



Sprich, für mich wirkt es so, als ob die Intention dieses Gesprächs für den Täter eine andere war.

Während die ersten Gespräche für mich nur dazu dienten, Angehörige und evtl Polizei zu beruhigen und dabei noch den Ort ihrer Unterbringung zu verschleiern. Deshalb wurden die ersten Anrufe möglichst kurz gehalten und nur dazu benutzt um zu sagen: ich lebe noch, mir geht's gut.


Beim letzten Gespräch war das jedoch anders. Sie fragte aktiv nach ihren Eltern, ließ sich ihre Schwester geben und antwortete in längeren Sätzen.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 12:46
Zitat von TrojienTrojien schrieb:ch meinte nicht, dass sie frei sprechen konnte, sondern sie im Vergleich zu den vorherigen 30 Sekunden Gesprächen mehr Freiheiten hatte.
Sprich, für mich wirkt es so, als ob die Intention dieses Gesprächs für den Täter eine andere war.
Während die ersten Gespräche für mich nur dazu dienten, Angehörige und evtl Polizei zu beruhigen und dabei noch den Ort ihrer Unterbringung zu verschleiern. Deshalb wurden die ersten Anrufe möglichst kurz gehalten und nur dazu benutzt um zu sagen: ich lebe noch, mir geht's gut.
Beim letzten Gespräch war das jedoch anders. Sie fragte aktiv nach ihren Eltern, ließ sich ihre Schwester geben und antwortete in längeren Sätzen.
Ich habe dich schon verstanden und ich sehe auch, was du meinst.
Aber das hatte ja alles nicht mit ihrer Entführung zu tun.
Wenn man länger verreist ist und dann ein Familienmitglied telefonisch erreicht, fragt man auch, ob es allen gut geht. Man sagt, dass es einem selber gut geht.
Man sagt, man freut sich bald wieder zu Hause zu sein. Man sagt, dass man Alle lieb hat und lässt Grüße ausrichten.

Freiheit wäre für mich, wenn sie ihre Familie wirklich hätte aufklären können, was los ist.
Das macht sie nicht.

Vielleicht hatte sie vorher mehr Angst gehabt, nie wieder telefonieren zu dürfen und war darum ängstlicher.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 14:42
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Der Täter hat einiges anders gemacht, als wir tun würden.
Er hat eine Frau von der Straße weg entführt. Er ist mit dem Opfer durch die Gegend gefahren.
Er hat sie getötet. Er hat sich getraut, ihre Leiche unter freiem Himmel abzulegen.
Alles für ihn hochriskante Unternehmungen.
Ob er sie im eigentlichen Sinne entführt hat, weiß keiner. Das Risiko bei den restlichen Handlungen hing überwiegend (nicht ausschließlich) von seiner Geschicklichkeit ab. Wenn Frauke den Täter namentlich gekannt hat, dann hing das Risiko während der Telefonate von ihr ab. Das ist ein wesentlicher Unterschied, weshalb ich annehme, dass sie ihn eben nicht namentlich kannte und nicht hätte verraten können.
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Und schließlich, was hätte Frauke mehr sagen können, wenn sie den Namen des Täters
nicht gekannt hat und auch nicht wusste, wo sie war?
Eben darum geht's ja. Vielleicht reden wir nur aneinander vorbei.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 14:59
Zitat von Able_ArcherAble_Archer schrieb am 15.02.2009:Mittwoch, 21.Juni 2006
0.49Uhr, Nieheim/Entrup
Sms an Chris
-------------------------------------------------
Donnerstag, 22.Juni 2006
22.26Uhr, Hövelhof- Dreihausen(Sennelager)
Anruf an Chris
-------------------------------------------------
Freitag, 23.Juni 2006
23.04 Uhr, Paderborn Industriegebiet Dören
Anruf an Chris

Freitag 23.Juni 2006
23.06 Uhr, Paderborn Industriegebeit Dören
Anruf vom Bruder
-------------------------------------------------
Samstag 24.Juni 2006
14.22Uhr, Paderborn Industriegebiet Mönkeloh
Anruf an Chris
-------------------------------------------------
Sonntag 25.Juni 2006
22.28Uhr Paderborn -Berliner Ring
Anruf an Chris
-------------------------------------------------
Dienstag, 27.Juni 2006
23.29Uhr, Paderborn Industriegebiet Benhauser Feld
6 Anrufe!

Mir geht das nicht aus dem Kopf! Spätestens nach dem 2. Anruf hätte man die Anrufe mitschneiden müssen. Ich verstehe nicht warum es nicht möglich war ein Diktiergerät zu beschaffen. Selbst ein Kassettenrecorder hätte genügt. Experten hätten dann die Gespräche mit all Ihren Facetten genau analysieren können. Logopäden und Sprachexperten können Dinge aus der Sprache "herauslesen". Ich würde annehmen der Fall wäre gelöst wenn man alles auf Band hätte. Irgendein Elektroshop oder Tontechnikladen, da hätte man so ein Teil sicher bekommen.

Nach den Anrufen wurden ja sicherlich sofort die EBH informiert. Warum kam man nicht auf die Idee, ok falls FL sich nochmal meldet dann müssen wir aufzeichnen. Mir will es nicht in den Kopf.

Frage/Antwort
Wurden die Gespräche aufgezeichnet?
Nein.
Warum nicht?
Antwort: Es gab keine Diktiergeräte.

Kann mir das einer plausibel erklären?


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 15:10
Zitat von JammiJammi schrieb:Logopäden und Sprachexperten können Dinge aus der Sprache "herauslesen". Ich würde annehmen der Fall wäre gelöst wenn man alles auf Band hätte.
Das wage ich zu bezweifeln. Experten hätten vielleicht bestimmte Stimmungen als mehr oder weniger wahrscheinlich einordnen können. Aber wie sollen mit den Tonaufnahmen die Orte der Gespräche und letztlich dann auch ihr evt. dauerhafter Aufenthaltsort eingegrenzt werden, oder überhaupt die Gesamtumstände klarer werden. Die Lautsprecherqualität 2006 von Mobilgeräten war nun auch noch nicht so überragend.
Zitat von JammiJammi schrieb:Kann mir das einer plausibel erklären?
Ich kann mir viele plausible Gründe vorstellen, warum so ein Gerät nicht rechtzeitig da war: schlichte Verfügbarkeit / Öffnungszeiten von Läden, viele andere Gedanken in den Köpfen und Aktivitäten rund ums Verschwinden. Ich denke, in der Situation ist überhaupt eine Orientierung für Handlungen der Betroffenen schwierig. Das betrifft dann auch solche Umstände, auch wenn sie nachher gesehen ganz klar erscheinen.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 15:12
Zitat von JammiJammi schrieb:Ich würde annehmen der Fall wäre gelöst wenn man alles auf Band hätte.
@Jammi
Wenn man das Handy auf Lautsprecher gestellt und an ein Aufnahmegerät gehalten hätte, dann hätte man zwar die Gespräche komplett und im richtigen Wortlaut vorliegen gehabt, aber damit wäre der Fall sicher nicht gelöst worden. Die Stimme des „Täters“ war ja nicht zu hören und irgendwelche Hintergrundgeräusche nutzen nichts, wenn man zum Telefonieren das „Versteck“ verlässt.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 15:58
@frauzimt
@Trojien

Also, ein schüchterner junger Mann, dem Frauke den Trostpreis geben wollte, in dem er sie nachhause fahren darf?

Und im letzten Gespräch hat dann Frauke Todesahnungen, sie weiß, ihre Loyalitätsbekundungen reichen nicht mehr aus, der junge Mann fährt mit ihr gegen die Wand? Könnte sein. Dann war er doch nicht irgendein Typ wegen dem sie nicht eine Woche von zuhause fernblieb. Vielleicht hat ihn auch gerade diese Formulierung gestört, schließlich die Summe an kleinen, nicht enden wollenden "Vertrauensmißbräuchen" seitens Frauke, die er in ihrem Verhalten hineinphantasiert hatte, und die schließlich den Ausschlag dafür gaben, dass er sich mit ihr nicht mehr befassen wollte... Puh, ja, könnte durchaus passen.


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 17:37
Zitat von TGI85TGI85 schrieb:Ich kann mir viele plausible Gründe vorstellen, warum so ein Gerät nicht rechtzeitig da war: schlichte Verfügbarkeit / Öffnungszeiten von Läden, viele andere Gedanken in den Köpfen und Aktivitäten rund ums Verschwinden. Ich denke, in der Situation ist überhaupt eine Orientierung für Handlungen der Betroffenen schwierig. Das betrifft dann auch solche Umstände, auch wenn sie nachher gesehen ganz klar erscheinen.
@TGI85 Das hast du gut erklärt.
Am Ende wussten sie wohl selber nicht, warum das nicht ernsthaft verfolgt worden ist.
Sie werden auch einander getröstet, Mut gemacht und vor allem viel über Frauke gesprochen haben.
Es hat leider keiner den Kauf eines Aufnahmegerätes in die Hand genommen.
Zitat von JeeKayJeeKay schrieb:Also, ein schüchterner junger Mann, dem Frauke den Trostpreis geben wollte, in dem er sie nachhause fahren darf?
@JeeKay

Das ist nicht die für mich nur eine Möglichkeit.
Ich denke an diese Lösung, weil ich mal einen Schüchternen Verliebten kannte,
der die Fantasie hatte, seine Herzenswarme zu entführen.
Er hat das damals nicht getan. Zwischen rosaroter Fantasie und so handfesten Sachen wie
Auto besorgen, Chloroform organisieren, gibt es dann wohl doch noch eine große Lücke.

wenn es hier so gewesen ist, war der "junge Mann" nicht nur schüchtern, verklemmt, verliebt, dumm,
er war auch entschlossen, kriminell, leichtsinnig, bereit eine Freiheitsberaubung und Körperverletzungen zu begehen.
Er war bereit Frauke Angst zu machen, sie zu bedrohen, war evtl. bewaffnet. Das wissen wir ja alles nicht.


Wie soll man sich das also vorstellen?
Warum hat er den Absprung verpasst, Frauke gehen zu lassen?
(Es gibt ja nichts, was es nicht gibt...) aber, das passt doch auch alles nicht zusammen


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 20:53
Zitat von JammiJammi schrieb:Mittwoch, 21.Juni 2006
0.49Uhr, Nieheim/Entrup
Sms an Chris
-------------------------------------------------
Donnerstag, 22.Juni 2006
22.26Uhr, Hövelhof- Dreihausen(Sennelager)
Anruf an Chris
-------------------------------------------------
Freitag, 23.Juni 2006
23.04 Uhr, Paderborn Industriegebiet Dören
Anruf an Chris

Freitag 23.Juni 2006
23.06 Uhr, Paderborn Industriegebeit Dören
Anruf vom Bruder
-------------------------------------------------
Samstag 24.Juni 2006
14.22Uhr, Paderborn Industriegebiet Mönkeloh
Anruf an Chris
-------------------------------------------------
Sonntag 25.Juni 2006
22.28Uhr Paderborn -Berliner Ring
Anruf an Chris
-------------------------------------------------
Dienstag, 27.Juni 2006
23.29Uhr, Paderborn Industriegebiet Benhauser Feld
6 Anrufe!
Es waren 5 Anrufe. Vor Franks Anruf wurde nur eine SMS geschickt (an Chris)
Zitat von JammiJammi schrieb:Frage/Antwort
Wurden die Gespräche aufgezeichnet?
Nein.
Warum nicht?
Antwort: Es gab keine Diktiergeräte.

Kann mir das einer plausibel erklären?
Ehrlich gesagt: nein. Ich kann es nicht erklären.
Ich habe bei einem großen Elektrohandel meine Ausbildung gemacht und wir hatten IMMER Diktiergeräte auf Lager. Die gehen ja nicht weg wie warme Semmeln.


Was mich persönlich stutzig macht, ist folgender Satz aus der Anleitung des Nokia 6230, dem Mobiltelefon, das Frauke, Isabell und soweit ich weiß von Chris benutzt wurde


"
Sprachaufzeichnung:

Sie können über einen Zeitraum von drei Minuten gesprochene Wörter und Sätze, Töne und aktiveAnrufe aufnehmen. So haben Sie beispielsweise die Möglichkeit, einen Namen und eineTelefonnummer aufzuzeichnen, um diese dann zu einem späteren Zeitpunkt zu notieren
"

Quelle: Nokia 6230 Handbuch




Was ich mir vorstellen kann, ist das sie in all dem Stress einfach nicht daran dachten, die Gespräche aufzunehmen.
Und als sie dann gefragt wurden, ob man ein Diktiergerät benutzt hat, musste man, um nicht ganz dumm dazustehen eine Ausrede finden: gab in ganz Paderborn keins mehr... und die Aufzeichnungsapp meines Handys hab ich vergessen....


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Mord an Frauke Liebs

18.06.2021 um 22:52
Zitat von IlluminatiNWOIlluminatiNWO schrieb:Aber bräuchte ein Täter dafür so viele Anrufe? Warum? Weil keiner mitbekommen hat, dass er zum fraglich Zeitpunkt jeweils weg war und es daher immer wieder neu konstruiert werden musste?
Man könnte auch ein sich steigerndes Szenario sehen. Erst eine harmlose SMS, gefolgt von der Ankündigung, nach Hause zu kommen, dann Anrufe, schließlich ein Rückruf beim Bruder, letztendlich ein Anruf mit zwei Teilnehmern. Also nicht geplant, sondern der Dynamik der Situation angepasst. Vielleicht so, weil sich ein Alibi nur so ergeben konnte. Oder ein anderer Zweck der diese Steigerung erforderte, weil die jeweils vorangegangen Aktionen das beabsichtigte Ziel nicht erreichten.


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Mord an Frauke Liebs

19.06.2021 um 09:53
Zitat von eifel49eifel49 schrieb:Man könnte auch ein sich steigerndes Szenario sehen. Erst eine harmlose SMS, gefolgt von der Ankündigung, nach Hause zu kommen, dann Anrufe, schließlich ein Rückruf beim Bruder, letztendlich ein Anruf mit zwei Teilnehmern. Also nicht geplant, sondern der Dynamik der Situation angepasst. Vielleicht so, weil sich ein Alibi nur so ergeben konnte. Oder ein anderer Zweck der diese Steigerung erforderte, weil die jeweils vorangegangen Aktionen das beabsichtigte Ziel nicht erreichten.
@eifel49

Ich sehe das mittlerweile so:

Frauke sollte zu Hause anrufen und ihre Lieben beruhigen.
Der Auftrag des Täter war klar: Frauke sollte glaubwürdig mitteilen,
dass sie aus Gründen, die sie im Augenblick nicht nennen will, für einige Zeit
weg bleiben wird.

Frauke war klar, dass niemand nach ihr suchen wird, wenn ihre Freunde und
Familie das glauben.
Das hat ja auch mit Respekt (vor Frauke), mit Verständnis und der Akzeptanz
gegenüber Frauke zu tun.
Frauke konnte nicht sicher sein, dass ihre Angehörigen ihren Wunsch respektieren
würden.

Sie hat nicht gewagt, versteckte Hinweise zu geben- oder es gab da nichts Brauchbares.
Das Einzige, das sie tun konnte, war in den Gesprächen rätselhaft u. unglaubwürdig sein.

Sie hat sich taktisch durch die Gespräche laviert.
Auf der einen Seite der Täter, der jedes Wort überwacht hat, auf der anderen Seite Chris und Familie,
die sie suchen sollten.
Ein Schritt zu weit in die eine oder andere Richtung und der Täter macht seine Drohung wahr (was immer er Frauke angedroht hat) oder ihre Familie glaubt, dass sie wirklich eine Auszeit braucht und wartet ab.

Sie hätte ja auf die Fragen von Chris ruhig und entscheiden antworten können "Mir geht es gut!"
Das machte sie nicht. Sie blieb vage, wich aus, gab Anlass zur Sorge.

"Christos" war ein Hinweis an Chris, den er auch verstanden hat. (Der Täter nicht)
Ihr ständiges "Ich komme heute, ich komme bald..etc" hat sie vielleicht sogar mit dem Täter abgesprochen.

Er hat gefordert, sie soll sagen, dass sie 2 Wochen weg ist. Alles gut. Macht euch keine Sorgen.
Sie hat gesagt, "das kaufen sie mir nicht ab. Wenn ich nicht sage, ich komme heute/bald zurück,
schlagen sie Alarm".

Ich glaube, die Gesprächsprotokolle sind darum so schwer zu fassen.

1. Wir kennen nicht das Motiv des Täters.
Was wollte er von Frauke? Warum die Entführung?

2. Wir wissen nicht, welche Passagen Frauke gestaltet hat und welche Worte erzwungen waren.
Wir wissen nicht, wann sie vor Erschöpfung unkontrolliert gesprochen hat (3x Mama)

3. Wir wissen nicht, ob sie den Täter nicht überzeugen konnte, die Gespräche etwas abzuändern.

Ich denke von allem etwas und dazu ein sich durch die Gespräche Lavieren.


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Mord an Frauke Liebs

19.06.2021 um 10:29
@frauzimt



Eine Aufzeichnung des letzten Gesprächs wäre ziemlich interessant gewesen.

Mich würden ihre Reaktionszeiten interessieren. Besonders auf die Fragen, die vorher nicht schon absehbar waren.


Vielleicht hätte man auch die Stimme im Hintergrund herausfiltern können (wie z.B. bei Jonbenet Ramsey), nicht um den Täter zu identifizieren, sondern um Vokabular, Sprachgebrauch und Geschlecht bewerten zu können. Falls es verbale Kommunikation gab zwischen Frauke und dem Täter.


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19.06.2021 um 10:45
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Sie hat nicht gewagt, versteckte Hinweise zu geben- oder es gab da nichts Brauchbares
Spiele fünf Männern und fünf Frauen Telefonate oder Gespräche von mehreren Minuten vor. Lass sie zwei Tage später (oder wann brachte es Chris zu Papier?) Protokolle aufschreiben. Was meinst du, wird das Ergebnis sein? Bei den Männern wahrscheinlich "das Wesentliche". Ob versteckte Hinweise überhaupt erkannt werden, bezweifle ich.
Dieses "Christos" bildet eine Ausnahme, weil es ein persönlicher Hinweis war.

Ich würde mich nur auf den Wortlaut der sms und des letzten Telefonats konzentrieren.


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19.06.2021 um 11:08
@Melodic_Wings

Die Polizei geht davon aus, dass Frauke den Entführer gekannt hat. Und die Polizei weiß mehr als wir und hat mit Sicherheit mehr Fakten zu dem Fall. Allerdings teile ich deine Skepsis. Aber bringt uns das weiter, wenn wir die Erkenntnisse der Polizei ignorieren?


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19.06.2021 um 11:51
Zitat von frauzimtfrauzimt schrieb:Das ist nicht die für mich nur eine Möglichkeit.
Ich denke an diese Lösung, weil ich mal einen Schüchternen Verliebten kannte,
der die Fantasie hatte, seine Herzenswarme zu entführen.
Er hat das damals nicht getan. Zwischen rosaroter Fantasie und so handfesten Sachen wie
Auto besorgen, Chloroform organisieren, gibt es dann wohl doch noch eine große Lücke.

wenn es hier so gewesen ist, war der "junge Mann" nicht nur schüchtern, verklemmt, verliebt, dumm,
er war auch entschlossen, kriminell, leichtsinnig, bereit eine Freiheitsberaubung und Körperverletzungen zu begehen.
Er war bereit Frauke Angst zu machen, sie zu bedrohen, war evtl. bewaffnet. Das wissen wir ja alles nicht.
Letzteres ist eben das, was mich mit Abstand etwas stutzig macht, um nicht zu sagen zweifelt, dass an der kranke-Romantik-Theorie etwas Konkretes sein könnte.
Ich finde kein nachvollziehbares Szenario, wo ich mir vorstellen kann, dass Frauke nicht alles versucht, diesen von uns erdachten jungen Mann mit allen den Frauen zu Verfügung stehenden Mitteln derart zu manipulieren, dass sie doch aus der Sache herauskommt.
Die hätte doch zum Schein darauf eingehen können, seine gute Freundin sein zu können, aber hey, Ausbildung ist Ausbildung, ich muss da morgen hin, egal, was wir zwei Hübschen noch alles vorhaben... Du verstehst das sicher!?
Vielleicht auf diese Art und Weise.

Gestern kam mir der Gedanke, dass die Anrufe vllt auch ein Hinweis darauf sein könnten, dass der Täter nur sehr eingeschränkt kommunikationsfähig ist.
Er merkt, er ist Frauke intellektuell unterlegen, er will zwar mit ihr zusammensein, aber wie sich das alles ausgeht, das hat er nicht richtig überrissen. Jetzt ist auch schon so seltsam, dass sie sie suchen... wie uncool... Nun erwartet er sich von außen Input und er zeigt Interesse an der Beziehung zwischen Frauke und Chris. Gewissermaßen schaut er in das Schlüsselloch ihrer Beziehung. Wie machen die das, könnte er unbewusst denken, wie kriegen die diese Trennung von Raum und Sex hin? Lieben die sich noch einander? Wie wird das mit ihr sein? Haben wir überhaupt eine Zukunft?


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Mord an Frauke Liebs

19.06.2021 um 12:15
Zitat von Windsurfer1991Windsurfer1991 schrieb am 14.06.2021:Viele hatten hier Theorien dazu. Irgendwie ist es Wahnsinn, mir wäre das viel zu aufwendig, ein völlig unnötiges Risiko und wenn es für mich kein Risiko ist: Warum? Warum lasse ich mein Opfer so viel Plaudern? Weil ich selber mit der Freiheit abgeschlossen habe und es mir wurscht ist, wenn ich erwischt werde? Oder weil ich ein sadistisches Spiel aus Lustgewinnung bis auf das Äußerste treiben will mit höchstmöglichen persönlichen Einsatz und der Spaß es mir wert ist lebenslänglich Gefängnis zu bekommen?
Mir fällt der Glaube an das perfide sadistische Spiel als Antrieb schwer. Nehmen wir mal an, es wäre so gewesen, würde das bedeuten, wir haben es hier mit einem Täter zu tun, der weder vorher noch 15 Jahre danach diesbezüglich oder ähnlich gelagerter Auffälligkeiten in Erscheinung getreten ist. Es handelt sich also um einen Täter, der bei der Tat ein immenses Risiko eingegangen ist, um sich den größtmöglichen Kick zu verschaffen, der dann aber danach ohne zu zögern cold/inaktiv wird. Gerade mit jedem vergangenen Jahr müsste dessen Ego, weil er unerkannt blieb, ins unermessliche gestiegen sein. Wodurch der Drang, eine weitere Tat zu begehen, durchaus präsenter hätte werden müssen oder zumindest können.


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