Kriminalfälle
Menschen Wissenschaft Politik Mystery Kriminalfälle Spiritualität Verschwörungen Technologie Ufologie Natur Umfragen Unterhaltung
weitere Rubriken
PhilosophieTräumeOrteEsoterikLiteraturAstronomieHelpdeskGruppenGamingFilmeMusikClashVerbesserungenAllmysteryEnglish
Diskussions-Übersichten
BesuchtTeilgenommenAlleNeueGeschlossenLesenswertSchlüsselwörter
Schiebe oft benutzte Tabs in die Navigationsleiste (zurücksetzen).

Mord an Frauke Liebs

97.889 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

06.02.2026 um 06:33
Jemand, der freiwillig so handelt, klingt am Telefon nicht sediert und neben sich stehend. Auf die Frage ob sie festgehalten wird, hat sie auch mit Ja geantwortet. Auch hat sie ihre Klamotten nicht gewechselt.- Sie hat in einem hygienischen Beruf gearbeitet- ich würde unterstellen, niemand würde eine Woche lang freiwillig dieselbe Kleidung tragen.
Für mich war ihr Wegbleiben eindeutig unfreiwillig.


melden

Mord an Frauke Liebs

06.02.2026 um 07:38
@Pusteblume82
Das sehe ich auch eindeutig so! Sie war nicht freiwilig weg, zumindest nach dieser ersten Nacht nicht mehr. Sie hat doch auch nach ihren Eltern gefragt, gesagt, dass sie lieber daheim wäre.


melden

Mord an Frauke Liebs

06.02.2026 um 16:07
Zitat von emzemz schrieb:Ich gehe nach wie vor davon aus, dass Frauke freiwillig weggeblieben ist. Das widerspricht auch nicht dem, was Frank sagt.
Doch. Dass Frank diese Annahme schon in der Nacht nach dem Telefonat mit Frauke revidiert hat, wird im Podcast (Folge 2) deutlich:

Frank sagt im Interview, dass er „zu dem Punkt [Zeitpunkt des Telefonats] eigentlich noch der Meinung war, dass das irgendwie sich relativ harmlos und schnell wieder einrenkt“ (Min. 13)
Frank hatte schon in der Nacht nach dem Telefonat, als Frauke doch nicht nachhause kam,
„die Sorge, dass wirklich etwas passiert sein könnte.“ (ab 17.00)
Im Nachhinein tut Frank die Ansage leid: (18.10)

Quelle: https://www.stern.de/panorama/vebrechen/frauke-liebs/

- - - - - -
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:berühmte "Ansage" machte und sie ihm sagte, dass sie noch am Abend zurückkommen würde, da wurden wohl alle Schüler*innen aus der Pflegeklasse auch verständigt und alle sollen sich auf den Weg in die WG gemacht haben
Zitat von LanesLanes schrieb:Ich bin da gedanklich schon immer drüber gestolpert. Und als ich deinen zitierten Post gelesen habe, habe ich das 3fache Mama damit in Verbindung gebracht. Was ist, wenn der Täter an dem Abend in der WG waren und mit der Mutter gesprochen hat? Und das Frauke vor dem Telefonat mitgeteilt hat...
weitere Möglichkeiten wären:
a)
Über Franks Telefonat mit Frauke wurden gleich viele Leute informiert. Es ist doch auch möglich, dass Bekannte im Voraus über den anstehenden Besuch der Eltern u. Schwester bei Chris wussten. Es ist m. E. nicht auszuschließen, dass jemand unbewusst Infos an den Täter weitergab. (Z. B., dass/wann die Eltern und Karen bei Chris sind.)
Wenn man an die vielen Bekanntenkreise denkt, die hinter jeder einzelnen der direkt informierten Personen stehen, ist es nicht auszuschließen, dass unter diesen Menschen auch der Täter zu finden ist. Es wäre nicht aufgefallen, wenn sich jemand zeitnah nach Frauke bzw. dem Stand der Dinge erkundigt hätte. Solche Vorfälle sind gewöhnlich Ortsgespräch.

b)
Frauke könnte nach den Eltern gefragt haben, weil sie sich ihre Anwesenheit gewünscht hat. Wenn die Schwester anwesend ist, ist es doch möglich, dass weitere Familienmitglieder da sind.
Das wiederholte „Mama“ könnte sie u. a. auch aus Verzweiflung gesagt (bzw. gefleht) haben.


1x zitiert1x verlinktmelden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 12:55
P. S.: Korrektur des Links zur o. g. Quelle. Alle Teile des (schon bekannten) Podcasts:
https://www.stern.de/panorama/verbrechen/frauke-liebs/podcast-frauke-liebs--die-suche-nach-dem-moerder--folge-11-32988322.html


melden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 13:26
Sorry: Alle Teile des Podcasts: https://www.stern.de/panorama/verbrechen/frauke-liebs/
Auf o. g. Teil 11 beziehe ich mich in diesem Post:
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Mindestens genauso wahrscheinlich aber ebenso wenig belegt ist es, dass ein Täter einfach nur seine Macht über Frauke demonstrieren wollte. Er hat die Macht über sie, wann sie was sagen darf und er hat die Macht, sie dann doch daran zu hindern, dass sie das, was sie auf sein Geheiß gesagt hat, tatsächlich tun darf.
So einen Täter-Typ beschreibt die forensische Psychiaterin Nahlah Saimeh in Teil 11.
So viel ich weiß, ist bisher kein vergleichbarer Fall bekannt, in dem ein Täter das Opfer telefonieren ließ. Oder irre ich mich? Da kein Lösegeld gefordert wurde, frage ich nicht nach Entführungsfällen, bei denen das Opfer evtl. als Beweis, dass es am Leben ist, telefonieren durfte.
Wenn o. g. Täter-Typ nicht aus gesundheitlichen o. ä. Gründen verhindert gewesen wäre, hätte er dann nicht seine perfiden Machtspiele mit anderen Opfern weiter betrieben? Er hätte z. B. auch nach Fraukes Tod noch die Angehörigen mit Anrufen quälen können.

Fraukes Mutter ging zuletzt* davon aus, dass dem Täter etwas aus dem Ruder gelaufen ist. *Jedenfalls im Podcast. Ich glaube, im Teil "Eine Botschaft an den Mörder".
Zitat von StreuselStreusel schrieb:Der Täter hätte nicht verhindern können, dass Frauke seinen Namen sagt, falls sie diesen kannte. Dann wäre das Spiel für ihn vorbei gewesen.
Mit einem Messer an der Kehle oder einer anderen Waffe vor Augen, wäre vermutlich während der Telefonate ihr Überlebenswille größer gewesen.


4x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 17:59
Zitat von watnuwatnu schrieb:Mit einem Messer an der Kehle oder einer anderen Waffe vor Augen, wäre vermutlich während der Telefonate ihr Überlebenswille größer gewesen.
Das halte ich für fraglich. Wenn Frauke den realen Namen des Täters kannte, verstehe ich offen gesagt nicht, weshalb sie ihn spätestens im letzten Telefonat nicht genannt hat. Dieses Telefonat erweckt ja den Anschein, dass sie zumindest ahnte, auf was das alles hinausläuft ("ich lebe ja noch"). Ihre beste Chance wäre es demnach gewesen, den Namen des Täters deutlich auszusprechen. Natürlich wäre es vorstellbar, dass dieser Frauke dann unmittelbar getötet hätte (quasi im Affekt). Es wäre aber ebenfalls möglich, dass ihm sofort bewusst geworden wäre, dass die Polizei ihn jetzt jagen würde und dass er mit der Ermordung von Frauke seine Situation nur noch mehr verschlimmern würde. Diese Erkenntnis hätte ihn dann möglicherweise dazu bewogen, Frauke am Leben zu lassen und andere Alternativen in Betracht zu ziehen (z.B. Frauke freilassen und sofort untertauchen, Frauke freilassen und einen Anwalt konsultieren um sich dann selbst den Behörden stellen, gemeinsam mit Frauke eine halbwegs glaubhafte Geschichte für die Behörden konstruieren, etc.).


3x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 18:30
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Das halte ich für fraglich. Wenn Frauke den realen Namen des Täters kannte, verstehe ich offen gesagt nicht, weshalb sie ihn spätestens im letzten Telefonat nicht genannt hat
Es ist zusätzlich ja auch vorstellbar, dass er gedroht hat auch Chris und/oder der Familie später etwas anzutun. Speziell auch der Mutter (3x Mama)


melden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 20:11
Zitat von watnuwatnu schrieb:Er hätte z. B. auch nach Fraukes Tod noch die Angehörigen mit Anrufen quälen können.
Es 'sieht' wie abgeschlossen aus. Einer der Gründe, warum ich mittlerweile denke, die Tat kann an die Familie gerichtet gewesen sein.
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Wenn Frauke den realen Namen des Täters kannte,
Es kann sein, dass sie getäuscht wurde. Wenn sie auf dem Heimweg, mit einer, für sie glaubwürdigen Geschichte bequatscht wurde. Sie vertraute in dem Moment und ab da, wusste sie nicht mehr mit wem sie es zu tun hat.


4x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 20:25
Zitat von MGundersonMGunderson schrieb:Einer der Gründe, warum ich mittlerweile denke, die Tat kann an die Familie gerichtet gewesen sein.
Kann natürlich sein, Mutter, Vater, Bruder oder Schwester. Letzten Endes weiss man nicht wie weint dazu ermittelt wurde. Fakt ist eigentlich das wir als externe Personen eigentlich nichts wissen.


1x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 22:52
@watnu, @Anya1981, @Pusteblume82, ...

Beitrag von watnu (Seite 4.944)

Ich bin ebenso der Ansicht, dass Frauke nicht freiwillig weggeblieben ist. Franks Wahrnehmung hinsichtlich der "Stimme" (klar vs. verwaschen) und der "Ansage" die er gemacht hat - weil er offenbar zunächst annahm, Frauke wäre weg, weil "was schiefgelaufen" sei, es "harmlos" sei oder sie aus egoistischen Gründen wegbleiben würde - mag auf den ersten Blick völlig konträr zu den Wahrnehmungen von Chris und Karen wirken.

Auch hinsichtlich der kürzlich diskutierten„Riesentruppe vorm Haus“ Freitagnacht meint er ja "Vielleicht ist das eher kontraproduktiv, dass man da den Dreh nicht kriegt. Aber konnte ich dann auch nicht mehr beeinflussen in dem Moment" (ab ca. Min 15:58, Folge 2)

Im bekannten Kontext aus dem Podcast wird aber deutlich, so wie Du @watnu auch nochmal schreibst, dass er diese Annahme, nach dem vergeblichen Warten bis tief in die Samstagnacht hinein, revidiert hat und rückblickend auch bedauert.

Danke auch für das Einstellen der Minutenangaben. Ich finde das sehr hilfreich.

Hinsichtlich der möglichen Informationsweitergabe stimme ich Dir da auch zu:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Über Franks Telefonat mit Frauke wurden gleich viele Leute informiert. Es ist doch auch möglich, dass Bekannte im Voraus über den anstehenden Besuch der Eltern u. Schwester bei Chris wussten. Es ist m. E. nicht auszuschließen, dass jemand unbewusst Infos an den Täter weitergab. (Z. B., dass/wann die Eltern und Karen bei Chris sind.)
Wenn man an die vielen Bekanntenkreise denkt, die hinter jeder einzelnen der direkt informierten Personen stehen, ist es nicht auszuschließen, dass unter diesen Menschen auch der Täter zu finden ist. Es wäre nicht aufgefallen, wenn sich jemand zeitnah nach Frauke bzw. dem Stand der Dinge erkundigt hätte.
Zum angesprochenen "Kreis" finde ich in dem Zusammenhang auch diese Überlegungen interessant:
Zitat von MGundersonMGunderson schrieb:
Zitat von watnuwatnu schrieb:Er hätte z. B. auch nach Fraukes Tod noch die Angehörigen mit Anrufen quälen können.
Es 'sieht' wie abgeschlossen aus. Einer der Gründe, warum ich mittlerweile denke, die Tat kann an die Familie gerichtet gewesen sein.
&
Zitat von _Salzbrezel_Salzbrezel schrieb:Kann natürlich sein, Mutter, Vater, Bruder oder Schwester. Letzten Endes weiss man nicht wie weint dazu ermittelt wurde. Fakt ist eigentlich das wir als externe Personen eigentlich nichts wissen.
Das ist auch die Krux an den Diskussionen dazu– öffentliche Information inwiefern die angesprochenen Themen ermittelt wurden, sind äußerst begrenzt und damit vieles unklar oder hoch spekulativ. Man "dreht sich im Kreis", kein Szenario wird "rund".

Zum Telefonieren:
Zitat von watnuwatnu schrieb:So viel ich weiß, ist bisher kein vergleichbarer Fall bekannt, in dem ein Täter das Opfer telefonieren ließ. Oder irre ich mich? Da kein Lösegeld gefordert wurde, frage ich nicht nach Entführungsfällen, bei denen das Opfer evtl. als Beweis, dass es am Leben ist, telefonieren durfte.
Ich hatte den Fall der Moorehouse Murders gefunden, allerdings nicht im deutschsprachigen Raum:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 11.10.2025:Tatsächlich habe ich damals einen Fall gefunden - die s.g. "Moorhouse Murders" von 1986. Hier wurden von einem Pärchen vornehmlich junge Frauen entführt, vergewaltigt und ermordet. Eines der Opfer (Kate Moir) konnte flüchten und berichten. Sie hatte sich von ihnen im Auto mitnehmen lassen weil vertrauenserweckend (Pärchen).
Mit vorgehaltenem Messer musste sie ihre Mutter anrufen um ihr zu versichern, dass es ihr gut ginge. (Ob die anderen Opfer auch telefonieren mussten, konnte ich damals nicht herausfinden.)
In dem Telefonat versuchte sie ihrer Mutter Hinweise zu geben - sie sagte, sie hätte zu viel getrunken und würde bei einer Freundin übernachten, in der Hoffnung ihre Mutter würde "schalten" weil sie nie etwas Trinken würde. (Der Fall ist auch interessant / schockierend weil ihr nach der gelungenen Flucht erst nicht geglaubt wurde.)
Quelle zu den Moorehouse Murders: Wikipedia: David and Catherine Birnie
Auf den ersten Blick scheint das ja auch ein sehr plausibler Grund im Fall Frauke zu sein. Versichern, dass es ihr gut geht. Weil der Täter (die Täterin) beruhigen wollte und einen Plan hatte, was er/sie mit ihr tun würde.



2x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

07.02.2026 um 23:59
Zitat von 2cent2cent schrieb:Man "dreht sich im Kreis", kein Szenario wird "rund".
Eventuell werden irgendwann mal mehr/andere Informationen Preis geben - bis dato ist der "Fall Frauke Liebs" hier im Forum, sorry ein Cold Case. Vielleicht wird sich in 1,2,3 Jahren jemand, wenn nicht sogar die EB selbst noch einmal zu Wort melden.
Egal wie, Frauke muss, wie jedem Opfer Gerechtigkeit wiederfahren und ihre Familie ihre Antworten bekommen.


melden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 13:21
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Wenn Frauke den realen Namen des Täters kannte, verstehe ich offen gesagt nicht, weshalb sie ihn spätestens im letzten Telefonat nicht genannt hat.
Hätte Frauke jemals frei sprechen können, müsste niemand rätseln, was sie mitteilen wollte (versteckte Botschaften? "Mama" als Ausdruck der Verzweiflung? Abschied nehmen?).

Da sie m. E. keinen großen Spielraum hatte, sollte man nicht den Regisseur vergessen:
Wieso hätte der Täter während des letzten Telefonats die Kontrolle aus der Hand geben sollen und somit ein noch höheres Risiko eingehen sollen?
Ich glaube, dass er Frauke vorschrieb, welche Informationen sie weitergeben sollte, also auch Paderborn. Bei der vielleicht einzigen Abweichung vom Skript hat sie ihre Antwort gleich "korrigiert".

Chris:„Wirst du festgehalten?"
Frauke: „Ja... Nein! Nein!"
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Natürlich wäre es vorstellbar, dass dieser Frauke dann unmittelbar getötet hätte (quasi im Affekt). Es wäre aber ebenfalls möglich, (...)
Selbst wenn man ahnt, dass man bald sterben könnte: Menschen handeln unterschiedlich. Ob Frauke angesichts einer minimalen Chance auf Rettung das Risiko eingegangen wäre, sofort zu sterben?
Auch wenn sie überhaupt in der Lage gewesen wäre, mitzuteilen wo sie ist, wäre einige Zeit verstrichen, bis die richtigen Stellen informiert und vor Ort gewesen wären. Chris hätte sie nicht retten können.
O. g. Überlegungen hätte sie zwischen den Telefonaten genauso treffen können wie die, die du annimmst, @Serval69 .

Der Tätername ist hier und in meinem vorherigen Post nur ein austauschbares Beispiel:
Er droht mit einer Waffe und macht unmissverständlich klar: "Wenn du mich verrätst, bringe ich dich um, bevor du meinen Namen ganz ausgesprochen hast (oder auch `bringe ich uns beide um´) ." Das wäre m. E. kein Affekt – also auch hierbei gibt es mehrere Möglichkeiten.
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Das halte ich für fraglich.
Ich halte es schon für fraglich, dass wir über uns selbst vorhersagen können, wie wir uns tatsächlich verhalten würden, wenn wir tagelang in einer extrem bedrohlichen Ausnahmesituation verharren müssten.
Wir können nur unsere Vermutungen austauschen. Wenn ich hier meine äußere, heißt das nicht, dass das jeweils die einzig denkbare Möglichkeit für mich ist.
Zitat von MGundersonMGunderson schrieb:Es kann sein, dass sie getäuscht wurde. Wenn sie auf dem Heimweg, mit einer, für sie glaubwürdigen Geschichte bequatscht wurde.
Falls sie den (oder die) Täter gekannt haben sollte, hätte er ihr vor dem Pub anbieten können, sie nachhause zu fahren.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich hatte den Fall der Moorehouse Murders gefunden, allerdings nicht im deutschsprachigen Raum:
Thx für den Link. Hier im Thread wurde auch schon mal ein schrecklicher Fall aus Japan erwähnt.
Ich hätte mich präziser ausdrücken müssen. Ich frage mich, ob der Täter weitere Taten begangen hat. Im vorherigen Post dachte ich an Fälle, in denen Opfer kommuniziert haben wie Frauke. Es ist aber auch denkbar, dass er das hohe Telekommunikations-Risiko bei anderen Opfern nicht (mehr) einging.
Wenn es eine Einzeltat war, spricht das m. E. eher für eine Beziehungstat.
Zitat von MGundersonMGunderson schrieb:Einer der Gründe, warum ich mittlerweile denke, die Tat kann an die Familie gerichtet gewesen sein.
Oder auch gegen Chris, der mit den Anrufen getriggert wurde?


1x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 14:45
Es gibt tatsächlich morgen eine neue Folge von Mord auf Ex (ich weiß hier nicht sonderlich anerkannt) über Frauke mit der Unterstützung von Frau Liebs ! Bin gespannt und werde auf jeden Fall reinhören.


melden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 15:30
@Pepperdog

Würde mich freuen, wenn du den Link hierzu einstellen könntest.
Wenn Frau Liebs ebenfalls mitwirkt, dann gibt es ja mögicherweise neue Erkenntnisse.

Der Fall liegt nach wie vor bei dieser ColdCaseTruppe in Bielefeld, die in den letzten Jahren bereits andere Fälle klären konnte.

Vielleicht tut sich ja jetzt etwas, denn das scheinen die letzten offiziellen Mitteilungen zu sein:
https://www.zeit.de/news/2022-11/24/akte-im-mordfall-frauke-liebs-bleibt-geoeffnet


1x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 15:33
@emz
Habe nur die Vorankündigung auf Insta gelesen. Habe leider keine Ahnung wie ich das hier verlinken kann und ob es erlaubt ist. Aber man könnte die Folge verlinken, wenn sie morgen erscheint.


1x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 15:36
Zitat von PepperdogPepperdog schrieb:Aber man könnte die Folge verlinken, wenn sie morgen erscheint.
Das wäre die beste Lösung und sehr nett, wenn du morgen daran denken würdest.


melden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 18:37
Zitat von watnuwatnu schrieb:So viel ich weiß, ist bisher kein vergleichbarer Fall bekannt, in dem ein Täter das Opfer telefonieren ließ. Oder irre ich mich? Da kein Lösegeld gefordert wurde, frage ich nicht nach Entführungsfällen, bei denen das Opfer evtl. als Beweis, dass es am Leben ist, telefonieren durfte.
Wenn o. g. Täter-Typ nicht aus gesundheitlichen o. ä. Gründen verhindert gewesen wäre, hätte er dann nicht seine perfiden Machtspiele mit anderen Opfern weiter betrieben? Er hätte z. B. auch nach Fraukes Tod noch die Angehörigen mit Anrufen quälen können.

Fraukes Mutter ging zuletzt* davon aus, dass dem Täter etwas aus dem Ruder gelaufen ist.
Mir ist kein exakt vergleichbarer Fall bekannt. Also, wo ein Opfer nicht Monate, sondern nur ca. 2 Wochen gefangen gehalten worden ist (ich gehe davon aus, dass Frauke nicht lange nach dem letzten Telefonat sterben musste). Im Höxter-Fall wurden Frauen über Monate gefangen gehalten, aber manchmal durften sie auch unter Aufsicht telefonieren. Es waren aber meist Frauen mit deutlich weniger ausgeprägtem Selbstbewusstsein als Frauke und es kam noch eine finanzielle Ausbeutung hinzu.

Und trotzdem halte ich diese Spur nach wie vor für heiß, zumindest was Wilfried W. betrifft. Der Denkfehler ist meines Erachtens, dass man das Verhalten dieses "Paares" zwischen 2011 und 2016 im Prinzip auch immer zum Maßstab macht, wenn man über die Geschehnisse von 2006 berichtet. Aber Täter*innen, insbesondere Serientäter*innen (schaut Euch an, was man Typen wie dem Sägemörder Olaf W. für unterschiedliche Taten zuzuschreiben glaubt), ändern auch ihr Verhalten über die Jahre partiell, nur ein Grundmuster bleibt erhalten. Das Grundmuster hier ist totale Macht und Kontrolle für mich.

Hier mal ein paar einzelne Indizien:

Winfried W. wohnte 2006 in Schlangen (sehr nah an Paderborn!). Man hat ja wohl auch sein Handyprofil 2016 später tatsächlich überprüfen können und er war praktisch immer irgendwie in der Nähe, von wo Frauke mutmaßlich war, geographische Nähe also ganz heiß

Er fuhr wohl auch einen Kleintransporter/Lieferwagen (siehe das Thema Anrufe)

Beide waren auf Plattformen, um Leute kennen zu lernen (war noch nicht so die Hochzeit von Tinder und Dating-Plattformen, klar waren doch auch schon einige aktiv)

Wilfried W. ist wohl nicht besonders intelligent, seine geistige Reife soll wohl unterentwickelt sein; es scheint mir aber andererseits, dass Frauke möglicherweise gerade auf so was abgefahren ist oder es irgendwie reizvoll; Männer, denen sie irgendwo glaubte helfen zu können (siehe Nils). Und vielleicht war sie leicht wütend, weil Nils doch nicht kam und aus Trotz hat sie sich dann bei einem anderen gemeldet....Wilfried W. Wobei ich nicht glaube, dass sie den dann auf dem Nachhauseweg zufällig getroffen hat, sondern dass es schon eine Verbindung vorher gab. Die Polizei hat nie alle von Fraukes Kontakten im Internet ermitteln können.

Wenn Wilfred W. etwas damit zu tun, dann muss Angelika W damals nicht unbedingt direkt damit zu tun gehabt haben, sie wohnten ja wohl getrennt; dazu dieser komische Brief an Fraukes Mutter - weiß jemand, was daraus geworden ist? In jedem Fall wurde Wilfried W. vor 2006 schon auffällig, ohne dass Angelika W etwas damit zu tun hatte

Wenn Wilfried W etwas damit zu tun hatte, Angelika W durfte irgendwann davon erfahren haben. Vielleicht hat sie auch die "Planungen" für das Tatmuster späterer Taten auf Basis dieser Erfahrungen "perfektioniert" oder die "Frauke-Geschichte" hat ihr gar die Inspiration für das neue Tatmuster gegeben? Alles Spekulation. Aber ein Fakt bleibt, weil du gefragt hast: Der einzige Fall, der entfernt in das Tatmuster passt betrifft eine Person, die 2006 13 km von Paderborn entfernt wohnte! Zufall oder nicht?

Und gleichzeitig soll Wiflried W wohl davon besessen gewesen sein, sich auch gegen etwas "dominantere" Frauen behaupten zu wollen. Ein Frauke-Trauma, weil er den Fehler machte, sie relativ frei telefonieren zu lassen, weil er ihr ohne Angelika W (hochintelligent aber Empathiegrad eines Gefrierschranks) psychologisch dann doch nicht gewachsen war? Vielleicht musste sie deshalb sterben.

Viele Fragen tun sich da auf: Wurde das Haus oder die Wohnung in Schlangen mit Leichenhunden nach 2016 abgesucht? Konnte das Auto von damals dingfest gemacht werden und ggfls. untersucht werden? Wurden die ehemaligen Nachbarn, Vermieter etc. in Schlangen intensiv aber konkret auf Frauke befragt? Was ist das rumgekommen?


2x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 19:49
Zitat von emzemz schrieb:Würde mich freuen, wenn du den Link hierzu einstellen könntest.
Morgen kommt die Folge ja erst, hier kannst du sie aber dann zb. hören oder bei Spotify oder ähnlichem. LG

https://plus.rtl.de/podcast/mord-auf-ex-bm8hxfnrsphks/neue-folge


melden

Mord an Frauke Liebs

08.02.2026 um 21:39
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Hier mal ein paar einzelne Indizien:
Sorry, aber diese vermeintlichen Indizien, die halten allesamt nicht. Ich kenne den Fall ziemlich gut und muss dir widersprechen.
Winfried W. wohnte 2006 in Schlangen (sehr nah an Paderborn!). Man hat ja wohl auch sein Handyprofil 2016 später tatsächlich überprüfen können und er war praktisch immer irgendwie in der Nähe, von wo Frauke mutmaßlich war, geographische Nähe also ganz heiß
Das hat Wüllner (Verteidiger von Angelika) mal in einem kurzen Interview behauptet, das aber dann schnell gelöscht wurde, da die Behauptung nicht haltbar war.
Er fuhr wohl auch einen Kleintransporter/Lieferwagen (siehe das Thema Anrufe)
Er hat immer wieder Autos gekauft, sie hat die dann wieder zurückgegeben. Möglich, dass darunter auch ein Kleintransporter war.
Beide waren auf Plattformen, um Leute kennen zu lernen (war noch nicht so die Hochzeit von Tinder und Dating-Plattformen, klar waren doch auch schon einige aktiv)
Es waren Zeitungsanzeigen, über die er Kontakte zu Frauen knüpfte.
Wilfried W. ist wohl nicht besonders intelligent, seine geistige Reife soll wohl unterentwickelt sein; es scheint mir aber andererseits, dass Frauke möglicherweise gerade auf so was abgefahren ist oder es irgendwie reizvoll; Männer, denen sie irgendwo glaubte helfen zu können (siehe Nils). Und vielleicht war sie leicht wütend, weil Nils doch nicht kam und aus Trotz hat sie sich dann bei einem anderen gemeldet....Wilfried W. Wobei ich nicht glaube, dass sie den dann auf dem Nachhauseweg zufällig getroffen hat, sondern dass es schon eine Verbindung vorher gab. Die Polizei hat nie alle von Fraukes Kontakten im Internet ermitteln können.
Sein IQ lag, so meine ich mich zu erinnern, nach einer Überprüfung durch andere Psychologen bzw. Psychiater als Saimeh, bei einer Lernbehinderung. Ein Kontakt zwischen ihm und ihr übers Netz konnte nie verifiziert werden.
Frauke war 21 Jahre alt, als sie zu Tode kam, er damals 36, dürfte eher nicht ihrem Beuteschema entsprochen haben.
Die Polizei hat etwa 1.000 Internet-Kontaktdaten überprüft, bis nach Nürnberg.
Wenn Wilfred W. etwas damit zu tun, dann muss Angelika W damals nicht unbedingt direkt damit zu tun gehabt haben, sie wohnten ja wohl getrennt;
Er lebte in Schlangen, sie schlief in Detmold, fuhr jeden Morgen zu ihm und verbrachte den Tag bei ihm.
dazu dieser komische Brief an Fraukes Mutter - weiß jemand, was daraus geworden ist?

Frau Liebs hatte sich darüber lustig gemacht, aber nie mit Angelika gesprochen.
Ich habe überlegt, ob ich Angelika mal in Brackwede besuche, vielleicht sagt sie es mir ja.
In jedem Fall wurde Wilfried W. vor 2006 schon auffällig, ohne dass Angelika W etwas damit zu tun hatte
Er hatte seine Ehefrau misshandelt, aber auch da schon war er nicht allein tätig, sondern zusammen mit einer Exfreundin.
Wenn Wilfried W etwas damit zu tun hatte, Angelika W durfte irgendwann davon erfahren haben.
Das wäre unvermeidlich gewesen, denn tagsüber war sie bei ihm.
Vielleicht hat sie auch die "Planungen" für das Tatmuster späterer Taten auf Basis dieser Erfahrungen "perfektioniert" oder die "Frauke-Geschichte" hat ihr gar die Inspiration für das neue Tatmuster gegeben? Alles Spekulation. Aber ein Fakt bleibt, weil du gefragt hast: Der einzige Fall, der entfernt in das Tatmuster passt betrifft eine Person, die 2006 13 km von Paderborn entfernt wohnte! Zufall oder nicht?
Keine Ahnung, wirklich Spekulation.
Und gleichzeitig soll Wiflried W wohl davon besessen gewesen sein, sich auch gegen etwas "dominantere" Frauen behaupten zu wollen.
Besessen? Na ja. Er hat jedoch recht ungeniert im Gerichtssaal mit Frauen auf den Zuschauerbänken geflirtet.
Ein Frauke-Trauma, weil er den Fehler machte, sie relativ frei telefonieren zu lassen, weil er ihr ohne Angelika W (hochintelligent aber Empathiegrad eines Gefrierschranks) psychologisch dann doch nicht gewachsen war? Vielleicht musste sie deshalb sterben.
Wie gesagt, Misshandlungen hat er m.E nie allein durchgeführt.
Viele Fragen tun sich da auf: Wurde das Haus oder die Wohnung in Schlangen mit Leichenhunden nach 2016 abgesucht? Konnte das Auto von damals dingfest gemacht werden und ggfls. untersucht werden? Wurden die ehemaligen Nachbarn, Vermieter etc. in Schlangen intensiv aber konkret auf Frauke befragt? Was ist das rumgekommen?
Die Schwester meiner früheren Kollegin war seine Nachbarin in Schlangen. Ja, die hat erzählt, dass sie von der Polizei vernommen worden ist. Und nein, eine Frauke hat sie dort nie gesehen.


2x zitiertmelden

Mord an Frauke Liebs

09.02.2026 um 01:06
https://www.spiegel.de/panorama/justiz/vergewaltigungsopfer-stephanie-dieser-mensch-muss-ins-gefaengnis-fuer-immer-a-436232.html


So stelle ich mir auch einen möglichen Täter im Fall Frauke vor.
Leider gibt es zum Dresdner Fall um Stephanie nur noch wenige Zeitungsberichte. Doch selbst diese wenigen Quellen enthalten bereits einige aufschlussreiche Details über die Entführung, den Missbrauch, die spätere Rettung des Opfers sowie über das Verhalten und die Planung des Täters. Anders als in Fraukes Fall erlaubte dieser Täter seinem Opfer keine Telefonate, führte sie jedoch zeitweise in die Öffentlichkeit. Bei abendlichen Spaziergängen ließ sie unauffällig Zettel fallen — Hinweise, durch die sie schließlich gefunden und gerettet werden konnte. Der Fall stammt aus dem Jahr 2006 und wurde aufgeklärt; der Täter wurde verurteilt.


melden