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Mord an Frauke Liebs

98.100 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Entführung, Telefon ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mord an Frauke Liebs

Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 14:39
Ich bin gerade noch dabei, mir mal den seit lange geschlossenen Thread "Prüffall Verbindung Frauke Liebs zu Höxter-Horrorhaus" durchzuarbeiten. Interessant war, dass ich einige Thesen/Überlegungen, die ich mir jüngst dazu überlegte auch - ohne, dass ich es wusste - dort schon vor fast 10 Jahre diskutiert worden sind. Wenn ich es richtig verstehe, gab es am Ende keine konkreten Nachweise, aber sie konnten auch nicht als Täter/Täterin ausgeschlossen werden, wobei die Frage auch immer im Raum schwelte, sollten sie etwas damit zu tun haben, war es damals vielleicht nur Wilfried W.

Folgende Punkte sprachen GEGEN eine Verbindung der Fälle:

-keine Spuren von Frauke im Horrorhaus Bossenborn, keine Gegenstände, kein Handy etc., obwohl viele Handys in Bosseborn sichergestellt worden sind
-ehemalige Nachbarn in Schlangen (damaliger Wohnort von Wilfried W. und z.T. Angelika W.) konnten sich zumindest 2016 nicht mehr an verdächtige Beobachtungen erinnern
-MODUS Operandi erschien später anders: Opfer zwischen 2011 und 2016 waren meist älter und sozial isoliert oder in schwierigen Situationen
-finanzielle Bereicherung an Opfern, Gefangennahme über längeren Zeitraum
-für den Fall, dass Wilfried W. alleine der Täter gewesen sein soll, wie er das angesichts einer unterdurchschnittlichen Intelligenz hätte anstellen sollen
-Wilfried W. ging über Kontaktanzeigen vor, Frauke war eher in Internetchats aktiv
-sofern es zunächst zumindest zu Beginn ein freiwilliges Mitgehen von Frauke war: War ein älterer Mann, der aus einem anderen sozialen Milieu als Frauke kam (akademischer Hintergrund), wirklich interessant für sie?

Folgende Punkte könnten die o.g. Zweifel dennoch erklären bzw. z.T. entkräften:

-dass sie in Höxter keine Spuren von Frauke fanden, ist nicht verwunderlich, denn das Haus bezogen sie erst 5 Jahre nach Fraukes Auffinden, man kann nicht davon ausgehen, dass beim Umzug alle Gegenstände, so sie überhaupt in dem Haus in Schlangen waren, mitgenommen worden sind
-nach wie vor ist bis heute nicht geklärt, welche Hütten/Garagen Wilfried W. wirklich seinerzeit gemietet hatte, weiterhin ist er innerhalb Schlangens umgezogen, das könnte übrigens genau in dem Zeitraum gewesen sein, als Frauke verschwand, möglicherweise transportierte er da auch Gegenstände mit Lieferwagen hin und her
-wir bewerten die Taten von Wilfried W. bzw. des Paares an dem Maßstab von 2016 und die unmittelbaren Jahre davor, aber sowas kann sich ändern, Tatbegehungsweisen können sich über die Jahre verfeinern bzw. man kann aus Risiken, die man unnötig eingegangen ist, für die Zukunft lernen; das Thema finanzielle Interessen kann auch erst später gekommen sein und üblicherweise kam das erst nach ein paar Wochen, so lange war Frauke gar nicht festgehalten worden
-Frauke hatte durchaus Kontakte mit Männern, die aus einem anderen Hintergrund stammten (z.B. Nils). Wilfried W. wird als nach außen sympathisch beschrieben, so als etwas hilflos wirkender Teddybärtyp und konnte sie nicht auch auf sowas abfahren?
-Wilfried W. soll unterdurchschnittlich intelligent sein, andererseits soll er über extreme manipulative Fähigkeiten verfügt haben (passt schon nicht zusammen), an dem ursprünglichen Gutachten zu seinem Geisteszustand gibt es heute ohnehin Zweifel, er soll als voll schuldfähig gelten

Folgende Punkte sprechen FÜR eine Verbindung der Fälle:

-örtliche enge Nähe von Schlangen zu Paderborn, man soll auch von Schlangen Richtung Paderborn zunächst an einem der Gewerbegebiete vorbeikommen, wo zwei Anrufe getätigt worden sind
-das Motiv des "Kontakt halten", um zu versuchen Angehörige oder Freunde in Sicherheit zu wiegen
-Analysen gehen davon aus, dass es der Täter bei Frauke auch um Machtdemonstration ging, das würde genau auf Wilfried W passen
-Wilfried W. besaß wohl mehrere Fahrzeuge (einschl. umgebauten Krankenwagen), die zum Transport von Frauke geeignet gewesen wären, das Transportieren von Opfern in solchen Fahrzeugen war später nicht ungewöhnlich
-dass Angelika W bei einem Ausflug zielgerichtet zu dem Totengrund (Fundort Frauke) dirigierte und behauptete, hier sei sie oft mit Wilfried W spazieren gewesen, ist ein Indiz (natürlich kann sie dies auch durch das Studium des Falls herausgefunden haben und wollte sich nur wichtig machen, so auch mit dem Brief an Fraukes Mutter)
-auch wenn Frauen mit wenig sozialen Kontakten "sicherer" im Hinblick auf Entdeckungsrisiko war, Wilfried W. soll immer offen sein Interesse an jüngeren und "eher dominanten" Frauen zum Ausdruck gebracht haben (dominant im Sinne von selbstbewusst) und das trifft auf Frauke zu

FAZIT: Einige sehr starke Indizien lassen sich nicht von der Hand weisen. Ich habe auch eine Erklärung, warum die Polizei nicht weiterkam. Die Polizei stand vor einem Dilemma. Natürlich war es ihr Bestreben, den alten Fall von Frauke zu lösen. Gleichzeitig wollten sie aber sichergehen, dass die Taten, die gestanden worden sind und bei denen es allein schon wegen der zeitlicheren Nähe mehr Indizien gab, dann nicht in den Hintergrund geraten. Sie haben daher versucht, ob sie im Hinblick auf Frauke schnell fündig werden aber sie haben nicht das volle Besteck aufgefahren. Insbesondere habe ich nie etwas zu folgenden Themen gehört:

-Durchsuchung beider ehemaliger Wohnsitze in Schlangen
-erfolgreiches Auffinden ehemaliger Fahrzeuge, die Wilfried W. in 2006 fuhr, insbesondere Liefer- oder Transportfahrzeuge
-Nachvollziehen, welche Hütten/Garagen Wilfried W. 2006 nachweislich nutzte oder gemietet hatte

Das wäre ein ungemeiner Aufwand gewesen und wäre u.U. zu Lasten der Ermittlungen der Taten gegangen, bei denen es Aussagen von Angelika W. oder Nachbarn gab.

Explizit ausgeschlossen als Täter*innen konnten sie meines Wissens aber nie.


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Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 15:03
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:-Wilfried W. soll unterdurchschnittlich intelligent sein, andererseits soll er über extreme manipulative Fähigkeiten verfügt haben (passt schon nicht zusammen), an dem ursprünglichen Gutachten zu seinem Geisteszustand gibt es heute ohnehin Zweifel, er soll als voll schuldfähig gelten
Das Gutachten von Dr. Saimeh ist längst überholt bzw. widerlegt. Es gab ein weiteres Verfahren, in dem die Sicherungsverwahrung ausgesprochen wurde.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:-auch wenn Frauen mit wenig sozialen Kontakten "sicherer" im Hinblick auf Entdeckungsrisiko war, Wilfried W. soll immer offen sein Interesse an jüngeren und "eher dominanten" Frauen zum Ausdruck gebracht haben (dominant im Sinne von selbstbewusst) und das trifft auf Frauke zu
Ich wüsste nicht, welche Frau in dieses Schema gepasst hätte.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:-erfolgreiches Auffinden ehemaliger Fahrzeuge, die Wilfried W. in 2006 fuhr, insbesondere Liefer- oder Transportfahrzeuge
Er hat Autos gekauft und Angelika hat sie wieder zurückgegeben.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:-Nachvollziehen, welche Hütten/Garagen Wilfried W. 2006 nachweislich nutzte oder gemietet hatte
Ich wüsste nicht, dass das tatsächlich so war. Schreibe das der Gerüchteküche zu.


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Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 15:16
@RedRalph
Deine Punkte halte ich für nicht schlüssig.
Sie haben nichts mit F. zu tun und Fußen nur darauf dass man davon ausgeht, er könnte sowas ja schon vorher gemacht haben.

Paderborn ist eine Großstadt.
Der Mordfall F. war nicht der erste Mord in dieser Stadt und es wird auch nicht der letzte gewesen sein.

Bin im Fall der Höxter Leute nicht so drin aber soweit ich weiß hat Wilfried W seine Opfer über Online Kontaktanzeigen, Partnerbörsen und Zeitungsannouncen kennengelernt.


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Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 15:20
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Wilfried W. ging über Kontaktanzeigen vor, Frauke war eher in Internetchats aktiv
Tatsächlich war er auch im Internet unterwegs.
Zitat von soomasooma schrieb am 03.12.2019:Dazu erfahren wir aber dann ja ganz klar schon 2016:
Eine Großzahl der Hinweisgeber sind nach wie vor Frauen, die in der Vergangenheit auf Kontaktanzeigen in den Zeitungen geantwortet haben. Mehrere Frauen hatten Wilfried W. auch übdr Dating Portale im Internet kennengelernt.
Der Prüffall Frauke Liebs & das Höxter-Paar (Seite 28) (Beitrag von sooma)


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Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 15:28
Zitat von Serval69Serval69 schrieb:Ich hatte das vor einigen Wochen zur Diskussion (Beitrag vom 14.01.) gestellt und halte es weiterhin für denkbar. bzw. für ähnlich wahrscheinlich wie eine Fremdtötung. Das Rationale sehe ich darin, dass Frauke - nachdem sie keine Hoffnung auf Freilassung mehr hatte - ihr Martyrium autonom beenden wollte.
Zitat von emzemz schrieb:Dabei handelt es sich aber ausschließlich um deine ureigendste Theorie, die von niemandem sonst geteilt wird und für die es nicht die geringsten Anhaltspunkte gibt. Selbst die Ermittler haben das nie in Erwägung gezogen.
@Serval69
Ist dir klar, wie schnell ein Mensch stirbt, der nicht trinken kann?
Wenn Frauke nicht aktiv durch den Täter getötet worden ist, wird sie verdurstet sein.
Ein dehydrierter Mensch der sich aufgibt, braucht keine Plastiktüte, kein scharfes Messer, keinen Strick.
Verdursten und in den Tod gleiten gehen ineinander über.
Ich verstehe nicht, warum in den diversen threads immer wieder jemand von einem möglichen Suizid
schreiben muss.
Um die Möglichkeiten abzurunden? Oder ist das der Vorschlag, die Ermittlungsakten zu schließen?


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Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 15:50
Zitat von frauZimtfrauZimt schrieb:@Serval69
Ich verstehe nicht, warum in den diversen threads immer wieder jemand von einem möglichen Suizid
schreiben muss.
Um die Möglichkeiten abzurunden? Oder ist das der Vorschlag, die Ermittlungsakten zu schließen?
Ich nähere mich dem Mysterium, indem ich versuche mich in die Situation von Frauke zu versetzen. Wie hätte ich mich gegenüber dem Entführer verhalten, wie hätte ich die Telefonate genutzt, wie hätte ich versucht die Situation aufzulösen? Und wenn ich mich gedanklich in Fraukes Lage versetze, hätte ich im Angesicht des Todes auch einen Suizid in Erwägung gezogen, zwar nicht als erste Option aber als eine mögliche Option.
Natürlich ist dass nur eine Theorie, aber ich sehe nicht, weshalb sie ausgeschlossen sein sollte. Ich habe übrigens auch nirgendwo gelesen, das die Ermittler einen Suizid kategorisch ausschließen. Dass dafür keine Anhaltspunkte ersichtlich sind, heißt ja nicht, dass es sich nicht dennoch so zugetragen haben könnte.


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Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 18:13
Ich habe mir mal Gedanken gemacht und es wurde ja auch schon vor XY Zeiten darüber spekuliert das Frauke evtl. etwas ins Glass getan wurde im Pub. Vor ewigen Jahren habe ich gekellnert und es war zb. üblich das immer zwei, drei volle Tabletts auf der Theke standen wo theoretisch jeder in einem unbeobachteten Moment hätte etwas reinmachen können. Meist standen sie unterhalb der Theke jedoch so das mit ein bisschen drüber fassen jeder dran gekommen wäre. Dh es muss niemand von Personal jedoch jemand an der Theke sitzend/stehend gewesen sein.

(Kam mir heute so auf der Arbeit. Kein Konkreter Grund.)


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Mord an Frauke Liebs

27.02.2026 um 23:49
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Deine Punkte halte ich für nicht schlüssig.
Sie haben nichts mit F. zu tun und Fußen nur darauf dass man davon ausgeht, er könntIMan kann die Frage anders stellen: Ist es nicht eher wahrscheinlich, dass er zwischen diesem Fall und der ersten nachgewiesenen Tat im Horrorhaus Bossenborn nicht doch andere Taten begangen hat?

Es ist nicht nur die räumliche Nähe zwischen Schlangen und PB, sondern folgende Parallele: Mit Anrufen oder SMS soll der Eindruck erweckt werden, alles sei OK und im Prinzip sollen Angehörige davon abgehalten werden, die Polizei einzuschalten bzw. die Polizei von Ermittlungen abhalten. Das ist schon ein eher ungewöhnliches Tatmuster. Kombiniert mit der räumlichen Nähe zu Frauke, die 2006 noch näher war, finde ich das schon ein starkes Indiz. Innerhalb von ein paar Jahren zwei unterschiedliche Täter mit diesem modus in solch räumlicher Nähe?

Und dann das Motiv der extremen "Machtdemonstration". Der oder die Täter*innen im Fall Frauke wollten Macht über Frauke demonstrieren. Und das war ein durchziehendes Motiv von Wilfried W. vor dem Mord an Frauke schon aufgetreten und danach eben im Horrorhaus Bossenborn.

Wie Soona schon sagte: Kontaktanzeigen waren eine Form, wie Wilfried W. Frauen suchte aber beileibe nicht die einzigen. Er hat das wohl über alle möglichen Kanäle getan, selbst beim Imbissbetreiber in Schlangen aus Vietnam, bei dem er Schnitzel kaufte und dem er vorschlug, er solle seine Nichte nach Deutschland holden, damit er sie kennen lernen könnte.

Angelika W. sagte, sie habe ihm permanent Frauen "zuführen" sollen. Und er war eigentlich an jüngeren Frauen interessiert.

Eine unbelegte Theorie von mir: Im Horrorhaus Bossenborn steuerte Angelika W. die Zuführung von Frauen mit und sie war plante intelligent und wahrscheinlich achtete sie darauf, dass es Frauen waren, die nicht so viele soziale Kontakte hatten wie Frauke. Ob sie von Frauke wusste oder gar daran beteiligt war, das ist schwierig zu sagen.



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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 11:00
@RedRalph
Ich wüsste nicht dass die Opfer von Wilfried und Angelika W. mit der Familie telefonieren durfte.

Es gibt auch keine Überschneidung des Musters .. Soweit ich weiß sind die Opfer freiwillig zu Wilfried.
Und F. entspricht auch nicht dem Beuteschema von Wilfried denn F. hatte einen großen Bekanntenkreis, hat eine enge Bindung zur Familie.

Die Opfer von Wilfried W waren auch nicht nur 1 Woche bei ihm und ihn kümmerte nicht ob Nachbarn oder Leute da draußen sie sehen.
Frauke wurde nach ihrem Verschwinden nicht gesehen.

Bei allem respekt, ich will dir deine Theorie nicht absprechen aber es ist ein "ich biege mir das zurecht damit es passt".

Es gibt keine objektiven Beweise oder Hinweise darauf, dass die beiden oder einer von Ihnen etwas mit dem Fall F. zu tun hatte.
Die Taten ähneln sich nicht, auch der Kontakt der Opfern und den Angehörigen ähneln sich nicht.

Käme der Höxter Fall aus Berlin oder München würde auch niemand eine Verbindung herstellen.

Der Fall F.L ist in meinen Augen (ohne dies jetzt honorieren zu wollen) Taktisch und Strategisch ausgeübt worden.
Eine solche Qualität traue ich Wilfried W. und Angelika W. nicht zu.

Wie bereits gesagt:
Es gab bereits vor dem Fall F.L Morde in Paderborn und die wird es auch in Zukunft geben.
Paderborn ist kein Kuhkaff mit 2.000 Einwohnern, die Wahrscheinlichkeit dass es mehrere Böse Menschen da draußen gibt ist gegeben.

Eine Täterschaft von Wilfried W und Angelika W schließe ich absolut aus. Wenn überhaupt kann ich mir vorstellen, dass die beiden sich ein bisschen von dem Fall F.L inspireren lassen haben. Mehr aber auch nicht.

Auch die Räumliche Nähe zu Paderborn ist mir ein "Dorn im Auge" denn es ist nicht so das Schlangen nur ein Ort weiter ist.
Hätte Wilfried W in Bielefeld gewohnt oder in Lippstadt oder in Detmold / Blomberg hätte es auch gehießen "Oh, da ist aber eine krasse räumliche Nähe gegeben".
Das Wahrscheinlichste aber ist: Zufall ..


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 11:17
@Kangaroo
Ich stimme dir in deinen aufgezählten Punkten zu, allerdings machen wir hier alle wohl zwei kleine Denkfehler:
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Die Opfer von Wilfried W waren auch nicht nur 1 Woche bei ihm und ihn kümmerte nicht ob Nachbarn oder Leute da draußen sie sehen.
Frauke wurde nach ihrem Verschwinden nicht gesehen.
Das Frauke sich eine Woche lang telefonisch gemeldet hat sagt nicht viel darüber aus, wie lange sie nach dem letzten Telefonat noch in Gefangenschaft bzw am Leben war.
Und das sie niemand draußen gesehen hat ist auch nicht so ganz sicher. Gesichert ist nur, das sie wohl niemand nach dem Abend im Pub draussen erkannt hat.
Das ändert natürlich nichts daran, das eine mögliche Verbindung zwischen den Höxter Fällen und dem Fall Liebs geprüft und für unwahrscheinlich befunbden wurde.


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 11:27
@Dr.Edelfrosch
Das ist Richtig aber wir sprechen hier eher von einigen Tagen mehr und nicht von Wochen.

Die Obduktion lässt den Schluss zu, dass Fraukes Todeszeitpunkt zwischen dem letzten Gespräch und maximal einigen Tagen danach gelegen haben muss.

Quelle: https://www.stern.de/panorama/verbrechen/frauke-liebs/mordfall-frauke-liebs--was-verraten-fraukes-lebenszeichen--30847992.html Stern Crime.


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 11:48
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Ich wüsste nicht dass die Opfer von Wilfried und Angelika W. mit der Familie telefonieren durften.
Nur um wirklich nichts vergessen zu haben:
Annika (das erste Todesopfer) telefonierte mit ihrer Mutter, um sie so zur Zahlung von 25.000 zu bewegen.


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 12:20
@Kangaroo: Die Punkte, die Du ansprichst sind im Einzelnen vollkommen richtig.

Ich glaube aber, dass bei der Diskussion immer ein Fehler gemacht wird: Es wird vergessen, dass zwischen der Aufdeckung des Höxter-Horrorpaares und dem Tod von Frauke Liebs 10 Jahre und auch Ortswechsel liegen. Im Prinzip fing doch dieser Denkfehler schon damit an, im Horrorhaus in Bossenborn nach Spuren von Frauke zu suchen, was nicht wirklich zielführend war.

Du sagst, andere Opfer habe man nicht telefonieren lassen. Vollkommen richtig. Aber das Muster über das Medium Handy suggerieren zu wollen, alles sei in Ordnung und damit Ermittlungen bzw. schon Vermisstenanzeigen zu verhindern oder abzubremsen, ist doch sehr vergleichbar.

Wer sagt denn, dass sie aus dem Umgang mit Frauke nicht gelernt haben: Nie mehr dem Opfer die Möglichkeit geben, selbst zu telefonieren, weil dadurch die Kontrolle aus der Hand gegeben wird, dass nicht doch Hinweise gegeben werden, wie es Frauke mutmaßlich tat. Und Kontrollverlust war ja für Wilfried bekanntlich schwer zu ertragen. Und die Konsequenz war vielleicht, in künftigen Fällen nur Frauen auszuwählen, die über wenig soziale Kontakte verfügten und bei denen Familie und Freunde keinen Druck auf die Polizei ausüben würden tätig zu werden.

Du weist richtigerweise daraufhin, dass Frauke wahrscheinlich nach 2 Wochen zu Tode kam, während andere Opfer länger festgehalten worden sind. Aber wer sagt, denn dass das wirklich von vornherein der Plan, Frauke nach 2 Wochen zu töten? Ich glaube das nicht, sondern glaube, dass sie länger festgehalten werden sollte, aber etwas lief ungeplant aus dem Ruder. Eine Möglichkeit wäre, dass Wilfried W nicht ertragen konnte, dass sich Frauke ein Stück weit seinem extremen Kontrollzwang widersetzen konnte und ihr erlaubt wurde selbst zu telefonieren. (Erinnere Dich: Das erste Lebenszeichen war auch nur eine SMS wie bei den späteren Opfern, wobei hier schon nicht klar war, wer sie verfasst hat und ob Frauke hier schon eine Gefahr sah).

Und was wissen wir letztlich über Fraukes Todesumstände? Nicht viel, weder Todesursache noch Hergang ihres Todes. Es gibt verschiedene Theorien, die meines Erachtens alle möglich sind, wenn Frauke in einer aussichtslosen Lage als von Wilfried W. festgehaltene war:

1) Sie wurde getötet, weil sie Hinweise gab und damit den totalen Kontrollanspruch von Wilfried W. herausforderte
2) Sie bekam eine Überdosis von Beruhigungsmittel oder sonstige Medikamente/Drogen; wir erinnern uns Fraukes Stimme klang oft verwaschen
3) Frauke beging aus Verzweiflung Suizid: Sie durfte gewusst haben, welche Dosis sie dafür brauchte und vielleicht hatte sie auch Zugriff darauf, weil der Zugriff auf Medikamente, die sie eh nehmen sollte, jetzt keine Gefahr für die Täter*innen gewesen wären; dann wäre ihr letztes Telefonat - wie oft vermutet - ein Abschiestelefonat gewesen, weil sie wusste, was sie tun würden

Nochmal, das sind unbelegte Theorien/Spekulationen, aber ich sehe gewisse Parallelen verbunden mit der räumlichen Nähe und explizit ausgeschlossen konnten sie als Täter*innen ja meines Wissens nicht, es gab nur nicht genügend weitere Indizien. Ich fände es nur interessant zu wissen, welche Ermittlungen die Polizei wirklich zur Verbindung der Fälle gemacht hat, außer in Bossenborn nach Spuren von Frauke zu suchen.


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 12:28
Zitat von KangarooKangaroo schrieb:Es gibt auch keine Überschneidung des Musters .. Soweit ich weiß sind die Opfer freiwillig zu Wilfried.
Zu den Parallelen im Muster siehe meinen Beitrag zuvor.

Heißt das, Du weißt genau, dass Frauke NICHT zunächst freiwillig mit jemandem gegangen ist? Dann weißt Du allerdings mehr als die Polizei...
Fest steht, Wilfried W. hat auf verschiedenste Arten und Weise versucht hat Frauen zu treffen. Schon allein aufgrund der räumlichen Nähe wäre es also nicht ausgeschlossen, dass sich seine und Fraukes Wege gekreuzt haben. Wie auch immer. Soweit ich weiß, hat die Polizei nie untersucht, ob es in Fraukes Freundes- und Bekanntenkreis vielleicht eine Verbindung zu Wilfried W. gab.


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 13:07
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Du weißt genau, dass Frauke NICHT zunächst freiwillig mit jemandem gegangen ist?
Ich weiß, das es dbzgl. keine validen Anhaltspunkte gibt.

F. wirkte müde und gab den Plan an, nach Hause zu wollen.
Die Nähe zu ihrem Zuhause vom Pub aus macht es Wahrscheinlich, dass F. den Schlüssel aus der Wohnung geholt hätte wenn sie noch einen Plan gehabt hätte.

F. hatte am nächsten Tag Unterricht.
Die Wahrscheinlichkeit dass sie um diese Uhrzeit noch eine Unternehmung machte, insbesondere mit leerem Akku ist verschwindend gering.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Fest steht, Wilfried W. hat auf verschiedenste Arten und Weise versucht hat Frauen zu treffen.
Aber was hat das mit F. zu tun? Wilfried W. kann ja versucht haben die Queen kennenzulernen, darauf muss aber doch Niemand eingehen.

Selbst wenn ein Wilfried W. an diesem Tag in Paderborn war und Frauen angesprochen hat, heißt das doch nicht das F. dafür offen war bzw. sich auf eine spontane Unternehmung eingelassen hat.

Wilfried W war zum damaligen Zeitpunkt deutlich älter. Ich wüsste nicht, dass F. ein Interesse an älteren Männern gehabt hat.
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Schon allein aufgrund der räumlichen Nähe wäre es also nicht ausgeschlossen
Genauso wie es nicht ausgeschlossen ist das 199.999 andere Menschen aus dem Einzugsgebiet auf F. hätte treffen können ..
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Wer sagt denn, dass sie aus dem Umgang mit Frauke nicht gelernt haben:
Weil das Täterprofil keine Steigerung von Wilfried W. und Angelika W. in bezug auf dessen Intelligenz suggeriert.

Der Mordfall F.L ist komplex, sehr mysteriös und der Täter ist nach meinem Empfinden äußerst Strategisch und Taktisch vorgegangen.
Der Fall passt absolut nicht zu so einem kleinen Licht (ohne den Mörder von F. irgendeine anerkennung geben zu wollen) wie Wilfried W.

Deine gesamte These stützt sich nur darauf dass Wilfried W. möglicherweise "in der nähe war" und Teil des Höxter Horror Paar war.

Was bleibt denn wenn Wilfried W in Berlin gewesen wäre statt in Schlangen?
Schlangen ist jetzt auch nicht nur 5 Minuten von Paderborn entfernt.

Da gibt es SMS Kontakte, welche suggerieren sollten "Alles ist in Ordnung".
Ist das nun so einzigartig, dass man von einer Verbindung ausgehen kann?

Nein .. Aus meiner Sicht nicht.

Die Telefonate könnten ebenso gut "kopiert" worden sein, weil Wilfried W von Fall F.L gehört hatte.

Soweit ich mitbekommen habe (korrigiert mich wenn ich falsch liege) war Wilfried W auch eher auf vulnerable Frauen aus. D.h mit wenig sozialen Kontakten, welche psychisch auch nicht so ganz gefestigt sind.

Jeder kann glauben was er will bzw. die Theorie verfolgen wie er will.
Aber ohne jegliche Hinweise auf eine mögliche Beteiligung finde ich es sehr schwierig.


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 13:14
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Im Prinzip fing doch dieser Denkfehler schon damit an, im Horrorhaus in Bossenborn nach Spuren von Frauke zu suchen, was nicht wirklich zielführend war.

Ich fände es nur interessant zu wissen, welche Ermittlungen die Polizei wirklich zur Verbindung der Fälle gemacht hat, außer in Bossenborn nach Spuren von Frauke zu suchen.
Bereits bei der PK anllässlich der Festnahme des Höxteraner Pärchens sprangen die Journalisten auf eine Verbindung mit dem Fall Frauke an. Sowohl Östermann als auch Meyer waren sich da schon einig, es gibt keine Verbindung.

Tagelang war die KTU in Bosseborn aktiv und trug Spuren zusammen, von allem und von jedem.
Von einer Spurensuche, eigens ausgerichtet auf Frauke, habe ich nichts mitbekommen und wage zu behaupten, die hat es nie gegeben.
Sicher ist, dass keine Spuren gefunden wurden, die auf Frauke hinweisen konnten, also z.B. kein Handy, keine Erklärung usw.


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 15:35
Zitat von emzemz schrieb:Bereits bei der PK anllässlich der Festnahme des Höxteraner Pärchens sprangen die Journalisten auf eine Verbindung mit dem Fall Frauke an. Sowohl Östermann als auch Meyer waren sich da schon einig, es gibt keine Verbindung.
Das mag alles richtig, nur hat es Oestermann, ich weiß jetzt nicht exakt, wie lange er der Ltd. Ermittler gewesen ist, über ein Jahrzehnt nicht geschafft, dem Täter auch nur ansatzweise näher zu kommen. Und was Fraukes Mutter von der Polizeiarbeit hielt, ist hinlänglich bekannt. Dass es von Anfang an haarsträubende Ermittlungspannen gab (siehe Ausgang der Kirche am Friedhof). Insofern nehme ich seine nicht-evidenzbasierte Aussage zur Kenntnis, mehr aber auch nicht.

Spannender wäre es gewesen, warum Oestermann keine Verbindung sah. Weil er einfach nur auf Wilfried W. (und Angelika) im Jahr 2016 und ein paar Jahr zuvor blickte oder weil er Ermittlungen in Schlangen und zu den Gewohnheiten/Gegebenheiten von Wilfried W. im Jahre 2006 machte. Immerhin hat er doch in Bossenborn fieberhaft nach Fraukes Handy suchen lassen. Aber wenn das alles gewesen ist, was er gemacht hat und er seine Einschätzung darauf machte, dann gute Nacht, was die Akribie und Gründlichkeit betraf. Du schreibst es ja selbst, dass wohl nicht gezielt im Hinblick auf Frauke ermittelt worden ist außerhalb von Bossenborn. Aber gefunden hätte man hier nach 10 Jahren eben nur, wenn man auch tief ermittelt hätte. Das hätte man sicher nicht in Bossenborn tun sollen.

Ich glaube, in Östermanns Arbeitszeugnis müsste es zum Fall Frauke heißen: "Er bemühte sich redlich, den Anforderungen bei der Lösung des Falls im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzukommen."


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Mord an Frauke Liebs

28.02.2026 um 15:39
Zitat von RedRalphRedRalph schrieb:Ich glaube, in Östermanns Arbeitszeugnis müsste es zum Fall Frauke heißen: "Er bemühte sich redlich, den Anforderungen bei der Lösung des Falls im Rahmen seiner Möglichkeiten nachzukommen."
Und dieses Urteil erlaubst du dir auf welcher Grundlage?
Wo steht denn dass I.L explizit mit der Leistung von Herrn Östermann unzufrieden war?

Und noch ne Frage:
Hattest du irgendwann mal mit der Polizei bzgl. des Fall Kontakt?


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