RedRalph
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
anwesend
dabei seit 2015
dabei seit 2015
Profil anzeigen
Private Nachricht
Link kopieren
Lesezeichen setzen
Mord an Frauke Liebs
um 14:39Ich bin gerade noch dabei, mir mal den seit lange geschlossenen Thread "Prüffall Verbindung Frauke Liebs zu Höxter-Horrorhaus" durchzuarbeiten. Interessant war, dass ich einige Thesen/Überlegungen, die ich mir jüngst dazu überlegte auch - ohne, dass ich es wusste - dort schon vor fast 10 Jahre diskutiert worden sind. Wenn ich es richtig verstehe, gab es am Ende keine konkreten Nachweise, aber sie konnten auch nicht als Täter/Täterin ausgeschlossen werden, wobei die Frage auch immer im Raum schwelte, sollten sie etwas damit zu tun haben, war es damals vielleicht nur Wilfried W.
Folgende Punkte sprachen GEGEN eine Verbindung der Fälle:
-keine Spuren von Frauke im Horrorhaus Bossenborn, keine Gegenstände, kein Handy etc., obwohl viele Handys in Bosseborn sichergestellt worden sind
-ehemalige Nachbarn in Schlangen (damaliger Wohnort von Wilfried W. und z.T. Angelika W.) konnten sich zumindest 2016 nicht mehr an verdächtige Beobachtungen erinnern
-MODUS Operandi erschien später anders: Opfer zwischen 2011 und 2016 waren meist älter und sozial isoliert oder in schwierigen Situationen
-finanzielle Bereicherung an Opfern, Gefangennahme über längeren Zeitraum
-für den Fall, dass Wilfried W. alleine der Täter gewesen sein soll, wie er das angesichts einer unterdurchschnittlichen Intelligenz hätte anstellen sollen
-Wilfried W. ging über Kontaktanzeigen vor, Frauke war eher in Internetchats aktiv
-sofern es zunächst zumindest zu Beginn ein freiwilliges Mitgehen von Frauke war: War ein älterer Mann, der aus einem anderen sozialen Milieu als Frauke kam (akademischer Hintergrund), wirklich interessant für sie?
Folgende Punkte könnten die o.g. Zweifel dennoch erklären bzw. z.T. entkräften:
-dass sie in Höxter keine Spuren von Frauke fanden, ist nicht verwunderlich, denn das Haus bezogen sie erst 5 Jahre nach Fraukes Auffinden, man kann nicht davon ausgehen, dass beim Umzug alle Gegenstände, so sie überhaupt in dem Haus in Schlangen waren, mitgenommen worden sind
-nach wie vor ist bis heute nicht geklärt, welche Hütten/Garagen Wilfried W. wirklich seinerzeit gemietet hatte, weiterhin ist er innerhalb Schlangens umgezogen, das könnte übrigens genau in dem Zeitraum gewesen sein, als Frauke verschwand, möglicherweise transportierte er da auch Gegenstände mit Lieferwagen hin und her
-wir bewerten die Taten von Wilfried W. bzw. des Paares an dem Maßstab von 2016 und die unmittelbaren Jahre davor, aber sowas kann sich ändern, Tatbegehungsweisen können sich über die Jahre verfeinern bzw. man kann aus Risiken, die man unnötig eingegangen ist, für die Zukunft lernen; das Thema finanzielle Interessen kann auch erst später gekommen sein und üblicherweise kam das erst nach ein paar Wochen, so lange war Frauke gar nicht festgehalten worden
-Frauke hatte durchaus Kontakte mit Männern, die aus einem anderen Hintergrund stammten (z.B. Nils). Wilfried W. wird als nach außen sympathisch beschrieben, so als etwas hilflos wirkender Teddybärtyp und konnte sie nicht auch auf sowas abfahren?
-Wilfried W. soll unterdurchschnittlich intelligent sein, andererseits soll er über extreme manipulative Fähigkeiten verfügt haben (passt schon nicht zusammen), an dem ursprünglichen Gutachten zu seinem Geisteszustand gibt es heute ohnehin Zweifel, er soll als voll schuldfähig gelten
Folgende Punkte sprechen FÜR eine Verbindung der Fälle:
-örtliche enge Nähe von Schlangen zu Paderborn, man soll auch von Schlangen Richtung Paderborn zunächst an einem der Gewerbegebiete vorbeikommen, wo zwei Anrufe getätigt worden sind
-das Motiv des "Kontakt halten", um zu versuchen Angehörige oder Freunde in Sicherheit zu wiegen
-Analysen gehen davon aus, dass es der Täter bei Frauke auch um Machtdemonstration ging, das würde genau auf Wilfried W passen
-Wilfried W. besaß wohl mehrere Fahrzeuge (einschl. umgebauten Krankenwagen), die zum Transport von Frauke geeignet gewesen wären, das Transportieren von Opfern in solchen Fahrzeugen war später nicht ungewöhnlich
-dass Angelika W bei einem Ausflug zielgerichtet zu dem Totengrund (Fundort Frauke) dirigierte und behauptete, hier sei sie oft mit Wilfried W spazieren gewesen, ist ein Indiz (natürlich kann sie dies auch durch das Studium des Falls herausgefunden haben und wollte sich nur wichtig machen, so auch mit dem Brief an Fraukes Mutter)
-auch wenn Frauen mit wenig sozialen Kontakten "sicherer" im Hinblick auf Entdeckungsrisiko war, Wilfried W. soll immer offen sein Interesse an jüngeren und "eher dominanten" Frauen zum Ausdruck gebracht haben (dominant im Sinne von selbstbewusst) und das trifft auf Frauke zu
FAZIT: Einige sehr starke Indizien lassen sich nicht von der Hand weisen. Ich habe auch eine Erklärung, warum die Polizei nicht weiterkam. Die Polizei stand vor einem Dilemma. Natürlich war es ihr Bestreben, den alten Fall von Frauke zu lösen. Gleichzeitig wollten sie aber sichergehen, dass die Taten, die gestanden worden sind und bei denen es allein schon wegen der zeitlicheren Nähe mehr Indizien gab, dann nicht in den Hintergrund geraten. Sie haben daher versucht, ob sie im Hinblick auf Frauke schnell fündig werden aber sie haben nicht das volle Besteck aufgefahren. Insbesondere habe ich nie etwas zu folgenden Themen gehört:
-Durchsuchung beider ehemaliger Wohnsitze in Schlangen
-erfolgreiches Auffinden ehemaliger Fahrzeuge, die Wilfried W. in 2006 fuhr, insbesondere Liefer- oder Transportfahrzeuge
-Nachvollziehen, welche Hütten/Garagen Wilfried W. 2006 nachweislich nutzte oder gemietet hatte
Das wäre ein ungemeiner Aufwand gewesen und wäre u.U. zu Lasten der Ermittlungen der Taten gegangen, bei denen es Aussagen von Angelika W. oder Nachbarn gab.
Explizit ausgeschlossen als Täter*innen konnten sie meines Wissens aber nie.
Folgende Punkte sprachen GEGEN eine Verbindung der Fälle:
-keine Spuren von Frauke im Horrorhaus Bossenborn, keine Gegenstände, kein Handy etc., obwohl viele Handys in Bosseborn sichergestellt worden sind
-ehemalige Nachbarn in Schlangen (damaliger Wohnort von Wilfried W. und z.T. Angelika W.) konnten sich zumindest 2016 nicht mehr an verdächtige Beobachtungen erinnern
-MODUS Operandi erschien später anders: Opfer zwischen 2011 und 2016 waren meist älter und sozial isoliert oder in schwierigen Situationen
-finanzielle Bereicherung an Opfern, Gefangennahme über längeren Zeitraum
-für den Fall, dass Wilfried W. alleine der Täter gewesen sein soll, wie er das angesichts einer unterdurchschnittlichen Intelligenz hätte anstellen sollen
-Wilfried W. ging über Kontaktanzeigen vor, Frauke war eher in Internetchats aktiv
-sofern es zunächst zumindest zu Beginn ein freiwilliges Mitgehen von Frauke war: War ein älterer Mann, der aus einem anderen sozialen Milieu als Frauke kam (akademischer Hintergrund), wirklich interessant für sie?
Folgende Punkte könnten die o.g. Zweifel dennoch erklären bzw. z.T. entkräften:
-dass sie in Höxter keine Spuren von Frauke fanden, ist nicht verwunderlich, denn das Haus bezogen sie erst 5 Jahre nach Fraukes Auffinden, man kann nicht davon ausgehen, dass beim Umzug alle Gegenstände, so sie überhaupt in dem Haus in Schlangen waren, mitgenommen worden sind
-nach wie vor ist bis heute nicht geklärt, welche Hütten/Garagen Wilfried W. wirklich seinerzeit gemietet hatte, weiterhin ist er innerhalb Schlangens umgezogen, das könnte übrigens genau in dem Zeitraum gewesen sein, als Frauke verschwand, möglicherweise transportierte er da auch Gegenstände mit Lieferwagen hin und her
-wir bewerten die Taten von Wilfried W. bzw. des Paares an dem Maßstab von 2016 und die unmittelbaren Jahre davor, aber sowas kann sich ändern, Tatbegehungsweisen können sich über die Jahre verfeinern bzw. man kann aus Risiken, die man unnötig eingegangen ist, für die Zukunft lernen; das Thema finanzielle Interessen kann auch erst später gekommen sein und üblicherweise kam das erst nach ein paar Wochen, so lange war Frauke gar nicht festgehalten worden
-Frauke hatte durchaus Kontakte mit Männern, die aus einem anderen Hintergrund stammten (z.B. Nils). Wilfried W. wird als nach außen sympathisch beschrieben, so als etwas hilflos wirkender Teddybärtyp und konnte sie nicht auch auf sowas abfahren?
-Wilfried W. soll unterdurchschnittlich intelligent sein, andererseits soll er über extreme manipulative Fähigkeiten verfügt haben (passt schon nicht zusammen), an dem ursprünglichen Gutachten zu seinem Geisteszustand gibt es heute ohnehin Zweifel, er soll als voll schuldfähig gelten
Folgende Punkte sprechen FÜR eine Verbindung der Fälle:
-örtliche enge Nähe von Schlangen zu Paderborn, man soll auch von Schlangen Richtung Paderborn zunächst an einem der Gewerbegebiete vorbeikommen, wo zwei Anrufe getätigt worden sind
-das Motiv des "Kontakt halten", um zu versuchen Angehörige oder Freunde in Sicherheit zu wiegen
-Analysen gehen davon aus, dass es der Täter bei Frauke auch um Machtdemonstration ging, das würde genau auf Wilfried W passen
-Wilfried W. besaß wohl mehrere Fahrzeuge (einschl. umgebauten Krankenwagen), die zum Transport von Frauke geeignet gewesen wären, das Transportieren von Opfern in solchen Fahrzeugen war später nicht ungewöhnlich
-dass Angelika W bei einem Ausflug zielgerichtet zu dem Totengrund (Fundort Frauke) dirigierte und behauptete, hier sei sie oft mit Wilfried W spazieren gewesen, ist ein Indiz (natürlich kann sie dies auch durch das Studium des Falls herausgefunden haben und wollte sich nur wichtig machen, so auch mit dem Brief an Fraukes Mutter)
-auch wenn Frauen mit wenig sozialen Kontakten "sicherer" im Hinblick auf Entdeckungsrisiko war, Wilfried W. soll immer offen sein Interesse an jüngeren und "eher dominanten" Frauen zum Ausdruck gebracht haben (dominant im Sinne von selbstbewusst) und das trifft auf Frauke zu
FAZIT: Einige sehr starke Indizien lassen sich nicht von der Hand weisen. Ich habe auch eine Erklärung, warum die Polizei nicht weiterkam. Die Polizei stand vor einem Dilemma. Natürlich war es ihr Bestreben, den alten Fall von Frauke zu lösen. Gleichzeitig wollten sie aber sichergehen, dass die Taten, die gestanden worden sind und bei denen es allein schon wegen der zeitlicheren Nähe mehr Indizien gab, dann nicht in den Hintergrund geraten. Sie haben daher versucht, ob sie im Hinblick auf Frauke schnell fündig werden aber sie haben nicht das volle Besteck aufgefahren. Insbesondere habe ich nie etwas zu folgenden Themen gehört:
-Durchsuchung beider ehemaliger Wohnsitze in Schlangen
-erfolgreiches Auffinden ehemaliger Fahrzeuge, die Wilfried W. in 2006 fuhr, insbesondere Liefer- oder Transportfahrzeuge
-Nachvollziehen, welche Hütten/Garagen Wilfried W. 2006 nachweislich nutzte oder gemietet hatte
Das wäre ein ungemeiner Aufwand gewesen und wäre u.U. zu Lasten der Ermittlungen der Taten gegangen, bei denen es Aussagen von Angelika W. oder Nachbarn gab.
Explizit ausgeschlossen als Täter*innen konnten sie meines Wissens aber nie.





