Mord an Frauke Liebs
11.03.2026 um 23:11Guten Abend zusammen, kann mir jemand sagen, in welchem Interview I.L. (nach der Akteneinsicht) N.s Rolle…mal sagen…etwas distanzierter betrachtet?
Das dürfte direkt nach Auffinden der Leiche gewesen sein.Nobisotti schrieb am 15.02.2026:Aber wissen wir denn, wann die Polizei Ns Angaben überprüft hat? Das werden ja auch eher Wochen statt Tage nach Fs Verschwinden gewesen sein. Wenn sie ihn aber sicher ausschließen, wird das schon berechtigt sein.
Ich mag mich täuschen, aber mir ist vor diesem Podcast nie aufgefallen, dass Frau Liebs Niels verdächtigen würde.Nobisotti schrieb:Guten Abend zusammen, kann mir jemand sagen, in welchem Interview I.L. (nach der Akteneinsicht) N.s Rolle…mal sagen…etwas distanzierter betrachtet?
Hier findest Du es:Nobisotti schrieb:, in welchem Interview I.L. (nach der Akteneinsicht)
Vielen Dank auch an Ingrid Liebs, die für diese Folge mit uns gesprochen hat.
https://plus.rtl.de/podcast/mord-auf-ex-bm8hxfnrsphks/neue-folge
Da muss es in der Tat mehr geben, denn das eingestempelt sein, besagt im Grunde nichts. Im Gegenteil: So die Sache geplant war, war dies sicherlich Teil des Plans. Es taugt zwar nicht für ein wasserdichtes Alibi, aber ohne diese Stempelzeiten, wäre seine Position in den Befragungen erheblich schwächer gewesen. Die Frage wie man ein Zeiterfassungssystem überlistet und welche Risiken das birgt, wurde ja schon ausführlich diskutiert. Die entsprechenden Möglichkeiten, dürften auch den EB bekannt sein. Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich die EB abschließend damit zufrieden gaben, das N zu den Anrufzeiten laut Zeiterfassungssystem seines Betriebs an seinem Arbeitsplatz war. Das wäre einfach viel zu bequem. Vermutlich gibt es Aussagen von Mitarbeitern, die das Ganze so untermauern, dass N. tatsächlich ausgeschlossen werden konnte.Nobisotti schrieb:Mir geht es wirklich darum rauszufinden, anhand welcher Kriterien N. ausgeschlossen wird. Dazu kenne ich nur Östermanns Satz nach dem Motto „der war zu Anrufzeit(en) im Betrieb eingestempelt“.
Nobisotti schrieb:@emz ich habe mich extra vorsichtig ausgedrückt. Danke @justsaying. Mir geht es wirklich darum rauszufinden, anhand welcher Kriterien N. ausgeschlossen wird. Dazu kenne ich nur Östermanns Satz nach dem Motto „der war zu Anrufzeit(en) im Betrieb eingestempelt“. Und mir war eben so, dass I.L. später etwas auf Abstand zu ihm ging.
Ihr habt beide Recht und ich versuche es mal so zusammenzufassen:Serval69 schrieb:Ich kann mir jedenfalls nicht vorstellen, dass sich die EB abschließend damit zufrieden gaben, das N zu den Anrufzeiten laut Zeiterfassungssystem seines Betriebs an seinem Arbeitsplatz war. Das wäre einfach viel zu bequem. Vermutlich gibt es Aussagen von Mitarbeitern, die das Ganze so untermauern, dass N. tatsächlich ausgeschlossen werden konnte.
Naja, im Grunde geht es ja darum, etwas nachzuweisen. Nehmen wir Person x, die zu relevanten Zeiten halt eingestempelt war. Nehmen wir Bedingung Y und Z, die sich nach Wochen nicht mehr gesichert erinnern können, ob X an einem bestimmten Abend anwesend war. Es gibt aber auch nichts, was diese Aussagen widerlegen....dann wird x zwangsläufig irgendwann ausgeschlossen. Und das ist auch richtig so, ergibt aber trotzdem kein 100% Alibi.Serval69 schrieb:Das wäre einfach viel zu bequem. Vermutlich gibt es Aussagen von Mitarbeitern, die das Ganze so untermauern, dass N. tatsächlich ausgeschlossen werden konnte.
Worauf möchtest du mit dieser Frage hinaus?Pusteblume82 schrieb:Weiss man denn, wie alt N zu dem Zeitpunkt von Frauke s Verschwinden und Tötung war?
Noch nicht mal das wissen wir, warum er letztendlich als Tatverdächtiger ausgeschlossen wurde, er wird es möglicherweise selbst auch nicht wissen.Motzfussel schrieb:....dann wird x zwangsläufig irgendwann ausgeschlossen. Und das ist auch richtig so, ergibt aber trotzdem kein 100% Alibi.
Das kann vieles gewesen sein. Die Auswertung seines Computers z.B. Für mich jedenfalls, waren die Worte des Ermittlers dazu, immer stimmig.emz schrieb:warum er letztendlich als Tatverdächtiger ausgeschlossen wurde
Ein Verdächtiger wird sicherlich nicht einfach ausgeschlossen, sondern weiter als Verdächtiger geführt, dem man die Tat nicht nachweisen kann. N. wurde aber explizit ausgeschlossen.emz schrieb:Worauf möchtest du mit dieser Frage hinaus?
Noch nicht mal das wissen wir, warum er letztendlich als Tatverdächtiger ausgeschlossen wurde, er wird es möglicherweise selbst auch nicht wissen.Motzfussel schrieb:....dann wird x zwangsläufig irgendwann ausgeschlossen. Und das ist auch richtig so, ergibt aber trotzdem kein 100% Alibi.
IL erwähnt in MAE, dass sie keine Einsicht in die Telekommunikations-Ü-Akte bekam (TKÜ-Akte). Diese kann auch entlastende Momente enthalten.emz schrieb:dass sie keinen Zugang zu den sogenannten Spurenakten
watnu schrieb am 18.02.2026:Frau Liebs sprach von der Interpretation des anonymen Hinweisgebers. Eine Interpretation hat nichts mit belegten Fakten zu tun. Außerdem kann sich die anonyme Person aufgrund der Medienberichte alles zusammenfantasiert haben, ohne jemanden persönlich zu kennen.
(...)
IL über den Hinweis:Ich weiß nicht, wer dahintersteht. Ich habe das aber an die Polizei gegeben, selbstverständlich.Quelle: MAE, 01:09:00 (schon verlinkt)
Das bedeutet auch nach Interpretation dieses anonymen Hinweisgebers (…) dass er damit doch sagen soll, du sollst nie wieder fröhlich Geburtstag feiern, ohne an mich zu denken und an das, was geschehen ist.
Sie lernte ihn ja über I. kennen, in deren Clique er und sein Freund waren. I. war mit Frauke Schwesternschülerin, dürfte als in einem ähnlichen Alter wie Frauke gewesen sein. Insofern gehe ich davon aus, dass der Altersabstand zu Frauke nicht besonders gewesen sein dürfte.Pusteblume82 schrieb:Weiss man denn, wie alt N zu dem Zeitpunkt von Frauke s Verschwinden und Tötung war?
Die Frage ist prinzipiell schon berechtigt. Ohne jetzt ausführlich darauf einzusteigen, gehe ich bei dieser Tat von einem gewissen Mindestalter des Täters aus. So würde ich etwa einen 18jährigen mit Bestimmtheit ausschließen. Es spielt hier aber keine Rolle, weil ich N sowieso für unverdächtig halte, ganz einfach, weil die EB es offenbar tun und es imho vermessen wäre, sich für schlauer oder phantasiereicher als die EB zu halten, deren Job es ist mögliche Verdächtige von A bis Z zu durchleuchten. Wenn ich spekulieren müsste, würde ich den Täter am ehesten im beruflichen oder privaten Umfeld der Mutter verorten.emz schrieb:
Worauf möchtest du mit dieser Frage hinaus?Pusteblume82 schrieb:Weiss man denn, wie alt N zu dem Zeitpunkt von Frauke s Verschwinden und Tötung war?
... oder in Fraukes beruflichem Umfeld oder im Feld zweifelhafter privater Bekanntschaften, die bislang keiner genaueren Überprüfung unterworfen wurden/werden konnten. Ich halte das für wahrscheinlicher. Natürlich kann es nicht um jemand gehen, der/die sich einem Ermittler schon beim ersten Nachdenken aufdrängen würde; diese Personengruppe dürfte längst verläßlich ausgeschlossen sein.Serval69 schrieb:Wenn ich spekulieren müsste, würde ich den Täter am ehesten im beruflichen oder privaten Umfeld der Mutter verorten.
@MotzfusselMotzfussel schrieb:Ich habe jetzt mehrfach gelesen,dass Kreuz sei (nachträglich) Frauke zugeordnet worden und es stamme aus einem Urlaub. Hat dazu jemand eine Quelle? Wo wurde das von wem so gesagt?
Naja - jemand fliegt von der Schule, er/sie bekommt deswegen richtig ernsthafte Probleme, rutscht ab Drogen oder was auch immer dazu vielleicht Rausschmiss von den Eltern, Kontaktabbruch/enterbt sowas kann Frau Liebs zb. ja gar nicht wissen. Ergo kann ihr so ja nichts in den Sinn kommen. Das ist natürlich hypothetisch.snowdon schrieb:Kann jemand die Mutter dermaßen tief treffen wollen, ohne daß dieser die Person auch nur entfernt in den Sinn kommt?
"Mama ... Mama ... Mama"snowdon schrieb:Für mich ist es kaum vorstellbar, daß sich jemand auf eine dermaßen ungewöhnliche und schwerwiegende Weise in Haß oder Rache an der Mutter habe vergehen wollen, ohne daß jene Person in den grübelnden Gedanken der Mutter über eine mögliche Täterschaft aufgetaucht wäre. Kann jemand die Mutter dermaßen tief treffen wollen, ohne daß dieser die Person auch nur entfernt in den Sinn kommt?
Zumindest versucht sie, verfolgt man den jüngsten Podcast, diesen Eindruck konkret darzustellen.Serval69 schrieb:Über die mögliche Bedeutung ist ja schon xfach diskutiert worden und ich will das jetzt keinesfalls erneut anstoßen, da alles längst ausgetauscht. Aber für mich ist das am ehesten ein Hinweis, dass die Mutter und möglicherweise nur die Mutter den Täter kennt.