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Der Mordfall Weimar

3.570 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, Doppelmord, Kindermord ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Der Mordfall Weimar

26.05.2021 um 23:42
@Leonx

Oh komm, wollen wir jetzt wirklich auf diesem Niveau weiterdiskutieren ? Ja, gibt es. MB Aussage, die dieses Mal anscheinend nicht zählt und die Aussage von KP, der klar sagte, wie lange er mit ihr zusammen war.


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Der Mordfall Weimar

26.05.2021 um 23:52
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:und die Aussage von KP, der klar sagte, wie lange er mit ihr zusammen war.
Gibt es einen Link mit Beleg zu der Aussage?


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26.05.2021 um 23:57
Zitat von miltesmiltes schrieb:Sie will ein neues Leben mit ihm anfangen, sah in ihm die beste und vielleicht nie wieder kehrende Chance, aus diesem Kaff und von R.W. wegzukommen. Sie tötet ihre Kinder. Aus meiner Sicht hat sie das gemacht, um ihm zu zeigen: Schau her, Du bist wichtiger für mich als meine Kinder. Für Dich tue ich alles. Du brauchst nicht mit anderen rummachen.
Wusste MB eigentlich, dass er eigene Kinder hat? Ich sage es ganz ehrlich, dass ich nicht mehr durchblicke, wer wem was verschwiegen hat und inwieweit die Sprachbarriere zu Missverständnissen geführt hat. Was sie allerdings wusste ist, dass er ihre Kinder mochte. Das wäre schon eine absurde Idee, dass jemand, der meine Kinder mag, es gut finden könnte, wenn ich die ihm zuliebe umzubringen? Das kommt mir gar zu weit hergeholt vor.

Wenn ich mir überhaupt ein Motiv vorstellen könnte, dann wäre das folgendes.

Mir ist aufgefallen, dass es völlig unabhängig von der Einschätzung der Schuldfrage, mehrere Kommentare hier gibt, die der Annahme sind, MW hätte die Kinder einfach beim Vater oder ihrer Familie lassen können.

Das bezweifle ich, dass MW das leichten Herzens hätte tun können, weil MW wohl Grund hatte, anzunehmen, dass RW mit der Betreuung der Kinder überfordert gewesen wäre.

Außerdem kann man doch wohl kaum einfach annehmen, dass MBs Mutter in diesem Fall mal eben so das Sorgerecht erhalten hätte.

Ist es nicht eher naheliegend, dass die Kinder im Fall eines freiwilligen Verzichts MWs auf das Sorgerecht RW zugeprochen worden wären?

Auf wessen Hilfe hätte er in diesem Fall wohl zurückgegriffen? Auf die Hilfe der Böttchers oder nicht doch auf das seiner Herkunftsfamilie? Familie Böttcher stand hinter MBs Wunsch, sich von RW zu trennen, hatte RW sogar angeboten, in eine Mansardenwohnung zu ziehen, damit wenigstens eine räumliche Trennung ermöglicht wird. Warum hätte er nach einem Weggang MBs mit KP in die Staaten dort bleiben sollen?

Wenn ich mir überhaupt ein Tatmotiv MBs vorstellen könnte, würde ich es hier verorten, dass nämlich MW fürchtete, die Kinder wären bei ihrem Weggang der Herkunftsfamilie RWs ausgesetzt. Bellady hat in mehreren Beiträgen angemerkt, dass RWs Mutter es MB von jeher übelgenommen hatte, dass sie nicht bereit war, bei dessen Familie einzuziehen, weil sie gesehen hatte, wie RW unter dem Diktat der Mutter litt. Sie beruft sich dabei als Quelle auf das Buch Heide Platens Buch „Kindsmord, der Fall Weimar“, erschienen im Rotbuchverlag.[/quote]

Ich oute mich an dieser Stelle mal, dass mir die Problematik, ohne dass ich das Buch gelesen hätte, auf der Stelle bekannt vorkam. Wäre es nach meinem Großvater väterlicherseits, ebenfalls in ländlicher Umgebung lebend, gegangen, wären meine Eltern nämlich mit Kind und Kegel dort eingezogen, was meine Eltern beide nicht wollten. Bei Uns gab es glücklicherweise keine Toten, aber ich denke schon, dass das einer der Gründe war, der das Verhältnis meiner Mutter zu ihrem Schwiegervater belastete, weil der in ihr die Schuldige dafür sah.

Ich glaube daran aber nicht an dieses Motiv, weil ich denke, dass der von MB angegebenen Grund, wegen der mangelnden Sprachkenntnisse Melanies, nicht in die Staaten zu wollen, vorgeschoben war. Ich denke, dass sie selbst davor zurückgeschreckt ist, mit wenigen Sprachkenntnissen, ohne Aussicht schnell eigene Arbeit zu finden, dort hin zu gehen, ob mit oder ohne Kinder.


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Der Mordfall Weimar

26.05.2021 um 23:57
@Leonx

Du hast doch Wiki selbst verlinkt, nicht gelesen ?
Nach eigenen Angaben verließ sie das Haus um 20.30 Uhr, um sich in einer Diskothek erneut mit Pratt zu treffen[8] und kehrte gegen 3 Uhr nach Hause zurück.[8] Pratt gab an, bis 3 oder 3.30 Uhr mit ihr zusammen gewesen zu sein.[12]
Quelle: Wikipedia: Mord an Melanie und Karola Weimar#Vorgeschichte


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27.05.2021 um 00:32
Zitat von miwumiwu schrieb:Wusste MB eigentlich, dass er eigene Kinder hat? Ich sage es ganz ehrlich, dass ich nicht mehr durchblicke, wer wem was verschwiegen hat und inwieweit die Sprachbarriere zu Missverständnissen geführt hat. Was sie allerdings wusste ist, dass er ihre Kinder mochte. Das wäre schon eine absurde Idee, dass jemand, der meine Kinder mag, es gut finden könnte, wenn ich die ihm zuliebe umzubringen? Das kommt mir gar zu weit hergeholt vor.
Wie kommst Du darauf, dass sie vorhatte, ihm das unter die Nase zu binden?

Die einzigen Aussagen über ein mögliches Motiv des RW kommen übrigens von ihr. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Nochmal: Sie hat nachweislich gelogen, dass sich die Balken biegen. Auf allen Seiten, in alle Richtungen, auf allen Ebenen. RW nicht. Warum wird hier so ein Popanz aufgemacht und versucht, sie als vernünftige, reflektierte Frau zu zeigen, die sowas ja nicht machen würde und dafür auch keinen Grund hatte.

Die ganze Lebens- und Liebesgeschichte der MW, übrigens auch in der von ihr erzählten Fassung, spricht gegen ihre Charakterisierung als reflektierte, rationale, vernünftige Person.


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Der Mordfall Weimar

27.05.2021 um 01:14
Die Quelle zu den folgenden Ausführungen wurde in den vorangegangenen Posts mehrfach genannt. Es geht um die Beweisführung von Herrn Strate zugunsten der Monika Weimar.

Der Herr Rechtsanwalt Strate liefert nur dann Sachverhalte für die mögliche Täterschaft von M.W., wenn er sie im nächsten Satz gleich wieder widerlegen kann. Dadurch will er ganz offensichtlich seriös wirken und zum Ausdruck bringen, dass jedes Für und Wider sorgfältig überprüft wurde. Es ist aber nichts weiter als die Verschlagenheit eines cleveren Anwaltes, der sein Fach versteht.

Auf diese Weise kommt Herr Strate bei Hobby-Kriminalisten in der Tat ziemlich clever und abgezockt daher. Aber heutigen Profilern würde er vermutlich keinen Sand in die Augen streuen können. Apropo Sand:

Strate sagt, dass am Schuhwerk der Kinder keinerlei Spuren von Sand gefunden wurden. Ergo können Sie am Montag nicht mehr auf dem sandigen Spielplatz oder an der sandigen Stelle, wo man sie gesehen haben will, gewesen sein.

Strate verschweigt jedoch und dies natürlich um seine Argumente nicht relativeren zu müssen, dass die Kinder mehrere Tage im Freien lagen. Er verschweigt geflissentlich, dass Sand auf dem Weg vom Spielplatz zu den beiden Ablageplätzen sich sowohl im Auto als auch am Ablageplatz durch Bewegung, durch Wind und falls es geregnet haben sollte, auch durch Regen, weitestgehend, wenn nicht sogar vollständig, hätte verflüchtigen können.

Er versucht weiterhin aufzuzeigen, dass die rote, kurze Hose die Melanie in der Auffindesituation an hatte, ihr erst nachdem sie schon tot war, angezogen wurde. Seiner Argumentation zufolge muss das so gewesen sein, weil sich ja an der Innenseite der Hose Kletten befanden und dies nicht nur durch die Ablage an sich passiert sein konnte, sondern beim Anziehen der Hose inmitten von Labkraut. Damit will er sagen, dass Melanie, nur mit einem Slip bekleidet gewesen sein konnte, als sie im Auto transportiert wurde also von ihrem Bett und damit von der Wohnung aus, und vor allem bereits tot, denn warum hätte sie sonst keine Hose anhaben sollen. Seine Schlussfolgerung für das gemeine Volk: Die Nachtversion stimmt. Folgt man dieser Argumentation, dann muss M.W. also am Montag Morgen mit der kurzen Hose, der Haarspange usw. zum Ablageort gefahren sein, um dort der Melanie die Hose anzuziehen, damit sie nicht im Slip rum liegen musste. Zudem hätte sie dann Melanie noch an den anderen Ort verbringen müssen, wenn ich mich recht erinnere. Jedenfalls vollzieht sie all diese Handlungen an ihrem toten, sich vermutlich in der Leichenstarre befindlichen Kind. Wenn man sich all das plastisch vorstellt, kann es einem nur gruseln.
Aber - es waren nur drei Kletten an der Innenseite des Höschen zu finden. Es hätten aber beim Anziehen der Hose deutlich mehr als drei Kletten an die Innenseite gelangen müssen, denn insgesamt hat man bei Melanie 362 Kletten gefunden und dass obwohl sie ja in die Brennesseln geworfen aber nicht darin gewälzt wurde, Die drei Kletten könnten aber durchaus bei der Bergung der Melanie dort hingekommen sein. Das scheint mir zumindest wahrscheinlicher.

Strate stellt auch in Abrede, dass die beschädigte Windschutzscheibe durch ein sich wehrendes Kind entstanden sein kann, weil sich nur wenige Fasern der Vordersitze bei den Kindern gefunden haben. Zunächst mal reden wir da ja nur von einem der beiden Kinder. Das andere Kind muss zwangsläufig die ganze Zeit über auf der Rückbank gesessen haben, so dass an (vermutlich) Karola keine Fasern der Vordersitze gefunden werden konnten. In all den Diskussionen hier wird zudem viel zu wenig erwähnt, dass Melanie wohl eine zwar kleine aber doch sichtbare Kopfverletzung hatte. Zumindest meine ich, dass hier mal gelesen zu haben. Der Wind könnte zudem in den folgenden Tagen Fasern verweht haben, so dass nur wenige davon an der Kleidung haften geblieben sind

Dann kommt er letztendlich noch mit den wenigen Teppichfasern an den Kleidern der Kinder und will damit vermutlich sagen, dass Karola und Melanie in der Wohnung vor dem Abtransport noch mal auf dem Teppich abgelegt worden sind. Dass Kinder in diesem Alter aber auch schon mal auf dem Teppich spielen und sich gerade Teppichfasern, weil gröber und schwerer, auch mal länger an einem Kleidungsstück halten können, spricht er tunlichst nicht an. Das könnte sogar noch am Montag Morgen der Fall gewesen sein.

Der Verbleib des Mageninhaltes ist für mich gar kein Argument. Da sagt er einerseits, dass Karola ihre letzte Mahlzeit nur um eine Stunde überlebt haben kann, erwähnt aber gleichzeitig, dass eine Keksrolle irgendwo im Haus frei zugänglich rum lag und die Kinder somit auch in der Nacht Weizen haltiges Essen zu sich genommen haben könnten. Dass sie diese Kekse auch am Montag morgen um 11.00 Uhr oder so, hätte naschen können, kommt ihm vermutlich auch in den Sinn, aber das kann er natürlich nicht äussern, weil eben nicht widerlegbar.

Bleibt für mich nur noch die Frage, warum denn Herr Strate beim dritten Prozess mit all seinen Argumentationen nicht mehr durchgekommen ist ?


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Der Mordfall Weimar

27.05.2021 um 01:24
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Aber ich war als der Mord passierte 23 Jahre
Ich erst 13, aber ich habe es damals dennoch am Rande mitbekommen. Aber erst im Erwachsenenalter, als ich anfing mich für Kriminalfälle zu interessieren, las ich näheres darüber. Wirklich intensiv habe ich dann vor ca. 7, 8 Jahren angefangen mich darüber zu belesen.
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Was sie mir unsympatisch gemacht hat, war ihr Auftreten,klar jeder Mensch trauert anders , ist auch anders , aber schon damals hab ich vermisst , das sie einmal wirklich über den Verlust der Kinder getrauert hat und da war sie noch nicht verhaftet , auch das die Schwester Vermisstenanzeige stellte und sie sich an der Suche nicht beteiligt hat etc.
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Meine Freundin hatte gerade 3Monate zuvor ihre 5jährige Tochter bei nem Verkehrsunfall verloren und sie war das Gegenbild von MB. Sie sagte damals und das hab ich nie vergessen, ich hab meine Tochter bei nem Autounfall verloren und wünsche dem Fahrer alles schlechte der Welt und diese Frau hat gleich beide Kinder verloren und reagiert wie ein Stück Holz. Auch sie hat damals Valium verschrieben bekommen . Gut jeder trauert anders , das ist auch okay.
Du sagst es, jeder Mensch trauert sicherlich anders, das muß man jedem zugestehen, auch wenn ich die Reaktion deiner Freundin sehr viel besser nachvollziehen kann, als diese Kälte, die mMn, MB immer ausströmte. Sie kam nie sympathisch rüber, in meinen Augen. Dennoch fand ich es falsch, wie sie damals teilweise durch die Presse angegangen wurde, "Ami Schlampe" usw. Für mich war sie eine (erstmal) völlig normale junge Frau, die in einer frühen Ehe gefangen war, von vielen Dingen träumte und stattdessen aber in diesem Kaff festsaß, mit einem Ehemann an der Seite, der sie weder im Bett befriedigte noch ihr irgendetwas bieten konnte, auf emotionaler Ebene. Dann kam Pratt, gutaussehend, umschwärmt, weltgewandt und sie verfiel ihm. Und als sie drohte ihn zu verlieren, opferte sie ihre Kinder, in der Hoffnung, daß doch noch alles gut werden könnte, wenn sie frei wäre und ungebunden. Wahrscheinlich eine Kurzschlussreaktion...

Aber alles was danach kam, kam bei mir nur noch völlig eiskalt und abgebrüht an. Auch daß sie sich nicht an der Suche beteiligte, spricht für mich Bände.
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Aber als dann immer mehr herauskam und ich die Nachtversion hörte , neeeeeee das konnte ich echt nicht glauben und das geht mir bis heute so.
Dito. Am Anfang habe ich auch beide Seiten für mich durchgespielt, hielt auch RW kurzfristig für den Mörder, eben weil er so grobschlächtig und plump rüberkam, bis ich mich mit den Indizien und Beweisen, Aussagen usw beschäftigte. Von da an war klar, daß nur sie es gewesen sein kann und die Nachtversion eben überhaupt nicht funktioniert.
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Und ich stimme dir zu , das ich auch RW nicht sonderlich sympatisch fand. Aber im laufe der Jahre hab ich immerhin Respekt vor ihm bekommen
Er tat mir irgendwann nur noch leid. Auch sein Leben war zerstört, alles was nach dem Tod der Kinder kam, war eigentlich nur noch ein vegetieren, mMn.
Zitat von quaerere1quaerere1 schrieb:Bei allem hab ich auch die Kinder nicht vergessen , es waren 2 unschuldige Kinder, die da ihr Leben verloren haben und wären jetzt42 und 40 . Die hatten keine Chance und nur eine kurze Lebenszeit.
Als ich letztens nochmal Wiki las, hab ich mir das auch so vor Augen geführt, in welchem Alter die Mädchen heute schon wären...
Zitat von miwumiwu schrieb:Wenn ich mir überhaupt ein Tatmotiv MBs vorstellen könnte, würde ich es hier verorten, dass nämlich MW fürchtete, die Kinder wären bei ihrem Weggang der Herkunftsfamilie RWs ausgesetzt.
Ausgesetzt ? So langsam wird es echt heftig, was willst du denn RW's Familie jetzt unterstellen ? Es ist echt erstaunlich - als Motiv werden egoistische Gründe nicht akzeptiert. Wenn man denn unbedingt an eins glauben müßte, dann kann es nur ein quasi altruistisches Motiv sein, etwas was zum Besten der Kinder gemacht wurde. Bevor sie "in die Fänge" der Familie Weimar kommen, töte ich sie lieber... Unfassbar.


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Der Mordfall Weimar

27.05.2021 um 01:31
@miwu
Das muss der Pratt nicht gut gefunden haben. Denn sie hat ihm vorher ja bestimmt nicht gesagt, was sie vorhat. Wie Pratt zu den Kindern stand ist deshalb für die Tat überhaupt nicht relevant, sondern nur, was diesbezüglich ihm Kopf der Monika Weimar vorging.

Aber ich lese hier immer wieder, dass K.Pratt die Kinder mochte, gar lieb gehabt hätte und es für ihn auch kein Problem gewesen wäre, sie mit in die Staaten zu nehmen. Was hätte Pratt denn zu Monika Weimar auch sonst schon sagen sollen als „nice kids“ oder „Honey, I love your kids“. Das kommt bei Müttern auch immer gut an, wenn der Lover kein Problem mit den Kindern hat. Ja, kann gut sein, dass er die Kinder mochte. Warum auch nicht. Kann aber auch nur leeres Gefasel gewesen sein.
Ich hatte viele Jahre geschäftlich mit Amerikanern zu tun. Glaub mir, so gut wie alle sind bestens Marketing geschult. Sie verkaufen Dir einfach alles und das mit einer überzeugenden Selbstverständlichkeit, dass man nur beeindruckt sein kann. Meistens am Ende aber nur Bla Bla.


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27.05.2021 um 02:45
Zitat von miltesmiltes schrieb:Bleibt für mich nur noch die Frage, warum denn Herr Strate beim dritten Prozess mit all seinen Argumentationen nicht mehr durchgekommen ist ?
Weil Strate, so gut er auch sein mag, eben auch nur mit Wasser kocht und eigentlich nichts in der Hand hatte. Daraus hat er dennoch einen einmaligen Freispruch machen können, das ist beachtenswert. Aber genau das war ja auch sein Job als Verteidiger. Mit welchen Methoden er damals aber teilweise auch arbeitete, sollte nicht vergessen werden.
So beantragte die Verteidigung zum Beispiel, das T-Shirt, das Melanie zum Zeitpunkt ihrer Tötung trug, erneut auf Blut untersuchen zu lassen. Alte Fotos vom Auffinden der Leiche zeigen handtellergroße Wischspuren auf dem Hemd. Spuren vom Täter? In Fulda wusste man nur, dass es sich um Menschenblut handelte, mehr gaben die damaligen Untersuchungsmethoden nicht her. Strate mit großer Geste: "Ein sehr gewichtiger Antrag! Unsere Mandantin ist bereit, Blut oder Speichel zur Verfügung zu stellen - bei Reinhard Weimar möge nachgefragt werden, ob auch er bereit ist."

Was nicht vorgetragen wurde: Das T-Shirt war im Zuge des Wiederaufnahmeantrags der Verteidigung, als es um das Thema Fasern ging, im Bundeskriminalamt zweimal gewaschen worden, einmal mit Lenor, einmal ohne. Naturgemäß gibt es seitdem keine Wischspuren mehr. Die Verteidigung weiß dies seit 1994 (Behördengutachten Seite 20). Ein Antrag also, ohne jedes Risiko für die Angeklagte, allein für die Galerie bestimmt, wo er auf fruchtbaren Boden fiel.
Wie ich schon schrieb, Strate ist clever, wobei ich mir nie sicher war, ob er wirklich an die Unschuld von MB geglaubt hat, zu jeder Zeit, auch wenn er es immer betonte.

Ich möchte hier auch nochmal weitere Auszüge aus diesem sehr guten Artikel des "Spiegel" ansprechen, der 1999 veröffentlicht wurde. Besonders der erste Teil, der das Ganze einfach nur herumdreht und die von MB vorgebrachten Geschichten 1:1 auf RW überträgt, sollte all denjenigen zu denken geben, die sich vehement weigern die Mutter als Mörderin zu sehen.
Dreht man die Sache einmal herum: Reinhard Weimar kommt nachts nach einem Schäferstündchen nach Hause, findet seine Frau verstört vor den Betten seiner zwei toten Töchter. Schuldgefühle übermannen ihn. Er kann nichts anderes tun als aus dem Zimmer gehen. Er hört, wie seine Frau die kleinen Leichen ins Auto trägt und wegfährt. Er legt sich ins Ehebett und schläft neben der später Zurückkommenden bis zum nächsten Vormittag.

Er steht auf, fährt zu Post und Sparkasse, dann zu dem Ort, an dem nach Angaben seiner Frau die Kinder liegen. Er sieht eines der Mädchen hinter Brennnesseln, besteigt das Auto und fährt heim. Dort erzählt er seiner Frau, der Mörderin, als Erstes, dass ihm ein Stein gegen die Windschutzscheibe geflogen sei, diese nun einen Sprung habe und repariert werden müsse. Dann sucht er zusammen mit seiner Frau die "verschwundenen" Kinder und präsentiert eine Entführungsstory. Er legt falsche Spuren, die von der Frau ablenken, verwirrt die Ermittler und seine Verwandten mit Lügengeschichten. Und so weiter und so fort. Erst vier Wochen später, als sich der Tatverdacht allein auf ihn konzentriert, rückt er mit der "Wahrheit" heraus: Sie war's, sie ist die Mörderin.
Ich gehe mit der Journalistin konform - Niemand hätte angezweifelt, daß dieser Mann, dieser RW, so wie er sich präsentierte, so wie er rüberkam, der Mörder ist.
Hätte einem Reinhard Weimar irgendjemand eine solche Geschichte abgenommen? Hätte irgendjemand aufgeschrien, wenn er, ein Mann, nach gründlicher Hauptverhandlung und aufgrund eines logisch begründeten Schuldnachweises zu Lebenslang verurteilt worden wäre? Kein Mensch hätte an seiner Täterschaft gezweifelt. Niemand hätte sich bemüßigt gefühlt, eine Wiederaufnahme zu betreiben. Niemand hätte gesagt: Der Mann hat doch kein Motiv! Ein Vater tut so etwas nicht! Kein Generalstaatsanwalt und kein Oberlandesgericht hätte sich für eine Aufhebung des Lebenslang eingesetzt. Ein Reinhard Weimar hätte seine Strafe abgesessen wie jeder Lebenslange.

Doch Reinhard Weimar ist eben nicht, wie seine Ex-Frau Monika Böttcher, "eine zierliche blonde Frau mit aquamarinblauen Augen". So hieß es in einem Plädoyer der Verteidigung in Frankfurt. Er ist ein unattraktiver, schwerfälliger Mann, krank seit der Zeit, als er zur Kenntnis nehmen musste, dass seiner Frau die Tat nachgewiesen wurde. Es ist, anders als die Böttcher-Verteidiger glauben zu machen versuchen, nicht eine geleugnete Schuld, die auf ihm lastet und ihn krank macht.
Im Falle der MB mußte hingegen 3 Mal verhandelt werden und dennoch halten sich bei einigen Zweifel an ihrer Täterschaft, trotz aller Indizien, Fakten und Beweise.
Es musste dreimal gegen Monika Böttcher vor einem Schwurgericht (Fulda, Gießen und Frankfurt) verhandelt werden, bis zumindest einem Teil der Medien dämmerte, dass man einem Traum von der Ungerechtigkeit hinterhergelaufen ist. Dass man hereingefallen ist auf Propaganda, Schwindelei und Verblendung. Dass Legenden und Märchen als Wahrheit verkauft wurden. Der andere Teil der Öffentlichkeit hält an der Ikone der unschuldig Verfolgten, der reinen Mutter, die für ihren Mann büßt, unbeirrt fest.

[...]

Das Frankfurter Gericht hat einen lückenlosen Tatnachweis geführt auf der Grundlage der Einlassung der Angeklagten, der Zeugen, die die Kinder am Morgen des 4. August 1986 gesehen haben, als sie entsprechend der so genannten Nachtversion schon tot gewesen sein sollen, und aufgrund von einer ganzen Reihe eindeutiger Indizien.
Und auch hier kann ich der Journalistin nur zustimmen. Geklärt war der Fall schon beim ersten Prozess. Daß RW heute immer noch teilweise durch den Dreck gezogen wird, daß ua die Krankengeschichte eines gebrochenen Mannes seziert und durchgekaut wird, um aus ihm den "wahren" Mörder zu machen, ist eigentlich ein Unding.
Den notorischen Zweiflern ist entgegenzuhalten, dass der "Fall Weimar" bereits in Fulda lückenlos geklärt war (sonst hätte der BGH das Urteil nicht rechtskräftig werden lassen). Auch zum Motiv oder einem Motivbündel hatte sich schon das Fuldaer Gericht ausführlich geäußert. Gegen Reinhard Weimar wurde seinerzeit ermittelt, nicht anders als gegen seine Ehefrau. Er wurde sogar von der Kripo so hart bedrängt, dass eine Vernehmung abgebrochen werden musste. Nach wie vor steht nichts gegen ihn - außer der Behauptung seiner Ex-Frau, er sei der Mörder.
Alle Zitate: https://web.archive.org/web/20170830224129/http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-15317050.html


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27.05.2021 um 06:41
Zitat von BoobSinclarBoobSinclar schrieb:Wie kommst Du darauf, dass sie vorhatte, ihm das unter die Nase zu binden?
Wenn Miltes schreibt, sie hätte das gemacht, um ihm zu zeigen, wie weit sie für ihn zu gehen bereit ist und dass er ihr wichtiger ist als die Kinder, klngt das schon danach.


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27.05.2021 um 06:42
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Ausgesetzt ? So langsam wird es echt heftig, was willst du denn RW's Familie jetzt unterstellen ? Es ist echt erstaunlich - als Motiv werden egoistische Gründe nicht akzeptiert. Wenn man denn unbedingt an eins glauben müßte, dann kann es nur ein quasi altruistisches Motiv sein, etwas was zum Besten der Kinder gemacht wurde. Bevor sie "in die Fänge" der Familie Weimar kommen, töte ich sie lieber... Unfassbar.
Ihr seid es doch, die immer darauf pochen, dass es darum geht, was in MBs Kopf vorgegangen sein konnte. Ich denke mir, das könnte ihre Sicht gewesen sein. Ich habe mich ja "sie hätte einfach gehen können"-Argument auseinandergesetzt.


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27.05.2021 um 06:44
Zitat von Photographer73Photographer73 schrieb:Du hast doch Wiki selbst verlinkt, nicht gelesen ?
Inwiefern widerlegt dieses die Theorie, dass Monika Böttcher nach Hause gekommen ist und dabei die Kinder aufgeweckt hat? Die Kinder waren vielleicht nun hellwach, hungrig und durstig. Im Laufe der nächsten Stunde ist dann die Situation im Haus eskaliert und die Kinder waren tot. Nun zieht Monika Böttcher die Kinder mit Strassenkleidung an und schafft sie ausser Haus. Der Mann hat davon nichts mitbekommen, weil sie im ihm wie so oft unter Medikamente gesetzt hat, um ihre Ruhe zu haben.


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27.05.2021 um 07:47
Zitat von LeonxLeonx schrieb:Nun zieht Monika Böttcher die Kinder mit Strassenkleidung an und schafft sie ausser Haus. Der Mann hat davon nichts mitbekommen, weil sie im ihm wie so oft unter Medikamente gesetzt hat, um ihre Ruhe zu haben.
Und in diesem Ausnahmezustand denkt man noch an die Haarspangen und steckt sie ins Haar der toten Kinder?
Wie erklärst du dir, dass sie morgens noch auf dem Spielplatz gesehen wurden?


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27.05.2021 um 07:48
Zitat von LeonxLeonx schrieb:Aber warum kann Monika Weimar ihre Kinder in der Nacht nicht getötet und dann neu angezogen haben?
u scheinst eher von der Täterschaft MBs überzeugt zu sein. Das bin ich zwar nicht, aber wir sind Uns offenbar darin enig, dass die Nachtversion trotzdem stimmen kann. Ganz egal, wer es war, wäre das Risiko in der Nacht, beobachtet zu werden ein geringeres.

Da wäre zum Beispiel das Argument mit den Zeugen, die die Knder am 04. August noch gesehen haben. Da ich dieses Argument bei fünf Zeugen nicht von der Hand zu weisen fand, habe ich mir mal die von Margaretha eingestellten Zitate aus dem Buch "die Mordakte Weimar" von Frau Cichos genauer angesehen habe. Ich hatte aber auch bis dahin angenommen, die hätten alle am 04. August ausgesagt.

Aber als ich dann las, dass bspw. das mit Ns befreundete Ehepaar erst nach dem Auffinden der Leichen am 08. August ausgesagt hat, war ich mir nicht mehr so sicher, ob das nicht eine Gefälligkeitsaussage sein könnte, weil die Aussage der Ns. mit dem Auffinden der Leichen erheblich an Relevanz gewonnen hatte.

Die Urgroßmutter hat am 05. August ausgesagt, die Kinder noch gesehen zu haben. Bis dahin werden sicher schon viele Gespräche über das Verschwinden der Kinder, was von MB bis dahin ja selbst ausgesagt wurde, in der Familie Böttcher geführt worden. Deswegen erscheint mir ein mögliches Verwechseln der Tage plötzlich nicht mehr so unwahrscheinlich, als wenn die Urgroßmutter ihre Aussage direkt nach der Vermisstenmeldung gemacht hätte. Das schließt das korrekte Erinnern anderer Faktoren wie mit der Post ja nicht aus.

Mir war auch aufgefallen, dass Ns am 04. August lediglich ausgesagt hatten, die Kinder gesehen zu haben und die Aussage gegen Ende September erheblich an Umfang zugenommen hatte mit ergänzenden Angaben, wo die Kinder genau gestanden haben sollen, welches Gespräch sie mit dem Enkel geführt haben will etc. . Margaretha wendete dann ein, dass die Aussage vom 04. August im Buch von Frau Cichos möglicherweise gekürzt worden war. Es dürfte doch anzunehmen sein, dass Frau Cichos in ihrem Buch Kürzungen kenntlich gemacht hätte.

Es gab wohl auch eine Überprüfung vor Ort, ob Frau N. die Kinder gesehen haben kann, weil es einen Busch gab, der ihre Sicht beeinträchtigen konnte. Den wollte sie entfernen, um ihre Kinder beim Spielen besser im Auge haben zu können. Sie hat nachgefragt, ob sie das darf und es wurde von der Polizei genehmigt. Bei einer Überprüfung vor Ort wurde der Busch anhand von Bildern rekonstruiert. Der Polizist, der sich auf den Rand der Sandkiste setze, war erkennbar. Ob nun die klare Sicht auf eine Margarite (der Polizist) ein zuverlässiger Indikator dafür ist, dass auch das Gänseblümchen (Karola) klar erkennt worden wäre, sei mal dahingestellt. Es hätte ja nicht genügt zu erkennen, dass es sich um ein Kind handelt. die Sicht hätte so sein müssen, dass man auch Karola hätte klar erkennen können. Auf einem Spielplatz sind normalerweise mehrere Kinder. Ich glaube nicht, dass Frau N. am 4. August absichtlich die Unwahrheit gesagt hat. Dass die Kinder dort spielten, wird für sie alltäglich gewesen sein. Ich könnte mir aber vorstellen, dass sie nachträglich nicht zugeben, sich eventuell geirrt zu haben.

Ich kann mir allerdings auch ein Tagszenario vorstellen, bei dem er der Täter ist. Er hat kein Alibi. Es gibt lediglich seine Aussage von 22:00 am 03. August bis 11:30 geschlafen. Gegenüber dem ersten Staatsanwalt Herrn Sauter hatte er ausgesagt, er hätte auf seine Frau gewartet, ohne deren Anwesenheit er nicht schlafen könne. Wenn die erst so spät heimgekommen ist, spricht das doch eher dafür, dass er in der Nacht noch wach gewesen ist.
Vielleicht wollte MB nicht zugeben, dass sie bei der Leichenbeseitigung geholfen hat und dann lieber erzählt, sie wäre in der Nacht völlig gelähmt und handlungsunfähig gewesen. Wenn die Kinder zum Beispiel vom Spielen mal reingekommen wären, um etwas zu trinken, hätten sie auch am Tag in der Wohnung ermordet worden sein können. Wenn die Kinder beim Transport am Tag bereits tot gewesen wären, wäre das Zeitfenster für die Logistik ein größeres gewesen. Dann hätten sich das Ehepaar N. eben im Zeitpunkt der Sichtung geirrt.

Eine seiner Aussagen war: "Ich bin mir sicher, dass ich den Abtransport der toten Mädchen "nicht alleine" durchgeführt habe" oder so ähnlich. Einer der von Frau Böttcher verfassten anonymen Briefe deutet einen Helfer mitten in der Nacht an. Das würde mit dem "nicht alleine" zusammenpassen. Der Brief schreibt, schreibt, dass RW mitten in der Nacht telefoniert hätte. Diese Angabe im Brief hätte man doch durchaus damals schon überprüfen können. Damit wäre zwar nicht der Inhalt und auch nicht der Anrufer belegt, aber es wäre ein Hinweis gewesen, dem man hätte ausschließen können. Nur weil MB die anonymen Briefe selbst geschrieben hat, kann in diesen ja trotzdem etwas wahres enthalten gewesen sein.


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27.05.2021 um 07:59
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:Und in diesem Ausnahmezustand denkt man noch an die Haarspangen und steckt sie ins Haar der toten Kinder?
Wie erklärst du dir, dass sie morgens noch auf dem Spielplatz gesehen wurden?
Sie hatte bestimmt ihre Kinder auch gerne. Es war kein geplanter Mord. In der Nachbarschaft wimmelte es von Kindern und die Nachbarn könnten sie verwechselt haben. Sand wurde bei den Kindern nicht gefunden.
wie auch bei der übrigen Wäsche, insbesondere den Socken, wurden keinerlei Sandspuren gefunden. Auch in den Sandalen wurde, obwohl das Fußbett bei beiden Paaren bereits eingerissen war, keine einzige Sandkrume gefunden. Dieser Gesamtbefund – keinerlei Sandanhaftungen, weder an den Körpern beider Kinder noch an ihrer Kleidung noch an ihrem Schuhwerk – macht es ebenfalls wenig wahrscheinlich, daß die Kinder noch anderthalb Stunden im Freien gespielt haben, ehe sie auf ihren Mörder trafen:

Sand gab es nicht nur in der Sandkiste, wo eine Nachbarin die Kinder noch am Vormittag spielend gesehen haben wollte; Sand gab es vor allem auf
Quelle: https://www.strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html#:~:text=Am%20Abend%20des%2028.8.198.6,1986%20wird%20die%20Vernehmung%20fortgesetzt.&text=Monika%20Weimar%20behauptet%20jetzt%2C%20die,4.8.1986%20nach%20Hause%20kam


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27.05.2021 um 08:04
Zitat von Katinka1971Katinka1971 schrieb:uch das erwähnen in Urteilen heisst nicht, dass es richtig ist, wenn es nicht bewiesen wurde.
Warum hat man deswegen eigentlich kein gesondertes Verfahren geführt? Selbst wenn sie das gemacht hätte, wären es doch zwei unterschiedliche Straftaten.


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27.05.2021 um 08:08
@Leonx

Wenn das mit dem fehlenden Sand schlüssig wäre, dann würde das bedeuten, dass die Kinder auch vorher nie im Sandkasten gespielt hätten. Für mich völlig unbrauchbar als Beleg, denn das die Kinder vorher (Tage, Wochen etc) oft im Sand bzw dem Spielplatz gespielt hatten, ist ja belegt. Gerade bei eingerissenen Sohlen hätte sich dann Sand von den vorherigen Malen darin befunden.


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27.05.2021 um 08:23
@ Foxy.Vapiano

Monika Böttcher könnte die Sandalen einen Tag vorher vielleicht mal gründlich sauber gemacht haben. Es ist unwahrscheinlich, dass sich an zwei Kindern kein Sand befindet, wenn sie in einer Sandkiste gespielt haben. Ausser die Sandkiste hieß nur Sandkiste und in ihr war in Wirklichkeit kein Sand.


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Der Mordfall Weimar

27.05.2021 um 08:32
Zitat von LeonxLeonx schrieb:Monika Böttcher könnte die Sandalen einen Tag vorher vielleicht mal gründlich sauber gemacht haben. Es ist unwahrscheinlich, dass sich an zwei Kindern kein Sand befindet, wenn sie in einer Sandkiste gespielt haben. Ausser die Sandkiste hieß nur Sandkiste und in ihr war in Wirklichkeit kein Sand.
In den rissige Sohlen sauber gemacht? Entschuldige, aber ihr war Nachts nach Feiern und Fremdgehen aber zu dem Zeitpunkt soll ihr wichtig gewesen sein, die Sohlen der Sandalen noch in den Rissen gesäubert zu haben, so das sich KEIN einziges Sandkorn mehr finden ließ? Unwahrscheinlich.
Wahrscheinlicher ist doch eher das diese einfach nicht richtig untersucht wurden.


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Der Mordfall Weimar

27.05.2021 um 08:43
Zitat von Foxy.VapianoFoxy.Vapiano schrieb:In den rissige Sohlen sauber gemacht? Entschuldige, aber ihr war Nachts nach Feiern und Fremdgehen aber zu dem Zeitpunkt soll ihr wichtig gewesen sein, die Sohlen der Sandalen noch in den Rissen gesäubert zu haben, so das sich KEIN einziges Sandkorn mehr finden ließ? Unwahrscheinlich.
Wahrscheinlicher ist doch eher das diese einfach nicht richtig untersucht wurden.
Die Sandalen wurden vermutlich einen Tag vorher gründlich sauber gemacht. Vielleicht mit einem Gartenschlauch.


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