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Der Mordfall Weimar

2.234 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

09.10.2017 um 21:21
Du sprachst von:
Rawbite schrieb:Ich denke nur, dass ein Mensch in seiner Position...betraut mit einem Fall, der unbefriedigend (un)gelöst ist, sehr grausam ist und am Urmythos "Mutterfigur" nagt...schon stark dazu neigen könnte sich das dunkelste Kapitel seiner beruflichen Tätigkeit "schön zu reden"
Wenn ich darauf eingehe und schreibe:
emz schrieb:Ich denke mal schon, dass dieser Ermittler etwas professioneller war und nicht so ein emotionaler Schwurbler, der sich etwas aus seinem Leben schön reden muss und das im Fernsehen dann tut.
Da kann ich diese Antwort von dir aber in keinen Zusammenhang bringen:
Rawbite schrieb:Das würde im Umkehrschluss bedeuten, dass Dinge falsch an die Staatsanwaltschaft und Öffentlichkeit herangetragen wurden.
Du meinst also, erst habe MB den Parkplatz ausgekundschaftet und danach erst sei Melanie gestorben? Wobei es egal wäre, wodurch sie gestorben ist, ob durch einen "Unfall" oder gezielte Ermordnung.
Rawbite schrieb:Zum Beispiel M.B hat den Parkplatz, wo Melanie abgelegt wurde, ausgekundschaftet. Wäre schon ein sehr großer Zufall, wenn sich später ein "Unfall mit Todesfolge" ereignet und das tote Kind dort abgelegt wird. .


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Der Mordfall Weimar

09.10.2017 um 22:06
gatersrecont schrieb:Musstet ihr eigentlich, dass RW am 7.8. morgens das Auto von innen gereinigt hat?
Oder das er sich ebenfalls ein neues Auto kurz nach der Tat gekauft hat?
Oder von dem Nachbar, der seine Aussage nur auf Druck der Polizei geändert hat?
Dieser ist sich sicher, dass bereits eine Stunde früher, also gegen 11:30 Uhr nach
den Kindern gesucht wurde.
Und RW konnte den Kindern sehr wohl die Haare zu Zöpfen flechten.

In jedem Fall sehr lesenswert. Habe es zur hälfte durch. Es lässt viele Dinge in einem anderen Licht erscheinen.
Werde noch berichten.
Das wundert mich alles überhaupt nicht . Ich habe auch das Buch von Debra Milke "Mein geraubtes Leben " gelesen , Mark Milke sicherlich ein etwas brisanterer Fall als Ehemann , das er nur gelegentlich einer Arbeit nachging auch nach der Geburt des Sohnes hatte sich nichts geändert......
Manche Stellen habe nochmal ein zweites mal gelesen , weil hier immer zwischen der Tag-und Nachtversion drauf rum geritten wird - nur soviel - dort ist genau dasselbe passiert wie hier bei den Weimars , dass der Täter nach der Tat gleich hinterher , in dem Fall seinen Kumpel Styrer  bedroht hat mit den Worten ,, und wenn du mir nicht hilfst , diese Tat zu vertuschen , dann bringe ich dich und andere noch um " .

Es blieb ihm nicht anderes übrig , als ,nachdem sie dort hingefahren waren nach der Tat , auszusagen , Christopher sei in dem Einkaufcenter entführt worden, sich auch nichts anmerken lassen durfte wie MW. weil sich das im ihrem Fall einfach keiner vorstellen konnte ..... und so wurde auch dort in die falsche Richtung ermittelt .

Man kann diese Art von Suchtprobleme auch nicht mit dem eines Obdachlosen oder jemanden , der sich dies leisten kann , vergleichen .

Und irgendwo kommt das beim anderen Partner/in zunächst auch als ein Verrat an , dass er /sie sich fragt , warum er das macht oder braucht , nachdem  es aufgedeckt wurde.

Mark Milke hat auch "hoch gepokert", was die Hilfe von Debra mit seiner Therapien etc. anging , hat sie nicht ernst genommen , sodass er bei der Trennung nur das "begleitete Umgangsrecht" bekam , wodurch er durchgedreht hatte , sie eine einstweilige Verfügung , beantragen musste , obwohl sie schon kein eigenes Zuhause mehr hatte , ihren Arbeitsplatz verloren , durch das Zutun von ihm .

Diese Einstweilige Verfügung hatte zur Folge , dass sich Jim Styrer und seinen Kumpel bewaffnete zum Schutz vor Mark Milke , was zu dieser Tat führte.

In ihrem vorübergehenden Unterschlupf bei diesem Jim Styrer holte sie das selbe Problem wieder ein, was sie mit ihrem Mann hatte , Geldprobleme . Dass dessen Freund von ihrem Bekannten Roger Scott auf sie eifersüchtig wurde , sie nicht darüber informiert war , dass Styrer ihm Geld schuldete .

Er versuchte es von Debra zu bekommen , 250 Dollar ,was sie ablehnte , sie sei keine Bank .
Diese Summe von 250 Dollar tauchten dann wieder damit auf , es sei ihm von Debra versprochen worden, dass er sich an der Tötung des Jungen beteilige ....

Es gab auch Unstimmigkeiten schon zur Beerdigung des Jungen, dass Mark Milke  ihr ins Gefängnis ein Schreiben zukommen lassen habe , er ihr "erlaube" ,bei der Beerdigung dabei zu sein , dieses Schriftstück aber  nie dort ankam , während man ihr dort ein Schriftstück vorlegte zum Unterschreiben , Christopher werde einäschert , wo sie noch nicht mal wusste ,dass er nicht mehr lebt.

Dann die Beerdigung ,Seite 173 ,  bei der MM dann in einem weißen Anzug etwas verspätet aufkreuzte Zitat: Der Pfarrer begrüsste ihn als >> reabilitierten Ex-Alkoholiker, der nun zum Glauben gefunden habe und dies mit seiner weißen Kleidung zum Ausdruck bringen möchte . Ich kann mich nicht mehr genau an jedes Wort erinnern, aber die gesamte Predigt , die sich vor dem offenen Kindersarg abspielte, war eine einzige Zeremonie für den "bedauernswerten " Mark Milke, der durch das Zutun der Mutter seinen Sohn verloren habe.

Ich war nicht die einzige unter den Trauergästen , die starr vor Entsetzen und voll ohnmächtiger Wut das Spektakel verfolgte . Zitat Ende

Worte von der Autorin dieses Buches , Jana Bommersbach, die sich auch die ganzen 20 Jahre von den Medien und Justiz in die Irre führen lies.... während Debra u.a. von ihrem Exmann eine Postkarte ins Gefängnis bekam , dass er in einer Talkshow gewesen sei und er sich es nun in New York erst mal gut gehen lasse ....diese Karte kam an bei ihr ....

Das Buch ist wirklich lesenswert , gerade auch im Hinblick der Zeugenaussagen und Vernehmungen zum Fall Weimar....  

Es gibt an die 40 Briefe , die Debra Milke und Jim Styrer im Gefängnis ausgetauscht haben , durch die sie sich unterhalten haben , wie es zu der Tat gekommen ist ....

Doch das Zitieren klappt nicht immer....






   




     


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 02:27
bellady schrieb:Manche Stellen habe nochmal ein zweites mal gelesen , weil hier immer zwischen der Tag-und Nachtversion drauf rum geritten wird - nur soviel - dort ist genau dasselbe passiert wie hier bei den Weimars , dass der Täter nach der Tat gleich hinterher , in dem Fall seinen Kumpel Styrer  bedroht hat mit den Worten ,, und wenn du mir nicht hilfst , diese Tat zu vertuschen , dann bringe ich dich und andere noch um "
Davon abgesehen, daß Du hier einen Fall einbringst, der völlig OT ist - Du verbreitest auch mal wieder wilde Spekulationen, die Du als Fakten verkaufen willst. Es gab keine Bedrohung von RW gegenüber MB, sie sprachen noch nicht mal miteinander, nachdem MB nach Hause kam und die Kinder entdeckte (nach ihrer Version). Sie hat ihn angeblich gefragt, was er im Zimmer der Mädchen machen würde und er war "nicht ansprechbar". Dann verließ er das Haus und brachte angeblich die Kinder weg. Spät. in diesem Moment hätte sie die Wohnung problemlos verlassen können, niemand hätte sie daran hindern können zur Polizei zu gehen.

Es macht auch überhaupt keinen Sinn, daß sie eine Bedrohung durch RW in ihrem Buch verschweigen sollte, schließlich beschuldigt sie ihn darin ja offen des Mordes an den Kindern. Aber eine angebliche Bedrohung läßt sie unter den Tisch fallen ? Is klar. :)


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 07:43
Ich habe das Buch nun durch.
Es handelt sich dabei nicht um einen Roman, sondern einem Bericht
von Heide Platen, welche beim 1.Prozess dabei war als Journalistin.

Wie gesagt, beinhaltet es viele Details, welche so sonst nirgends stehen.
Leider auch nichts über die Blutflecken.

Der Hauptaugenmerk liegt auf der Vorverurteilung von MW.

Empfehlung von mir.


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Gymli
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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 08:26
gatersrecont schrieb:Wie gesagt, beinhaltet es viele Details, welche so sonst nirgends stehen.
Welche Details meinst du denn?

Tauchen Sie denn auch nicht im Aufsatz des Verteidigers im WA-Verfahren auf?

https://www.strate.net/de/publikationen/der_mordfall_weimar.html


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 10:46
@Gymli

MW`s ältere Schwester Ursula, hat vor Gericht ausgesagt, das sie an diesem morgen mehrmals unterwegs war.
Die Kinder wären aber nicht draußen gewesen. Auch konnte Sie sich erinnern, dass nicht wie sonst üblich, der
Schlüssel außen in Weimars Tür steckte für die Kinder. Ebenso standen auch die Fahrräder nicht wie sonst
vor der Tür, wenn die Mädchen draußen spielten.
Einmal waren Melanies Haare zu einem schönen lockeren Zopf geflochten. Ursula lobte die Melanie dafür, dass
sie sich die Haare so schön selbst geflochten habe. Doch diese sagte, dass das der Papa gemacht hätte.
MW`s Mutter sagte ähnliches aus.
Am Donnerstag Morgen nach der Tat (sprich am Auffindetag) holte Ursula ihre Mutter aus dem Krankenhaus ab.
Da sahen sie, dass RW das Auto von innen puzte. Sie wunderten sich noch darüber, da MW sonst Grundsätzlich
das Auto sauber gemacht hätte. RW bestritt vor Gericht das Auto sauber gemacht zu haben.

Die Nachbarin Elisabeth N. (Hauptbelastungszeugin!) gab vor Gericht an die Kinder vom Küchenfenster aus
gesehen zu haben. Gegenüber anderen sagte sie, dass sie ihre Aussage jetzt nicht mehr ändern könne.
"Wie würde ich den da stehen!?"
In einem abgehörten Telefonat zwischen Elisabeth N. und RW, sagte Sie, dass sie ihm gerne mit ihrer Aussage
geholfen hätte. Er bedankte sich dafür "falls es so wäre"
Auch das befreundete Ehepaar der Eheleute N. ,welches die Kinder haben bei der Abfahrt winken sehen, sahen auch
den Ehemann von Elisabeth N. an der Strasse stehen und winken. Dieser ist sich aber sicher, gar nicht auf der
Straße gewesen zu sein, da er sich schon in der Wohnung von dem Ehepaar verabschiedet hätte.
Und es wird noch besser: Elisabeth N. stand auch auf der Straße und winkte zum Abschied. Sie sah die Mädchen
aber nicht auf der Straße.
Und den Busch vor ihrem Fenster stutzte sie erst nach Absprache mit der Polizei? In Wahrheit rief sie irgendwo
bei der Polizei an, und der Beamte am anderen ende sagte sinngemäß "Ist mir doch egal was Sie mit ihrem Busch machen..."
Und zack war der Busch gestutzt, und niemand konnte mehr zweifelsfrei sagen ob er im Sichtfeld war oder nicht.

Ein Nachbar ist sich absolut Sicher, dass bereits um 11:30 Uhr nach den Kindern gesucht wurde, da er dieses mit
einem Ereignis eines Zuges verknüpft (längere Geschichte, aber einleuchtend).
Die Beamten setzten ihn aber unter Druck das das von ihm erlebte erst eine Stunde später geschehen sein kann.
Da er keinen Ärger mit der Polizei haben wollte, unterschrieb er eine falsche Zeugenaussage.
Vor Gericht erzähle er dieses, und gab an "Mit dieser Lüge kann er nicht leben!"


Und dann finden sich am Ende des Buches noch zusammengestellte Aussagen von Familienmitgliedern
zu einigen Anekdoten von Melanie und Karola. Es ist lustig und traurig zugleich diese Erlebnisse zu lesen.....

Die Sache mit dem umgetauschten Schulranzen von Melanie stellt sich auch anders da. Nicht MW sondern
ihre Schwester tauschte ihm um, und behielt auch das Geld. Aber sie tauschte ihn nur auf MW bitten um.
Ich bin erst davon ausgegangen, dass Melanie den Ranzen noch gar nicht bekommen hat, sprich keine echte
"Verknüpfung" zwischen Melanie und dem Ranzen bestand.
Doch diesen Ranzen, hat sie zu ihrem Geburtstag (22.7) von MW Schwester bekommen, und ihn den ganzen Tag lang
ganz stolz getragen, da sie sich so sehr auf die Schule freute.
Da war also ein Gegenstand, welcher keine 2 Wochen vor ihrem Tod, eine bedeutsame Rolle für Melanie spielte, und
MW lässt diesen Gegenstand umtauschen.
Es sind solche Details die mich schaudern lassen....


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 10:54
@gatersrecont

OK , das rückt alles wieder in ein anderes Licht wenn man dem Glauben schenkt.
Traurige Geschichte . Denke man findet niemals raus wer es war von den beiden :-(


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 11:13
Ich denke auch, es besteht keine Chance es aufzuklären. Ihr glaubt keiner mehr (ausser sie räumt es ein), er ist tot, es ist zu lange her, sie wurde vorverurteilt, eventuelle Spuren wurden nicht verfolgt bzw. eventuell vernichtet ..............


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Kältezeit
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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 11:23
Ein sehr interessanter Fall, der wohl nie aufgeklärt werden kann.

Für mich spricht das Nachtatverhalten, zu allen anderen vorhandenen Indizien, aber eine eindeutige Sprache. Zum Beispiel dies hier:
In einem der letzten Telefonate soll Monika Weimar ihren Geliebten Kevin Pratt angefleht haben: „Ich muß dich unbedingt sehen. Ich wünsche mir sehnlichst, von dir schwanger zu sein.“

In allen Telefongesprächen, so Anwalt Schneider zu FOCUS, sprach die Mutter kein einziges Mal über ihre toten Kinder: „Im Gegensatz zum Vater. Er weinte und trauerte um sie.“

In den Beweisanträgen heißt es: „Die Aktivitäten der Angeklagten waren ausschließlich darauf gerichtet, den physischen und psychischen Kontakt mit Kevin Pratt herzustellen. Die Angeklagte flehte in jedem der 39 Gespräche Kevin Pratt an, sich trotz aller widrigen Umstände mit ihr zu treffen. Ziel der Treffen war hierbei nicht Trost im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Kinder, sondern die Aufrechterhaltung der Liebesbeziehung zu Kevin Pratt.“ Für den Nebenkläger Schneider ein Indiz für körperliche, sexuelle und seelische Abhängigkeit.
Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/mordfall-weimar-sexuell-abhaengig_aid_160217.html


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Gymli
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 11:25
Selbst wenn man alle Zeugen, die die Kinder vormittags gesehen haben wollen, außer acht lässt, so ist da immer noch die Aussage der Oma, die anfänglich Stein und Bein schwört, die Kinder gesehen zu haben, sogar die Hand gedrückt zu haben und erst nachdem Monika W. ins Visier der Fahnder kam, hat sie ihr Aussage revidiert.

In der Mordakte Weimar war ein Foto zu sehen, auf dem der Ominöse Busch noch vorhanden war und es erkennbar ist, dass dieser noch einen Teil der Sicht auf den Spielplatz
zulässt.
Übrigens haben die Zeugen die Aussage, die Kinder gesehen zu haben getätigt, bevor Monika W. ins Visier der Fahnder geraten ist.

Zu dem Schulranzen kann ich nur sagen, dass er nicht relevant ist, außer vielleicht so weit, als sich die Mutter, die gerade erst ihre zwei Kinder verloren hat, sich Gedanken über so eine Nebensächlichkeit macht.
Aber das will ich nicht weiter bewerten.


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 13:10
@Gymli
Der Schulranzen ist selbstverständlich nicht relevant für den Mord.
Das wollte ich damit auch gar nicht sagen.



Sie wurde ausschließlich auf Grund von Indizien verurteilt.
Und viele dieser Indizien sind bei objektiver Betrachtung wertlos.
Ebenso sprechen einige Indizien für MW. Diese hatten aber für
das Gericht keine Gewichtung.
Ich bin nach wie vor von ihrer Schuld überzeugt, bin aber auch
der Meinung, dass sie im Zweifel, freigesprochen hätte werden müssen.
Ja, das ist Paradox.


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Gymli
ehemaliges Mitglied

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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 13:19
gatersrecont schrieb:dass sie im Zweifel, freigesprochen hätte werden müssen.
Vollkommen richtig. Aber der Richter G., der in Frankfurt das Urteil fällte, hatte eben keine "vernünftigen" Zweifel, wie er auf Spiegel TV sagte. Das kann ich gut verstehen.


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 15:01
Kältezeit schrieb:Für mich spricht das Nachtatverhalten, zu allen anderen vorhandenen Indizien, aber eine eindeutige Sprache. Zum Beispiel dies hier:
In einem der letzten Telefonate soll Monika Weimar ihren Geliebten Kevin Pratt angefleht haben: „Ich muß dich unbedingt sehen. Ich wünsche mir sehnlichst, von dir schwanger zu sein.“

In allen Telefongesprächen, so Anwalt Schneider zu FOCUS, sprach die Mutter kein einziges Mal über ihre toten Kinder: „Im Gegensatz zum Vater. Er weinte und trauerte um sie.“

In den Beweisanträgen heißt es: „Die Aktivitäten der Angeklagten waren ausschließlich darauf gerichtet, den physischen und psychischen Kontakt mit Kevin Pratt herzustellen. Die Angeklagte flehte in jedem der 39 Gespräche Kevin Pratt an, sich trotz aller widrigen Umstände mit ihr zu treffen. Ziel der Treffen war hierbei nicht Trost im Zusammenhang mit dem Tod ihrer Kinder, sondern die Aufrechterhaltung der Liebesbeziehung zu Kevin Pratt.“ Für den Nebenkläger Schneider ein Indiz für körperliche, sexuelle und seelische Abhängigkeit.
Quelle: http://www.focus.de/politik/deutschland/mordfall-weimar-sexuell-abhaengig_aid_160217.html
Dank für den Link und die Auszüge daraus.

Ich hatte die Verhaltensweisen der M.W. schon immer skeptisch betrachtet und in meinen post`s zum Ausdruck gebracht.

Sie wollte ihren Ehemann verlassen und ein neues Leben mit ihrem Geliebten anfangen.

M.W. denke ich, hätte alles dafür getan, um K.P. zu halten.

Es gab eine Nebenbuhlerin und die Zeit drängte in Richtung Entscheidung.

Glaubte sie, mit einer Schwangerschaft, K.P. halten zu können?

Er hatte bereits Frau und Kinder in den USA. Es wäre für ihn finanziell nicht leicht geworden, zwei leibliche Kinder und zwei Stieftöchter, sowie ein gemeinsames Kind mit M.W. zu stemmen. Wollte er das überhaupt? Kann ich mir nicht wirklich vorstellen.
Man konnte ihm keine Mitschuld, in Bezug auf die Ermordung der Töchter der M.W. nachweisen.

Dennoch ist es mir nicht gänzlich erklärlich, dass eine zierliche, kleine Frau, ihre zwei Töchter ermorden und entsorgen kann, ohne Hilfe von außen. Ein mentaler und physischer Kraftakt.

Juristisch gesehen war es offensichtlich möglich. M.W. hatte wohl keine andere Wahl, als monströs die Dinge voranzutreiben.


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 15:05
gatersrecont schrieb:Die Sache mit dem umgetauschten Schulranzen von Melanie stellt sich auch anders da. Nicht MW sondern
ihre Schwester tauschte ihm um, und behielt auch das Geld. Aber sie tauschte ihn nur auf MW bitten um.
Ich bin erst davon ausgegangen, dass Melanie den Ranzen noch gar nicht bekommen hat, sprich keine echte
"Verknüpfung" zwischen Melanie und dem Ranzen bestand.
Doch diesen Ranzen, hat sie zu ihrem Geburtstag (22.7) von MW Schwester bekommen, und ihn den ganzen Tag lang
ganz stolz getragen, da sie sich so sehr auf die Schule freute.
Da war also ein Gegenstand, welcher keine 2 Wochen vor ihrem Tod, eine bedeutsame Rolle für Melanie spielte, und
MW lässt diesen Gegenstand umtauschen.
Es sind solche Details die mich schaudern lassen....
Richtig, es sind die Details, welche auftauchen und die rationale, emotionslose Denkweise der Mutter schaudern lassen.

M.W. stand unter immensen Druck, in Bezug auf ihre neue Beziehung.

K.P. war das Ziel ihrer Leidenschaft. Sie glaubte bis zuletzt, dass K.P. zu ihr hält und eine Zukunft mit ihm, in welcher Form auch immer, möglich wäre.


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10.10.2017 um 15:20
Wenn sie so sehr auf KP fixiert gewesen wäre, wie hier unterstellt wird, hätte sie ihren Mann und die Kinder schon längst verlassen. Dann wäre kein Ultimatum nötig gewesen und kein rauszögern der Entscheidung.


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 15:30
Katinka1971 schrieb:Wenn sie so sehr auf KP fixiert gewesen wäre, wie hier unterstellt wird, hätte sie ihren Mann und die Kinder schon längst verlassen. Dann wäre kein Ultimatum nötig gewesen und kein rauszögern der Entscheidung.
Dann ist dir die Familiengeschichte nicht bekannt.

Wann und zu welchem Zeitpunkt hätte sie ihren Mann einfach so verlassen können?

Deinen Ausführungen kann ich nicht folgen.


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10.10.2017 um 15:33
Katinka1971 schrieb:Wenn sie so sehr auf KP fixiert gewesen wäre, wie hier unterstellt wird, hätte sie ihren Mann und die Kinder schon längst verlassen. Dann wäre kein Ultimatum nötig gewesen und kein rauszögern der Entscheidung.
Das sehe ich auch so.
War nicht sogar Seitens KP geäußert worden, zum Bruch hätte geführt, dass sie zögerte, die Scheidung einzureichen?
Will man seinen Geliebten halten, wäre es denn nicht logischer, sich erst mal seinem Wunsch entsprechend scheiden zu lassen und zu schaun, wie sich das weiterentwickelt, als die Kinder zu töten und damit immer noch nicht für ihn frei zu sein?
Sunrise76 schrieb:Dann ist dir die Familiengeschichte nicht bekannt.
Wann und zu welchem Zeitpunkt hätte sie ihren Mann einfach so verlassen können?
Welcher Aspekt der Familiengeschichte hätte denn den Gang zum Anwalt und den Auszug verhindern können? Das war doch zu jedem auch irgendwie gearteten Zeitpunkt möglich.


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 15:50
emz schrieb:War nicht sogar Seitens KP geäußert worden, zum Bruch hätte geführt, dass sie zögerte, die Scheidung einzureichen?
Will man seinen Geliebten halten, wäre es denn nicht logischer, sich erst mal seinem Wunsch entsprechend scheiden zu lassen und zu schaun, wie sich das weiterentwickelt, als die Kinder zu töten und damit immer noch nicht für ihn frei zu sein?
emz schrieb:Welcher Aspekt der Familiengeschichte hätte denn den Gang zum Anwalt und den Auszug verhindern können? Das war doch zu jedem auch irgendwie gearteten Zeitpunkt möglich
Die Unsicherheit der M.W. in Bezug auf ihren Geliebten, eine gewisse Uneinigkeit, hat sie bewogen, eine gemeinsame Zukunft nicht auf die Schnelle zu fordern und die entscheidenden Schritte einzuleiten. Zumal er auch mit einer anderen Frau Kontakt hatte.

Wenn sich zwei Liebende einig sind, dann meistern sie alle Hürden.

K.P. stand ebenso unter Druck und hatte sicher keine Lust, unter Tatverdacht, oder Mittäterschaft zu stehen. Ich denke, er hat sich anwaltlich beraten lassen.

K.P. wollte frei sein und weiterhin sein Leben genießen, er hatte bereits eine Frau und Kinder, was spricht dagegen?

Wäre M.W. seine große Liebe gewesen, hätte er zu ihr gehalten.


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10.10.2017 um 16:12
Dann hätte er einfach Schluss machen können.


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10.10.2017 um 16:19
Sunrise76 schrieb:K.P. stand ebenso unter Druck und hatte sicher keine Lust, unter Tatverdacht, oder Mittäterschaft zu stehen. Ich denke, er hat sich anwaltlich beraten lassen.
Wäre das seine Sorge gewesen, er hätte einfach nur in den USA bleiben können und nicht zum Prozess in Deutschland erscheinen müssen.
Sunrise76 schrieb:Wäre M.W. seine große Liebe gewesen, hätte er zu ihr gehalten.
Sowas läuft aber auch nur in den Pilcher-Romanen


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