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Der Mordfall Weimar

2.267 Beiträge, Schlüsselwörter: Doppelmord, Weimar, Kailing

Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 16:26
emz schrieb:Wäre das seine Sorge gewesen, er hätte einfach nur in den USA bleiben können und nicht zum Prozess in Deutschland erscheinen müssen.
Der Geliebte hatte, aus meiner Sicht, gute Gründe, auszusagen. er wollte die Angelegenheit vom Tisch haben und zwar ohne große Komplikationen und Nachwehen.
emz schrieb:Sunrise76 schrieb:
Wäre M.W. seine große Liebe gewesen, hätte er zu ihr gehalten.

emz antwortet:

Sowas läuft aber auch nur in den Pilcher-Romanen
Nicht unbedingt, mir sind reale Beziehungen bekannt, wo das sehr gut funktioniert hat, jedoch ohne Ermordung von Kindern im Hintergrund.

K.P. hat sich für die USA und seine vorhandene Familie entschieden.


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 17:02
Sunrise76 schrieb:Der Geliebte hatte, aus meiner Sicht, gute Gründe, auszusagen. er wollte die Angelegenheit vom Tisch haben und zwar ohne große Komplikationen und Nachwehen.
Vielleicht magst du etwas deutlicher werden, was die aus deiner Sicht guten Gründe anbelangt. Denke mal, die kann nicht nur ich mir nicht vorstellen.
Sunrise76 schrieb:K.P. hat sich für die USA und seine vorhandene Familie entschieden.
Seine Entscheidung bezog sich nicht darauf, ob er in die USA will, das wird den Soldaten vorgegeben, es ging darum, den Termin hinauszuschieben.
Dass er wieder mit seiner Ehefrau zusammen ging, gibt es dafür eine Quelle?


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 17:17
emz schrieb:Vielleicht magst du etwas deutlicher werden, was die aus deiner Sicht guten Gründe anbelangt. Denke mal, die kann nicht nur ich mir nicht vorstellen.
K.P. war mit M.W. intensiv verbandelt, diese Beziehung endete mit der Ermordung der Töchter seiner Geliebten.

Er hat ausgesagt, was soll ergo deine Nachfrage bewirken?
emz schrieb:Seine Entscheidung bezog sich nicht darauf, ob er in die USA will, das wird den Soldaten vorgegeben, es ging darum, den Termin hinauszuschieben.
Dass er wieder mit seiner Ehefrau zusammen ging, gibt es dafür eine Quelle?
Mir ist völlig klar, dass den Soldaten etwas vorgegeben wird, aus welchem Grund sollte ich das anführen? Das ist doch allen bekannt.

Ich hatte in den Medien ehemals einen Bericht gelesen, dass er mit seiner Familie, in den USA, im Reinen war, zu einem späteren Zeitpunkt im Rollstuhl saß (gesundheitliche Probleme).

Doch was soll das alles, aus meiner Sicht ist M.W. schuldig und hat versucht, ihrem Ehemann, dem Vater ihrer Töchter, etwas anzuhängen, was er nicht getan hat.

Kevin Pratt hat sich nicht bemüht, mit M.W. eine Zukunft aufzubauen. Er wird seine Gründe gehabt haben.


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10.10.2017 um 17:54
Sunrise76 schrieb:Er hat ausgesagt, was soll ergo deine Nachfrage bewirken?
Welche guten Gründe es aus deiner Sicht gab.
Sunrise76 schrieb:Der Geliebte hatte, aus meiner Sicht, gute Gründe, auszusagen. er wollte die Angelegenheit vom Tisch haben und zwar ohne große Komplikationen und Nachwehen.
Aber hast schon Recht, man muss nicht alles verstehen :D


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10.10.2017 um 18:04
emz schrieb:Sunrise76 schrieb:
Der Geliebte hatte, aus meiner Sicht, gute Gründe, auszusagen. er wollte die Angelegenheit vom Tisch haben und zwar ohne große Komplikationen und Nachwehen.

@emz antwortet.
Aber hast schon Recht, man muss nicht alles verstehen :D
Für mich zählt allein diese Erkenntnis, welche absolut nachvollziehbar ist, aus Sicht des Geliebten.
Sunrise76 schrieb:Kevin Pratt hat sich nicht bemüht, mit M.W. eine Zukunft aufzubauen. Er wird seine Gründe gehabt haben.
Der Mann hatte Familie in den USA und wollte in Deutschland Spaß haben, nicht mehr und nicht weniger.


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Gymli
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10.10.2017 um 18:17
Sunrise76 schrieb:Der Mann hatte Familie in den USA und wollte in Deutschland Spaß haben, nicht mehr und nicht weniger
Das war auch stets mein Gedanke. Diese betonte Kinderfreundlichkeit habe ich nie geglaubt. Wer weiß, wem er noch alles die ewige Liebe geschworen hat...
In Deutschland und USA.
Dafür, dass Kevin P. wieder mit seiner Frau zusammen ist, gibt es keine seriöse Quelle.


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10.10.2017 um 18:24
Gymli schrieb:Das war auch stets mein Gedanke. Diese betonte Kinderfreundlichkeit habe ich nie geglaubt. Wer weiß, wem er noch alles die ewige Liebe geschworen hat...
In Deutschland und USA.
Dafür, dass Kevin P. wieder mit seiner Frau zusammen ist, gibt es keine seriöse Quelle.
Doch die Quelle gab es, ich kann sie, trotz aller Versuche, nicht mehr aufrufen.

Dennoch hat sich Kevin P. sehr gut aus der Affäre gezogen, er hatte augenscheinlich keine Option, der Affäre nachzuhängen und sie wieder aufleben zu lassen.

M.W. hat dieses auch verkraftet und konnte in ein neues Leben starten.


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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 18:34
@Kältezeit

Auch ein Indizienprozess ist ein Prozess. Kriminalistisch konnte er aufgrund des fehlenden Geständnisses von MW nicht in vollem Umfang abgeschlossen werden (z. B. welches Kind zuerst getötet wurde, ob im Auto oder ausserhalb des PKW...). Juristisch jedoch ist der Fall
mit richtigem Urteil abgeschlossen.

Das Buch von Heide Platen - es stiftet mehr Verwirrung als dass es zur Aufklärung beiträgt, denn es hält sich nicht an die vielen überwiegend eindeutigen Indizien, sondern an Dingen, die - wie auch von der Verteidigung angestrebt - die Nachtversion glaubhaft machen sollen. Man muss beachten, dass sich gerade in Platens Buch viel um Zeitangaben der Zeugen dreht, welche z. T. erst mehrere Wochen nach der Tat gemacht wurden. Welche Person ist denn in der Lage, genau zu sagen, ob ein Nachbarskind oder ein Elternteil vor 4 Wochen nun um 10.50 Uhr oder um 11.20 Uhr auf der Straße vorbeispazierte? Kein Mensch kann das. Und die Nachtversion wurde eben erst am 30.08. publik, daher sind diese Aussagen alles andere als 100%-ig. Man kann diesen Leuten auch keinen Vorwurf machen, man darf sie im Gegenzug aber auch nicht unbedingt als richtig einstufen. Einzig und allein glaubwürdig sind die Zeugenaussagen gegenüber der Polizei am 04. und 05. August. Da war noch alles frisch im Gedächtnis, und mit dem Vortag konnte man dies nicht verwechseln, da die Kinder am Sonntag definitiv nicht auf dem Spielplatz waren, sondern nach dem Frühstück sofort mit MW zum Krankenhaus (Besuch Oma) und dann zum Badesee fuhren. Selbst die Nachbarin Frau Elisabeth N., deren Verhältnis zu MW sich freundschaftlich wohl doch in Grenzen hielt, wollte am Tag des Verschwindens der Kinder der Mutter doch nur helfen. Die Kinder waren 'plötzlich weg', eine Entführung stand im Raum, da versuchte jeder zu helfen. Nur die eigene Mutter nicht. Die wusste ja, was passiert war.

Es geht um die Zeit von 11.30 Uhr bis 12.15 Uhr am 04.08.1986, die MW mit allen möglichen Mitteln versuchte zu füllen. 4 verschiedene Angaben zur defekten Windschutzscheibe, Gespräch mit einem Sparkassenmitarbeiter, der an diesem Tag gar nicht anwesend war, die Nennung eines Supermarktes, wo sie gar nicht einkaufen war, falsche Zeitangaben usw.... Warum sollte MW dies denn alles erzählen, wenn ihr Mann der Mörder war? Der Mann, den sie nicht mehr ertragen konnte, vor dem sie sich mittlerweile ekelte, der sie nicht mehr berühren durfte, der sie auch schon mal geschlagen hat... ?

Im neuen Buch von Petra Pichos habe ich erfahren, dass es ausser den 2 bekannten 'anonymen' Briefen später sogar 2 weitere gab. Letzterer wurde mit der Schreibmaschine von MW Schwester Brigitte geschrieben. Nachdem ihr die Ermittler vorgehalten hatten, dass es mit der Nachtversion alleine zeitmäßig gar nicht stimmen kann, enthielt der daraufhin geschriebene Brief von 'einem Unbekannten' plötzlich den Hinweis, dass RW Hilfe beim Anziehen der Kinderleichen bekam, und diese Person sich im Wohnzimmer versteckte, als MW nachts um 3.15 Uhr nach Hause kam...meine Güte! Für einen Psycho-Thriller wäre so ein Drehbuch vermutlich nicht einmal schlecht, aber es handelte sich eben nicht um wahre Begebenheiten, sondern um eine frei erfundene Kriminal-Story, die auch hier von MW je nach Polizeiermittlung wieder angepasst und ergänzt wurde. In der Tat, RW war sogesehen tatsächlich das dritte Opfer in dem ganzen Drama.

Der Fall Weimar ist beendet - der Mythos dieses Falles jedoch lebt weiter.


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Gymli
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Der Mordfall Weimar

10.10.2017 um 19:00
juergen61 schrieb:Im neuen Buch von Petra Pichos habe ich erfahren, dass es ausser den 2 bekannten 'anonymen' Briefen später sogar 2 weitere gab. Letzterer wurde mit der Schreibmaschine von MW Schwester Brigitte geschrieben.
Die Dame heißt Cichos ;) , aber ja. Das ist auch der Oberhammer.
Da ist die Dame noch so dreist und nutzt den selben Umschlag noch einmal für einen anonymen Brief. Den erkennt sogar der Schwager und der Postbote sagt, dass er diesen Brief niemals zugestellt hat (Einschnitte in einem bestimmten Bereich) weil er aufgrund der Geschehnisse auf die Post der Familie W. besonders achten würde. Nachvollziehbar.


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Der Mordfall Weimar

11.10.2017 um 11:50
juergen61 schrieb:Ich denke schon, dass der Entschluss erst am Morgen des 04.08.86 gefasst wurde. Vielleicht kam da für sie plötzlich alles zusammen: am nächsten Tag wäre Einschulung von Melanie gewesen, h. h, das Kind benötigt von da ab mehr Zeit von der Mutter (Hausaufgaben machen etc..), dazu die Mutter von MW im Krankenbaus, den Ehemann versorgen usw.... Wo sollte da noch Platz für Kevin Pratt sein? In den Ferien und während ihres Urlaubs sah das ja alles ganz anders aus. Wenn sie ihn nicht an eine andere verlieren wollte, dann musste sie 'frei' sein von allem, sprich von der ganzen Familie. Vielleicht ist ihr genau das an jenem Morgen bewusst geworden? Für Kevin Pratt stellten die Kinder (oberflächlich betrachtet) kein Hindernis dar, wohl aber für MW.
Ich war immer dran , der Einschulungstermin wäre am 07.08. gewesen, finde es jetzt gerade nicht im Buch, werde es nachzitieren, weil oben im Text nun der 05.08. angenommen wurde ....
Ist auch jetzt gerade nicht so wichtig, denn es stellt sich für mich die Frage , weshalb war es s MW so wichtig , vor der Trennung die Einschulung von Melanie abzuwarten ?

Es waren 2 Dinge vorbereitet , z.B. war ein eigenes Auto für sie bestellt bzw. war im Gespräch nach Bad Hersfeld zu ziehen.  

Dann hätte sie Melanie dort doch auch schon mal bei der Schule angemeldet und nicht am alten Wohnsitz , wenn ein Umzug nach dorthin geplant war?

Mit einem eigenen Auto hätte sie die ersten Wochen auch überbrücken können . Der erste Schritt für einen Umzug wäre gemacht gewesen.

Mit dem Tod der Kinder aber hätte er ihr auch diesen Schritt zu nichte gemacht, weil er absolut gegen eine Trennung war, hatte ja auch sonst jegliche vorläufige räumliche Trennung abgelehnt.


 
 
emz schrieb am 04.10.2017:Wenn du mich zitierst ,wäre es schön, dies auch in der hier üblichen Weise kenntlich zu machen, und zwar bei allen Texten.
Meine Texte irgendwo unter deine zu mischen, bitte ich dich, künftig zu unterlassen.
Dieser Satz hat unten dran gehangen , hatte da nicht so drauf geachtet , sorry , dass dies so aufgenommen wurde .

@Gatersrecont

Ja, leider habe ich ich den Eindruck , dass sein Alkoholproblem nicht im richtigen Licht gesehen wurde . Wenn er die Möglichkeit hatte , am Arbeitsplatz und anderen Stellen dies zu sich zu nehmen, dann ist man als Frau einfach nicht auf dem Laufenden ....


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Der Mordfall Weimar

11.10.2017 um 13:07
@bellady
Melanie wäre am Donnerstag den 7.8. Eingeschult worden.


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Der Mordfall Weimar

11.10.2017 um 13:28
Ich finde das auch einen sehr interessanten Fall und lese hier öfters mal mit, seit ich zufällig den alten XY-Beitrag gesehen hatte. Beim Schauen des Beitrags, als ich noch keine weiteren Infos hatte, fand ich, dass es so dargestellt wurde, dass entweder der Vater oder die Mutter die Kinder umgebracht hätte. Es sprach mehr für die Mutter, daher wurde sie verurteilt, aber es bleiben Zweifel, klar war nur, dass es der eine oder der andere war.

Jetzt, wo ich ein bisschen mehr gelesen hatte, sieht es ja schon eher so aus, dass es wohl die Mutter war, sonst wäre sie ja nicht verurteilt worden. Ich finde es aber, wie bei ähnlichen gelagerten Fällen, zum Verzweifeln, dass die Täter nicht gestehen, wenn sie schon verurteilt sind. Ich meine, noch während der Ermittlung und der Verhandlung ist ein Leugnen ja noch irgendwo nachzuvollziehen, da man ja eventuell die Hoffnung hat, noch freigesprochen zu werden. Aber nach der Verurteilung, oder nach Revision oder sonst wann, wenn eben klar ist, dass man die Haftstrafe ohnehin absitzen muss, warum gestehen manche dann nicht? Ist mir unbegreiflich, dass man dann nicht sein Gewissen erleichtern will. Man hat vom Leugnen und Schweigen ja keinen Vorteil mehr zu erwarten. Ein Grund, der natürlich immer im Raum steht, könnte sein, dass man tatsächlich unschuldig ist. Aber ich würde aber sagen, dass bei der Mehrheit der Fälle schon der richtige verurteilt wurde. Was könnten sonst Gründe sein? Hat man sich so in die Lügen reingesteigert, dass man es selbst glaubt, dass man es nicht wahr? Ist es, dass man vielleicht doch noch von jemandem für unschuldig gehalten wird, zB Verwandte oder Freunde, die einem wichtig sind, und man vor denen nicht das Gesicht verlieren will? Vielleicht tut es ja so gut, dass noch jemand an einen glaubt, also an die Unschuld, dass man das aufrecht erhalten will.... keine Ahnung, was meint ihr?

Was mich auch sehr beschäftigt, ist das Motiv von Monika, ihre Kinder zu töten (mal davon ausgehend, dass sie es tatsächlich war). Klar, es scheint um ihren Freund zu gehen. Aber wie genau hat sie sich das vorgestellt, frage ich mich? Dachte sie, die Leichen werden nicht gefunden, sie hat ein paar Wochen oder Monate "Tamtam" wegen der Vermisstenmeldung, dann wars das, und sie kann in Ruhe mit ihrem Freund zusammen sein? Das kann ich mir kaum vorstellen, denn dafür waren die Leichen zu schlecht versteckt, es war damit zu rechnen, dass sie früher oder später gefunden werden.

Oder war ihr Plan, dass es nach einer Entführung und Ermordung durch einen Fremden aussieht. Nach dem Täter wird gefahndet, wird aber nicht gefunden, Kinder werden beerdigt, man trauert ein wenig, das wars, dann kann sie mit ihrem Freund zusammen sein. Ich denke das ist es, was sie sich vorgestellt hat. Ich denke nicht, dass sie von Anfang an vorhatte, es ihrem Ehemann in die Schuhe zu schieben, das kam dann erst im Laufe der Ermittlungen auf. Aber wenn man so einen Plan hegt, muss man doch auf die Idee kommen, dass es raus kommt? Dann wäre ihr Leben mit ihrem Freund gar nicht mehr möglich, weil sie für Jahre ins Gefängnis muss. Der Plan geht nur auf, wenn tatsächlich nie rauskommt, dass sie es war. Wenn sie aber so unbedingt ohne Kinder mit ihrem Freund zusammen sein wollte, ist es doch sicherer, die Kinder beim Ehemann zu lassen und sich aus dem Staub zu machen. Das ist nicht schön, aber der sicherere Weg. Und eigentlich dürfte ja auch klar sein, dass die Wahrscheinlichkeit, dass rauskommt dass sie es war, viel höher ist, wenn die Leichen gefunden werden, als wenn sie verschollen bleiben. Oder war das zu der damaligen Zeit nicht jedem klar?

Alles in allem denke ich also, dass ihr Plan entweder ein bisschen doof und leichtgläubig war, sonst hätte sie die Leichen besser versteckt. Wenn alles "von langer Hand geplant war", hätte sie ja sogar ein Versteck vorbereiten können. Da das aber nicht der Fall war und weil auch sonst vieles nicht zusammengepasst hat (zB ihre Alibis), denke ich eher, dass es vielleicht doch eine ungeplante Tat war, vielleicht im Affekt und Frust. Und das Nachtatverhalten halt dazu da war, zu retten was zu retten ist. Oder sie ist absolut nicht auf die Idee gekommen, dass der Verdacht auf sie fallen könnte, und hat sich deshalb mit den Details nicht allzu große Mühe gegeben.

Entschuldigt den doch recht langen Beitrag, ich wollte einfach mal meine Gedanken loswerden. Noch eine Frage: Ist denn Bekannt, wie und wo Monika Weimar lebt oder sonst was, was auch ihr geworden ist?


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Der Mordfall Weimar

11.10.2017 um 13:33
FräuleinTong schrieb:Man hat vom Leugnen und Schweigen ja keinen Vorteil mehr zu erwarten.
In Bezug auf die Haft nicht.
Aber man kann so in der Rolle des Justizopfers bleiben und damit entweder versuchen, Geld zu verdienen mit Büchern und Interviews oder zumindest für die Leute, die an die Unschuld glauben, als Opfer und moralisch korrekt zu gelten.


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11.10.2017 um 13:39
bellady schrieb:Es waren 2 Dinge vorbereitet , z.B. war ein eigenes Auto für sie bestellt bzw. war im Gespräch nach Bad Hersfeld zu ziehen.

Dann hätte sie Melanie dort doch auch schon mal bei der Schule angemeldet und nicht am alten Wohnsitz , wenn ein Umzug nach dorthin geplant war?

Mit einem eigenen Auto hätte sie die ersten Wochen auch überbrücken können . Der erste Schritt für einen Umzug wäre gemacht gewesen.
Welche der Bad Hersfelder Grundschulen hätte es denn sein sollen?
Natürlich kann man sein Kind nicht aufgrund irgendwelcher unausgegorenen Pläne an einem anderen Ort einschulen.
Wikipedia: Schulsprengel
In Hessen besteht nach §60(4) des Hessischen Schulgesetzes (HschG) die Sprengelpflicht für den Besuch der Grundschule


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11.10.2017 um 14:34
Mw hat einige Nachtschichten im Monat absolviert. Dann hat immer ihre Mutter auf die Mädchen aufgepasst. Ebenso wenn MW Abends unterwegs war im "MP".
Am besagten Wochenende fiel ihre Mutter dafür aus, da sie im Krankenhaus lag.
Daher musste sie die Mädchen bei RW lassen.
Wohin hätte sie die Mädchen denn in Bad Hersfeld geben können....?

Ich bin mir heute sehr sicher, dass das Telefonat am Morgen des 4.8. Gegen 7 (?) Uhr
zwischen MW und KP der ultimative Auslöser für den Mord war. Es war irgendetwas
in genau diesem Gepräch.
Angeblich wollte KP sich nur erkundigen, ob MW gut zuhause angekommen ist.
Überlegt euch doch mal die Uhrzeit . Warum hat er dann nicht direkt gegen 3:30 Uhr
oder gegen 10:00 uhr angerufen? Warum ruft er zu einer Zeit an, in der MW normalerweise
geschlafen hat?


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Gymli
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Der Mordfall Weimar

11.10.2017 um 15:09
Gatersrecont schrieb:Warum ruft er zu einer Zeit an, in der MW normalerweise
Vielleicht, weil er um 7:15 Uhr Dienstantritt hatte? ;)


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Der Mordfall Weimar

11.10.2017 um 15:26
emz schrieb:Welche der Bad Hersfelder Grundschulen hätte es denn sein sollen?
Natürlich kann man sein Kind nicht aufgrund irgendwelcher unausgegorenen Pläne an einem anderen Ort einschulen.
Wikipedia: Schulsprengel
In Hessen besteht nach §60(4) des Hessischen Schulgesetzes (HschG) die Sprengelpflicht für den Besuch der Grundschule
Aber in  Ausnahmesituationen kann ich mir das vorstellen , hätte sie es können , wenn sie ihre Gründe vorgetragen hätte.
Gatersrecont schrieb:Ich bin mir heute sehr sicher, dass das Telefonat am Morgen des 4.8. Gegen 7 (?) Uhr
zwischen MW und KP der ultimative Auslöser für den Mord war. Es war irgendetwas
in genau diesem Gepräch.
MW musste auch um diese Uhrzeit schon Normalität vortäuschen , denn sie war immer früh auf ,als die Kinder noch da waren. Ich bin mir ganz sicher ,dass RW aufpasste, mit wem sie ab diesem Morgen sprach am Telefon oder vor der Tür, konnte KP doch noch gar nichts sagen , was sie angetroffen hat zu Hause in der Nacht.

  
Hätte sie es danach gemacht , glaubst du anders herum , er hätte den ganzen Morgen seelenruhig auf der Couch gelegen ?

Dann wäre es doch seine Aufgabe gewesen , das ganze Haus, den Notarzt zu informieren ?
Gatersrecont schrieb:@bellady
Melanie wäre am Donnerstag den 7.8. Eingeschult worden.
Also doch am 07.08......und gerade an diesem Tag wäre mir als trauernder Vater ganz bestimmt nicht danach gewesen , das Auto und auch noch innen zu säubern . Deshalb hatte ich nochmal nach dem Einschulungstag  gefragt ....
Gatersrecont schrieb:Am Donnerstag Morgen nach der Tat (sprich am Auffindetag) holte Ursula ihre Mutter aus dem Krankenhaus ab.
Da sahen sie, dass RW das Auto von innen putzte. Sie wunderten sich noch darüber, da MW sonst Grundsätzlich
das Auto sauber gemacht hätte. RW bestritt vor Gericht das Auto sauber gemacht zu haben.


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11.10.2017 um 15:42
bellady schrieb:Aber in Ausnahmesituationen kann ich mir das vorstellen , hätte sie es können , wenn sie ihre Gründe vorgetragen hätte.
Auch wenn du dir das vorstellen kannst, ist es weit ab von jeder Logik.
Wenn ich noch keine neue Wohnung habe, also nicht weiß, in welchen Teil von Bad Hersfeld ich ziehen werde, weiß ich folglich auch nicht, welche Grundschule bzw. welcher Schulsprengel zuständig sein könnte.


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11.10.2017 um 15:44
@Gymli
Nein, er hatte zu dieser Zeit kein Dienstfrei.
Und selbst wenn, warum schmeißt er MW aus dem Bett?
Sie hatte Urlaub, war erst nach 3 Uhr zuhause, und die Kinder
hatten Ferien.


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11.10.2017 um 16:00
FräuleinTong schrieb: Ich finde es aber, wie bei ähnlichen gelagerten Fällen, zum Verzweifeln, dass die Täter nicht gestehen, wenn sie schon verurteilt sind. Ich meine, noch während der Ermittlung und der Verhandlung ist ein Leugnen ja noch irgendwo nachzuvollziehen, da man ja eventuell die Hoffnung hat, noch freigesprochen zu werden. Aber nach der Verurteilung, oder nach Revision oder sonst wann, wenn eben klar ist, dass man die Haftstrafe ohnehin absitzen muss, warum gestehen manche dann nicht? Ist mir unbegreiflich, dass man dann nicht sein Gewissen erleichtern will. Man hat vom Leugnen und Schweigen ja keinen Vorteil mehr zu erwarten. Ein Grund, der natürlich immer im Raum steht, könnte sein, dass man tatsächlich unschuldig ist. Aber ich würde aber sagen, dass bei der Mehrheit der Fälle schon der richtige verurteilt wurde. Was könnten sonst Gründe sein? Hat man sich so in die Lügen reingesteigert, dass man es selbst glaubt, dass man es nicht wahr? Ist es, dass man vielleicht doch noch von jemandem für unschuldig gehalten wird, zB Verwandte oder Freunde, die einem wichtig sind, und man vor denen nicht das Gesicht verlieren will? Vielleicht tut es ja so gut, dass noch jemand an einen glaubt, also an die Unschuld, dass man das aufrecht erhalten will.... keine Ahnung, was meint ihr?
Weil der Täter weiss, dass er (sie) nach der Freilassung aus der Haft einen schwereren Stand haben wird, wenn er gesteht, dass er zwei Kinder getötet hat?
So bleibt die Hoffnung wenigstens Einzelne von der Unschuld zu überzeugen.

Weil man nicht mit der Tatsache leben will, seine Kinder getötet zu haben?
Weil einem die Tat wie eine Befreiung von allen Fesseln vorkam.
Und in Wirklichkeit kann man sich nicht mehr im Spiegel anschauen.

Darum wird die Tat so weit es geht verdrängt. Vielleicht auch in Hinblick auf die Zeit nach der Haftstrafe.


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