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Mordfall Charlotte Böhringer

30.178 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Mord, München, 2006 ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

08.04.2026 um 09:17
Zitat von SmooverSmoover schrieb:Sollte man meinen. Mir ist tatsächlich auch kein einziger Fall bekannt, in dem die Indizienlage noch erdrückender ist.
Darsow.


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Mordfall Charlotte Böhringer

08.04.2026 um 10:10
Als ich zum ersten Mal von dem Fall las, fand ich die Indizien recht schlüssig, hatte aber immer noch einen Funken Restzweifel, ob es nicht doch jemand anderes gewesen sein könnte. Das Genickbruch-Indiz waren für mich persönlich die Zeitungen, dafür gibt es einfach keine legitime Erklärung. Deshalb wundert mich auch, dass der Thread hier so viele Seiten umfasst - eindeutiger geht eigentlich nicht


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08.04.2026 um 10:36
@Biochemiker
@Smoover
@RitterTrenk

Da sich in diesem Fall hier gerade nichts Neues tut, gestatte man mir ausnahmsweise diesen Ausflug ins OT.

Ich hätte da noch ein Urteil, das mich bei der Schilderung des Ablaufs beeindruckt hat, wie kein anderes. Es ist der Fall Schemmer, Koblenz-Horchheim. Da wird minutiös der Beweis erbracht, warum der Motorradfahrer sowohl glaubwürdig ist, als auch glaubhaft die Begegnung mit der Verurteilten schildert. Man sieht die Szene auf der Autobahn förmlich vor sich ablaufen. Da gerate ich wirklich ins Schwärmen.
https://openjur.de/u/841958.html Nummer 206 - 255

Im Fall Böhringer hingegen wirkt das Urteil auf mich ein bisserl wie Kraut und Rüben durcheinander. Liegt aber daran, wie ein Thema ins andere übergreift und damit an verschiedenen Stellen erneut aufgegriffen wird.

Dabei fällt mir ein, ich wollte mir noch sein Argument, er hätte kaum ungesehen bis vor die Wohnungstür gelangen können, vorknöpfen. So ganz habe ich das mit seiner Chip-Karte fürs Dauerparker-Deck nicht verstanden. Da muss ich mir mal im Urteil die verschiedenen Passagen zusammensuchen und den Weg rekonstruieren. Schaun wir mal, ob das nochmal aufgegriffen wird.


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Mordfall Charlotte Böhringer

08.04.2026 um 10:59
Zitat von emzemz schrieb:Ich hätte da noch ein Urteil, das mich bei der Schilderung des Ablaufs beeindruckt hat, wie kein anderes. Es ist der Fall Schemmer, Koblenz-Horchheim. Da wird minutiös der Beweis erbracht, warum der Motorradfahrer sowohl glaubwürdig ist, als auch glaubhaft die Begegnung mit der Verurteilten schildert. Man sieht die Szene auf der Autobahn förmlich vor sich ablaufen. Da gerate ich wirklich ins Schwärmen.
https://openjur.de/u/841958.html Nummer 206 - 255
Kenne ich! Eine wirkliche Perle. Gibt einem vielleicht auch insgesamt zu denken, dass man sich manchmal mit allzu klaren Einschätzungen von bestimmten Fakten des Falls, die aber eigentlich nur auf sehr oberflächlichen öffentlichen Infos beruhen, zurückhalten sollte, wenn man sieht, wie tief und profunde die EB/Tatrichter hier (bei einer Mordanklage natürlich auch völlig zu recht) in die Sachverhaltsermittlung und -bewertung einsteigen. Und davon ab wirklich auch einmaliges Pech von Frau Schlemmer, ausgerechnet auf diesen exzellenten Zeugen getroffen zu sein.


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08.04.2026 um 11:09
@emz
Die Fälle haben nichts gemein. Auch gibt es niemanden, der Benedikt T. am Tatort, in der Nähe oder auf dem Weg gesehen hat. Wäre super, wenn wir beim Thema bleiben könnten. Dankeschön.


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08.04.2026 um 11:19
Zitat von bornheimbornheim schrieb:Deshalb wundert mich auch, dass der Thread hier so viele Seiten umfasst - eindeutiger geht eigentlich nicht
Zumal die beschuldigte Seite es bis heute ja noch nicht zustande gebracht hat eine alternative Theorie für die Tat vorzubringen

Die Argumentation bezieht sich beinahe ausschließlich auf "BT war es nicht"
Ja wer war es denn dann? Und warum? Und wie?


All diese Fragen werden geflissentlich ignoriert weil es schlicht und einfach keine alternative Theorie geben kann.


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Mordfall Charlotte Böhringer

08.04.2026 um 11:49
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:und auch der Ermittler damals, ein ganz berühmter bayrischer Ermittler, der mittlerweile im Ruhestand ist(Name entfallen), war sich noch nie so sicher, dass vor ihm der Täter sitzt.
Du meinst vermutlich Josef Wilfling.

Der ist allerdings nicht im Ruhestand, sondern mittlerweile verstorben.


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08.04.2026 um 12:07
Zitat von SteamedHamsSteamedHams schrieb:Zumal die beschuldigte Seite es bis heute ja noch nicht zustande gebracht hat eine alternative Theorie für die Tat vorzubringen
Nun, da muss ich die Verteidigung ein wenig in Schutz nehmen. Es ist nicht deren Aufgabe, einen Alternativ-Täter zu präsentieren.
Und eigentlich rudert Witting ja auch längst zurück, indem er sagt: So hätte er nicht verurteilt werden dürfen.

Aber so lange der nunmehr dritte Wiederaufnahmeantrag nicht abgeschmettert ist und die Verteidigung glaubhaft erklärt, keinen vierten nachschieben zu wollen, so lange wird uns dieser Fall weiter beschäftigen.


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08.04.2026 um 12:13
Zitat von emzemz schrieb:Dabei fällt mir ein, ich wollte mir noch sein Argument, er hätte kaum ungesehen bis vor die Wohnungstür gelangen können, vorknöpfen. So ganz habe ich das mit seiner Chip-Karte fürs Dauerparker-Deck nicht verstanden. Da muss ich mir mal im Urteil die verschiedenen Passagen zusammensuchen und den Weg rekonstruieren. Schaun wir mal, ob das nochmal aufgegriffen wird
Hier die sehr nachvollziehbare Begründung aus dem Urteil:

Ohne dass es seiner Verlobten auffiel, konnte der Angeklagte die gemeinsame Wohnung ab etwa 06.30 Uhr verlassen und zur Parkgarage fahren. Unter Berücksichtigung seiner Fahrzeit von ca. 13 Minuten mit dem Fahrrad (vgl. oben Teil E. 9. d. ii 1. B) von der Wohnung bis zur Garage hätte er diese noch vor Arbeitsbeginn der Zeugin P. um 07.00 Uhr erreichen können. Vor 07.00 Uhr und damit ohne die Gefahr von P. gesehen zu werden, hätte er das Parkhaus auch unproblematisch über die Dauerparkauffahrt betreten können, da er hierfür nach eigenen Angaben über einen Schlüsselchip verfügte.
(b.)
Dem seit Jahren in der Garage beschäftigten und damit ortkundigen Angeklagten wäre es auch unproblematisch möglich gewesen, die Garage später, also nach 07.00 Uhr und nach Arbeitsbeginn des Zeugen P. ungesehen zu betreten. Der Angeklagte führte in diesem Zusammenhang in seiner Vernehmung durch den Kriminaldauerdienst selbst aus, es sei ihm bekannt, dass die Notausgangstüre durch eingeklemmte Steine präpariert werden könne. Dann könne man das Parkhaus jederzeit betreten. Aufgrund der in Augenschein genommenen und vom Spurensicherungsbeamten KK F. glaubhaft erläuterten Lichtbilder der Parkgarage steht fest, dass vom Shop zur Notausgangstüre Baaderstrasse keine Sichtmöglichkeit besteht. Durch die derart manipulierte Notausgangstür würde demnach ein geeigneter Weg führen, um vom Personal unbemerkt ins Treppenhaus und zur Wohnungstür des Opfers zu gelangen.


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08.04.2026 um 13:37
Zitat von TotaleinfallTotaleinfall schrieb:ZDF und seriös sind die schon lange nicht mehr
Wenn ich die Doku (die ich vorrangig fürchterlich langweilig finde) mit dem anderen Mist vergleiche, der außerhalb der öffentlich-rechtlichen Medien (oder gar in den sog. Sozialen Medien) zum Fall verbreitet wird, ist das Niveau noch immer sehr seriös. Auch wenn die Doku recht einseitig ist.
Zitat von BiochemikerBiochemiker schrieb:Hatte ich auch schon gelesen, aber dass dies dann 1zu1 ohne Gegendarstellung übernommen wird...
Daran krankt die Doku. Es war aber niemand auf Seiten von Polizei oder Justiz bereit, zu dem Fall Stellung zu nehmen. Vermutlich auch, weil ein Wiederaufnahmeantrag ruht.

Außer der sanften Gisela Friedrichsen (Spiegel) gab es niemanden in der Doku, der "dagegen" gehalten hätte. Hätte es so jemanden gegeben, einen prominenten Verteidiger des Urteils, der angetreten wäre? Keine Ahnung.

Im Gegensatz zur Verteidigung, Bence T. und seinen Unterstützern haben vermutlich diejenigen, die das Urteil für richtig halten, schlicht keinen Bock mehr, immer wieder die selben falschen Behauptungen und Mythen zu widerlegen. Deshalb nicht unseriös, aber einseitig und verlorene Zeit, sich das anzusehen. Weil es nichts Neues gibt - außer dem verknautschten Gesicht von Bence T., seinem Leid als vermeintlich unschuldiger Mörder und seine alten Geschichten.


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Mordfall Charlotte Böhringer

08.04.2026 um 13:51
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Deshalb nicht unseriös, aber einseitig und verlorene Zeit, sich das anzusehen. Weil es nichts Neues gibt - außer dem verknautschten Gesicht von Bence T., seinem Leid als vermeintlich unschuldiger Mörder und seine alten Geschichten.
Das Problem ist, dass ich in völliger Unkenntnis des Falls, am Ende des Films das Gefühl hatte, der Typ ist unschuldig.
Das ärgert mich und wäre sicher nicht passiert, wenn die Indizienlage vollständig begründet dargestellt worden wäre.


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08.04.2026 um 14:16
@Biochemiker

Das verstehe ich schon.

Man sollte an solche Dokus immer kritisch herangehen. Hier war z.B. durch die Einseitigkeit der Darstellung (immer waren nur Bence T. oder seine Fürsprecher zu vernehmen) klar, dass hier nur seine Sicht (bzw. Befindlichkeit) Gegenstand ist. Die Stimme aus dem Off hielt sich dagegen zurück, ließ die Interviewpartner sprechen. Wenn so Bilder gewählt werden, bei denen T. joggt oder in den Isarauen mit Hund spazieren geht, uns als ganz normaler "Mensch" nahegebracht werden soll, dann ist schon klar: Hier soll nicht ausgeglichen über pro und contra eines Sachverhalts berichtet werden.

Solche Produktionen sollen emotionalisieren, Bildungsfernsehen bekommt keine Quote. Das nennt sich dann "meinungsstark".

Andere Stimmen ärgern sich über so eine Doku, weil den Lügen eines rechtskräftig verurteilten Mörders immer wieder großer Raum geboten wird. Auch das kann ich verstehen. Denn so kann sich manche Lügengeschichte zum Mythos verfestigen - und geht irgendwann in die große Wolke aus Halbinformation, vermeintlichem Behördenversagen, großem Unrecht, Skandalisierung und Verschwörungstheorien ein.

Ich hoffe, Bence T. gehört nicht zu den Fällen, bei denen die einseitige Sicht zum common sense geworden ist. Ich denke es auch nicht. Irgendwann wird über den Wiederaufnahmeantrag entschieden und dann gibt es wieder einen Dämpfer für ihn.


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Mordfall Charlotte Böhringer

08.04.2026 um 14:51
@Biochemiker

Mach dir nichts draus, das habe ich auch gedacht, als ich die ersten Videos der Freunde gesehen habe. Das war richtig beeindruckend, wie die zu ihm gehalten haben. Mein Mitleid galt vor allem seiner Verlobten, die war so was von verzweifelt. Heute sind diese Videos weg. Warum? Vielleicht weil siie das heute anders beurteilen? Die Freunde, die man in der jüngsten Doku sah, das sind, bis auf einen, nicht die von damals. BT spielt längst nicht mehr in der Liga wie damals. Er muss bei Mama wohnen, hockt im Kassenhäuschen, hat Schulden im unteren sechsstelligen Bereich und bekommt nicht pfändbaren Mindestlohn. Er ist zwar nicht mehr im Knast, aber in München ist so ein Leben auch nicht unbedingt erstrebenswert.

Die einen entlassenen Straftäter bleiben dabei, sie waren es nicht, kämpfen, und die anderen machen was draus, so wie z.B. ein Unterweger.


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Mordfall Charlotte Böhringer

10.04.2026 um 00:12
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Darsow.
Auch da sitzt der Richtige ein, aber ich find die Indizienlage bei BT nochmal deutlich erdrückender.
Zitat von bornheimbornheim schrieb:Deshalb wundert mich auch, dass der Thread hier so viele Seiten umfasst - eindeutiger geht eigentlich nicht
Ja, die Schuldfrage ist tatsächlich langweilig.
Zitat von OriginesOrigines schrieb:Außer der sanften Gisela Friedrichsen (Spiegel) gab es niemanden in der Doku, der "dagegen" gehalten hätte. Hätte es so jemanden gegeben, einen prominenten Verteidiger des Urteils, der angetreten wäre? Keine Ahnung.
Da kommt einfach kaum jemand für infrage. In Fachkreisen interessiert sich niemand für den Fall. Der ist weder umstritten noch ein dort diskutierter möglicher Justizirrtum, sondern ein stinknormaler Mordfall, der natürlich tragisch, aber aus juristischer Sicht unauffällig ist: Neffe erschlägt seine Tante und wird dafür in einem ordnungsgemäßen Prozess verurteilt. Das ist ja schon die ganze Geschichte. Deshalb kennen 99 % der Juristen diesen Fall auch nicht und können nichts dazu sagen.


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16.04.2026 um 13:03
Axel Petermann´s Ablauftheorie geht davon aus, dass der Angreifer bereits in der Wohnung war und es auf dem Weg von dort zur Wohnungstüre zu der tätlichen Auseinandersetzung kam.

In diesem Fall hätte der Täter das spätere Tatwerkzeug zunächst ungesehen in die Wohnung bringen müssen.
Es sei denn, es gab innerhalb der Wohnung ein (kleines) Werkzeugdepot. Das hätte aber wieder entsprechende Ortskenntnisse vorausgesetzt. 

Der einzigste bei dem das Mitführen eines geeigneten Werkzeugs nicht aufgefallen wäre, wäre der Heizungsmonteur gewesen, aber der hatte ja eigentlich kein Motiv. Obwohl es auch hier wohl Unstimmigkeiten bezüglich des zeitlichen Ablaufs gibt?


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16.04.2026 um 13:35
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Der einzigste bei dem das Mitführen eines geeigneten Werkzeugs nicht aufgefallen wäre, wäre der Heizungsmonteur gewesen, aber der hatte ja eigentlich kein Motiv. Obwohl es auch hier wohl Unstimmigkeiten bezüglich des zeitlichen Ablaufs gibt?
Bin mit der SuFu durchs Urteil, habe aber nichts Relevantes zu Heizung und Monteur gefunden.


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.04.2026 um 14:12
Zitat von emzemz schrieb:Bin mit der SuFu durchs Urteil, habe aber nichts Relevantes zu Heizung und Monteur gefunden.
"Fremdkörper in der Kopfwunde von Charlotte Böhringer
Einem weiteren Gutachten des BLKA war zu entnehmen, dass sich in einer Kopfwunde von Charlotte Böhringer Fremdkörper befanden. Hierbei handelte es sich um Rückstände eines schwarzen „Werkzeuglacks" sowie um mikroskopisch kleine in Kohlenstoff eingelagerte Eisenkügelchen, wie sie sich beim Schweißen, also dem Verbinden von Metallen, bilden. Das Vorhandensein dieser Fremdkörper in der Kopfwunde wurde im Urteil nicht thematisiert. Auch wenn das Tatwerkzeug nicht näher konkretisiert werden kann, so weist der Umstand daraufhin, dass es sich bei der verwendeten Tatwaffe um ein bereits benutztes Werkzeug handelte, das vor der Tat bei Schweißarbeiten eingesetzt worden war.
Im diesem Zusammenhang ist darauf hinzuweisen, dass zur Tatzeit die Heizung in der Parkgarage saniert, d.h., die alte Anlage gegen eine neue ersetzt wurde und bei den Instandsetzungen auch Schweißarbeiten durchgeführt wurden.

Vor diesem Hintergrund könnte ein Vorfall vom Nachmittag des 15.05.2006 von Bedeutung sein. Da hatte ein Heizungsmonteur auf Bitten von Charlotte Böhringer ihre Wohnung zur Regulierung der Wassertemperatur der Fußbodenheizung aufgesucht. Diese Überprüfung, so die Aussage des Mannes vor der Polizei, will er vor 14.30 Uhr beendet haben, um dann anschließend im Heizungsraum im Keller des Parkhauses einen defekten Boiler zu reparieren. Nach zirka anderthalb Stunden will er die Arbeit beendet haben, um noch einen weiteren Kunden aufzusuchen.
Überprüfungen der Aussage zeigten, dass die Einlassungen des Handwerkers falsch sind, da Charlotte Böhringer am 15.05.2006 in der Zeit von ca. 13:45 bis 15:00 Uhr gemeinsam mit der Zeugin M. S. im Lokal Lago di Garda zu Mittag aß und der entsprechende Anruf bei der Wartungsfirma erst in der Zeit von 15:24 bis 15:27 Uhr erfolgte.

Bei Wahrunterstellung des vom Monteur angegebenen Zeitraumes von etwa anderthalb Stunden in der Parkgarage bedeuten diese Feststellungen, dass der Handwerker sich vermutlich bis 17:45/18:00 am Tatort aufgehalten haben dürfte. Etwa um diese Zeit sind letzte telefonische Lebenszeichen von Charlotte Böhringer nachweisbar.
Die Überprüfung des Alibis des Heizungsmonteurs durch die Mordkommission unterblieb jedoch."

Quelle: https://web.archive.org/web/20230503134943/https://zweifelhaft.org/glaubhaft.php


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.04.2026 um 15:34
Und der Monteur war auch davon abhängig, dass seine Lebenslüge gegenüber CB nicht auffliegt, hatte die Zeitungen des Opfers in seiner Wohnung und blutige Geldscheine versteckt in seinem Portemonnaie und ist am Auffindetag sinnlos nach Augsburg und dann doch wieder zurück gefahren?


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.04.2026 um 16:12
Zitat von RitterTrenkRitterTrenk schrieb:Und der Monteur war auch davon abhängig, dass seine Lebenslüge gegenüber CB nicht auffliegt, hatte die Zeitungen des Opfers in seiner Wohnung und blutige Geldscheine versteckt in seinem Portemonnaie und ist am Auffindetag sinnlos nach Augsburg und dann doch wieder zurück gefahren?
Du hast noch was vergessen:

....und hat auch am nächsten Tag die Tüte mit den Zeitungen von der Wohnungstür entfernt. ;o)

Ironieschalter bitte erst mal aus!

Ein möglicher veränderter Tatablauf muss doch hinterfragt werden dürfen...
Natürlich ist es eher unwahrscheinlich das der Heizungsmonteur - auch wenn er vielleicht im Besitz eines passenden Tatwerkzeugs war - etwas damit zu tun hatte. Andererseits wird die Tante auch als sehr temperamentvoll beschrieben. Das könnte, wenn es den Falschen trifft, auch eine Kurzschlusshandlung nach sich ziehen. Ist zwar eher unwahrscheinlich aber auch nicht ganz auszuschließen.

Was die blutigen Geldscheine betrifft habe ich noch folgende Info gefunden:
Beitrag von watnu (Seite 1.440)
Nicht zu klaren war, ob es sich dabei in einem Fall, bei dem es sich um eine Blutmischspur handelt, sogar um Blut des Opfers handelte...


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Mordfall Charlotte Böhringer

16.04.2026 um 16:13
Zitat von R.d.RR.d.R schrieb:Vor diesem Hintergrund könnte ein Vorfall vom Nachmittag des 15.05.2006 von Bedeutung sein. Da hatte ein Heizungsmonteur auf Bitten von Charlotte Böhringer ihre Wohnung zur Regulierung der Wassertemperatur der Fußbodenheizung aufgesucht. Diese Überprüfung, so die Aussage des Mannes vor der Polizei, will er vor 14.30 Uhr beendet haben, um dann anschließend im Heizungsraum im Keller des Parkhauses einen defekten Boiler zu reparieren. Nach zirka anderthalb Stunden will er die Arbeit beendet haben, um noch einen weiteren Kunden aufzusuchen.
Überprüfungen der Aussage zeigten, dass die Einlassungen des Handwerkers falsch sind, da Charlotte Böhringer am 15.05.2006 in der Zeit von ca. 13:45 bis 15:00 Uhr gemeinsam mit der Zeugin M. S. im Lokal Lago di Garda zu Mittag aß und der entsprechende Anruf bei der Wartungsfirma erst in der Zeit von 15:24 bis 15:27 Uhr erfolgte.

Bei Wahrunterstellung des vom Monteur angegebenen Zeitraumes von etwa anderthalb Stunden in der Parkgarage bedeuten diese Feststellungen, dass der Handwerker sich vermutlich bis 17:45/18:00 am Tatort aufgehalten haben dürfte. Etwa um diese Zeit sind letzte telefonische Lebenszeichen von Charlotte Böhringer nachweisbar.
Die Überprüfung des Alibis des Heizungsmonteurs durch die Mordkommission unterblieb jedoch."
Quelle: https://web.archive.org/web/20230503134943/https://zweifelhaft.org/glaubhaft.php
Im Urteil findet sich hierzu:
(1.1.)
Anlässlich ihrer Einvernahme im Zivilverfahren hat die Zeugin M.S. vor der 4. Zivilkammer des Landgerichts I folgendes zu Protokoll gegeben:
„Ich habe doch schon tausend Mal gesagt, dass ich mit hoch in die Wohnung ging, um Malerarbeiten abzunehmen. Ich habe mich dann mit dem Handwerker, der die Fussbodenheizung richten sollte, befasst. Frau Böhringer war in einem anderen Raum. Sie hat mir auf der Terrasse Wein eingeschenkt, sie wollte, dass ich diesen probiere, ich habe einen kleinen Probierschluck genommen und damit reagiert: Der schmeckt mir nicht, den will ich nicht …
(ii).
Die Zeugin M.S. führte glaubhaft aus, sie habe das Opfer am 15.05.06 am Nachmittag in deren Wohnung besucht. Frau Böhringer habe zwei Gläser hingestellt und sie hätten zusammen Wein getrunken. Sie könne es nicht mehr genau sagen, aber sie habe das Opfer zwischen 17.00 Uhr und 18.00 Uhr wieder verlassen. (S 181)



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