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Mordfall Charlotte Böhringer

20.621 Beiträge, Schlüsselwörter: Benedikt, Bence, Parkautomat, Parkgarage, Böhringer
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Mordfall Charlotte Böhringer

Mordfall Charlotte Böhringer

21.02.2019 um 09:25
Ein Mörder geht ein beträchtliches Risiko ein, am Tatort zu verweilen, um irgendwelche Anrufe zu tätigen, zumal das Berühren des Telefons weitere Spuren hinterlassen könnte etc.

Außerdem deuten die Zeugenaussagen des Zeugen W. sowie sogar des Bruders des Verurteilten, der ja nach Urteilsverkündung Richter Götzl lautstark vorwarf, den wahren Täter zu decken, darauf hin, dass der Anwahlversuch um 18:14 Uhr von Charlotte Böhringer stammte.


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21.02.2019 um 09:25
Die
cassandra71 schrieb:Dass das irgendwo protokolliert wurde, ist klar. Das muss aber nicht "im Telefon" sein.
Ob im Telefon oder in der Telefonanlage ist nicht so wichtig. Irgendwo muss KOK L die Daten her haben.

Nicht unwichtig wäre die übliche Erreichbarkeit der Wohnungsverwaltung.


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21.02.2019 um 09:27
Deus_ex_Machin schrieb:sowie sogar des Bruders des Verurteilten, der ja nach Urteilsverkündung Richter Götzl lautstark vorwarf, den wahren Täter zu decken, darauf hin, dass der Anwahlversuch um 18:14 Uhr von Charlotte Böhringer stammte.

Kannst du das bitte näher erläutern. Ich kann da gerade nicht folgen, möglicherweise fehlen mir Informationen?


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21.02.2019 um 09:28
Ma_Ve schrieb:Nicht unwichtig wäre die übliche Erreichbarkeit der Wohnungsverwaltung.
Für dergestalt wichtige Personen wie Charlotte Böhringer galten die üblichen Sprechzeiten wohl eher nicht. Außerdem ist es naheliegend, dass der Verwalter von Wohnungen um 18:14 UHr noch im Büro anzutreffen sein wird, da er ja eine enorme Verantwortung trägt.


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21.02.2019 um 09:30
SistaB schrieb:Kannst du das bitte näher erläutern. Ich kann da gerade nicht folgen, möglicherweise fehlen mir Informationen?
Mate Toth bestätigte, dass der Zeuge W., der angab, kurz vor dem Verlassen des Firmengeländes mit dem Opfer zwecks Planung für den nächsten Tag telefoniert zu haben, um ca. 18:15 Uhr das Firmengelände verlassen habe.

Wenn also dem Zeugen W. ein Fehler bei der Zeitangabe des Telefongesprächs mit dem Opfer unterstellt wird, widespricht das der Aussage des Mate Toth.


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21.02.2019 um 09:31
@Deus_ex_Machin
Nein, warum sollte ein Büroangestellter nach 18:00 Uhr noch arbeiten. Meist machen die sogar eher FEierabend (Ausnahmen bestätigen die Regel). Da wir aber die vereinbarten Arbeitszeiten und Arbeitsgewohnheiten nicht kennen, ist es müßig darüber zu spekulieren. Wahrscheinlicher dürfte es jedoch sein, dass er bereits im Feierabend war.


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21.02.2019 um 09:32
Das
Deus_ex_Machin schrieb:Ein Mörder geht ein beträchtliches Risiko ein, am Tatort zu verweilen, um irgendwelche Anrufe zu tätigen, zumal das Berühren des Telefons weitere Spuren hinterlassen könnte etc.
Mörder gehen immer beträchtliche Risiken ein.
Im vorliegenden Fall hat der Täter offensichtlich auch noch das Büro durchsucht. Einen Anruf zu fingieren ist nicht abwegig, finde ich.
Deus_ex_Machin schrieb:Außerdem deuten die Zeugenaussagen des Zeugen W. sowie sogar des Bruders des Verurteilten, der ja nach Urteilsverkündung Richter Götzl lautstark vorwarf, den wahren Täter zu decken, darauf hin, dass der Anwahlversuch um 18:14 Uhr von Charlotte Böhringer stammte.
Andeutungen helfen bzw halfen nicht wirklich weiter.

Deshalb mein Gedanke, ob bei der Wohnungsverwaltung zu dieser Zeit üblicherweise jemand erreichbar war.


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21.02.2019 um 09:32
SistaB schrieb:Nein, warum sollte ein Büroangestellter nach 18:00 Uhr noch arbeiten. Meist machen die sogar eher FEierabend (Ausnahmen bestätigen die Regel).
Der Adressat des Telefongesprächs war nicht irgendein Büroangestellter, sondern der Verwalter der Wohnungen des Opfers in Würzburg, also eine Art Chef des Ganzen. Solche Personen machen für gewöhnlich eher selten um 18 Uhr Feierabend.
SistaB schrieb:Wahrscheinlicher dürfte es jedoch sein, dass er bereits im Feierabend war.
Selbst wenn es so gewesen wäre, änderte dies nichts an der subjektiven Vermutung des Opfers, dass sich wenigstens ein Versuch lohnen könnte.


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21.02.2019 um 09:33
Deus_ex_Machin schrieb:Für dergestalt wichtige Personen wie Charlotte Böhringer galten die üblichen Sprechzeiten wohl eher nicht. Außerdem ist es naheliegend, dass der Verwalter von Wohnungen um 18:14 UHr noch im Büro anzutreffen sein wird, da er ja eine enorme Verantwortung trägt.
Das wäre zu klären gewesen. Es war ja offensichtlich niemand mehr in dem Büro der Hausverwaltungsgesellschaft. Die Frage wäre, ob das nur einem Zufall geschuldet war, also die Mitarbeiter dieser Firma rein zufällig an diesem Tag ihr Büro früher verlassen hatten oder ob es doch relativ feste Öffnungs- und Bürozeiten gab und der Anruf aus München eben ausserhalb dieser GEschäftszeiten erfolgte.

Zu klären gewesen wäre auch, wie lange man es läuten liess, ob man wartete bis eine eventuell vorhandene Rufumleitung aktiviert werden konnte.


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21.02.2019 um 09:33
Deus_ex_Machin schrieb:Der Adressat des Telefongesprächs war nicht irgendein Büroangestellter, sondern der Verwalter der Wohnung des Opfers in Würzburg, also eine Art Chef des Ganzen. Solche Personen machen für gewöhnlich eher selten um 18 Uhr Feierabend.
Das stimmt nicht. Meist sind sie auch nach Feierabend privat zu erreichen. Das versuchte CB aber nicht. Siehe auch @meermin Beitrag


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21.02.2019 um 09:37
Deus_ex_Machin schrieb:Für dergestalt wichtige Personen wie Charlotte Böhringer galten die üblichen Sprechzeiten wohl eher nicht. Außerdem ist es naheliegend, dass der Verwalter von Wohnungen um 18:14 UHr noch im Büro anzutreffen sein wird, da er ja eine enorme Verantwortung trägt.
Das mag sein. Trotzdem haben auch Leute mal Feierabend, auch wenn sie wichtige Kunden haben.

Es geht mir darum, ob die Erreichbarkeit zu dieser Uhrzeit zum Kundenservice gehörte oder eben nicht.

Unterstellt man, dass Fr Böhringer die Bürozeiten kannte und üblicherweise zu diesen Zeiten dort anrief, macht ein Anruf außerhalb dieser Zeiten keinen Sinn.

Das wäre halt zu ermitteln gewesen. Oder?


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21.02.2019 um 09:42
Ma_Ve schrieb:Das wäre halt zu ermitteln gewesen. Oder?
Das sehe ich nicht so. Es ist, wie gesagt, durch Zeugenaussagen des W. und des Bruders des Verurteilten belegt, dass Charlotte Böhringer mindestens (!) noch um 18 Uhr am Leben war. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwischen 18 Uhr und 18:10 Uhr der Überfall ereignete, damit der Täter um 18:14 Uhr den fingierten Anruf absetzen hätte können, ist verschwindend gering.

Außerdem hätte es nahegelegen, dass der Täter mehrere Nummern anwählt, wenn er schon dabei gewesen wäre. Denn das hätte die Wahrscheinlichkeit gesteigert, dass die Ermittler dies später als sicheres Lebenszeichen werten würden.


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21.02.2019 um 09:48
Deus_ex_Machin schrieb:Das sehe ich nicht so. Es ist, wie gesagt, durch Zeugenaussagen des W. und des Bruders des Verurteilten belegt, dass Charlotte Böhringer mindestens (!) noch um 18 Uhr am Leben war. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich zwischen 18 Uhr und 18:10 Uhr der Überfall ereignete, damit der Täter um 18:14 Uhr den fingierten Anruf absetzen hätte können, ist verschwindend gering.
Zeugen können sich bekanntlich irren. Je mehr Informationen man hat desto besser die Ermittlungen!

Ich verstehe in diesem Zusammenhang nicht, warum sich ein Überfall zwischen 18-18.10 Uhr NICHT ereignet haben könnte, wohl aber zwischen 19-19.10 Uhr.


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21.02.2019 um 09:58
Ma_Ve schrieb:Ich verstehe in diesem Zusammenhang nicht, warum sich ein Überfall zwischen 18-18.10 Uhr NICHT ereignet haben könnte, wohl aber zwischen 19-19.10 Uhr.
Der Zeuge W. gab an, er habe mit dem Opfer telefoniert, kurz bevor er das Gelände um ca. 18:15 Uhr verlassen habe. Mate Toth bestätigte: Ja, gegen 18:15 Uhr habe das Verlassen des Zeugen W. stattgefunden. 18 Uhr ist also der früheste (!) Zeitpunkt dieses Telefonats, wahrscheinlich war es sogar einige Minuten nach 18 Uhr ("kurz vorher"). Das Zeitfenster für den Mord wird dadurch unwahrscheinlich klein. Außerdem liegt es nahe, dass das Opfer nach dem Telefonat mit dem Zeugen W., in dem es um anstehende Erledigungen etc. ging, Maßnahmen wie etwa Telefonanrufe ergreift.

Ferner darf man nicht übersehen, dass Mate Toth von Anfang an in die Verteidigung seines Bruders involviert hat. Wohl kaum jemand außer dem Verurteilten hatte einen solchen Einblick in das Leben des Opfers wie er. Und bis heute hat die Verteidigung meines Wissens den Anruf des Opfers um 18:14 Uhr keinesfalls problematisiert. Auch das legt nahe, dass Mate Toth an dem Anruf nichts Seltsames fand.


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21.02.2019 um 10:01
Deus_ex_Machin schrieb:Ferner darf man nicht übersehen, dass Mate Toth von Anfang an in die Verteidigung seines Bruders involviert hat. Wohl kaum jemand außer dem Verurteilten hatte einen solchen Einblick in das Leben des Opfers wie er. Und bis heute hat die Verteidigung meines Wissens den Anruf des Opfers um 18:14 Uhr keinesfalls problematisiert. Auch das legt nahe, dass Mate Toth an dem Anruf nichts Seltsames fand.
Es gab über 200 Beweisanträge, Anträge, dass das Gericht voreingenommen sei. Also über die Brücke, dass da nichts zu dem Telefonanrif bei war, würde ich nicht gehen. Ich halte diese Brücke nämlich für sehr wacklig.


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21.02.2019 um 10:03
SistaB schrieb:Es gab über 200 Beweisanträge, Anträge, dass das Gericht voreingenommen sei. Also über die Brücke, dass da nichts zu dem Telefonanrif bei war, würde ich nicht gehen. Ich halte diese Brücke nämlich für sehr wacklig.
Im ersten Wiederaufnahmeantrag (und der sich anschließenden Beschwerde zum OLG) finde ich dazu kein Sterbenswörtchen. Dabei ist in diesen Schriftsätzen alles Mögliche durchgekaut worden; sie sind auch sehr umfangreich. Ein so wichtiger Punkt, der den Todeszeitpunkt eventuell infrage stellen könnte, wäre sicherlich wenigstens angerissen worden.


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21.02.2019 um 10:08
@Deus_ex_Machin
Daher jetzt die neu bewerteten Gutachten und Strate, denke ich. Mit der bisherigen Schiene kam man ja nicht weiter.


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21.02.2019 um 10:09
Deus_ex_Machin schrieb:Im ersten Wiederaufnahmeantrag (und der sich anschließenden Beschwerde zum OLG) finde ich dazu kein Sterbenswörtchen. Dabei ist in diesen Schriftsätzen alles Mögliche durchgekaut worden; sie sind auch sehr umfangreich. Ein so wichtiger Punkt, der den Todeszeitpunkt eventuell infrage stellen könnte, wäre sicherlich wenigstens angerissen worden.
Da hast sicherlich recht. Versäumnisse kann es sowohl bei den Ermittlungen als auch bei der Verteidigung gegeben haben.


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21.02.2019 um 10:35
@Mark_Smith
Ich habe bei meiner Rechnung die "Faustformel" genutzt, die Axel Petermann selbst in seinem Buch kundgetan hat:

Ich muss an die Faustformel für die Abkühlung der Körpertemperatur von etwa einem Grad pro Stunde denken.

Aus "Der Profiler"


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21.02.2019 um 10:38
Durch diese momentane medienträchtige Öffentlichkeitsarbeit - Petermann, Strate, Frontal 21, Spiegel, Punkt 12... - will man eh nur öffentlichen Druck aufbauen, damit das WAV durchkommt. Allerdings sollte nicht die Medienwirksamkeit ausschlaggebend sein, sondern relevante Inhalte - und die kann ich momentan noch nicht ausmachen. ;)


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