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Peggy Knobloch

Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:18
@otternase
Der Zeitpunkt dieser Notrufe ist, soweit ich weiß, nie bekanntgegeben worden. Die Aussagen von F. bzw. Anderen, die Peggy nachmittags noch gesehen haben wollen, sind im Prozess gegen UK auch nicht als überzeigend angesehen worden.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:21
@Valentino
Hier kannst du nachlesen
Beitrag von jaska, Seite 647
Es ist der "Detailreichtum" jenes Geständnisses, der das Gericht beeindruckt hat, die Fülle an Einzelheiten, die zueinander passen. Ein dem Schwachsinn naher Mann, lebenslang an den Folgen einer Hirnhautentzündung leidend, weiß über den Erstickungstod mehr als mancher Medizinstudent. Zum Beispiel, daß ein solcher Tod verhältnismäßig langsam eintritt, nach zehn Minuten etwa und nicht schon beim ersten Druck auf Mund und Nase.
Als Gutachter hatte der Berliner Psychiatrie-Professor Hans-Ludwig Kröber eine derart zutreffende Einschätzung auf ein höchstpersönliches Erlebnis und nicht auf Fingerzeige aus der Fernsehwelt zurückgeführt. Und woher wüßte ein Einfaltspinsel, daß beim Erstickungstod der gemarterte Körper plötzlich zu strampeln beginnt? Wie käme er dazu, Bewegungen und Verletzungen Peggys so zu schildern, daß der Arzt die Zusammenhänge als logisch zwingend erachtet? Der Vorsitzende Richter fragt sich auch, wie es wohl komme, daß ein Mann mit einem IQ von 67 "Interaktionen" plausibel zu schildern verstehe. "Verpiß dich", schrie die wütende Kleine. Und höchst überzeugend stampfte sie mit dem Fuß auf. Ein Erlebnisbericht liegt vor, kein Phantasieprodukt.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:23
@otternase
@Andante
Mich haben diese Notrufe damals elektrisiert und ich habe alles durchstöbert, um eine Uhrzeit zu finden. Nichts. Ein privater Kontakt nannte 14.00 als etwaige Zeitangabe, aber das ist eben eine unbestätigte "Arbeitshypothese". Würde sehr gut passen.

@Valentino
Valentino schrieb:Sie waren doch über jahre Bekannte
Stimmt das?


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:31
@jaska
@Andante
angesichts der neuesten Entwicklungen des Falles würde ich, wäre ich plötzlich in der Situation eines Ermittlers, in der Tat nun von diesen Notrufen aus starten!
Solche Notrufe werden ja aufgezeichnet. Ich würde mir sehr genau anhören, was der Junge da gesagt hat und als Arbeitshypothese damit starten, dass er genau das dort geschildert hat, was er tatsächlich beobachtet hat. Alle späteren Aussagen von ihm sind unter dem Eindruck einer Beeinflussung durch seine Mutter, durch eine mögliche Einschüchterung durch die Polizei, irgendwann sicher auch Einschüchterung durch die Ortsbewohner, später auch und gerade durch die BI zu betrachten, ganz abseits davon, dass die Erinnerung jedem Zeugen einen Streich spielen kann, das Dinge sich im Gedächnis ändern, dass der plötzliche Verlust einer Spielkameradin ihn getroffen und verwirrt haben kann, zu betrachten. Aber der Inhalt der Notrufe dürfte noch ohne alle diese Fehlerquellen sein!


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:32
@jaska
Wenn es die Notrufe (von wo aus eigentlich, ein Handy wird F. damals ja noch nicht gehabt haben) überhaupt gab, und wenn sie so gegen 14:00 erfolgten, wieso gibt F. gleichzeitig an, später noch mit Peggy gespielt zu haben? Dass das nicht zusammenpasst, ist klar. Vielleicht haben die Ermittler damals zu wenig auf die Aussagen von F. gegeben, aber in sich stimmig sind sie nun mal nicht.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:37
Andante schrieb:wieso gibt F. gleichzeitig an, später noch mit Peggy gespielt zu haben?
tut er das? Hat er und wenn ja, wann hat er ausgesagt, dass er nach 14 Uhr mit Peggy gespielt hat?

Ich gebe nichts auf seine Aussagen, die nach Einflussnahme durch seine Mutter und durch die Polizei und möglicherweise noch diverse andere Personen im Ort getätigt wurden. Ich würde nur die Inhalte der Notrufe betrachten.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:42
Zu den Notrufen stande -glaube ich- mal in einer Ausgabe der Frankenpost näheres.
Ich glaube seine Mutter war zu dem Zeitpunkt noch arbeiten und er allein, also 14h könnte passen.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:45
@Andante
Seine Aussagen waren widersprüchlich und nicht stimmig. Deshalb konnten sie auch nicht gewertet werden.
Das heisst aber mitnichten, dass nicht doch etwas dran ist.
Die Frage ist halt, was genau damals richtig war. Man darf die Psyche von so kleinen Kindern nicht vergessen, gerade wenn sie was Unbegreifliches erlebt haben. Da werden dann Verarbeitungsstrategien entwickelt, so dass die Geschichte begreifbar wird oder erträglich. Allein das wirkt schon manipulierend auf die Erinnerung. Wenn dann noch im Fortgang die ganzen anderen Optionen, die @otternase richtigerweise erwähnte, in Frage kommen und er evtl. noch Erwartungen Dritter erfüllen mag/muss, dann ist das Chaos perfekt.
Bei so kleinen Kindern halte ich einen Scherzanruf bei der Polizie nicht naheliegend, zumal er ja alleine war.
Dann fanden die Notrufe zeitlich und örtlich genau in dem Bereich statt, der später als Verschwindebereich der Peggy eruiert wird.
Ein bisschen viel Zufall für so einen kleinen Ort.

Diese Aussagen werden alleine genommen nichts beweisen und der Zeuge wird heute kein guter Zeuge mehr sein, allein wegen der langen Zeit und seines Ausgangsalters. Das soll nicht gegen seine Person gerichtet sein, dem Mann wurde übelst mitgespielt und es tut mir schrecklich leid, wie er unter diesem Verbrechen leiden musste.
Seine damaligen Aussagen können aber unterstützend gewertet werden, grade wenn es um Ort und Zeit angeht, evtl. echt auch noch um Täter/Verbringer/Beteiligte.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:51
Die Frankenpost schrieb
Sorry, habe mir gerade den Link wieder versehentlich weggeklickt.
Also wer Wert darauf legt, dann suche ich ihn morgen nochmal raus.
All diese Aussagen konnten von den Ermittlern nicht verifiziert werden. Allerdings ist bislang auch nicht zu klären gewesen, was der Junge tatsächlich an jenem Nachmittag gemacht hat. Als erwiesen gilt, dass er von einer Telefonzelle aus zwei Mal kurz hintereinander die Notrufnummer der Polizei in Naila gewählt hat. Er hat dabei allerdings nichts Verwertbares gesagt und später angegeben, es habe sich nur um einen Scherz gehandelt.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:52
@SOAD
@jaska

Habe gerade die Sichfunktion bemüht und herausgefunden, dass über die Notrufe mal was in der Frankenpost vom 23.12.2003 gestanden haben soll. Aus Ermittlerkreisen wurde, soweit bekannt, nichts zu Notrufen mitgeteilt. Ich vermute, dass solche Notrufe längst Erwähnung gefunden hätten, wenn sie wichtige Indizien dargestellt hätten.

Unabhängig davon kann F. natürlich äußerst wichtige Umstände beobachtet haben.

Edit @emz:

Danke für die Info. Also hat es die Frankenpost von den Ermittlern, dass es zwei Anrufe aus einer Telefonzelle heraus bei der Polizei gab, Zeitpunkt und Inhalt nicht weiter bekannt, später zum Scherz erklärt.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 00:54
emz schrieb:dass er von einer Telefonzelle
gibt es eine Info dazu, von welcher Telefonzelle? Wo stand die Zelle? Man sollte vermuten, dass er die nähestgelegene Zelle benutzt hat. Bzw. gab es in Lichtenberg mehrere Zellen?


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 01:01
Ja die frankenpost 23/12/2003 meinte ich, danke!
Nur leider tatsächlich ohne Zeitangaben.
Interessant das er nichts sagte. Kann Schockzustand gewesen sein.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 01:03
emz schrieb: Als erwiesen gilt, dass er von einer Telefonzelle aus zwei Mal kurz hintereinander die Notrufnummer der Polizei in Naila gewählt hat. Er hat dabei allerdings nichts Verwertbares gesagt und später angegeben, es habe sich nur um einen Scherz gehandelt.
Früher gab es in Telefonzellen einen Hebel für Notrufe, vielleicht hat er den ausprobiert wenn er sich wirklich um einen Scherz gehandelt hat. Aber angesichts der weiteren Schilderungen schließt sich das aus, und ein Kind in F.'s Alter hatte 2001 noch eher Angst für derartige Scherze einen gescheiten Anpfiff zu bekommen.

220px-Telefonzelle-Notrufhebel
Wikipedia: Telefonzelle_(Deutschland)

MTZ-Tasten Notrufhebel
http://deacademic.com/dic.nsf/dewiki/1373119


Ist bekannt wieviele Versionen er erzählte?


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 01:09
Mal so ganz emotional dazwischengeschoben:
Da steht dieser Bub mutterseelenallein auf der Straße, völlig geschockt, versucht die Polizei anzurufen, bringt kein klares Wort raus ... und dann kommt diese Frau von der BI daher und zerreißt sich über den armen Buben derartig das Maul ...

@margaretha
Solche Scherze machen ja auch nur Spaß, wenn man zu mehreren ist.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 01:12
@margaretha
Ich verlinke einen alten Beitrag von mir: Beitrag von jaska, Seite 2.439

In dem Beitrag ist Florians Alter falsch angegeben. Er war damals 7 Jahre alt.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 01:19
Danke @jaska
otternase schrieb:Wo stand die Zelle? Man sollte vermuten, dass er die nähestgelegene Zelle benutzt hat. Bzw. gab es in Lichtenberg mehrere Zellen?
Ich weiß das eine am Marteauplatz stand, denn von dieser rief U. K. damals die Polizei um sich selbst anzuzeigen. Quelle muß ich nachreichen.
emz schrieb:Solche Scherze machen ja auch nur Spaß, wenn man zu mehreren ist.
Da hast Du auch Recht.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 01:32
SOAD schrieb:Fakt ist auch, daß M.S. gestanden hat, Peggy tot in den Wald verbracht zu haben.
Warum sollte er ein falsches Teilgeständnis machen?
Na, weil er sich garantiert vorher vom Anwalt beraten lassen hat.
Und eine Taktik ist es nur das zu gestehen was die Polizei einem nachweisen kann...
Und das hat M.S getan... Wenn er behauptet das Mädchen wäre schon tot gewesen,
dann muss nicht erklären wie es ums Leben gekommen ist...
Wenn er tatsächlich U.K beschuldigt haben sollte, dann wissen seine Anwälte auch, dass es schwierig, wenn nicht fast unmöglich sein wird, dem dafür zu belangen...
Damit hat er den perfekten Täter aus seiner Sicht präsentiert.
Jetzt müssen sie ihm erstmal einen Mord nachweisen...


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 03:46
Was auch dafür spricht, dass der kleine F. nicht aus Spaß zweimal den Notruf anrief:

Er hat nichts Verwertbares gesagt, und damit also genau das nicht, was Kinder normalerweise machen, wenn sie solche Telefonstreiche spielen. Sie lachen dann, oder fragen etwas Blödes, das sie sich extra überlegt haben und das man nur dann lustig findet, wenn man in ihrem Alter ist (aber dann ist es wirklich sehr lustig), und lachen dann. Oder sie lachen schon, während sie anrufen. Mit anderen Worten, man merkt am Telefon genau, ob Kids einem grad einen Streich spielen.
Für die Polizei scheinen beide Anrufe von F. keiner gewesen zu sein, sonst wäre das erwähnt worden.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 05:10
@margaretha Danke für den Link :)

http://web.archive.org/web/20111102154558/http://www.ulvi-kulac.de/html/aktuelles.html


U.K. sagte, dass Peggy am Kopf geblutet hat. Da fällt mir dieser 3cm lange Riss wieder ein.
Könnte er davon stammen, dass Peggy auf einen Stein gefallen ist?
Kulac: Am Knie hat sie geblutet, und am Kopf hat sie wenig geblutet
Wie auch immer. Die Gerichtsmediziner werden es wissen.


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Peggy Knobloch

01.10.2018 um 06:50
@menetekel
Das ist mir klar.
Mein Post bezog sich sich nur auf die Aussage eines vorerst gesperrten Users welcher meinte, das PK auch lebend in das Waldstück gelangen konnte.
Trotzdem danke für Deinen tollen Beitrag*


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