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Wo ist Katrin Konert?

12.288 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

27.12.2025 um 17:33
@Grillage - Danke für die Erinnerung mit dem (wenig/kaum/kein) Geld – stimmt, das kommt auch noch dazu. Plus die Ablehnung des offenbar angebotenen Taxi Geldes/der Taxi Organisation.

Im NDR Podcast (Folge 3 meine ich) wurde 19:15 als geplante Abfahrtszeit genannt, im Stern Crime Podcast "Spurensuche" sagt Fr. Dau-Rödel ab ca. Min. 22:44 "In den Bus ist sie nicht eingestiegen, das wurde auch überprüft, der Bus ist aber auch erst viel, viel später gefahren."

Vorausgesetzt Katrin wusste dies, und hat nicht angenommen, der Bus fährt um 19:00, dann bliebe - eigentlich in beiden Szenarien/Abfahrtszeiten - immer noch:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Zudem hätte ich erwartet, dass sie dann vor dem Verlassen von Joachims Wohnung mit dessen Handy der Schwester noch eine Nachricht geschickt hätte, dass sie den Bus nimmt und es deshalb später wird.
Daher auch meine Annahme, dass der Bus maximal ein Plan B „wenn alle Stricke reißen“ war.
& @FritzPhantom


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27.12.2025 um 17:42
Zitat von GrillageGrillage schrieb:war/ist Ralf ja wohl deutlich älter, denn es hieß, er sei ein guter Bekannter von Katrins Vater (woraus ich schließe, dass er etwa das gleiche Alter plus/minus ein paar Jahre wie dieser gehabt haben dürfte.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ebenso auffällig/unwahrscheinlich wie ich finde, dass er trotz der Nahebeziehung zur Familie Konert
Aus meiner Sicht ist die Qualifikation zum "guten" Bekannten bzw. "Nahebeziehung" zu hoch gegriffen. Ich denke nicht, dass die Person im inneren Freundeskreis der Familie Konert zu finden ist.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Als der Hinweis einging und Ralph befragt wurde, waren schon mehrere Folgen des NDR-Podcasts veröffentlicht.
Wie bereits @2cent angeführt hatte, ging dieser Hinweis genau an dem Tag ein, als die erste Folge des Podcasts "Täter unbekannt" zum Fall Katrin Konert ausgestrahlt wurde. Deshalb hier heraus der Rückschluss, die Person wollte erst erfahren, wie der aktuelle Stand der Ermittlungen ist, vielleicht auch deshalb, weil Ralf gegenüber dieser Person angeführt hat, dass er ja schon längst bei der Polizei seine Beobachtungen geäußert hat.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Auffällig ist natürlich, dass er sich nicht selbst nach dem Verschwinden von Katrin gemeldet hat, nach dem anonymen Hinweis aber dann offenbar nicht abgestritten hat sie gesehen und gesprochen zu haben,
Für mich legt das sofortige Einräumen von Ralf, dass er Katrin an den besagten Abend angesprochen und eine Mitfahrgelegenheit angeboten hat, den Schluss nahe, dass ihm durchaus bewusst war, wer hinter diesem anonymen Hinweis stecken könnte. Ich denke auch, dass die Person, welche den Hinweis gegeben hat, Ralf im Vorfeld auch den Gang zur Polizei als mögliche Option offen hielt. Ihm blieb im Rückschluss aus seiner Sicht vielleicht gar keine andere Möglichkeit, sich diesbezüglich zu outen.

Interessant wird es zu dieser Thematik aus meiner Sicht in Zukunft nur, wenn es sich bei dem anonymen Hinweisgeber nicht um dessen Ex-Frau handelte, sondern um eine dritte Person, die davon im Rahmen einer feucht fröhlichen Runde erfahren hatte. Dazu wäre natürlich noch wichtig, wann er Ralf dieses Detail ausgeplaudert hat. Ich persönlich glaube, dass dies gar nicht einmal allzu weit, bezogen auf 2018, in der Vergangenheit war.

Zum Abschluss sollte man auch nicht ganz außer Acht lassen, dass er möglicherweise selbst der Ursprung des anonymen Hinweises war. Ich selbst glaube zwar nicht daran, jedoch würden sich dadurch wieder zahlreiche Gründe, für ein solches Handeln ergeben.


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27.12.2025 um 17:55
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:wann er Ralf dieses Detail ausgeplaudert hat
Hier müsste natürlich richtigerweise stehen "wann Ralf ihm/ihr dieses Detail ausgeplaudert hat".


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27.12.2025 um 18:05
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Das Ralf so lange geschwiegen hat finde ich nicht sonderlich aufregend. Es ist hinreichend dokumentiert, dass nach Ralf noch jemand vorgibt mit Katrin gesprochen zu haben. Warum soll er da einsteigen, wenn der Polizei bekannt ist, dass Katrin nicht in sein Auto gestiegen ist!?
Ich hatte dazu ja bereits überlegt
Zitat von 2cent2cent schrieb am 19.12.2025:Sofern diese Person dann evtl. auch noch davon ausgegangen wäre, dass Martins Aussage nicht stimmt, wäre er ja der Letzte, der Katrin gesehen und gesprochen hat.

Natürlich könnte es auch einfach nur die "Hemmschwelle" der Ermittlungen gewesen sein, warum sich diese Person nicht selbst gemeldet hat. … - vielleicht wollte man sich das einfach "nicht antun" wenn man ohnehin nichts mit dem Verschwinden zu tun hat und Martin ja ohnehin als "letzter Zeuge" bekannt war und man vermutete "nichts beitragen" zu können.
– allerdings ohne die Kenntnis, dass diese Person ein Bekannter von Katrins Vater war/ist und daher schon einen größeren „Vertrauensbonus“ seitens Katrin gehabt haben könnte wie ich meine.

Insbesondere vor diesem Hintergrund wirkt es befremdlich, dass die Aussage erst nach so langer Zeit und offenbar erst auf äußeren Druck hin gemacht wurde, was einen fragwürdigen Eindruck hinterlässt und mEn einer Erklärung bedarf.

Sehr gute Überlegung und Schlußfolgerung wie ich finde:
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Deshalb hier heraus der Rückschluss, die Person wollte erst erfahren, wie der aktuelle Stand der Ermittlungen ist, vielleicht auch deshalb, weil Ralf gegenüber dieser Person angeführt hat, dass er ja schon längst bei der Polizei seine Beobachtungen geäußert hat.
Und auch hier bin ich Deiner Meinung, hat mEn schon zumindest eine gewisse Aussagkraft hinsichtlich der Persönlichkeit/Motivation:
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ihm blieb im Rückschluss aus seiner Sicht vielleicht gar keine andere Möglichkeit, sich diesbezüglich zu outen.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Interessant wird es zu dieser Thematik aus meiner Sicht in Zukunft nur, wenn es sich bei dem anonymen Hinweisgeber nicht um dessen Ex-Frau handelte, sondern um eine dritte Person, die davon im Rahmen einer feucht fröhlichen Runde erfahren hatte. Dazu wäre natürlich noch wichtig, wann er Ralf dieses Detail ausgeplaudert hat.
Ich hatte auch nicht den Eindruck, dass der anonyme Hinweis von der Ex-Frau kam.
Ich hätte verstanden, dass sie ggf. noch mehr erinnern könnte oder mehr sagen könnte, wann sie nun bei ihm war, was ihr auffiel, bzw. wann sie nach Hause gefahren ist, ...
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Ich persönlich glaube, dass dies gar nicht einmal allzu weit, bezogen auf 2018, in der Vergangenheit war.
Was bringt Dich zu dieser Annahme oder ist es eher ein Art "Bauchgefühl"?


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27.12.2025 um 18:57
Zitat von 2cent2cent schrieb:Was bringt Dich zu dieser Annahme oder ist es eher ein Art "Bauchgefühl"?
Der Rückschluss erfolgt daraus, wie wir Menschen nun mal so sind. Es gibt ja quasi nur zwei Personen(kreise), welchen er sich offenbart haben könnte. Zum einen wäre dies seine Ex-Frau und zum anderen einer Person in seinem Freundeskreis.

Für die Ex-Frau würde die Weitergabe dieser Information an die Polizei zum Thema werden, wenn eine Trennung im Raum stünde und die Beziehung im Streit auseinander ging. Dies dürfte wohl nicht unbedingt der Fall gewesen sein, wenn sie den Jahreswechsel noch bei ihm verbracht hatte. Und selbst wenn es dann nicht im Guten endete, warum dann solange warten, wenn doch die Emotionen noch frisch sind. Bis 2018 gab es zudem zahlreiche Anstöße diese Detail doch noch weiterzugeben, da ja mit z. B. Aktenzeichen XY der Fall mehrmals wieder in das Rampenlicht geholt wurde.

Im direkten Freundeskreis wird es sich wohl ähnlich verhalten. Entweder ich gebe diese Information direkt weiter oder eben dann, wenn wieder ein Ankerpunkt für den Fall vorhanden ist. Deshalb meine Annahme, diese Information wurde von Ralf erst in der jüngsten Vergangen um 2018 ausgeplaudert. Zudem besteht gerade hier auch noch die erneute Weitergabe an Dritte, was unter dem Aspekt "aber sag es bloß nicht, dass du es von mir hast" auch wiederum nachvollziehbar wäre.

Ich bin mir auch sicher, dass da noch mehr gefallen ist. Egal ob Ex-Frau oder Freund, würde ich wieder einmal von einem normalen Ablauf ausgehen, muss man ja irgendwie auf dieses Thema gekommen sein und somit sind weitere Nachfragen nach dieser Äußerung von Ralf nur die logische Schlussfolgerung daraus. Da reicht alleine schon die mir sofort als erstes in den Sinn kommende Frage "Warum hast du das nie der Polizei erzählt?", die wahrscheinlich dann nicht unbeantwortet geblieben wäre.


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27.12.2025 um 19:52
@Triquetrum

Danke für die ausführliche Erklärung! Ich kann jetzt gut nachvollziehen, wie du den Zeitpunkt anhand der Wiederaufnahme, möglicher Verhaltensmuster und "Empfängerkreise" eingeschätzt hast.

Wenn man das so sieht, könnte das Zögern und das gezielte Warten auf einen "passenden Moment" evtl. darauf hindeuten, dass Ralf sich ggf. sehr bewusst war, was er wem wann erzählt – was mEn die Wahrscheinlichkeit erhöhen würde, dass er in den Fall direkt involviert war.

Man könnte eine späte Reaktion des/der HinweisgeberIn (sofern Zeitpunkt des Bekanntwerdens rund um die Neuaufnahme nicht zutrifft) auch in Betracht ziehen - evtl. dass diese/r so lange gezögert hat, zB aus Rücksichtnahme oder Unsicherheit, also eher Verdrängen des Wissens.

(Nur nebenbei: Mir fiel dazu zwar spontan "So sind wir nicht" von A. van der Bellen ein, aber das beschreibt doch eher mein persönliches Verhalten oder die Verwunderung über gewisse Umstände)

Trifft Deine Annahme zu, dann kann man der/dem HinweisgeberIn wirklich nur dankbar sein, die Wichtigkeit dieser Information rasch erkannt zu haben und den Mut gefunden zu haben, diesen Hinweis tatsächlich zu geben.

Natürlich bleibt das ohne nähere Information alles mehr eine plausible Annahme als ein belegbarer Zeitpunkt, aber deine Argumentation macht das Ganze wie ich finde sehr verständlich und liefert durchaus neue Denkansätze.


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27.12.2025 um 20:42
Wäre interessant zu wissen, ob es auch Durchsuchungen / Suchen auf Grundstücken / Gärten o.ä. gab, die mit Ralf in Verbindung stehen. Anfangsverdacht bestand ja.


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27.12.2025 um 21:16
Zitat von HaRuKaHaRuKa schrieb:Wäre interessant zu wissen, ob es auch Durchsuchungen / Suchen auf Grundstücken / Gärten o.ä. gab, die mit Ralf in Verbindung stehen. Anfangsverdacht bestand ja.
Ich denke der Anfangsverdacht allein reicht nicht aus um einen Durchsuchungsbeschluss zu erlangen.
Gefahr im Verzug wird hier auch nicht (mehr) greifen.
Respektive wäre mVn der Verdächtige, sobald eine Durchsuchung angeordnet wird, Beschuldigter, da ein konkretes Ermittlungsverfahren laufen würde.

Außer es liegen Tatsachen vor, die den Schluss zulassen, dass sich zB bestimmte Beweismittel in den Räumlichkeiten befinden - zumindest interpretiere ich §103 dt.StPo "Durchsuchung bei anderen Personen" (also solche die nicht §102 Durchsuchung bei Beschuldigten unterliegen) so:
(1) Bei anderen Personen sind Durchsuchungen nur zur Ergreifung des Beschuldigten oder zur Verfolgung von Spuren einer Straftat oder zur Beschlagnahme bestimmter Gegenstände und nur dann zulässig, wenn Tatsachen vorliegen, aus denen zu schließen ist, daß die gesuchte Person, Spur oder Sache sich in den zu durchsuchenden Räumen befindet.
Quelle: https://www.gesetze-im-internet.de/stpo/__103.html


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27.12.2025 um 22:01
@2cent
Danke für den Beitrag. Du hast natürlich recht. Vielleicht gibt es aber auch öffentliche Orte / Waldstücke o.ä. die für Ralf einen Bezug haben.
Ich spinne nur mal rum, mit dem Ansatz Keatley’s Winthropping aus dem Podcast im Hinterkopf.
Wo verstecke ich schnellstmöglich eine Leiche nach einer ungeplanten Tat? An einem Ort den ich kenne, zu dem ich einen Bezug habe? Z.B. ein Waldstück von dem ich weiß wie es befahrbar ist und wo ich mich auskenne. Wo ich oft mit dem Hund gegangen bin, wo ich angeln war, wo ich als Kind oft war etc.
Aber klar, das ist mal wieder die Suche nach der Nadel im Heuhaufen.


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27.12.2025 um 23:51
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Für die Ex-Frau würde die Weitergabe dieser Information an die Polizei zum Thema werden, wenn eine Trennung im Raum stünde und die Beziehung im Streit auseinander ging. Dies dürfte wohl nicht unbedingt der Fall gewesen sein, wenn sie den Jahreswechsel noch bei ihm verbracht hatte. Und selbst wenn es dann nicht im Guten endete, warum dann solange warten, wenn doch die Emotionen noch frisch sind. Bis 2018 gab es zudem zahlreiche Anstöße diese Detail doch noch weiterzugeben, da ja mit z. B. Aktenzeichen XY der Fall mehrmals wieder in das Rampenlicht geholt wurde.

Im direkten Freundeskreis wird es sich wohl ähnlich verhalten. Entweder ich gebe diese Information direkt weiter oder eben dann, wenn wieder ein Ankerpunkt für den Fall vorhanden ist. Deshalb meine Annahme, diese Information wurde von Ralf erst in der jüngsten Vergangen um 2018 ausgeplaudert. Zudem besteht gerade hier auch noch die erneute Weitergabe an Dritte, was unter dem Aspekt "aber sag es bloß nicht, dass du es von mir hast" auch wiederum nachvollziehbar wäre.
Aber das müsste dann eine weitere Ex-Frau (oder zumindest Ex-Beziehung) gewesen sein, nicht die die ihn Sylvester 2001 besucht hatte, oder? Ich hatte das im LiD-PC so verstanden, dass die beiden damals (2001) relativ frisch getrennt waren, sich aber noch ganz gut verstanden haben und sie ihn über Sylvester besucht hatte.

Den Aspekt, dass der anonyme Hinweisgeber gar nicht dejenige gewesen sein muss, dem Ralf von seiner Begegnung mit Katrin selber berichtet hat, sondern auch ein Dritter, der es von jemandem gehört hat, der es von Ralf selbst weiß, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Finde ich einen ganz interessanten Gedanke und finde es nicht so unwahrscheinlich.

Spontan hatte ich zunächst gedacht, dass der anonyme Hinweisgeber jemand gwesen sein könnte, der sich mit Ralf verkracht hat und ihn nun aus Zorn oder Rache bei der Polizei "anschwärzen" will, weshalb er die Info anonym weiter gegeben hat.
Allerdings scheint er ja die Wahrheit gesagt zu haben, denn Ralf hat die Begegnung ja selber eingeräumt.
Insofern kann es auch einfach jemand sein, der sich Ralf immer noch positiv verbunden fühlt oder ihm neutral gegenüber steht, der aber nicht nachvollziehen kann, warum Ralf sich weigert, die Info an die Polizei weiter zu geben. Und der sein eigenes schlechtes Gewissen erleichtern will, in dem er das der Polizei meldet, weil er prinzipiell wusste, dass es eine wichtige Info für die Ermittler ist.
Kann schon sein, dass er tatsächlich die erste Folge des NDR-Podcasts angehört hat und sich dadurch motviert gefühlt hat, den Hinweis abzugeben.

Zu Ralf habe ich überlegt, ob er, wenn er tatsächlich der Täter gewesen wäre, dann nicht einfach gegenüber der Polizei bestritten hätte, Katrin gesehen und gesprochen zu haben. Er konnte sich 2018 ja recht sicher sein, dass ihn niemand dabei beobachtet hatte. Wenn jetzt ein anonymer Hinweis eingeht und er den Ermittler sagt, das sei Unfug, dann wäre seine Position doch besser, als wenn er die Begegnung nur vorverlegt (also vor die letzte bekannte Sichtung von Katrin durch Martin).
Die Frage in dem Zusammenhnag ist für mich auch, ob Ralf wohl weiß (oder sich zumindest denken kann), wer der Hinweisgeber ist. Davon könnte abhängen, ob er ein Bestreiten der Begegnung für erfolgsversprechend hält, denn je nach dem, wie viel er einer anderen Person von der Begegnung und den Umständen an jenem Abend berichtet hat, könnte die Polizei anhand solcher Infos den Wahrheitsgehalt der Aussage des anonymen Hinweisgebers überprüfen.
Insofern überlege ich schon, wie vielen Menschen Ralf wohl mit wie vielen Details und wann von der Begegnung erzählt hat? Konnte er also nachvollziehen/vermuten/abschätzen, wie viele Infos der anonyme Hinweisgeber der Polizei gegeben hat?


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28.12.2025 um 00:18
Zitat von HaRuKaHaRuKa schrieb:Ich spinne nur mal rum, mit dem Ansatz Keatley’s Winthropping aus dem Podcast im Hinterkopf. Wo verstecke ich schnellstmöglich eine Leiche nach einer ungeplanten Tat?
Ich „spinne“ mal mit, auch wenn all diese Überlegungen natürlich nicht zu einem konkreten Ort führen.

Das kommt, denke ich, darauf an, was für ein Typ ich bin.
Bin ich nicht so risikobereit (zB Entdeckungsriskio), eher bedachter/planend/kontrollierend (wahrscheinlich schon etwas älter) oder
in absoluter Ausnahmesituation und Panik und nehme ich das Risiko der Entdeckung bei einer „schnellen Entledigung“ Leiche eher in Kauf oder bedenke ich dies evtl. gar nicht (wahrscheinlich eher jünger und / oder ohne Mitwisser/Helfer)

Ein Aspekt ist sicher auch, ob ich das Geschehene „vergessen“ will, also am besten nicht daran erinnert werden möchte, wenn ich zB vorbeifahre, das nächste Mal mit dem Hund rausgehe, dort angle, …

Natürlich auch, ob und welche Orte mir zur Verfügung stehen/bekannt sind, eine Leiche „verschwinden“ zu lassen und welchen Zeitrahmen ich nach der Tat selbst/in den Tagen danach zur Verfügung habe.

Ich versuche mal zu erklären was ich damit meine – angenommen es kommt zur (ungeplanten) Tötung und ich muss handeln - reagiere ich planend im Sinne von „ich suche einen Ablageort“ oder wähle ich einen Ort der (für mich) eigentlich keiner ist (also kein bestimmter/bekannter Ort), der quasi „mich findet“ oder wähle ich den (überspitzt formuliert) Straßengraben gleich vor Ort?

Ein wirklich öffentlicher, viel begangener/befahrener Ort ist inzwischen mEn eher unwahrscheinlich nach dieser langen Zeit und den mehrfachen, intensiven Suchmaßnahmen. (Der o.g. "Straßengraben")

Daher tendiere ich zu einem „halb-öffentlichen“ oder „privaten“ Raum.

Mit „halb öffentlich“ meine ich schwer zugängliche Gebiete, oder Orte an denen man „vorbeifährt“, sie nicht wirklich als „Örtlichkeit“ oder Ziel einer Aktivität wahrnimmt. Dort wäre dann mEn auch die Möglichkeit gegeben, nicht mehr an die Tat / Ablage erinnert zu werden, diese leichter zu verdrängen.

Wobei „privater Raum“ meiner Meinung nach auch nicht zwingend das eigene Grundstück sein muss, sondern ein Ort an dem nur ich zB hinkomme, von dem (vermeintlich) nur ich weiß (wie zB diese Felsspalte im Fall Sonja Engelbrecht, hier vermute ich ganz stark, dass der Täter diese als „seinen“ Ort gesehen hat, auch wenn er faktisch natürlich nicht ihm gehörte) – das würde allerdings mEn auch bedeuten, dass man sich ständig mit diesem Ort verbunden fühlt, ihn und die Tat all die Jahre präsent hat, gegebenenfalls zu ihm zurückkehrt.

Das wäre doch recht abgebrüht und mental extrem belastend, wenn man die Tat und die Leiche zB täglich wenn man aus dem Haus geht buchstäblich vor Augen hätte. Das so eine Persönlichkeit sonst völlig unauffällig bliebe?


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28.12.2025 um 00:34
Zitat von HaRuKaHaRuKa schrieb:Wäre interessant zu wissen, ob es auch Durchsuchungen / Suchen auf Grundstücken / Gärten o.ä. gab, die mit Ralf in Verbindung stehen. Anfangsverdacht bestand ja.
In Zusammenhang mit Ralf wurde nur der Begriff "Tatverdacht" gebracht und nicht der Status des Beschuldigten. Somit werden, wie bereits @2cent angeführt hat, bis zum Beginn des neuen Podcasts wohl keine Maßnahmen gegen ihn angestrebt worden sein, die sich direkt auf seine Person beziehen. Das muss nicht die Absuche von öffentlich zugänglichen Grundstücken oder möglicherweise seines damals zur Verfügung stehenden Fahrzeuges mit einschließen, da das eine, wie gesagt öffentlich ist und das andere vermutlich nicht mehr unter seinem Eigentum stehen dürfte.

Nicht ausschließen mag ich, dass sich der Status von Ralf in Zusammenhang mit der Veröffentlichung seiner Person als Tatverdächtiger möglicherweise doch qualifiziert hat, da hierdurch sicherlich der Druck auf seine Person steigen wird und möglicherweise unbedachte Handlungen die Folgen daraus sein könnten.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich hatte das im LiD-PC so verstanden, dass die beiden damals (2001) relativ frisch getrennt waren, sich aber noch ganz gut verstanden haben und sie ihn über Sylvester besucht hatte.
Richtig und deshalb auch die Annahme, wenn es denn genau zu dieser Zeit in Unfrieden auseinandergegangen ist, würden entsprechende Verlautbarungen von Ralf schon früher den Wissensstand der Polizei bereichert haben. Ich denke deshalb, dass einiges dafür spricht, dass der unbekannte Mitteiler diese Information in einem engeren zeitlich eingrenzbaren Rahmen vor dem Start des NDR-Podcasts erhalten hat.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Zu Ralf habe ich überlegt, ob er, wenn er tatsächlich der Täter gewesen wäre, dann nicht einfach gegenüber der Polizei bestritten hätte, Katrin gesehen und gesprochen zu haben. Er konnte sich 2018 ja recht sicher sein, dass ihn niemand dabei beobachtet hatte. Wenn jetzt ein anonymer Hinweis eingeht und er den Ermittler sagt, das sei Unfug, dann wäre seine Position doch besser, als wenn er die Begegnung nur vorverlegt (also vor die letzte bekannte Sichtung von Katrin durch Martin).
Dies wäre wohl der einfachere Weg gewesen, wenn er dieses Detail nur einmal und ohne weitere Befüllung des Hintergrunds offen gelegt hat. Ich vermute, dass bei dem Gespräch, das zur anonymen Mitteilung führte, noch mehr relevante Umstände zur Sprache kamen, die eventuell auch mit dem Verschwinden von Katrin in Zusammenhang gestanden sind. Ist sich Ralf dieses Umstandes bewusst, so wäre es für mich nachvollziehbar, selbst in die Offensive zu gehen, um die weiteren Geschehnisse aus seiner Sicht lenken zu können.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ein wirklich öffentlicher, viel begangener/befahrener Ort ist inzwischen mEn eher unwahrscheinlich nach dieser langen Zeit und den mehrfachen, intensiven Suchmaßnahmen.
Richtig, da sehe ich die Wahrscheinlichkeit, dass man die sterblichen Überreste von Katrin findet, ebenfalls als sehr gering an.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Daher tendiere ich zu einem „halb-öffentlichen“ oder „privaten“ Raum.
Wohl auch die wahrscheinlichste Variante, insbesondere da eine spontane Leichenablage, egal wo diese nun gewesen wäre, wohl über kurz oder lang zum Auffinden von Katrin Konert geführt hätte. Ernüchternd hierbei für die Ermittler ist vermutlich der Umstand, dass man davon ausgehen kann, dass die Neue Straße nicht nur bei einer tatrelevanten Person bzw. deren direkten Freundeskreis im Mittelpunkt steht.


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28.12.2025 um 13:21
Um auch mal mit der Methode Keatley's Winthropping mitzuspinnen, als jemand, der in der Region lebt, gibt es für mich folgende Möglichkeiten.

1. Eigenes Grundstück (in Ecke des Gartens oder Keller oder Grube)
2. Eigenes etwas abschüssiges Grundstück (Ein Stück Wald in dem man Holz macht, Wiese, Acker, leerstehendes Haus oder Scheune)
3. Fremdes abschüssiges Grundstück (Bei dem bekannt ist, dass Besitzer alt oder verstorben sind und um das sich keiner kümmert)
3. Irgendwo im Wald oder Moor

Es ist manchem hier vielleicht gar nicht richtig klar wie dünn besiedelt die Region Lüchow/Dannenberg ist und wie riesig die einzelnen Gründstücke bzw Gärten sind. Und wie viel Wald es hier gibt. Die Möglichkeiten eine Leiche "verschwinden" zu lassen sind unendlich, da weder im eigenen Garten/Keller/Nebengebäude/Scheune/Grundstück noch im Wald,Wiesen,Heide, Moor groß Gefahr droht jemand anderen zu treffen oder beobachtet zu werden. Größere Flecken und Städte wie Bergen, Clenze, Lüchow, Dannenberg oder Hitzacker bilden hier ein bisschen eine Ausnahme, da die Häuser viel dichter stehen und auch viele Leute in Wohnungen leben. Aber alle Ortschaften dazwischen sind klein und die Häuser weitläufig verteilt, in manchen Ortschaften gibt es nur wenige Häuser. Selbst wenn man in gutem Kontakt zu seinen Nachbarn steht sieht man sich im Winter kaum, da sich das Leben stark vom Garten ins Haus verlagert.

Es ist durchaus so, dass fremde Autos hier auffallen, aber wie von Frau Dau-Rödel im LiD Podcast auch schon angesprochen wurde: wenn es jemand aus dem täglichen Leben ist, ein Nachbar, jemand, der oft dort zu Besuch ist, dort arbeitet usw. dann würde es eben NICHT auffallen, dann würde man nicht weiter darüber nachdenken, weil der oder diejenige einfach "ins Bild" gehört. Und dann würde einem weder auffallen, dass einer im Garten gräbt, oder irgendwelche Zementarbeiten vornimmt weil man nicht gezielt darauf achten würde und vornehmlich ist Haus ist.

Auch an öffentlichen oder halböffentlichen Orten in der Natur trifft man ebenfalls kaum jemanden. Geht man auf den Feldwegen trifft man den ein oder anderen Hundebesitzer oder Landwirt, aber selbst auf den Waldwegen wird es schon wesentlich weniger, würde man von den Waldwegen ab quer in den Wald gehen dann ist die Chance gleich Null. Jäger sind auch nur zu bestimmten Zeiten unterwegs, wenn man hier wohnt und/oder aufgewachsen ist, dann weiß man das auch.

Gut, es steht die ein oder andere Wildkamera in den Wäldern, das wird 2001 aber noch nicht der Fall gewesen sein.

Dazu kommt noch, dass es wirklich viele verwilderte Stücke gibt, um die sich keiner kümmert und bei denen man sich sicher sein kann, dass dort keiner hinkommt. Ortskundige kennen mit Sicherheit solche Stellen. Wo soll man da anfangen zu suchen?

Ich habe nochmal darüber nachgedacht, ob es Sinn macht, von einem anderen, größeren Ort kommend, durch die Neue Straße zu fahren. Eigentlich macht es nur Sinn dort langzufahren, wenn man aus der Richtung von Salzwedel kommt.
Es gibt ja noch einen anderen Weg nach Clenze zu gelangen, der von der B71 bei Spithal abgeht. Aus Uelzen kommend würde man eher dort abbiegen wenn man tiefer ins Wendland gelangen wollte und nicht den Umweg über Bergen nehmen.

In Salzwedel gibt es Kino, Mc Donalds usw und eben auch einen Bahnhof, es könnte also durchaus sein, dass zB jemand einen Besucher zum Bahnhof gebracht hat und auf dem Rückweg dann eben durch die Neue Straße gekommen ist.

Man sieht immer wieder Menschen zu Fuß auf den Straßen zwischen den Ortschaften gehen, das ist also durchaus nicht so ungewöhnlich, und theoretisch hätte auch K.K. zu Fuß bis Clenze gehen können, von wo sie dann "Thilo" hätte mit nach Hause nehmen können. Ob man das bei der Kälte aber machen würde wenn es eine andere Möglichkeit gibt? Ich halte das für eher unwahrscheinlich. Sie läuft dann da also durch die eiskalte Nacht, ein Auto sieht sie nicht, fährt sie an... das wurde hier ja schon einige Male im Forum diskutiert.

Persönlich schließe ich eigentlich aus dass es ein Verkehrsunfall war, denn dann hätte man doch irgendwelche Spuren gesehen auf der Strecke. Da zu Beginn ja von einem Unfall ausgegangen wurde, werden sie ja speziell nach Unfallspuren geschaut haben.

Wenn es stimmt, dass K.K. alle ihr angebotenen Mitfahrgelegenheiten ausschlug, dann klingt das für mich doch sehr stark danach, dass sie bereits verabredet gewesen ist und auf eben diese Verabredung wartete. Hätte Sie vor gehabt den Bus zu nehmen wäre sie doch früher von der Wohnung des Freundes gestartet, und hätte sie wirklich keinen Fahrer erwartet, dann hätte sie doch bestimmt jede ihr angebotene Chance ergriffen nach Hause zu kommen.

Falls aber in Wirklichkeit niemand anbot, sie nach Hause zu fahren, wäre sie vielleicht tatsächlich zu jemandem ins Auto gestiegen. Es muss ja nicht mal jemand Fremdes gewesen sein. Es könnte ja auch jemand gewesen sein, der einem zumindest vertraut war, wie ein Nachbar, ein Schulfreund der Schwester, ein Bekannter der Eltern, ein Trainer aus dem Sportverein in dem man als Kind eine Zeitlang ging... Auch hier wären die Möglichkeiten wieder endlos. "Was machst du denn bei der Kälte hier draußen!? Komm steig ein ich fahr dich nach Hause." Und dann eskaliert irgendwas auf der Fahrt.

Irgendwie glaube ich nicht daran, dass jemand, der es fertig brachte so lange zu schweigen, jetzt damit anfängt. Obwohl ich der Familie von Herzen eine Aufklärung wünsche. Ich denke eher, dass man eines Tages vielleicht zufällig auf Knochen stoßen wird wie zB. bei Sonja Engelbrecht oder auch Frauke Liebs.


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28.12.2025 um 13:56
Ralf: Macht es jemanden tatsächlich sofort tatverdächtig, wenn er von einer Begegnung mit Katrin nicht erzählt? Immerhin gibt es eine zweite Aussage, Minuten später, die ja bestätigt, dass Katrin offenbar nicht bei Ralf ins Auto gestiegen ist. Somit (unter der Annahmen Martin hat nicht gelogen) bringt eine Aussage von Ralf keinen Mehrwert außer der Tatsache, dass Katrin ein Mitfahrangebot offenbar zweimal abgelehnt hat.

Mitfahrangebot: Wenn Katrin zwei Angebote sie mitzunehmen ablehnt, ergibt das nur einen Sinn, wenn sie definitiv (aus ihrer Sicht) eine andere Gelegenheit nach Hause zu kommen hatte. Dann würde auch ein unbekannter Dritter gänzlich ausscheiden.

Ablage der Leiche: Das ist ein fast unlösbares Problem. Aufgrund der langsamen Ermittlungen war es den Täter gut möglich, sowohl die Leiche, als auch mögliche Spuren weitgehend zu beseitigen. Auch eine Verbringung in sehr weit entfernte Gebiete wäre denkbar. Da würde man dann auch mit modernen Ermittlungsmethoden an Grenzen stoßen.


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28.12.2025 um 14:22
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Ralf: Macht es jemanden tatsächlich sofort tatverdächtig, wenn er von einer Begegnung mit Katrin nicht erzählt? Immerhin gibt es eine zweite Aussage, Minuten später, die ja bestätigt, dass Katrin offenbar nicht bei Ralf ins Auto gestiegen ist. Somit (unter der Annahmen Martin hat nicht gelogen) bringt eine Aussage von Ralf keinen Mehrwert außer der Tatsache, dass Katrin ein Mitfahrangebot offenbar zweimal abgelehnt hat.
Unabhängig davon, ob denn nun die Aussage von Ralf hinsichtlich der angegebenen Örtlichkeit der Richtigkeit entspricht, ist es nur folgerichtig ihn, wie auch alle anderen Personen, die unmittelbar um den Zeitpunkt des Verschwindens Kontakt (visuell oder persönlich) mit Katrin hatten und für einen gewissen Zeitraum rund um den mögichen Tatzeitpunkt kein Alibi vorweisen konnten, in den Fokus zu rücken und somit auch mit einem Tatverdacht zu belegen. Dies ist ja nicht gleichgesetzt, dass man gleich in den Status eines Beschuldigten rutscht.


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28.12.2025 um 14:27
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Ralf: Macht es jemanden tatsächlich sofort tatverdächtig, wenn er von einer Begegnung mit Katrin nicht erzählt? Immerhin gibt es eine zweite Aussage, Minuten später, die ja bestätigt, dass Katrin offenbar nicht bei Ralf ins Auto gestiegen ist. Somit (unter der Annahmen Martin hat nicht gelogen) bringt eine Aussage von Ralf keinen Mehrwert außer der Tatsache, dass Katrin ein Mitfahrangebot offenbar zweimal abgelehnt hat.
Ich denke, eine Differenzierung ist hier wichtig - das "Nicht-Erzählen" des Kontaktes macht ihn ja mMn nicht automatisch tatverdächtig, der Gesamtkontext der Information ist es - vorallem eben das späte Bekanntwerden über einen anonymen Hinweisgeber.

Dass es eine zweite Aussage gibt, die nahelegt, dass Katrin nicht bei Ralf ins Auto gestiegen ist, spricht vielleicht auf den ersten Blick gegen eine Tatbeteiligung. Unter der Annahme, dass diese Aussage zutreffend ist (also Martin nicht gelogen hat), liefert die Aussage von Ralf tatsächlich keinen zusätzlichen Erkenntnisgewinn, außer der Bestätigung, dass Katrin zwei Mitfahrangebote offenbar abgelehnt hat.

Der Tatverdacht ergibt sich mEn daher nicht aus dieser einen Information allein, sondern aus denselben Gründen wie bei den anderen Tatverdächten respektive ehemals Beschuldigten: räumliche Nähe, persönliche Bekanntschaft mit Katrin (und ihrem Vater), sowie Mobilität.

Hinzu kommt bei Ralf noch ein zusätzlicher Punkt: er war zur fraglichen Zeit nicht nur unterwegs, sondern hatte persönlichen Kontakt zu Katrin und bot ihr eine Mitfahrt an, wie er selbst sagt.

Diese Information war den Ermittlungsbehörden damals ja nicht bekannt und konnte daher weder überprüft noch eingeordnet werden - und hier liegt mEn das Problem:
Durch das späte Bekanntwerden gibt es heute kein überprüfbares Alibi für ihn mehr.

Das ist für sich genommen natürlich kein belastender Beweis – aber eben auch kein entlastender Umstand. Ähnlich wie mit Zeugenaussagen, die erst sehr spät auftauchen oder sich deutlich unterscheiden, voneinander abweichen - sie sind nicht (mehr) objektiv überprüfbar.

Ein weiterer „unsicherer Zeuge“ (Martin) ersetzt daher mEn kein Alibi - dort sehe ich die Gründe für weitere Ermittlungen und die Bitten um weitere Mitteillungen/Sichtungen/... seitens Bevölkerung.


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28.12.2025 um 16:26
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich denke, eine Differenzierung ist hier wichtig - das "Nicht-Erzählen" des Kontaktes macht ihn ja mMn nicht automatisch tatverdächtig, der Gesamtkontext der Information ist es - vorallem eben das späte Bekanntwerden über einen anonymen Hinweisgeber.
Ja, das sehe ich auch so. Was dachte sich der Hinweisgeber? Fand der/die Ralf verdächtig? Oder war es eine Ex, die ihm eins auswischen wollte? Aber auch unwahrscheinlich nach so langer Zeit.

Der Hinweisgeber muss ja entweder jemand sein, der die Situation beobachtet hat und vielleicht ursprünglich dachte, Ralf hätte es eh der Polizei erzählt. Und erfuhr dann später, dass das nicht so war. Und selbst, wenn er/ sie Katrin nicht einsteigen gesehen hat, kann Ralf noch ein zweites Mal vorbeigefahren sein und sie stieg dann ein.

Oder es ist jemand, dem/ der er es erzählt hat. Wenn er der Täter ist, wäre das nicht sehr klug. Aber nicht alle Täter sind klug. Oder er erzählte es in den Zusammenhang. „ Ach ja, die hab ich da auch gesehen, aber das war ja noch bevor sie mit Martin geredet hat.“ Andererseits war er eine andere Altersgruppe als Martin, wusste also wahrscheinlich keine Details über das Treffen mit Martin.

Es wäre schon interessant, das Motiv des Hinweisgebers zu kennen. Aber vielleicht hören wir noch was dazu.


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Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 19:06
Ich hatte ja vor einiger Zeit hier bereits geschrieben dass es durchaus denkbar wäre, dass eine uns bis dahin unbekannte weitere Person in den Akten steht, da hatte ich wohl das richtige Gefühl.

Es ist nur schade dass mit dieser weiteren Person augenscheinlich keine großartig neue Entwicklung losgetreten wurde.
Was ich dabei aber auch bemerkenswert finde, dass noch eine weitere Person an diesem Tag unterwegs war.

Es sind jetzt bald 25 Jahre vergangen seit Katrins Verschwinden, ich hoffe dass jemand nach all dieser Zeit endlich einen entscheidenden Hinweis zu Katrins Verbleib und was tatsächlich geschehen ist gibt.


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Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 19:37
Meine Anmerkungen zu Ralph
-ich finde es seltsam , dass er die Begegnung mit Katrin genau auf die Minute benennen kann, oder sind das konstruierte Erinnerung, die passend, und damit entlastend, gemacht wurden?
-es wäre ein riesiger Zufall, aber gab es Ralphs Auto von 2001 noch 2018?
-unbesehen eine Leiche wirklich tief im Erdboden verschwinden zu lassen, dauert, sagen wir nur 70 cm tief, da muss man schnell einen m³ Erde mit der Schaufel bewegen, auf einem sichtgeschützten Anwesen unauffälliger als im Wald, man muss sich wundern, wen man nächtens so alles durch Feld und Wald streunern sieht (persönliche Erfahrung, weil ich Jäger bin) und fremde Autos auf Feld und Waldwegen fallen extrem auf.
Wie lange bleibt eine frisch gegrabene und wieder zugeschüttete Grube im Wald sichtbar? Spätestens nach 6-7 Monaten erkennt es nur noch der Täter, wenn man nicht extrem genau hinsieht.

@kweezel
zieht man einen nur 20 km großen Kreis um Bergen, hat man schon ein Gebiet, das nicht mehr absuchbar ist.

Jetzt nicht auf Ralph bezogen, fürchte ich, das Katrins Leiche irgendwo im Wald vergraben wurde, am nächsten Tag, leider keine Zeugen und das Auto, mit dem die Leiche transportiert wurde, hatte die Polizei nicht auf dem Schirm. Ist ja nicht das erste mal........


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Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 20:14
Ich hatte jetzt leider nicht die Zeit alle 600+ Seiten dieses Threads durchzulesen, also sorry, wenn ich Aspekte aufbringe, die schon diskutiert wurden. Einige Seiten habe ich natürlich gelesen.
Ich habe meine Infos im Wesentlichen aus dem NDR Podcast und dem kürzlich erschienen Licht ins Dunkel Podcast sowie einigen YouTube Videos und eben hier.
Mir sind beim hören einige Punkte aufgefallen, die einmal hier darstellen möchte.

Im NDR Podcast war die Rede davon, dass Kathrin davor, einige Wochen/Monate davor, schon einmal ausgerissen ist. Gibt es irgendwelche Informationen wo sie da war und was sie gemacht hat?

Rein atmosphärisch waren im NDR Podcast die Aussagen dieser (besten) Freundin von Kathrin über die ja der Kontakt zu Kathrins Freund gekommen ist, sehr schwammig. Irgendwie so wie wenn man viel sagen will ohne was zu sagen und vielleicht wichtige Punkte nicht sagen muss. Auch ist es unterschwellig so durchgeklungen, dass sie oder ihre Schwester es irgendwie gefördert haben, dass Kathrin diesen Freund bekommt, damit sie Ruhe von ihm haben.

Hat jemand objektive Informationen zu diesen Nordmännern. Auf der Skala von harmlosen Alt-Herren Sonntags Motoradclub zur riesigen kriminellen Organisation aus einem Ballungsraum, wo waren die? Im Licht ins Dunkel Podcast wurde ja gesagt, dass sie gegen die Beziehung ihres Mitglieds mit einer 15-jährigen waren. Das kann aber für das gesamte Spektrum gelten. Sowohl für den honorigen Club, der das aus moralischen Gründen ablehnt, als auch die kriminelle Organisation, die wegen so etwas keine Probleme mit Behörden haben will.

Ich lese einmal zwischen den Zeilen heraus, dass wir uns bei all den handelnden Personen inklusive der ehemals Tatverdächtigen im normalen bis einfacheren Milieu bewegen. Das heißt keine besonders wohlhabenden oder vernetzten oder hochgebildeten Personen. Nicht abwertend, aber einfach einmal so.
Gerade beim Licht ins Dunkel Podcast habe ich mir gedacht, dass wenn man sich die Tatverdächtigen ansieht, keiner das lange geplant hätte. Alle hätten Kathrin spontan aus der Gelegenheit angegriffen, getötet oder schwer verletzt. Diese Menschen müssten dann spontan zuerst einmal mit einer Idee gekommen sein und dann ohne große Ressourcen und Netzwerke die Leiche innerhalb von Zeiträumen, die Minuten bis ganz, ganz wenige Stunden sind, sehr gut beseitigt haben. Kann natürlich alles sein und es kann viel Glück dabei gewesen sein, aber irgendwie schon schwer vorstellbar.


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