Triquetrum schrieb:Für die Ex-Frau würde die Weitergabe dieser Information an die Polizei zum Thema werden, wenn eine Trennung im Raum stünde und die Beziehung im Streit auseinander ging. Dies dürfte wohl nicht unbedingt der Fall gewesen sein, wenn sie den Jahreswechsel noch bei ihm verbracht hatte. Und selbst wenn es dann nicht im Guten endete, warum dann solange warten, wenn doch die Emotionen noch frisch sind. Bis 2018 gab es zudem zahlreiche Anstöße diese Detail doch noch weiterzugeben, da ja mit z. B. Aktenzeichen XY der Fall mehrmals wieder in das Rampenlicht geholt wurde.
Im direkten Freundeskreis wird es sich wohl ähnlich verhalten. Entweder ich gebe diese Information direkt weiter oder eben dann, wenn wieder ein Ankerpunkt für den Fall vorhanden ist. Deshalb meine Annahme, diese Information wurde von Ralf erst in der jüngsten Vergangen um 2018 ausgeplaudert. Zudem besteht gerade hier auch noch die erneute Weitergabe an Dritte, was unter dem Aspekt "aber sag es bloß nicht, dass du es von mir hast" auch wiederum nachvollziehbar wäre.
Aber das müsste dann eine weitere Ex-Frau (oder zumindest Ex-Beziehung) gewesen sein, nicht die die ihn Sylvester 2001 besucht hatte, oder? Ich hatte das im LiD-PC so verstanden, dass die beiden damals (2001) relativ frisch getrennt waren, sich aber noch ganz gut verstanden haben und sie ihn über Sylvester besucht hatte.
Den Aspekt, dass der anonyme Hinweisgeber gar nicht dejenige gewesen sein muss, dem Ralf von seiner Begegnung mit Katrin selber berichtet hat, sondern auch ein Dritter, der es von jemandem gehört hat, der es von Ralf selbst weiß, hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Finde ich einen ganz interessanten Gedanke und finde es nicht so unwahrscheinlich.
Spontan hatte ich zunächst gedacht, dass der anonyme Hinweisgeber jemand gwesen sein könnte, der sich mit Ralf verkracht hat und ihn nun aus Zorn oder Rache bei der Polizei "anschwärzen" will, weshalb er die Info anonym weiter gegeben hat.
Allerdings scheint er ja die Wahrheit gesagt zu haben, denn Ralf hat die Begegnung ja selber eingeräumt.
Insofern kann es auch einfach jemand sein, der sich Ralf immer noch positiv verbunden fühlt oder ihm neutral gegenüber steht, der aber nicht nachvollziehen kann, warum Ralf sich weigert, die Info an die Polizei weiter zu geben. Und der sein eigenes schlechtes Gewissen erleichtern will, in dem er das der Polizei meldet, weil er prinzipiell wusste, dass es eine wichtige Info für die Ermittler ist.
Kann schon sein, dass er tatsächlich die erste Folge des NDR-Podcasts angehört hat und sich dadurch motviert gefühlt hat, den Hinweis abzugeben.
Zu Ralf habe ich überlegt, ob er, wenn er tatsächlich der Täter gewesen wäre, dann nicht einfach gegenüber der Polizei bestritten hätte, Katrin gesehen und gesprochen zu haben. Er konnte sich 2018 ja recht sicher sein, dass ihn niemand dabei beobachtet hatte. Wenn jetzt ein anonymer Hinweis eingeht und er den Ermittler sagt, das sei Unfug, dann wäre seine Position doch besser, als wenn er die Begegnung nur vorverlegt (also vor die letzte bekannte Sichtung von Katrin durch Martin).
Die Frage in dem Zusammenhnag ist für mich auch, ob Ralf wohl weiß (oder sich zumindest denken kann), wer der Hinweisgeber ist. Davon könnte abhängen, ob er ein Bestreiten der Begegnung für erfolgsversprechend hält, denn je nach dem, wie viel er einer anderen Person von der Begegnung und den Umständen an jenem Abend berichtet hat, könnte die Polizei anhand solcher Infos den Wahrheitsgehalt der Aussage des anonymen Hinweisgebers überprüfen.
Insofern überlege ich schon, wie vielen Menschen Ralf wohl mit wie vielen Details und wann von der Begegnung erzählt hat? Konnte er also nachvollziehen/vermuten/abschätzen, wie viele Infos der anonyme Hinweisgeber der Polizei gegeben hat?