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Wo ist Katrin Konert?

12.288 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 20:34
Willkommen!
Zitat von cg75000cg75000 schrieb:Im NDR Podcast war die Rede davon, dass Kathrin davor, einige Wochen/Monate davor, schon einmal ausgerissen ist. Gibt es irgendwelche Informationen wo sie da war und was sie gemacht hat?
Ich nehme an Du beziehst Dich auf die mEn recht seltsame Darstellung von Dieter welcher inzwischen mit Sarah verheiratet ist im Teil 5.2 des NDR PC ab ca. Min 22?
Danach kommt meine ich der Teil mit dem "Ausreißen" wegen Rauchen und Vater/Tochter/Polizei zur Klärung.

Zu den Nordmännern kann ich persönlich nicht viel beitragen, außer diesem Eindruck aus dem NDR PC und den nunmehrigen Information aus dem LiD PC, die Du sicherlich nachgelesen hast.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 04.01.2022:Jedenfalls wird dieser Motorradclub für mich sehr unterschiedlich beschrieben -
Sarah, die Freundin von Katrin, sagt, sie wären nicht gefährlich, harmlose Motorradinteressierte halt. Aber "man hielt zusammen" und sie (Sarah) hätte bei Problemen auch hingehen können.

Stefanie sagte, dass die (also die Mitglieder des MC) Katrin nicht richtig kannten und sich "keinen Kopf über das Verschwinden" gemacht hätten. Sie waren auch nicht an der Suche beteiligt [vermute Suche durch Stefanie&Joachim].
Dennoch war Katrin auf "Feierlichkeiten des Clubs" dabei. (NDR Podcast Teile 2, 4, 5, 6)
Bzgl. Stefanie (beste Freundin) - könntest Du das noch etwa näher ausführen bitte, was bzw. wie Du das meinst?


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Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 20:38
Was mir generell bei den Podcasts aufgefallen ist von Seiten der Polizei zu den Befragungen:

- weiß das nicht mehr
- kann sich nicht erinnern
- müssen das so nehmen wie er gesagt hat…

Irgendwie hört sich das nicht nach knallharten Verhören an, nach dem Motto „den haben wir komplett auseinander genommen“
Das ging ja mit Ralph so weiter, der wurde befragt und irgendwie war es das dann auch.

Selbst im Forum, explodieren hier wieder die Beiträge, seit dem Bekanntwerden von Ralph


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28.12.2025 um 20:39
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das verstehe ich nicht so ganz. Ich halte die Anhaltertheorie eigentlich sogar für relativ wahrscheinlich. Ich finde es, wenn Katrin nicht versucht hat, per Anhalter zu fahren, ziemlich seltsam, dass so mind. zwei Personen angehalten haben, um ihr anzubieten, sie nach Hause zu fahren. Wenn sie einfach nur zielstrebig die Straße entlang gelaufen wäre, hätte es doch keinen Grund gegeben, anzuhalten. Martin und Ralf kannten Katrin, waren aber doch alle deutlich älter als sie (selbst Martin, in dem Alter bedeuten die paar Jahre Altersunterschied noch sehr viel mehr!). Wieso sollten die einfach nur so anhalten, um mit einer ihnen eher flüchtig bekannten 15 jährigen eine MFG anzubieten oder einen kurzen Schnack zu halten, wenn diese nicht den vorbei fahrenden Autos signalisiert, dass sie eine Mitfahrgelegenheit sucht.
Zumal sie ja beide offenbar eigentlich nicht auf dem Weg in Richtung Katrins Wohnort bzw. nach Clenze waren. Sie hätten also eine Extratour von ca. 25 km fahren müssen (Bergen --> Groß-Gaddau und zurück), und das bei Blitzeis.

Insofern halte ich es doch für nicht unwahrscheinlich, das Katrin doch einfach versucht hat zu trampen. Dazu passt halt nicht, dass sie dann die angebotenen MFG abgelehnt haben soll.
Alles sehr berechtigte Punkte. Ich bin mir nur nicht so sicher wie da genau die sozialen Beziehungen waren. Ja, in dem Alter sind ein paar Jahre viel, aber im Vergleich zu Kathrins Freund waren das alles fast Gleichaltrige.
Das ist oft ein Problem True Crime Berichten. Die unabhängigen haben keinen Zugang zu unmittelbaren Quellen und sind oft nur Nacherzählungen. Die anderen mit dem Quellenzugang sind eher Mainstream Medien und da werden oft soziale Verhältnisse, lokale Praktiken und millieuspezifische Tatsachen weggeglättet. Gerade in diesem Fall ist da ein großes Gefühl, dass sich noch Nuancen hinter der objektiven Erzählung verbergen.


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28.12.2025 um 20:48
Zitat von 2cent2cent schrieb:Willkommen!
Danke
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich nehme an Du beziehst Dich auf die mEn recht seltsame Darstellung von Dieter welcher inzwischen mit Sarah verheiratet ist im Teil 5.2 des NDR PC ab ca. Min 22?
Danach kommt meine ich der Teil mit dem "Ausreißen" wegen Rauchen und Vater/Tochter/Polizei zur Klärung.
Die genaue Stelle weiß ich nicht mehr, aber ja wahrscheinlich. Ich meine mich erinnern zu können, dass das längere Ausreißen etwas länger vor dem Besuch bei der Polizei war und nicht unmittelbar etwas damit zu tun hatte.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Zu den Nordmännern kann ich persönlich nicht viel beitragen, außer diesem Eindruck aus dem NDR PC und den nunmehrigen Information aus dem LiD PC, die Du sicherlich nachgelesen hast.
Das ist auch so eine Sache, wo sehr nivelliert wird
Zitat von 2cent2cent schrieb:Bzgl. Stefanie (beste Freundin) - könntest Du das noch etwa näher ausführen bitte, was bzw. wie Du das meinst?
Schwer zu sagen, weil eher so ein Stimmungsgefühl. Vielleicht ein wenig in die Richtung alles ist ohnehin immer normal warum die Fragen


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Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 21:21
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich „spinne“ mal mit, auch wenn all diese Überlegungen natürlich nicht zu einem konkreten Ort führen.
Danke für die Anregung, das finde ich hier interessant für die Diskussion, wenn verschieden Leute hier schildern, was ihnen in den Sinn kommt, wenn sie die Methode (zumindest soweit wie sie in dem Podcast beschrieben wurde) mal durchspielen. Natürlich, so wie Du schreibst, weit ab vom Anspruch, damit einen konkreten Ort identifizieren zu können oder die Methode professionell anwenden zu können (ich denke, die ist viel komplexer als es in dem Podcast mit wenigen Worten dargestellt wurde). Aber interssante Diskussionspunkt würde das hier sicher liefern.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Das kommt, denke ich, darauf an, was für ein Typ ich bin.
Bin ich nicht so risikobereit (zB Entdeckungsriskio), eher bedachter/planend/kontrollierend (wahrscheinlich schon etwas älter) oder
in absoluter Ausnahmesituation und Panik und nehme ich das Risiko der Entdeckung bei einer „schnellen Entledigung“ Leiche eher in Kauf oder bedenke ich dies evtl. gar nicht (wahrscheinlich eher jünger und / oder ohne Mitwisser/Helfer)
Unabhängig vom allgemeinen Charakter-Typ des Täters (risikobereit vs. risikoscheu, bedacht vs. panisch) finde ich, dass das Alter der Person dabei ein hohe Rolle spielen dürfte. Allgemein kann man wohl davon ausgehen, dass ein jüngerer Mensch (wenn man jetzt konkret an Christian, Martin und Sven denkt) ein technisch-organisatorisch größere Probleme bei dem Vorhaben, eine Leiche verschwinden zu lassen, hätte als ein älterer/erwachsener.
Das fängt schon damit an, dass sie weniger Lebenserfahrung haben, sich weniger gut in der Gegend auskennen dürften (sie hatten ja erst seit kurzem einen Führerschein, während ein 30-, 40- oder 50jähriger Eingeborener sich eben schon seit Jahrzehnten in der Gegend frei (= per Auto)bewegen kann und dabei auch einen größeren Radius abgedeckt haben dürfte).

Sie haben auch eher weniger Zugang zu den "privaten Räumen", wie @2cent sie ins Spiel bringt; Vergraben im eigenen Garten oder einbetonieren im Keller kommt für einen jungen Menschen, der noch bei seinen Eltern wohnt oder zur Miete (wo absehbar ist, dass er eher nicht für den Rest seines Lebens in der gleichen Mietwohnung wohnen wird) eher nicht in Frage. Jemand, der alleine im eigenen Haus lebt (auch temporär alleine, siehe Kurt dessen Frau zur Tatzeit in Kur war) hat da natürlich andere Möglichkeiten, auch was ein kurzfristige vorübergehende Verstecken einer Leiche unmittelbar nach der Tat angeht, um sich "in Ruhe" eine passende Versteck- oder Verschwindemethode auszudenken, zu planen und vorzubereiten.
Wurde im NDR-Podcast nicht auch gesagt, das Kurt so einen Kleinbagger und andere Maschinen zur Verfügung gehabt hat?

Bei den drei jungen Männern Christian, Martin und Sven kommt hinzu, dass sie alle drei kein Alibi für die Zeit nach der Begegnung mit Katrin haben, aber das immer nur für eine recht kurze Zeit an jenem Abend (max. wenige Stunden), danach waren sie dann an der Tanke, sind nach Hause gekommen (ob nun vor oder während Flubber sei mal dahingestellt...) etc.
Das ist verdammt wenig Zeit, die sicher reicht, um sich mit Katrin im Auto auf den Heimweg zu machen, in einen Konflikt abzudriften und sie zu töten (oder einen Unfall zu haben), aber sehr sehr wenig Zeit, um eine Leiche verschwinden zu lassen und zwar so gut, dass sie dann 2 1/5 Jahrzehnte lang nicht gefunden wird. Zumal sich die Situation unmittelbar nach so einem Vorfall angesichts des jungen Alters der drei ja doch als mental extrem herausfordernd darstellen dürfte (also die dürften doch da total durch den Wind gewesen sein!). Die Vorstellung, eine Leiche nur provisorisch versteckt zu haben und sich spätestens in den nächsten Tagen um eine bessere Ablagemöglichkeit kümmern zu müssen, dürfte diesen Ausnahmezustand wohl noch mal deutlich verschärft haben.
Die Bekannten und Freundinnen haben zu allen dreien ausgesagt, dass ihnen nach Katrins Verschwinden an denen keine Wesensveränderung aufgefallen ist.

Wenn man also von einem Täter aus der Gruppe der drei als verdächtig eingestuften jungen Männer ausgeht (oder einem anderen Mister X, der dieser Altersgruppe angehört), würde ich denken, dass sie die Leiche noch am gleichen Abend, direkt im Anschluss an die Tat, irgendwo im Wald abgelegt haben. Wenn ich mich versuche, in diese Situation hinein zu versetzen, würde ich denken, dass die spontane oberste Priorität wäre, die Leiche möglichst schnell loszuwerden. Ich würde davon ausgehen, dass die alle nicht gerade True-Crime-Nerds waren und damals bei ihnen das allgemeine Wissen über Möglichkeiten der Spurensicherung eher gering bzw. gar nicht im Bewusstsein war, so dass es ihnen deshalb wahrscheinlich weniger um ein Verwischen/Zerstören von Spuren und/oder ein "Für-Immer-Verschwinden-Lassen" gegangen wäre, sondern einfach darum, die Leiche möglichst zügig loszuwerden. Bei der Wahl des Ablageortes wäre es dann erst mal darum gegangen, sie einigermaßen zu verstecken (also z.B. nicht am Waldrand oder in direkter Nähe zu einem Waldweg, sondern tiefer in den Wald hinein, vielleicht oberflächlich abgedeckt mit Laub und Zweigen) und sie etwas weiter weg zu bringen, weil man denkt, dass dort a) wahrscheinlich nicht gleich gesucht würde und b) man dann keine Verbindung zur Person des Täter ziehen würde.
Schnelligkeit dürfte dabei ein gewisse Prioriät gegenüber einem ausgeklgeltem Versteck gehabt haben.

Bei einem älteren Täter dagegen würde ich die Wahrscheinlichkeit einer Zwischenlagerung für deutlich höher einschätzen. Zum einen, weil ein erwachsener Mann eher Zugang zu Zwischenlagerungsmöglichkeiten (z.B. eigenes Grundstück, eigenes Haus, Garage etc.) haben und sich eben auch besser in der weiteren Umgebung ausgekannt haben dürfte. Zum anderen aber auch, weil ich bei einem älteren Täter eher von einem überlegteren, nicht so übereilten Handeln ausgehen würde.

In der Rückschau ist uns bekannt, dass das Versteck oder die Methode der Leichenvernichtung so gut war, dass die Leiche seit jetzt fast 25 Jahren nicht entdeckt wurde. Gerade bei einem Versteck muss das aber nicht bedeuten, dass der Täter tatsächlich einen genialen Masterplan hatte und das perfekte Versteck erdacht hat, sondern kann vielleicht auch einfach Glück (aus Tätersicht) sein. Die gerade aufgefundene Leiche von Jenni Sch. hatte der Täter wohl einfach in einem Gebüsch abgelegt, also nicht sonderlich aufwenidg versteckt und trotzdem ist sie jahrelang nicht gefunden worden.


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28.12.2025 um 21:30
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das fängt schon damit an, dass sie weniger Lebenserfahrung haben, sich weniger gut in der Gegend auskennen dürften
Zitat von GastschreiberGastschreiber schrieb:Was mir generell bei den Podcasts aufgefallen ist von Seiten der Polizei zu den Befragungen:

- weiß das nicht mehr
- kann sich nicht erinnern
- müssen das so nehmen wie er gesagt hat…
Das ist in der Tat echt zermürbend und frustriendend.
Zitat von GastschreiberGastschreiber schrieb:Irgendwie hört sich das nicht nach knallharten Verhören an, nach dem Motto „den haben wir komplett auseinander genommen“
Das ging ja mit Ralph so weiter, der wurde befragt und irgendwie war es das dann auch.
Naja das ist ja auch nicht erlaubt da wen "in die Mangel" zu nehmen. Und selbst wenn dies so gehandhabt wird kann es passieren dass ein Geständnis auch deswegen nicht verwertet werden kann, was ebenso frustrierend wäre.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:In der Rückschau ist uns bekannt, dass das Versteck oder die Methode der Leichenvernichtung so gut war, dass die Leiche seit jetzt fast 25 Jahren nicht entdeckt wurde.
Umgekehrt gedacht reicht aber auch eine unauffällige Stelle, man kann ja nicht jeden Fleck auf dieser Erde durchsuchen.

Ein Detail lässt mich aber nicht an eine zeitnahe Verbringung der Leiche glauben sollte Katrin getötet worden sein: das Wetter. Bei diesen Temperaturen kann man nicht einfach mal so ein Loch ausheben.


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Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 21:31
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Ja, das sehe ich auch so. Was dachte sich der Hinweisgeber? Fand der/die Ralf verdächtig? Oder war es eine Ex, die ihm eins auswischen wollte? Aber auch unwahrscheinlich nach so langer Zeit.
Die Ex hat das Alibi für den Neujahrsabend zumindest offen gelassen, also gesagt, dass sie nicht mehr genau weiß, ob sie schon am 1.1. oder erst am 2.1. nach Hause gefahren ist. Hätte sie Ralf einen reinwürgen wollen, hätte sie doch einfach nur behaupten müssen , sicher zu sein, schon am frühren Abend des 1.1. weggefahren zu sein.

Und immerhin stimmte die Geschichte, die der Hinweisgeber geliefert hat, zumindest hat Ralf die Begegnung ja bestätigt. Insofern gehe ich nicht davon aus, dass der Hinweisgeber ihm einfach nur Scherereien bereiten wollte. Sondern eher, dass er nicht nachvollziehen konnte, warum Ralf sich nicht als Zeuge meldet und er durch den Podcast vielleicht auch erkannt hat, wie intensiv die Polizei immer noch nach Zeugen sucht, um den Abend besser rekonstruieren zu können, und wie verzweifelt Katrins Familie ist. Ich kann mir vorstellen, dass das schon eine Art Verantwortungsgefühl und schlechtes Gewissen bei ihm ausgelöst haben könnte, und er das Wissen was er hat, loswerden wollte.
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Der Hinweisgeber muss ja entweder jemand sein, der die Situation beobachtet hat und vielleicht ursprünglich dachte, Ralf hätte es eh der Polizei erzählt. Und erfuhr dann später, dass das nicht so war. Und selbst, wenn er/ sie Katrin nicht einsteigen gesehen hat, kann Ralf noch ein zweites Mal vorbeigefahren sein und sie stieg dann ein.

Oder es ist jemand, dem/ der er es erzählt hat. Wenn er der Täter ist, wäre das nicht sehr klug. Aber nicht alle Täter sind klug. Oder er erzählte es in den Zusammenhang. „ Ach ja, die hab ich da auch gesehen, aber das war ja noch bevor sie mit Martin geredet hat.“ Andererseits war er eine andere Altersgruppe als Martin, wusste also wahrscheinlich keine Details über das Treffen mit Martin.
Ich denke eher an zweiteres, also jemandem, dem Ralf von dem Treffen erzählt hat. Ansonsten würde das ja bedeuten, dass sich gleich zwei wichtige direkte Augenzeugen (Ralf und der anonyme Hinweisgeber) über Jahre nicht gemeldet hätten. Für Ralf kann man sich als Grund noch vorstellen, dass er keinen "Ärger mit der Polizei" wollte, also Angst hatte, verdächtigt zu werden. Aber für den Beobachter gibt es eher keinen vorstellbaren Grund, so etwas nicht zeitnah zu melden.
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Es wäre schon interessant, das Motiv des Hinweisgebers zu kennen. Aber vielleicht hören wir noch was dazu.
Ich fürchte eher nicht. Der Hinweis kam ja wohl über dieses anonyme Hinweissystem der Polizei herein, über das die Polizei die Tippgeber auch für Rückfragen kontaktieren kann (ohne dass die Identität des Hinweisgebers bekannt ist), der Tippgeber hat aber wohl auf solche Kontaktversuche nicht mehr reagiert,.


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28.12.2025 um 21:57
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Ein Detail lässt mich aber nicht an eine zeitnahe Verbringung der Leiche glauben sollte Katrin getötet worden sein: das Wetter. Bei diesen Temperaturen kann man nicht einfach mal so ein Loch ausheben.
Es gibt Sandkuhlen im Wald, eine Große sogar bei Jiggel. Die dürfte man schon kennen wenn man in der Nähe aufgewachsen ist, auch als junger Mensch. Ein Ort an den man als Kind mit dem Fahrrad fährt um da zu spielen, vor allem wenn man eine Kindheit in den 80ern und 90ern hatte.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Unabhängig vom allgemeinen Charakter-Typ des Täters (risikobereit vs. risikoscheu, bedacht vs. panisch) finde ich, dass das Alter der Person dabei ein hohe Rolle spielen dürfte.
Das stimmt, deine Überlegungen sprechen wirklich eher für einen älteren Täter.


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28.12.2025 um 22:07
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Das fängt schon damit an, dass sie weniger Lebenserfahrung haben, sich weniger gut in der Gegend auskennen dürften
Oh da ist mir jetzt ein Punkt durch die Lappen gegangen: ich muss sagen in jüngeren Jahren war ich mehr mit Freunden und Bekannten in der Natur unterwegs, auch im Wald und kannte da auch abgelegenere Stellen als jetzt im Erwachsenenalter.
Wenn ich jetzt so spazieren gehe muss ich viele Ecken nochmal neu entdecken.
Zitat von kweezelkweezel schrieb:Es gibt Sandkuhlen im Wald, eine Große sogar bei Jiggel. Die dürfte man schon kennen wenn man in der Nähe aufgewachsen ist, auch als junger Mensch. Ein Ort an den man als Kind mit dem Fahrrad fährt um da zu spielen, vor allem wenn man eine Kindheit in den 80ern und 90ern hatte.
Aber diese Stellen dürften ja bekannt und abgesucht worden sein?


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28.12.2025 um 22:13
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Aber diese Stellen dürften ja bekannt und abgesucht worden sein?
Es wurden viele Waldgebiete in der Umgebung mit Hundertschaften abgesucht. Wenn die Sandkuhle aber nur Zwischenablage war und bei der Suche keine Leichenspürhunde mit dabei waren, würde man dort ja auch nichts finden. Es ging mir dabei darum, dass man auf die Schnelle bei dem Wetter sehr wohl ein großes Loch hätte graben können.


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28.12.2025 um 22:25
Zitat von kweezelkweezel schrieb:Es ging mir dabei darum, dass man auf die Schnelle bei dem Wetter sehr wohl ein großes Loch hätte graben können.
Halte ich dennoch für eher unwahrscheinlich. Zumal es sich sicher um eine spontane Aktion gehandelt hat, ich kann mir da einfach nicht vorstellen dass da wer am Neujahrsabend die perfekte Stelle für die Zwischenablage auftun und sie dann bisher komplett verschwinden lassen. Wenn dann müsste das wie gesagt mit einem gewissen Vorsatz vonstatten gegangen sein.

Ich denke einfach dass die Ermittler mehr Hinweise haben, was ich ja schon öfter hier geschrieben habe. Da Katrin so viele Menschen gekannt und auch an diesem Abend getroffen hat gibt es sicher Gerüchte und Gerede und ich kann mir auch vorstellen, dass da tatsächlich ein oder mehrere mehr wissen.


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28.12.2025 um 22:51
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Ralf: Macht es jemanden tatsächlich sofort tatverdächtig, wenn er von einer Begegnung mit Katrin nicht erzählt? Immerhin gibt es eine zweite Aussage, Minuten später, die ja bestätigt, dass Katrin offenbar nicht bei Ralf ins Auto gestiegen ist. Somit (unter der Annahmen Martin hat nicht gelogen) bringt eine Aussage von Ralf keinen Mehrwert außer der Tatsache, dass Katrin ein Mitfahrangebot offenbar zweimal abgelehnt hat.
Na ja, es macht ihn nicht sofort offiziell tatverdächtig (also im juristischen Sinne), aber ich denke dass es zumindest allgemein schon einige kritische Fragen aufkommen lässt. Zuallererst mal die, warum er sich bisher nicht freiwillig gemeldet hat? Es gibt keine Pflicht, sich als Zeuge zu melden, selbst wenn man sicher von einem Verbrechen Kenntnisse hat, also ein sehr wichtiger, vielleicht sogar der entscheidende Zeuge ist. Der Bürger ist kein Hilfspolizist des Staates, insofern hat er nichts verbotenes getan, für dass er von juristisch verfolgt oder bestraft werden könnte.
Aber sich nicht zu melden, obwohl ihm augenscheinlich bewusst war, dass er eine wichtige Beobachtung gemacht hat und das, obwohl er Katrins Familie offenbar recht gut kennt, ist schon komisch. V.a. wenn man bedenkt, dass sich offenbar 100te andere Menschen gemeldet haben, die meisten davon sicher in der Hoffnung, helfen zu können, Katrin zu finden und ihr Schicksal aufzuklären.

Ob er dann auch im juristischen/polizeilichen Sinne verdächtigt wurde, hängt denke ich davon ab, wie er sich bei den Vernehmungen verhalten und was er da ausgesagt hat. Ob er z.B. kooperativ war (was zumindest im Podcast so klingt, weil er die Begegnung ja eingeräumt hat), ob er plausibel erklären konnte, warum er sich nie gemeldet hat, ob seine Aussagen durch andere Personen gestützt werden konnten etc.

Aber ich finde, dass die Polizei schon recht offensiv mit den Infos zu "Ralf" umgeht und im LiD-Podcast Details genannt wurden, die es zumindest den Bewohnern von Bergen ermöglichen sollten, die Person um die es geht zu identifizieren, auch wenn der Name anonymisiert wurde. Insofern denke ich, dass die Polizei schon etwas mehr Begründungen für einen Verdacht gegen ihn haben als die bloße Tatsache, dass er sich nicht selber gemeldet hat.
Zitat von GastschreiberGastschreiber schrieb:Irgendwie hört sich das nicht nach knallharten Verhören an, nach dem Motto „den haben wir komplett auseinander genommen“
Das ging ja mit Ralph so weiter, der wurde befragt und irgendwie war es das dann auch.
Im NDR-Podcast berichtet doch die damalige Freundin von Christian, wie sehr die Ermittlungen der Polizei ihr und Christian zugesetzt haben. Das war von Wanzen am Auto und Abhören der Telefone die Rede. Das kang für mich schon nach sehr intensiven und aufwendigen Ermittlungen.

Ich denke außerdem, dass die Eremittler ja auch ein Interesse daran haben, sie selbst und ihre Arbeit als eher neutral und positiv in der Öffentlichkeit darzustellen. Die werden sich kaum in ein Interview setzen und davon schwärmen, wie sie einen Tatverdächtigen nach dem anderen "mal so richtig in die Mangel genommen" und "weichgekocht" haben. Ich kann mir vorstellen, dass da schon ordentlich Druck aufgebaut wurde.

Von Christian hieß es, er sei prinzipiell kooperativ gewesen, aber sein Vater habe sich extrem über die Ermittlungen gegen den Sohn aufgeregt und sei wohl mehrmals bei den Vernehmungen dabei gewesen. Und ich meine, von Martin hieß es, er sei de ganze Zeit über der kooperativste von den Tatverdächtigen gewesen. Insofern bestand dann wohl auch kein Grund, ihn "durch die Mangel zu drehen".


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Wo ist Katrin Konert?

28.12.2025 um 23:19
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Im NDR-Podcast berichtet doch die damalige Freundin von Christian, wie sehr die Ermittlungen der Polizei ihr und Christian zugesetzt haben.
Ich denke da könnte auch die Antwort liegen warum sich Ralf nicht meldete, er hat mit Sicherheit mitbekommen wie es Christian, Sven und Martin ergangen ist. Keiner der drei möchte ja mit noch mit Medien sprechen.

Übrigens hat der Podcast Mordlust ebenfalls eine Folge zum Fall aufgenommen, dabei gibt es zwar keine neuen Infos, aber er erhält wieder mehr Aufmerksamkeit. Das einzige was mich verwirrt dass da komplett andere Namen verwendet wurden.


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29.12.2025 um 00:37
Zitat von GastschreiberGastschreiber schrieb:Irgendwie hört sich das nicht nach knallharten Verhören an, nach dem Motto „den haben wir komplett auseinander genommen“
Die Zeiten ändern sich. Viele Dinge sind nicht mehr so möglich, wie sie es noch zu Beginn des Falles waren. Ich denke, man hat gerade den jungen Beschuldigten einiges abverlangt, was sich durchaus auch noch auf den Freundeskreis auswirkte. Heute sind die Hürden bei der Befragung eines Beschuldigten, insbesondere wenn es um ein Kapitaldelikt geht, weitaus höher. Da geht quasi gar nichts mehr ohne Anwalt, aufgrund des Vorliegens einer notwendigen Verteidigung. Deshalb, selbst wenn es die Ermittler gerne wollten, autoritäre Vernehmungsmethoden sind kaum noch machbar. Hier heißt es mittlerweile mehr die psychologische Schiene zu bedienen.
Zitat von cg75000cg75000 schrieb:Das ist oft ein Problem True Crime Berichten. Die unabhängigen haben keinen Zugang zu unmittelbaren Quellen und sind oft nur Nacherzählungen. Die anderen mit dem Quellenzugang sind eher Mainstream Medien und da werden oft soziale Verhältnisse, lokale Praktiken und millieuspezifische Tatsachen weggeglättet. Gerade in diesem Fall ist da ein großes Gefühl, dass sich noch Nuancen hinter der objektiven Erzählung verbergen.
Ich denke gerade im Fall von Katrin Konert war die Zusammenarbeit zwischen Journalisten und Ermittler tiefgründiger als in anderen Fällen. Insbesondere die Neuaufnahme der Ermittlungen im Jahr 2018 stützten zu einem nicht unerheblichen Teil auf das Mitwirken der Medien. Auch der neue Podcast fährt diesbezüglich gerade im Falle des neuen Verdächtigen Ralf auf der gleichen Schiene. Man will, dass über diese Person, insbesondere in Bergen und Umgebung, diskutiert wird. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass die dargebotenen Fixpunkte für Einheimische ausreichend sind, um diese Person aus dem Bereich des Unbekannten herauszuheben. Einerseits ein Mittel um Druck aufzubauen, andererseits auch mit der Verfolgung des Ziels neue Zeugen zu gewinnen.


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29.12.2025 um 12:16
@kweezel – Danke für Deine Beschreibung und Überlegungen das macht die Gegebenheiten wie ich finde sehr anschaulich. Ich selbst komme aus dem waldreichsten Gebiet Österreichs – daher kann ich „waldreich“ denke ich gut nachvollziehen. Auch hier gibt es Gegenden (wenn auch eher alpin/bergig) die ähnlich dünn besiedelt sind. Hier jemanden ohne konkrete Hinweise zu finden, ist mEn fast unmöglich.
Zitat von kweezelkweezel schrieb:Dazu kommt noch, dass es wirklich viele verwilderte Stücke gibt, um die sich keiner kümmert und bei denen man sich sicher sein kann, dass dort keiner hinkommt. Ortskundige kennen mit Sicherheit solche Stellen.
Solche Orte stelle ich mir unter „halb-öffentlich“ / „privat“, aber nicht wirklich im Besitz, vor.

Beim eigenen Grundstück (im Garten, Keller, die Du als Beispiel nanntest) – da bin ich der Ansicht, dass eine dauerhafte Ablage dort, eher auf einen Täter passen würde, der „routiniert“ wäre, oder eben psychisch auffällig (geworden) wäre – aufgrund der mentalen Belastung über so viele Jahre, das müsste man einerseits aushalten können und andererseits auch die Örtlichkeit „unter Kontrolle“ vor fremden/anderwärtig familiären Zugriff haben.

Wie auch @Grillage schrieb, ist ein solcher Ort mEn für einen jüngeren Täter eher unwahrscheinlich, aufgrund des fehlenden Eigentums, Einbindung in familiäre Struktur bzw. der langfristigen Kontrollmöglichkeit.

Ein kurzfristiges, vorübergehendes Verstecken kann ich mir sowohl einem älteren wie auch einem jüngeren Täter vorstellen, (so wie @Grillage meinte zB Partner abwesend, Eltern ggf. auf Urlaub oder erkrankt; ein spontaner „Besuch“ eines Vermieters nicht wahrscheinlich) – wenn auch mEn deutlich risikobehaftet und auch meiner Meinung eher passend zu einer älteren Person.

Da Du @Grillage denn Fall Jenni Scharinger ansprichst - auch hier das Verschwinden im Jänner, die Leiche war nicht vergraben, weder am ersten Ablageort, noch am Letzten, in den die Leiche, mEn aufgrund der Suchaktionen im Bereich des ersten Ortes, nach rund zwei Monaten schlußendlich verbracht wurde.
Beides wären für mich „halb-öffentliche“ Räume; der Windgürtel ist kein wirklicher „Ort“ für einen Ausflug oder ähnliches und auch der Wald (Teil des Truppenübungsplatzes) mEn nicht. Dort lag sie ja fast 7 Jahre lang, ohne dass etwas bemerkt wurde.

@Herbstkind - Katrin muss also gar nicht vergraben worden sein, einfaches Abdecken an einem "Nicht-Ort" reicht aus (oder wie @kweezel beschrieb die "Kuhle im Wald"). Wenn es natürlich auch nicht sicher ist, das es reicht - ein gewisses Risiko müsste der Täter damit also schon in Kauf zu nehmen bereit (gewesen) sein.

Interessant allerdings, dass sich der Täter in diesem Fall einerseits aufgrund des (Ermittlung-)Drucks und andererseits aufgrund seines Mitteilungsbedürfnisses (Prahlerei) schlussendlich selbst gestellt und zum Ablageort geführt hat.

In diesem Zusammenhang zeigt der angesprochene Fall mEn ja auch, dass mit wachsender Öffentlichkeit/Fokus auf bestimmte Personen nicht nur das Risiko steigt entdeckt/entlarvt zu werden, sondern auch der innere Drang, Kontrolle über „die eigene Geschichte“ zu behalten oder aber eben selbst an Bedeutung zu gewinnen.
Zitat von kweezelkweezel schrieb: Irgendwie glaube ich nicht daran, dass jemand, der es fertig brachte so lange zu schweigen, jetzt damit anfängt.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Es ist nur schade dass mit dieser weiteren Person augenscheinlich keine großartig neue Entwicklung losgetreten wurde.
Mag also die Hoffnung noch so klein sein, ich hoffe dennoch, dass auch im Fall Katrins intensive und anhaltende Öffentlichkeitsarbeit Wirkung zeigt – selbst wenn neue Hinweise zunächst vielleicht unscheinbar wirken.

Solche „kleinen“ Entwicklungen entfalten ihre Wirkung doch oft zeitverzögert, etwa weil Mitwisser verunsichert werden, bestehende Loyalitäten brechen oder beim Täter selbst psychischen Druck erzeugt wird. Dass bislang keine öffentlich sichtbare Dynamik entstanden ist, bedeutet daher für mich nicht zwingend, dass im Hintergrund nichts in Bewegung gerät.

Wie ja auch @Triquetrum die Zusammenarbeit mit den Medien und den psychologischen Effekt obenstehend gut beschreibt.


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Wo ist Katrin Konert?

29.12.2025 um 12:26
Zitat von 2cent2cent schrieb:Katrin muss also gar nicht vergraben worden sein, einfaches Abdecken an einem "Nicht-Ort" reicht aus (oder wie @kweezel beschrieb die "Kuhle im Wald"). Wenn es natürlich auch nicht sicher ist, das es reicht - ein gewisses Risiko müsste der Täter damit also schon in Kauf zu nehmen bereit (gewesen) sein.
Natürlich aber solche Verbringungen sind doch eher selten, so einige werden doch gerne von Spaziergängern oder Pilzsammler gefunden.

Ich glaube hier in unseren Wäldern wäre das bspw. ziemlich unwahrscheinlich da wen derart auf diese lange Zeit zu verbringen. Es sind gerade jetzt viele Leute unterwegs und das auch im tiefsten Dickicht.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Mag also die Hoffnung noch so klein sein, ich hoffe dennoch, dass auch im Fall Katrins intensive und anhaltende Öffentlichkeitsarbeit Wirkung zeigt – selbst wenn neue Hinweise zunächst vielleicht unscheinbar wirken.

Solche „kleinen“ Entwicklungen entfalten ihre Wirkung doch oft zeitverzögert, etwa weil Mitwisser verunsichert werden, bestehende Loyalitäten brechen oder beim Täter selbst psychischen Druck erzeugt wird. Dass bislang keine öffentlich sichtbare Dynamik entstanden ist, bedeutet daher für mich nicht zwingend, dass im Hintergrund nichts in Bewegung gerät.
Natürlich wünsche ich mir dass da irgendwann etwas passiert weil sich ein Mitwisser öffnet oder eben der Täter sich unter Druck gesetzt fühlt.
Denn wie weiter oben geschrieben wissen bestimmt ein paar Leute etwas.


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Wo ist Katrin Konert?

29.12.2025 um 14:01
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Natürlich aber solche Verbringungen sind doch eher selten, so einige werden doch gerne von Spaziergängern oder Pilzsammler gefunden.
An "Nicht-Orten", die ich angesprochen hatte, sind üblicherweise keine Spaziergänger/Pilzsammler unterwegs. Einen öffentlichen, frequentierten Ort als Ablageort hatte ich hier bereits als recht unwahrscheinlich angenommen: Beitrag von 2cent (Seite 617)

Ich hatte bislang nicht den Eindruck, dass eine Leiche bei der Ablage zwingend vergraben werden muss, um lange unentdeckt zu bleiben – ebenso wenig, dass solche Konstellationen so selten wären, dahingehend überrascht mich Deine Einschätzung.

Alleine aus diesem Forum hier fallen mir spontan die auch hier im Thread genannten Fälle Jenni S. (7 Jahre, nach Täterhinweis), Sonja E. (1995 bis 2021 unentdeckt) und Peggy K. (15 Jahre) ein.

Generell unentdeckt zu bleiben, ohne Vergraben - teilweise auch in absoluter Nähe zu bewohnten/öffentlich zugänglichen Gebiet- zeigen zB auch diese Fälle: Tanja Gräff (8 Jahre durch Rodungsarbeiten), die Vermisste aus 1978 die 2021 gefunden wurde1, der „Mann im Wald inkl. Fahrrad“ (vermutet nach 2009 bis 2025)2, der hier erwähnte „Mann im Baum“3 (29 Jahre), Yolanda K. (Naherholungs-/Wandergebiet 4 Jahre) oder auch nicht identifizierte Personen (ca. Mitte der 60er bis 2017)4.
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:Ich glaube hier in unseren Wäldern wäre das bspw. ziemlich unwahrscheinlich da wen derart auf diese lange Zeit zu verbringen. Es sind gerade jetzt viele Leute unterwegs und das auch im tiefsten Dickicht.
Mit „hier in unseren Wäldern“ meinst Du auch rund um Bergen bzw. die Region Lüchow-Dannenberg? Bist Du also auch Orts-/Gebietskundig? Bzw. was machen denn diese Personen (um diese Jahresezeit) im "tiefsten Dickicht"?
Oder ich verstehe nicht ganz was Du damit meinst, stünde mVn der Beschreibung von @kweezel diametral gegenüber?
Zitat von kweezelkweezel schrieb:Die Möglichkeiten eine Leiche "verschwinden" zu lassen sind unendlich, da weder im eigenen Garten/Keller/Nebengebäude/Scheune/Grundstück noch im Wald,Wiesen,Heide, Moor groß Gefahr droht jemand anderen zu treffen oder beobachtet zu werden
[...]
Auch an öffentlichen oder halböffentlichen Orten in der Natur trifft man ebenfalls kaum jemanden. Geht man auf den Feldwegen trifft man den ein oder anderen Hundebesitzer oder Landwirt, aber selbst auf den Waldwegen wird es schon wesentlich weniger, würde man von den Waldwegen ab quer in den Wald gehen dann ist die Chance gleich Null. Jäger sind auch nur zu bestimmten Zeiten unterwegs, wenn man hier wohnt und/oder aufgewachsen ist, dann weiß man das auch.
1) https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.knochenfund-in-calw-vermisstenfall-von-1978-aufgeklaert.be81dc51-b67d-4163-9cf2-2e8440e86aa8.html#:~:text=Knochenfund%20in%20Calw:%20Vermisstenfall%20von%201978%20aufgekl%C3%A4rt%20%2D%20Baden%2DW%C3%BCrttemberg.
2) https://www.derstandard.de/story/3000000290164/leiche-lag-jahrelang-in-obersteirischem-wald-identit228t-unklar?
3) Scarlett (26) beim Wandern im Schwarzwald verschollen (Seite 998) (Beitrag von JosephConrad)
4) https://www.polizei.bayern.de/fahndung/personen/unbekannte-tote/005079/index.html


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Wo ist Katrin Konert?

29.12.2025 um 14:14
Zitat von 2cent2cent schrieb:dahingehend überrascht mich Deine Einschätzung.
Natürlich gibt es einige Fälle in denen die Leiche jahrelang unentdeckt verbracht wurde. Dennoch ist die Anzahl der bekannten Fälle nüchtern betrachtet überschaubar.

Dem gegenüber stehen viele andere Vermisstenfälle bei denen die Person relativ schnell gefunden wurde.

Daher meine Einschätzung.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Mit „hier in unseren Wäldern“ meinst Du auch rund um Bergen bzw. die Region Lüchow-Dannenberg?
Nein ich wohne nicht in der Gegend, aber hier gibt es auch sehr viel Wald und von daher habe ich mich mal in die Lage versetzt wie es dort aussieht. Was nicht heißen soll dass ich die Umgebung hierzu mit der gleichsetze, wo Katrin potentiell verbracht worden konnte. Das ist mir schon klar.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Bzw. was machen denn diese Personen (um diese Jahresezeit) im "tiefsten Dickicht"?
In der Tat kenne ich einige mit Hund oder Pilzsammler oder "normale" Spaziergänger die schon gerne ins Dickicht gehen, alleine um Ruhe zu haben.
Bei uns sind auch viele unterwegs, selbst bei eiskalten Temperaturen und von daher sucht man sich gerne ruhigere Orte.
Aber bei einer möglichen Entdeckung geht es ja nicht nur um den Zeitraum im Winter.


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Wo ist Katrin Konert?

29.12.2025 um 14:16
Hier noch ein aktueller Fall bei dem eine seit Oktober 2024 vermisste Person gefunden wurde:
Am 5. Dezember hatte ein Jäger in einem schwer zugänglichen Waldstück bei Peine (Niedersachsen) die Knochen entdeckt.
Quelle: https://www.tag24.de/justiz/leichenfunde/knochen-fund-in-waldstueck-tote-ist-vermisste-frau-3453405


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Wo ist Katrin Konert?

29.12.2025 um 14:56
Zitat von HerbstkindHerbstkind schrieb:In der Tat kenne ich einige mit Hund oder Pilzsammler oder "normale" Spaziergänger die schon gerne ins Dickicht gehen, alleine um Ruhe zu haben.
Es muss prinzipiell ja auch ein Ort sein, der mit einem Fahrzeug erreichbar ist. Sei es über Straße oder Waldweg. Vom Fahrzeug dann schleppt man eine Leiche auch nicht kilometerweit, sondern vielleicht (höchstens) wenige hundert Meter. Im Umkehrschluss wären das natürlich Orte, die auch Hunde leicht aufspüren können, Pilzsammler, Jäger o.ä. frequentieren. Aber klar das Gebiet welches in Frage kommt ist sehr groß.
Vielleicht war es bisher einfach nur Glück für den Täter bzw. reiner Zufall dass sie nicht gefunden wurde. Dagegen spricht die fehlende Planung (hier geht ja eigentlich niemand von einer planmäßigen Tötung aus), kann jemand nach einer spontanen Tötung im Ausnahmezustand einen "perfekten" Ablageort finden?
So argumentiert spricht wiederrum vieles für einen privaten Ablageort, den der Täter kontrolliert und der bisher noch nicht durchsucht wurde.


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