Wo ist Katrin Konert?
05.02.2026 um 12:46kennst dich ja sehr gut aus, kommst du da aus der Gegend?Saschulja1985 schrieb:gerne geschehen. Die Freundin von Martin wohnte damals noch ein paar Häuser weiter, wäre sogar fußläufig möglich gewesen.
kennst dich ja sehr gut aus, kommst du da aus der Gegend?Saschulja1985 schrieb:gerne geschehen. Die Freundin von Martin wohnte damals noch ein paar Häuser weiter, wäre sogar fußläufig möglich gewesen.
Hinzu kommt halt auch, dass die Ex-Beschuldigten nacheinander in den Fokus der Polizei und dann in den Beschuldigtenstatus gelangt sind. Es ist ja höchst unwahrscheinlich, dass die Tat von mehreren dieser Personen gemeinsam begangen wurde, also können nicht alle 5 gleichzeitig Beschuldigte sein. Mit anderen Worten: wenn einer Beschuldigter wird, bedeutet das im Umkehrschluss, dass der vormals Beschulidgte nicht mehr Beschuldigter ist. Damit jemand zum Beschulidgten wird, bedarf er eines konkreteren Tatverdachts.Triquetrum schrieb:Tatverdächtig sind die Genannten mehr oder minder weiterhin, jedoch ist derzeit keiner im Status eines Beschuldigten, was zu der Möglichkeit der Aussageverweigerung führen könnte. Soll heißen, auch ein Zeuge kann tatverdächtig sein. Dies bedeutet nur, dass die Spurenlage noch nicht ausreichend ist oder wie hier bei manchen nicht ausreichend war, um diesen in den Status des Beschuldigten zu setzen oder zu belassen.
"Schon" ist gut. Wir haben 2026 und Ralf wurde 2018 von dem anonoymen Anrufer benannt, also vor ca. 7 Jahren. Die Tatsache, dass er sich bis 2018 nicht selbts als Zeuge gemeldet hat, wirft bei der Polizei natürlich Fragen auf und die werden ihn entsprechend befragt haben. Es reicht doch, dass seine Einlassungen und Begründungen dazu wenig glaubhaft erschienen. Und entsprechend intensiv werden wie weiter in seine Richtung ermittelt haben. Wir wissen ja z.B. dass seine Ex-Frau, die damals zu Besuch bei ihm gewesen ist, zu dem Tag befragt wurde um festzustellen, ob er ein Alibi hat. Ich denke, dass auch weiter Personen aus seinem Umfeld und natürlich er selber befragt wurden.schluesselbund schrieb:Dieser Ralf war ja erst seit kurzem bekannt. wie er da schon zum Tatverdächtigen wird erschliesst sich mir nicht. Was mir auch nicht klar ist, welcher Tat er verdächtig ist. Kann es sein dass sich Frau Rödel in ihrer Aussprach vertan hat? Weiter gilt für mich auch:
Ist das nicht so, dass man als Zeuge aussagen muss?Opti-Mist schrieb:dass keiner der Zeugen/Verdächtigen gezwungen werden kann, erneut eine Aussage zu machen. Und es gibt ja auch Zeugen (z.B. Sven), die recht schnell die Mitarbeit mit der Polizei eingestellt haben.
Naja, das mag schon so stimmen. Nur wenn man selbst Bewohner in Bergen ist und alles um diesen Fall irgendwie intensiv mitbekommen muss erschließt sich mir nicht warum er sich da nicht gemeldet hat. Ich spreche hier explizit von dem Zeitraum zwischen 2001- 2018. Zumal die Polizei ja damals jeden noch so kleinen Hinweis gebraucht hat. Und Ralph kannte ja den Vater von Katrin.schluesselbund schrieb:Siehst du das sind genau solche Vorverdächtigungen wie er hat sich nicht selber gemeldet. Nur weil er Katrin gesehen hat und sie auch Angesprochen hat, muss er sich doch gar nicht selber Melden. Zumal es auch keinen zwingenden Grund dazu gab. Da Katrin die MFG ausgeschlagen hat. Und bevor wir zum Alibi kommen ist man verpflichtet jede sek. zu beweisen wo man war?
Vor Gericht, nicht bei der Polizei.Justsaying schrieb:Ist das nicht so, dass man als Zeuge aussagen muss?
Ja, es klingt nach einem Setzen auf Freiwilligkeit - wahrscheinlich auch, dass da keiner hockt und mauert.Opti-Mist schrieb:Also bittet die Polizei darum. Dem muss niemand nachkommen.
Ich kann mir dazu keinen Reim machen.Triquetrum schrieb am 01.02.2026:. Aus meiner Sicht geht es vielmehr um die Aussagen, die bewusst zum Zeitpunkt der Erstvernehmung mit falschem Inhalt befüllt wurden.
Du sagst es warum soll man sich melden wenn man nichts verbrochen hat? Weisst du warum? Ich sage es dir. Weil man keine Unannehmlichkeiten mit der Polizei will. Und ich sage dir noch was. Wenn du dich als Zeugen meldest, bist du automatisch verdächtig. Warum ist das so? Auch das sage ich dir. Wenn du nichts wüsstest, würdest du dich sicher nicht melden. Da du gar nichts aussagen kannst.Fabi_92420 schrieb:Also wieso nicht melden und erst 2018 durch einen Anonymen Hinweis ins spiel gebracht werden? Vorallem wenn man ja eh nichts verbrochen hat und damit ja nur der Polizei helfen kann.
Ganz einfach:schluesselbund schrieb:warum soll man sich melden wenn man nichts verbrochen hat?
Natürlich hatte er etwas zu sagen - wo er Katrin begegnet ist und bestenfalls auch wann. Und was gesprochen wurde.schluesselbund schrieb:Da du gar nichts aussagen kannst.
Genau das meinte ich. Wenn er dies relativ zügig, und damit meine ich im Laufe des Jahres 2001, getan hätte, wäre die Erinnerung definitiv auch noch eine andere gewesen als 17 Jahre später. Evtl irgendwelche anderen Beobachtungen, fremde Autos, andere Personen, die natürlich nach so einer langen zeit evtl weg sind.Justsaying schrieb:Weil man der Familie nahe steht; es einem daran gelegen ist, dass die Tat ein einem Maedchen, das man kennt, aufgeklärt wird; weil es zig Aufrufe der Polizei gab, zur Aufklärung des Verbrechens beizutragen....
Ich glaube, dass sich auch viele Erinnerungen verändert, also verfälscht haben.Akte-X schrieb:Einerseits denke ich schon, dass erneute Befragungen andere Ergebnisse zutage bringen können.
Ich kann mir schon vorstellen, in so einer Situation Muffensausen zu haben, der Polizei zu sagen, dass man der letzte war, der Katrin gesehen hat (wenn dies überhaupt so war). Aber da er Katrin persoenlich kannte - da kann ich mir auch nicht wirklich vorstellen, dass man nichts sagt. Rational gesehen. Aber vielleicht war das Muffensausen doch grösser.Fabi_92420 schrieb:Für mich nicht verständlich sich da nicht zu melden.
Richtig. Und hat seine Aussage was gebracht? Bzw. den Fall gelöst? Letztlich hätte es noch so sein können:Justsaying schrieb:Ganz einfach:
Das hätte wohl das Verhältnis mehr belaste als keine Aussage zu machen.Justsaying schrieb:(ja, die berühmte letzte Person, die das Opfer noch lebend gesehen hat)
Schreibe ich ja. Genau darum bist du verdächtig. Weil du etwas weisst. Diesen Umstand will nicht jeder haben.Justsaying schrieb:Natürlich hatte er etwas zu sagen - wo er Katrin begegnet ist und bestenfalls auch wann. Und was gesprochen wurde.
Es ist ja offensichtlich, dass sich mit dem Wahrheitsgehalt von Martins Aussage vieles ändert.Justsaying schrieb:Was haette Martin den sagen können, was die Ermittler auf so eine falsche Fährte geführt hat?
Und keiner macht doch absichtlich widersprüchliche Aussagen, die einem dann zum Tatverdächtigen werden lassen?
Justsaying schrieb:Ist das nicht so, dass man als Zeuge aussagen muss?
MajorQuimby schrieb:Vor Gericht, nicht bei der Polizei.
Kurz zur Richtigstellung. In diesem Fall müssen Zeugen, die bereits eine Aussage getätigt haben, dies kann auch im Rahmen einer Beschuldigtenvernehmung geschehen sein, nicht nochmals aussagen. Dies gilt auch für richterliche oder staatsanwaltschaftliche Anordnungen, mit Ausnahme, man könnte eine definitive Falschaussage nachweisen. Sie haben sich zu dem Fall geäußert, mehr geht eben nicht. Man kann also in diesem Fall nur auf eine freiwillige Einlassung der Zeugen hoffen.MajorQuimby schrieb:außer die Ladung erfolgt durch die Staatsanwaltschaft.
Justsaying schrieb:Ich kann mir dazu keinen Reim machen.
Warum sollte dies jemand getan haben?
Justsaying schrieb:Der Dokumentarfilmer M. Heuer spricht jedoch von Martin, wie aus dem Kontext hervorgeht, und er klingt richtig wütend - aber ich kann mir hier auch keinen Reim auf seine Worte machen.
Für die Vermutung von Herrn Heuer, dass Martin die Unwahrheit sagt, sehe ich drei Theorien. Zum einen könnte Martin Katrin gesehen haben und hat gar nicht mit dieser gesprochen, sondern hat einfach seine Fahrt fortgesetzt. Das schlechte Gewissen diesbezüglich könnte ihn geplagt haben und er fügte bei der Darstellung der Situation das geführte Gespräch mit an, um so eine Ausrede für mögliche Schuldvorwürfe zu haben, dass er sie an dem Abend nicht gefahren hat.Opti-Mist schrieb:Es ist ja offensichtlich, dass sich mit dem Wahrheitsgehalt von Martins Aussage vieles ändert.
Aber das haette keine echten Konsequenzen auf die Ermittlungsarbeiten, mAn. Das Interessante ist doch, dass er sagte, dass Katrin nicht mitfahren wollte - auch wenn das erfunden sein sollte, es hat die Ermittler nicht davon abgehalten, der Trampertheorie etc. nachzugehen.Triquetrum schrieb:Zum einen könnte Martin Katrin gesehen haben und hat gar nicht mit dieser gesprochen, sondern hat einfach seine Fahrt fortgesetzt.
In die Richtung dachte ich auch. Folgendes hatte ich gestern noch getippt, aber nicht abgeschickt:Triquetrum schrieb:Als dritte Theorie würde ich die Möglichkeit sehen, dass Martin Katrin, ohne etwas mit der Tat an sich zu tun gehabt zu haben, doch mitgenommen hat, jedoch nur bis zu einem bestimmten Punkt, wie z. B. Clenze. Er hatte Angst dies anzuführen, da er sich selbst so als Tatverdächtiger Nr. 1 sah. Träfe diese Variante zu, würde dies den ganzen Fall über den Haufen werfen,
Ich entwerfe mal ein Szenario:Saschulja1985 schrieb:Die Freundin von Martin wohnte damals noch ein paar Häuser weiter, wäre sogar fußläufig möglich gewesen.