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Wo ist Katrin Konert?

12.700 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

06.02.2026 um 10:40
Katrin verlässt die Wohnung an der Bahnhofstrasse ihres Freundes kurz vor 19 Uhr. Auf der Breitenstrasse wir sie bei der Pizzeria wie bei der Kirche vom Zeugen Christian wie dessen Begleiterin gesehen. Auch Ralf ein bekannter der Konerts hat Katrin zwischen der Kirche und der Kreuzung Breitestrasse / Langestrasse gesehen. Bei Ralf hat Katrin die MFG abgelehnt. Beide Zeugen Berichten, dass die Sichtung kurz vor oder kurz nach 19 Uhr gewesen sein muss. Womit dieses Zeitfenster glaubhaft ist. Der Zeuge Martin berichtet er sei zwischen 19 Uhr und 19:30 Uhr an der Bushaltestelle vorbei gekommen. Seine Angeboten einer MFG hat Katrin abgelehnt. Ob Sven oder Kurt zur relevanten Zeit also zwischen 19 Uhr und 19:30 Uhr auf der Langenstrasse unterwegs waren wissen wir nicht. Für mich deute viel darauf hin, dass sie nicht unterwegs zur Bushaltestelle waren. Also was bleibt? Martin ist der Einzig Zeuge der Katrin an der Busshaltestelle gesehen haben will. Gleich welche Zeit er da benennt, was ändert da? Klar mag man sich da jetzt vieles ausdenken. Nur ich glaube da ändert gar nichts. Auch besagt die Logik, dass Katrin erst nach der Sichtung von Martin verschwunden ist. Bzw. vermutlich bei Jemanden ins Fahrzeug zugestiegen ist.


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Wo ist Katrin Konert?

06.02.2026 um 11:33
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Der Dokumentarfilmer M. Heuer spricht jedoch von Martin, wie aus dem Kontext hervorgeht, und er klingt richtig wütend - aber ich kann mir hier auch keinen Reim auf seine Worte machen.
Aber Carsten Bettels spricht da ganz anders. Er äußert Verständnis dafür, dass ein junger Mensch durch die Situation damals total überfordert gewesen sein kann. Dass es nachvollziehbar ist, dass er damals etwas dazu erfunden , um gegenüber anderen (= der ihn befragenden Polizisten, seinem Freundeskreis, Katrins Familie, der Dorfgemeinschaft) besser dazustehen. Das er sich dadurch in Widersprüche verwickelt und/oder diese kleine Dazuerfindung weitere Lügen nach sich zieht, damit die erste (kleine) Lüge nicht auffliegt.
Man muss halt auch bedenken, dass zumindest Martin, Sven und Christian sich zunächst gar nicht der Brisanz der Situation bewusst gewesen sein dürften. Dass sie wahrscheinlich gedacht haben, dass Katrin schon wieder auftauchen wird, dass sie sich halt mal für ein paar Tage von zuhause abgesetzt haben wird und dass ihre Aussage deshalb jetzt auch nicht ein derartiges Gewicht haben wird. Das das ganze zu einem Kriminalfall werden würde, und zwar zu einem, über den später Filmdokus gedreht würden und der zum Lehrstück für internationale Studentenseminare wird, in denen dann ihre Aussage auf die Goldwaage gelegt werden wird, haben sie eben nicht ahnen können.

Ich verstehe Heuers Zorn und Unverständnis, ich sehe aber, dass so eine aggressive Grundstimmung gegenüber den wichtigsten Zeugen, denen man damit ja irgendwie bösartige Lügerei unterstellt die Polizei nicht weiter bringt. Wenn die Ermittler es dagegen schaffen würden, ein gewisses Vertrauen zu diesen wichtigen Zeugen aufzubauen - was sicher nicht einfach ist, denn ich erinnere mich an die Aussagen der Ex-Freundinnen im NDR-Podcast, wie schlimm diese damals die "Verfolgung" durch die Polizei erlebt haben, dann kann ich mir halt schon vorstellen, dass jemand, der heue 40 Jahre alt ist, vielleicht selber Kinder in Katrins Alter hat, vielleicht schon bereit ist, heute zuzugeben, dass er als Jugendlicher gelogen hat. Obwohl, oder aber vielleicht gerade weil er mitbekommen hat, was diese Lügen in dem Fall angerichtet haben.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:ch tendiere dazu, dass Ralph nichts mit der Tat zu tun hat; aber es verpasst hat (ja, die berühmte letzte Person, die das Opfer noch lebend gesehen hat) sich rechtzeitig zusammenzunehmen und zur Polizei zu gehen.
Absolut möglich und vorstellbar. Man denkt sich zunächst, dass die eigene Beobachtung nicht wichtig ist und irgendwann denkt man dann halt: "Wie steh ich denn jetzt nach Wochen/Monaten da, wenn ich jetzt zur Polizei gehe? Was soll ich denen sagen, warum ich nicht viel eher gekommen vbin? Und überhaupt: ich hab ja eh nichts bahnbrechendes beobachtet, das was ich weiß, würde denen auch nicht helfen!"

Genauso kann ich mir vorstellen, dass Martin gelogen hat. Das er ihr eben keinen MFG angeboten hat, ihr die Bitte vielleicht sogar abgeschlagen hat und einfach nicht als der A... dastehen wollte, der ihr in eine Notsituation nicht geholfen hat und wegen dem sie dann als Anhalterin in die Fänge ihres Mörders geraten ist. Rein aus schlechtem Gewissen und um gegenüber den Eltern und dem Rest vom Dorf nicht als egoistisches Arschloch dazustehen. (Was er meiner Meinung nach gar nicht wäre, denn ich finde es eben keinen kleinen Gefallen, wenn man von einer einem nur oberflächlich bekannten Person spontan gebeten wird, sie am Abend eines Feiertags 15 km nach Hause zu fahren, noch dazu bei gefährlichem Glatteis und wenn man den Abend eigentlich schon anders verplant hat. Aber wenn die Person danach dann für immer verschwunden ist, hat man halt wahrscheinlich trotzdem ein schlechtes Gewissen und gerade als junger Mensch nicht unbedingt den Mumm, zu diese Entscheidung zu stehen.)


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06.02.2026 um 12:19
Zitat von GrillageGrillage schrieb:was diese Lügen in dem Fall angerichtet haben.
Haette die Luege um die Mitfahrangelegen etwas angerichtet?
Also wenn er Katrin nach Clenze gefahren haette und dies verschwiegen haette - ja, das haette die Ermittlungsarbeiten erheblich behindert.

Aber zu sagen (also zu luegen), "ich hab' es ihr angeboten, sie zu fahren, aber sie wollte nicht".
Da sehe ich jetzt keine Behinderung der Ermittlungsarbeiten (Edit: vielleicht doch, wie mir beim Schreiben so kam).
Wie glaubwürdig ist dann Ralph noch, der Jahre später und in Kenntnis von Martins Aussage (NDR Podcast) zugibt, Katrin getroffen zu haben und ihr - wie von Martin angegeben (gelogen?) - auch eine MFG angeboten zu haben.
Ist der Vorwurf vielleicht, dass Ralphs Angabe durch Martins Luege (nehmen wir dies mal an) bestätigt und die Ermittlungsarbeiten gg. Ralph damit behindert werden?

Wenn Martin jetzt sagen wuerde, sorry, war gelogen, wuerde Ralph von jetzt auf gleich ganz schön bloed dastehen.

Vielleicht ist es das.
Dann ist Ralph wohl doch verdächtig, was ich bislang nicht so eingeordnet hatte.


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06.02.2026 um 12:48
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Man muss halt auch bedenken, dass zumindest Martin, Sven und Christian sich zunächst gar nicht der Brisanz der Situation bewusst gewesen sein dürften. Dass sie wahrscheinlich gedacht haben, dass Katrin schon wieder auftauchen wird,
Ganz genau. So sehe ich das auch. Und im Verlauf der weitern Ermittlungen wurden dann erdachte Sachverhalt von den Ermittlern als Druckmittel eingesetzt. Was dazu führte, dass sich die Zeugen verteidigen mussten. Und es letztlich wohl so gewesen ist, dass sich die Zeugen in Widersprüche oder Falschaussagen verwickelt haben. Ich glaube, dass die allerersten Aussagen der Wahrheit entsprechen.


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06.02.2026 um 13:32
Ich finde es immer noch auffällig, wie viele junge Menschen da an einem dunklen, kalten und glatten Neujahrsabend in einem 13.000 Einwohner Ort nahezu zeitgleich auf der Straße waren.
Und offenbar kannten sich die meisten.

Und zumindest Sven, Martin und Ralf geben an, ihr eine Mitfahrgelegenheit angeboten zu haben - die sie alle abgelehnt hat, obwohl sie nach Hause musste und kein Bus fuhr? Und die liefen alle zufällig in dem Zeitfenster mehr oder weniger um den Bereich der Bushaltestelle rum?

Bergen ist ja kein kleines Dorf, ich finde die geballte Konzentrierung auffällig und unwahrscheinlich. Oder vielleicht nehme ich diese auch nur durch die Beiträge hier so wahr.


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06.02.2026 um 13:36
Zitat von FrokenLisbethFrokenLisbeth schrieb:Ich finde es immer noch auffällig, wie viele junge Menschen da an einem dunklen, kalten und glatten Neujahrsabend in einem 13.000 Einwohner Ort nahezu zeitgleich auf der Straße waren.
Und offenbar kannten sich die meisten.
Ich auch!
Wobei da schon eine gewisse Altersspanne war, Sven wird im Alter von Joachim gewesen sein und Ralph nochmal aelter.
Zitat von FrokenLisbethFrokenLisbeth schrieb:Und zumindest Sven, Martin und Ralf geben an, ihr eine Mitfahrgelegenheit angeboten zu habe
Tja.
Und Martin und Ralf innerhalb der 10 Weg Richtung Bushaltestelle.

Vielleicht hat Martin diesbezüglich wirklich gelogen und Ralph war so unvorsichtig und hat Martins Aussage wiederholt.


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06.02.2026 um 13:38
Der Umstand, dass sich die jungen Männer nicht der Brisanz der Situation im Klaren waren, erschließt sich mir nicht wirklich.

Mehrere Tage nach dem Verschwinden macht die Polizei einen spürbaren Aufstand und beginnt alle zu befragen, die mit Katrin irgendwie zu tun hatten. Das spricht sich schnell rum. Jugendliche neigen meiner Erfahrung nach eher dazu, die Situation zu überinterpretieren. Häufig wird auf Basis von allgemeiner Berichterstattung schnell auf schlimmeres geschlossen, als in der Regel tatsächlich passiert ist.

Nur dass sich hier der schlimmste Fall leider bestätigt hat.

Und dann werden sie plötzlich selber von der Polizei befragt…
Ich glaube, dass sie sehr wohl angenommen haben, dass es erst ist und dass ihre Aussage wichtig werden kann. Auch auf sie persönlich bezogen.

Ralf hatte Jahre lang Zeit, sich seine Aussage zu überlegen. Hat er Katrin tatsächlich in der Breiten Straße getroffen? Wäre er dann nicht von Christian und Tanja gesehen worden? Von der Kirche bis zur Einmündung der Neuen Straße ist ja nicht mehr viel Platz.

Die Aussagen von Martin und Ralf können beide richtig oder auch falsch sein.

Vielleicht korrigiert einer von beiden seine Aussage ja noch. Warten wir es ab. Bis dahin bleiben viele Fragen und mit dem Auftreten von Ralf sind es mehr Fragen geworden.


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Wo ist Katrin Konert?

06.02.2026 um 14:45
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Haette die Luege um die Mitfahrangelegen etwas angerichtet?
Also wenn er Katrin nach Clenze gefahren haette und dies verschwiegen haette - ja, das haette die Ermittlungsarbeiten erheblich behindert.
Ich sehe es schon so, dass diese Info relevant war und den Fortgang der Ermittlungen wesentlich beeinflusst hat.
Wenn Katrin wirklich eine angebotene MFG abgelehnt hat, dann bedeutet das meiner Meinung nach, dass sie sehr sicher eine feste Zusage von jemand anderem hatte, sie nach Clenze oder Groß Gaddau zu fahren. Die Erklärung, Martin sei eine berüchtigt raudihafter Fahrer gewesen reicht mir da nicht als Absagegrund. Sie hätte es um kurz nach 19.00 Uhr eigentlich doch schon sehr eilig haben müssen, weil sie zugesagt hatte, zwischen 18:30 Uhr und 19.00 Uhr zu hause zu sein. Dann wäre sie doch eher mit dem Fahrerrüpel Martin gefahren, als drauf zu hoffen, dass um sie per Anhalter zufällig einen besseren Fahrer findet.
Wenn Martins Aussage also stimmt, kann man davon ausgehen,
1.) dass sienicht Opfer eines Zufallstäters geworden ist, der sie als Anhalterin mitgenommen hat
2.) dass siesich nicht zu Fuß aus dem Ort Bergen hinausbewegt hat, um schon mal Wegstrecke Richtung Zuhause gutzumachen
3.) dass sie mit jemanden verabredet war, der sie irgendwo zwischen Bushalte und Ortsausgang hat einsteigen lassen oder der dort gewohnt hat (v.a. wenn auch seine Aussage stimmt, er habe im Rückspiegel gesehen, dass sie weiter Richtung Ortsausgang geht)
4.) dass derjenige auch unter den Personen war, die sie vorher per Telefon kontaktiert hat (selbst wenn sich nicht alle Anrufe/SMS rekonstruieren ließen, ist das dennoch eine wichtige Info)
5.) dass auch Ralfs Aussage dadurch gestützt würde (wenn auch nicht sicher bestätigt, er könnte trotzdem gelogen haben).

Wenn aber Martins Aussage nicht stimmt, sie ihn also tatsächlich um eine MFG gebeten hat, was er abgelehnt hat, dann würde das für mich eindeutig bedeuten, dass Katrin eben nicht wusste, wie sie nach Hause kommen soll, sie keine Verabredung für eine MFG hatte und dass sie auf gut Glück losgegangen ist. Sven würde als TV ausscheiden (oder zumindest sehr viel unverdächtiger werden), denn dann wäre dieser letzte 3-Sekunden-Anruf bei ihm keine Verabredung gewesen, sondern wahrscheinlich nur ein fehlgeschlagener nochmaliger Versuch, ihn breit zu schlagen, sie doch noch zu fahren.

Insofern sehe ich Martins Aussage schon als sehr kritisch dafür an, wie man sich Katrins Situation um kurz nach 19.00 Uhr vorstellen muss.
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wobei da schon eine gewisse Altersspanne war, Sven wird im Alter von Joachim gewesen sein und Ralph nochmal aelter.
Ich habe echt keine Ahnung, wieso diese Falschinfo, dass Sven in Joachims Alter war, immer wieder hier im Thread auftaucht. @2cent hat das schon mehrmals richtig gestellt, z.B. hier:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 04.01.2022:Christian ca 20 Jahre (NDR Podcast Teil 4 ca. Min. 21:50)
Martin ca 20 Jahre (NDR Podcast Teil 4 ca. Min. 21:50)
Sven ca 20 Jahre (NDR Podcast Teil 5 ca. Min. 06:40)
Hier noch mal die Originalquelle für die Aussage, das Sven damals ca. 20 Jahre alt war und dass Christian, Martin und Sven alle etwa gleich alt waren:
https://www.ndr.de/ndr2/sendungen/taeterunbekannt/S2E52-Das-blaue-Auge,taeterunbekannt164.html
(wie von 2cent angegeben ab ca. Minute 6:40)


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06.02.2026 um 16:22
Ich glaube Martin hat ein Konkrete Aussage gemacht. Und die stimmt auch. Warum die hinterfragt wird und bezweifelt wird ist mir nicht klar. Aber schauen wir uns da noch etwas genauer an. Würde ein Zeuge sagen, ja ich habe Katrin nach Clenze gefahren, würde das zwar die anderen Zeugen entlasten, der aussagend Zeuge ungemein mehr belasten. Hin wie du hast die Katrin verschwinden lassen. Ob das damals die Ermittlungen weiter gebracht hätte ist doch sehr Zweifelhaft. Aber für den Zeugen einige Zeit Gefängnis. Was ich heute noch nicht einmal ausschliessen möchte.


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06.02.2026 um 21:52
Ich habe etwas Schwierigkeiten, Deinem Gedankengang zu folgen, meine dazu aber Folgendes:
Es geht bei dem Zweifel an Martin Aussage wohl eher darum, ob er Katrin tatsächlich oder überhaupt gesehen und gesprochen hat.

Wenn er Katrin nach Clenze gefahren hätte, wäre sie vermutlich heil Zuhause angekommen.
Wenn er Katrin gefahren hat und es kam wie auch immer zu einem Fatalen Ende, hätte Martin vermutlich gar nicht ausgesagt, bzw. ausgesagt, dass er nichts gesehen hat…so wie die meisten Zeugen.


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07.02.2026 um 00:01
Zitat von Saschulja1985Saschulja1985 schrieb:Hallöchen, wärst Du so lieb und würdest die Stelle im Licht ins Dunkel Podcast Teil 4nochmals angeben, wo gesagt wird, dass Ralph in der Neuen Straße wohnt, also auf 32:54 und 43:51 wird es nicht genannt.
Ab ca 32:54:
Mathis: “Der zweite Grund ist, dass Ralf für Katrin kein Unbekannter ist.“

Dau-Rödel:“Der kannte Katrin auch aus jüngster Zeit. Der wohnt auch in unmittelbarer Umgebung der Bushaltestelle, also der Neuen Straße.
Kannte Katrin definitiv. Das ist auch so bestätigt worden.”

Ab ca 43:51: Mathis: „Das sagt KHK A. Dau-Rödel nicht einfach so, sondern weil gegen Ralf zumindest mal ein Tatverdacht besteht.
Er kannte Katrin, er kannte ihren Vater Frank Konert.
Er hat zugegeben, Katrin am Neujahrsabend gesehen zu haben.
Er will sich sogar noch mit ihr unterhalten haben. Und er hat all das 18 Jahre lang für sich behalten. Zu den Gründen schweigt er bis heute. […]
Es geht also um be- und entlastende Hinweise im Bezug auf Ralf, der damals wie heute in Bergen wohnt.”

Lid Teil 4 - Bitteschön.


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07.02.2026 um 04:37
@2cent
Aus dem zitierten geht nicht hervor, dass Sven in der Neuen Straße wohnt. Er scheint aber in der Nähe der Neuen Straße zu wohnen.
Ich vermute darauf möchte @Saschulja1985 hinaus....


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07.02.2026 um 06:23
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Wenn er Katrin gefahren hat und es kam wie auch immer zu einem Fatalen Ende, hätte Martin vermutlich gar nicht ausgesagt,
Er wäre als Zeuge gar nie bekannt geworden.
So weit ich das auf dem Schirm habe, soll sich Martin zuerst bei den Eltern gemeldet haben. Was schon mal die These stützt, dass ihm die Brisanz der Situation gar nicht klar war. Dass er sich danach auch bei der Polizei meldet, bzw. dass er durch die Eltern Polizei bekannt wurde dürft auch klar sein.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es geht bei dem Zweifel an Martin Aussage wohl eher darum, ob er Katrin tatsächlich oder überhaupt gesehen und gesprochen hat.
Warum das jetzt angezweifelt wird erschliesst sich mir nicht. Zumal es sekundär ist, ob er Katrin nur gesehen hat, oder auch angesprochen hat. Martin ist der Einzige Zeuge der angibt Katrin an der Bushaltestelle gesehen zu haben. Weiter hätte Katrin seine angebotene MFG abgelehnt. Was ja ein Ansprechen zwingend erfordert. So stand die Meinung jahrelang im Raum.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Wenn er Katrin nach Clenze gefahren hätte, wäre sie vermutlich heil Zuhause angekommen.
Folgt man dieser These gebe es vermutlich den Vermisstenfall Katrin Konert gar nicht.
Die These dass Katrin bei Martin ins Auto zugestiegen ist, und er sie bis Clenze gefahren hat, heisst ja nicht zwingend, dass er Katrin verschwinden hat lassen. Das könnte auch Jemand anders gewesen sein. Abgesehen davon, wenn es dann so war, warum hätte er das nicht aussagen sollen? Wenn man Martin verdächtigt oder gar beschuldigt mit dem Verschwinden von Katrin was zu tun zu haben, ist es grad mal sekundär ob man da die Bushaltestelle oder Clenze nennt. In dem Sinne hätte sich nichts geändert. Heisst, Katrin wäre immer noch vermisst, und ihre Leiche noch nicht gefunden.


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07.02.2026 um 07:00
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ab ca 43:51: Mathis: „Das sagt KHK A. Dau-Rödel nicht einfach so, sondern weil gegen Ralf zumindest mal ein Tatverdacht besteht.
Er kannte Katrin, er kannte ihren Vater Frank Konert.
Er hat zugegeben, Katrin am Neujahrsabend gesehen zu haben.
Er will sich sogar noch mit ihr unterhalten haben. Und er hat all das 18 Jahre lang für sich behalten. Zu den Gründen schweigt er bis heute. […]
Es geht also um be- und entlastende Hinweise im Bezug auf Ralf, der damals wie heute in Bergen wohnt.”
Ich habe mich an besagter Stelle im Podcast schon ein wenig aufgeregt. Und würde das als Auslassung sehen wollen.
Zum einen weil er aus Eigensinn von Tatverdacht spricht den Rödel so nicht nennt.
Zum anderen weil er sich nicht melden muss.
Zum letzten Punkt. Das entscheiden die Ermittler.

Ja und zu den Gründen schweigt er. Auch sein Recht. Grad wenn man den letzten Punkt anschaut. Belasten will sich wohl keiner selber.
Und was er völlig übersieht ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass die Konerts von der Sichtung erfahren haben könnten. Was dann die Bekanntschaft zwischen Frank und Ralf schwersten belastet haben könnte. Hin bis zu schlimmen Streitigkeiten. Aber das habe ich ja schon weiter vorne angedeutet.


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07.02.2026 um 12:33
Zitat von vorsichtfallevorsichtfalle schrieb:Aus dem zitierten geht nicht hervor, dass Sven in der Neuen Straße wohnt. Er scheint aber in der Nähe der Neuen Straße zu wohnen.
& @Saschulja1985
Zitat von 2cent2cent schrieb:Der wohnt auch in unmittelbarer Umgebung der Bushaltestelle, also der Neuen Straße.
Warum nun Sven? Es geht doch in der nachgefragten Passage um Ralf?

Explizit wird natürlich von Frau Dau-Rödel keine Wohnadresse genannt. Und dies war auch nicht die Intention meiner Zusammenfassung, hier eine explizite Wohnanschrift anzugeben. Das wäre ja äußerst befremdlich und deplaziert.

Ich interpretiere "in unmittelbarer Umgebung der Bushaltestelle" als "sehr nah, sehr dicht an der BHST"; und "also in der Neuen Straße" als Konkretiesierung der Örtlichkeit.

Die Bushaltestelle ist rd. 80 von der Breiten Straße (B71) entfernt - mag sein, dass das auch noch als "unmittelbare Umgebung" für Frau Dau-Rödel gilt.

Entsprechend könnte "in der Neuen Straße" auch als "an der Neuen Straße" (zB Seitengasse) zu verstehen sein, oder auch ein Wohnort gemeint sein, der eine Anschrift der B67 hat, aber räumlich an die Neuen Straße angrenzt, vieles ist da möglich.

Es kann sich doch jeder ansehen welche Häuser es in der unmittelbaren Umgebung der BHST es gibt, entsprechend allgemein zugängliche Information.

Ich war (bin) beruflich und krankheitsbedingt leider nicht "up to date" - warum genau ist das jetzt so wichtig?


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Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 14:24
@vorsichtfalle

Sven wohnte damals in der Neuen Straße. Ebenso die Schwester von Martin.
Von Ralph wissen wir nicht ganz genau, wo er wohnt.

"Zitat Mike Mathis Licht ins Dunkel Podcast Teil 4:

Da gibt es also einen Mann, der damals in der Nähe der Bushaltestelle und der B71 wohnt"
Frau Dau-Rödel spricht davon, dass Ralph in unmittelbarer Umgebung der Bushütte sprich der Neuen Straße wohnt.

Ob er da heute nicht wohnt, ist nicht bekannt.


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07.02.2026 um 16:56
Zitat von FrokenLisbethFrokenLisbeth schrieb:Ich finde es immer noch auffällig, wie viele junge Menschen da an einem dunklen, kalten und glatten Neujahrsabend in einem 13.000 Einwohner Ort nahezu zeitgleich auf der Straße waren. Und offenbar kannten sich die meisten.
Und zumindest Sven, Martin und Ralf geben an, ihr eine Mitfahrgelegenheit angeboten zu haben - die sie alle abgelehnt hat, obwohl sie nach Hause musste und kein Bus fuhr? Und die liefen alle zufällig in dem Zeitfenster mehr oder weniger um den Bereich der Bushaltestelle rum?
Bergen ist ja kein kleines Dorf, ich finde die geballte Konzentrierung auffällig und unwahrscheinlich. Oder vielleicht nehme ich diese auch nur durch die Beiträge hier so wahr.
Zitat von gibsy83gibsy83 schrieb am 30.01.2026:Ich verfolge den Fall nun auch schon länger.
Was mich aber immer wieder wundert ist das Katrin nach dem sie die Wohnung ihres damaligen Freundes verlassen hatte, so häufig noch gesehen wurde.
Ich meine das ist ja ein kleiner Ort mit gerade einmal 1300 Einwohner. Das da noch so viele Leute unterwegs waren und das bei dem schlechten Wetter und noch am 1 Januar.
Des Weiteren ist ist ja die Bushaltestelle ja nicht auf der Hauptstraße und auch nicht parallel zu ihr, und mit Sicherheit war sie dann auch in der Kabine der Haltestelle da es ja Eisregen gab. Daher konnte man sie ja wahrscheinlich nicht mal von allen Richtungen sehen. wie konnten den da in so kurzer Zeit so viele Leute Katrin sehen bei Nacht und schlechten Wetter?
Macht doch selber alle mal den Versuch und schaut Nachts bei Regen aus dem Fahrenden Auto oder aus dem Fenster auf die andere Straßenseite und erkennt die dortige Person, eigentlich unmöglich.
Ich finde es zwar auch bemerkenswert, dass doch recht viele Personen überhaupt an dem Abend im fraglichen Zeitpunkt unterwegs waren - interessant/relevant ist aber doch mE eher wer sie wo und wann gesehen hat.

Tatsächlich gesehen wurde Katrin, nachdem sie die Wohnung von Joachim verlassen hat, soweit mir bekannt, von:

* Christian und Tanja - auf dem Weg, Straßenseite auf der sie unterwegs war, zeitlich schlüssig mit dem Weggehen von Joachim)

* der Neue Zeuge II /Ralf – auf dem Weg, der ihr eine MFG angeboten haben will (Höhe Hotel Nigel, Breite Straße)

An der BHST gesehen, hat sie, soweit mir bekannt, nur eine Person:

* Martin, der sie gesehen und gesprochen haben will

Und da kommt genau das hier zum Tragen:
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es geht bei dem Zweifel an Martin Aussage wohl eher darum, ob er Katrin tatsächlich oder überhaupt gesehen und gesprochen hat.
Zu weiteren (möglichen) Sichtungen an der BHST fallen mir nur diese beiden ein:

* Zeugin ortsfremde Frau (BMW) - möglich das sie Katrin gesehen hat (kannte sie nicht).
Zitat von 2cent2cent schrieb am 27.10.2025:Zeugin ortsfremde Frau / Jägerin mit Ferienhaus / Autofahrerin, die sich verfahren hatte
Sieht „gegen 19:00 Uhr“ eine Gesprächsszene mit dunklem Fahrzeug mit glänzender Stoßstange, möglicherweise BMW“ (AZ XY 2002 Aktenzeichen XY 2002"; dann „schwarzer BMW mit [glänzender Stoßstange] und Berliner Kennzeichen (AZ XY Spezial 2011 bzw. NDR Podcast)
* der "Neue Zeuge I" - hier ist aber nicht bekannt, was er genau wann und wo gesehen haben will oder ob ihm Katrin bekannt war, das ist mE nicht Ralf
Zitat von 2cent2cent schrieb am 27.10.2025:Der "Neue Zeuge" / Neuer Zeuge I 03/2019 /Haustürgesprächszeuge/“Tramperthese“
Will Katrin später gesehen haben als bisher bekannt, Angaben zum Verhalten Katrins und zeitlicher Abfolge (NDR Niedersachen vom 07.03.2019, Süddeutsche „Verschwundene Konert war wohl als Anhalterin unterwegs“) - was dieser Zeuge wann genau gesehen haben will, wurde mWn nie bekannt gegeben, allerdings war sich danach die Polizei sehr sicher, dass sie getrampt ist und dass der Täter aus der Region kommt / dort einen „Ankerpunkt“ hat.
Zum damaligen Zeitpunkt war „später als bisher bekannt“ mWn entweder ca. 18:50 (Sichtung Christian und Tanja) oder nach 19:00 - 19:30, sofern man Martins Angabe heranzieht (zwischen 19:00 und 19:30 von Schwester losgefahren).
* Dann gibt es noch die Aussage aus dem Stern Crime PC (ca Min 18):
„Sie wurde von mehreren Personen auf dem Weg gesehen die sie auch zum Teil kennt“.

Überlegungen dazu siehe bitte ab hier: Beitrag von Dödi (Seite 622)

Zu warum wurde/konnte sie mE gesehen werden:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.01.2026:– Christian und Tanja: Christian hatte bereits einen konkreten Anlass, auf Katrin zu achten. Zudem waren beide gemeinsam unterwegs, weshalb ich diese Sichtung nicht als unabhängig werte.
– Martin: Durch das Wendemanöver an der Bushaltestelle hatte er trotz der schlechten Beleuchtung eine realistische Möglichkeit, sie zu erkennen.
– Ralf: Hier habe ich selbst eine Annahme formuliert:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.01.2026:Als dieser „Neue Zeuge II“ nun den Namen "Ralf" erhielt und das „Hotel Nigel“ genannt wurde, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet, hatte ich automatisch die Szene vor Augen, in der Katrin den Zebrastreifen kurz nach der Kirche überquerte, Ralf deshalb anhalten musste, sie erkannte, stehenblieb und sie ansprach.
In diesem Szenario hätte er anhalten müssen, was eine sichere Identifizierung plausibler machen würde.

Sollte Ralf Katrin hingegen aus dem fahrenden Fahrzeug und von hinten erkannt haben, wäre dies – wie von @Triquetrum angemerkt – deutlich bemerkenswerter.
Ich denke der Fokus der neuerlichen Befragung zielt unter anderem darauf ab:
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Die Aussagen von Martin und Ralf können beide richtig oder auch falsch sein.
Vielleicht korrigiert einer von beiden seine Aussage ja noch. Warten wir es ab. Bis dahin bleiben viele Fragen und mit dem Auftreten von Ralf sind es mehr Fragen geworden.
Oder wurden nun noch weitere Personen in den letzten beiden LiD Folgen genannt, die sie gesehen haben?

Wirklich neu im LiD 10, ist doch, dass Martin ausgesagt haben soll, dass er Katrin im Rückspiegel "in Bewegung [...] in Richtung Orstausgang Jiggel" gesehen hätte (ab ca. Min 16:02)
Zitat von GastschreiberGastschreiber schrieb am 04.02.2026:Es ist aber schon interessant, das Martin in die Richtung erstmal fuhr, in die auch Katrin musste. [...] Wann kam er nochmal bei seiner Freundin an?
Wie sich diese Fahrt / das Wendemanöver nun darstellt wurde ja schon dargelegt - zum Ankommen bei der Freundin - u.a. - :
Zitat von 2cent2cent schrieb am 18.01.2026:Wenn Du mit „der Eine“ Martin meinst, die Erkenntnis, dass er kein Alibi bis [unterschiedliche Aussagen der damaligen Freundin] hatte, ist nicht neu, sondern ist seit 2018 - NDR PC - jedenfalls bekannt und häufig thematisiert worden.
@FrokenLisbeth - 13.000 dürfte ein Tippfehler sein - Bergen/Dumme hatte 2004 1.577 Einwohner und Stand 12/2024 1.387 Einwohner.
2024: Wikipedia: Bergen an der Dumme
2004: Landesamt für Statistik Niedersachsen „Landkreis Lüchow-Dannenberg“ 2004 S. 176 - hier öffnet sich ein .pdf: https://share.google/Nm9XnxukIoDzSi8q4


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Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 17:12
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Insofern sehe ich Martins Aussage schon als sehr kritisch dafür an, wie man sich Katrins Situation um kurz nach 19.00 Uhr vorstellen muss.
Ich stimme Deinem Beitrag vollumfänglich zu - wenn man gesichert wüsste, dass Martins Aussage - und vorallem welche - korrekt ist, wäre man zumindest etwas weiter.

Für mich ist es eben ein Thema hinsichtlich Mitfahrgelegenheit wahrnehmen oder nicht bzw. Katrin ging nur in Richtung der BHST (ggf. daran vorbei).
Und nun kommt auch noch die (angezweifelte, wie ich den Lid 10 verstehe) Rückspiegelsichtung Martins noch mit dazu.

Dies gilt natürlich auch für Ralfs (späte) Aussage.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 02.01.2026:Selbst wenn also das Gespräch mit Martin vor dem Gespräch mit Ralf stattgefunden haben sollte, ist erklärungsbedürftig, warum sie, nach einer Ablehung seitens Martin, diese Gelegenheit nicht wahrgenommen hätte.

Die Ablehnung, selbst nur eines einzigen Fahrangebotes, spricht für mich eher dafür, dass sie mit einer bestimmten anderen Person rechnete oder partout mit dem Bus fahren hätte wollen, was widerum der "Tramper-These" iSv sie wäre bei "jedem, auch unbekannt" eingestiegen widerspricht.



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Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 17:26
Zitat von FrokenLisbethFrokenLisbeth schrieb:Ich finde es immer noch auffällig, wie viele junge Menschen da an einem dunklen, kalten und glatten Neujahrsabend in einem 13.000 Einwohner Ort nahezu zeitgleich auf der Straße waren.
Und offenbar kannten sich die meisten.

Und zumindest Sven, Martin und Ralf geben an, ihr eine Mitfahrgelegenheit angeboten zu haben - die sie alle abgelehnt hat, obwohl sie nach Hause musste und kein Bus fuhr? Und die liefen alle zufällig in dem Zeitfenster mehr oder weniger um den Bereich der Bushaltestelle rum?

Bergen ist ja kein kleines Dorf, ich finde die geballte Konzentrierung auffällig und unwahrscheinlich. Oder vielleicht nehme ich diese auch nur durch die Beiträge hier so wahr.
Aber was soll das denn heißen? Dass Du den Zeugen überhaupt nicht glaubt, dort zu der Zeit überhaupt unterwegs gewesen zu sein?
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:So weit ich das auf dem Schirm habe, soll sich Martin zuerst bei den Eltern gemeldet haben. Was schon mal die These stützt, dass ihm die Brisanz der Situation gar nicht klar war. Dass er sich danach auch bei der Polizei meldet, bzw. dass er durch die Eltern Polizei bekannt wurde dürft auch klar sein.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Warum das jetzt angezweifelt wird erschliesst sich mir nicht. Zumal es sekundär ist, ob er Katrin nur gesehen hat, oder auch angesprochen hat. Martin ist der Einzige Zeuge der angibt Katrin an der Bushaltestelle gesehen zu haben. Weiter hätte Katrin seine angebotene MFG abgelehnt. Was ja ein Ansprechen zwingend erfordert. So stand die Meinung jahrelang im Raum.
Dieser Zweifel kommt aber doch nicht hier aus dem Forum, sondern wurde an mehreren Stellen im Podcast erwähnt. Zum einen die von Dir schon erwähnte Stelle, an der Michael Heuer vom Leder zieht (ich verstehe das zumindest so, dass sich das v.a. auf Martins Ausaage bezieht). Und zum anderen wird mehrmals gesagt, dass nicht alle Aussagen der Zeugen stimmen können, die irgendwann man als Verdächtige gegolten haben, weil sie sich gegenseitig ausschließen und somit mind. eine Aussage nicht stimmen kann.
Ich bin tatsächlich nicht sicher, auf welches Detail es sich bezieht, irgendwann wurde mal gesagt, dass die Zeugen ausgesagt haben, die jeweils anderen nicht gesehen zu haben und das eigentlich nicht sein kann. Das kann ich nicht nachvollziehen, denn zum einen kann man ein anderes Auto einfach übersehen, nicht explizit wahrnehmen oder das Fahrzeug bzw. die Personen darin nicht erkennen, obwohl man sie kennt und obwohl sie da waren.
Zum anderen sehe ich es auch so, dass wenige Aufenblicke Zeitabstand in der Abfolge reichen, damit sich die Autos eben nicht gegenseitig begegnen, sondern die jeweilige Fahrt schon beendet ist, bevor das nächste Auto auftaucht.

Wenn die Ermittler aber so öffentlich Zweifel an den Aussagen äußern, dann kann man das denke ich schon einfach als gegeben hinnehmen, dass es Widersprüche, Ungereimtheiten, verschiedene sich ausschließende Versionen, Unsicherheiten darin gab, die diese Zweifel bei den Ermittlern begründet haben. Es ist eben nicht so, wie Du hier immer wieder behauptest, dass jeder Zeuge, oder zumindest jeder Zeuge, der sich nicht 100% erinnern kann, automatisch zum Verdächtigen und dann zum Beschuldigten wird. Wir kennen nur einige wenige Details der jeweiligen Aussagen und wissen nicht, was konkret dazu geführt hat, dass aus Zeugen Beschuldigte wurden. Deshalb ist es müßig, dass hier diskutieren zu wollen oder es als Ungerechtigkeit darzustellen.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Und was er völlig übersieht ist wohl die Wahrscheinlichkeit, dass die Konerts von der Sichtung erfahren haben könnten. Was dann die Bekanntschaft zwischen Frank und Ralf schwersten belastet haben könnte. Hin bis zu schlimmen Streitigkeiten. Aber das habe ich ja schon weiter vorne angedeutet.
Wieso sollte Herr Konert auf eine Person sauer sein, die seiner Tochter in einer Notsituation eine MFG angeboten hat, die diese abgelehnt hat? Zumal Ralf kaum ahnen konnte, dass Katrin ohne das Wissen der Eltern in Bergen unterwegs war, weil sie denen die Beziehung zu einem 15 Jahre älteren Mann verschwiegen hat.
Einen Grund, dass Ralfs Verhalten die "Bekanntschaft" belastet haben könnte, gab es doch wohl erst, als rauskam, dass er sich 18 Jahre lang nicht als Zeuge gemeldet hat.
Und so wie ich es verstanden habe, war das auch keine Freundschaft, sondern man kannte sich eben; also kein besonders enges Verhältnis, dass man um jeden Preis hätte aufrechterhalten wollen.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich interpretiere "in unmittelbarer Umgebung der Bushaltestelle" als "sehr nah, sehr dicht an der BHST"; und "also in der Neuen Straße" als Konkretiesierung der Örtlichkeit.
Ja, genauso habe ich das auch verstanden. Vielleicht im Radius von +/- 100 m um die Bushaltestelle herum.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ich war (bin) beruflich und krankheitsbedingt leider nicht "up to date" - warum genau ist das jetzt so wichtig?
Verstehe ich auch nicht, warum das jetzt so wichtig sein soll. Er wohnte dort in Bergen in unmittelbarer Nähe zur BHS und das wird auch der Grund gewesen sein, warum er an dem Abend dort unterwegs war. Er dürfte entweder auf dem Weg nach Hause gewesen sein oder gerade von dort losgefahren sein.
Zudem kann man davon ausgehen, dass er sich dort sehr gut auskannte, so dass seine Beschreibung der Stelle, an der er Katrin gesehen haben will (auf Höhe des Hotels Nigel), zuverlässig ist. Zumindest wenn man davon ausgeht, dass er die Wahrheit sagt, denn genauso kann er bedingt durch seine gute Ortskenntnis natürlich auch den Ort der Sichtung bewusst verlegt haben. Aber es gibt seiner Aussage hinsichtlich der Örtlichkeit halt eine andere Präzision als z.B. die Aussage der Jägerin, bei der man nicht mal sagen kann, ob sich der Ort ihrer Beobachtung sich überhaupt in Bergen oder nicht ganz wo anders befunden hat.
Insofern denke ich, dass es eigentlich egal ist, ob Ralf jetzt in der Neuen Straße, der Breiten Straße oder irgendeiner Seitengasse von einer dieser Straßen gewohnt hat.


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Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 17:41
Zitat von Akte-XAkte-X schrieb am 02.02.2026:Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit nicht groß. Aber die Polizei hat selbst schon in diese Richtung nachgedacht. In einem der Podcasts (ich glaube die NDR-Serie) wurde berichtet, dass man einen im Gefängnis sitzenden Serientäter zum Fall Katrin Konert befragt hat. Dieser hatte sinngemäß mal gesagt, "dass ihm in Ostdeutschland mal ein junges Mädel vors Auto gelaufen wäre". Aufgrund der direkten Nähe zu Sachsen-Anhalt war das wohl interessant. Der Name des Serientäters durfte aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden.
Die "Theorie Serienmörder" wurde, soweit ich mich erinnere, im NDR PC Teil 6 und im Stern Crime Podcast angesprochen. Im LiD wurde dieser benannt – die Aussage "Dunkeldeutschland" kommt nicht von ihm selbst, sondern von einem Mitgefangenen, dem er es erzählt haben soll.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 12.12.2025:
Zitat von TrueCrimeAlexTrueCrimeAlex schrieb am 10.12.2025:Zu einem Mitgefangenen soll Marc H. Damals gesagt haben, dass ihm eine Göre in Dunkeldeutschland vors Auto gesprungen wäre.
Ergänzend dazu: hier wird von Mike Mathis gesagt: „Zitat „in Dunkeldeutschland eine Göre vors Auto gelaufen“ Zitat Ende“ – Eine Angabe woraus hier zitiert wird habe ich im Podcast bzw. in den Notes dazu leider nicht gefunden – Ab Min: 48:52.
Dazu (Marc H. und dieses "Zitat") übrigens hier auch ein mEn guter Analyse von Beitrag von MettMax (Seite 554)
&
Zitat von 2cent2cent schrieb am 19.12.2025:LiD Podcast – Teil 3
Marc H. (ab ca. Min. 62)
Frau Dau-Rödel würde sich mit diesem gerne nochmal unterhalten um eine Täterschaft ganz auszuschließen.
Fuhr weite Strecken, auch nachts, keine Spuren, Fingerabdrücke, DNA oder Zeugenaussagen, die in mit Katrin in Zusammenhang bringen.
Karsten Bettels (Leiter der Sonderkommissionen zu Marc H.) kann ihn auch nicht final ausschließen, allerdings keine konkreten Hinweise auf ihn.
Hier möchte ich gerne noch auf Stern Crime Nr. 60 „Wut“ hinweisen – ab Seite 114 ist dort im Artikel „Hoffmanns Erzählungen“ auch ein Teil zu einem möglichen Zusammenhang mit Katrin (Seite 118). Dort wir das „Dunkeldeutschland“ Zitat auch erwähnt. Falls die Ausgabe jemand vorliegen hat.



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