FritzPhantom schrieb am 13.02.2026:Bei Ralf könnte es ähnlich sein oder sie wollte nicht mitfahren, weil er den Vater kannte.
Sie war ein Teenie, keine vernünftige Mitsechzigerin. Sie hatte den Eltern aufgetischt, sie wäre bei einer Freundin und dann gabelt sie jemand bei Nacht und Wind auf der Straße auf.
Das war auch meine Vorstellung. Wenn Ralf bezüglich Ort, Zeitpunkt und der Ablehnung des Angebots die Wahrheit sagt, dann finde ich das als Erklärung für ihr Verhalten nachvollziehbar. Sie hätte damit rechnen müssen, dass Ralf irgendwann in den folgenden Tagen oder Wochen ihrem Vater begegenet und ihm erzählt, dass er sie in Bergen auf der Straße aufgegabelt hat. Ich vermute, dass zur Geschichte, sie sei bei Stefanie auch gehörte, dass sie darüber eine MFG nach Hause hatte. So war das zumindest bei mir, als ich 15 war. Ich hatte durch die Schule auch Freundinnen in anderen Orten. Wenn ich die nachmittags oder am WE besucht habe, war klar, dass deren Eltern mich nach hause fahren oder meine Eltern mich abholen. Niemand wäre auf die Idee gekommen, der Freundin der Tochter abends nach einem Besuch zu sagen, sie könne ja mal im Ort schauen, ob sie jemanden findet, der sie nach Hause fährt. Da war immer klar, dass sich auch die Eltern derjenigen, die man besucht hat, dafür mitverantwortlich fühlen, wie die Freundin nach hause kommt.
Insofern kann es durchaus sein, dass sie eine MFG bei Ralf aus dem Grund abgelehnt hätte.
2cent schrieb am 13.02.2026:Erstaunlich dabei für mich ja bereits Svens Begründung der „sofortigen“ MFG Zusage - offenbar weil er abends Besuch von seiner Freundin bekommen würde und rechtzeitig zu Hause sein wolle. Diese ist aber erste kurz vor 21 Uhr, wenn auch offenbar verspätet, bei ihm.2
Er war ja wohl zum Zeitpunkt ihres Anrufes noch bei seinen Freunden und hat dann irgendwann nach 18.00 Uhr die Pizza bestellt und abgeholt. Ich könnte mir vorstellen, dass er die Pizza schon auf dem Plan hatte, als er ihr angeboten hat, sie zu fahren, aber wenn dann sofort. Er hätte sie dann vor dem Pizza bestellen und abholen gefahren, hätte auf dem Rückweg die Pizza geholt und in Ruhe gegessen.
Hätte er sie dagegen um 18.30 Uhr fahren sollen (wie sie es wahrscheinlich gewollt/gefordert hat), hätte er die Pizza ziemlich unter Zeitdruck essen müssen und hätte nach dem Essen noch mal aufbrechen müssen, um Katrin zu fahren. Ich sage nicht, dass das der Grund für die Absage der späteren Fahrt bzw. das Angebot, gleich zu fahren ist, aber ich kann mir das als Begründung vorstellen (wäre jedenfalls etwas, was mir in seiner Situation wichtig gewesen wäre). Sie fahren und auf dem Rückweg die Pizza mitnehmen ist sozusagen nur ein Umweg. Extra noch mal fahren ist ein neuer Aufbruch und ein zusätzlicher Termin an dem Abend. Noch mehr nachvollziehbar, wenn man bedenkt, dass es ihr halt darum ging, einfach noch etwas länger mit ihrem Freund abzuhängen.
Triquetrum schrieb am 13.02.2026:Ähnlich verhält es sich bei der zweiten Vorbeifahrt. Hier ist man sich ja schon bewusst, dass Katrin fußläufig unterwegs ist. Deshalb ist natürlich auch die Konzentration auf diese Situation eine völlig andere, als bei einem Pkw-Fahrer, der mit diesem Wissen nicht ausgestattet ist.
Hinzu kommt dann auch noch, dass Tanja es wohl nicht so prickelnd fand, dass Christian während des Essens mehrmals von Katrin angerufen wurde (weil die Verbindung schlecht war) und dann SMS ausgetauscht wurden. Hätte ich mich auch angenervt (selbst wenn es kein Date , sondern einfach nur ein Abendessen mit einer Bekannten war) und ich hätte irgendwann auch mal gesagt, dass er das jetzt mal lassen soll. Ist irgendwie ja auch unhöflich beim Essen ständig rumzusmsen.
Insofern wird der Kontakt zu Katrin und ihre Suche nach eine MFG wohl an dem Abend zumindest kurz Gesprächsthema bei den beiden gewesen sein und zwar ein ehe angenervtes. Da finde ich es naheliegend, dass wenn die beiden Katrin dann auf der Straße haben gehen sehen, eben auch auf sie geachtet haben, vielleicht der eine den anderen sogar drauf aufmerksam gemacht hat. "Schau mal, da läuft Katrin ja. Dann scheint sie ja jemanden gefunden zu haben, der sie fährt."
Für mich sehr nachvollziehbar, dass man sich daran auch nach Tagen noch erinnern kann.
2cent schrieb am 14.02.2026:Möglich, dass Sven der erste Angerufene um 17:39 war und sie danach noch die 6 weiteren Personen angerufen hat - das lässt sich für mich allerdings nicht sicher aus dem Bekannten ableiten.
2cent schrieb am 14.02.2026:Das SMS an "vor 18:00 Uhr" an ihre Schwester, in der Katrin ankündigt, zwischen 18:30 und 19:00 Uhr zu Hause zu sein. IZm mit dieser SMS an ihre Schwester frage ich mich schon lange, warum sie diese mit einer doch recht konkreten Zeitangabe geschickt hat, wenn sie da noch gar keine Aussicht auf eine Fahrgelegenheit gehabt hätte.
Ich habe das immer so gedeutet, dass es irgendeine grobe Vorgabe gab, wann Katrin abends zuhause sein sollte. Also nicht, dass die punkt 19.00 Uhr zuhause anzutanzen hatte. Aber schon so, dass sie nicht einfach bis 21.00 oder 22.00 Uhr hätte wegbleiben dürfen. Vielleicht wurde wert auf ein gemeinsames Abendessen gelegt, oder sie hatte mal wieder den Abräum- und Spüldienst. Und das Katrin das mit der Angabe der Uhrzeit auch ein bisschen bis ans Limit ausgereizt hatte. Sonst hätte es meiner Meinung nach keinen Grund gegeben, dass sie die Schwester beauftragt, den Eltern die angepeilte Ankunftszeit mitzuteilen. Nach dem Motto: "Sag denen schon mal, dass ich pünktlich bis 19.00 Uhr da bin, nicht dass sie schon um 18.30 Uhr anfangen zu rotieren, weil sie denken, sie würde sich nicht an die Vereinbarung halten. "
Irgendwie habe ich das für mich immer als Erklärung für diese SMS bzw. die Zeitangabe gesehen. Ist aber natürlich nur meine Vermutung.