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Wo ist Katrin Konert?

12.700 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 19:29
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wieso sollte Herr Konert auf eine Person sauer sein, die seiner Tochter in einer Notsituation eine MFG angeboten hat, die diese abgelehnt hat? […]
Einen Grund, dass Ralfs Verhalten die "Bekanntschaft" belastet haben könnte, gab es doch wohl erst, als rauskam, dass er sich 18 Jahre lang nicht als Zeuge gemeldet hat.
Und so wie ich es verstanden habe, war das auch keine Freundschaft, sondern man kannte sich eben; also kein besonders enges Verhältnis, dass man um jeden Preis hätte aufrechterhalten wollen.
Das entspricht auch meiner Einschätzung. Ich gehe vielmehr davon aus, dass die Familie im Gegenteil froh gewesen wäre, zeitnah von dieser Begegnung zu erfahren. Für mich ist auch nicht nachvollziehbar, warum Herr Konert auf jemanden verärgert sein hätte sollen, der seiner Tochter nur eine Mitfahrgelegenheit angeboten haben will, die sie zudem ja auch angeblich abgelehnt haben soll.

Wenn ich später erfahre, dass jemand etwas zu meiner vermissten Tochter wusste, mit ihr Kontakt hatte, möglicherweise etwas Entscheidendes wußte, und der erst redet, nachdem ein anonymer Hinweis auf ihn auftaucht, und ich diesen jemand dann auch noch kenne - da wäre ich, gelinde gesagt, richtig sauer.

Das ist für mich, wie ich ja auch schon schrieb, nichts, was man einfach mit "war halt nicht wichtig" oder "hab nicht dran gedacht" erklären kann. In meinen Augen ist ein solches Verhalten nicht nur unsensibel, sondern verantwortungslos. Ich kann das nicht nachvollziehen. Völlig unabhängig davon, ob man sich nahe steht/stand oder nur lose kennt/kannte.

Für die Polizei wäre diese Information ohnehin von Bedeutung gewesen. Grundlos wird nicht jetzt noch immer/wieder darum gebeten, dass sich der anonyme Hinweisgeber auf Ralf nochmals meldet.


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Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 19:59
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich bin tatsächlich nicht sicher, auf welches Detail es sich bezieht, irgendwann wurde mal gesagt, dass die Zeugen ausgesagt haben, die jeweils anderen nicht gesehen zu haben und das eigentlich nicht sein kann. Das kann ich nicht nachvollziehen, denn zum einen kann man ein anderes Auto einfach übersehen, nicht explizit wahrnehmen oder das Fahrzeug bzw. die Personen darin nicht erkennen, obwohl man sie kennt und obwohl sie da waren.
Zum anderen sehe ich es auch so, dass wenige Aufenblicke Zeitabstand in der Abfolge reichen, damit sich die Autos eben nicht gegenseitig begegnen, sondern die jeweilige Fahrt schon beendet ist, bevor das nächste Auto auftaucht.
Das sehe ich ähnlich, meine auch, dass es durchaus möglich ist, dass sich die Personen nicht gesehen haben müssen/nicht wahrgenommen haben.

Und ich meine mich auch zu erinnern, dass es einen Aussage dazu gibt, dass „das das eben nicht sein könne, dass der eine den anderen nicht gesehen hätte“ oder so ähnlich – finde es nur gerade nicht. Denke aber, es müsste von einem der Journalisten/Podcaster sein.

Das nehme ich an, weil die Einschätzung, dass es durchaus möglich ist, dass sich Zeugen nicht gesehen/wahrgenommen haben müssen, so im Stern Crime Podcast 11/2021 dargestellt wurde.
Und zwar von Frau Dau-Rödel selbst - nachfolgend zitiert (sofern nicht anders gekennzeichnet):

Generell zur Rekonstruktion/Einschätzung des Ablaufes und iZm den (gegenseitigen) Sichtungen ab ca. 25:47:
“Entweder hat sie jemanden gehabt, oder sie ging zu jemanden, oder es fuhr irgendjemand dran vorbei und hat sie mitgenommen.
Und ja, aufgrund des besonderen Tages eben auch, Abend nach Silvester und des Eisregens, waren nicht besonders viele Leute mit dem Fahrzeug unterwegs, aber es fuhren Leute.
Das haben wir ja auch ermitteln können, dass trotzdem viele Bekannte irgendwie unterwegs waren, aber irgendwie hat sich auch nie, oder hat nie, einer den anderen so richtig wahrgenommen.
Das war eben auch schwierig.“ […]
„Das mag natürlich so sein, dass man das einfach nicht wahrgenommen hat. Man fährt einfach, hat vielleicht einen anderen Termin, andere Sachen im Kopf, da achtet man vielleicht auch nicht unbedingt so auf den Fahrzeugverkehr.
Vielleicht wird man wahrgenommen haben, dass irgendjemand anderes vielleicht auch vorbeigefahren ist, aber nicht vielleicht die Person.
Oder wenn man jetzt nicht gerade ein Treffen vereinbart hatte, dann ist es schon schwierig und möglich, dass das eben auch so abgelaufen ist.“

Ab ca Min. 34:46:
„Die Bushaltestelle ist da ein Punkt wo sie gesehen wurde zuletzt. Sie kann aber auch von woanders weggekommen sein.“

Zu Martin ab ca. Min 35:00:
„Er musste nach Hause, weshalb er sie nicht gefahren haben will. […] Hier gab es offene Zeitfenster, teils Widersprüche, weshalb er dann in den Fokus der Ermittlungen geriet.“

Zur Feststellung, dass er nicht genau sagen habe können, wann er nach 19:30 wieder zu Hause war oder wen er gesehen hat danach:
"Das ist ja nicht dann belegbar, wenn man nicht eine andere Aussage hat, die das bestätigen kann. Das sind alles so vermutete Annahmen und Zeiten."

Dann Journalist: "D.h., es gibt eine Lücke in seinem Abend, wo es keine Leute gibt, die bezeugen können, dass sie mit ihm zusammen waren." - Darauf Dau-Rödel "Eine kurze Lücke, ja."

Zu Christian:
"Warum er sie nicht gesehen hat, wissen wir auch nicht. Es ist nicht feststellbar gewesen, oder dass er sie gesehen hat. Auch da gibt es Ungereimtheiten, weshalb er auch in den Fokus der Ermittlung gerät" (Gegenwartsform 2021, möglicherweise war "geriet" gemeint oder ich verstehe das Wort nicht richtig)

Ab ca. Min. 37 geht es darum, warum sich diese drei (Martin, Christian und Sven) eigentlich nicht begegnet sind an diesem Abend. Dann wird eingeschränkt (vom Journalisten) "jedenfalls zwei von ihnen dann sich nicht begegnet sein wollen".

Frau Dau-Rödel: "Da spielen noch andere Personen dann eine Rolle, wie wir dann in unseren Ermittlungen dann auch herausbekommen haben. Dass es eben noch einen gibt, einen Anwohner, der ja auch noch zwischendurch Katrin gesehen und gesprochen hat, eben kurz vor der Bushaltestelle, bevor sie da war" (-> ich bezog dies auf die im selben PC ab ca. 19:40 genannte Person, welche nun mE im LiD den Namen „Ralf“ bekam)

Ab ca. Min. 39 sinngemäß von 18:46 bis „bis 19:10, so grob“ Lebenszeichen von Katrin (Journalist). Es wurde eine riesige Zeittabelle gemacht "aufgeplottet" wer mit wem fast zeitgleich in der Nähe war.

Und dann nochmal ab ca. 40:32 (wie ich das verstehe, im Rahmen der Neubewertung mit „Ralf“) wieder Fr. Dau-Rödel:
„Wir haben das auch weiter selbst mal rekonstruiert, versucht, wie kann das sein, wie kann das passen.
Es ist schon möglich, dass der ein oder andere den anderen nicht wahrgenommen hat.
Und es mag alles auch so sein, dass es ein Kommen und ein Gehen war, dass sie sich auch nicht unbedingt gesehen haben müssen.
Wir hatten wenige feste Eckdaten, Zeiten der Zeugen können eben variieren.“

Entschuldige, wurde wieder etwas länger :) - habe aber gleich noch ein paar andere Passagen mitgenommen, die ich interessant fand zum Ablauf/zur Einschätzung.


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07.02.2026 um 21:22
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb: Auch Ralf ein bekannter der Konerts hat Katrin zwischen der Kirche und der Kreuzung Breitestrasse / Langestrasse gesehen. […]

Ob Sven oder Kurt zur relevanten Zeit also zwischen 19 Uhr und 19:30 Uhr auf der Langenstrasse unterwegs waren wissen wir nicht.
Von welcher "Kreuzung Breitestrasse / Langestrasse" respektive "Langenstrasse" sprichst Du bitte?

Ralf hat Katrin - nach seinen Angaben - in der Breite Straße auf Höhe des Hotels Nigel gesprochen.
Svens "Bewegungs-/Zeitprofil" ist ohnehin sehr schwer nachzuvollziehen, dennoch war er (vermutet) irgendwann in dem relevanten Zeitfenster auf dem Weg nach Hause – wann genau konnte man offenbar nicht einschränken.
Siehe hier unter "Sven": Beitrag von 2cent (Seite 606) & Beitrag von 2cent (Seite 614) und (noch NDR/Stern Stand): Beitrag von 2cent (Seite 602)

Ob Kurt überhaupt in Bergen war, ist mW nicht öffentlich bekannt – es ist also müßig, festzustellen, dass unbekannt wäre, ob er in einer "Langenstraße" unterwegs war.

NDR Teil 5: ca. Min. 13:10 - Herr Rusche: "Er war auch zu dieser Zeit unterwegs, wo Katrin verschwunden ist, mit dem Auto unterwegs. Das steht fest. Wir wissen auch, wo er war, bis eben [auf] diese tatkritische Zeit, wo wir nicht wissen, wo er war"
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb: […] Auch besagt die Logik, dass Katrin erst nach der Sichtung von Martin verschwunden ist. Bzw. vermutlich bei Jemanden ins Fahrzeug zugestiegen ist.
Und was sagt die Logik wirklich, wenn man andere, im Raum stehende, Möglichkeiten berücksichtigt?
Martin könnte Katrin gar nicht gesehen/gesprochen haben, Ralf könnte Zeit und Ort bewusst verschoben haben, beide Aussagen könnten falsch oder zumindest zeitlich ungenau sein, beide könnten stimmen, oder nur eine stimmt.

Entsprechend besagt die Logik mE keineswegs, dass Katrin erst nach Martins Sichtung verschwunden sein muss – das ist meiner Ansicht nach zu einfach gedacht.


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07.02.2026 um 22:51
@Saschulja1985
@2cent
Sorry, ja gemeint war natürlich Ralf.


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07.02.2026 um 23:11
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Wenn Martin jetzt sagen wuerde, sorry, war gelogen, wuerde Ralph von jetzt auf gleich ganz schön bloed dastehen.
Vielleicht findest Du diese Überlegungen zu Martin/Ralf ja auch noch interessant dazu:
Zitat von GrillageGrillage schrieb am 02.01.2026:Selbst wenn er nicht der Täter ist, hätte er Grund gehabt, bei der Zeitangabe zu "schummeln", einfach um sich nicht unnötig einem Verdacht aussetzen zu wollen und um sich somit durch Martin, der Katrin ja danach noch gesehen hat, eine Art Alibi zu verschaffen.
Ich halte es zudem einfach für unrealistisch, dass er nach so langer Zeit noch auf die Minute genau weiß, wann und wo genau er Katrin gesehen haben will.
Bei der Frage, ob er hinsichtlich des Angebotes einer MFG gelogen hat, die Katrin angeblich abgelehnt hat, gibt es vier Möglichkeiten:
Entweder sagt er die Wahrheit - womit er Martins Aussage im Prinzip unterstützt. Dann würde ich annehmen, dass Katrin tatsächlich bereits eine MFG hatte und deshalb abgelehnt hat.
Katrin hat ihn um eine MFG gebeten, die er abgelehnt hat. (Verständlich in der Situation: mit Blitzeis und spontan am Neujahrsabend ist das schon ein größerer Gefallen)
Oder er ist einfach vorbei gefahren, hat sie gesehen, aber nicht angehalten.
Oder er ist der Täter, hat angehalten, Katrin eine MFG angeboten, die sie auch angenommen, dann aber nicht überlebt hat.
&
Zitat von 2cent2cent schrieb am 02.01.2026:zu Deinen angesprochenen 4 Möglichkeiten
- Beitrag von 2cent (Seite 621) & ff Beiträge unter anderem von @Triquetrum


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Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 23:15
Zwei Anmerkungen zu den letzten Beiträgen:
- wer sagt denn, dass Familie Konert nicht persönlich von Ralf informiert wurde, dass er Katrin an dem Abend noch gesehen und gesprochen hat. Ich kenne nicht alle Veröffentlichungen auswendig, meine aber dass es nirgendwo ausgeschlossen wurde, bzw. es einen Kommentar darüber gegeben hätte.
- wenn Ralf Katrin Höhe Nigel gesehen und gesprochen haben will, dann müssten bezogen auf Katrins Gehgeschwindigkeit die Begegnungen mit Christian und Tanja und mit Ralf unmittelbar hintereinander stattgefunden haben. Außerdem müsste Katrin die Straße überqueren, um von der Kirche (Sichtung durch C. + T.) zu Nigel (Gespräch mit R.) zu kommen.
Das passt doch irgendwie nicht zusammen!?


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Wo ist Katrin Konert?

07.02.2026 um 23:41
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Zwei Anmerkungen zu den letzten Beiträgen:
- wer sagt denn, dass Familie Konert nicht persönlich von Ralf informiert wurde, dass er Katrin an dem Abend noch gesehen und gesprochen hat. Ich kenne nicht alle Veröffentlichungen auswendig, meine aber dass es nirgendwo ausgeschlossen wurde, bzw. es einen Kommentar darüber gegeben hätte.
Dieser Anmerkung kann ich nicht ganz folgen - meinst Du, Ralf hätte 2001 die Familie Konert bereits darüber informiert, dass er Katrin gesehen und gesprochen hätte und die Familie hätte dies der Polizei nicht umgehend mitgeteilt? Es ging doch meinem Verständnis nach darum, dass Ralf das offenbar ggü dem anonymen Hinweisgeber (wann auch immer) erwähnt hat, der sich dann 2018 über BKMS gemeldet hat. Woraufhin Ralf dann befragt wurde und dann die entsprechende Aussage machte.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:- wenn Ralf Katrin Höhe Nigel gesehen und gesprochen haben will, dann müssten bezogen auf Katrins Gehgeschwindigkeit die Begegnungen mit Christian und Tanja und mit Ralf unmittelbar hintereinander stattgefunden haben. Außerdem müsste Katrin die Straße überqueren, um von der Kirche (Sichtung durch C. + T.) zu Nigel (Gespräch mit R.) zu kommen.
Das passt doch irgendwie nicht zusammen!?
Korrekt, die Aussage bzw. der Ablauf sind zumindest hinterfragenswert. Dabei nicht nur die vermutete (gegenseitige?) Nicht-Sichtung von Christian/Tanja/Ralf.

Wurde unter anderem hier auch schon diskutiert: Beitrag von Triquetrum (Seite 621) und ff Beiträge

Sowie u.a. die Überlegungen, wessen Aussage nun stimmt, stimmen kann, etc.
Zitat von 2cent2cent schrieb am 02.01.2026:Zu 4) Er ist der Täter.
Dieser Schluss setzt mMn allerdings voraus, dass Martin gelogen hat und sie an der BHST nicht gesehen hat (sofern das Gespräch wie von Ralf angegeben in der Breiten Straße stattfand).

Sofern Ralfs Aussage/Erinnerung falsch ist und das Gespräch mit Ralf hat auch in der Neuen Straße stattgefunden und zwar vor dem mit Martin, wäre Martin wieder der letzte Zeuge.

Sollte das Gespräch mit Ralf tatsächlich in der Neuen Straße nach Martins Begegnung stattgefunden haben, wäre Ralf die letzte bekannte Kontaktperson.
Der überschaubare Ort und das extrem enge Zeitfenster (vermutlich unter 30 Minuten) rücken ihn somit zwangsläufig in den Mittelpunkt und machen ihn zur zentralen Figur.

Das macht Ralf jedoch nicht automatisch zum Täter, sondern aus meiner Sicht zum naheliegenden und aktuellen Ansatzpunkt weiterer Ermittlungen.



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08.02.2026 um 05:04
Zitat von 2cent2cent schrieb:Dieser Anmerkung kann ich nicht ganz folgen - meinst Du, Ralf hätte 2001 die Familie Konert bereits darüber informiert, dass er Katrin gesehen und gesprochen hätte und die Familie hätte dies der Polizei nicht umgehend mitgeteilt?
Genau das meine ich.
Ich sage nicht, dass es so war, ich frage nur, warum man zwingend davon ausgeht, dass Ralf auch gegenüber der Familie geschwiegen hat.

Wenn Ralf erzählt, er hätte vor Martin noch mit Katrin gesprochen und sie hätte eine Mitfahrgelegenheit ausgeschlagen - genau so wie wenige Minuten später gegenüber von Martin - dann ist seine Aussage ohne weiteren Informationsgewinn.

Die Konerts wissen es, aber es kann nicht zur Aufklärung beitragen. Also spricht niemand darüber. Ich kann keinen plausiblen Grund für dieses Verschweigen angeben, aber es wäre zumindest denkbar.

Interessant bleibt die Frage, warum auch der anonyme Informant so lange geschwiegen hat, bzw. ob Ralf das erst tatsächlich so viel später noch jemandem erzählt hat.


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Wo ist Katrin Konert?

08.02.2026 um 06:08
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Ich glaube Martin hat ein Konkrete Aussage gemacht. Und die stimmt auch. Warum die hinterfragt wird und bezweifelt wird ist mir nicht klar.
Mal hat er gesagt, er hat Katrin angeboten, sie zu fahren, aber sie wollte nicht.
Mal hat er gesagt, er hätte keine Zeit, da seine Freundin schon mit dem Essen gewartet hat.

Dazu kommt, dass seine damalige Freundin nach einiger Zeit ihre Aussage hinsichtlich der Ankunftszeit von Martin verändert hat.

Aber Christian und Martin sind hart vernommen worden- da kann auch was ausrutschen, was nicht so passt.
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es geht bei dem Zweifel an Martin Aussage wohl eher darum, ob er Katrin tatsächlich oder überhaupt gesehen und gesprochen hat.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Martin könnte Katrin gar nicht gesehen/gesprochen haben,
M. Heuer und A. Dau-Rödel geben der Bushaltestellen in den LiD-Podcasts noch immer einen hohen Stellenwert (beide besuchen diese mit M Mathis), damit stellen sie fuer mich nicht in Frage, dass Katrin dort tatsaechlich war (und da ist Martin nach unserem Wissen, der einzige, der dies bezeugt hat).
Ich habe nicht den Eindruck, dass die 'Luege' darin bestand, dass Martin Katrin an der Bushaltestelle gesehen hat.
Sondern eher das betrifft, was gesprochen (MFG ja/nein).


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08.02.2026 um 06:55
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Und zum anderen wird mehrmals gesagt, dass nicht alle Aussagen der Zeugen stimmen können, die irgendwann man als Verdächtige gegolten haben, weil sie sich gegenseitig ausschließen und somit mind. eine Aussage nicht stimmen kann.
Ich habe da sowas auf dem Schirm, dass Frau Rödel sagt, dass man alles nachgestellt hat, und es möglich sei, dass sich die Zeugen gegenseitig nicht gesehen haben. Meine eigene Anmerkung, oder vielleicht gesehen haben, aber nicht wahrgenommen haben. Beispiel: Cristian / Ralf. Beide haben Katrin praktisch zur gleichen Zeit auf der Breitenstrasse gesehen. Weiter sollte man die Zeitangaben nicht als absolut statisch betrachten. Beispiel: Martin Da stehen Angaben im Raum zwischen 19 Uhr und 19.30 Uhr. Oder bei Sven ist überhaupt nicht klar wo er war, und wann er die Pizza abgeholt hat. Wo Kurt zur relevanten Zeit war ist auch nicht bekannt. War er überhaupt in Bergen?
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wenn die Ermittler aber so öffentlich Zweifel an den Aussagen äußern, dann kann man das denke ich schon einfach als gegeben hinnehmen, dass es Widersprüche, Ungereimtheiten, verschiedene sich ausschließende Versionen, Unsicherheiten darin gab, die diese Zweifel bei den Ermittlern begründet haben.
Dass das was du schreibst, so wahrgenommen wird, komm schon hin. Vielleicht wollte man das auch. Zumindest im LiD Podcast. Und da macht Mathis auch eigene Ergänzungen. Mindestens meiner Wahrnehmung nach.

Klar wir kennen die Ermittlungsakte nicht. Und können nur über das diskutieren was bekannt ist. Gerade wenn man die Zeitachsen zusammenschiebt, und unbekanntes hinein interpretiert wie ich oben schreibe, wird natürlich alles undurchsichtig. Aber ich glaube schon, dass die Ermittler die Übersicht haben, und die Zeugenaussagen einordnen können.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Es ist eben nicht so, wie Du hier immer wieder behauptest, dass jeder Zeuge, oder zumindest jeder Zeuge, der sich nicht 100% erinnern kann, automatisch zum Verdächtigen und dann zum Beschuldigten wird. Wir kennen nur einige wenige Details der jeweiligen Aussagen und wissen nicht, was konkret dazu geführt hat, dass aus Zeugen Beschuldigte wurden.
Es ist schon mal eine Unterstellung, dass ich jeden Zeugen automatisch verdächtig oder beschuldige. Zutreffend, und so wird auch berichtet, dass es verdächtig und beschuldigte gab. Naheliegend für welchen Zeugen das zutrifft. Ich glaube eine Benennung erübriget sich. Und habe sowas auf dem Schirm, dass sich die Zeugen Sven und Kurt zu den vorwürfen geäussert haben. Meint im Podcast Blitzeis.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Deshalb ist es müßig, dass hier diskutieren zu wollen oder es als Ungerechtigkeit darzustellen.
Grundsätzlich richtig. Nur habe ich das diskutieren wollen? Zudem kann man auch nicht sagen, dass es gerecht war. Zumal es auch nie zu einer Anklage kam. Was ja bei einer Beschuldigung das Weitere juristische Vorgehen sein könnte. Da müsste dann auch konkret ein Tatvorwurf genannt werden. Das bei einem Vermisstenfall, und ohne Leiche. Mit eventuell mehr als einem beschuldigten. Ich würde nicht ausschliessen wollen, und das scheint mir auch naheliegend zu sein, dass es Zeugen gab, welche einen Anwalt einschalten / beauftragen mussten bzw. taten. Die Kosten blieben wohl bei ihnen. So nun kannst du dir Gedanken machen über gerecht oder ungerecht.

Der Hammer kommt ja noch. Nach 25 Jahren versucht man ganz freundlich mit den damaligen Zeugen nochmal kontakt aufzunehmen. Und für sie ganz unverbindlich nochmals aussagen sollen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Wieso sollte Herr Konert auf eine Person sauer sein, die seiner Tochter in einer Notsituation eine MFG angeboten hat, die diese abgelehnt hat? Zumal Ralf kaum ahnen konnte, dass Katrin ohne das Wissen der Eltern in Bergen unterwegs war, weil sie denen die Beziehung zu einem 15 Jahre älteren Mann verschwiegen hat.
Genau Ralf musst davon ausgehen, dass Katrin nach Hause wollt. Und sie sich in einer Notsituation befinden könnte. Sonst hätte er sie gar nicht ansprechen müssen. Warum Katrin in Bergen war ist unerheblich. Klar wir wissen nicht, was der Grund war, warum Katrin die MFG abgelehnt hat. Sollte das einfach ein nichtiger Grund gewesen sein, wäre zu erwarten, dass Ralf mit Nachdruck Katrin zum einsteigen bewegen bzw. zwingen sollte. Was offensichtlich nicht geschehen ist. Also ich wäre da auf meinen Kollegen sehr sauer. Und ja doch, gut denkbar, dass sich auch Ralf Gedanken macht. Und sich entschloss den frieden zu liebe nichts zu sagen.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Einen Grund, dass Ralfs Verhalten die "Bekanntschaft" belastet haben könnte, gab es doch wohl erst, als rauskam, dass er sich 18 Jahre lang nicht als Zeuge gemeldet hat.
Weisst du nach 18 Jahren sieht manches anders aus. Und da dürfte es ihn nicht mehr belastet haben. Und vielleicht versteht heute Frank Konert das verhalten von Ralf auch.


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08.02.2026 um 07:12
Zitat von 2cent2cent schrieb:Von welcher "Kreuzung Breitestrasse / Langestrasse" respektive "Langenstrasse" sprichst Du bitte?
Dürfte nicht all zu schwierig sein. Die Von Bergen Dumme.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ralf hat Katrin - nach seinen Angaben - in der Breite Straße auf Höhe des Hotels Nigel gesprochen.
Habe ich aber nicht ganz so auf dem Schirm. Aber auch egal. Katrin hat nach oder bei der Kirche die Strassenseite gewechselt. Und erst danach soll die Sichtung von Ralf gewesen sein. So habe ich das auf dem Schirm. Hier stimmt ja etwas sowieso nicht. Christian müsste ein entgegenkommendes Auto aufgefallen sein. Berichte wir jedenfalls nicht davon.


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Wo ist Katrin Konert?

08.02.2026 um 08:05
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Aber Christian und Martin sind hart vernommen worden- da kann auch was ausrutschen, was nicht so passt.
Was ja auch im Sinne von sie hätten sich verteidigen müssen, wie berichte wird, was aus naheliegenden Gründen nachvollziehbar ist.
Gerade bei Martin. Da wurde das Auto spurenforensisch unter sucht. Übrigens auch beim Vermieter.
Der Fehler liegt klar da vor, dass nicht das benutzte Auto von Sven spurenforensisch untersucht wurde. Wäre da nichts gefunden worden, wäre Sven bei dem ohne hin nicht bekannt ist wo er zur relevanten Zeit war, als Zeuge unwichtig wäre.

Etwas optimistisch gedacht sind schon mal 3 Zeugen weniger, bei welchen ein Zusammenhang mit dem Verschwinden von Katrin zwingend angenommen werden muss.

Mir fehlt einfach bei allen Zeugen ein Motiv Katrin verschwinden zu lassen.


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08.02.2026 um 08:11
Für mich auch ein mögliches Szenario:

Katrin versucht, Sven zu erreichen, erreicht aber nur die Mailbox. Sie zieht ihre Jacke an, im Hinterkopf den Zeitdruck und vielleicht auch die Gefahr, dass es wieder Ärger gibt daheim, wenn sie nicht pünktlich zum Abendessen da ist.

Auf dem Weg zur Bushaltestelle wird sie an der Pauluskirche von Christian und Tanja gesehen, man kennt und grüßt sich.
Katrin überquert die Straße und biegt in die Neue Straße ein, ihr erstes Ziel ist die Bushaltestelle, hier will sie auf dem Plan schauen, ob noch ein Bus kommt, der sie noch rechtzeitig nach hause bringt. Fehlanzeige, denn der Bus fährt erst um 19:30 Uhr, das gäbe daheim einen Riesen Ärger.
Auserdem kann sie nicht mal Bescheid geben, denn ihr Handy ist ausgegangen, Akku leer!

Da kommt Martin und wendet seinen PKW, er kurbelt sein Fenster runter, Nach Hause fahren will er Katrin aber nicht.
An der Bushaltehütte ist es stockdunkel und es ist eiskalt.
Katrin geht weiter Richtung Sven, schließlich hat er sie schon öfter heimgefahren.
Vielleicht ist er ja schon daheim und Katrin will ihr Glück versuchen.
Sie überquert die Straße, denn auf dieser Seite wohnt Sven und außerdem sind auf dieser Seite die Laternen.

Auf dem Weg dorthin trifft sie Ralph, er kommt aus Richtung Jiggel und ist auf dem Heimweg.
Er bietet an, sie zu fahren.
Katrin kennt Ralph, sein Stiefkind geht mit ihr zur Schule, vielleicht hat er sie sogar schon mal heimgefahren, als sie miteinander spielten.
Sie steigt unbesorgt bei Ralph ein.
So könnte ich mir das ganze vorstellen.


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08.02.2026 um 08:54
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Auch Ralf ein bekannter der Konerts hat Katrin zwischen der Kirche und der Kreuzung Breitestrasse / Langestrasse gesehen.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Von welcher "Kreuzung Breitestrasse / Langestrasse" respektive "Langenstrasse" sprichst Du bitte?
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Dürfte nicht all zu schwierig sein. Die Von Bergen Dumme.
In Bergen gibt es keine "Lange Straße". Du meinst sicherlich den Bereich "Breite Straße (B71) / Neue Straße".
Zitat von 2cent2cent schrieb:Ralf hat Katrin - nach seinen Angaben - in der Breite Straße auf Höhe des Hotels Nigel gesprochen.
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Habe ich aber nicht ganz so auf dem Schirm. Aber auch egal. Katrin hat nach oder bei der Kirche die Strassenseite gewechselt. Und erst danach soll die Sichtung von Ralf gewesen sein. So habe ich das auf dem Schirm
Genau das hat @2cent doch gesagt...


Rein vom Ablauf müsste es eigentlich so abgelaufen sein (falls die bekannten Angaben korrekt sind):

Christian und Tanja verlassen die Pizzeria und sehen Katrin gegenüber bzw. schräg gegenüber laufen, und zwar die Breite Straße (B71) Richtung Uelzen. Sie steigen ins Auto und fahren erstmal ("geradeaus") zum Kreuzungsbereich Breite Straße / Neue Straße, wo Christian das Auto wendet und in umgekehrte Richtung (Richtung Salzwedel) weiterfährt. Dabei nehmen sie Katrin erneut wahr (sie geht immer noch auf der Straßenseite wo die Kirche steht; d. h. jetzt zu ihrer Rechten!) und man grüßt sich kurz. Gleich danach muss Katrin die Straßenseite gewechselt haben. Es kann zwar sein, dass sie den Zebrastreifen benutzt hat; in meiner Vorstellung tut sie es etwas später nach dem Zebrastreifen. Kurz nachdem sie die andere Straßenseite erreicht hat, sieht Ralf sie und spricht sie an, auf der Höhe von Nigel.
Das bedeutet streng genommen auch, dass Christian und Tanja sowie Ralf im Auto aneinander vorbei gefahren sein müssen; vielleicht auf Höhe der Pizzeria. Ob sie sich dabei auch bewusst wahrgenommen haben? Ich glaube eher nicht...


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08.02.2026 um 09:09
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:
Zitat von 2cent2cent schrieb:Dieser Anmerkung kann ich nicht ganz folgen - meinst Du, Ralf hätte 2001 die Familie Konert bereits darüber informiert, dass er Katrin gesehen und gesprochen hätte und die Familie hätte dies der Polizei nicht umgehend mitgeteilt?
Genau das meine ich.
Ich sage nicht, dass es so war, ich frage nur, warum man zwingend davon ausgeht, dass Ralf auch gegenüber der Familie geschwiegen hat.

Wenn Ralf erzählt, er hätte vor Martin noch mit Katrin gesprochen und sie hätte eine Mitfahrgelegenheit ausgeschlagen - genau so wie wenige Minuten später gegenüber von Martin - dann ist seine Aussage ohne weiteren Informationsgewinn.

Die Konerts wissen es, aber es kann nicht zur Aufklärung beitragen. Also spricht niemand darüber. Ich kann keinen plausiblen Grund für dieses Verschweigen angeben, aber es wäre zumindest denkbar.
Ausschließen kann man das natürlich nicht, ich halte es allerdings aufgrund der verfügbaren Informationen für äußerst unwahrscheinlich.

Wenn ich dazu ein Szenario überlege - die Herren Rusche und Heuer gehen bei der Familie quasi „ein und aus“ – sind eng mit ihnen verbunden – und keiner aus der Familie hätte eine entsprechende Schilderung von Ralf bereits 2001 an zumindest einen dieser beiden weitergegeben? Oder in den Jahren danach? Und damit quasi die Ermittlungen im Vermisstenfall der eigenen Tochter/Schwester beeinträchtigt/nicht unterstützt?
Oder meinst Du, sie haben diese Schilderung weitergegeben und die Polizei hätte nicht entsprechend reagiert?

Heuer ist auch noch beim LiD Podcast dabei – hätte er von solch einer Aussage gewusst, nehme ich doch stark an, dass er dies spätestens im Podcast erwähnt hätte.

Dass die Familie für sich alleine entscheidet, „Och, das war doch der (lose) Bekannte, der hat mit ihr ja vor Martin gesprochen, das hat sicher nichts zu sagen, den kennen wir doch“ – nein, das glaube ich nicht.

Und weiter erklärt es für mich auch nicht, dass Ralf sich selbst auch nicht bei der Polizei diesbezüglich gemeldet hat. Weder zeitnah noch 2018.

Eine solche Annahme würde also voraussetzen, dass die Familie schweigt, das Umfeld schweigt, die Polizei nicht informiert wird oder nicht reagiert und auch Ralf dauerhaft schweigt.

Daher - um Deine Frage zu beantworten - gehe ich davon aus, dass die öffentlich bekannten Informationen stimmig sind und Ralf sich nicht von selbst bei der Familie im Jahr 2001 (oder danach) gemeldet hat.

Wenn du dennoch von dieser Möglichkeit ausgehst bzw. sie in Betracht ziehst, müsstest du bitte darlegen, wie ein solches Szenario konkret abgelaufen sein könnte.


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Wo ist Katrin Konert?

08.02.2026 um 09:12
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:In Bergen gibt es keine "Lange Straße". Du meinst sicherlich den Bereich "Breite Straße (B71) / Neue Straße".
Ja natürlich. Ist mein Versehen.
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Genau das hat @2cent doch gesagt...
Ja gut die Paulus Kirche und das Hotel Nigel liegen sich ja gegenüber. Aber wie ich schon schrieb auch egal.


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08.02.2026 um 09:20
Zitat von 2cent2cent schrieb:Daher - um Deine Frage zu beantworten - gehe ich davon aus, dass die öffentlich bekannten Informationen stimmig sind und Ralf sich nicht von selbst bei der Familie im Jahr 2001 (oder danach) gemeldet hat.
Das sehe ich im Prinzip auch so. Rational und emotional kann man die Entscheidung von Ralf jedenfalls nicht nachvollziehen. Wenn es stimmt, dann waren Ralf und Herr Konert zur damaligen Zeit Arbeitskollegen, und wenn ich mir vorstelle, dass das Kind von einem Kollegen von mir vermisst wird und ich wochen-/monate-/jahrelang ihm gegenüber nicht erwähne, dass ich das Kind am Verschwindetag tatsächlich gesehen habe, dann hat das schon so ein "Geschmäckle".


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08.02.2026 um 10:03
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Es geht bei dem Zweifel an Martin Aussage wohl eher darum, ob er Katrin tatsächlich oder überhaupt gesehen und gesprochen hat.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Martin könnte Katrin gar nicht gesehen/gesprochen haben,
M. Heuer und A. Dau-Rödel geben der Bushaltestellen in den LiD-Podcasts noch immer einen hohen Stellenwert (beide besuchen diese mit M Mathis), damit stellen sie fuer mich nicht in Frage, dass Katrin dort tatsaechlich war (und da ist Martin nach unserem Wissen, der einzige, der dies bezeugt hat).
Ich habe nicht den Eindruck, dass die 'Luege' darin bestand, dass Martin Katrin an der Bushaltestelle gesehen hat. Sondern eher das betrifft, was gesprochen (MFG ja/nein).
Dieser Umstand - also die „wahre“ Version“ – scheint mir in Bezug auf Martin auch das Ziel der neuerlichen Befragungen/Bitte der Ermittler zu sein.

Über die Beweggründe warum damals jemand etwas anders geschildert hat, wurde ja schon eingehend diskutiert. Und nun eben die Möglichkeit/Hoffnung, dass eine oder mehrere dieser Aussagen korrigiert werden und sich damit weitere Ansatzpunkte erhärten.

Ich wollte eigentlich nur darauf hinweisen, dass man eben nichts ausschließen kann – Martin könnte ja auch einfach an ihr „vorbeigefahren“ sein und sie zwar gesehen haben, aber eben nicht gesprochen haben. Oder diese Sichtung erst im Nachhinein mit Katrin in Verbindung gebracht haben (als es Thema bei seiner Freundin war).

Generell: ich halte es auch für sehr wahrscheinlich, dass Katrin tatsächlich an der Bushaltestelle war.
Im Falle der Verabredung dort, blieb sie dort auch, bis diese MFG kam.
Im Falle der Verabredung dort in der Nähe, könnte sie daran „vorbeigegangen“ sein.
Ohne MFG könnte sie dort geblieben sein, weil die Wahrscheinlichkeit an der „Trampe“ mitgenommen zu werden am höchsten gewesen wäre.
Ohne MFG könnte sie aber auch zu einem „Anlaufpunkt“ weitergegangen sein.

Wie schon gesagt, ich gehe von einer vereinbarten MFG aus, diese Variante erscheint mir am wahrscheinlichsten aufgrund der bekannten Informationen und erfordert für mich die wenigsten Annahmen.

Um hier wieder auf Martin zurückzukommen und warum seine Aussage mE entscheidend/wichtig ist: Es ist eben nicht gesichert, dass Martin sie an diesem Abend tatsächlich gesehen oder gesprochen hat; ein entsprechendes Gespräch wurde bislang von niemandem beobachtet / bestätigt.

Ich hatte hier auch schon entsprechend geantwortet:
Zitat von 2cent2cent schrieb:
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Insofern sehe ich Martins Aussage schon als sehr kritisch dafür an, wie man sich Katrins Situation um kurz nach 19.00 Uhr vorstellen muss.
Ich stimme Deinem Beitrag vollumfänglich zu - wenn man gesichert wüsste, dass Martins Aussage - und vorallem welche - korrekt ist, wäre man zumindest etwas weiter.
Für mich ist es eben ein Thema hinsichtlich Mitfahrgelegenheit wahrnehmen oder nicht bzw. Katrin ging nur in Richtung der BHST (ggf. daran vorbei).
Und nun kommt auch noch die (angezweifelte, wie ich den Lid 10 verstehe) Rückspiegelsichtung Martins noch mit dazu.
Dies gilt natürlich auch für Ralfs (späte) Aussage.



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Wo ist Katrin Konert?

08.02.2026 um 10:35
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb:Interessant bleibt die Frage, warum auch der anonyme Informant so lange geschwiegen hat, bzw. ob Ralf das erst tatsächlich so viel später noch jemandem erzählt hat.
Wie lange der anonyme Informant geschwiegen hat, kann man meines Erachtens nicht aus den bekannten Informationen ableiten. Dieser hat sich – vermutet aufgrund der Wiederaufnahme – im Jahr 2018 über BKMS gemeldet.

Sofern es sich nur um eine Beobachtung handelt – dann hätte dieser Hinweisgeber vermutlich seit 2001 geschwiegen.
Sollte es sich aber zB um ein Gespräch zwischen Ralf und Hinweisgeber gehandelt haben, dann ist eben nicht bekannt, wann dieses stattgefunden hat.

Frau Dau-Rödel bittet ja (immer wieder) genau darum, dass dieser BKMS Hinweisgeber sich nochmals melden soll – weil sie Fragen hätte.

Hier zB:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 02.01.2026:Ralf/BKMS Zeuge auf ihn ab ca. Min 17
Frau Dau-Rödel: „Ich möchte zB auch noch diesen anonymen BKMS Schreiber dazu bewegen, dass er sich bei mir meldet. Weil ich glaube, dass er noch ein paar Details weiß, die für mich wichtig wären, um ein genaueres Bild dazu zu bekommen, was diese neue Person, die ich jetzt habe in meinen Ermittlungen… wie ich da vielleicht noch weiterkommen könnte.“
Siehe zu Deiner Feststellung bitte auch (nochmals):
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.01.2026:
Zitat von Opti-MistOpti-Mist schrieb am 31.12.2025:Ich habe gerade den Überblick verloren, daher kann es sein, dass meine Frage schon gestellt wurde: Einige stellen sich die Frage, warum Ralf damals nichts gesagt hat, als die Ermittlungen um Katrin öffentlich wurden. Was ist denn mit dem Hinweisgeber?
Hat Ralf 18 Jahre nach dem Fall noch darüber gesprochen, oder direkt nach Katrins verschwinden?
Wenn das alles 2001 geschah, dann muss man aber auch den Zeugen fragen, weshalb er erst so spät eine Aussage gemacht hat?
Zusätzlich zur Antwort von @Grillage habe ich mir dazu noch weitere Gedanken gemacht: Wo ist Katrin Konert? (Seite 617) (Beitrag von 2cent) - Dort geht es u. a. um die Frage, ob Ralf sich bereits 2001 geäußert hat oder erst deutlich später – und jeweils mögliche Gründe dafür.



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Wo ist Katrin Konert?

08.02.2026 um 10:52
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Das sehe ich im Prinzip auch so. Rational und emotional kann man die Entscheidung von Ralf jedenfalls nicht nachvollziehen. Wenn es stimmt, dann waren Ralf und Herr Konert zur damaligen Zeit Arbeitskollegen, und wenn ich mir vorstelle, dass das Kind von einem Kollegen von mir vermisst wird und ich wochen-/monate-/jahrelang ihm gegenüber nicht erwähne, dass ich das Kind am Verschwindetag tatsächlich gesehen habe, dann hat das schon so ein "Geschmäckle".
Ja, danke, ich bin ja froh, dass dies noch jemand so sieht. Dieses (so dargestellte) Verhalten irritiert mich sehr. Entsprechend schwer auch für mich, dies "aus Ralfs Perspektive" zu sehen; für mich persönlich ein hochgradig suspektes Verhalten und die Begründung für die "Nichtmeldung" entschärft meinen Eindruck auch nicht.


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