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Wo ist Katrin Konert?

12.750 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

12.04.2026 um 13:59
@Saschulja1985 @FritzPhantom @Grillage @Dr.Edelfrosch @Dödi

Um ehrlich zu sein, bleiben bei solchen Beiträgen bei mir gemischte Gefühle zurück. Teilweise entsteht bei mir doch der Eindruck, dass weniger der Fall selbst im Mittelpunkt steht, sondern eher die Hervorhebung eines bestimmten Podcasts sowie angeblicher Kontakte. Mag an mir liegen.

Dennoch: ich finde ich es wirklich gut und wichtig, dass der Fall durch Veranstaltungen, Podcasts und Beiträge weiter im Gespräch bleibt. Gerade auch in Bergen. Solche Aktionen wie das Gedenkbäumchen sind schöne Gesten und zeigen, dass Katrin nicht vergessen ist.

Ich habe selbst zweimal beim NDR nachgefragt (über die Homepage), sowohl im Februar als auch Ende März, und leider überhaupt keine Rückmeldung erhalten (Zu der in der Polizei-Pressemeldung vom 17.12.2025 angekündigten weiteren Podcast-Folge von "Täter unbekannt" für 01/2026.) Das war doch etwas enttäuschend.

Ich hatte ehrlich gesagt gehofft, dass die derzeitige "Ruhe" um den Fall vielleicht daran liegt, dass die Polizei im Hintergrund weitergekommen ist. So wirkt es aber nun leider doch nicht.

Umso wichtiger, dass der Fall weiterhin öffentlich präsent bleibt, auch wenn es sich für manche vielleicht nach "Wiederholung" des immer selben Themas anfühlt.

Jedenfalls: es ist gut, dass der Fall nicht in Vergessenheit gerät. Ich hoffe einfach, dass man endlich Antworten findet.


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Wo ist Katrin Konert?

12.04.2026 um 14:57
@2cent
Ja sicher mögen auch Leute darunter sein, die daraus Profit schlagen oder sich selbst Wichtigmachen wollen. Aber gerade der letzte Podcast war ja auch in Zusammenarbeit mit der Polizei. Und auch Journalisten oder Podcaster sind Menschen, die Familie und Kinder haben und sich dann auch persönlich betroffen fühlen in so einem Fall. Die meisten zumindest. Und letztendlich zählt was rauskommt. Ich sage nicht, das der Zweck alle Mittel heiligt. Man muss halt abwägen.
Dass es nichts Neues gibt, ist natürlich enttäuschend. Aber man darf nicht aufgeben.


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Wo ist Katrin Konert?

12.04.2026 um 15:59
Zitat von Jan_Jan_ schrieb am 24.03.2026:Ich glaube eher nicht, dass Katrin die Busfahrzeiten für den 01 Jan im Kopf hatte - da sind doch oft Sonderfahrpläne oder es gilt zumindest der Sonntagsfahrplan.
Auch wenn der Bus regulär gg. 19 Uhr gefahren wäre und sie ab Clenze zumit dem Freund ihrer Schwester hätte fahren können - dann wäre sie so gg. 20 Uhr zuhaus gewesen - das ist auch spät eher für eine 15 jährig an einem Sonntag, zumindest wenn keine Ferien sind.
Entschuldige die späte Reaktion auf Deinen Beitrag.

Zunächst zum Datum: Der 01.01.2001 war ein Montag und damit kein Sonntag, aber ein Feiertag (Neujahr). Entsprechend sehr wahrscheinlich, dass an diesem Tag ein eingeschränkter/abweichender Fahrplan gegolten hat. Und zur Ferienzeit: lt. schulferien.org waren Weihnachtsferien vom 22.12.2000 – 06.01.2001.

Zur Uhrzeit / dem Bus: Die genannte Uhrzeit 19:30 bezog sich ja auf die tatsächliche Ankunftszeit des Busses, die als "verspätet" beschrieben wurde. Das spricht mE dafür, dass es eine frühere fahrplanmäßige Zeit gegeben haben wird, von der abgewichen wurde. Auch wenn das im Detail ohne konkreten Fahrplan nicht sicher feststellbar ist.

Ohne Kenntnis des damaligen Fahrplans ist (für mich/uns) schwer nachvollziehbar, wie die zeitliche Abfolge der SMS bzw. des kurzen Anrufs bei Sven einzuordnen ist und wie lange denn diese Busverspätung konkret dauerte.

Wenn man diesen Fahrplan bzw. die fahrplanmäßige Abfahrtszeit kennen würde, ließe sich auch mM besser einschätzen, ob Katrins Aufbruch kurz nach dem 3-Sekunden-Anruf bei Sven eher durch den erwarteten Bus oder durch eine Verabredung an / in der Nähe der Bushaltestelle motiviert gewesen sein könnte. Wie ja ua auch @Opti-Mist ausgeführt hat.

Unterm Strich bleibt damit: Die Argumentation "Katrin wollte eigentlich zum Bus (und mit diesem fahren)" ist daher für mich nur wenig wahrscheinlich. Persönlich bin ich noch immer der Ansicht, dass Katrin nicht wegen des Busses von Joachim so "zielstrebig" aufgebrochen ist. Und dieser maximal der "Plan B" war.
Nicht zuletzt wegen des Logikproblems das sich aus den – von Ralf und Martin ausgesagten - zwei spontan angebotenen aber angeblich abgelehnten, MFG ergeben würde.


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12.04.2026 um 16:41
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Ja sicher mögen auch Leute darunter sein, die daraus Profit schlagen oder sich selbst Wichtigmachen wollen. Aber gerade der letzte Podcast war ja auch in Zusammenarbeit mit der Polizei. Und auch Journalisten oder Podcaster sind Menschen, die Familie und Kinder haben und sich dann auch persönlich betroffen fühlen in so einem Fall. Die meisten zumindest. Und letztendlich zählt was rauskommt. Ich sage nicht, das der Zweck alle Mittel heiligt. Man muss halt abwägen.
Also für meinen Geschmack hat der Mathis es mit dieser Serie über den Fall Katrin Konert ziemlich übertrieben und sich von dem Heuer viel zu sehr darein ziehen lassen. Eigentlich hat der bisher immer sehr viel Wert auf Professionalität gelegt, aber diesemal ist ihm das finde ich ziemlich verloren gegangen. Ich hatte das Gefühl, dass er mind. zwei der Folgen eher dem Heuer zu Liebe produziert hat, weil da wirklich nicht viel informatives Neues bei rumkam. Irgendwie kam mir das so vor, als habe er den Fall dem zuliebe künstlich breit gewalzt.
Und auf diesem Flyer zu den Veranstaltungen steht als Organisator dieser Veranstaltungen Michael Heuer.


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12.04.2026 um 22:40
Zitat von 2cent2cent schrieb:Um ehrlich zu sein, bleiben bei solchen Beiträgen bei mir gemischte Gefühle zurück. Teilweise entsteht bei mir doch der Eindruck, dass weniger der Fall selbst im Mittelpunkt steht, sondern eher die Hervorhebung eines bestimmten Podcasts sowie angeblicher Kontakte. Mag an mir liegen.
Zitat von FritzPhantomFritzPhantom schrieb:Ja sicher mögen auch Leute darunter sein, die daraus Profit schlagen oder sich selbst Wichtigmachen wollen. Aber gerade der letzte Podcast war ja auch in Zusammenarbeit mit der Polizei.
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Also für meinen Geschmack hat der Mathis es mit dieser Serie über den Fall Katrin Konert ziemlich übertrieben und sich von dem Heuer viel zu sehr darein ziehen lassen. Eigentlich hat der bisher immer sehr viel Wert auf Professionalität gelegt, aber diesemal ist ihm das finde ich ziemlich verloren gegangen.
Ich denke nicht, dass es hierbei um ein Promoten des Podcasts geht, sondern selbiger einfach Teil der neuen Ermittlungen ist und somit auch polizeilich gezielt darauf ermittlungstechnisch gebaut wird. So ist es wohl auch zu erklären, dass am Mittwoch sowohl die Leiterin der Ermittlungen als auch Mike Mathis vor Ort sein werden. Man versucht den Fall gezielt im Kopf der Bevölkerung zu halten, da man wohl von Seiten der Ermittler auch das Gefühl hat, der Lösung des Falles noch nie so nah zu stehen, wie bisher. Wie schwer es dann letztendlich ist, den tatsächlichen Durchbruch zu erzielen, sieht man im Fall von Sonja Engelbrecht, der wohl einen ähnlich eng einzugrenzenden Täterkreis mit sich führt, wobei dessen Identitäten nicht so offen diskutiert werden, wie in Sachen Katrin Konert. Dies ist wohl in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte einmalig.

Noch ein Wort zur Anmerkung von @Grillage . Ich sehe es hier ähnlich wie du. Sicherlich wollte Mike Mathis in seinem Podcast die Emotionalität und Verzweiflung widerspiegeln, die dieser Fall selbst bei zunächst Außenstehenden hervorruft. Trotzdem wurde diese Plattform sicherlich zu ausgedehnt berücksichtigt. Es ist schwer, speziell bei einem gemeinsamen Arbeiten mit Michael Heuer, bei einer objektiven Betrachtung des Falles zu bleiben. Dies ist aus meiner Sicht auch ohne dessen Mitwirken ein schweres Unterfangen, da man bei den Vorliegen der doch reichhaltigen offiziellen Informationen zu den einzelnen Tatverdächtigen, automatisch innerlich den für sich wahrscheinlichsten Ablauf der Geschehnisse zurechtlegt.


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13.04.2026 um 12:57
Ich glaube einfach das sehr sehr viele in Bergen gar nicht den genauen Kenntnisstand haben. Da werden viele nicht wissen, das es Podcast´s gibt, unzählige Youtube Videos... Denke das viele ihre Infos nur vom Dorftratsch haben. Von der daher ist eine nochmals breite Aufklärung sinnvoll. Ich hoffe jedenfalls das das auf der Agenda steht.
Ansonsten macht mir der Veranstalter Michael Heuer auch etwas sorgen, auch ich bin er Meinung, das die letzte Podcastreihe etwas unter ihm gelitten hat.


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15.04.2026 um 23:00
@Saschulja1985 und das hat sich auf der Veranstaltung bewahrheitet. Die sehr freundliche und kompetente Frau Dau-Rödel hatte Mühe einer älteren Dame klarzumachen, dass es um 18:45-19:30uhr am 1. Januar geht und NICHT um die Nacht von Silvester auf Neujahr. Die ältere Einwohnerin hat es bis zum Schluss nicht verstanden…


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15.04.2026 um 23:14
Zitat von 2cent2cent schrieb am 12.04.2026:Ich habe selbst zweimal beim NDR nachgefragt (über die Homepage), sowohl im Februar als auch Ende März, und leider überhaupt keine Rückmeldung erhalten (Zu der in der Polizei-Pressemeldung vom 17.12.2025 angekündigten weiteren Podcast-Folge von "Täter unbekannt" für 01/2026.) Das war doch etwas enttäuschend.
Danke fuer die Mühe!
Ich fand den NDR-Podcast auch wirklich gut und habe hier auch noch auf ein Update gewartet.
Ich hoffe ja, dass sich da noch etwas tut -
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:kompetente Frau Dau-Rödel
Sie wirft sich wirklich ins Zeug.
Landfrauen-Treffen sind eine gute Idee, um mit den Anwohnern in Kontakt zu kommen.


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15.04.2026 um 23:51
Zitat von 2cent2cent schrieb am 27.12.2025:Verdächtiger Ralf (Neuer Zeuge II / Anwohner)
Am 30.10.2018 anonymer Hinweis über BKMS auf Mann der dort wohnt und Katrin gefahren haben will, Wohnanschrift wurde genannt, Hinweisgeber hätte von dieser Person erfahren, dass er Kontakt mit Katrin hatte an diesem Abend.
Nachdem es heute den Abend mit den Landfrauen gab, möchte ich an dieser Stelle auf eine Thematik hinweisen, die meines Wissens bisher noch nicht diskutiert wurde. Am 05.02.2014 gab ein anonymes eingehendes Telefonat bei Aktenzeichen XY, dessen Inhalt so brisant war, dass dieser bei einer nachfolgenden Sendung, genau am 06.08.2014, nochmals aufgegriffen und der damals leitende Ermittler um eine erneute Kontaktaufnahme bat. Hierzu wären bei mir gleich mehrere Fragen offen, dessen Antworten mehr als interessant wären.

1) Besteht bezüglich des Inhaltes, wenn vielleicht auch nicht durch Nennung eines Namens, ein Zusammenhang mit dem eingehenden Hinweis im BKMS, welcher letztendlich eine Spur zu "Ralf" ergab?
2) Oder allgemein gefragt. Weist der damalige Anruf einen Zusammenhang mit einer anonymen Mitteilung auf, die im Rahmen der Neuaufnahme des Falles bei den Ermittlungsbehörden einging und nicht das Thema "Ralf" beinhaltete?
3) Handelte es sich um einen männlichen oder weiblichen Mitteiler?
4) Wurden zur damaligen Zeit bereits alle, bei Aktenzeichen XY eingehenden Anrufe aufgezeichnet?
5) Warum entschied sich der/die Mitteiler(in) gerade im Rahmen dieser Sendung anzurufen?
6) Wurde versucht die Verbindung zurückzuverfolgen und wenn ja, wohin führte diese Spur?

Besagte Thematik wurde auch in keinem der beiden hier diskutierten und wohl auch dominierenden Podcasts aufgegriffen. Aus meiner Sicht durchaus einer Nachfrage wert ;)


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16.04.2026 um 07:25
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:und das hat sich auf der Veranstaltung bewahrheitet. Die sehr freundliche und kompetente Frau Dau-Rödel hatte Mühe einer älteren Dame klarzumachen, dass es um 18:45-19:30uhr am 1. Januar geht und NICHT um die Nacht von Silvester auf Neujahr. Die ältere Einwohnerin hat es bis zum Schluss nicht verstanden…
warst du anwesend? Wenn ja, kannst du ein wenig berichten?


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16.04.2026 um 10:58
Ja, gerne. Es waren ca. 50 überwiegend ältere Landfrauen anwesend sowie ein Bruder von Katrin, eine Schwester, die Cousine sowie die damalige beste Freundin und „Alibi“. Frau Dau-Rödel mit einigen Polizeistudenten, Herr Heuer (Film Blitzeis), Mike Mathis (Podcast Licht ins Dunkel) sowie überraschend wenige (3?) Amateur-Ermittler wie ich.
Herr Heuer hat sehr emotional moderiert, es flossen Tränen. Frau D.-R. (Sehr sympathisch) hat nochmal den Sachstand zusammengefasst und die Landfrauen gebeten nochmal nachzudenken. Man geht wohl von einem örtlichen/regionalen Täter aus. Der neue Zeuge („Ralf“?) nicht ausdrücklich verdächtigt.Der Podcast von Mike Mathis wird fortgesetzt. Insgesamt interessant aber eher unspektakulär.


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16.04.2026 um 12:22
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:Herr Heuer hat sehr emotional moderiert, es flossen Tränen.
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:Ja, gerne. Es waren ca. 50 überwiegend ältere Landfrauen anwesend sowie ein Bruder von Katrin, eine Schwester, die Cousine sowie die damalige beste Freundin und „Alibi“.
Ich muss sagen, dass mich das jetzt ein bisschen schockiert, wenn ich das lese.
Heuer hat das ganze organisiert und setzt sich da vor die Bühne und lässt ein paar Tränen fließen. Gleichzeitig hat er offenbar die Chuzpe, Familienangehörige zu bequatschen, sich dort auf der Veranstaltung zu präsentieren, obwohl die Familie in den letzen Jahren mehrfach beteuert hat, sich zu dem Fall nicht mehr öffentlich äußern zu wollen.
Ich fand das schon bei der Podcast-Folge mit dem Bruder sehr grenzwertig, sehr sehr persönlich berichtet hat, was das Verschwinden seiner Schwester, als er noch ein kleines Kind war, für sein weiteres Leben bedeutet hat, v.a. welche psychische Belastung bis heute und in seinem Alltag das für ihn darstellt. Ich fand das sehr daneben, das Heuer den Bruder, der sich zunächst nicht äußern wollte, offenbar dazu bewegt hat, sich doch in dem Mathis-Podcast zu äußern. Ich habe es so verstanden, dass Heuer für Mathis den Kontakt hergestellt hat und den Bruder dazu "überredet" hat, ihm den Auftritt aber mindestens nahe gelegt hat.
Die juneg Mann war beeindruckend, so dass auch die Podcast-Folge mich beeindruckt hat. Aber ich frage mich auch, welchen Sinn sie "für den Fall" gehabt haben soll und ob das nicht ethisch hart an der Grenze von dem war, was professionelle Journalisten tun oder eben besser lassen sollten.
Ich habe das Gefühl, Heuer hat sich in den Fall total verrannt und klammert sich an den Strohhalm, dass wenn man ihn nur oft und lange genug im Bewusstsein der Öffentlichkeit hält, er noch gelöst werden könnte. Er ist Journalist und vielleicht ist das eine Art Déformation professionnelle, weil Öffentlichkeit, Berichterstattung und Publicity halt seine beruflichen Werkzeuge waren. Ich werde aber den Eindurck nicht los, dass er jegliche profeessionelle Distanz zum Fall und zu den Angehörigen verloren hat. Katrins Bruder bezeichnet er als einen guten Freund. Und ich finde es besorgniserregend, dass er seinen Blick auf die mögliche Lösung dieses Falles - eben dass das mit Öffentlichkeit gelingen kann - Katrins Familie wiederspiegelt, ihnen dadurch Hoffnung macht, für die den Fall in ihrem Leben "am köcheln" und präsent hält und sie dadurch - zumindest indirekt - dazu bewegt, an solchen Veranstaltungen wie dem Podcast und eben jetzt dieser Landfrauenveranstaltung teilzunehmen.
Ist sicher von ihm aus gut gemeint, aber ich sehe dadurch halt auch, dass er dadurch einen immensen Druck auf diese Menschen ausübt. Wenn er ihnen suggeriert, der Fall sei durch Öffentlichkeit lösbar, dann würde der Wunsch der Familie, nicht mehr öffentlich dazu zur Verfügung zu stehen, ja auch bedeuten, dass die Familie nicht alles in ihren Möglichkeiten stehende unternimmt, um dazu beizutragen.
Und das finde ich journalistisch-ethisch höchst bedenklich. Jetzt kann man argumentieren, dass Heuer längst kein Journalist mehr ist, sondern Rentner. Aber er hat eben Mathis vor seinen Karren gespannt, der für sich den Anspruch hat, Journalist zu sein und seriös zu arbeiten und zu berichten. Und der hätte spätestens nach der Folge, in der Heuer auf dem Turm stand und über den Fall halb philosophisch und halb verbittertr räsoniert hat, die Reißleine ziehen müssen. Schon gar nicht hätte er sich auf Heuers Betreiben auf das Interview mit dem Bruder einlassen und es senden dürfen. Stattdessen hatte und hat man den Eindruck, dass er ab da Heuer ständig im Schlepptau hatte - ihn mit zu der Veranstaltung mit den Studenten geschleppt hat und dann mit ihm, Frau Dau-Rödel und Herrn Bettels im Auto hockte, als sie diesen Test gemacht haben, was man im Rückspiegel an der Bushaltestelle erkennen kann.

In der Heuer-Folge hat dieser ganz schön vom Leder gezogen über die 5 Beschuldigten in dem Fall und hat sehr dick moralisch gefragt, wie die so fahrlässig irgendwelche Unwahrheiten erzählen können und ihnen offensichtlich egal sei, was sie mit diesen Lügen anrichten. Dass diese Menschen damals sehr jung waren, sich vielleicht nicht genau erinnert haben, vielleicht nach bestem Wissen und Gewissen ausgesagt haben, sich dann aber schnell auch einem großen Druck ausgesetzt fühlten, mit dem man mit Anfang 20 und noch dazu wie aus dem Nichts kommend, schwer umgehen kann, hat er alles unter den Tisch fallen lassen.
Und hinzu kommt eben, dass es nicht alle 5 Beschuldigten gewesen sein können. Vielleicht ist es einer von ihnen gewesen, vielleicht aber auch keiner. Die Mehrzahl dieser, vielleicht auch all diese Personen ist also unschuldig und ist in etwas reingeraten, was sie völlig überfordert hat und sicher auch ihr weiteres Leben schwer belastet hat. Sich nacht 25 Jahren offentlich hinzustellen, um pauschal moralisch über die herzuziehen, bringt doch keinen weiter. Da hat man meiner Meinung nach sehr gemerkt, dass ihm da völlig die journalistische Distanz fehlt und einfach nur noch Verbitterung aus ihm spricht. Menschlich verständlich, journalistisch ein totales No-Go und dieser Vorwurf geht dann an den Mathis, der die journalistische Distanz hätte haben müssen, dass aus dem Podcast, den ja er journalistisch verantwortet, rauszulassen.
Ich werde bei Heuer zudem den Eindruck nicht los, dass viel an dieser Verbitterung daran liegt, dass sein Beitrag von den NDR-Kollegen in deren Podcast nicht genug gewürdigt werden. Mathis sagt das an einer Stelle, dass diese Heuer nicht mal dankend erwähnt haben, obwohl er ihnen Zugang zu vielen Infos und beteiligten Personen vermittelt hätte. Ab der Stelle hatte ich den Eindruck, dass Mathis das irgendwie meint, wieder gut machen zu wollen, und Heuer dafür umsomehr Anerkennung zuteil werden lassen will.

Die Krönung ist ja jetzt aber, ausgerechnet diesen Menschen so eine Veranstaltung in Bergen organsisieren zu lassen und noch dazu die Angehörigen da mit reinzuziehen. Er ist noch im Podcast der Meinung, die Bergener seien so verbort, hätten kein Interesse an dem Fall und seiner Lösung und wüssten was, was sie aber nicht preisgeben. Abgesehen davon, dass gerade das letzte doch wohl maximal auf ein oder zwei Personen zutreffen könnte (und auch das im Konjunktiv), frag ich mich dann doch, ob er denn der geeigente Veranstalter für so eine Aufklärungsveranstalung ist.
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:Der neue Zeuge („Ralf“?) nicht ausdrücklich verdächtigt.
Sicher wurde Ralf auch im Mathis-Podcast nicht ausdrücklich verdächtigt, indirekt aber schon. So wie Heuer eben auch den anderen 5 Beschuldigten direkt den Vorwurf gemacht hat, aus Gleichgültigkeit nicht mit der Wahrheit rauszurücken.
Aber ich frage mich schon, wie in Bergen so eine Veranstaltung ablaufen soll, ohne dass am Ende nicht jeder weiß, wer Ralf in real ist. Er wurde mehrmals erwähnt, dass er noch dort wohnt und ich gehe davon aus, dass es dort jede Menge Menschen gibt, die seine Identität kennen. Und jetzt dürfte sie weiteren 50 Landfrauen bekannt sein, auch wenn sie offiziell auf der Veranstaltung nicht preis gegegeben wurde und er nicht "ausdrücklich verdächtigt" wurde. Aber gerade in so einem kleinen Ort ist doch so eine Veranstaltung eine Nachrichtenbörse und unweigerlich wird sich doch jeder, der es noch nicht wussste, unweigerlich darauf gebrannt haben, zu erfahren, wer denn Joachim, Sven, Martin, Christian, Ralf und Karl in real sind.
Auch das finde ich einen sehr bedenklichen Aspekt an dieser Veranstaltung. Wie gesagt, im sehr hoher Wahrscheinlichkeit haben mindestens 5 von diesen 6 Menschen nicht mit Katrins Verschwinden zu tun


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16.04.2026 um 12:57
Ich fand Herrn Heuer nicht selbstdarstellerisch. Etwas verhuscht, und ja: ganz uneigennützig wird er nicht handeln. Es wurde häufig auf seinen Film hingewiesen. Aber vielleicht nützt es ja was. Die Landfrauen waren sehr aufmerksame Zuhörerinnen. Aber er war authentisch.

Wichtiger finde ich deinen Punkt, dass wir uns ja bei fast allen TVs vorstellen können, dass sie es waren. Aber bis auf einen waren sie es ja nicht. Warum gurkten die da alle mit dem Auto rum? warum haben sie sich alle nicht gegenseitig gesehen? Warum machen Sie widersprüchliche, ungeschickte Aussagen? Warum melden sie sich erst nach knapp 18 Jahren?


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Wo ist Katrin Konert?

16.04.2026 um 13:00
Und ich hatte nicht den Eindruck, dass die Angehörigen sich unwohl fühlten. Ich habe neben ihnen gestanden und es wurde sogar gesagt, dass Katrins Mutter erwogen hatte zu kommen. Sie hatte dann aber Sorge von zu vielen Menschen angequatscht zu werden. Die Menschen dort und die Atmosphäre war allerdings dem Ganzen angemessen.


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16.04.2026 um 13:27
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:Ich fand Herrn Heuer nicht selbstdarstellerisch. Etwas verhuscht, und ja: ganz uneigennützig wird er nicht handeln. Es wurde häufig auf seinen Film hingewiesen. Aber vielleicht nützt es ja was. Die Landfrauen waren sehr aufmerksame Zuhörerinnen. Aber er war authentisch.
Ich habe Herrn Heuer nicht unterstellt, aus selbstdarstellerischen Motiven oder gar eigennützig zu handeln. Ganz im Gegenteil: ich sehe, dass er sich völlig von dem Fall hat vereinnahmen lassen und sein Handlungsantrieb wirklich die Idee ist, "man" könne mit ganz viel Öffentlichkeit und Berichterstattung den Fall lösen oder zumindest einen Teil zur Lösung beitragen. So denken Journalisten eben. So wie ein Orthopäde denkt, man müsse bei Knieschmerzen halt mal eine OP machen, ein Physiotherapeut meint, man müsse nur genug Muskulatur aufbauen und Übungen machen und ein Hömöopath der Überzeugung ist, man müsse nur die richtige Sorte Globuli raussuchen, um das wieder "gut" machen, denkt ein Journalist eben, zuallerest an Berichterstattung und öffentliche Wahrnehmung: mehr Personen erreichen, mehr und richtigere Informationen verteilen, die Story dahinter erzählen, Emotionen zu wecken, um Menschen zu motivieren, drüber nachzudenken, es weiter zu erzählen und sich ggfls. mit Infos an die Polizei zu wenden.
Ist ja alles richtig. Er hat das gelernt und als Beruf jahrzehntelang ausgeübt, das ist das Werkzeug, was ihm zur Verfügung steht und das er durch Ausbildung und Erfahrung beherrscht.
Aber als Journalist gehört eben auch ein gewisser Abstand zur Berichterstattung dazu. Weil alles immer mehr als eine Seite hat, weil man mit Abstand Dinge anders sieht und anders beurteilen kann.
Und wenn er da bei der Veranstaltung anfängt zu heulen oder im Mathis-Podcast eine Stunde lang verbittert, empört und zornig ins Mikrophon quasselt, sind das für mich eindeutig Anzeigen dafür, das er eben nicht genug Abstand zu dieser Story hat.

Und so, wie er in dem Mathis-Podcast über die Ex-Beschuldigten und die Einwohner von Bergen vom Leder gezogen hat, halte ich ihn nicht für einen guten Gastgeber für eine Info-Veranstaltung in Bergen. Du siehst es doch selbst an den Fragen, die Du hier stellst, nachdem Du offenbar gerade erst auf der Veranstaltung warst:
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:Warum gurkten die da alle mit dem Auto rum? warum haben sie sich alle nicht gegenseitig gesehen? Warum machen Sie widersprüchliche, ungeschickte Aussagen? Warum melden sie sich erst nach knapp 18 Jahren?
Das sind doch nicht einfach nur Fragen. Sondern in jedem dieser Sätze steckt auch ein Vorwurf mit drin. Mindestens 5 der 6 Leute haben nichts mit dem Verschwinden von Katrin zu tun, sollen sich jetzt fragen lassen, warum die denn bitte an dem Abend mit dem Auto rumgegurkt sind, warum sie XY nicht gesehen haben, warum sie damals ungeschickt auf Fragen geantwortet haben?!
Man darf so viel mit dem Auto rumgurken wie man will und man ist nicht verpflichtet, dabei Ausschau nach anderen Personen zu halten und sich zu merken, wer sonst noch rumgegurkt ist. Dafür das man widersprüchliche Angaben gemacht hat, kann es hunderte Erklärungen geben. Z.B. weil man sich falsch erinnert hat. Weil man die Frage hundert mal im Kopf gewälzt und dabei Beobachtung, Info und Vorstellung zu einem Brei verknetet hat. Weil man damals Druck verspürt hat und nicht als der moralische Arsch dastehen wollte, der eine 15 Jährige, die nicht wusste, wie sie nach Hause kommen soll, bei Blitzeis stehen gelassen hat, was dazu geführt hat, dass sie offensichtlich Opfer eines Verbrechens wurde. Weil man gemerkt hat, das man plötzlich selber verdächtigt wird und man hofft, sich da irgendwie rausquatschen zu können oder Sorge hat, es zu müssen, weil einem sonst die Verhaftung droht.
Offenbar sind das ja die Fragen, die Dir nach der Veranstaltung im Kopf rumgehen.
Aber was sollen jetzt 50 Landfrauen zur Beantwortung dieser Fragen beitragen?
Die ein oder andere könnte sich nach der Veranstaltung vielleicht dran erinnern, dass sie an dem Abend mit dem Hund gassi war, bisher aber immer gedacht hat, es ginge um Sylvester.
Aber offenbar wurde dort ja auch diskutiert, warum da welche PErsonen mit dem Auto "rumgegurkt" sind. Und zeig mir einen Menschen, der nach so einer Veranstaltung nicht wissen will, welcher seiner Nachbarn hinter dem Pseudonym "Martin", "Chistian" oder "Ralf" steckt!
Und zeig mir ein Kaff mit 1000 bis 2000 Einwohnern, in dem nicht mehrere Leute genau wissen, wer damit gemeint ist und es auch gerne weiter erzählen.


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16.04.2026 um 13:40
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich habe das Gefühl, Heuer hat sich in den Fall total verrannt und klammert sich an den Strohhalm, dass wenn man ihn nur oft und lange genug im Bewusstsein der Öffentlichkeit hält, er noch gelöst werden könnte. Er ist Journalist und vielleicht ist das eine Art Déformation professionnelle, weil Öffentlichkeit, Berichterstattung und Publicity halt seine beruflichen Werkzeuge waren. Ich werde aber den Eindurck nicht los, dass er jegliche profeessionelle Distanz zum Fall und zu den Angehörigen verloren hat. Katrins Bruder bezeichnet er als einen guten Freund.
Großartiger Kommentar.
Ich schließe mich komplett an.


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16.04.2026 um 14:17
Ich schließe mich an, kann der Ausführung von Grillage nur zustimmen. Ich persönlich fand die letzte Podcast-Reihe LiD wirklich gut, zumindest die ersten 5 Teile. Ich wusste mehr als vorher. Aber danach ist die Sache abgeflacht und spätestens mit Herrn Heuer war die Sache für mich aus... Mit Verbitterung und Gejammer sowie Vorwürfen löst man keinen Fall.


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Wo ist Katrin Konert?

16.04.2026 um 14:22
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Ich habe Herrn Heuer nicht unterstellt, aus selbstdarstellerischen Motiven oder gar eigennützig zu handeln. Ganz im Gegenteil: ich sehe, dass er sich völlig von dem Fall hat vereinnahmen lassen und sein Handlungsantrieb wirklich die Idee ist, "man" könne mit ganz viel Öffentlichkeit und Berichterstattung den Fall lösen oder zumindest einen Teil zur Lösung beitragen.
Hallo Grillage, im Podcast LiD sagt Mike Mathis, das Michael Heuer damals im NDR Podcast nicht erwähnt worden ist.
Das hat ihm ziemlich zugesetzt, denn:
Immerhin war er von Anfang an dabei und hat auch Filme über das Verschwinden von Katrin gedreht.

Die Polizei hat damals sicher alles getan, das das Verschwinden von Katrin aufgeklärt wird, aber dennoch bin ich der Meinung, das der NDR-PC und die Wiederaufnahme 2018 viel zu spät stattgefunden hat.
In der Zwischenzeit war Gras in Bergen darüber gewachsen und Erinnerungen an den 01.01.2001 gingen verloren.
Außerdem sind zwischen der Neuaufnahme und den Hinweis zu "Ralph" wieder Jahre vergangen und ein möglicher Totschlag mittlerweile verjährt.

Auch wenn der entscheidende Hinweis jetzt noch kommt und Katrin gefunden wird, finde ich es dennoch übel, das der Täter wahrscheinlich straffrei davonkommt.


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16.04.2026 um 14:42
Zitat von NobisottiNobisotti schrieb:Ja, gerne. Es waren ca. 50 überwiegend ältere Landfrauen anwesend sowie ein Bruder von Katrin, eine Schwester, die Cousine sowie die damalige beste Freundin und „Alibi“. Frau Dau-Rödel mit einigen Polizeistudenten, Herr Heuer (Film Blitzeis), Mike Mathis (Podcast Licht ins Dunkel) sowie überraschend wenige (3?) Amateur-Ermittler wie ich.
Herr Heuer hat sehr emotional moderiert, es flossen Tränen. Frau D.-R. (Sehr sympathisch) hat nochmal den Sachstand zusammengefasst und die Landfrauen gebeten nochmal nachzudenken. Man geht wohl von einem örtlichen/regionalen Täter aus. Der neue Zeuge („Ralf“?) nicht ausdrücklich verdächtigt.Der Podcast von Mike Mathis wird fortgesetzt. Insgesamt interessant aber eher unspektakulär.
Kann ich Dir nur zustimmen. Frau Dau-Rödel ist wirklich sehr sympathisch und bemüht, den Fall zu klären.
Auch das mit dem Gedenkbaum in Bergen finde ich gut.
Katrin soll nicht vergessen werden.


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Wo ist Katrin Konert?

16.04.2026 um 14:55
Zitat von GrillageGrillage schrieb:ch habe Herrn Heuer nicht unterstellt, aus selbstdarstellerischen Motiven oder gar eigennützig zu handeln. Ganz im Gegenteil: ich sehe, dass er sich völlig von dem Fall hat vereinnahmen lassen und sein Handlungsantrieb wirklich die Idee ist, "man" könne mit ganz viel Öffentlichkeit und Berichterstattung den Fall lösen oder zumindest einen Teil zur Lösung beitragen. So denken Journalisten eben. So wie ein Orthopäde denkt, man müsse bei Knieschmerzen halt mal eine OP machen, ein Physiotherapeut meint, man müsse nur genug Muskulatur aufbauen und Übungen machen und ein Hömöopath der Überzeugung ist, man müsse nur die richtige Sorte Globuli raussuchen, um das wieder "gut" machen, denkt ein Journalist eben, zuallerest an Berichterstattung und öffentliche Wahrnehmung: mehr Personen erreichen, mehr und richtigere Informationen verteilen, die Story dahinter erzählen, Emotionen zu wecken, um Menschen zu motivieren, drüber nachzudenken, es weiter zu erzählen und sich ggfls. mit Infos an die Polizei zu wenden.
Ist ja alles richtig. Er hat das gelernt und als Beruf jahrzehntelang ausgeübt, das ist das Werkzeug, was ihm zur Verfügung steht und das er durch Ausbildung und Erfahrung beherrscht.
Aber als Journalist gehört eben auch ein gewisser Abstand zur Berichterstattung dazu. Weil alles immer mehr als eine Seite hat, weil man mit Abstand Dinge anders sieht und anders beurteilen kann.
Und wenn er da bei der Veranstaltung anfängt zu heulen oder im Mathis-Podcast eine Stunde lang verbittert, empört und zornig ins Mikrophon quasselt, sind das für mich eindeutig Anzeigen dafür, das er eben nicht genug Abstand zu dieser Story hat.
Meiner Meinung nach brauchen wir mehr solcher Menschen, die für die Opfer sprechen und alles dafür tun, das ein ungeklärter Fall doch noch geklärt wird und dabei auch mal Tränen fließen, immerhin geht es um ein wahrscheinliches Verbrechen, ein Mädchen, das ihr Leben nicht leben durfte.

Ich glaube, Herr Heuer hat es mit seinen 70 Jahren nicht mehr nötig, sich in den Vordergrund zu stellen.


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