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Wo ist Katrin Konert?

12.555 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Vermisst, 2001, Januar ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
Zu diesem Thema gibt es eine von Diskussionsteilnehmern erstellte Zusammenfassung im Themen-Wiki.
Themen-Wiki: Wo ist Katrin Konert?

Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 21:25
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Komme jetzt nicht mehr auf den Namen, aber ich erinnere mich dunkel an den Fall eines Mörders, der nächtens hunderte Kilometer durch die Gegend fuhr auf der Suche nach.....

War, glaube ich, der Friedhofsgärtner, der mit den Göhrdemorden in Zusammenhang steht.
Du meinst Marc H. (Stichwort Levke/Felix), der damals in Bremerhaven wohnte und von dem man heute weiß, dass er lange Autofahrten (teilweise mehrere hundert Kilometer) unternahm und der sein Auto dabei auch mit vollen Benzinkanistern ausstattete, damit er unterwegs nicht tanken musste und dabei ggf. mit Karte hätte bezahlen müssen, da er keine derartigen Spuren hinterlassen wollte. Der wurde damals im Zusammenhang mit Katrin auch kurzzeitig beleuchtet und von dem es ja lt. Mitgefangenem hieß, dass er "ein Gör in Dunkeldeutschland mit dem Auto erwischt hat". Frau Dau-Rödel erwähnt in LiD-Podcast zwar auch kurz, dass sie nochmal mit Marc H. sprechen will, aber so ernsthaft wird er als möglicher Täter wohl nicht mehr in Betracht gezogen...


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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 21:54
Also das mit dem Blitzeis kann jetzt nicht so schlimm gewesen sein. Da waren soviel unterwegs was selbst in einer gross Stadt selten ist. Weiter boten 2 Zeugen ein MFG an. Und der Freund der Schwester fuhr ja auch zu den Konerts. Da hätte er auch Katrin abholen können.

Der Täter steht schon in den Akten. Ist halt auch nur Ermittler Jargon. Damit wird die Tatsache verdrängt, dass man nicht weiter kommt. Bzw. nicht weiter weiss.

Ob da wirklich ein Schweigen herrscht, mich befallen da immer grössere Zweifel. Klar Spekuliert wurde und wird da sicher so einiges. Siehe nur die Grabungen im Januar 19. Das wurde auch auf Grund von Zeugenaussagen gemacht.


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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 22:15
Zitat von schluesselbundschluesselbund schrieb:Also das mit dem Blitzeis kann jetzt nicht so schlimm gewesen sein. Da waren soviel unterwegs was selbst in einer gross Stadt selten ist. Weiter boten 2 Zeugen ein MFG an. Und der Freund der Schwester fuhr ja auch zu den Konerts. Da hätte er auch Katrin abholen können.
Ja, es waren schon so einige Leute unterwegs den Abend. Ob das Blitzeis, was sich wohl bereits am späten Nachmittag bildete, "schlimm" war oder nicht, kann ich natürlich nicht beurteilen.
Und ja, Thilo, der damalige Freund von Mandy fuhr oft zu den Konerts nach Gaddau. Ob er jedoch auch konkret vorhatte, den Abend des 01.01.2001 nach Gaddau zu Mandy zu fahren? Wenn ich mir den Teil 1 vom NDR-Podcast anhöre, dann interpretiere ich das für mich irgendwie anders. Er beschreibt darin, dass er bei sich zu Hause in Clenze den Abend (wahrscheinlich vor der Kontaktaufnahme von Katrin) rausgeguckt hat bzw. vor der Tür war und festgestellt hat, dass es "schweineglatt" war. Ich könnte mir daher gut vorstellen, dass er ursprünglich gar nicht vorhatte, aufgrund des Blitzeises den Abend nach Gaddau zu fahren. Man sollte in dem Zusammenhang auch nicht die Steigung von Clenze aus (Mühlenstraße auswärts Richtung Waddeweitz bzw. Gaddau) vergessen. Die ist schon recht enorm. Da würde zumindest ich mir zweimal überlegen, ob ich da bei Blitzeis langfahre.
Erst wenn Katrin es zu ihm nach Clenze geschafft hätte, dann hätte er sie nach Gaddau gefahren. So interpretiere ich Thilos Worte aus dem NDR-Podcast. Als dann später die Nachricht kam, dass Katrin noch nicht zu Hause angekommen war und man sich in der Familie Sorgen machte, fuhr er "notgedrungen" nach Gaddau, um Mandy und Nadine abzuholen und mit ihnen nach Bergen zu fahren und Katrin zu suchen.


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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 22:28
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:
Zitat von Saschulja1985Saschulja1985 schrieb am 08.02.2026:Für mich auch ein mögliches Szenario:
Ok, lass uns einmal auf das von dir dargestellte mögliche Szenario eingehen, […] und zum anderen durchaus schlüssige Ansätze und Schlussfolgerungen enthält. Ich werde auch versuchen, diese These mit ein paar weiteren Überlegungen zu ergänzen.
Ich möchte nochmals auf Deine Ergänzungen zum Szenario, wonach Katrin „auf gut Glück“ zu Sven unterwegs war und dann nach dem Gespräch mit Martin von Ralf angesprochen und bei ihm „unbesorgt“ eingestiegen wäre, eingehen:
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Geht man von den bekannten Angaben aus, die Ralf gegenüber den Ermittlungsbeamten gemacht hat, müsste er sich mit seinem Fahrzeug Katrin von hinten genähert haben. Zudem ging sie zu diesem Zeitpunkt auf Höhe des Hotels Nigel, also der nördlichen Seite der Breiten Straße, die ohne Straßenbeleuchtung ist. Wie ich bereits anderweitig angeführt habe, dürfte Katrin aus einem fahrendem Fahrzeug so schwer zu erkennen gewesen sein, womit man diese Aussage durchaus anzweifeln kann.
Dazu:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.01.2026:Ralf: Hier habe ich selbst eine Annahme formuliert:
Zitat von 2cent2cent schrieb am 03.01.2026:Als dieser „Neue Zeuge II“ nun den Namen "Ralf" erhielt und das „Hotel Nigel“ genannt wurde, das sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite befindet, hatte ich automatisch die Szene vor Augen, in der Katrin den Zebrastreifen kurz nach der Kirche überquerte, Ralf deshalb anhalten musste, sie erkannte, stehenblieb und sie ansprach.
In diesem Szenario hätte er anhalten müssen, was eine sichere Identifizierung plausibler machen würde.
Sollte Ralf Katrin hingegen aus dem fahrenden Fahrzeug und von hinten erkannt haben, wäre dies – wie von @Triquetrum angemerkt – deutlich bemerkenswerter.
Ralf hätte doch sogar ohne "Halt" vor dem Zebrastreifen, auch in der Breiten Straße fahrend, bereits eine die Straße querende Person wahrnehmen und dann ggf. weil er entsprechend langsam fuhr und aufmerksam ggü der gerade querenden Personen war, als Katrin erkennen können? (War das Hotel eigentlich geöffnet und demnach ggf. beleuchtet?)
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Nimmt man ein realistisches Szenario der Wahrnehmung von Katrin aus einem Pkw heraus an, so müsste sie einem fahrendem Pkw entgegenlaufen und das idealerweise auch auf der befahrenden Straßenseite, die zusätzlich mit einer Straßenbeleuchtung ausgestattet ist. Diese Laborbedingungen ergeben sich aufgrund der geschilderten Fahrstrecke von Ralf weder in der Breiten Straße und ebenso wenig in der Neuen Straße, sollte er in diese von der Breiten Straße nach rechts abgebogen sein. Hier müsste Katrin dann, genau wie bei Martin, schon an der Bushaltestelle gestanden haben oder sich Ralf genau im Abbiegevorgang befunden haben, als Katrin ebenso in die Neue Straße einbog.
Und die Annahme, dass Ralf aus Richtung Breite Straße kommend, Katrin an der BHST nach Martin gesehen und gesprochen hätte, kommt dabei nicht in Frage?
Dabei hätte er Katrin doch nicht einmal zwingend als „Katrin“ identifizieren müssen, sofern er einfach für jemanden, der den Eindruck erweckt hätte zu trampen, stehen geblieben wäre?
Warum müsste Katrin ihm entgegenkommen?

Die BHST soll ja als „Trampe“, also Örtlichkeit für MFG Suchende bekannt/geeignet gewesen sein.
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man unbedingt eine Straßenquerung und/oder Fahrtrichtungsänderung annehmen müsste.

Schließlich wurde ja auch immer wieder „als Indiz“, dass Katrin da nicht mehr an der BHST war, genannt, dass auch Christian, Sven (und Nico) auf ihrer Heimfahrt an der BHST Katrin nicht mehr gesehen haben, und das in Fahrtrichtung Jiggel.
Diese hätten Katrin an der BHST demnach sehen können, nur Ralf nicht?

In dieser Fahrtrichtung ja auch die „Zeugin ortsfremde Frau / Jägerin mit Ferienhaus / Autofahrerin, die sich verfahren hatte“ die sogar eine entsprechende Wahrnehmung mit einem schwarzen BMW an einer BHST gemacht hat.

Sogar Ute und die „Gruppe Jugendlicher“ kommend aus Jiggel wurden zumindest als Hinweis im Sinne von: „Auch sie haben Katrin an der BHST nicht (mehr) gesehen.“ angeführt.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Geht man nun von der Möglichkeit aus, dass Ralf hinsichtlich seiner Angaben zumindest teilweise die Unwahrheit gesagt hat, so kann man auch im Umkehrschluss annehmen, dass Martin bei seiner Aussage, auch wenn diese sich im Gesprächsinhalt mit Katrin bei der zweiten Einvernahme unterscheidet, Katrin an der Bushaltestelle angesprochen zu haben, wahrheitsgemäße Angaben machte.
Siehe obenstehend, es bräuchte sich mE nur die zeitliche Annahme verändern, nicht jedoch die Fahrtrichtung. Außer man hätte eben einen fixen „Anhaltspunkt“ aus dem sich ca.19:00 für die Sichtung Ralf/Katrin zwingend ergeben hätte, dann wäre die geschilderte Aussage von Martin (zeitlich) noch „unsicherer“.
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Somit könnte Katrin, genauso wie von Martin in seinen Angaben angeführt, tatsächlich nach der Unterhaltung mit Martin von der Bushaltestelle ihren Weg fortgesetzt haben, wobei sich Sven als mögliches Ziel, der ebenso in der Neuen Straße wohnhaft war, durchaus angeboten hätte. [..] Katrin müsste somit die Straße überqueren und eine gewisse Strecke auf der westlichen Seite der Neuen Straße in Richtung Norden zurücklegen.
Bringt man nun diese Variante in Bezug mit Ralfs Angaben […] so würden für diesem, wenn er entgegengesetzt zu seinen Ausführungen nicht die Breite Straße, sondern die Neue Straße Richtung Süden zu seinem Wohnort befahren hätte, sich gleich zwei Optionen eröffnen, auf eine Person, in diesem Fall Katrin, aufmerksam zu werden.
Die offensichtlichste hierbei ist natürlich die Straßenüberquerung von Katrin, ohne diese hierbei gleich als diese zu erkennen. Hierzu muss Ralf nicht einmal im unmittelbaren Nahbereich der überquerenden Person gewesen sein. Hat er seinen Blick auf der Straße, nimmt er diesen Straßenwechsel natürlich auch wahr.
Unabhängig davon ist ebenso auch die Wahrnehmung auf dem Gehsteig möglich, da dieser auf der Westseite der Neuen Straße durch die dort befindliche Straßenbeleuchtung einigermaßen ausgeleuchtet wäre und somit auch das Erkennen einer Person, insbesondere bei langsamer Fahrweise aufgrund der widrigen Straßenverhältnisse, realistisch macht.
Wenn Katrin also die Neue Straße

a) auf der „dunklen“ Seite betreten hat und auf dieser zur BHST ging und erst nach der Ablehnung durch Martin „spontan“ entscheidet, „ich geh mal zu Sven“ - der dazu nicht nur auf der anderen Seite, sondern auch in Richtung Ortsausgang wohnen müsste – und entsprechend die Straße überquert hätte – ginge sie also „keine 100 m“ auf diesem Gehsteig zur Rechten aus Sicht Ralf aus Richtung Jiggel kommend. Dabei nimmt er nicht nur eine Person am Gehsteig gehend war, sondern erkennt sie als Katrin.

b) er nimmt eine Person die Straße querend wahr und erkennt diese dann als Katrin auf dem kurzen Stück am Gehsteig.

D.h., in beiden "Optionen" wäre es für mein Verständnis zwingend erforderlich gewesen, dass er Katrin zunächst eindeutig als Katrin erkannt hat.
Anschließend hätte er auf der Straßenseite anhalten müssen, auf der Autos, zB Martins, geparkt waren; sie möglicherweise zwischen den parkenden Fahrzeugen hindurch ansprechen und sie wäre dort dann offenbar „unbesorgt“ zu ihm eingestiegen - obwohl er eigentlich in die entgegengesetzte, also für sie „falsche“, Richtung unterwegs war?
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Natürlich ist diese beschriebene Variante nur eine Alternative, begründet auf der nicht unbegründeten Annahme, dass zumindest eine Aussage der als tatverdächtig genannten Personen nicht der Richtigkeit entspricht. Sie würde sich aber in meine Annahme fügen, dass sich das Schicksal von Katrin im unmittelbaren Nahbereich der Bushaltestelle, dessen Radius ich nicht größer als 250 Meter setzen würde, entschieden hat.
Dass sich "das Schicksal von Katrin im Nahbereich der BHST entschieden hat", gilt doch ohnehin als Konsens, schließlich wurde sie dort zuletzt gesehen.

Sollte Martins Angabe nicht zutreffen und er sie weder gesehen noch gesprochen haben, dann wäre sie folglich nicht an der BHST zuletzt gesehen worden.
In diesem Fall wäre Ralf der Letzte, der behauptet, sie in der Breiten Straße, kurz vor der Kreuzung, auf Höhe Hotel Nigel gesehen zu haben.

Und selbst wenn Ralfs Ortsangabe unzutreffend wäre, hätte er sie eben in der Neuen Straße gesehen. All diese Orte liegen im „Nahbereich der BHST“.

Welche Annahme ist demnach für dich die Wahrscheinlichste? Ist sie zu jemandem ins Auto gestiegen oder zu jemandem nach Hause gegangen?


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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 22:44
Ich möchte hier eine zusammenhängende Gedanken- und Plausibilitätsbetrachtung zum mutmaßlichen Ablauf des Abends teilen. Sie basiert auf öffentlich zugänglichen Informationen, Aussagen der beteiligten Personen und der Annahme, dass diese zumindest einen Wahrheitskern enthalten. Es handelt sich ausdrücklich um eine Hypothese, keine Tatsachenbehauptung.


Ausgangslage

Katrin verließ gegen 18:50 Uhr die Wohnung von Joachim mit der Erwartung, von Sven abgeholt / mitgenommen zu werden; Treffpunkt Bushaltestelle. Katrin und Sven hatten zuvor mehrfach Kontakt und er hatte angeboten, sie zu fahren – jedoch nicht zu so früher Uhrzeit.

Nach öffentlich bekannten Informationen war Sven um 18:20 Uhr noch bei seinen Freunden. Dort bestellte er zu dieser Uhrzeit mutmaßlich eine Pizza, die er etwa 10–15 Minuten später abholte. Wo er diese Pizza gegessen hat – bei sich zu Hause, bei den Freunden oder unterwegs – ist nicht bekannt. Dieser Umstand könnte zunächst Tatverdacht auf ihn lenken, erscheint aber nicht relevant, da eine Abholung zu diesem Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich war.

Später am Abend war seine Freundin gegen 20:45 / 21 Uhr bei ihm, und sie verbrachten gemeinsame Zeit in einer Kneipe. Es gibt keine Hinweise auf Auffälligkeiten in seinem Verhalten. Zusammengefasst: Sven erscheint nach diesen Erkenntnissen als Bezugsperson, jedoch nicht als potenziell Beteiligter an einem tatrelevanten Ablauf.


1. Warum wartete sie im Bushäuschen?
• Katrin erwartete eine aus ihrer Sicht/Hoffnung sichere Mitfahrgelegenheit (Sven)
• Dunkelheit, Regen und Kälte sprechen dafür, dass sie sich im geschützten Bereich des Bushäuschens Heckenweg aufhielt.
• Sie musste nicht an der Straße stehen, sondern konnte geschützt warten.
• Dies erklärt, warum Christian sie beim Vorbeifahren möglicherweise nicht wahrnahm, und andere auch nicht.

2. Martins Einfahren – psychologischer Wendepunkt

Martin kam von seiner Schwester, wendete im Bereich Heckenweg und fuhr anschließend zu seiner Freundin. Für Katrin könnte in diesem Moment der Gedanke entstanden sein: „Jetzt kommt Sven.“
Es ist plausibel, dass sie kurz aus dem Bushäuschen heraustritt oder aufmerksam wird. Als sie erkennt, dass es nicht Sven ist, entsteht die erste Unsicherheit, die eine Abwägung alternativer Optionen auslöst. Die Zeit läuft und ihr Druck erhöht sich.


3. Martins Rolle

Martin äußerte unterschiedliche Aussagen:
• Angebot einer Mitfahrt, das Katrin abgelehnt haben soll.
Faktisch war er zeitlich gebunden und fuhr weiter.
Die Gesamtumstände führten dazu, dass keine Mitnahme stattfand. Aus dieser Perspektive ist Martin als Bezugsperson plausibel, aber tatrelevant nicht einschätzbar.


4. Ralf – die sekundäre Option

Ralf könnte Katrin gesehen haben – entweder als Hundebesitzer oder aus dem Auto heraus an der Breiten Straße oder ggf. auch im Bereich des Bushäuschens.
Sozial plausibel (man kannte sich):
• „Was machst du hier?“
• „Wie kommst du nach Hause?“
• Angebot einer Mitfahrt

Katrin lehnt zunächst ab, weil sie auf Sven wartet. Ralf ergänzt möglicherweise: „Wenn es nicht klappt, komm zu mir, ich fahre dich.“
Damit entsteht eine sekundäre Option, die relevant wird, wenn die primäre Option wegfällt.

Zur Alibi-Situation: Ralf nennt seine Ex-Frau als Zeugin, aber öffentlich überprüfbare Informationen gibt es nicht. Es bleibt möglich, dass er im relevanten Zeitraum allein war.


5. Ausschlussbetrachtung weiterer Bezugspersonen
• Joachim: als Gastgeber ohne belastende Hinweise.
• Sven: letzter Kontakt, keine Abholung, keine Auffälligkeiten.
• Christian: Sichtung beim Vorbeifahren, keine Interaktion.
• Martin: Weiterfahrt zu Freundin, keine Mitnahme.
• Karl (ehemaliger Vermieter): Eine zufällige Begegnung in Bergen ist aus lebensnaher Perspektive nahezu ausgeschlossen. Katrin zeigte kein „Trampverhalten“ und befand sich im geschützten Bereich des Bushäuschens. Ermittlungen konnten Karl an diesem Abend nicht in Verbindung mit dem relevanten Zeitraum und Ort bringen.

Unter diesen Gesichtspunkten erscheinen diese Personen aus Sicht der Plausibilität und der bekannten Umstände als Einzeltäter ausgeschlossen.


6. Entscheidungslogik aus Katrins Perspektive
1. Primäre Option (Sven) fällt aus.
2. Nach Hause laufen ist keine realistische Alternative (13 km, Dunkelheit, Kälte) und „normales Trampen“ kam nicht in Frage
3. Sekundäre Option (Ralf) wird relevant.
4. Handeln erfolgt aus situativem Anpassungsdruck, nicht impulsiv.


7. Fazit

Der wahrscheinlichste Wendepunkt liegt nach Martins Weiterfahrt und dem Ausbleiben von Sven.
Ab diesem Moment:
• fällt die primäre Option weg,
• wird eine mögliche sekundäre Option relevant,
• entsteht Entscheidungsdruck,
• und eine Handlung (Aufsuchen der Alternativperson) wird plausibel.

Diese Hypothese erscheint psychologisch, sozial und analytisch konsistent, berücksichtigt die bekannten Zeugen und Abläufe und lässt Raum für weitere Überlegungen.


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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 23:11
Mal eine komplette random Frage, ist eigentlich bekannt ob Katrin eine Uhr am Handgelenk getragen hat?


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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 23:12
Zitat von 7GO7GO schrieb:Katrin und Sven hatten zuvor mehrfach Kontakt und er hatte angeboten, sie zu fahren – jedoch nicht zu so früher Uhrzeit.
andersherum - Sven hatte zugestimmt, Katrin zu einem früheren Zeitpunkt heimzufahren
Zitat von 7GO7GO schrieb:Katrin erwartete eine aus ihrer Sicht/Hoffnung sichere Mitfahrgelegenheit (Sven)
Zitat von 7GO7GO schrieb:Sven erscheint nach diesen Erkenntnissen als Bezugsperson, jedoch nicht als potenziell Beteiligter an einem tatrelevanten Ablauf.
Aber warum hat Sven dann nicht ausgesagt, dass er mit Katrin verabredet war?
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Ich glaube auch nicht, dass er Katrin im Vorbeifahren erkannt haette.
Was eben die Frage aufwirft, ob Ralph seine Aussage gg der Polizei anhand der bekannten Fakten konstruiert hat.
Zitat von 2cent2cent schrieb:Welche Annahme ist demnach für dich die Wahrscheinlichste? Ist sie zu jemandem ins Auto gestiegen oder zu jemandem nach Hause gegangen?
Ich lehne mich mal aus dem Fenster - für mich ist es wahrscheinlicher, dass sie zu einem best. Haus wollte.

Und ich frage mich immer noch, was an Ralfs Aussage wahr ist - vielleicht haben er und Katrin sich getroffen bzw. sind zufällig aufeinandergetroffen, aber die zeitliche und räumliche Angabe ist konstruiert (er kannte Christians Aussage und die von Martin - und sein Begegnungspunkt liegt gerade dazwischen).


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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 23:24
@7GO
Hat Martin denn ausgesagt, Katrin wäre aus dem Bushäuschen gekommen?
Mir erscheint die Sache eher so, als habe er sie beim Wenden auf seiner rechten Seite gesehen und dann mit ihr gesprochen…also mehr oder weniger auf ihrem Weg und nicht irgendwo wartend.

Zeitlich gebunden schien Martin ja auch nicht gerade, wenn er zwischen 19:00 und 19:30 mit Katrin gesprochen haben will, aber erst nach 20:15 bei seiner Freundin ankam, die nur Minuten entfernt wohnte.

Die Pizzageschichte von Sven ist obendrein sehr unklar. Weder können sich seine Freunde an die Bestellung noch an das Essen erinnern.

Was natürlich entlastend für Sven ist, ist das spätere Alibi. Allerdings liegt das voraussichtlich deutlich nach der angenommenen Tatzeit.


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11.02.2026 um 23:24
Zitat von _Salzbrezel_Salzbrezel schrieb:Mal eine komplette random Frage, ist eigentlich bekannt ob Katrin eine Uhr am Handgelenk getragen hat?
Eine Uhr ja - warum fragst Du, ob sie die Uhr am Handgelenk trug?
Zitat von EDGARallanPOEEDGARallanPOE schrieb am 13.11.2018:Die Polizei nennt erste Details, was Katrin bei ihrem Verschwinden bei sich trug. Eine Armbanduhr mit der Gravur "Katrin", sowie ein Handy der Marke "Alcatel".



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Wo ist Katrin Konert?

11.02.2026 um 23:33
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Aber warum hat Sven dann nicht ausgesagt, dass er mit Katrin verabredet war?
Die geplante Mitfahrgelegenheit

Um 18:46 Uhr findet das letzte bekannte Telefonat zwischen Katrin und Sven statt. Ob es sich um ein tatsächliches Gespräch oder zB einen Mailboxkontakt handelte, bleibt für meine Hypothese zweitrangig. Entscheidend ist das anzunehmende Mindset von Katrin:

Es ist plausibel, dass sie davon ausging, eine (sehr wahrscheinliche) Mitfahrgelegenheit mit Sven zu haben. Sicherlich habe ich / haben wir ein anderes Verständnis zu einer sicheren Verabredung. Aber für Katrin dürften die Gesamtumstände damals für ein sicheres Mindset bei ihr gesorgt haben… Sven wollte fahren aber nicht so früh … das klappt schon / ganz bestimmt / sicher doch noch … er weiß jetzt ja (letzter Anruf/Mailbox …) , dass ich losgehe und auf ihn angewiesen bin.
Ebenso naheliegend ist, dass als Treffpunkt die Bushaltestelle vereinbart oder zumindest implizit angenommen wurde.

Die Wahrnehmung kann für Sven ganz anders gewesen sein, oder die Erinnerung oder oder oder …


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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 00:30
Zitat von MajorQuimbyMajorQuimby schrieb:Und es hält dann unglücklicherweise der Falsche an.
Hierzu mal eine Überlegung, die ich mir, wäre ich in die Ermittlungen involviert, nach dem Vorhandensein einer solch hohen Anzahl von Beschuldigten stellen würde.

Wäre die Tat auch an einem anderen ebenso Tag geschehen und wäre dann auch Katrin das Opfer gewesen? Soll heißen, war die Person, die für das Verschwinden von Katrin verantwortlich war, derart auf ihre Person fixiert, dass das mutmaßliche Verbrechen auch an einem anderen Tag, bei entsprechender Gelegenheit, passiert wäre. Dies würde vermutlich auch Auffälligkeiten vor der Tat, auch wenn diese unscheinbar für die meisten Personen ihres Umfelds waren, mit sich bringen. Diesbezügliche Varianten aufzuzählen würde hier zu tief gehen, aber als Beispiel sei hier eine vermehrte Suche der Einbindung in Gespräche, die Katrin im Freundeskreis in seiner Nähe führte, genannt. Sollte dies im Fall Katrin gegeben sein, muss nicht zwingend eine strafrechtlich sexuelle Auffälligkeit gegeben sein. Es würde ein reiner direkter Personenbezug vorliegen, der die Überschreitung einer bestimmten Schwelle eben auch nur hier mit sich bringen würde.

Anders sieht es bei einer Person aus, die keinen direkten Personenbezug hat, sein Verhalten nur noch bedingt steuern kann und seinem Trieben entsprechend nachgibt. Hier wäre eine Auffälligkeit im Vorfeld und wohl auch im Nachhinein wahrscheinlich. Die Frage, die sich bei diesem Personentypus jedoch stellen wird ist, ob sie denn im eigenen Umfeld tätig werden würde, noch dazu da man davon ausgehen kann, dass eine solche Person noch kurz vor der Tatausführung telefonisch oder persönlich Kontakt mit Katrin hatte und so die Wahrscheinlichkeit groß ist, Teil der geführten Ermittlungen zu werden.

Deshalb ist wohl die Täterschaft eher beim ersten genannten Typus zu suchen.


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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 06:59
Zitat von 7GO7GO schrieb:Katrin verließ gegen 18:50 Uhr die Wohnung von Joachim mit der Erwartung, von Sven abgeholt / mitgenommen zu werden; Treffpunkt Bushaltestelle. Katrin und Sven hatten zuvor mehrfach Kontakt und er hatte angeboten, sie zu fahren – jedoch nicht zu so früher Uhrzeit.

Nach öffentlich bekannten Informationen war Sven um 18:20 Uhr noch bei seinen Freunden. Dort bestellte er zu dieser Uhrzeit mutmaßlich eine Pizza, die er etwa 10–15 Minuten später abholte. Wo er diese Pizza gegessen hat – bei sich zu Hause, bei den Freunden oder unterwegs – ist nicht bekannt. Dieser Umstand könnte zunächst Tatverdacht auf ihn lenken, erscheint aber nicht relevant, da eine Abholung zu diesem Zeitpunkt sehr unwahrscheinlich war.

Später am Abend war seine Freundin gegen 20:45 / 21 Uhr bei ihm, und sie verbrachten gemeinsame Zeit in einer Kneipe. Es gibt keine Hinweise auf Auffälligkeiten in seinem Verhalten. Zusammengefasst: Sven erscheint nach diesen Erkenntnissen als Bezugsperson, jedoch nicht als potenziell Beteiligter an einem tatrelevanten Ablauf.
Guten Morgen,
da wir ja die Wahrheit wie es wirklich war, nicht wissen, können wir ja nur mutmaßen, deswegen sind wir ja hier:)
Ich gehe konform mit Dir, dass Katrin wirklich Hoffnung hatte, das Sven sie nach Hause fährt.
Da sie ja von Martin an der Bushaltestelle gesehen wurde, gehe ich weiter davon aus, dass sie nicht verabredet war mit ihm, sondern zuerst
auf den Fahrplan geschaut hat und sich dann entschlossen hat, weiter zu gehen.
Immer den Zeitdruck im Hinterkopf.
Erst kurz vor Weihnachten hatte es ja Ärger gegeben, ich denke, Katrin wollte dies vermeiden.

Weiter gehe ich davon aus, dass Sven seine Pizza Zuhause gegessen hat, sonst hätte er doch seinen Freunden auch eine Pizza mitbringen können/müssen, einer allein isst doch in einer gemütlichen Runde keine Pizza, aber das ist jetzt nur eine Vermutung von mir.
Zitat von 7GO7GO schrieb:1. Warum wartete sie im Bushäuschen?
• Katrin erwartete eine aus ihrer Sicht/Hoffnung sichere Mitfahrgelegenheit (Sven)
• Dunkelheit, Regen und Kälte sprechen dafür, dass sie sich im geschützten Bereich des Bushäuschens Heckenweg aufhielt.
• Sie musste nicht an der Straße stehen, sondern konnte geschützt warten.
• Dies erklärt, warum Christian sie beim Vorbeifahren möglicherweise nicht wahrnahm, und andere auch nicht.
Da bin ich ehrlich gesagt total raus. Ich hätte Dir vielleicht noch zugestimmt, wenn sie durch das Handy Licht gehabt hätte, aber an der Bushaltestelle war es stockfinster, ich glaube nicht, dass Katrin in die Bushütte rein ist.
Meiner Meinung nach hat sie auf den Fahrplan geschaut und ist dabei auf Martin gestossen, der keine Lust hatte, die 13 km nach Groß Gaddau zu fahren.

Sie ging über die Straße, Richtung Sven, Ralph kam von Richtung Jiggel hielt an, fragte Katrin, ob er sie nach Hause bringen könnte.

Die Behauptung, er hätte Katrin an der Breite Straße getroffen, schließe ich für mich aus.
Warum?
Hätte er nämlich gesagt, wo er sie wirklich (nach meiner Vermutung) getroffen hat, wäre er jetzt der letzte, der sie gesehen hat an diesem Abend.

Katrin stieg ein, weil Ralph für sie in dem Moment eine für sie sichere und schnelle Möglichkeit bot, nach Hause zu kommen.
Sie wusste ja nicht, ob Sven daheim war...also nutzte sie die erstbeste Gelegenheit, um nach Hause zu kommen.


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gestern um 07:42
Zitat von JustsayingJustsaying schrieb:Eine Uhr ja - warum fragst Du, ob sie die Uhr am Handgelenk trug?
Naja - wenn ihr Handy leer war, ich meine nicht nur das Guthaben dann könnte sie ja auch nicht wissen welche Uhrzeit aktuell ist. Mir geht es halt darum ob sie deswegen evtl. zu jemandem gegangen ist bzw. ob in der Nähe irgendwo eine öffentliche Uhr war.


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gestern um 08:41
Zitat von 7GO7GO schrieb:Katrin lehnt zunächst ab, weil sie auf Sven wartet. Ralf ergänzt möglicherweise: „Wenn es nicht klappt, komm zu mir, ich fahre dich.“
Damit entsteht eine sekundäre Option, die relevant wird, wenn die primäre Option wegfällt.
Wirklich, wirklich interessant. Das würde einiges plausibel machen.

Man stelle sich vor, das war wirklich so und sie geht zu ihm nach Hause und geht auch erstmal noch ins Haus rein... Dann müsste Sie nicht mal in ein Auto gestiegen sein


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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 10:50
@Apo_Andreas

Ich glaube auch am Nachmittag war das Vorkommnis von Blitzeis nicht der Rede wert. Schliesselch fuhr ein Freund von Joachim mit ihm nach Gaddau um Katrin abzuholen. Dann wohl auch wieder zurück nach Bergen. Auch am Abend zur besagten Zeit waren so viele Personen mit Fahrzeugen unterwegs, da dürfte das Vorhandensein von Blitzeis nicht der Rede wert gewesen sein. Ich würde hier eher von widrigen Temperaturen und Strassenverhältnissen sprechen wollen. Was natürlich an Exponierten Stellen schon zu Vereisungen führen kann. Ja der Podcast heiss Blitzeis. Denke das ist auch ein wenig reisserisch.

Mir ist immer noch nicht so ganz klar welche Rolle da Thilo einnimmt. Bzw. ob Katrin ihn telefonisch gebeten hat sie abzuholen. Was ja in jüngster Zeit ihr im Forum diskutiert wird. Allerdings kenne ich keine Quell, die dieses Telefonat bestätigt. Gesetztenfalls es ist so wie du das interpretierst, dass Thilo gar nicht zur Freundin fahren wollt erübrigt sich die Diskussion um eine MFG für Katrin. Die Diskussion erübrigt sich auch dahingehend, als dass Katrin gleichwohl ein MFG gebraucht hätte um nach Clenze zu kommen, auch wenn Thilo zu Freundin gefahren wäre.

Warum diese These im NDR Podcast breitgeschlagen wurde ergibt sich mir nicht. Letztlich soll es ja dann so gewesen sein:
Zitat von Apo_AndreasApo_Andreas schrieb:Als dann später die Nachricht kam, dass Katrin noch nicht zu Hause angekommen war und man sich in der Familie Sorgen machte, fuhr er "notgedrungen" nach Gaddau, um Mandy und Nadine abzuholen und mit ihnen nach Bergen zu fahren und Katrin zu suchen.



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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 10:52
Zitat von TriquetrumTriquetrum schrieb:Die Frage, die sich bei diesem Personentypus jedoch stellen wird ist, ob sie denn im eigenen Umfeld tätig werden würde, noch dazu da man davon ausgehen kann, dass eine solche Person noch kurz vor der Tatausführung telefonisch oder persönlich Kontakt mit Katrin hatte und so die Wahrscheinlichkeit groß ist, Teil der geführten Ermittlungen zu werden.
Ich habe mich schon mehrmals gefragt, wie bekannt es damals war, dass man Telefonate und SMS zurückverfolgen kann bzw. eher ob bekannt war, dass das eben nicht oder eben nur sehr begrenzt geht. Heute gehört es, zynisch gesagt, ja schon fast zur Allgemeinbildung, dass man, wenn man ein Verbrechen plant, besser sein Handy zuhause lassen sollte. Aber damals war das Internet noch viel "kleiner" und weniger genutz, d.h. solche Infos dürften selbt unter True-Crime-Fans wenig vebreitet gewesen sein und die öffentliche Debatte über Vorratsdatenspeicherung kam auch erst deutlich später.
Gab es also überhaupt ein Bewusstsein bei einem Täter, dass ein telefonsicher oder SMS-Kontakt, der an dem Abend, kurz vor der Tat mit Katrin bestanden hat, ggfls. nachweisbar sein würde?
Vielleicht hatte der Täter auch einfach nur Glück, dass Katrins Handyakku kurz vor, während oder unmittelbar nach der Tat leer war, so dass man das Handy nicht mehr orten konnte.

Eine ähnliche Frage stelle ich mir zu Svens Aussage zur Pizzabestellung. Sven ist, soweit icht weiß, ja schon recht zeitnah nach dem Verschwinden als einer der letzten Kontakte errmittelt und dann sicher auch von der Polizei befragt worden. Er musste doch, als er von der Abholung der Pizza berichtet hat, davon ausgehen, dass das nachprüpfbar sein wird. Dass der Pizzeria-Verkäufer also entweder bestätigen wird, dass er an dem Abend eine Pizza abgeholt hat oder eben, dass er sicher sagen kann, dass Sven nicht da war, wenn die Story von der Pizza gelogen war.
In einer Pizzeria in einem solchen Dorf am Neujahrsabend dürfte ja nicht gerade der Bär gesteppt haben.
Insofern bin ich immer eher davon ausgegangen, dass die Pizzageschichte stimmt, zumal ja wohl ein ausgehender Anruf bei den Freunden, bei denen er zu besuch war und ein eingehender Einruf bei der Pizzeria nachweisbar war, es nur nicht sicher ist, dass der ausgehende Anruf wirklich in die Pizzeria ging.
Zitat von 7GO7GO schrieb:Entscheidend ist das anzunehmende Mindset von Katrin:
Sorry, aber ich finde Deine Überlegungen absolut nicht nachvollziehbar. Anzunehmen, Katrin habe keinerlei Zusage von Sven gehabt, habe aber für sich trotzdem angenommen, dass das eine feste Verabredung war, macht doch überhaupt keinen Sinn.
Es gibt doch keinerlei Anhaltspunkte dafür, wie Katrins "Mindset" an dem Abend war. Insofern macht es auch keinen Sinn, irgendein Mindset als gegeben zu setzen und darauf dann eine ganze Theorie eines Ablaufs einschließlich Begründungen, warum sie was zu wem gesagt haben soll und wer gelogen hat, abzuleiten.


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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 11:01
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Sorry, aber ich finde Deine Überlegungen absolut nicht nachvollziehbar. Anzunehmen, Katrin habe keinerlei Zusage von Sven gehabt, habe aber für sich trotzdem angenommen, dass das eine feste Verabredung war, macht doch überhaupt keinen Sinn.
Es gibt doch keinerlei Anhaltspunkte dafür, wie Katrins "Mindset" an dem Abend war. Insofern macht es auch keinen Sinn, irgendein Mindset als gegeben zu setzen und darauf dann eine ganze Theorie eines Ablaufs einschließlich Begründungen, warum sie was zu wem gesagt haben soll und wer gelogen hat, abzuleiten.
gebe dir Recht, aber.... Von Sven wissen wir, das er sie fahren wollte und sie wollte mit ihm fahren. Das nennt man ein "Match". Nur die Uhrzeit passte nicht.

Vielleicht rief sie an, er ging nicht ran bzw. die Mailbox sprang an und sie sagte: "falls du mich doch fahren kannst, ich gehe jetzt zur Bushaltestelle"
Das passt in 3 Sekunden. Eine feste Verabredung sehe ich da nicht.

aber er kam nicht und es kamen andere Optionen ins Spiel.

Also ich finde seine Überlegungen nicht so abwegig, jedenfalls passen da einige Rädchen mehr zusammen.


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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 11:55
Zitat von GrillageGrillage schrieb:Dass der Pizzeria-Verkäufer also entweder bestätigen wird, dass er an dem Abend eine Pizza abgeholt hat oder eben, dass er sicher sagen kann, dass Sven nicht da war, wenn die Story von der Pizza gelogen war.
Leider wurde der Gastronom erst Jahre später befragt und konnte weder Bestätigen noch Verneinen.


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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 12:10
Ich find die These, dass Christian kurz nach der Kirche Katrin gesehen hat, und sie unmittelbar danach die Strassenseite gewechselt hat, folglich Ralf Katrin beim überqueren der Strasse bei der Kirche gesehen hat, er sie demnach auf höhe des Hotel Nigels hat gehen sehen, und auch angesprochen hat für glaubwürdig. Das war einfach eine zufällige Begegnung, weil Ralf unterwegs war. @2cent Auch wenn der Grund für sein unterwegs sein nicht klar ist, ergibt es wenig Sinn dies anzuzweifeln.

Wenn man dem so dargestellten keinen Glauben schenkt, bleibt immer noch, dass Ralf unterwegs war, und die Begegnung zufällig gewesen ist. Anbei Katrin die MFG abgelehnt hat, da ändert sich nichts was Ralf be ober entlasten würde. Selbst bei der These Ralf käme aus Richtung Jiggel bliebe alles gleich.


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Wo ist Katrin Konert?

gestern um 12:54
Also eine zufällige Begegnung mit Ralf, war es, denke ich auf jeden Fall. Fragwürdig ist für mich lediglich der Ort.

Wir dürfen eins nicht vergessen, da Ralf "gemeldet" wurde und daraufhin befragt wurde und es bestätigt hat das er Katrin gesprochen hat, gilt das als 100 % gesichert. Der Ort ist fragwürdig, da Christian und Tanja ihn "mindestens" nicht wahrgenommen haben in der Breiten Straße. Sie hätten eigentlich sehen müssen, wie er mit Katrin spricht oder zumindest gerade am anhalten ist. Aber Christian und Tanja haben ja Katrin 2x "freilaufend" in der Breiten Straße gesehen.
Eins ist auch klar, alle haben ihre Aussagen unabhängig voneinander gemacht. Außer Ralf, der hatte 17 Jahre Wissensvorsprung und hätte/hatte zumindest die Möglichkeit, seine Aussage an die Timeline anzupassen.


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