Da ich letzte Woche im Urlaub war, bitte ich zu entschuldigen, wenn ich mich zu manchen Beiträgen etwas verspätet äußere.
Opti-Mist schrieb am 30.05.2026:Oder hat die Polizei in den Akten ganz viel und doch nichts
Ich denke, dass der Inhalt der Akten nicht mal ansatzweise der Öffentlichkeit bekannt ist. Insbesondere sowohl zu Katrin und den bekannten Tatverdächtigen werden sehr viele Informationen, die ein deutlicheres Bild von den einzelnen Personen ermöglichen würde, vorhanden sein, die einfach nicht, schon alleine zum Schutz der einzelnen Person, veröffentlicht werden. Zwar besteht zu jedem Tatverdächtigen ein Bewegungsbild, dass auch in die Öffentlichkeit getragen wurde, jedoch denke ich, dass gerade Informationen, welche die jeweils gemachten Angaben stützen oder anzweifeln, nicht frei zugänglich gemacht werden. Wenn diese nur auf eine Zeugenaussage beruhen, könnte eine weitere, ähnliche Aussage, welche die Angaben eines Tatverdächtigen widerlegen können, sehr brisant werden.
Opti-Mist schrieb am 30.05.2026:Und wie kann ein junger und prinzipiell ja wohl Mord-unerfahrener Mann eine Leiche so schnell und so perfekt verschwinden lassen, dass sie bis heute auch nicht einmal zufällig gefunden worden ist?
Ich denke, dass die Ermittler, ob nun aktuell oder a. D., schon durchblicken ließen, dass sie daran, insbesondere bei den damals vom Alter her eher jugendlichen bzw. heranwachsenden Tatverdächtigen, auch nicht glauben, sondern eher eine Hilfestellung aus dem engsten Familienkreis für wahrscheinlich halten.
returntosender schrieb am 31.05.2026:Keiner weis wer "Ralph" genannt wird, also kann auch keiner sagen: ich habe Peter/Hans/Franz gesehen wie er mit einer Schaufel und schmutzigen Stiefeln nachts vom Acker kam (Beispiel)
Gastschreiber schrieb:sehe ich genauso. Glaube wenn die echten Vornamen ins Spiel kommen und einer der 6 Tatverdächtigen wirklich der Täter wäre, würde die ganze Sache richtig Fahrt aufnehmen... Aber so wie du es geschrieben hast, keiner weiß wer "Ralf" ist... wie sollen da Hinweise kommen...
Spielt es wirklich eine Rolle, wie der Klarname dieser Person ist? Wenn ich als Zeuge zum relevanten Zeitpunkt eine Beobachtung gemacht hätte, die im Nachhinein im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Katrin stehen könnte, so kann ich diese auch vor der Polizei wiedergeben, gerade wenn es um eine von
@returntosender angegebene Variante handelt.
Im Nachhinein finde ich es durchaus richtig, dass nicht mehr mit Klarnamen, wie zu Beginn des Falles aus vielen Printmedien entnehmbar, gearbeitet wird. Letztendlich wird wohl nur einer der Tatverdächtigen für das Verschwinden von Katrin verantwortlich gewesen sein, womit die weiteren Genannten grundlos Verdächtigungen ausgesetzt waren. Gerade im lokalen Bereich dürften den meisten Personen eh die Klarnamen bekannt sein und ich bin mir auch sicher, dass hier im Thread viele mit ähnlichem Wissen bestückt sind, ohne jemals eine polizeiliche Akte in der Hand gehalten zu haben oder gar nur annähernd im Nahbereich von Bergen an der Dumme zu wohnen.
Totaleinfall schrieb:Junge, was wollen die denn noch durchkaun bei diesem Uraltfall?
Die Plattform Aktenzeichen XY ist sicherlich hilfreich gerade die Personen zu erreichen, die zum Zeitpunkt des Verschwindens von Katrin im lokalen Bereich gewohnt haben, jedoch nun außerhalb des Wirkungsradius der lokalen Medien ihren Wohnsitz begründen. Auch wenn sich der relevante Personenkreis wohl an einer Hand abzählen lässt, wird wohl nichts unversucht gelassen, den entscheidenden Hinweis doch noch zu erlangen.
Heribert schrieb:Zb in Bayern interessiert das doch keinen….
Unabhängig davon, dass der Fall mit Nürnberg auch bis nach Bayern ausgeschlagen hat, sind gerade Vermisstenfälle von Minderjährigen immer wieder im Mittelpunkt der überregionalen Berichterstattung. Deshalb denke ich schon, dass das Interesse diesbezüglich auch im Fall von Katrin Konert vorhanden ist.