Grillage schrieb:Er muss ja nicht völlig ortsfremd gewesen sein, sondern könnte auch aus einem Nachbarort oder einem Ort zwei, drei Orte weiter entfernt stammen. Damit er nicht in den Akten steht reicht es, dass er Katrin nicht persönlich kannte und nicht in Bergen wohnte.
Ich denke, eine solche Person würde sie trotzdem wohl, wenn vielleicht auch um einige Ecken, kennen. Unabhängig davon gehe ich davon aus, dass wohl auch im erweiterten Umfeld von Bergen an der Dumme ermittelt wurde. Irgendwie wäre sie wohl in den Akten aufgetaucht, nicht unbedingt als verdächtig, aber doch als möglicher Zeuge, der vielleicht immer wieder Anhalter mitnimmt oder gerne bei jeder Möglichkeit die Mädels anbaggert, nur um einmal zwei Beispiele zu nennen.
Grillage schrieb:Und nachdem sie zu ihm in sein Auto gestiegen ist, hatte er ja die Möglichkeit, mit ihr - ob lebend oder tot - in kurzer Zeit auch größere Distanzen zurückzulegen und sie dann eben zu einem Ort zu bringen, an dem er Ortskenntnisse hatte und wo er genug Zeit hatte, dir Leiche so zu verstecken, dass sie nicht gefunden wird, zumal dort nicht nach ihr gesucht wurde.
Unabhängig davon, dass diese Variante wie die Nadel im Heuhaufen wäre, so hätte Katrin wohl ziemlich schnell gemerkt, dass die Fahrt nicht dahin geht, wo sie hin hätte gehen sollen. Somit muss ein entsprechender Täter sehr zeitnah handeln, vor allem wenn man davon ausgeht, dass sich Katrin wohl gewehrt hätte. Ein Widerstand leistendes Opfer während der Fahrt oder nachdem die Fahrt abrupt gestoppt wurde zu überwältigen, dürfte sicherlich mit Kraftaufwand verbunden gewesen sein. Bei einer nun angenommenen Fortführung der Tathandlung, die letztendlich in der Tötung seines Opfers endete, bezweifle ich, dass ein solcher Täter noch eine weite Wegstrecke mit einer Leiche im Fahrzeug zurückgelegt hätte. Natürlich nur alles Spekulationen, trotzdem glaube ich ein gezieltes Entsorgen einer Leiche nur, wenn man entsprechend darauf vorbereitet ist. An eine solche ortsfremde Person, die um 19:00 Uhr, am Neujahrsabend in einer Nebenstraße in Bergen an der Dumme unterwegs ist, glaube ich deshalb eher weniger.
schluesselbund schrieb:Was immer da auch passiert ist, aber ein Tötungsdelikt an einer bekannten Person ist dann ein Gewaltsakt wo schon viel Wut und Emotionen mit einspielen.
Wenn sich Katrin und der Täter gekannt haben, gehe ich eher von einer spontanen Handlung aus, die dann ein Handeln aus Affekt hervorbrachte, dass zum Tod von Katrin führte. Emotional sicherlich, da er wahrscheinlich Katrin's Reaktion in einer anderen Form erwartet hätte. Wut wohl eher nicht, da, wie schon angesprochen, eine wohl eine Affekthandlung.
schluesselbund schrieb:Ich glaube auch bei einem Tötungsdelikt hört das schweigen und genseitiges decken auf.
Im Freundeskreis würde ich dir hier zustimmen, jedoch nicht, wenn die Tat durch einen Einzeltäter erfolgte und im Nachklang ein enges Familienmitglied, wie zum Beispiel der Vater oder Bruder, bei der Entsorgung der Leiche half.
Heribert schrieb:Für mich ist diese Option praktisch ausgeschlossen. Woher soll der völlige Fremde ein Versteck kennen in einer Gegend di
So sehe ich das auch. Eine schnelle Ablage, mit einem oberflächlichen Verstecken der Leiche, ist in diesem Fall wohl die wahrscheinlichste Variante.