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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.11.2013 um 20:34
@t0mb0

Inwieweit die studentische Verbindung überprüft worden ist, ist mir nicht bekannt. Wahrscheinlich war das bei den Ermittlungen jedoch kein Schwerpunkt. Ich stelle mir Ermittlungen in einer solchen Gemeinschaft, die zusammenhält, auch recht schwierig vor. Ich kenne mich mit studentischen Verbindungen allerdings nicht besonders gut aus, weil ich kein Mann bin. Mir ist aber der enge Zusammenhalt zumindest von katholischen Verbindungen her bekannt. Die von Dir benannte Verbindung ist wohl auch noch schlagend, wenn ich das richtig gelesen habe.

Du gehst also von einer Beziehungstat aus. Für eine solche Annahme reicht es bekanntlich schon aus, dass Täter und Opfer sich gekannt haben. Das ist hier herrschende Meinung. Ich bin bislang immer von einer Zufallstat ausgegangen, lasse mich aber gerne auch anderweitig überzeugen.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.11.2013 um 20:47
Ob es sich schlussendlich um eine Beziehungstat handelte oder ob sie etwas der Verbindung wusste was sie nicht wissen sollte ist mir in meiner eigenen Theorie nicht zu 100% bewusst.
Jedenfalls könnte bereits ein eventueller Ausstieg (falls sie tatsächlich nicht mehr in Innsbruck bleiben wollte) ein Grund gewesen sein.

Warum verlies sie alleine die Verbindungsfeier? Hatte sie anschließend noch einmal Kontakt (die hektischen Anrufe auf der nachfolgenden Feier?)?
Könnte dieses "Messer" zur Ausstattung eines höheren Verbindungsmitgliedes gehören?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.11.2013 um 20:53
Interessanterweise wurde ja zu Beginn vom Profiler Thomas Müller eine Beziehungstat fast kategorisch ausgeschlossen. Fünf Jahre später gab's dann eine Wortmeldung der Kripo, wonach man von einer Beziehungstat ausgehe...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

06.11.2013 um 22:11
@t0mb0

Mitglieder einer schlagenden Verbindung haben zwar das Mensur-Fechten. Ich gehe aber nicht davon aus, dass sie im Umgang mit Messern besonders geschult sind und dass sie Messer mit sich führen. Auch Sportfechter belächeln ihre "Fechtkünste" eher. Das Fechten besteht nur aus Hieben auf den Kopf. Stechen wie beim Sportfechten gibt es überhaupt nicht. Es wird daher auch nicht das Treffen auf die Brust geübt. Ich weiß ohnehin nicht ob dort viel geübt wird.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 08:40
@nephilimfield

Die Polizei hat eine Beziehungstat wohl zunächst ausgeschlossen, weil der Täter nur zweimal gezielt zugestochen hat, was daraufhin deutet, dass er relativ emotionslos gehandelt hat.

Dann hat es wohl eine operative Fallanalyse im Jahr 2007 gegeben, die zum Ergebnis gekommen ist, dass doch eine Beziehungstat vorliegen könnte. Ein Ex-Freund von Daniela geriet ins Visier, allerdings verlief die Spur im Sand. Interessieren würden mich die Gründe schon, warum es nach Ansicht von Profilern dann doch Anhaltspunkte für eine Beziehungstat gegeben haben soll.

Vielleicht erfährt man im Rahmen der neuen Ermittlungen Näheres.

Ansonsten wiegt es aus meiner Sicht schwer, dass der Täter nicht öfters zugestochen hat, sondern nur ganz kurz und knapp, aber gezielt.

Es gab dann noch den polizeilichen Hinweis, dass auch niemand aus der Drogenszene des Radilo-Parks als Täter in Frage kommt, da Daniela mit der Drogenszene im Radilo-Park nichts zu tun hatte, weil sie Drogen mied. Trotzdem kann es wegen der Nähe der Telefonzelle zum Park zu einer zufälligen nächtlichen Begegnung gekommen sein mit jemandem, der sich im Park aus welchen Gründen auch immer aufgehalten hat.

Es scheint ja auch nicht zu 100 % geklärt zu sein, ob Daniela nicht wegen eines leeren Akkus dort doch noch telefonieren wollte und somit nicht mit jemandem verabredet war. Man muss auch bedenken, dass sie wahrscheinlich übermüdet war, vielleicht auch aufgekratzt und die Gefährlichkeit der zufälligen Begegnung daher nicht richtig einschätzen konnte.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 08:52
@AngRa

Guten Morgen!
Für mich ist der Ladezustand des Akkus entscheidend für meine Einschätzung, ob sie am Leipzigerplatz telefonieren wollte. Bei leerem Akku wäre eine Zufallstat für mich wahrscheinlicher, als wenn sie aus einem anderen Grund stehenblieb. Ich werde noch versuchen, das zu recherchieren, weil ich immer im Kopf hab, mal was vom leeren Akku gelesen zu haben.
AngRa schrieb:Ansonsten wiegt es aus meiner Sicht schwer, dass der Täter nicht öfters zugestochen hat, sondern nur ganz kurz und knapp, aber gezielt.
Die Stiche wirken sehr gezielt, da bin ich bei dir. Ich bin mir aber nicht sicher, ob sie auch gezielt waren. Ein Rechtshänder, der von vorne zusticht, trifft auch rein zufällig ins Herz, und wenn sich das Opfer nach dem ersten Stich umdreht und ein zweiter folgt, trifft er zufällig in die Lunge. Es wäre für mich also Spekulation, von "gezielten" Stichen auszugehen.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 19:34
Als stiller, aber fleißiger Mitleser möchte ich kurz was zu der Telefonzelle sagen:

Ein Handy herauskramen dauert oftmals länger...als einen Notrufknopf zu drücken.
Vorallem wir Fauen suchen oft lange in unseren Taschen herum.

Ich gebe mal zu bedenken:
"In heutigen Telefonzellen ist ein eigener Notrufmelder nicht mehr notwendig, da die Notrufnummern direkt ohne Münzeinwurf oder Telefonkarte gewählt werden können oder – wie beim Basistelefon – über eine spezielle „SOS-Taste“ erreichbar sind." (Wiki)

Ich gehe davon aus, dass diese elementare Funktion nicht nur für deutsche Telefonzellen zutrifft.

Wenn mich jmd angreifen würde, ganz in der Nähe einer Telefonzelle, zudem einer offenen, würde ich versuchen, den Notruf abzusetzen (ev. nur ein Knopfdruck + Höhrerabnehmen!) - und nicht mein Handy herausholen...

Das würde ev. auch die weiteren Stiche von vorn UND von hinten erklären.


(Grüße an Zencat, falls Du noch reinschaust. Schade...)


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 20:12
@nephilimfield,

zum Thema Handy habe ich jetzt nochmals die von ZenCat eingestellten Zeitungsausschnitte nachgelesen. "Die Neue" schreibt am 24.06.2005 dazu Folgendes in Spalte 3 zum Thema Handy:

"Fest steht, dass Kammerer ein funktionierendes Handy bei sich hatte. Was wollte sie also in der Telefonzelle? Wurde sie von ihrem Mörder in die Enge getrieben?"

Diskussion: Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

Das hört sich schon so an, als ob das Handy betriebsbereit war.

Zudem frage ich mich, warum sie ihr Fahrrad erst ein Stück nach der Telefonzelle abgestellt hatte; das spricht schon etwas dagegen, dass sie beim Absteigen vom Rad bereits im Sinn hatte, an der Zelle zu telefonieren. Das abgestellte Rad an diesem Platz wirkt auf mich auch so, als ob sie spontan auf der linken Seite abgestiegen sei (der Abstand zwischen Abstellplatz und Gehwegrand bietet gerade Platz für eine Person), vielleicht weil sie direkt bei einem (oberflächlich) Bekannten anhielt (dieser dürfte dann rechts vom Rad gestanden haben) oder bereits an diesem vorüber gefahren war.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 20:42
Ich habe jetzt nur etwas dazu gefunden, dass Daniela lt. damaligem Chefermittler Pupp ein Handy mit aufgeladener Wertkarte bei sich hatte. Das sagt noch nichts über den Zustand des Akkus aus.

http://www.news.at/articles/0525/10/115158/mordalarm-innsbruck-junge-studentin-morgen


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 20:56
@AngRa,

zum Thema Studentenverbindung hatte ich schon mal früher etwas recherchiert und wenn ich mich richtig erinnere, fand das erste Fest, bei dem sie bis 2:00 zugegen war, in einer christlichen/katholischen Studentenverbindung statt und die lehnen das Duell und die Mensur grundsätztzlich ab.

Noch etwas zum Thema Drogen: Es wird immer daarauf hingewiesen, dass D.K. sich nichts aus Drogen machte; andererseits frage ich mich, ob sie Freunden in Feierlaune den Wunsch abgeschlagen hätte, etwas für sie abzuholen. MIr fällt dann wieder dieser Asylbewerber aus Ramingstein ein. Warum sollte dieser sich nicht die Haare braun oder blond gefärbt haben um der Fahndung zu entgehen? Er soll ja im Drogenmilieu verankert gewesen sein und falls er als Hilfskellner in den Bogenlokalen gearbeitet hat, wäre dies für den Drogenvertrieb nicht gerade hinderlich gewesen und ein Kontakt zum Freundeskreis von D.K. wäre gut möglich gewesen.
All das ist aber rein spekulativ, denn weder habe ich einen Hinweis darauf, dass der eine oder andere Freund von D.K. Drogen konsumierte, noch, dass dieser Mann dort als Hilfskellner tätig war. Dennoch möchte ich es als Möglickeit in den Raum stellen!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 21:01
@Buchfink
@AngRa
Ignoriert ihr mich;)?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 21:08
@AngRa,

man kann natürlich nicht ausschliessen, dass "Die Neue" aus der "aufgeladenen Wertkarte" ein betriebsbereites Handy machte. Aber es gibt ja noch das Fahrrad, das doch relativ weit von der Telefonzelle abgestellt wurde. Also ich würde mein Rad, falls ich in einer dieser Zelle telefonieren wollte, schon möglichst nah abstellen!


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 22:04
@Dusk,

diese Lippen kann man noch nicht einmal ignorieren, wenn man die Beiträge mit geschlossen Augen liest!

Aber zum Thema: Wenn ich das richtig gelesen habe, geht es in Deinem Beitrag darum zu begründen, ob und warum sie die Telefonzelle als letzte Rettung auswählte. Das kann ich so dargestellt, gut nachvollziehen und ich glaube, die Kripo wird hier kein anderes Szenario haben.
Übrigens wurde der erste Stich, wenn man dem Foto und den Aussagen glauben kann, von vorne geführt. Dabei sieht das Tatortbild für mich so aus, als ob die Wunde am Ende des unteren Rippenbogens liegt. Das wiederum würde dafür sprechen, dass dieser Stich von unten her geführt wurde, wahrscheinlich sogar ziemlich überraschend. Aber Genaues weiß natürlich nur der Täter und die Polizei.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 22:17
@Dusk

Nein, natürlich ignorieren wir Dich nicht. Dein Notrufargument kommt ja noch hinzu.

@Buchfink

Ja, die Sache mit dem Fahrrad. Ich gehe ja auch davon aus, dass Daniela das Fahrrad etwas achtlos abgestellt hat um von der Telefonzelle aus jemanden anzurufen, weil ihr Akku leer war. Als sie sich dann bedroht sah, hat sie vielleicht versucht noch den Notruf zu betätigen, wozu sie nicht mehr gekommen ist. Die Polizei hat ihr das Fahrrad zunächst lt. ersten Zeitungsberichten gar nicht direkt zuordnen können, weil es abseits stand. Aus dem Standort des Fahrrads kann man mE aber auch nicht zwingend schließen, dass sie eine Verabredung an der Telefonzelle hatte und eigentlich nicht telefonieren wollte.

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ME deutet auch die Tatwaffe, ein Messer mit einer 30 cm langen Klinge auf einen Täter aus einem kriminellen Milieu hin. Wer führt schon draußen ein solches Messer mit sich? Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Studienkollege oder Bekannter von Daniela mit solch einem Messer unterwegs war. Wenn sie in einer Wohnung erstochen worden wäre, wäre es etwas anderes. Da in Küchen auch große Messer vorhanden sind. Aber draußen?


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 23:13
@AngRa,
zwingend ist das natürlich nicht, aber ziemlich wahrscheinlich in meinen Augen.
Meine beiden Argumente (funktionsfähiges Handy lt. "Die Neue" und das enfernt abgestellte Fahrrad) können natürlich hinterfragt werden.
Mein Szenario aus der o.a. Annahme habe ich vorgetragen (Bekannter oder Treff an der Zelle), jetzt würde mich interessieren, wie Dein Szenario aussieht.

Bezüglich des Tatmessers sind wir wohl gleicher Meinung. Ich könnte mir vorstellen, dass gerade im Drogenmilieu, so meine vielleicht blauäuigige Vorstellung, viele dieser Personen eine solche Waffe zur Selbstverteidigung und zur Einschüchterung mit sich tragen.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

07.11.2013 um 23:27
Hatte mich schon gewundert;)

Ich verfolge eure Gedankengänge, kann aber aktuell fernab der oben genannten Telefonzellensache nichts erhellendes beitragen, da es hier schon so viele Ideen gab.

Ausser...dass sich mir der Gedanke aufgedrängt hat, dass das Erstechen an sich mir sehr zweckgebungen vor kommt. Will sagen: Ohne "Leidenschaft", Wut, Raserei. Ihr wisst sicher, was ich meine...


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

08.11.2013 um 01:41
hey leute,
bin ich so am schauen im web ob man über diesen todesfall von frau krammerer was findet und auf einmal stosse ich da auf einen mordfall in tirol der sehr markante parallen auf weisst.

Wegen Mordes ist am Montag ein 63-jähriger Tiroler vom Landesgericht Innsbruck in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher auf unbestimmte Zeit eingewiesen worden. Dem Angeklagten, der laut einem psychologischen Gutachten an Verfolgungswahn leidet, wurde vorgeworfen, am 19. Oktober 2011 einen türkischen Staatsangehörigen in dessen Lokal in der Nähe des Innsbrucker Hauptbahnhofes mit einem Küchenmesser getötet zu haben. Das Urteil ist rechtskräftig.

"Der Angeklagte weist alle typischen Anzeichen einer Wahnerkrankung auf", sagte der psychologische Gutachter Reinhard Haller vor Gericht. Der Beschuldigte habe das Opfer in seinen Verfolgungswahn eingebaut und aus dieser Dynamik heraus die Tat verübt, erklärte der Psychiater. Der Tiroler habe geglaubt, von Angehörigen des Innsbrucker Rotlichtmilieus verfolgt zu werden.

"Ohne eine Einweisung sind weitere Taten mit schweren Folgen möglich"
Sowohl Staatsanwalt, als auch Verteidiger plädierten für eine Einweisung des Angeklagten in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher. Das Urteil der Geschworenen fiel eindeutig aus. Einstimmig erklärten sie den Tiroler als schuldig und nicht zurechnungsfähig. "Es gibt mehrere übereinstimmende psychologische Gutachten und ohne eine Einweisung sind weitere Taten mit schweren Folgen möglich", begründete Richter Josef Geisler das Urteil.

Der 63-Jährige hatte im Zuge einer verbalen Auseinandersetzung plötzlich mit einem 30 Zentimeter langen Messer in die rechte Brust des Lokalbesitzers gestochen. Das Opfer starb eine Stunde nach der Tat in der Innsbrucker Uni-Klinik an schwerem Blutverlust und Verletzungen an der Lunge. Die Tatwaffe, ein Küchenmesser, nahm der Tiroler selbst mit. Er hatte es damals bereits mehrere Wochen zur Selbstverteidigung in der Jackentasche dabei gehabt

der link dazu

http://kurier.at/chronik/oesterreich/tiroler-nach-mord-mit-kuechenmesser-in-anstalt/1.140.613

also die 30 cm lange klinge,das fehlende motiv und der stich in die brust(lunge),das hat doch parallen mit demm fall krammerer.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

08.11.2013 um 02:05
nun lese ich mich durch diesen fall der zu dem fall kammerer parallelen aufweisst und da lese ich die begründung des angeklagten,bitte hört euch das an

Der Mann fühlte sich schon seit Wochen in dem Lokal provoziert und dachte am Tag der Tat aufgrund seines nun festgestellten Verfolgungswahns, dass eine Prostituierte auf ihn angesetzt worden sei.

der link des berichtes

http://194.232.15.121/home/4701564-91/mord-am-bahnhof-richter-will-zweites-psychiatrisches-gutachten.csp


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

08.11.2013 um 07:54
@Buchfink

Mein Szenario sieht so aus, dass Daniela an der Telefonzelle gehalten hat und ihr Fahrrad abgestellt hat, weil sie dort noch telefonieren wollte. Ich stelle es mir so vor, dass sie den ganzen Abend auf dem Handy herumtelefoniert hat, so dass der Akku leer war. Vielleicht hat Daniela auch befürchtet, dass der Akku annähernd leer ist und sie hatte aber noch größeren Gesprächsbedarf. Das soll vorkommen. So ungewöhnlich ist das nicht. Telefonieren von der Zelle aus kann man aber nur mit Kärtchen oder mit Münzen. Vielleicht hat sie diese noch gesucht. Vielleicht hat sie auch noch nach der gespeicherten Telefonnummer suchen müssen. Man kennt das ja, wenn man viel mit dem Handy telefoniert, hat man keine Nummer mehr im Kopf, weil alle Nummern abgespeichert sind. In der Zwischenzeit ist dann der Täter auf sie aufmerksam geworden und sie angesprochen. Momentan tendiere ich zu der Annahme, dass sie in dieser Nacht einfach zur falschen Zeit am falschen Ort war. Vielleicht handelt es sich um einen Täter, der in Tatortnähe gewohnt hat und selber auf dem Nachhauseweg war. Es muss sich nicht zwangsläufig um einen Obdachlosen gehandelt haben, der im Park gelebt hat.

Eine andere, in meinen Augen weniger wahrscheinliche Möglichkeit wäre, dass Daniela gerade wegen dem Täter angehalten hat, weil dieser vor der Telefonzelle stand und einen hilflosen Eindruck gemacht hat, telefonieren wollte, aber mangels Münzen oder Kärtchen nicht konnte und sie ihm helfen wollte. Unter diesen Umständen müsste er zunächst einen Vertrauen erweckenden Eindruck gemacht haben. Vielleicht war er auch sehr jung.


Interessant finde ich den Fall, den @mario1976 eingestellt hat. An einen solchen Täter denke ich bisher in erster Linie. Das wäre auch eine Erklärung für die draußen mitgeführte Tatwaffe.

Gegen eine Beziehungstat sprechen mE vor allem die Verletzungen. Wenn der Täter emotional gehandelt hätte, dann sähen die Verletzungen mE anders aus. Da hätte er mE öfter zugestochen und das ganz unkontrolliert.

Dann soll es ja auch so sein, dass Danielas Umfeld schon untersucht worden ist im Hinblick auf bestehende Konflikte mit Bekannten / Freunden. Offensichtlich hat sich da aber nichts ergeben. Konflikte, die mit einer Tötung enden, haben aber eine Vorgeschichte und müssten auch bekannt sein. Verschlossen scheint Daniela nicht gewesen zu sein, denn sie hat offenbar gerne und viel telefoniert. An heimliche Liebhaber, die verheiratet sind, mag ich auch nicht so recht glauben, weil derlei Geschichten nicht lange geheim bleiben. Ist aber nur meine Meinung dazu.

Ein anderes Motiv, etwa ein sexuelles Motiv, eine geplante Vergewaltigung zu der es nicht gekommen ist, scheidet mE auch völlig aus. Auch unter diesen Umständen hätte der Täter dem Opfer aus Frust unkontrolliert massive Verletzungen zugefügt.


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Mordfall Daniela Kammerer - Innsbruck 2005

08.11.2013 um 09:29
@AngRa

Für mich ist das Szenario, das du im ersten Absatz entwickelst, auch am wahrscheinlichsten. Ich denke auch an einen psychisch kranken Täter, der in seinem Wahn immer ein Messer bei sich führt. In diesem Zusammenhang ist der von @mario1976 zitierte Artikel natürlich interessant, weil sich das Täterbild in etwa deckt. Man wird ihn wohl hoffentlich mit aller denkbaren Akribie hinsichtlich des Falles Kammerer überprüft haben.

Eine kleine Korrektur: Nicht die Klinge, sondern das ganze Messer war 30cm lang. Die Klinge hatte 16cm.


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