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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

73 Beiträge, Schlüsselwörter: Emotionalität

Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 12:08
DieSache schrieb:Allerdings muss ich sagen, dass meine Erfahrung gezeigt hat wirklich gesunde Empathie bedeutet unterscheiden zu können welche Emotionen die eigenen, oder eben die gespiegelten (Übertragung) anderer Personen sind, sprich um aus der eigenen Fähigkeit des Mitempfindens zu schöpfen sollte man erst mit den eigenen Gefühlen (emotionalen Befindlichkeiten) umgehen können, damit man davon sprechen kann Emotionen als Stärke zu sehen!
Das hast du total gut formuliert und ich unterschreibe das! Und der alte Spruch, dass man sich um sich selbst kümmern und sich selbst lieben muss, bevor man sich um andere kümmern und andere lieben kann, gilt ganz besonders für empathische Menschen.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 15:50
Das wichtigste ist m E. eine Verbindung zu seinen Emotionen zu haben.
Hat man sie nicht oder nur selten bzw. wenig, dann ist das ein Problem.

Ob man die Emotionen zeigt, welche man zeigt und welche nicht, ist von der konkreten Situation abhängig.
Problematisch wäre, wenn man ein sehr starkes Bedürfnis hätte, sie zu zeigen, dies aber, z. B. aus Angst dann jemanden zu verlieren, nicht tut.

Andererseits kann es auch durchaus Situationen geben, in denen man doch seine Emotionen nur "filtriert", "dosiert" herauslässt: Etwa wenn man einem kleinen Kind gegenüber steht, dem man nicht das ganze Ausmaß seiner Wut entgegenschleudern will.

Zu den Emotionen gehören auch Angst, Schmerz, Verletzlichkeit.
Diese nicht spüren zu können, ist keine Stärke.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 16:00
@ruku
ruku schrieb:Zu den Emotionen gehören auch Angst, Schmerz, Verletzlichkeit.
Diese nicht spüren zu können, ist keine Stärke.
Ich denke aber, dass wir sie alle spüren, aber dann gibt es diese möchtegernharte Leute die behaupten sie seien sooo hart, dabei leugnen sie einfach nur bestimmte Gefühle um stark rüberzukommen, oder reden wir von Psychopathen gerade? :D (wobei auch sie selbst Gefühle haben nur halt stark eingeschränkt usw.)


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DieSache
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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 16:20
@jimmy82

wäre dabei aber vorsichtig, nicht von einem Extrem ins Andere zu fallen. Emotionale Enttäuschungen können einen sehr verletzen und dazu führen, dass man sein eigenes Bedürfnis nach sozialen Kontakten außer Acht lässt!

Nur weil das Umfeld gefühlt aus lauter Egoisten besteht, sollte dies niemals Anlass sein, sich selbst auch zu einem zu entwickeln ;)


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DieSache
ehemaliges Mitglied

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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 16:30
Achtsamkeitsübungen können im Übrigen jenen helfen, die selbst eher emotional schnell in Schieflagen kommen, gerade gezieltes Erspüren der eigenen Emotionen, macht es erst möglich auch mit Anderen echte Empathie zu empfinden und zu lernen wo Grenzen wichtig sind!


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 16:42
@Venom
Venom schrieb: oder reden wir von Psychopathen gerade? :D (wobei auch sie selbst Gefühle haben nur halt stark eingeschränkt usw.)
Es gibt sehr viele Menschen, die von ihren Gefühlen abgeschnitten sind.
Das kann man im "Kleinen" (im Alltag) sehen, wie auch auf der internationalen Bühne, im Grunde fast überall, bei irgendeiner Behörde, unterwegs, unter Bekannten usw.

Viele Greueltaten sind nur deswegen möglich, weil Menschen, die sich selbst nicht mehr spüren können, nur auf diese Weise eine Art von "Lebendigkeit" spüren können.
Oder, auch wieder auf der internationalen Ebene: Die vielen kriegerischen Auseinandersetzungen auf der Welt, zu denen sog. "Führer" (Präsidenten etc.) die Massen bewegen, wären so nicht möglich, wenn die Menschen eine Verbindung zu ihren Gefühlen hätten.

Was man bei solchen kriegerischen Handlungen sehen kann, ist die Entfremdung der Menschen, die diese herbeiführen bzw, nichts tun, um diese zu verhindern, aufzuhalten, beizulegen.

Dass die das alles tun und mit angeblich "politischen", "strategischen" und sonstigen "Argumenten" begründen, hat auch mit uns selbst zu tun.
Diese "Führer" lügen, dass sich die Balken biegen, aber sie wissen, dass die meisten Menschen manipulierbar sind und führen angebliche Argumente ins Feld, die die Unmenschlichkeit dieser "Führer" nur verschleiern.
Sie verschleiern sie deswegen, weil die meisten Menschen nicht in vollem Umfang zu ihren Gefühlen stehen - sie sind dadurch Spielball derer, die sie mit Leichtigkeit belügen und in die Irre führen.

Man braucht nur den Wahlkampf in den USA anzusehen. Eine der "entwickelsten" (??) Nationen der Welt und dann das!
Hätten die Menschen eine Verbindung zu ihren Gefühlen, dann hätten solche Menschen gar keine Chance.

Und so nutzen Menschen in Führungspositionen diese Manipulierbarkeit der Menschen, um eigenen (Macht)ínteressen zu folgen, indem sie massenweise andere Menschen sterben lassen.

Ich hatte es oft an anderer Stelle gesagt: Es ist eines der folgenreichsten und größten Fehler, den wir Menschen machen können, dass wir nämlich jeden Menschen, der unauffällig redet, sich unauffällig benimmt, logisch argumentieren kann usw, für einen psychisch gesunden Menschen halten.
Nein. Das sind sie eben nicht.
Sie sind sich selbst entfremdet. Sie haben ihre Menschlichkeit verloren.
Und da dies in unterschiedlichem Ausmaß viele, sehr viele Menschen, betrifft, haben diese sich selbst Entfremdeten ein sehr leichtes Spiel, die Massen zu verführen, sie in die Irre zu führen, sie zu manipulieren.

Daher ist die Verbindung zu den eigenen Gefühlen so immens wichtig.
Wer diese Verbindung verloren hat und zudem wichtige Posten bekleidet, der kann für die Menschheit bzw. für hunderttausende Menschen eine tödliche Gefahr werden, was wir täglich sehen, aber so nicht wahrhaben wollen, sondern uns mit vermeintlich "politischen", "geostrategischen" Argumenten beschäftigen.

Wo ist der Mensch im Menschen? Den möchte ich sehen.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 16:45
@ruku
Kann es sein, dass wir gerade von Psychopathen reden? :D


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 17:03
@Venom
Venom schrieb:Kann es sein, dass wir gerade von Psychopathen reden? :D
Psychopath. Das ist ein Begriff, mit dem nicht alle das Gleiche meinen.
Deswegen benutze ich dieses Wort nicht. Ich weiß nicht, wer, was darunter versteht.

Mir ist es lieber, wie ich es gerade versucht habe, zu erläutern, was ich meine:
Menschen, die ihre Gefühle abspalten.

Das können - rein äußerlich - vollkommen unauffällige Menschen sein.
Sie reden wie jeder andere, äußern unauffällige Gedanken usw.. Nichts fällt an ihnen auf.

Sie findet man unter Bekannten, Kollegen, sie sieht man vielleicht als Busfahrer, Verkäufer, Lehrer, als Arzt, Ingenieur, führender oder nicht führender Politiker, Pilot, Staatsanwalt, Sportler, Juwelier, Bäcker, Richter, Apotheker, es kann ein unauffälliger Nachbar sein, ein berühmter Rechtsanwalt, ein Dachdecker und und und oder auch ein Staatspräsident, ein Minister.. sogar jemand von einer renommierten Hilfsorganisation.
Solche Menschen können fast überall sein und fast jeden Posten und fast jedes Amt bekleiden.
Sie scheinen durch und durch gesund zu sein - aber das ist nur Oberfläche, nur Schein.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 18:35
@AgathaChristo
AgathaChristo schrieb:Was ich so für mich im Bekanntenkreis festgestellt habe, das viele einige Probleme haben, aber nicht darüber reden, sie stecken es so weg. Und wenn ich dann mal mit einem Problemchen komme, dann reflektieren sie sich mit mir und werden an ihren eigenen Problemchen erinnert, die sie ja für sich behalten wollen, aus was für Gründen auch immer. Und legen dann meine Offenheit als Schwäche aus? Sehe ich das richtig?

Vielleicht sehe ich das auch etwas zu kompliziert. Empfinde viele aus meinem Bekannten als Heuchler. Mit wenigen Ausnahmen, echt, die gibt es und da bin ich auch dankbar, das es sie gibt.
Ich denke eher nicht, daß sie deine Offenheit als Schwäche auslegen, sondern eher, daß dich viele nicht verstehen können, bzw. daß du manchmal eine "unglückliche Art" hast, dich auszudrücken, welche auch hier im Forum zu tragen kommt.
Manchmal weiß man einfach nicht, was du meinst und es ist nicht immer einfach, daraus "schlau" zu werden. Kann sein, daß sie sich gerade deswegen gar nicht mehr äußern möchten.

Davon ab, Emotionen schön und gut, nur sollte man sich schon manchmal zusammenreißen können und nicht immer alles zur Schau tragen. Man sollte schon wissen wann und wo es angebracht ist.
Wenn in meiner Gegenwart jemand immer wieder zum rumheulen anfängt, kann ich auch schwer damit umgehen, das kann nerven. Jedoch kommt es auch auf die jeweilige Situation an, in der man sich befindet. Aber emotionale Ausbrüche jeglicher Art, sollte man schon im Griff haben. Das soll aber nicht heißen, daß man sich nicht auch mal mit jemandem darüber austauschen soll. Es gibt eben Menschen, die schweigen sich aus und manche müssen ihre Probleme theatralisch breittreten, letzteres kann besonders nerven.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 19:03
@ackey

Mir ist bewußt, das ich mich oft kompliziert ausdrücke, weil meine Gedankengänge oft nicht das hergeben, wie ich etwas so formulieren kann, das ich auf Anhieb gleich verstanden werde. Aber meistens ergibt es sich dann in gegenseitigen Gesprächen, hoffe ich zumindest.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 19:45
@AgathaChristo
AgathaChristo schrieb:Aber ich wehre mich einfach dagegen, nur weil ich älter bin, meine Denkweise, Naivität und Emotionen altersmäßig verändern oder aufgeben soll, weil andere das vielleicht automatisch von mir erwarten.
Du sollst Dich doch auch nicht verbiegen. Aber das manche anderen damit nicht klar kommen, ist Dir auch bewusst und das wird nicht erst seit gestern so sein.
AgathaChristo schrieb:Aber ich suche ja auch nicht jeden, sondern die Person die mich versteht und mit der ich eine ehrliche Freundschaft haben darf.
So soll es ja auch sein. Aber auf dem Weg dahin begegnen einem viele Menschen, die dafür nicht geeignet sind. Das ist normal, auch wenn es manchmal desillusionierend ist.
Paßt schon irgendwann. ;)


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 20:38
Einer der größten Fehler in der Matrix meiner Persönlichkeit ist, dass ich nicht immer so bin, wie ich wirke. Ich werte es als ein immenses Anzeichen von Stärke, wenn man gar keine negativen Gefühle zeigt, so wie ich es zu tun pflege, das macht einen nicht unerheblichen Teil meiner Persönlicheit aus.

Man kennt mich als den Typen, der einen Ausweg sucht, anstatt sich über Dinge, die er nicht (mehr) ändern kann (weil sie vergangen sind oder nicht in seiner Macht stehen), zu ärgern. Nun ist der Haken an der Sache allerdings, dass ich kein stählerner Mensch bin. Dadurch, dass ich mir nicht anmerken lasse, überhaupt irgendwelche Probleme zu haben, kann mir auch niemand helfen, sie zu bewältigen, ganz im Gegenteil präsentiere ich mich als denjenigen, der Probleme löst, wo andere scheitern.

Ich habe zwei wesentlich jüngere Brüder, welche fast ohne Vater aufwachsen und ich will nicht, dass sie kein männliches Vorbild haben, also versuche ich, eines zu sein. Ich versuche sehr vieles zu sein. Der einzige, welcher wirklich sieht, wie es mir geht, ist der Ältere meiner kleinen Brüder. Man sieht ihm an, dass er an jeder Zuckung meiner Mundwinkel erkennt, dass ich gerade eine emotionale Explosion erlebe. Wenn er mich aber darauf anspricht, spiele ich es runter, mache mich etwas darüber lustig, tätige eine belanglose Frage über ein anderes Thema und lenke so ab. Er soll eben wissen, dass sich sein großer Bruder nicht aus der Bahn werfen lässt, weil er es zum Beispiel nicht schafft, das einzige Mädchen zu beeindrucken, welches ihm je wirklich etwas bedeutet hat und mit den Zähnen knirscht, um sich selbst davon abzuhalten, eine Gelegenheit dazu künstlich zu erzeugen.

Versteht mich nicht falsch, ich habe auch Hormone und gewinne nicht jeden Kampf gegen mich selbst, aber ich habe Mädchen (und insbesondere deutsche Mädchen) bislang immer aus einer überlegenen Perspektive betrachtet, wenn überhaupt aus der Sicht, die meine Hormone mir vorgaben, wenn ihr versteht, was ich meine, wenn man etwas tiefer als in die Augen blickt. Dieses spezielle Mädchen allerdings hat mir unbewusst beigebracht, dass Liebe ausschließlich Geben ist - und nicht der Versuch, etwas zu bekommen.

Das nur, um eines meiner Probleme zu benennen, die auch mal etwas Kraft kosten, nicht weil es schwer ist, sondern weil ich akzeptieren muss, es nicht ändern zu können, das fällt mir am schwersten. Wieso suche ich überhaupt dieses Forum auf, das liegt daran, dass ich es nicht akzeptiere, bestimmte Dinge nicht ändern zu können und meinen Kräften entsprechend versuche, daran zu rütteln. Mit dieser Sache funktioniert das so aber nicht. (Da gab es doch so ein Zitat: "Gott, gib mir den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, die Kraft, Dinge zu akzeptieren, die ich nicht ändern kann - und gib mir die Weisheit, eines vom anderen zu unterscheiden.")

So wie ich das sehe, sieht Emotionalität nach Schwäche aus, in Wahrheit handelt es sich aber um Stärke, seine Gefühle offen zeigen zu können und sich nicht zu verschließen, um stark, überlegen, unerschütterlich und jederzeit soldatisch hilfsbereit zu wirken, so wie ich es leider tue. Zum Beispiel hat mich in den letzten Jahren niemand weinen gesehen. Nicht, dass ich nie geweint hätte, sondern das liegt daran, dass ich das zurückhalte, bis mich niemand dabei sehen kann. Das passiert mir aber vergleichsweise eher selten - meistens handelt es sich eher um lethargische Zustände, in denen ich wirke, als wäre ich erloschen. Ich bin also durchaus ein Mensch. Ich tue nur so, als wäre ich irgendwie etwas Höheres, das alles wiedergutmachen kann, ganz egal, was passiert ist, wie mich mein ganz kleiner Bruder sieht. Vielleicht kann ich das für andere auch wirklich - nicht aber für mich selbst. Für mich selbst kann ich nur so tun als ob - und ich wünsche mir immer mehr, ich könnte das nicht so gut. Wenn man sich zu lange selbst etwas vormacht (genauso verhält es sich, wenn man zu lange lügt), hält man es am Ende selbst für die Wahrheit.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 20:52
Warum ist es eigentlich so wichtig, wie das jeweilige Gegenüber das empfindet? Zählt das mehr, als die eigenen Empfindungen?
Ich würde sagen, wer nicht damit umgehen kann, wenn andere Gefühle zeigen, der soll das sagen. Ansonsten sind ja meist gar nicht Handlungen oder Worte gefragt, Zuhören reicht meist aus, dem anderen einfach vermitteln, dass es einen interessiert, warum es ihm/ihr schlecht geht, mehr muss man doch nicht machen und das auch nur, wenn man es kann. Ich denke für einen selbst ist es eher eine Stärke, sich seiner Emotionen bewusst zu sein und diese ggf. auch zu zeigen, auch wenn es bedeutet, eine Angriffsfläche zu bieten. Auf andere kann dies zwar schwach wirken, ich wüsste aber nicht, warum, ehrlich gesagt. Ich denke das hat auf beiden Seiten auch mit dem Selbstwertgefühl zu tun. Und damit, sich verletzbar zu zeigen. Davor haben viele Angst, aber Angst ist kein Zeichen von Stärke, meiner Meinung nach.


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Emotionalität? Schwäche oder Stärke?

27.02.2016 um 21:21
@Tussinelda

Wenn man "Angst" durch "Hoffnung" ersetzt, hast du mich recht gut beschrieben. Nicht zu wissen, wieso es einem selbst schlecht geht, ist das Niveau eines Kleinkindes, welches quängelt, ohne sagen zu können, was ihm fehlt. Nun, ich weiß, was mir fehlt, sagen kann ich es aber auch nicht, genauso wenig, wie ich mir wirklich zu helfen weiß. Besagtes Mädchen sagte mir einmal, es sei ihr nie aufgefallen, dass ich etwas an ihr finde, deswegen hätte es sie überrascht. Ich antwortete, ich würde schließlich auch keine große öffentliche Show daraus machen. Gedacht habe ich mir dabei aber, dass ich mich nicht wirklich traute, sie eines besonderen Blickes zu würdigen - und wie viel sicherer ich mich fühlte und auftrat, als ich eine getönte Sonnenbrille trug, welche meinen Gesichtsausdruck unergründlich machte. Als diese Sonnenbrille mitten in meinem Gesicht entzweiging, sah ich das als Zeichen, mich nicht länger zu verstecken (und wahnsinnig zu machen). Nun, gebracht hat es nicht viel. Hoffentlich nehme ich das nicht als Anlass, wie zuvor weiterzumachen. Aber worauf habe ich auch gehofft? Dass mich jemand Deutsches wirklich mögen könnte, anstatt mich nur höchstens als jemand, der sich häufiger mal in der Nähe befindet, zu akzeptieren? Ich mache mich doch nur lächerlich vor mir selbst.

Vielleicht hätte ich ihr das alles ja genauso auftischen sollen, wie ich es hier schreibe, dann hätte sie wenigstens sicher sein können, dass ich ehrlich bin und nicht so übermäßig sicher von oben herab spreche, wie ich es sonst tue. Formuliert habe ich so wie immer. Ich hätte zeigen sollen, dass ich anders mit ihr spreche, andererseits hätte ich dann aber meine einzige Eigenschaft eingebüßt, für die man mich vielleicht ehrlich bewundern könnte. Ja, vielleicht hätte ich das machen sollen - aber ich glaube kaum, dass das wirklich etwas geändert hätte.


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