paxito schrieb:Du willst mir nun hoffentlich kein protogermanisches Wort als ein hochdeutsches verkaufen? Nein? Gut, worüber reden wir hier.
Naja, wir reden u.a. über die sprachgeschichtliche Entwicklung von "Bäcker", welche bis ins Urgermanische zurückgeht und dort bereits als
Nomen agentis gebildet wird.
paxito schrieb:Meine Einwände gegen @gagitsch im Besonderen und meine Darlegungen zum Wort Bäcker haben mit dem gM nix zu tun.
Gut, aber deine Einwände gegen
@gagitsch musst du entsprechend mit
@gagitsch diskutieren, nicht mit mir. Wenn ich mich in die Diskussion zweier Parteien einmische, heißt weder, dass ich die Position der einen Partei zu 100% unterstütze, noch die der anderen.
paxito schrieb:Von daher nochmal: worüber willst du an der Stelle mit mir streiten?
Naja, lies doch die zitierten Passagen, dazu sind sie doch da.
:)
Noumenon schrieb:Aus diesem Grund hat sich die konsequente Paarform sprachhistorisch auch nicht wirklich durchgesetzt.
paxito schrieb:Unsinn. Im gleichen Zeitraum wäre es schlicht „Die Becken backen Backwaren“ gewesen. Stattdessen setzte sich der Bäcker durch, den man anschließend mit ner -in Endung wieder verweiblicht. Daran ist nix sprachökonomisch sparsam.
Noumenon schrieb:Okay, du hast ganz große Probleme damit, zwischen Singular und Plural sowie unmarkierten und markierten Begriffen zu unterscheiden. Verstehe ich. Ist aber - zum Glück - nicht mein Problem. :)
paxito schrieb:Ich weiß nicht wovon du sprichst.
Naja, du sprachst von "Becken" - das ist
Plural. Und im Plural existiert im Deutschen keine Genusunterscheidung, denn die Genusmarkierung beschränkt sich ausschließlich auf den Singular. Das ist eine typische Eigenheit der deutschen Sprache, siehe etwa:
Wikipedia: Genus#NumerusUnd das ist bspw. auch bei so berühmten Beispielen wie "Studierender" vs. "Studierende" oder "Forschender" vs. Forschende" so:
https://de.wiktionary.org/wiki/Studierenderhttps://de.wiktionary.org/wiki/Studierendehttps://de.wiktionary.org/wiki/Forschenderhttps://de.wiktionary.org/wiki/Forschende(spannend übrigens, wie es bei "Forschende" noch gar keinen richtigen Eintrag gibt, was sehr schön zeigt, dass wir es hier nicht mit gewohntem Sprachgebrauch zu tun haben, sondern eben Neusprech...)
Deshalb reden Genderbefürworter auch so unglaublich gerne im Plural, weil sich im Deutschen die Genera nämlich nur im Singular unterscheiden, aber nicht im Plural.
:DJa, und anschließend sprichst du plötzlich wieder vom
Singular ("...setzte sich der Bäcker durch..."). Du vermischst hier also verschiedene Kategorien des Numerus, so kommen wir nicht weiter, lass' uns doch bitte beim Singular (bspw. "der/die becke") bleiben aus o.g. Gründen.
Und wenn wir beim Singular bleiben, dann lässt sich der Genus in der Regel schlecht verstecken bzw. muss mit dem Genus dann auch
"...die Wortform anderer Wörter übereinstimmen, die sich auf das Substantiv beziehen, im Deutschen beispielsweise die Form von Artikeln, Adjektiven und Pronomen", wie man bei Wiki (Genus) nachlesen kann. Du machst es dir also sehr einfach, wenn du sagst, dass es doch "der/die becke" gab und damit haben wir eine vollständig symmetrische Form. Nö, haben wir eben nicht. Das ist ähnlich, als würde man behaupten, dass wir doch mit "der/die Studierende" eine vollständig symmetrische Form hätten. Die Endung -e ist hier in beiden Fällen gleich, weil der Artikel das Genus bereits zeigt (nennt man auch "schwache Deklination", siehe etwa die Wiktionary-Links oben), das war's im Prinzip aber auch schon. Schon bei einfachsten Sätzen wie
"ein_ Studierender hat gestern seinen Rucksack vergessen" war es das mit der "sprachlichen Gleichberechtigung". Und das wird bei "der/die becke" nicht anders gewesen sein.