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Gendern zur Pflicht machen?

15.497 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Menschen, Weiblich, Transgender ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Gendern zur Pflicht machen?

19.03.2026 um 18:01
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:laut Fussnote kommt dieser Satz aus dem Duden
Wie gesagt: ich finde nichts dergleichen im Duden

Da steht eher sowas:
Bei der geschlechtsübergreifenden Verwendung maskuliner Personenbezeichnungen ist sprachlich aber nicht immer eindeutig, ob nur männliche Personen gemeint sind oder auch andere.
Quelle: https://www.duden.de/sprachwissen/sprachratgeber/generische-verwendungsweise-maskuliner-formen

Aber ehrlich gesagt, habe ich keine Lust jetzt eine Diskussion zu führen, die bald bis ins 8 Jahrhundert nach Christus zurück geht, denn es ist völlig egal, ob du recht hast oder ich.

1) Siehe Duden Zitat
2) Sichtbarmachuung.
Zitat von soomasooma schrieb:Die Gesellschaft für Deutsche Sprache ist also ein Gendergegner-Verein?
Ich habe keine Ahnung, warum du mir das schreibst...


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Gendern zur Pflicht machen?

19.03.2026 um 18:31
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wie gesagt: ich finde nichts dergleichen im Duden
Der viel zitierte Wikipedia-Artikel zum gM referenziert darauf:
Der Duden. Grammatik. Ausgabe 1995, S. 196 f.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:2) Sichtbarmachuung.
Das Geschlecht muss ja nicht immer sichtbar gemacht werden - und da ist das generische Maskulinum doch wirklich schön anzuwenden.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ärzte (als gM gemeint) => nur Männer sichtbar da maskuline Form
Ne - in der generischen Verwendung nicht näher spezifiziert
Möglich ist Männergruppe, Frauengruppe, gemischte Gruppe - der, der die Botschaft bekommt, weiss es nicht. Und der, der die Botschaft gibt, vielleicht auch nicht oder er hält es für irrelevant.

(Und wie bekomme ich eigentlich dieses 'er' und 'der' aus diesen letzten Sätzen weg, wenn ich doch gendern möchte....)

Eindeutig eine reine Männergruppe sprachlich darzustellen ist gar nicht so einfach - dafür bräuchte es den Kontext.
Im Ggs. zu den Frauen, da reicht ein -innen an die Grundform zu hängen und schon hat man eindeutig nur Frauen benannt (quasi mit Ausufezeichen),
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ärzte und Ärztinnen => Männer und Frauen sichtbar
ja, beide Geschlechter gleichberechtigt nebeneinander
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Ärzt*innen => alle sichtbar
Es gibt Gründe, warum dies schwierig werden kann:
Beurteilung durch die GfdS

Das Gendersternchen wird von der Gesellschaft für deutsche Sprache nicht empfohlen. ....verursacht nicht wenige grammatische Probleme, wenn das Sternchen oder gar die ganze Endung weggelassen wird:

Dies ist der Fall bei Umlautungen: nicht: Ärzt*in, Bauer*in.
Problematisch ist es auch, wenn weibliche und männliche Form unterschiedliche Endungen haben, zum Beispiel bei flektierten Formen: nicht: Kolleg*in, Ärzt*innen, den Schüler*innen.
Schwierig wird es, wenn zum Substantiv ein Artikel, ein Possessivpronomen oder ein attributives Adjektiv tritt, da hier oftmals keine Endung angehängt werden kann oder bei Weglassen der angehängten Form kein grammatisch korrekter Ausdruck mehr entsteht: besser nicht: die*der Schüler*in und ihre*seine Eltern, ein*e gute*r Schüler*in.
Solche Fälle werden grammatisch oft wie das generische Femininum behandelt: besser nicht: die Schüler*in und ihre Eltern.
Diese Lösung ist nicht geschlechtergerecht, denn hier wird das andere Geschlecht nicht explizit angesprochen, sondern ist nur „mitgemeint“. Die Kritik, die am generischen Maskulinum geübt wird, trifft hier ebenfalls zu. Eine Gleichbehandlung, um die es bei geschlechtergerechter Sprache geht, ist beim generischen Femininum so wenig gewährleistet wie beim generischen Maskulinum.
Quelle:

https://gfds.de/standpunkt-der-gfds-zu-einer-geschlechtergerechten-sprache/


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19.03.2026 um 18:40
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:was ihr da veranstaltet ist einfach lächerlich.
Fühle ich.....die Diskussion ist teilweise wirklich absurt und ich sehe auch nicht das es zu einem Ergebnis führt, aber das mitlesen ist schon recht amüsant.

War hier überhaupt schon mal jemand aktiv dabei der sich durch den aktuellen Sprachgebrauch ernsthaft diskriminiert gefühlt hat :ask:


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Gendern zur Pflicht machen?

19.03.2026 um 18:43
Zitat von suffelsuffel schrieb:der sich durch den aktuellen Sprachgebrauch ernsthaft diskriminiert gefühlt hat
Bestimmt. Ich nenne keine Namen.
Ich gehöre ja zu der Fraktion, die dem gM etwas positives abgewinnen kann :-)

Irgenwie finde ich es halt lustig, wieviele Reglungen gerade parallel angewendet werden. Und ich bin sehr froh, dass es mich im Beruf nicht trifft. Und privat eigtl. auch nicht, glaube ich.


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19.03.2026 um 18:51
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Bestimmt. Ich nenne keine Namen.
Ich gehöre ja zu der Fraktion, die dem gM etwas positives abgewinnen kann :-)

Irgenwie finde ich es halt lustig, wieviele Reglungen gerade parallel angewendet werden. Und ich bin sehr froh, dass es mich im Beruf nicht trifft. Und privat eigtl. auch nicht, glaube ich.
Muss dann wohl schon was länger her sein hätte mich mal interessiert was da genau das problem ist.

Wie gesagt ich bleib da einfach beim normalen weg wir denke ich mal 99% der leute insgesamt auch.


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19.03.2026 um 18:54
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:sind andere Geschlechter nicht sichtbar.
Das ist so nicht richtig. Denn wirklich sichtbar ist kein Geschlecht bei einem Wort. Die deutsche Sprache basiert nicht auf Naturgesetzen oder ist so vom Himmel gefallen. Sie hat sich entwickelt und basiert auf Vereinbarungen. Das * hat auch kein Geschlecht. Es ist lediglich eine Vereinbarung. Also vereinbaren wir doch einfach dass das gM in erster Linie Geschlechtsneutral ist und im Zweifel sind alle Geschlechter gemeint. Niemand wird bevorzugt sprachlich.


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Gendern zur Pflicht machen?

19.03.2026 um 19:08
Zitat von AniaraAniara schrieb:Denn wirklich sichtbar ist kein Geschlecht bei einem Wort.
Durch das Suffix -in (singular)/-innen (plural) werden explizit immer nur Frauen angesprochen.
Und in einem Kontext, in dem dies eigentlich egal ist, ob es um Frauen geht oder nicht, empfinde ich so, dass das FRAU-sein überbetont wird - es ist quasi mit Ausrufezeichen gesetzt. Es kann auch leicht etwas mitschwingen, was man gar nicht so mag.

Wie: "In der letzten Stunde hatte ich 8 Kundinnen zu bedienen, und 2 davon waren so nervig, das kannst Du Dir nicht vorstellen ."(Unterton: nervige Weiber halt).
"Die Taxifahrerin gestern hatte echt eine Zahn drauf, ich wollt ja nix sagen, aber so wohl habe ich mich ja nicht gefühlt." (Unterton:Frau am Steuer und dann rast die auch noch so).
"Meine Küche ist angeliefert worden, die 2 Küchenbauerinnen haben das echt ordentlich gemacht, ich hab denen auch ein gutes Trinkgeld gegeben." (Unterton: hätte ich von 2 Frauen jetzt gar nicht so erwartet).
Da würde ich ein geschlechtsübegreifendes gM lieber: 'Die Firma Weber hat gute Mitarbeiter, kann ich empfehlen.'

Wenn es spezifisch - oder konkret (welchen Ausdruck man bevorzugt) um eine Frau geht, kommt es eher hin.
Aber manchmal auch nicht.


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19.03.2026 um 20:40
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Wie gesagt, das mit der Sichtbarkeit ist keine Frage von Meinungen oder Interpretationen, sondern schlicht ein Faktum.
Faktum ist auch, dass das Gendern Frauen noch viel unsichtbarer macht, wenn man dieser unsäglichen Sichtbarkeitsideologie überhaupt folgen mag. Aufgabe und Leistung des generischen Maskulinums ist es mitunter gerade Dinge ohne jeden Geschlechtsbezug ausdrücken zu können. In den meisten Kontexten, also da, wo das Maskulinum generisch verwendet wird, abstrahiert das generische Maskulinum vollständig vom Geschlecht. Bei "ich gehe zum Bäcker" ist Geschlecht überhaupt kein Thema. Die Funktion, die Aufgabe, der Beruf steht im Fokus. Man denkt nicht einmal an Personen. Bei den Genderformen wird das Geschlecht und seine Unterschiedlichkeit ja gerade betont. Wer da "Sichtbarkeit" fordert, schafft sie auch, und zwar auch da, wo Geschlecht keine Rolle spielt oder spielen sollte. Aus der Aussage "ich gehe zum Bäcker" bei der niemand, wirklich niemand an Geschlecht denkt, werden bei "ich gehe zum/r (da geht es schon los) Bäcker*in" plötzlich nur noch Personen, die ein Geschlecht haben und zwar ein Geschlecht, dass in diesem Kontext so relevant ist, dass man es explizit formulieren muss. Man abstrahiert nicht mehr geschlechtslos auf die Funktion. Das passiert bei diesen unsäglichen Doppelnennungen genauso. Wo "Mieter" völlig geschlechtslos ist, auch juristische Personen umfassen kann, werden "Mieterinnen und Mieter" nur noch Männer oder Frauen. Wo Frauen keine Bäcker sondern nur Bäckerinnen sein können wird postuliert, dass Männer vom Mars und Frauen von der Venus stammen und in jedem Kontext absolut was anderes sind.

Gendern ist durch diese Betonung der geschlechtlichen Unterscheidung hochgradig sexistisch und gendern erzeugt erst, was es zu bekämpfen vorgibt. Denn das generische Maskulium werdet ihr nie los, alleine in allen Bestandstexten ist es vorhanden. Es ist völlig kontraproduktives Luftanhalten und "ich will aber".

https://www.tagesspiegel.de/kultur/gendern-macht-die-diskriminierung-nur-noch-schlimmer-4192660.html

Die Niederländer sind dazu übergegangen die weiblichen Formen abzuschaffen. Das ist der sinnvollere Weg, statt Frauen aus der Grundform herauszudefinieren, macht man deutlich, dass die Grundform geschlechtslos ist. Wer "Sie ist Autor" sagt, trägt dazu bei, dass man die Grundform auch weiter generisch versteht und macht Frauen dadurch sichtbarer als alles Gendern je könnte und das hat darüberhinaus auch den Charme, dass dies nicht diese Art von Reaktanz erzeugt, wie es da Gendern tut, weil es eben auch nicht so dysfunktional wie das Gendern wäre.


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Gendern zur Pflicht machen?

20.03.2026 um 07:41
Zitat von RerunRerun schrieb:"ich gehe zum Bäcker" ist Geschlecht überhaupt kein Thema. Die Funktion, die Aufgabe, der Beruf steht im Fokus. Man denkt nicht einmal an Personen.
eben, deswegen auch ein schlechtes Beispiel
Zitat von RerunRerun schrieb:Aus der Aussage "ich gehe zum Bäcker" bei der niemand, wirklich niemand an Geschlecht denkt, werden bei "ich gehe zum/r (da geht es schon los) Bäcker*in" plötzlich nur noch Personen, die ein Geschlecht haben und zwar ein Geschlecht, dass in diesem Kontext so relevant ist, dass man es explizit formulieren muss.
nee, eben nicht, denn es geht um die Örtlichkeit, wie schon 1000mal dargelegt. Aber schön, dass Du es wiederholt bestätigst, dass diese Aussage nix mit Personen zu tun hat.

Und zu den Niederlanden: was sich da unterscheidet ist, dass es es keinen unterschiedlichen Artikel für weibliche und männliche Substantive gibt.
Sollte man vielleicht bedenken.


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Gendern zur Pflicht machen?

20.03.2026 um 09:30
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:denn es geht um die Örtlichkeit
bei "ich gehe zum Bäcker" hast du Recht., schlechtes Beispiel.

Rerun hätte lieber "Arzt" als Beispiel nehmen sollen.
Wenn man diesen hier einfügen würde, anstatt Bäcker, passt es nämlich:
Zitat von RerunRerun schrieb:Aus der Aussage "ich gehe zum Bäcker" bei der niemand, wirklich niemand an Geschlecht denkt



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20.03.2026 um 10:04
Zitat von TussineldaTussinelda schrieb:nee, eben nicht, denn es geht um die Örtlichkeit, wie schon 1000mal dargelegt.
Und woher soll man wissen das es um die Örtlichkeit geht und nicht um die Person? Das ist doch ziemlich kompliziert und gar nicht eindeutig klar.


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Gendern zur Pflicht machen?

20.03.2026 um 10:06
Zitat von RerunRerun schrieb:Bäcker" ist Geschlecht überhaupt kein Thema.
vollkommen richtig!

wird aber aus einer bestimmten ecke ideologisch missbraucht.
in völlig sexistischer übertreibung, bar jeder grundlage, will man die leute neuerdings
zu einer total unmöglichen sprache zwingen/ dirigieren.

dieses feministische elend gilt es einzudämmen; sowas gehört auf den müll!.


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Gendern zur Pflicht machen?

20.03.2026 um 12:47
Zitat von AniaraAniara schrieb:Das ist so nicht richtig.
Doch, das ist absolut richtig.
Zitat von AniaraAniara schrieb:Also vereinbaren wir doch einfach dass das gM in erster Linie Geschlechtsneutral ist
Leider ist es eben nicht geschlechtsneutral, wie ich die wieder und wieder zu erklären versuche.

Es ist ein Maskulinum!
Geht das aus ideologischen Gründen nicht in deinen Kopf, oder ignorierst du das einfach?
Zitat von Alien_pnsAlien_pns schrieb:in völlig sexistischer übertreibung, bar jeder grundlage, will man die leute neuerdings
zu einer total unmöglichen sprache zwingen/ dirigieren.
Was für ein feindseliger bullshit.

Warum könnt ihr nicht einfach gegen das Gendern sein?

Warum müsst ihr so viel dummen bullshit drum herum erfinden?


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Gendern zur Pflicht machen?

20.03.2026 um 13:17
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Warum könnt ihr nicht einfach gegen das Gendern sein?
Laut aktueller Ergebnisse der Umfrage sind das ja 93% derjenigen die abgestimmt haben also die sehr sehr große Mehrheit :Y:


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20.03.2026 um 18:10
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:
Zitat von AniaraAniara schrieb:Also vereinbaren wir doch einfach dass das gM in erster Linie Geschlechtsneutral ist
Leider ist es eben nicht geschlechtsneutral, wie ich die wieder und wieder zu erklären versuche.

Es ist ein Maskulinum!
Ein generisches.
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Leider ist es eben nicht geschlechtsneutral, wie ich die wieder und wieder zu erklären versuche.
Nicht geschlechtsneutral in der Verwendung?
Verlink mal bitte, wo Du es erklärt hast.


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Gendern zur Pflicht machen?

20.03.2026 um 18:39
Zitat von GrouchoGroucho schrieb:Leider ist es eben nicht geschlechtsneutral, wie ich die wieder und wieder zu erklären versuche.
Deswegen habe ich doch gesagt das wir uns einfach darauf einigen sollten, ab sofort ist es in erster Linie Geschlechtsneutral und bezieht sich nur im besonderen Kontext rein auf Männer.


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Gendern zur Pflicht machen?

20.03.2026 um 19:02
Zitat von AniaraAniara schrieb:ab sofort ist es in erster Linie Geschlechtsneutral und bezieht sich nur im besonderen Kontext rein auf Männer.
Warum ab sofort :D - das generische Maskulinum gab es schon im Althochdeutschen ......
Um die Frage nach dem Alter des generischen Maskulinums zu klären, haben die Verfasser allgemeine Personenbezeichnungen (Gast, Nachbar, Freund, Lügner) näher untersucht. Sie weisen nach, dass das generische Maskulinum seit dem Althochdeutschen belegt und im Grammatiksystem des Deutschen verankert ist. Sie können zeigen, »dass die Generezität maskuliner Nomina, also die Möglichkeit, geschlechtsabstrahierend zu interpretieren, entgegen einer weitverbreiteten Ansicht seit althochdeutscher Zeit belegt ist und nicht auf soziale Bedingungen (z. B.) die Tatsache, dass Frauen in sog. Männerdomänen Einzug gehalten haben) zurückgeführt werden kann« (Trutkowski/Weiß 2022a: 35).
Quelle:https://gfds.de/generisches-maskulinum-eine-historisch-junge-konvention-des-sprachgebrauchs/

Und das hier liest sich auch sinnvoll:
Gendern spezifiziert, d.h. macht das Geschlecht (Sexus) sichtbar bzw. betont die Bedeutung des Geschlechts (Sexus).
Das gM dagegen ist unspezifisch, sprich, die benannten Personen werden unabhängig von ihrem Geschlecht (Sexus) beschrieben.

Und ja nach Situation kann das eine oder das andere mehr geeignet sein.
Das ist das, was ich für mich mitnehme.
All das deutet darauf hin, dass das Gendern mitnichten ein integrativer Teil des Deutschen ist. Und das ist auch nicht wirklich schlimm: Denn ob die sprachliche Repräsentation der Geschlechter durch gegenderte Wortformen oder durch generische Maskulina stattfindet, ist, rein praktisch gesehen, egal: Während gegenderte Formen wie Lehrer*innen auf Lehrer aller möglichen Geschlechter verweisen, verweist das generische Maskulinum Lehrer auf Lehrer unabhängig von deren Geschlecht. Der Bedeutungsinhalt (Spezifikation aller Geschlechter vs. Unterspezifikation von Geschlecht) variiert, der Bedeutungsumfang (im Sinne von „wer ist gemeint?“) aber ist derselbe und erstreckt sich gleichermaßen auf Männer, Frauen und nicht binäre Personen. Warum also, fragt man sich mit Goethe: „Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah.“
Quelle: https://www.welt.de/kultur/article238287549/Gendern-und-Grammatik-Seit-1000-Jahren-koennen-Frauen-auch-Freunde-sein.html?cid=socialmedia.email.sharebutton


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Gendern zur Pflicht machen?

23.03.2026 um 17:43
Eine Frage in die Runde. Bin gerade auf folgendes Problem gestoßen.
Wie gendert man es richtig?

der Boss (im Sinne von Chef)

Bossin? Bosserin?
Klingt beides ziemlich schräg.


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Gendern zur Pflicht machen?

23.03.2026 um 17:57
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Wie gendert man es richtig?

der Boss
ein gutes Beispiel 👍
denke mal, Genderfreunde werden das vielleicht auf Krampf tatsächlich gendern, egal obs schräg klingt 😉

Und da schlage ich doch wenigstens Bossi vor 😃
Niedlich wäre auch Bossiline, aber etwas lang 😃


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Gendern zur Pflicht machen?

23.03.2026 um 18:09
Zitat von RerunRerun schrieb am 19.03.2026:Faktum ist auch, dass das Gendern Frauen noch viel unsichtbarer macht,
Und zwar so offensichtlicher bullshit, dass ich mir nicht mal die Mühe mache, das zu erklären.
Einfach nur ein grunddummer Satz!
Gendern ist durch diese Betonung der geschlechtlichen Unterscheidung hochgradig sexistisch und gendern erzeugt erst, was es zu bekämpfen vorgibt.
Sexistisch?
Na, da bin ich aber auf die Erklärung/Begründung gespannt.
Zitat von Jan_Jan_ schrieb:Nicht geschlechtsneutral in der Verwendung?
Verlink mal bitte, wo Du es erklärt hast.
Echt jetzt?
Auch du müsstest das nun schon öfter von mir gehört haben:

Beitrag von Groucho (Seite 769)
Beitrag von Groucho (Seite 769)

Reicht das für's Erste?
Zitat von Dr.DoyleDr.Doyle schrieb:Wie gendert man es richtig?

der Boss (im Sinne von Chef)
Die Chefin oder die Vorgesetzte


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