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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

6.785 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Abtreibung ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:01
Zitat von gastricgastric schrieb:Daher ist es eigentlich so enrom wichtig das ganze im vorfeld zu klären.
Richtig, da stimme ich dir zu.

Ich kenne bisweilen nur Frauen, die haben über des Mannes Kopf hinwegentschieden. Am Besten ist es doch eh, wenn man sich solch eine Frage überhaupt nicht erst stellen muss, weil man genug Eigenverantwortung besitzt, es garnicht so weit kommen zu lassen.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:07
@Kältezeit
Die eine dame hatte ne spirale und ist dennoch schwanger geworden. Wer sex hat muss mit schwangerschaft rechnen. Verhütung hin oder her. Da hilft auch keine eigenverantwortung.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:11
@Kältezeit
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Ich könnte auch sagen, ab dem Punkt, an dem das Schmerzsystem einwandfrei funktioniert.
Ich würd mal sagen, das ist auch erst nach der Geburt der Fall. Kannst Du den Zeitpunkt auch - wenn auch nur ungefähr - in Wochen angeben? Ich meine, einen irgendwie meßbaren Zeitpunkt braucht es ja.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:11
@gastric
Jaja, immer sind's die ganzen Ausnahmen, die dann doch schwanger werden, ohne Verhütungsfehler und Co.

Die Abtreibungsrate ist 2016 wieder gestiegen, obwohl es immer mehr Verhütungs-Methoden gibt und diese auch stetig verbessert werden. Deswegen halte ich eine Diskussion darum: "man kann zu 0,01 % trotzdem schwanger werden, 11elf" nicht für zielführend.

Bei knapp 100.000 Schwangerschaftsabbrüchen müssen da ziemlich viele Mittelchen nicht funktioniert haben...


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13.02.2017 um 16:13
Jaja . . . und am Ende bleibt es dann doch wieder bei Herrn Vasektomias hängen . . . ;)


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13.02.2017 um 16:14
Zitat von stereotypstereotyp schrieb:Ich würd mal sagen, das ist auch erst nach der Geburt der Fall. Kannst Du den Zeitpunkt auch - wenn auch nur ungefähr - in Wochen angeben? Ich meine, einen irgendwie meßbaren Zeitpunkt braucht es ja.
Man hat das sogar schon ziemlich gut erforscht: https://www.welt.de/gesundheit/article140798874/Schon-Ungeborene-koennen-Schmerz-empfinden.html

Deswegen empfinde ich auch diese ganzen Spätabtreibungen als sehr kritisch.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:23
@Kältezeit
Ja gut. In dem Artikel geht es um den Schmerz von Neugebohrenen und Frühgeborenen. Also gut, Föten können also Wochen vor der Geburt Schmerzen empfinden (ich glaub dem Artikel mal. Obwohl ich gestern ganz schön auf die Nase gefallen bin, weil ich das geglaubt habe, was in einem Welt-Artikel steht). Eigentlich müsste da zeitlich noch genug Puffer zu Spätabtreibungen sein.
Aber mam braucht doch trotz allem einen Zeitpunkt, ab wann es nicht mehr ok ist. Und der muss doch irgendwie messbar sein.


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Rao ehemaliges Mitglied

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13.02.2017 um 16:33
Schmerzempfindung beginnt dann, wenn das zentrale Nervensystem so lala ausgereift ist. Mindestens in der 18. Lebenswoche (Beginn 5. Monat). Laut fixem Googeln auf spiegel.de zu Therapien im Mutterleib.


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Rao ehemaliges Mitglied

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13.02.2017 um 16:38
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Deswegen empfinde ich auch diese ganzen Spätabtreibungen als sehr kritisch.
Anders als in anderen Ländern (USA) werden in D. Spätabtreibungen nach viel strengeren Kriterien bewertet als die normalen die früher stattfinden, eben aus diesem Grund. Da geht es dann wirklich nach Lebensbedrohung für die Mutter oder unzumutbaren Schädigungen des Kindes, wenn es höchstwahrscheinlich sowieso nicht (lange) lebensfähig wäre.  Wenn eine Frau bis kurz vor Geburt ausgetragen hat, gibt es sonst keinen rationellen Grund mehr, dann auf die letzte Minute noch eine Abtreibung zu machen.


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apart ehemaliges Mitglied

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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:41
ab wann faengt eine frau eig an zu realisiern oder ab wann beginnt das in der schwangerschaft mit den ganzen hormonen?
kann man sagen dass psychisch gesehn eine frau bei einer abtreibung stabiler is als eine die ein baby zur welt bringt das danach verstarb?
ich denke je laenger man den bauch hat und es mit sich traegt, entwickeln sich doch so bindungsgefuehle erst in den spaeteren monaten oder???


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Rao ehemaliges Mitglied

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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:46
http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/abtreibung-zahl-der-schwangerschaftsabbrueche-2015-gesunken-a-1081428.html Zahlen 2015, in 2016 (zumindest 3. Quartal laut erstem gefundenen Link) wieder geringfügig angestiegen, aber bei weitem nicht so hoch wie 2001. Was zweifellos auch auf familienpolitische Maßnahmen (insbesondere heute bessere Kinderbetreuung als 2001 und Elternurlaub) zurückzuführen ist, bei steigenden Geburtenraten (1,35 in 2001, 1,47 in 2014).


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Rao ehemaliges Mitglied

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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:52
Zitat von apartapart schrieb:ab wann faengt eine frau eig an zu realisiern oder ab wann beginnt das in der schwangerschaft mit den ganzen hormonen? kann man sagen dass psychisch gesehn eine frau bei einer abtreibung stabiler is als eine die ein baby zur welt bringt das danach verstarb? ich denke je laenger man den bauch hat und es mit sich traegt, entwickeln sich doch so bindungsgefuehle erst in den spaeteren monaten oder???
Das mit der Bindung hängt absolut davon ab, ob das Kind ein Wunschkind ist oder total ungewünscht. An Wunschkindern hängen die Frauen von der Zeugung bis zur Bahre (falls Fehlgeburt) und sind oft todunglücklich und untröstlich, wenn es abgeht, bei unerwünschten Schwangerschaften, vor allem wenn Schwangerschaft "nicht erlaubt" ist (Minderjährige, Partner von der Familie nicht akzeptiert) wird dagegen zuweilen bis zur Geburt verdrängt, was nicht sein darf. Weshalb auch nie für Außenstehende vorherzusagen ist, wie eine Frau mit einer Abtreibung zurechtkommt, wobei es auch da entscheidend ist, ob die von außen aufgezwungen wurde (Partner will kein Kind und droht mit Trennung) oder selbstgewählt wurde, ggf. gegen die Meinung des Partners.


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Abtreibung - Pro-Life vs. Pro-Choice

13.02.2017 um 16:59
@apart

"Das mit den Hormonen" bei der Mutter beginnt ab der Einnistung der befruchteten Eizelle; also 6 bis 10 Tage nach Befruchtung.


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13.02.2017 um 17:03
Zitat von RaoRao schrieb:vor allem wenn Schwangerschaft "nicht erlaubt" ist (Minderjährige, Partner von der Familie nicht akzeptiert) wird dagegen zuweilen bis zur Geburt verdrängt, was nicht sein darf. Weshalb auch nie für Außenstehende vorherzusagen ist, wie eine Frau mit einer Abtreibung zurechtkommt, wobei es auch da entscheidend ist, ob die von außen aufgezwungen wurde (Partner will kein Kind und droht mit Trennung) oder selbstgewählt wurde, ggf. gegen die Meinung des Partners.
Boah. Was für ein Horror. Was für eine Tortur. Ich wag es kaum, mir das vorzustellen.


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13.02.2017 um 17:21
@Rao
Nein, nicht bei allen unerwünschten Schwangerschaften ist das so bzw. was verstehst du unter "unerwünscht"? Schließt das auch jene mit ein, die eigentlich garnicht schwanger werden wollten, für die aber Abtreibung nicht infrage kommt und die sich denken, dass es schon irgendwie klappen wird? 


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Rao ehemaliges Mitglied

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13.02.2017 um 17:25
Ich schreibe nie "das ist für alle so". Manchmal ist das Kind unerwünscht und es entsteht trotzdem eine Bindung. Kann man nie über einen Kamm scheren, die eine Frau so und die andere obwohl in gleichen Verhältnissen ganz anders. Jede nach ihrem eigenen Wesen. Individuell eben.


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13.02.2017 um 17:29
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Jaja, immer sind's die ganzen Ausnahmen, die dann doch schwanger werden, ohne Verhütungsfehler und Co.
Damit wollte ich eigentlich nur sagen, dass eigenverantwortung fürn arsch ist, wenn die kacke nicht wirkt. Und wenn du noch den beitrag von mir im kopf hast, in dem ich geschrieben habe, dass beide verantwortlich sein sollten und nicht nur ein part, dann kannste noch ein "doppelt hält besser" hinten dran hängen.
Zitat von KältezeitKältezeit schrieb:Bei knapp 100.000 Schwangerschaftsabbrüchen müssen da ziemlich viele Mittelchen nicht funktioniert haben...
Eher ziemlich wenige. Ich verwette meinen hintern, dass 2016 deutlich öfter geschlechtsverkehr ohne schwangerschaftsfolge stattgefunden haben wird, als läpische 100.000 mal oder aber, dass jede frau, die aufgrund des versagens der verhütung (aus welchen gründen auch immer) direkt abtreibt. Mir zumindest ist durchaus klar, dass da die ein oder andere frau hockt, weil sie es mit verhütung nicht sooo genau genommen hat. Die gründe sind natürlich vielfältig, dennoch hilft eigenverantwortung allein auch nicht. 


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apart ehemaliges Mitglied

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13.02.2017 um 17:52
@-Leela-
ach krass dass ne frau merkt bzw spuert wenn sie schwanger is, habe ich schon gelesen aber ists echt so dass man nach ablaufn der zeit nen klick kriegt und man merkt "ich bin schwanger"?

wenn dem so waere dann duerfte es doch sowas wie "ich wusste nich das ich schwanger bin und bin mit bauchschmerzen ins krankenhaus. vor ort stellten die aerzte fest: ich bin schwanger"....

ich kann es mir nich vorstellen das man spaetestens nach max 4 monaten immer noch nich gerafft hat schwanger zu sein? man frisst doch mehr? gelueste nach kuriosesten sachen? viel pullern? traenennahe? irgendwas davob was halt sonst im leben der frau nich so vorkommt?

ab wann kann man eig abtreiben? man muss ja vorher noch son gespraech fuehrn gä? ist sowas nach zwei wochen zb schon "erledigt"?
versteht mich nich falsch ich hatte in der berufschule ein junges ding die abgetrieben hat und is ja kla dass ich da nich hinrenne und durchloechern will aber mich interessiert das wirklich? gibts ne nachbehandlung inform von therapie? oder ists zu kostspielig und wenn die frau spaeter meint sie kanns doch nich verkkraften, sollse sich eigenstaendig drum kuemmern.
kriegt man medis gegen schmerzen oder auch fuer die psyche??

kann es sein dass man den mentalen zustand von frauen unterschaetzt die sowas hinter sich bringen?


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Rao ehemaliges Mitglied

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13.02.2017 um 18:01
Bei "fülligen" Frauen, die von Natur aus eine sehr unzuverlässige Periode haben, kann es durchaus passieren, daß die bis zur Geburt nix merken, denn dick sind sie sowieso und wenn sie noch ein bißchen zulegen merken die das gar nicht, Bewegungen des Kindes werden Darmbewegungen zugeschrieben (Blähungen etc.), und es gibt auch Frauen, die trotz Schwangerschaft weiterhin Monatsblutungen haben. In der Biologie gibt es fast nichts was es nicht gibt, sogar Ärzte staunen immer wieder.


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13.02.2017 um 18:14
@Rao
Ich habe es schon oft erlebt, dass Frauen erst ab dem 5./6. Monat am Bauch richtig zulegten.  Vorher war eine Schwangerschaft nicht erkennbar, obwohl gertenschlank. 

Und die Periode tritt in einigen Fällen auch noch auf. Spätestens aber ab dem Zeitpunkt, an dem es im Bauch anfängt zu treten, sollte man es eigentlich bemerken. 


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