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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

4.589 Beiträge, Schlüsselwörter: Drogen, Sucht, Gesetze, Stadt, Konsum, Cannabis, Abhängigkeit, Rauschgift, Volker Beck

Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 16:37
groucho schrieb:Die eigentliche Behauptung war ja, wenn der Anbau auch legal ist, dann fallen die Preise im Gegensatz zu den Niederlanden, wo der Anbau illegal ist.
Entkernt man die Aussage, bleibt: Eigenanbau ist billiger als Import.
Ja sorry, soweit bin ich hier im Thread nicht zurück und hab mich nur auf dein letztes Posting bezogen ;) Als Gründe sehe ich wie Du gestiegener Wettbewerb und eben auch der Wegfall des Risikozuschlags eines Händlers fürs Verkaufen von illegalen Produkten.


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18.04.2016 um 16:39
Purusha schrieb: Als Gründe sehe ich wie Du gestiegener Wettbewerb
Genau.
Purusha schrieb:und eben auch der Wegfall des Risikozuschlags eines Händlers fürs Verkaufen von illegalen Produkten.
Ich hätte das jetzt nicht Risikozuschlag genannt. Der Zuschlag kommt mMn zu Stande durch ein "mehr" an Zwischenhändlern. Jeder schlägt für sich halt noch was drauf.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 16:43
groucho schrieb:Der Zuschlag kommt mMn zu Stande durch ein "mehr" an Zwischenhändlern. Jeder schlägt für sich halt noch was drauf.
Das auch. Aber da ich im Land der Kiffer lebe und hier jeder irgendeinen kennt, der das Zeug auch vertickt, weiss ich aus erster Hand, dass da immer ein Risikozuschlag erhoben wird. Die zu erwartendende Busse bei Erwischtwerden ist da mMn meistens im Preis mit eingerechnet..


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 16:57
@Purusha
Purusha schrieb: Aber da ich im Land der Kiffer
Meinst du damit Holland, oder dass Du ein sehr entspanntes Umfeld hast?


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Aldaris
ehemaliges Mitglied

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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 17:14
@mchomer
mchomer schrieb:Doch ich befürchte, das würde die Situation eher verschärfen, statt bessern.
Denn die großen Fische würden sich auch von einer Legalisierung nicht abschrecken lassen.
Eher im Gegenteil, Wettbewerb belebt das Geschäft. Und schaut man nach Mexiko, bekommt man vielleicht eine Idee davon, was das alles im Bereich des möglichen liegt.
Diese Aussage ergibt für mich keinen Sinn. Die Kartelle in Mexiko und anderswo sind deshalb so mächtig, weil sie von den Verboten profitieren, indem sie den Drogenhandel kontrollieren Durch eine Legalisierung würde diesen Kartellen die Geschäftsgrundlage entzogen. Gerade Mexiko ist ein Paradebeispiel dafür, wie verheerend die repressive Drogenpolitik wirkt. Dort sind übrigens in den letzten zehn Jahren mehr Menschen in den Drogenkriegen umgekommen als im gesamten Krieg in Afghanistan.
mchomer schrieb:Aber was ist mit den großen Fischen?
Dürfen die weiterhin ihr, nun sogar, (für den Konsumenten) legales Zeug verkaufen? Dürfen sie es nicht mehr, sondern nur noch der Staat bzw. entsprechende Einzelhändler? Müsste man sich zertifizieren, um Drogen legal verkaufen zu dürfen? Würden trotzdem bestimmte Stoffe weiterhin verboten?
Der Staat muss als Monopolist auftreten. Selbstverständlich darf dieser den Mafiastrukturen nicht mehr den Handel, die Produktion und den Verkauf überlassen, sondern allerhöchstens lizenzierten Herstellern hinsichtlich der Produktion/des Anbaus.

Das Problem dürfte sich aber ganz von selbst erledigen, da die Preise für Kokain und Heroin beispielsweise massiv fallen werden - logisch. Schließlich fallen Gewinnmargen und Risikoaufschläge vollkommen weg. Zudem kann man bei dem Staat als Verkäufer davon ausgehen, dass die Ware nicht verunreinigt ist und aus dem besteht, wofür es deklariert wurde. Da verhindert im besten Fall Überdosierungen und Vergiftung durch sonst beigemischte Streck-Substanzen wie Strychnin.
mchomer schrieb:Und vor allem, wer darf kaufen?
Der Jugendschutz hat bei einer Legalisierung selbstverständlich weiterhin allerhöchste Priorität. Man könnte über eine Altersgrenze von 18 oder 21 Jahren nachdenken.
mchomer schrieb:Darf eine öffentliche Stelle dann einem krankhaft abhängigen Menschen ohne den Gedanken, wirklich helfen zu wollen, einfach legal den Stoff verkaufen?
Meiner Vorstellung nach sollen solche Stellen nicht nur als reiner Shop fungieren, sondern gleichzeitig Hilfsleistungen für Süchtige anbieten. Mit den Steuereinnahmen, die einerseits dadurch gespart werden, dass man sich vielfach Strafverfolgung, Anklagen, Inhaftierungen und ähnliches spart und andererseits durch die Einnahmen durch den Verkauf, lassen sich gezielter und mit mehr Ressourcen Hilfsprogramme aufbauen und anbieten - eben auch vor Ort. Idealerweise werden Konsummuster und ähnliche Daten der Kunden abgespeichert - natürlich auf vertraulicher Basis. So ließen sich Verschlechterungen des Zustandes und Warnzeichen schneller erkennen. Entsprechend könnte man mit den Konsumenten in einer vertraulichen Atmosphäre die Probleme angehen, ohne dabei mit der Angst vor juristischen Sanktionen rechnen zu müssen oder dem Druck, auf den Strich zu gehen oder sich anders Geld zu beschaffen, um irgendwo auf dem Schwarzmarkt 'Stoff aufzutreiben'.

Derzeit gibt es bereits Programme für schwerst Abhängige, z.B. Methadonprogramme. Für diese Patienten ist meist allerdings schon zu spät. In der Phase kommen die wenigsten nochmal weg davon.
mchomer schrieb:Und dann sehe ich noch folgendes Problem:
es ist ja nicht so, als wären die staatliche Behörden besonders effektiv darin, andere Verbrechen zu bekämpfen (siehe z.B. Einbrüche). Ganz gleich, ob es um Prävention von Konsum von legalen Drogen geht, noch wenn es um die Verfolgung von Strafdelikten geht.
Auch im Falle einer Legalisierung wäre dies der Fall.
Das verstehe ich nicht. Der Staat wird erstmal entlastet, weil er nicht mehr jeden Konsumenten strafrechtlich verfolgen muss. Das belastet Gerichte und Exekutive massiv. Bei einer Legalisierung werden sehr viele Ressourcen gespart, die man woanders sinnvoller einsetzen kann.
mchomer schrieb:Der goldene Weg ist die aktuelle Politik nicht.
Weder ist die aktuelle Politik der goldene Weg, noch ist sie irgendwie erfolgreich. Ich hatte dir ja einige Links zur Verfügung gestellt, aus denen du die elementaren Probleme herauslesen und auch die Kritik von prominenter und wissenschaftlicher Seite zu Gemüte führen kannst.
mchomer schrieb:Aber ich befürchte, weder die Gesellschaft und noch viel weniger die Politik wäre in der Lage, eine vollständige Legalisierung der Drogen so zu gestalten, dass dies keine enormen negativen Konsequenzen hätte.
Wie gesagt, es wäre ein Novum und bedarf sicherlich eines gewissen Entwicklungs- und Transformationsprozesses. Deshalb braucht es offene Diskussionen darüber. Die gibt es zumindest in der Politik so gut wie gar nicht. Das hat leider vor allem damit zu tun, dass man festgefahren ist und häufig mit Halbwissen glänzt. Man sieht den 'Junky' eben in erster Linie als Kriminellen, den man wegsperren muss..


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 17:19
stereotyp schrieb:Meinst du damit Holland, oder dass Du ein sehr entspanntes Umfeld hast?
Weder noch :)

Ich mein die Schweiz, und unsere Kifferquote ist im internationalen Vergleich recht hoch. Ich selbst bin aber wie die meisten irgendwann mal aus der Sache rausgewachsen ;)


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 20:02
Aldaris schrieb:Wie gesagt, es wäre ein Novum und bedarf sicherlich eines gewissen Entwicklungs- und Transformationsprozesses. Deshalb braucht es offene Diskussionen darüber. Die gibt es zumindest in der Politik so gut wie gar nicht. Das hat leider vor allem damit zu tun, dass man festgefahren ist und häufig mit Halbwissen glänzt.
Dank deiner sehr ausführlichen Aussagen, musste ich mich bei dieser Diskussion nicht mehr beteiligen.
Deswegen mal eine kurze Frage zur derzeitigen Drogenbeauftragten.
Wie ist es eigentlich möglich, dass eine Frau wie Marlene Mortler, unsere Drogenbeauftragte ist? Wie kann man in der heutigen Zeit eigentlich wirklich etwas verändern?
Was denkst du ist für das Umdenken nötig?


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18.04.2016 um 20:45
Millionen von Abhängigen, Zehntausende Tote, rechtsfreie Räume in Lateinamerika und noch immer satte Gewinne für die Verbrechersyndikate - der "Krieg gegen die Drogen" kann als gescheitert betrachtet werden. Seit den 1970er Jahren versucht die Weltgemeinschaft, dem Problem mit einer militärisch-repressiven Strategie Herr zu werden. Vor allem die USA haben Milliarden Dollar in den Kampf investiert - mit kaum messbarem Erfolg.
Bei der Sondervollversammlung der Vereinten Nationen vom 19. bis 21. April in New York könnte es zu einem radikalen Kurswechsel in der internationalen Drogenpolitik kommen. Vor allem die von der organisierten Kriminalität besonders betroffenen Länder Lateinamerikas dringen auf eine neue Strategie.
http://www.stern.de/panorama/stern-crime/drogen--ein-neuer-krieg-gegen-den-illegalen-handel-6800812.html


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 21:41
@groucho

Weißt du eigentlich, dass auch für Coffeeshops in Holland der Anbau illegal ist?
In Colorado ist das anders. Da dürfen Retailer unter Vorlagen auch selbst anbauen.

Und es nun mal so, ist mehr von einem Produkt da, wird es billiger. Und da sich die meisten legalen Geschäfte nicht auf dem Schwarzmarkt eindecken, hat deren eigener Anbau sehr wohl einen preisdrückenden Effekt. Immerhin braucht man das Produkt, um es verkaufen zu können.

Und ich sprach eigentlich nie ausschließlich vom Anbau von Privatpersonen.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 22:05
mchomer schrieb:Weißt du eigentlich, dass auch für Coffeeshops in Holland der Anbau illegal ist?
Natürlich, das war ja der Ausgangspunkt unseres Gespräches, deine Behauptung , dass der Preis sinkt, weil der Anbau legal ist.

Dabei sinkt der Preis wegen des Wettbewerbs
mchomer schrieb:Und ich sprach eigentlich nie ausschließlich vom Anbau von Privatpersonen.
Ich auch nicht.

Aber wie ich weiter oben schon sagte, ist das hier auch langsam OT.

Der Preis in Colorado ist gesunken.

Warum das so ist, ist in einem Wirtschaftsthread besser aufgehoben


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 22:06
Damit das mal deutlich wird.
Natürlich hat die Erlaubnis für Retailer, Unternehmer und bestimmte Privatpersonen einen Einfluß auf das Angebot. Zu einem ist die Qualität von professionell kultivierten Cannabis höher, schon da das verkaufte Produkt gesetzlichen Vorgaben entsprechen muss. Allein das dürfte den Preis für hochwertiges Cannabis drücken (was ja letztendlich auch passiert).

Zudem reden wir doch von völlig unterschiedlichen Ertragsmöglichkeiten. Und letztlich steht das Angebot doch zu keinem Verhältnis mehr, als vor der Legalisierung. Das geht in Colorado bereits soweit, das erste Reinigungseffekte auftreten und einige Shops bereits wieder schließen müssen, weil die Konkurrenz zu stark ist.


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18.04.2016 um 22:14
@mchomer
mchomer schrieb:Zu einem ist die Qualität von professionell kultivierten Cannabis höher, schon da das verkaufte Produkt gesetzlichen Vorgaben entsprechen muss. Allein das dürfte den Preis für hochwertiges Cannabis drücken (was ja letztendlich auch passiert).
Würd eher sagen, dass der Preis damit steigt. In D ist es mit der "Legalisierung" teurer geworden (Apotheke). Und eigentlich: Überall wo man es "legal" kaufen kann, Schweiz, Spanien, Holland. Es ist eigentlich legal immer teurer als auf dem Schwarzmarkt. Ausser in Holland vielleicht. Kommt mir zumindest so vor.


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18.04.2016 um 22:23
@stereotyp

Jo, aber das Zeug auf dem Schwarzmarkt ist in der Regel auch von einer ganz anderen Qualität, als jenes, dass du legal kaufen kannst. Stichpunkte Reinheit, Schadstoffe und so.

Und zum Thema Holland, da reicht ein kurzer Blick in Wikipedia:
Ein grundlegendes Problem der Duldungspolitik bleibt ungelöst: Die achterdeurproblematiek, das Problem der Hintertür. Die Polizei könnte leicht jeden Coffeeshop ruinieren, wenn sie am Lieferanteneingang die Drogenkuriere abfangen würde, denn der Anbau und die Einfuhr von Drogen sind nach wie vor illegal und werden mit bis zu vier Jahren Haft geahndet. Eine Anfrage auf Neuregelung in Bezug auf die Lieferanten der Coffeeshops im Jahr 2000 wurde mit dem Hinweis, dies in Abstimmung mit den Nachbarländern machen zu wollen, noch nicht angegangen. Daher sind die Preise für weiche Drogen in den Niederlanden annähernd so hoch wie und teils höher als z. B. auf dem deutschen Schwarzmarkt, da sich die Anbauer diese Gefahr entlohnen lassen.
Wikipedia: Coffeeshop_(Niederlande)#Auflagen_und_gesetzliche_Bestimmungen

Das ist eben der Witz an der ganzen Geschichte. Angebaut darf in Holland nur für medizinische Zwecke werden. Apotheken können von diesen Quellen legal und unter Auflagen beziehen, es aber nur für medizinische Zwecke veräußern. Coffeeshops beziehen ihre Produkte eigentlich ausschließlich aus illegalen Quellen, von daher ist die Qualität auch mitnichten besonders gut und schon gar nicht mit dem offiziellen Zeug aus Colorado oder Apotheken vergleichbar.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 22:49
@mchomer hast du selbst schonmal drogen konsumiert oder schiebst du alles in die böse Ecke wie die Politiker , nur von internetwissen ?!


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

18.04.2016 um 22:55
@HardyHarzer

Ich möchte das hier nicht detailliert ausführen.

Das hier muss reichen:
Allerdings gab/gibt es in meiner Familie argen Drogenmissbrauch.
Von Alkohol bis Kokain war da alles dabei.
In einem Fall endete das beinahe mit dem Tod.

Von daher räume ich ein, eine engstirnige Ansicht zu diesem Thema zu haben.
Zum Glück ist das hier kein Thread über Alkohol, da bin ich noch viel unreflektierter...
Da habe ich jedoch die Ansicht, dass Alkohol in regelmäßig hohen Mengen dem Schädlichkeitsgrad von harten Drogen in nichts nachsteht.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.04.2016 um 07:24
mchomer schrieb:Zu einem ist die Qualität von professionell kultivierten Cannabis höher, schon da das verkaufte Produkt gesetzlichen Vorgaben entsprechen muss. Allein das dürfte den Preis für hochwertiges Cannabis drücken (was ja letztendlich auch passiert).
Qualtätskontrollen und Vorgaben verringern die Preise?
Mensch lass gut sein.
mchomer schrieb:Jo, aber das Zeug auf dem Schwarzmarkt ist in der Regel auch von einer ganz anderen Qualität, als jenes, dass du legal kaufen kannst. Stichpunkte Reinheit, Schadstoffe und so.
Nicht die Legalität fördert die bessere Qualität - gibt in Holland genug Shops, die Dreck verkaufen - sondern häufige Qualitätskontrollen.


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Aldaris
ehemaliges Mitglied

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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.04.2016 um 10:07
xulas schrieb:Wie ist es eigentlich möglich, dass eine Frau wie Marlene Mortler, unsere Drogenbeauftragte ist? Wie kann man in der heutigen Zeit eigentlich wirklich etwas verändern?
Was denkst du ist für das Umdenken nötig?
Ich glaube, es ist notwendig, dass immer mehr Prominente und Wissenschaftler zu dem Ergebnis kommen, dass die repressive Drogenpolitik mehr schadet als nützt und das auch öffentlich kommunizieren - dazu gehören natürlich auch die Medien. Das Problem ist, dass sich viele Menschen überhaupt nicht mit der Thematik befasst haben (Mortler etc.) und so etwas wie eine Legalisierung unvorstellbar erscheint, insbesondere in Anbetracht der gesellschaftlichen Sichtweise auf Drogenabhängige. Weiterhin glaube ich, dass es Prestigeprojekte braucht, wie z.B. Uruguay, Colorado etc. Wenn man erkennt, dass eine Legalisierung -in dem Fall erstmal von Cannabis- durchaus positive Effekte mit sich bringt, dann könnte das den Spread auf andere Nationen beflügeln. In aller erster Linie braucht es aber Politiker, die dieses Thema aktiv vorantreiben. Ich meine, in der Partei Die Linke gab es mal so einen Vorstoß, der still verhallt ist.

Btw: Zu Mortler. Diese Frau ist für mich eine absolute Fehlbesetzung. Die ist so weit vom Thema weg wie der Pluto von der Erde. Das gilt grundsätzlich aber für die ganze CDU/CSU. Das Weltbild bzgl. Drogenpolitik ist derart festgefahren, dass man nicht damit rechnen muss, dass sich da demnächst irgendwas ändert.

Ein grundsätzliches Problem besteht auch darin, dass man eine Legalisierung dem Volk politisch schlecht verkaufen kann. Verbote kommen dagegen immer gut an - dann ist das Problem vermeintlich schnell gelöst.


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.04.2016 um 14:46
@apart Danke mal im voraus für deinen großen Beitrag & die damit verbundenen Infos :)
Kann mir gut vorstellen, wie du dich gefühlt haben musst als du diese 'Panik' bekommen hast :o:
Aber wie kamst du darauf dir sowas rein zu pfeifen ?
NoSilence schrieb:war für mich so wie Koffein durch die Nase ziehen)
@NoSilence
Das musst du mir mal erklären :) Koffein ist mein Laster :/ Und mittlerweile bringen nur noch extreme Dosen was.
Könnte den ganzen Tag schlafen trotz kaffe, energykapseln und e-drinks. Bin total kaputt -.-
NoSilence schrieb:Cannabis war mal so, mal so. Entweder spürte ich keine Wirkung, Lachflashs oder Kreislaufprobleme.
Geht mir genau so. Ich glaube aber dass das bei mir am Nikotin liegt. Ich kann normale Zigaretten nicht rauchen ohne, dass mir danach heiß wird bzw. oder ich Kreislaufprobleme bekomme :o: Während einer Autofahrt ist das aber nicht so :ask:
Ich kann mich noch an Tage erinnern wo ich 30 Jahre älter aussah weil ich über 3-4 Tage lang alkohol getrunken habe. Das und die Kater danach haben mich immer sagen lassen :''ich trinke weniger'' Aber das war nie so der Fall :D


@SinopeElektron Gut dass du abstinent lebst :) Besser als wenn du auch versackt wärst...

@Grymnir Danke für deine alles gute Wünsche, das ist lieb :)
Vymaanika schrieb:MCPP stirbt auch aus so langsam, gut so.
Dafür kommt was neueres und noch schädlicheres nicht ?

@Aldaris
Beitrag von Aldaris, Seite 126 Das ist echt heftig...Hammer...

@mchomer
mchomer schrieb:Ich habe Bauchschmerzen, dass ein solches Thema hier auf Allmystery so frei und offen diskutiert wird.
Wieso denn das ? Es geht hier lediglich um die Meinung und oder etwaige Erfahrungen. Sehe da kein Problem ;)
groucho schrieb:Warum sollte das mit anderen Drogen und in anderen Ländern anders sein
@groucho Also wenn alle Drogen legalisiert werden würden, dann würde ich ziemlich vieles ausprobieren. Liege ich damit also in der Minderheit ?


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Das Leben mit und ohne Drogen - was ist eure Meinung?

19.04.2016 um 15:49
In Portugal wurden alle drogen entkriminalisiert und es hatte nur positive folgen , weniger Drogentote und weniger Kriminalität . Deutschland wird wohl Cannabis nie legslisieren, außer in Einzelfällen wie kranken . Weil Deutschland nicht den ruf eines kifferlandes haben will oder 2ten Hollands.

Hab heute übrigens wieder speed genomm , fühl mich wohl. Am Freitag hab ich ein Termin bei der Drogenberatung ( wegen einen Therapie platz in der psychatrie ) da ich 5 Monate anstinend sein muss , Nichmal Bier darf ich trinken .. Malsehn ob s. Klappt , das wär meine letzte Chance auf ein Therapieplatz


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19.04.2016 um 16:17
rooky schrieb:Also wenn alle Drogen legalisiert werden würden, dann würde ich ziemlich vieles ausprobieren. Liege ich damit also in der Minderheit ?
Gute Frage, ich schätze schon.

Ich habe ein paar Drogen probiert, viele nicht.
Bei denen, die ich nicht probiert habe, hat mich aber nicht deren Illegalität abgehalten.

Die die ich probiert habe, waren ja auch illegal.


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