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2026 - Vertrauen und Glauben

4 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Glaube, Vertrauen, Zweifel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail
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2026 - Vertrauen und Glauben

30.03.2026 um 23:10
Hi zusammen!

Ich beschäftige mich seit einer geraumen Zeit mit dem Thema "Glaube". Nicht nur im religiösen Sinne.

Man kann ja an vieles glauben. Die Liebe, Freundschaft, den Weltfrieden, das Gute im Menschen....

Aber so, wie die Kirchen ihre Mitglieder verlieren, habe ich das Gefühl, dass auch "unsere Gesellschaft" dem Glauben abschwört. Empathie wird immer häufiger durch Egoismus ersetzt. Schon bei Kindern beobachte ich das. Freundschaft verliert ihren hohen Stellenwert. Kinder rennen immer weniger in großen Gruppen gemeinsam herum, sondern sitzen zu Zweit im Kinderzimmer vor dem Smartphone. Da ist es! Das Handy! Der Gamechanger in unserer Entwicklung.

Das Internet/die Smartphones haben uns eine Überfülle an Informationen geschenkt. Was eigentlich gut ist, führt aber dazu, dass auch viel Gelogenes, Falsches und Inszeniertes auf uns einprasselt. Selbst Videomaterial und Fotos sind keine vertrauensvolle Quelle mehr. So hat sich eine "Zweifelkultur" entwickelt. Die einen rufen Lügenpresse, die anderen diskutieren über Deepfakes. Corona hat viele verunsichert, weil sie den Aussagen nicht getraut haben. Links und Rechts bekriegen sich wienin einem Glaubenskrieg. Aber steckt dahinter nicht viel mehr?

Zeigt es nicht, dass wir unseren Glauben, unser Vertrauen verlieren? Sind wir Menschen überfordert damit keinen Halt im Glauben zu haben?

Bei aller körperlichen und finanziellen Sicherheit, die die meisten Menschen in Deutschland empfinden dürfen, was macht dieser ewige Zweifel mit einem?


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2026 - Vertrauen und Glauben

03.04.2026 um 08:33
Wir werden kurz gehalten durch die besagten Instrumente, zudem auch in ständiger Verunsicherung und Angst.
Nur warum eigentlich? Eine Frage nach dem wohl auch hier im Forum gesucht wird, wenn ich's richtig verstehe...und ich verstehe nicht viel :/ .

Umso mehr davon umso kürzer denken wir.
Gäbe es Weltfrieden und einen Mindestwohlstand für alle, und keiner müsste arbeiten für sein Überleben, dann könnten wir eine traumhafte Gesellschaft werden.
Aus unserer selbst geschaffenen Hölle, könnte ein kleines blaues Paradies werden, wennauch wir weiter sterblich wären. Letzteres ist womöglich auch ein Grund, warum wir im Angesicht der Vergänglichkeit, geneigt sind, egoistisch zu denken.
Aber keine Ahnung.

Wissenschaften, Philosophie'en und Religionen könnten irgendwie gemeinsam als Quelle der Inspiration dienen. Und das wäre im Gegensatz zu Status und Wohlstand dann der allgemeine Fokus der Menschen.
Das alles auf dem unverrückbaren
Fundament der Gleichheit und der Menschenrechte.
Vielleicht kommt das ja mal in ein paar hundert Jahren.


Die Bücher und Schriften über solche Dinge sind ja greifbar.
Leider ist das Händi und die Fernbedienung einfacher greifbar.
Und wer verzichtet schon gerne auf den ~Luxus durch diese Medien andere für sich denken zu lassen, anstatt selbst zu denken?

Warum auch nicht. Der Alltag ist so stressig und anstrengend, teils deprimierend anstrengend, dass man nur noch geneigt ist abschalten zu wollen um ein paar Stunden alles zu vergessen, eben weil es nicht anders geht.

@jepama
Die Religionen täten wohl gut daran sich alle in eine ständige Aktualisierung zu stürzen und ihre Schriften anzugleichen an die Freiheit und Gleichheit jedes einzelnen. Gibt es ja schon alles in kleineren, teils großen Gruppen in jeder Religion.
Aber wer verzichtet schon gerne auf eine Religion die ihm sagt, er wäre was ganz besonderes.

Für den Mut bräuchte es Freiheit. Irgendwie sind wir ja an Geld gebunden und somit auch direkt an ein egoistisches Denken als Kampfinstrument, etwas schwurbelig daher geredet.
Ich weis nicht, ich hoffe einfach das es für zukünftige Generationen besser wird.
Was soll man auch sonst tun?
Die Religionen sind kein Problem. Die kommen vom Menschen.

Unser Umgang miteinander ist das Problem und die, die im kleinen und großen durch Wort und Tat aus den eigenen Interessen heraus noch Öl ins Feuer gießen, oft aus Angst und eigener Verzweiflung wie ich vermute.
Im Endeffekt kann man niemandem die Schuld geben.


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2026 - Vertrauen und Glauben

03.04.2026 um 19:25
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Nur warum eigentlich?
In Wirklichkeit weißt du es bereits, da du den Menschen den du lebst bereits hinterfragt hast.
Das bewusste kurz halten verspricht sich davon Profit, Ansehen, Bedeutung, Kontrolle, und im Endeffekt Glück. Unbewusst darüber, dass nachhaltiges Glück nicht im Profit liegt, Ansehen keine wirkliche innere Deutung von einem selbst ergibt, und Glück in Wirklichkeit nur in der Freiheit fern von Kontrolle und Gedanken liegt.
Viele in einflussreichen Positionen wissen teilweise von dieser Freiheit, wodurch sie den Einfluss aufrechterhalten können. Sie schmücken und brüsten sich sogar untereinander und teils öffentlich, mit Symbolen und Gesten darüber. Aber es ist kein tatsächliches Wissen welches den Weg durch sie selbst genommen hat, sondern etwas aufgenommenes. Dadurch halbverstanden, immernoch Sklave ihres Fleisches und den menschlichen Mechanismen, letztlich den Systemen welche Leid erzeugen.
Zitat von SiegelschildSiegelschild schrieb:Im Endeffekt kann man niemandem die Schuld geben.
Oder jedem. Denn keiner ist fehlerfrei. Keiner ein anderer Mensch. Die Wurzel des Leids steckt in jedem von uns. Schuld wird von Tragweite und dem bewusstem Handeln gemessen. Die Augen vor der Schuld zu verschließen, lässt nur alte Muster bestehen. Aber du hast im Grunde recht, um tatsächliches neues zu schaffen, muss Schuld, der Blick zurück, bearbeitet, somit bereut, und letztendlich losgelassen werden. Nicht die Schuld ist das wichtige, sondern das sehen alter uns innewohnende Mechanismen die uns teilweise gut gedient haben, aber zügellos heutzutage destruktiv wirken.


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2026 - Vertrauen und Glauben

04.04.2026 um 01:00
Also ehrlich gesagt denke ich, dass heute viele nicht weniger glauben, sondern bloß bei der Frage woran sie sich innerlich binden vorsichtiger geworden sind. Früher war es nun mal so, dass Halt oft von außen kann und noch dazu stärker vorgegeben war. Sei es durch Religion, Familie, Dorf, klare Rollen, und weniger Stimmen von überall. Im Gegensatz dazu prasseln doch heute dauernd Bilder, Meinungen, Korrekturen und Widersprüche rein, und irgendwann avanciert Zweifel fast zur Grundhaltung. Und das meines Erachtens nicht, weil Menschen plötzlich tiefer denken würden, sondern oft einfach ausschließlich weil sie müde geworden sind.

Dieses Misstrauen hat ja auch eine Logik denn wer oft genug erlebt, dass etwas inszeniert, verdreht oder ideologisch aufgeladen ist, hält sich irgendwann lieber innerlich zurück. Nur macht einen das auf Dauer häufig kälter und eben nicht freier. Der Mensch schützt sich natürlich, aber er verliert im Zuge dessen auch etwas Leichtigkeit, Bindung, sowie manchmal sogar die Fähigkeit, sich auf etwas ernsthaft einzulassen.

Aus diesen Gründen seh ich das Problem weniger im fehlenden Glauben an Gott oder an den Weltfrieden, sondern darin, dass vielen gar kein tragfähiger Boden auf dem Vertrauen wachsen kann mehr bleibt. Man wird schließlich irgendwann auch im Kleinen unsicher, wenn alles dauernd relativiert, bewertet und zerlegt wird. Dann betrifft der Zweifel nämlich nicht mehr nur Nachrichten oder Politik, sondern Freundschaften, Beziehungen, Absichten ebenso wie sogar die eigene Wahrnehmung.

Und das Handy ist da für mich nicht die alleinige Ursache, aber schon ein Verstärker.


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