kaktuss schrieb:ausschließlich um die Verringerung von Leid und die Vermehrung von Freude...
Was letzendes Leid erzeugt.
Solange man Freude sucht und Leid vermeidet, ist man an beide gebunden... In dem Moment, in dem du dein Leben auf Leid verringern und Freude vermehren ausrichtest, hast du bereits ein Zentrum geschaffen, das bewertet, vergleicht und auswählt. Dieses Zentrum ist genau das, was Leid hervorbringt.
Die Vermehrung von Freude als Ziel beinhaltet automatisch alles was entsteht, wenn dieses Ziel nicht erfüllt wird. Die Angst Freude zu verlieren, die Anstrengung des Festhalten an der Freude, der vergleichende Verstand welcher das Jetzt beeinflusst, weil er an der gestrigen Freude festhält, sich danach sehnt usw...
Das Leid verringern zu wollen, impliziert eine Flucht vor dem was ist. Was zu einer Vermeidung, anstelle zum Verstehen des Leids führt. Und Leid zu verstehen, ist wesentlich dafür, Möglichkeiten überhaupt erst zu sehen Leid zu lösen.
In dem Moment, wenn der Geist aufhört Freude zu verfolgen und Leid zu vermeiden, kann er etwas entdecken, das jenseits von beidem liegt.