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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

5.000 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutschland, Berlin, Cannabis, Hanf, Coffe Shop
pere_ubu
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.05.2014 um 17:25
@Wanagi
Wanagi schrieb:da solltest du dir die neuste Studie der University of Colorado anschauen:
du solltest selbst in deinem klatsch-boulevard-blättchen ,aus dem du zu zitieren müssen meintest ,weiterlesen...
Wanagi schrieb:Ergebnis der Untersuchung: Seit der Vermarktung medizinischen Marihuanas im Jahr 2009 in Colorado nahm die Zahl an Fahrern, die nach Marihuana-Konsum in einen tödlichen Verkehrsunfall verwickelt waren, zu.
dabei heisst es selbst da (!) auf der folgenden seite der slideshow:


Nicht berücksichtigt wurde in der Studie allerdings, ob die beteiligten Fahrer, bei denen Marihuana-Konsum nachgewiesen wurde, den Verkehrsunfall verursachten bzw. ob der Konsum einen Einfluss auf den Unfall hatte.

http://kurier.at/lebensart/gesundheit/wie-gesund-ist-cannabis/65.790.523/slideshow#65790523,65788804
( !!!... :ask: ??? )

im übrigen ist die studie gar nicht verlinkt und wird mal wieder nur nach hörensagen gedeutelt.

du bist mir schon son (un)kritischer reporter :D


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Scox
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.05.2014 um 23:36
@groucho

Nach jahrzehntelanger Dämonisierung unseres Wunderkrauts legalisiert es ein US-Land medienwirksam und plötzlich wird überall positiv davon gesprochen. Ein kollektives Umdenken in Rekordschnelle findet da statt, auf einmal ist Legalisierung auch in DL kein Tabu-Thema mehr.

Da stellt @Zophael nicht unberechtigt ein bisschen, sagen wir, "Überraschung" in den Raum. ;) Ob eine Schattenmacht am Werk ist, wird dir niemand sagen können. Was man aber sagen kann, ist, dass in der Politik nix zufällig geschieht. Und am Ganja kann man mit Sicherheit richtig richtig fett verdienen. :)


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 02:57
@Scox
Ich glaube, ich kann Dich da beruhigen, was die "Schattenmacht" anbelangt. Das Umdenken, von dem Du sprichst, ist das Umdenken der breiten Masse (BILD-Leser z.B.). Polizei, Justiz und Politik denken schon länger über eine Legalisierung nach.

Ich bin selbst in den 90ern regelmäßig (1x wöchentlich) ins benachbarte Ausland gefahren, um mir eine geringe Menge dieses Wunderkrauts zu kaufen. Und schon damals (Ende der90er) besuchte eine Delegation nordrheinwestfälischer Politiker, Polizisten und Juristen meinen Stammcoffeeshop, um sich mal ein Bild zu machen, wie es dort zugeht und um zu schauen, ob eine Legalisierung nach holländischem Vorbild in Deutschland Sinn machen könnte.

Ich habe mal (wieder in den 90ern) an einer Podiumsdiskussion zu dem Thema teilgenommen. Ein teilnehmender Jugendrichter meinte dann im Verlauf der Diskussion, dass 90% aller Canabis-Konsumenten auf Heroin umsteigen. Da ich den gleichen Artikel am Morgen in der Zeitung gelesen habe, erlaubte ich mir, ihn zu korrigieren und stellte fest, dass 90% aller Heroin-Konsumenten mit Grass/Hasch angefangen hätten, was zum Eklat führte und den Jugendrichter explodieren ließ. Der Jugendrichter (damals war ich im Alter seiner Zielgruppe) beschimpfte mich auf dem Podium als drogen- und alkoholabhängig und noch mit weiteren unschönen Dingen. Natürlich hatte ich Recht und der Herr Jugendrichter musste sich dann auch entschuldigen.

Das Problem damals war, das viel zu lange der Bevölkerung die Legende vom Haschgiftspritzer erzählt wurde, der nach einmaligem Genuss sofort zu Heroin greift. Da kann man Grass nicht mal eben legalisieren, das versteht die Bevölkerung dann nicht. Vielleicht sind die Deutschen jetzt dazu bereit, wer weiß? Ist ja aber auch egal, denn

LEGAL, ILLEGAL? - SCHEISSEGAL!


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21.05.2014 um 03:02
@ wanagi
Gegen einen FS-Entzug bei von was auch immer abgedichteten Leuten am Steuer habe ich nichts einzuwenden, das war ja endlich mal ein Punkt in dem ich dir zustimmen konnte. Cannabiskonsumenten können ihren Schein aber aufgrund der unwirksamen Abbauprodukte auch völlig nüchtern verlieren, da sehe ich schon Handlungsbedarf. Kann ja nicht so schwer sein ein Apparätchen zu entwickeln, das dieses "frisch bekifft" nachweisen kann.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 07:24
Scox schrieb:Nach jahrzehntelanger Dämonisierung unseres Wunderkrauts legalisiert es ein US-Land medienwirksam und plötzlich wird überall positiv davon gesprochen. Ein kollektives Umdenken in Rekordschnelle findet da statt, auf einmal ist Legalisierung auch in DL kein Tabu-Thema mehr.
Das kann ich - auch unter Verweis auf den Beitrag von Subcommandante - überhaupt nicht nachvollziehen.
Welcher Politiker hat denn bspw umgedacht und vor Colorado gegen eine Legalisierung gestimmt, der nun dafür ist?


Hmm, also kein Synonym für Schattenmacht von dir?


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 09:20
@blaomat
Ja das ist schwierig, in Deutschland wird es eben so gehandhabt, dass bei einem Nachweis der Führerschein sofort entzogen wird, auch wenn er wohl gerade nichts konsumiert hatte. Aber es gibt eben auch Fälle wie http://www.general-anzeiger-bonn.de/region/rhein-sieg-kreis/siegburg/29-Jaehriger-baute-Cannabis-fuer-Verkauf-an-article... , die halt deswegen ihren Job verlieren und eventuell kriminell werden. Der Abbau dieser Stoffe im Körper dauert halt und ich kenne keine Alternative zu dem normalen Test...


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 11:44
@groucho

Hast du im Grunde nichts zu sagen oder wie erklärt es sich, dass deine Dialektik nicht ohne offenkundige Diffamierungen auszukommen scheint?
groucho schrieb:Skep, bislang ist das nichts weiter als inhaltsloses Kiffer-Gelaber - vielleicht ändert sich das ja, wenn du einige Sachen präzisiert oder definiert hast.
Auch bei deiner letzten Antwort ging es wohl nicht ohne.
Aber seis drum,doch vorweg noch einmal der Hinweis an Dich, dass es sich lediglich um meine
Interpretation handelt, ohne Anspruch den Stein der Weisen gefunden zu haben.
groucho schrieb:Ja, das mag vor langer Zeit in Amerika mal mit dazu beigetragen haben.
Ist die Baumwollindustrie in Deutschland nennenswert vertreten, spielt die in der aktuellen Auseinandersetzung IRGENDEINE Rolle in Deutschland?
Wie schon bei der ersten Antwort habe ich NICHT die kaum vorhandene Baumwollindustrie
in Deutschland als Auslöser der derzeitigen Prohibition verortet.
Vielmehr ging es mir um geschichtliche Zusammenhänge, auf die ich auch
verwiesen habe. Es gab historisch belegt schon lange eine mächtige Lobby
der Baumwollindustrie z.B. in Amerika. Aktuell bedienen die Vereinigten Staaten
etwa 90% des weltweiten Upland Baumwollbedarfes. Insgesamt werden dort
hauptsächlich 2 Sorten kultiviert.
Nachzulesen z.B. hier:
http://www.cottonusa.de/baumwolle/anbaugebiete_sorten.html

Weltweit belegen die USA immerhin den dritten Platz unter allen produzierenden Ländern,
sämtliche relevanten Sorten berücksichtigend.

Die größten Baumwollproduzenten (2012)[40] Rang Land Produktion (in Tsd. t) Anteil
1 China Volksrepublik China 6840 26,4 %
2 Indien Indien 5321 20,5 %
3 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 3598 13,9 %
4 Pakistan Pakistan 2215 8,5 %
5 Brasilien Brasilien 1638 6,3 %
6 Usbekistan Usbekistan 1052 4,1 %
7 Australien Australien 973 3,8 %
8 Türkei Türkei 851 3,3 %
9 Griechenland Griechenland 367 1,4 %
10 Mexiko Mexiko 220 0,8 %
weltweit 25.955 100,00 %

Wikipedia: Baumwolle

Platz 3 weltweit, 90% des weltweiten Uplandbedarfes werden durch die USA gedeckt.
Wirtschaftliche Interessen sind damit vorhanden.
Lobbyismus ist auch in USA ein ernstzunehmendes Problem, was bei regelmäßiger
Lektüre entsprechender Medien untermauert werden kann.
Sieht man sich dann einmal den Werdegang der Prohibition an, waren die USA
federführend.
Da es sich hier um eine sehr komplexe Thematik handelt, werde ich des öfteren
auf die Zitierfunktion zurückgreifen müßen.
Die Frage, warum Cannabis verboten werden mußte, stellt sich zwangsläufig bei der Behandlung dieses Komplexes, denn die Widersprüche und Irrationalitäten, sowie die Ineffizienz der Politik sind offensichtlich.

Bei genauerer Betrachtung der Entstehung des weltweiten Cannabis-Verbots ist deutlich erkennbar, daß die USA eine wichtige, wenn nicht entscheidende Rolle bei der Durchsetzung und Umsetzung spielten. Zwar sorgten die Anträge von Ägypten und der Türkei dafür, daß Cannabis 1925 auf der dritten Opiumkonferrenz in Genf unter Drogenkontrolle gestellt wurde [1], jedoch war es vor allem das treibende Engagement des "US-Federal bureau of narcotics and dangerous drugs" (FBNDD), daß das weltweite Ansehen von Cannabis über seine Kampagnen und Gesetze bis in die Gremien der Vereinten Nationen prägte. Dabei ging es bei dem Verbot von Cannabis nicht lediglich um eine Droge, auch wirtschaftliche Interessen, Rassismus und persönlicher Ehrgeiz spielten eine wichtige Rolle. Denn daß es sich bei Cannabis ursprünglich auch unter anderem um eine wirtschaftlich bedeutsame Nutzpflanze handelt, welche u.a. der aufstrebenden
Kunstfaserindustrie Anfang des Jahrhunderts als Konkurrentin im Wege stand, wird häufig übersehen, bzw. bewußt ignoriert.
http://www.cannabislegal.de/cannabisinfo/verbot.htm
(Quellen sind unten aufgeführt)
oder auch
Wikipedia: Einheitsabkommen_über_die_Betäubungsmittel
Im Jahre 1925 fand die Internationale Opiumkonferenz in Genf statt. Dort wurde auch ein Verbot von Cannabis diskutiert. Während der Zeit der Prohibition in den USA wurde auch Cannabis zunehmend als eine Gefahr für die Gesellschaft angesehen. Hintergrund war jedoch, dass die mächtigen Baumwollfarmerverbände der Südstaaten und Tabakproduzenten fürchteten, Marktanteile an Hanf zu verlieren und unter Hinweis auf die Rauschwirkung zum Verbot drängten. Kombiniert mit gezieltem Lobbyismus zwischen 1935 und 1937 des Hearst News Network des Medienzars William Randolph Hearst, der wegen der Aussicht einer preisgünstiger werdenden Papierproduktion mit Hanf hohe finanzielle Verluste befürchtete, und der Chemiefirma DuPont, die unter anderem Nylon und Rayon produzierte, dürfte das letztendlich zum De-facto-Verbot im Jahr 1937 geführt haben.
http://www.drogenberatung24.com/Geschichte%20des%20Kiffens.htm

Wie sich also erkennen läßt, gibt es zumindest starke Hinweise auf wirtschaftlich gesteuerte
Entscheidungsvorgänge. Sollte tatsächlich ein ernsthaftes Interesse an weiteren
Klärungen diesbezüglich bestehen, wirst du um ein Quellenstudium nicht herumkommen,
da sich nicht mit wenigen Worten der gesamte Komplex erklären läßt.
Natürlich habe ich verstanden, dass das nur deine persönlichen Einschätzungen sind.
Darf ich deshalb nun meine persönlichen Einschätzungen nicht dagegen halten?
Kannst du denn wenigsten spezifizieren wie sich Cannabis-Konsum positiv auswirkt?
Und ist es dabei (bei den positiven Auswirkungen) egal wieviel man kifft?
Hierzu verweise ich zum einen auf:
Gut dokumentiert und nachgewiesen ist die Wirksamkeit des Cannabis bei Übelkeit, Erbrechen, und Kachexie. Viele Studien weisen darauf hin, dass arzneiliches Potential in der Schmerztherapie, bei Depressionen und bei vielen Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise multipler Sklerose, Morbus Crohn vorliegt. Diese Anwendungen werden zurzeit intensiv erforscht.[1]
Wikipedia: Cannabis_als_Arzneimittel

Übelkeit, Erbrechen und starker Gewichtsverlust sind häufige Begleiterscheinungen bei
pharmazeutischer Indikation verschiedener Krankheitsbilder, die bekanntesten dürften
wohl Krebs oder Aids sein.

zum anderen:
Etwa acht Millionen Menschen in Deutschland gelten als chronisch schmerzkrank; zwei Millionen ist mit den bekannten Therapieregimen nicht ausreichend zu helfen. Dazu zählen Patienten mit fortgeschrittenen onkologischen Erkrankungen, multipler Sklerose (MS) und Aids. Die schmerzlindernde Wirkung von Cannabinoiden und Opioiden, zum Beispiel Dronabinol, kann in diesen Fällen eine therapeutische Perspektive bieten.
Dronabinol ist der internationale Name für Delta-9-trans-Tetrahydrocannabinol (DELTA 9 THC), dem medizinisch wirksamen Bestandteil der Hanfpflanze. Dronabinol wirkt antiphlogistisch, analgetisch, anxiolytisch, antiemetisch, muskelrelaxierend, sedierend und appetitanregend. Anders als Opiate oder Kokain sind das Suchtpotenzial und die Gesamttoxizität sehr gering.
Prof. Michael Popp (Bionorica) verwies darauf, dass Dronabinol in den USA seit Jahren als Fertigarzneimittel zur Verfügung stehe, das aus Kostengründen in Deutschland selten eingesetzt werde.
http://www.aerzteblatt.de/archiv/34138/Chronische-Schmerzen-Cannabis-verhindert-Schmerz-und-Spastik

auch
Wikipedia: Cannabis_als_Rauschmittel
groucho schrieb:Und ist es dabei (bei den positiven Auswirkungen) egal wieviel man kifft?
Toxizität Cannabis selbst ist praktisch ungiftig; die Dosen, die ein Mensch aufnehmen müsste, damit eine toxische Wirkung der Inhaltsstoffe eintritt, sind weder durch Rauchen noch durch Essen von Cannabis zu erreichen. So liegt z. B. die letale Dosis von reinem 9-THC bei über 4 Gramm.Die LD50 des Hauptwirkstoffes THC beträgt bei Mäusen im Fall intravenöser Gabe 29 mg je Kilogramm Körpergewicht, bei oraler Einnahme jedoch 482 mg je Kilogramm Körpergewicht. In der Praxis ist eine tödliche Überdosis beim Menschen deswegen noch in keinem Fall vorgekommen.
http://www.drogenberatung24.com/Toxit%E4t%20von%20Cannabis.htm
Wikipedia: Cannabis_als_Rauschmittel

Ich weise aber extra darauf hin, dass ich persönlich den regelmäßigen Konsum von Cannabis bei
Heranwachsenden ablehne, da es einige Studien gibt, die eine Beeinträchtigung
der Reife zumindest in Betracht ziehen.
skep schrieb:
Hauptprofiteur die Pharmaindustrie.

Also ich hätte gedacht, dass die Hauptprofiteure die jetzigen Dealer sind.

Welche Geschäfte brechen denn der Pharmaindustrie weg, wenn Cannabis legalisiert wird?
Einige Beispiele ergeben sich aus oben zitiertem. Hauptprofiteur war auf physisch/psychisch
bezogen.
Weiterer Profiteur wäre außerdem die Ölindustrie, ohne die viele der heutigen Kunststoffe undenkbar wären, eine weitere starke Lobby nicht nur in den USA.
Weitere Beispiele sind Papierindustrie und Farbherstellung.
Zusammengenommen bilden diese Industriezweige einen interessanten Gegenpart.
groucho schrieb:(Du scheinst dabei davon auszugehen, dass nach einer Legalisierung der Konsum dauerhaft drastisch ansteigen würde, denn Cannabis gibt es ja jetzt auch schon und wenn nicht dauerhaft drastisch mehr gekifft werden würde, kann ich nicht erkennen, was es für die Pharmaindustrie für einen Unterschied machen würde, wenn es legalisiert würde)
Du scheinst davon auszugehen, dass Cannabis nur inhaliert, also gekifft wird.
Dabei vergißt du aber die Möglichkeiten der oralen und dermatologischen Aufnahme.
Beispiele wären da Müslis, Tee oder Salben, die sich selbst herstellen lassen und
schon präventiv wirken können, wie z.B. bei Darmbeschwerden oder Depressionen
oder eben zur Schmerzbehandlung. Weitere Beispiele wurden oben genannt
Was sich daraus für die Pharmaindustrie folgert, überlasse ich deiner Phantasie.
groucho schrieb:Hier scheinen mir gleich zwei falsche Annahmen zu Grunde zu liegen:
1) Es würde nach einer Legalisierung dauerhaft drastisch mehr gekifft (Studien aus Holland untermauern das Gegenteil)
2) Kiffen lässt einen zu einem aktiven Revolutionär werden (oder sowas ähnliches, jedenfalls irgendwas, was dem Establishment in den Hintern tritt - vielleicht präzisierst du selbst wie du das meinst?)
Zu 1:
Falsche Annahme, siehe oben.

Zu 2:
Das waren persönliche Einschätzungen über mehrere Jahrzehnte, was ich auch
kenntlich gemacht habe. Daher ist eine Verallgemeinerung nicht zulässig.
Allerdings hingen diverse Veränderungen auch meist mit der jeweiligen Reife
und man staune, auch mit der jeweiligen Bildung zusammen.
Anders ausgedrückt,war ein gewisser Horizont vorhanden, kam es vermehrt zu
einer, natürlich nur in meinen Augen sinnvollen Auseinandersetzung mit, bzw. Infragestellung
des Istzustandes unserer "Kultur".
Näher möchte ich darauf nicht eingehen, da persönliche Ansichten, die nicht Thema sind.
skep schrieb:
Wo sind nun also die empirischen Studien, die diese Hetzjagd, anders kann ich es nicht beschreiben,

Tut mir Leid, ich kenne keine gehetzjagten Kiffer, vielleicht hast du da auch Beispiele?
Sicher hätte ich dazu sogar Beispiele, die ich aber mitnichten öffentlich mache,
falls du an genaue Anschriften gedacht haben solltest.

Folgen des Cannabiskonsums waren Nachfragen bei Arbeitgebern und/oder Nachbarn durch
die Polizei, was in mindestens 2 mir bekannten Fällen zu einem Arbeitsplatzverlust geführt hat.
Andere bekamen nach diesen Erkundigungen große Probleme im nachbarschaftlichen Umfeld.
Nur wenige Beispiele.
Glaub es oder lass es.
Aber evtl. wird dich dies etwas besänftigen, ein kleiner Einstieg in die Problematik:
http://www.schildower-kreis.de/themen/Resolution_deutscher_Strafrechtsprofessorinnen_und_%E2%80%93professoren_an_die_Abg...
5. Die Prohibition ist schädlich für die Konsumenten
Konsumenten werden diskriminiert, strafrechtlich verfolgt und in kriminelle Karrieren getrieben.
Der weltweite Krieg gegen die Drogen ist gescheitert, mit verheerenden Folgen für die Menschen und Gesellschaften rund um den Globus. 50 Jahre, nachdem die Vereinten Nationen das Einheits-Übereinkommen über die Betäubungsmittel initiiert haben, und 40 Jahre, nachdem die US-Regierung unter Präsident Nixon den Krieg gegen die Drogen ausgerufen hat, besteht in der nationalen und weltweiten Drogenpolitik dringender Bedarf nach grundlegenden Reformen.“
http://blogs.taz.de/drogerie/2014/01/03/strafrechtsprofessoren-fordern-legalize-it/
und weiterführend
http://www.globalcommissionondrugs.org/wp-content/themes/gcdp_v1/pdf/Global_Commission_Report_German.pdf
Trotz Cannabisbeschluss muss die Polizei bislang jeden noch so kleinen Cannabisfall verfolgen. Erst die Staatsanwaltschaften oder Gerichte können die Verfahren einstellen - häufig gegen Auflagen. Die Zahl der Verfahren ist nach dem Cannabisbeschluss sogar noch deutlich an gestiegen (Tabelle hier abrufbar).
https://www.gruene-bundestag.de/presse/pressemitteilungen/2014/maerz/20-jahre-cannabisbeschluss-kriminalisierung-laeuft-...

Was sind denn Stigmatisierung und Kriminalisierung von Millionen Menschen für Dich?


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Zophael
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 12:12
groucho schrieb:Falls das falsch interpretiert ist, ist @Zophael vielleicht so nett und sagt, wie er es sonst gemeint hat.
Man kann nicht einfach einen Artikel im zb Stern schreiben ohne das dieser "abgesegnet" wird. Genausowenig durchläuft jede TV Sendung einen strikten Filter was die Themen anbelangt.

Ich weis nicht woran es liegt, das plötzlich nach vielen Jahren einer hanebüschenen Anti-Hanf-Kampanien mit Prohibition, nun jetzt das genaue Gegenteil in allen Medien gezeigt wird.

Wenn du der Ansicht bist, das es durch einen Generationswechsel kommt, ist das absolut ok. Ich begrüße es wenn es so wäre, aber die heutige Politik mit den heutigen Medien, zusammen mit dem bestehenden super starken Lobbyismus der sich sogar manchmal in den Medien als "Informativ" und "Doku" verkaufen will, lässt mich eben aufhorchen. Nicht mehr, und nicht weniger interpretation. Wenn du eine Schattenmacht, Elite oder Teletubbies dazu dichten willst, ist das deine Sache.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 12:16
skep schrieb:Wie schon bei der ersten Antwort habe ich NICHT die kaum vorhandene Baumwollindustrie
in Deutschland als Auslöser der derzeitigen Prohibition verortet.
Ja und ich habe eingeräumt, dass damals die Baumwollindustrie möglicherweise ihre Hände im Spiel gehabt haben könnte - wen kümmert das JETZT noch bzw, was hat das mit der aktuellen Situation in D zu tun, war meine Frage.

Offensichtlich sind wir bei der Beantwortung dieser Frage einer Meinung: NICHTS.
Können wir dann die Baumwollindustrie abhaken?


Dann fragte ich auf deine Behauptung hin, dass sich Cannabis Konsum positiv auswirke:

"Kannst du denn wenigsten spezifizieren wie sich Cannabis-Konsum positiv auswirkt?
Und ist es dabei (bei den positiven Auswirkungen) egal wieviel man kifft?"

Deine Antwort
skep schrieb:Kannst du denn wenigsten spezifizieren wie sich Cannabis-Konsum positiv auswirkt?
Und ist es dabei (bei den positiven Auswirkungen) egal wieviel man kifft?
Toll - so kann ich auch sagen Paracetamol Konsum wirkt sich positiv aus.
(wenn man nicht zu starke Schmerzen hat)

Dass Cannabisprodukte auch als Medizin gebraucht werden ist mir bekannt, danke.
Drück dich halt präzise aus, wenn du verstanden werden willst.
skep schrieb:Du scheinst davon auszugehen, dass Cannabis nur inhaliert, also gekifft wird.
Dabei vergißt du aber die Möglichkeiten der oralen und dermatologischen Aufnahme.
Beispiele wären da Müslis, Tee oder Salben, die sich selbst herstellen lassen und
schon präventiv wirken können, wie z.B. bei Darmbeschwerden oder Depressionen
oder eben zur Schmerzbehandlung. Weitere Beispiele wurden oben genannt
Was sich daraus für die Pharmaindustrie folgert, überlasse ich deiner Phantasie.
Mal deutlich zu schreiben, was genau du meinst, ist nicht so dein Ding, hmm?
Um mal zu versuchen zu verstehen, was deiner Meinung nach (Achtung Interpretation) der Unterschied zu der heutigen Situation ist, denn cannabis ist ja weit verbreitet trotz Verbot.
Also meinst du, dass es Menschen gibt, die das erst nehmen würden (zu mehr oder weniger medizinischen Zwecken) wenn es legal ist und diese Menschen würden sich lieber ihr Zeug in einem Coffeshop kaufen, als schon fertige Produkte (Salben Tees was auch immer ) in der Apotheke

Aber wie auch immer, du nimmst auf jeden Fall an, dass sich für die Pharma Industrie etwas verschlechtert - hast du dazu vielleicht Zahlen aus den Niederlanden?
Mir sind diesbezüglich keine bekannt.
skep schrieb:Allerdings hingen diverse Veränderungen auch meist mit der jeweiligen Reife
und man staune, auch mit der jeweiligen Bildung zusammen.
Anders ausgedrückt,war ein gewisser Horizont vorhanden, kam es vermehrt zu
einer, natürlich nur in meinen Augen sinnvollen Auseinandersetzung mit, bzw. Infragestellung
des Istzustandes unserer "Kultur".
Näher möchte ich darauf nicht eingehen, da persönliche Ansichten, die nicht Thema sind
Und weil das deine persönliche Ansicht ist, die du hier sogar weitestgehend zurück nimmst, darf man ihr nicht widersprechen?
Ich stelle fest: Du kannst also nicht präzisieren, wie Cannabis Konsum den Konsumenten Establishment-Feindlich macht.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 12:26
Zophael schrieb:Man kann nicht einfach einen Artikel im zb Stern schreiben ohne das dieser "abgesegnet" wird.
Dem will ich ja gar nicht widersprechen - für irgendwas muss der Chefredakteur ja gut sein. :-)
Zophael schrieb:Ich weis nicht woran es liegt, das plötzlich nach vielen Jahren einer hanebüschenen Anti-Hanf-Kampanien mit Prohibition, nun jetzt das genaue Gegenteil in allen Medien gezeigt wird.
Bei dir hört sich das so an, als wären im einen Jahr hauptsächlich Anti_Cannabis Artikel (Fernsehberichte u.ä.) erschienen und im nächsten plötzlich nur noch positive.

Das stimmt so ja aber nicht, das war ein langer (jahrzehntelanger) zäher Weg dorthin.
Ich habe schon vor 10 Jahren das erste mal gedacht nun wird es auch hier bald legal.
Zophael schrieb:Wenn du der Ansicht bist, das es durch einen Generationswechsel kommt, ist das absolut ok.
Ja und jahrzehntelange zähe Aufklärungsarbeit.
Zophael schrieb: Ich begrüße es wenn es so wäre, aber die heutige Politik mit den heutigen Medien, zusammen mit dem bestehenden super starken Lobbyismus der sich sogar manchmal in den Medien als "Informativ" und "Doku" verkaufen will, lässt mich eben aufhorchen.
Auch Lobbyismus der falsche Infos in den Medien unterbringt ist mir bekannt, sowas bestreite ich doch gar nicht grundsätzlich (ganz übles Beispiel dafür die INSM)


Zophael schrieb:Nicht mehr, und nicht weniger interpretation. Wenn du eine Schattenmacht, Elite oder Teletubbies dazu dichten willst, ist das deine Sache
Wieso meine Interpretation? Du hast es doch oben bestätigt, dass du irgendeine nicht näher benannte Lobby dafür verantwortlich machst.

Einzig die Bezeichnung Schattenmacht dafür ist auf meinem Mist gewachsen.
Aber was den Begriff angeht bin ich extrem flexibel. :-)

Aber falls du den Beitrag über diesem gelesen haben solltest, dann weißt du, dass ich da keine sinnvolle Lobby erkennen kann.
Hast du da eine konkrete Idee welche Lobby das sein könnte?


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 13:58
@groucho
Naja, offenbar hat dich die Textfülle überfordert.
groucho schrieb: wen kümmert das JETZT noch bzw, was hat das mit der aktuellen Situation in D zu tun, war meine Frage.

Offensichtlich sind wir bei der Beantwortung dieser Frage einer Meinung: NICHTS.
Können wir dann die Baumwollindustrie abhaken?
Offensichtlich nix kapiert, die heutige Bedeutung der Baumwolle habe ich aufgeführt.
Gesetzesgrundlagen und das Zustandekommen hast du offensichtlich ebenfalls überlesen.

Aber das hier ist auch nicht ohne:
Dann fragte ich auf deine Behauptung hin, dass sich Cannabis Konsum positiv auswirke:

"Kannst du denn wenigsten spezifizieren wie sich Cannabis-Konsum positiv auswirkt?
Und ist es dabei (bei den positiven Auswirkungen) egal wieviel man kifft?"

Deine Antwort


Kannst du denn wenigsten spezifizieren wie sich Cannabis-Konsum positiv auswirkt?
Und ist es dabei (bei den positiven Auswirkungen) egal wieviel man kifft?


Toll - so kann ich auch sagen Paracetamol Konsum wirkt sich positiv aus.
(wenn man nicht zu starke Schmerzen hat)
????????????? :D
Zitieren sollte du schon ordentlich, soviel Zeit muß sein.


Den Rest nehm ich gar nicht mehr auf, bei DIR reine Zeitverschwendung.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 14:13
Ja, das Zitat ist in die Hose gegangen, habe ich leider erst bemerkt, als ich nicht mehr editieren konnte.

Für dich nochmal so wie es hätte sein sollen:

Du sagtest
skep schrieb:
Zum anderen aber auch die psychischen/physischen Auswirkungen, die, was persönliche Beobachtungen angeht,
in den meisten Fällen eher positiv zu werten sind. Aber, das sind eben nur persönliche
Einschätzungen.
Darauf hin fragte ich, ob du die positiven Auswirkungen präzisieren kannst.

Darauf kam dies von dir:
Gut dokumentiert und nachgewiesen ist die Wirksamkeit des Cannabis bei Übelkeit, Erbrechen, und Kachexie. Viele Studien weisen darauf hin, dass arzneiliches Potential in der Schmerztherapie, bei Depressionen und bei vielen Autoimmunerkrankungen, wie beispielsweise multipler Sklerose, Morbus Crohn vorliegt. Diese Anwendungen werden zurzeit intensiv erforscht.[1]
Darauf entgegne ich: Die psychischen/physischen Auswirkungen von Paracetamol sind positiv.

Oder anders gesagt, Ja, mir war bekannt, dass Cannabis bisweilen als Medikament genutzt wird.
skep schrieb:Offensichtlich nix kapiert, die heutige Bedeutung der Baumwolle habe ich aufgeführt.
Gesetzesgrundlagen und das Zustandekommen hast du offensichtlich ebenfalls überlesen.
Nana, musst nicht gleich zickig werden, nur weil du keine Argumente hast.
Doch habe ich gelesen und verstanden und mit keiner Silbe bestritten, aber du hast scheinbar nicht verstanden was ich gesagt habe. Oder prügelst du nur auf einen Strohmann ein mangels Argumenten?

Deshalb noch mal für dich :

Wir sind uns also einig, dass die Baumwollindustrie, bei der aktuellen Situation in Deutschland keine Rolle spielt hinsichtlich des Verbotes von Cannabis.
Fein.
skep schrieb:Den Rest nehm ich gar nicht mehr auf, bei DIR reine Zeitverschwendung
Ist okey, wenn du keine Argumente hast.

War die Frage nach der Situation in den Niederlanden zu fies?


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Scox
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 14:39
@Subcomandante
Subcomandante schrieb:Das Umdenken, von dem Du sprichst, ist das Umdenken der breiten Masse (BILD-Leser z.B.). Polizei, Justiz und Politik denken schon länger über eine Legalisierung nach.
Die breite Masse wird über die Medien umgelenkt. Und auch da liegt @Zophael wieder richtig, dass sich die Berichterstattung geändert hat. Die letzten Jahre waren geprägt von Anti-Propaganda. Ich erinnere mich noch an einen ganz üblen hyperpolemischen Spiegel-Artikel, in dem kolportiert wurde, dass Grundschulkinder bald alle mit etwas anderen Tüten rumlaufen, als vorgesehen.

Mit Abstand am häufigsten eingeladen bei Talkshows zum Thema war Chef-Lobbyist Rainer Thomasius, meist begleitet durch contra schwallende Unions-Polightiker. Die Pro-Gruppe war geläufig in der totalen Unterzahl und konnte sich nirgends mit ihren Standpunkten durchsetzen. Häufig ergriff die Moderation Partei für die Contra-Fraktion.
In den populärsten Öffentlich-Schädlichen wurden Dokus gezeigt, in denen verklärt wurde, wie Kiffer zu Schizo-Zombies mutieren. Hauptansprechpartner war selbstverstänlich die selbsternannte personifizierte Aufklärung: Rainer Thomasius.

Seit einigen Monaten hat sich das Blatt irgendwie gewendet. Zwar werden die Lobbyisten immer noch eingeladen, aber ihre Präsenz ist geschwächt. Was ich so an Radio- und TV-Talks mitbekomme, liefert mittlerweile eher ein Pro-Cannabis-Bild in Relation zu früher. Und mit Uruguay als auch Colorado fing das erst an.
Subcomandante schrieb:Da kann man Grass nicht mal eben legalisieren, das versteht die Bevölkerung dann nicht. Vielleicht sind die Deutschen jetzt dazu bereit, wer weiß? Ist ja aber auch egal, denn
Laut (gefälschter?) Umfragen seien wohl über 60% dagegen. Ob das die Realität abbildet oder wieder nur Meinungsmanipulation ad populum ist, weiß der Henker.

@groucho
groucho schrieb:Welcher Politiker hat denn bspw umgedacht und vor Colorado gegen eine Legalisierung gestimmt, der nun dafür ist?
Noch keiner. Ist aber nicht essenziell, denn es geht um Meinungsbildung und dafür sind überwiegend die Medien zuständig. Und genau dort zeigt sich eine Wendung.
groucho schrieb:Hmm, also kein Synonym für Schattenmacht von dir?
Den Terminus "Schattenmacht" hast du eingeworfen. Was du darunter verstehst, kann ich ja nicht wissen, aber du darfst es gerne erklären.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 14:46
Scox schrieb:Den Terminus "Schattenmacht" hast du eingeworfen. Was du darunter verstehst, kann ich ja nicht wissen, aber du darfst es gerne erklären.
Habe ich in meinem post weiter oben an Zophael schon getan, falls du den nicht gelesen hast, bitte nachholen.

Kannst du vielleicht den bösen Spiegel Artikel verlinken?

Wobei ein (1) Artikel noch kein Beweis für dies hier ist
Scox schrieb:Die letzten Jahre waren geprägt von Anti-Propaganda.
Ich kann dazu nur sagen, dass ich das diametral empfunden habe.

Kannst du denn sagen, wer die Lobbyisten sein könnten?
Auch die Pharmaindustrie wie skep meint?


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21.05.2014 um 14:52
Scox schrieb:Seit einigen Monaten hat sich das Blatt irgendwie gewendet.
Könnte das nicht einfach daran liegen, das es interessante Neuigkeiten zu berichten gab (Uruguay und Colorado) und das diese Beispiele manchen einfach zum Nachdenken gebracht hat oder zu einem Comming out?

Übrigens : Ein gewendetes Blatt sehe ich nicht, ich sehe nur eine verstärkte Berichterstattung (Gründe siehe oben)


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Scox
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 15:02
groucho schrieb:Habe ich in meinem post weiter oben an Zophael schon getan, falls du den nicht gelesen hast, bitte nachholen.
Ah ja?
groucho schrieb:Einzig die Bezeichnung Schattenmacht dafür ist auf meinem Mist gewachsen.
Aber was den Begriff angeht bin ich extrem flexibel. :-)
Dann erklär mal. "Flexibel" zu sein, reicht mir nicht.
groucho schrieb:Kannst du vielleicht den bösen Spiegel Artikel verlinken?
Leider nicht, den hatte ich vor Jahren als Print-Version in einer Arzt-Praxis gelesen.
groucho schrieb:Wobei ein (1) Artikel noch kein Beweis für dies hier ist
Sicher nicht. Willst mehr? Bedien dich:
http://www.sueddeutsche.de/wissen/cannabis-und-krebs-ein-joint-ist-so-schaedlich-wie-zigaretten-1.286684
http://www.welt.de/gesundheit/article2891521/Kiffen-loest-Psychosen-und-Schizophrenie-aus.html
http://www.bild.de/ratgeber/gesundheit/marihuana/ein-joint-kann-schizophrenie-ausloesen-cannabis-20661246.bild.html
http://www.n-tv.de/wissen/Schizophren-durch-Cannabis-article755350.html
http://www.focus.de/gesundheit/ratgeber/psychologie/news/cannabis-psychose-nach-dem-joint_aid_485963.html

...
groucho schrieb:Könnte das nicht einfach daran liegen, das es interessante Neuigkeiten zu berichten gab (Uruguay und Colorado) und das diese Beispiele manchen einfach zum Nachdenken gebracht hat oder zu einem Comming out?
Das kann sein, ja. Aber WEN zum Nachdenken und warum so plötzlich, wo man anhand der NL doch schon seit Jahrzehnten exemplarisch praktisch das Gleiche hätte sehen können?
groucho schrieb:Übrigens : Ein gewendetes Blatt sehe ich nicht, ich sehe nur eine verstärkte Berichterstattung (Gründe siehe oben)
Joa, dann würde ich dir empfehlen, dich stärker damit auseinanderzusetzen. Ich hatte 8 Jahre viel mit Cannabis zu tun, und konnte Eltern-, Medien-, Staats- und Lehrerbilder erfahren und glaub mir, vor einigen Jahren war man definitiv radikaler dagegen als man es heute ist. Wenn man Stern-Umfragen glauben darf und sich über 60% der Deutschen gegen eine Legalisierung aussprechen, darfst du dich jetzt fragen, wo diese hohe Zahl herkommen könnte.


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Zophael
ehemaliges Mitglied

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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 16:43
@groucho
groucho schrieb:Hast du da eine konkrete Idee welche Lobby das sein könnte?
Hmm wenn ich länger drüber nachdenke werden doch in Afrika angeblich riesige neue Felder für Agra aus dem nichts gestammpft, weil wir zuviel Obst futtern. Vielleicht läuft das "Felderstampfen" so gut, das sich da Weltfirmen wie Monsanto usw ein dickes Geschäft wittern.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 16:52
http://www.ksta.de/innenstadt/in-der-koelner-innenstadt-riesige-cannabis-plantage-entdeckt,15187556,27197018.html
Der Artikel zeigt wieder einmal, dass Cannabis nach wie vor hoch im Kurs steht bei Kriminellen, wer weiß schon wieviele große Untergrundanlagen zur Züchtung genutzt werden?
http://www.ksta.de/innenstadt/in-der-koelner-innenstadt-riesige-cannabis-plantage-entdeckt,15187556,27197018.html
Bei Rauschgiftabhängigen soll eine kontrollierte Abgabe von Drogen mit einer Therapie gekoppelt sein. Auf dieses Weise sollen Betroffene schrittweise entwöhnt werden. Die Abgabestellen sollen zugleich als Beratungsstelle fungieren.
Sowas hab ich noch nie Gehört dass Süchtige nach wie vor ihr "Suchtmittelchen" nehmen sollen und sie sich auf die Beratung verlassen sollen, ich denke da wäre ein Enzug mit anschließender Psychotherapie angebrachter, sonst besteht eine große Gefahr des Rückfallens...


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 16:56
Scox schrieb:Willst mehr? Bedien dich:
Das ist nett von dir, aber ich wollte nun keinen "link-Krieg" anfangen. :-)
Wir wollen doch jetzt nicht den Thread mit Pro und Contra links vollspammen und am Ende zählen wovon es mehr gibt?
Dass es Contra Artikel gab wollte ich nicht bestreiten.

Bestreiten (aufgrund dessen, was ich wahr genommen habe) wollte ich eine "plötzliche" Wende.
Ich habe das eher so wahr genommen, dass es langsam und stetig immer mehr pro Stimmen gab.
Scox schrieb:Aber WEN zum Nachdenken und warum so plötzlich, wo man anhand der NL doch schon seit Jahrzehnten exemplarisch praktisch das Gleiche hätte sehen können?
Das finde ich nun ein wenig seltsam, dass du diese Fragen mir stellst.
Scox schrieb:Joa, dann würde ich dir empfehlen, dich stärker damit auseinanderzusetzen. Ich hatte 8 Jahre viel mit Cannabis zu tun, und konnte Eltern-, Medien-, Staats- und Lehrerbilder erfahren und glaub mir, vor einigen Jahren war man definitiv radikaler dagegen als man es heute ist.
Ich habe sogar schon seit knapp 30 Jahren mit Cannabis zu tun - watt sachste nu?

Ist zwar immer ein netter rhetorischer Trick, aber nur weil jemand eine andere Meinung hat, heißt das nicht, dass die Materie für ihn neu ist.
Scox schrieb:Wenn man Stern-Umfragen glauben darf und sich über 60% der Deutschen gegen eine Legalisierung aussprechen, darfst du dich jetzt fragen, wo diese hohe Zahl herkommen könnte.
Nein, das frage ich dich.
Du insinuierst doch hier irgendwelche Seltsamkeiten.

Meine Antwort darauf habe ich weiter oben schon Zophael gegeben, aber ich will das gerne wiederholen.
Ich glaube, im Wesentlichen liegt es an einem Generationswandel (ich habe mal an Ostern zu meiner Mutter gesagt, dass ich den Nachtisch mitbringe - da hat sie zum ersten Mal in ihrem Leben einen Joint geraucht und konnte selbst sehen, dass man davon nicht Heroinsüchtig wird :-) ) udn außerdem eine verstärkte Lobbyarbeit der Pro Fraktion.
Eine lange und mühevolle Lobbyarbeit mit einer langsam steigenden Akzeptanz.

Wenn ich von Lobbyarbiet rede, meine ich eine Lobby aus Leuten, die es zu medizinischen Zwecken legal haben wollen und Menschen (Usern), die nicht mehr kriminalisiert werden möchten.
Plus den Stimmen aus Polizei und Juristerei die auch verstärkt für eine Legalisierung sprechen.


Was glaubst DU denn, wer da was forciert und wie und wo die hohe Zahl herkommt?


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

21.05.2014 um 17:00
Zophael schrieb:Hmm wenn ich länger drüber nachdenke werden doch in Afrika angeblich riesige neue Felder für Agra aus dem nichts gestammpft, weil wir zuviel Obst futtern. Vielleicht läuft das "Felderstampfen" so gut, das sich da Weltfirmen wie Monsanto usw ein dickes Geschäft wittern.
Du meinst Monsanto könnte hinter der Pro-Arbeit stecken?

Na, wenn das wahr wäre, würde ich anfangen Monsanto ein wenig lieb zu haben. :-)


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