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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

5.254 Beiträge, Schlüsselwörter: Deutschland, Berlin, Cannabis, Hanf, Coffe Shop

Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

14.02.2015 um 18:23
@pere_ubu

Der ist eh super, aber er selbst pafft nicht. Ist Präsident, aber wohnt ganz einfach in einem kleinen Haus. :)


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

18.02.2015 um 11:23
20min hat ne interessante (nicht repräsentative) Leserumfrage durchgeführt:
18'937 Leserinnen und Leser haben an der 20-Minuten-Umfrage zum Thema Cannabis-Legalisierung teilgenommen. Davon waren 78 Prozent Männer. Mehr als ein Drittel waren zwischen 20 und 30 Jahren alt. Damit war das die grösste vertretene Altersgruppe. Knapp die Hälfte der Teilnehmerinnen und Teilnehmer geben als höchsten Abschluss eine Berufslehre an. 22 Prozent haben einen Abschluss an einer Universität oder einer Höheren Fachschule vorzuweisen.
Das Resultat:
61 Prozent der Umfrageteilnehmer konsumieren gerne selber Cannabis. Es zeigt sich, dass durchschnittlich mehr Männer (64%) regelmässig kiffen als Frauen. Bei ihnen sind es rund 16 Prozent weniger.

Die schulische Ausbildung, der Wohnort oder die politische Ausrichtung haben kaum einen Einfluss auf den Cannabiskonsum. Ob Uni-Abschluss oder Berufslehre, SVP- oder SP-Wähler, der Kiffer-Anteil liegt bei allen Gruppen zwischen 56 und 65 Prozent

Nur zwischen den Altersgruppen zeigt sich ein deutlicher Unterschied: Ältere Semester drehen seltener einen Joint. Während bei den unter 30-Jährigen zwei von drei kiffen, ist es bei den über 50-Jährigen noch jeder Dritte.

Der meist genannte Grund für den Joint zwischendurch: Das Rauchen entspannt. Rund 11 Prozent haben zudem angegeben, Cannabis aus medizinischen Gründen zu konsumieren. Und gerade mal zwei Prozent erliegen dem Gruppendruck und kiffen nur, weil es die anderen auch tun.

18 Prozent der Cannabis-Konsumenten verraten, dass sie sich selbst als süchtig bezeichnen würden. Bei den Männern sind es mehr (19%) als bei den Frauen (13%).

Rund 80 Prozent aller Umfrageteilnehmer würden eine Legalisierung von Cannabis begrüssen. Auch hier zeigt sich, dass der Wohnort oder der Bildungsstand keinen Einfluss auf die Entscheidung haben.

Ein deutlicher Unterschied zeigt sich aber im Kiffer-Anteil zwischen den Legalisierungs-Gegnern und den Befürwortern. Bei den Gegnern sind es rund 7 Prozent, die Cannabis konsumieren. Bei den Befürwortern hingegen sind es knapp zwei Drittel

Auch die politischen Präferenzen der Gegner und Befürworter unterscheiden sich. Während der Durchschnitt bei den Befürwortern exakt in der Mitte liegt, zeigt sich bei den Gegnern eine Tendenz nach rechts.

Die meisten Leser, die sich für eine Legalisierung ausgesprochen haben, sind der Meinung, dass, wer kiffen will, es schon jetzt tut. Es gebe keinen Grund, eine ganze Gruppe zu kriminalisieren.
Nur die über 50-Jährigen geben einen anderen Grund an: Sie glauben, dass eine Legalisierung die Kontrolle des Verkaufs vereinfachen würde. Kiffer müssten nicht mehr beim Dealer, der auch harte Drogen verkauft, das Cannabis besorgen.

Die Gegner machen sich vor allem Sorgen um die Jungen. Sie sind der Meinung, dass junge Menschen nicht in der Lage sind, die Gefahren zu sehen. Deshalb müsse man sie beschützen. Auch die Angst, dass eine Legalisierung zu vermehrtem Konsum von harten Drogen führen könnte, ist gross.
http://www.20min.ch/community/stories/story/80-Prozent-befuerworten-eine-Gras-Legalisierung-20443566


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

18.02.2015 um 13:19
Ein sehr interessantes Argument für die Legalisierung wird gerade durch eine neue Studie aufgezeigt:

http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/cannabis-erhoeht-kiffen-das-risiko-fuer-eine-psychose-a-1018961.html

Das Ergebnis der Studie: Wer Skunk raucht (reich an THC, sehr wenig CBD), hat ein "höheres Psychoserisiko". Wer Hasch raucht (wenig THC, mehr CBD) dagegen nicht.
Es ist mittlerweile als wissenschaftlicher Konsens anzusehen, dass CBD als Antagonist zu THC die Wahrscheinlichkeit zu einem psychotischem High reduziert. Daher sind Cannabissorten mit höherem CBD-Gehalt ungefährlicher als andere.
Aber: Durch die Illegalisierung wird Cannabis auf THC gezüchtet, zu Lasten von CBD, weil der höhere Wirkstoffgehalt einerseits zu einem größerem High führen kann, andererseits aber auch für das gleiche High eine geringere Menge erforderlich ist. Somit ist der Wert von THC-reichem Kraut deutlich höher als von anderen Sorten.

Die Umfrage des Global Drug Survey, welche gezielt Konsumenten nach ihren Präferenzen zu allen möglichen Drogen befragt, brachte aber zum Vorschein, dass eben höhere CBD-Konzentrationen durch die Bank beliebter sind.

http://www.globaldrugsurvey.com/facts-figures/the-global-drug-survey-2014-findings/

Sprich: Eine Legalisierung ohne Regulierung des THC-Gehaltes würde zur Zucht von Cannabis mit einem günstigerem THC/CBD-Verhältnis führen. Mit regulatorischen Mitteln, wie z.B. höhere Besteuerung/Verbot von Gras mit höheren THC-Gehalten oder schlechteren THC/CBD-Verhältnissen, könnte dieser Effekt verstärkt werden, was die Entstehung von Psychosen aufgrund von Cannabis - falls dieses wirklich Psychosen auslöst - reduziert. Da der illegale Status von Cannabis vom Konsum nicht abhält, ist dies ein weiteres starkes Argument für eine Legalisierung!


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

18.02.2015 um 16:35
Madboy schrieb:Eine Legalisierung ohne Regulierung des THC-Gehaltes würde zur Zucht von Cannabis mit einem günstigerem THC/CBD-Verhältnis führen. Mit regulatorischen Mitteln, wie z.B. höhere Besteuerung/Verbot von Gras mit höheren THC-Gehalten oder schlechteren THC/CBD-Verhältnissen, könnte dieser Effekt verstärkt werden, was die Entstehung von Psychosen aufgrund von Cannabis - falls dieses wirklich Psychosen auslöst - reduziert
Darf man fragen, ob du selbst kiffst?

Ich bin sicher, dass ein geringerer THC Gehalt nicht gleichbedeutend ist mit "weniger Psychosen"

Normalerweise will jeder Kiffer "sein High" haben.
Hat er starken Stoff nimmt er weniger in einen Joint, hat er schwächeren Stoff gibt er mehr in einen Joint.


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ThunderBird1
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

18.02.2015 um 16:46
Man kann ja auch Schnupftabak dosieren...

Man muss ja nicht immer die ganze Ladung nehmen. :D

Hab damit aber nichts zu tun...



(Nur zur Info)


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

18.02.2015 um 17:16
groucho schrieb:Darf man fragen, ob du selbst kiffst?
Ich bin jetzt kein Kiffer/Stoner, aber habe durchaus meine Erfahrungen ;)
groucho schrieb:Ich bin sicher, dass ein geringerer THC Gehalt nicht gleichbedeutend ist mit "weniger Psychosen"

Normalerweise will jeder Kiffer "sein High" haben.
Hat er starken Stoff nimmt er weniger in einen Joint, hat er schwächeren Stoff gibt er mehr in einen Joint.
Vielleicht habe ich mich etwas missverständlich ausgedrückt: Das relevante ist der CBD-Gehalt. Dieser ist aber aus modernen Strains weitgehend rausgezüchtet worden, da eben auf THC hin optimiert wurde. So haben auch heute populäre Strains in den USA oftmals 18-23% THC, bei <<1% CBD.
Medizinisches Cannabis gibt es heute aber auch mit >>5% CBD, bei <1% THC. Oder Strains mit 15% THC und 5% CBD. Es sind heute also durchaus auch Züchtungen möglich, die einen hohen THC-Gehalt sowie CBD-Anteil haben. Nur muss man dies zum Ziel und die technischen Möglichkeiten (Analyse des Pflanzenmaterials) haben. Welches Verhältnis aus THC/CBD jetzt gerade für die Reduzierung von psychischen Erkrankungen optimal ist, muss man auch erst ermitteln. Falls denn wirklich Cannabis Psychosen auslösen kann.

Ich kann aufgrund mangelnder Erfahrung nicht sagen, wie sich jetzt CBD effektiv auf den Rausch auswirkt. Wissenschaftlich gilt es aber als erwiesen, dass die psychischen Probleme während des Rausches durch CBD reduziert werden. Es ist auch normal, dass man bei höherem THC-Gehalt weniger Material verwendet. Nur bleibt der CBD-Anteil da ja gleich niedrig.

Edit: Bisher verstehe ich es so, dass CBD entscheidend für das Body-High ist. Gut möglich, dass somit manche Konsumenten zu viel THC konsumieren, um ihr gewünschtes Körpergefühl zu erlangen. Das würde sich damit decken, dass das Psychoserisiko abhängig von der konsumierten Menge ist


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

18.02.2015 um 17:24
ThunderBird1 schrieb:Man kann ja auch Schnupftabak dosieren...
Wäre schlimm wenn nicht. Die normale Verkaufseinheit davon sind 5 oder 10g Dosen. Wer das auf einmal reinpfeift, der ist danach ziemlich fertig ;)
Madboy schrieb:Edit: Bisher verstehe ich es so, dass CBD entscheidend für das Body-High ist. Gut möglich, dass somit manche Konsumenten zu viel THC konsumieren, um ihr gewünschtes Körpergefühl zu erlangen. Das würde sich damit decken, dass das Psychoserisiko abhängig von der konsumierten Menge ist
Das ist aber reine Spekulation von mir. Bin was CBD angeht nicht wirklich gut informiert.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

18.02.2015 um 19:03
@groucho

Habe gerade einen Artikel gefunden, der auf die Ursache des THC/CBD-Verhältnisses in Cannabis eingeht:

http://www.newscientist.com/article/dn26988-skunks-psychosis-link-is-only-half-the-cannabis-story.html#.VOLGG8MJ_A_.twit...
How come there's so much THC in skunk?
Both substances are made in the marijuana plant from the same starting material, called cannabigerol, so if the content of one goes up, the other goes down. In hash, typically grown under natural conditions in north Africa, the cannabigerol is converted equally into both.

But producers in the UK have bred strains in which the enzyme for making THC is more dominant, generating cannabis with much higher THC content and much lower CBD content as a result.

Because this type of cannabis is stronger, and more likely to be demanded by regular users who need stronger strains to get their hit, it has come to dominate the black market in the UK over the past 20 years. Hence the increase in psychosis, especially in new, young regular users who have not had time like their older peers to get used to stronger strains.
Kurz: CBD und THC werden in der Pflanze aus dem selben Ausgangsstoff hergestellt. Durch die Zucht wurden aber die Enzyme zur CBD-Produktion weitgehend unterdrückt, um ein Maximum an THC zu erhalten. Dadurch ist dieses gezüchtete Gras stärker und somit wertvoller.

Zur Wirkung von CBD:
Englund and his colleagues published results two years ago in the Journal of Psychopharmacology, DOI: 10.1177/0269881112460109, showing that in 48 healthy volunteers, 42 per cent suffered psychotic episodes following injections of THC, compared with just 14 per cent if they received a tablet of CBD beforehand.

Also, recipients of CBD were less likely to suffer paranoid episodes, and unlike non-recipients, suffered no memory loss on word-recall tests.

Is CBD as effective as existing antipsychotic medicines?
Apparently so. A study in Germany, published two years ago, showed that in 33 patients with schizophrenia, CBD alleviated psychotic symptoms as well as the existing medication, amisulpride, but without the usual side effects, including movement disturbances, weight gain and sexual dysfunction Translational Psychiatry, DOI: 10.1038/tp.2012.15).
Kurz: Eine Studie quantifizierte die Wirkung von THC/CBD bezüglich psychotischen Episoden in gesunden Probanten: THC 42%, THC+CBD: 14% -> Reduktion um 70%(!)
Zweite Studie verglich die Wirkung von CBD mit der von Amisulprid bei Probanten mit Schizophrenie. Dabei Schnitt CBD genau so gut ab wie das Medikament - nur ohne dessen Nebenwirkungen.
"Prohibition has created the monster of skunk," he says. "The solution is to regulate cannabis trade."
Prof. David Nutt
Meine Rede :D


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

19.02.2015 um 16:58
Wollte gerade mal eine Grafik Psychosediagnosen vs. Cannabiskonsum für Deutschland anfertigen und musste feststellen, dass es keine vernünftige Statistik bezüglich des Cannabiskonsumes gibt. Bei EMCDDA fand ich nur einen Wert für ein Jahr, was nicht dem Sinn der Grafik entspricht. Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes (gbe-bund.de) ist die Anzahl für Diagnosen von Psychosen und psychotischen Erkrankungen ziemlich konstant, mit 160-170 Diagnosen pro 100.000 Einwohner.

Statt direkt auf Konsumentenzahlen zurückzugreifen habe ich dafür die Anzahl an Diagnosen "Cannabisvergiftung" genommen, welche auch die Einlieferungen aufgrund synthetischer Cannabinoide beinhaltet und sehr wahrscheinlich auch Vergiftungen durch Streckmittel. Aufgrund vieler Faktoren hängen diese Vergiftungen wahrscheinlich nur sehr indirekt mit dem wirklichen Konsum zusammen, weswegen die Grafik ziemlich nutzlos ist. Aber vielleicht motiviert meine Excel-Eskapade zum Nachahmen :D

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Daten wie oben genannt von gbe-bund.de. Beachte Vergleich absoluter und relativer Zahlen. Aus der Grafik sind keine Schlüsse möglich. Behandlungszahlen jeweils von Krankenhäusern an den Bund gemeldet.


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blaomat
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

19.02.2015 um 19:32
"The Monster of Skunk" LOL

und verstehe ich das richtig, dass 42% der gesunden Probanden nach Cannabiskonsum angeblich Psychosen hatten (LOL?) Wenn man den Probanden das Thc nicht literweise direkt ins Hirn gespritzt hat, halte ich diese Zahl für gepflegten Bullshit, da fragt man sich wer für die "Studie" bezahlt hat.

Die Wirkung beim Cannabis wird auch durch die Art bestimmt, es gibt Indica, Sativa und Ruderalis. Es gibt Sorten die kaum CBD enthalten aber dennoch eher beruhigend bis drückend wirken.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

19.02.2015 um 21:31
blaomat schrieb:und verstehe ich das richtig, dass 42% der gesunden Probanden nach Cannabiskonsum angeblich Psychosen hatten (LOL?) Wenn man den Probanden das Thc nicht literweise direkt ins Hirn gespritzt hat, halte ich diese Zahl für gepflegten Bullshit, da fragt man sich wer für die "Studie" bezahlt hat.
Es ist die Rede von psychotischen Episoden, was wohl (meinem Verständnis nach) ein sehr weiter Begriff ist. D.h. darunter fallen sehr viele Erlebnisse, die bei einem starkem High eben auftreten. Daraus schlussfolgern viele Wissenschaftler, dass eben reines THC Psychosen begünstigt. Was zumindest in wenigen Probanten mit gewisser genetischer Veranlagung auch logisch ist, da ganz normaler Stress Psychosen auslöst. Teile des Highs können stressig sein.
Daraus folgt aber nicht, dass THC eine Psychose verursachen kann. Habe einige Studien gefunden, die keine erhöhte Wahrscheinlichkeit feststellen konnten - in normalen Probanten. Alles eine Frage der Gene und anderer Risikofaktoren (sind additiv zueinander). Bei groß angelegten Studien kommt oftmals eine Erhöhung des Psychoserisikos um 300% heraus - ähnlich, wie wenn du als Kind migrierst. Oder in der Stadt aufwächst. Die Zahlen mit dem x-Fachen Risiko muss man da absolut nüchtern betrachten.
blaomat schrieb:Die Wirkung beim Cannabis wird auch durch die Art bestimmt, es gibt Indica, Sativa und Ruderalis. Es gibt Sorten die kaum CBD enthalten aber dennoch eher beruhigend bis drückend wirken.
Die Strains unterscheiden sich primär in ihrer Zusammensetzung aus den verschiedenen Cannabinoiden (z.B. THC, CBD) und Terpenen. Wirklich erforscht werden bisher primär THC und CBD, wobei die Wirkung sich als Wechselspiel aller Inhaltsstoffe ergibt. Da dies pharmakologisch ein absolutes Horrorszenario darstellt, werden eben nur die Hauptstoffe wirklich untersucht. Und dann noch die Repression oben drauf...
Ein Unternehmer, der in den USA medizinisches Cannabis analysiert, hat eine Studie angekündigt, die laut seiner Aussage das Verständnis von den Strains über den Haufen werfen soll. Dies begründet er damit, dass die verschiedenen Strains sehr starke Streuung in den Inhaltsstoffen aufweisen, weswegen die Wirkung ebenfalls stark streue.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 01:54
@Madboy es ist aber auch so das die indicas, von sich aus nen höheren CBD Anteil als sativas haben,bei den Sativas wurde der THC Gehalt bei manchen Sorten halt erhöht.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 19:36
Nun reiht sich auch die Deutsche Gesellschaft für Suchtmedizin (DGS) ein, das BtMG zu reformieren. Beim DGS handelt es sich um, laut eigenen Angaben, den mitgliederstärksten Verband deutscher Suchtmediziner.

Deren Position kann man in folgendem .pdf nachlesen:

http://www.dgsuchtmedizin.de/fileadmin/documents/dgs-info_extra_20150218/DGS-BtMG-Prüfbedarf-2015.pdf
Das bestehende Betäubungsmittelrecht hat die Entwicklungen in der Suchtmedizin und -therapie nicht oder nicht ausreichend aufgenommen und stellt sich als hinderlich und problemverschärfend dar.
Es ist deshalb auch aus suchtmedizinischer Sicht dringend geboten, das BtMG gründlich zu überprüfen.
Es werden auch einige wichtige Punkte, an deren Umsetzung das BtMG scheitert aufgezählt.
6. Sonderfall Cannabis als Medizin
Das BtMG hat die Erforschung medizinischer Eigenschaften des Hanfs mehrere Jahrzehnte lang behindert. Das Spektrum der Indikationen wird aber aktuell immer interessanter. Ein wachsender Kreis von Menschen, die nicht zu den herkömmlichen hedonistischen Cannabiskonsumenten zählen, erlebt diese Substanz als hilfreich, beispielsweise bei der Linderung von Schmerzen. Das BtMG trägt dieser Entwicklung nicht in gebotenem Umfang Rechnung und erklärt potentielle Patienten zu Kriminellen.
Fragt sich jetzt nur, wie lange sich die Politik noch vor der Vernunft drücken kann. Im Saarland wurde vor ein paar Tagen eine wissenschaftliche (!) Überprüfung der Drogenpolitik durch CDU und SPD abgelehnt...


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haekki
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 20:50
@Madboy

Traurig ist das mit der Ablehnung der unabhängigen Untersuchung. Man würde fast meinen, dass vor allem die Drogenpolitik eine wissenschaftliche Grundlage nötig hat, aber das sehen die wohl anders.

Erschreckend, das ganze. Schön die Legalisierung von Anfang an ausschließen, und das ohne Grundlagen, das ist ja zum Heulen.

David Nutt musste leider auch erkennen, dass Drogenpolitik nichts mit Wissenschaft zu tun hat.
He begins and ends the book with a look at the irrationality of our present drug policy, recounting a call he had with then-Home Secretary Jacqui Smith, who was furious that he’d compared horseback riding harms to the harms from taking MDMA. Smith says that “you can’t compare harms from a legal activity with an illegal activity.” When Nutt asks why not, she says, “because one is illegal.” When he asks why it is illegal, she says, “Because it is harmful.” So he asks, “Don’t we need to compare harms to determine if it should be illegal?” And Smith reiterates, “you can’t compare harms from a legal activity with an illegal activity.” Lather, rinse, repeat, and you’ll get our current drugs-policy disaster.
Fast das selbe habe ich aus der deutschen Politik auch schon gehört, ist nicht lange her gewesen. Ich weiß keine genauen Einzelheiten mehr, muss wohl am Kiffen liegen. ;)


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 21:01
Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?heute um 20:50t
Ich halte von einer Legalisierung gar nix.

Eine Legalisierung käme meines Erachtens einer Verharmlosung gleich.

Und dass der regelmäßige Konsum nicht harmlos ist weiß ich.


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haekki
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 21:19
@fasten_seatbel
fasten_seatbel schrieb:Eine Legalisierung käme meines Erachtens einer Verharmlosung gleich.
Wenn man sich mit der Sache nicht richtig auseinander setzt, dann zieht man solche Schlüsse. Vielleicht hast du ja gar keine Lust auf eine Diskussion, ich weiß es nicht, aber würdest du das näher erklären, warum du das so siehst?
fasten_seatbel schrieb:Und dass der regelmäßige Konsum nicht harmlos ist weiß ich.
Was hat das mit der Legalisierung zu tun? Regelmäßiger Konsum findet immer statt. Ein Verbot bringt genau gar nichts, dazu kann ich dir auch genaueres sagen, falls es dich wirklich interessiert.

Außerdem geht es hier nicht darum, was Leute davon halten, sondern wie die wissenschaftliche Grundlage zu der ganzen Sache aussieht, und die wird in politischen Kreisen gerne ignoriert.

Frag an dich: Was hat der Kampf gegen Cannabis bis jetzt gebracht?

Das hilft dir weiter:

http://www.heise.de/tp/artikel/34/34857/1.html


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 21:34
@haekki
haekki schrieb:Wenn man sich mit der Sache nicht richtig auseinander setzt, dann zieht man solche Schlüsse.
Das habe ich und musste ich, zwangsläufig.

Es wird nur nichts bringen, hier weiter darauf einzugehen. Da hier (gehe ich jetzt einfach mal von aus, wesentlich mehr pro´s als anti´s schreiben). Ist ja meistens so. Und auf diese Art Kommunikation bzw. Befeuerung kann ich getrost verzichten.

Du darfst mir aber jetzt einfach mal glauben, dass ich mir meine Meinung dazu nicht einfach mal so aus dem Ärmel gezogen habe.


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haekki
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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 21:48
@fasten_seatbel

Ich glaube dir das gerne, aber wäre es nicht sinnvoller, wenn du das mit ein paar Argumenten untermauern würdest?

Es war nicht gerade klug von mir anderen Menschen, die gegenteiliger Meinung sind, zu unterstellen, sie hätten sich nicht damit auseinander gesetzt, sorry.

Was sagst du denn zu meinem Link?

Wenn ich von Legalisierung sprechen, dann stelle ich mir darunter auch vor, dass endlich mal Aufklärung herrscht, und nicht nur stumpfsinnige Panikmache, wie man es von vielen leider gewohnt ist.

Es scheint so, als würden aufgeklärte Menschen weniger zu Drogen greifen. Nur wo werden junge (und auch alte) Menschen denn wahrheitsgemäß aufgeklärt, was verschiedene Drogen anrichten können, und was eben nicht?

Anstatt Millionen in die Verfolgung von "kleinen Kiffern" zu stecken, könnte man das Geld doch in Prävention stecken.

Anstatt Schauermärchen zu erzählen, könnte man einfach offen mit dem Thema umgehen.

In den Niederlanden gibt es nicht mehr Konsumenten als in Deutschland, eine Verharmlosung findet dort auch nicht statt, woher also die ganzen Befürchtungen?

Mein Diskussionsstil ist wahrlich nicht das gelbe vom Ei, aber ich würde es gerne versuchen. Andere Sichtweisen sahen meist so aus: "Ich finde es nicht gut, weil *Schauermärchen*" oder "Ich finde es nicht gut, will dazu aber auch nichts sagen"

Und aus solchen Diskussionen konnte ich nie etwas lernen.


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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 21:49
@haekki
Seit 2001 stehen der Erwerb und Gebrauch jedweder Droge zum persönlichen Vergnügen oder der Ruinierung der Persönlichkeit nicht mehr unter Strafe.
Geht jetzt nicht persönlich gegen Dich steht aber als Überschrift in dem von Dir empfohlen Link.

Und so sehe ich es auch. Regelmäßiger Konsum hemmt und schwächt den Menschen, macht träge, zieht Körperliche Beschwerden nach sich und und und.

Auf der anderen Seite habe ich aber auch einen Menschen kennengelernt der aufgrund einer Querschnittslähmung Cannabis legal konsumieren durfte.

Das ist aber dann etwas anderes.


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haekki
ehemaliges Mitglied

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Legalisierung v. Cannabis - Der erste Schritt ist getan?

20.02.2015 um 21:55
@fasten_seatbel
fasten_seatbel schrieb:Geht jetzt nicht persönlich gegen Dich steht aber als Überschrift in dem von Dir empfohlen Link.
Und was hat diese Art der Formulierung mit dem Ergebnis zu tun? Weiter unten steht ja, was darauf hin folgte:
Dann, 2004, bereiste eine UN-Delegation aus Mitgliedern des International Narcotics Control Board Portugal und fand erste Anzeichen dafür, dass sich das Land weder in eine dauerkiffende Hippie-Kommune noch in eine MDMA-lastige Rave-Party verwandelt hatte. Man brauchte ein paar Jahre, um den Schock zu verarbeiten, erst im Weltdrogenbericht 2009 kommt man für Portugal zu dem Schluss: "Es scheint, als hätten sich eine Reihe von drogenbezogenen Problemen verringert."
Insgesamt stieg der Konsum von illegalen Drogen in Portugal bis 2003 leicht an, um danach wieder abzufallen. Auch dieses Phänomen war allerdings in den Nachbarländern Spanien und Italien zu beobachten. Der problematische Konsum scheint dagegen sukzessive abgenommen zu haben. Zudem beruhigte sich die Szene in den Strafvollzugsanstalten, dort verringerte sich die drogenbezogene Kriminalität erheblich.
Die beliebteste illegale Droge, Cannabis, erlebte keinen Boom. 2001 hatten 2,4% der befragten Portugiesen sie im letzten Monat geraucht, dieser Wert hatte sich 2007, auch unter den jüngeren Konsumenten, nicht erhöht. Auch bei Ecstasy und den Amphetaminen und ebenfalls bei den legalen Mitteln Alkohol und Tabak blieben die Werte nahezu auf einem Niveau.
So bleibt festzustellen, dass die portugiesische Reform den verelendeten Heroingebrauchern am meisten geholfen hat. Deren drogenbedingte Todesfälle gingen in Portugal signifikant zurück. Die zweite Erkenntnis: Der Begriff der "Entkriminalisierung" muss kein politisches Schreckgespenst sein, sondern könnte zukünftig eine Palette von Möglichkeiten beinhalten, wie rechtlich und kulturell mit den Gebrauchern und Genießern von illegalen Drogen umgegangen wird. Dafür allerdings müssten die politischen Akteure überhaupt den Gestaltungs- und die Wissenschaft den Forschungswillen aufbringen. Es wundert doch sehr, dass niemand sich aufmacht heraus zu kriegen, wie die Effekte einer Entkriminalisierung sauber zu messen sind.
Das ist doch NUR positiv, was dabei heraus gekommen ist.


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