Agentb schrieb:Dieses goodwill, hat auch zum Teil geholfen, das Groomingbanden in England so lange oder noch ihr unwesen trieben/treiben.
Wobei mir so was auch unerklärlich ist. Aber da ich von Rechts bis zu Mitte, teils Mitte-Links nen Wandel erlebt habe und Irrsinn auch aus dem Bereich der Sicherheitspolitik kenne:
Manchmal ist es diese absurde "Gutmenschenturm aus dem Elfenbeinturm", wo man sich wegen krasser dogmatischer Ideologie krampfhaft manche Realitäten nicht vorstellen kann und will (ehe Rechts-außen Beifall klatscht, die Spinner trifft das genau so wenn sie alles was mit Migration zutun hat kategorisch ablehnen oder immer als Problem betrachten, genau so toxisch-irrige Scheiße wenn es sehr pauschal ist).
Machen wir uns nichts vor, die Dosis macht bekanntermaßen das Gift und sowohl bei links-außen wie rechts-außen gibt es irrige Ideologieechokammern die meist absolut nicht hilfreich sind. Am geilsten war immer noch ein linker Szeneclub oder dergleichen der Flüchtlingen Benefits oder Rabatte oder so einräumte (was an sich natürlich nobel ist) aber dann zähneknirschend feststellen musste, dass zumindest bei dem Klientel was dort auflief Übergriffe und Probleme zunahmen.
Im Conne Island sei es demnach zu mehreren sexuellen Übergriffen gekommen: “Die stark autoritär und patriarchal geprägte Sozialisation in einigen Herkunftsländern Geflüchteter und die Freizügigkeit der westlichen (Feier-)Kultur bilden auch bei uns mitunter eine explosive Mischung. Sexistische Anmachen und körperliche Übergriffe sind in diesem Zusammenhang im Conne Island und in anderen Clubs vermehrt aufgetreten —auch mit der Konsequenz, dass weibliche Gäste auf Besuche verzichten, um Übergriffen und Auseinandersetzungen aus dem Weg zu gehen.”
Die Übergriffe hätten dabei zum Teil eine neue Qualität gehabt. Der sogenannte “Refugee-Fuffziger”, der Flüchtlingen erlaubte, für 50 Cent Eintritt zu den Veranstaltungen zu haben, sei von jungen Männern mit Migratonshintergrund gezielt genutzt worden, um Stress zu suchen. Entgegen der eigenen Prinzipien, habe man sogar bei einem Vorfall die Polizei hinzuziehen müssen, da die Situation nicht mehr durch das eigene Sicherheitspersonal zu kontrollieren gewesen sei.
Davon ausgehend haben die Betreiber und Betreiberinnen überlegt, “ob wir uns als Plenum ausreichend solidarisch mit den Betroffenen gezeigt oder auf den antisexistischen Bemühungen der letzten Jahre ausgeruht haben.” Mitunter sei das Einlasspersonal aus einem “vorauseilendem Antirassismus” heraus zurechtgewiesen worden, wenn sie Migranten einen Platzverweis gaben. Oder es wurden kulturalistische Erklärungsmuster angebracht, die sexistische Übergriffe verharmlosen, z.B.: “Woher soll er wissen, dass man hier mit Frauen so nicht umgeht?”
Das Problem im Umgang mit solchen Vorfällen sei mitunter auch die Angst, AfD, der Leipziger-Pegida-Ableger Legida und anderen Rechten in die Hände zu spielen. Doch nun sei man zu dem Schluss gekommen, diesen Gruppen nicht die Deutungshoheit in der Debatte zu überlassen. Eine “Thematisierung der Problematik innerhalb der Linken” sei “längst überfällig”.
Bereits im Statement antizipierte das Plenum dabei die möglichen Reaktionen von Rechts, die jetzt auch wie bestellt eintrafen.
Quelle:
https://www.vice.com/de/article/conne-island-berichtet-von-problemen-bei-fluechtlingen-projekte-afd-legida-reagieren/Ein Teil von mir kann deren Bedachtsamkeit irgendwo nachvollziehen. Ein anderer Teil von mir nicht: Allein wenn man sich gefühlt mehr davor einscheißt, wie Rechts reagieren könnte wenn man Probleme zugibt bzw. ob man sich mehr davor einscheißt bei manchen Tätern/Aggressoren resolut einzuschreiten, weil diese Migrationshintergrund haben (gelähmt von möglichen Rassismusvorwürfen oder falsch dosierter Toleranz) obwohl man dies sollte um Sexismus/Frauenfeindlichkeit vorzubeugen.
Das mag ein exemplarisches Beispiel sein aber es ist Sinnbild für lähmende irrige Filterblasen oder Elfenbeinturm-Ansichten gewesen, die absolut nicht helfen und im Zweifel eher auf Dauer einen anderen populistischen Rand befeuern, der so teils nachvollziehbar Futter für seine Agenda oder Ideologie bekommt. Man steht sich mit sowas eher meist kollektiv selbst im Weg, finde ich - spätestens wenn unschöne Realitäten an der eigenen Filterblase zerren.
Das ist so irrig, wie diese elendige Drohnendebatte aus dem Bereich der Sicherheitspolitik, die ich gerne als anderes veranschaulichendes Beispiel heranziehe. Man hat gefühlt 10+ Jahre ergebnislos diskutiert ob die Bundeswehr denn jetzt 10 Drohnen kriegen soll wovon vielleicht 4 bewaffnet sind. Dann brach Anfang der 20er der Russland-Ukraine-Krieg voll aus wo Drohnen das Schlachtfeld definieren. 10 Jahre verzögerndes realitätsfremdes moralisches Rumlabern ohne Benefit. Danke für nix
:D