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Israel - wohin führt der Weg?

55.166 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Krieg, Kinder, Israel ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Israel - wohin führt der Weg?

11.12.2025 um 19:29
Zitat von interrodingsinterrodings schrieb:Naja die juden haben das land dort gekauft. Müssen sie jetzt wieder enteignet werden?
Warum sollten sie? Pakistani, die in Deutschland Land gekauft haben, werden ja auch nicht enteignet.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Du kannst die Studie verlinken, die kritische Studie, laut der 98% der Berichte menschliche Schutzschilde auslassen, debunkt. ;)
Du kannst erläutern, inwiefern es sich die nicht um einen Todeksult handelt, wenn schon Kinder davon träumen als Märtyrer zu sterben. ;)
What? Du redest wirres Zeug. Wenn du noch ein Zitat von mir findest, das seine Behauptungen belegt, dann immer her damit. Bis dahin sind deine Behaupten halt nix wert.


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11.12.2025 um 19:30
Zitat von tarentaren schrieb:Ah, wie passt es dann zusammen das du den geflohenen Palästinensern eine Rückkehr nach Israel verweigerst schon nach <100 Jahren und nein nach fast 2000 Jahren wäre es auch absolut irrelevant.
Zitat von tarentaren schrieb:Also ist deine Aussage falsch, zumindest wenn man die Einwanderung betrachtet.
Wurde schon gesagt. Jude bezeichnet nicht nur eine religion sondern auch eine ethnie.


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12.12.2025 um 08:21
Zitat von AlteTanteAlteTante schrieb:dann meine ich eine erzwungene Abgrenzung und keine selbstgewollte.
Ja ok, das war für mich nicht eindeutig weil dort auch steht "sich abzugrenzen".


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12.12.2025 um 15:16
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Nein. Denn bis auf Israel wurde keine Nation wegen Ihrer religiösen Zugehörigkeit und nur bzw vorrangig für die gegründet.
Als Indien 1947 unabhängig wurde zerbrach die ehemalige Kolonie in Indien und Pakistan. Die Idee war, dass die muslimische Minderheit in Indien in einer von Hindus dominierten Gesellschaft die niederste Kaste sein und sie es kaum leichter haben würden als unter britischer Kolonialherrschaft. Deswegen kam es zur Gründung von Pakistan, wo die Muslime Indiens ohne Unterdrückung leben sollten.
Es gibt noch andere Gruppen, die ethnisch und religiös definiert sind, z.B. die Parsen.
Wikipedia: Parsen
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Auch will ich das dann klarstellen, denn ich will Verfolgung und Holocaust nicht relativieren.

Es gibt je nach Zeit und Ort in der Geschichte und auch mal je nach zu betrachtender Seite Ähnlichkeiten bei Unterdrückung und Duldung von Gruppen, überall auf der Welt.
Bezüglich Mizrahim gab es noch nicht mal eine Art Rassentrennung wie in den USA oder eine Apartheid wie in Südafrika. Deine Aussage ist tendenziell relativierend, weil sie impliziert, dass die israelische Gesellschaft auch nicht viel besser sei als die arabischen Gesellschaften mit ihren dhimmi es waren.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Eine gewissen Ähnlichkeit stelle ich aber fest.
Man könnte sich alternativ die Frage stellen, inwiefern sich die Situation der Mizrahim mit der Situationen in anderen westlichen kapitalistischen Gesellschaften vergleichen lässt.
Zitat von tarentaren schrieb:Was du hier schreibst hat im Prinzip keinerlei Relevanz, der einzige Punkt der zählt und was die Palästinenser ausmacht ist das sie nun einmal in der Region lebten.
Das war aber nicht das, was wir heute als Palästinenser verstehen.
Die Einwohner Palästinas wurden in der Regel in Juden und Araber oder nach ihrer religiösen Zuordnung in Muslime, Christen und Juden eingeteilt, aber auch der Begriff „Palästinenser“ wurde für die Bewohner des Landes verwendet, oft mit dem Zusatz der Religion (jüdische Palästinenser usw.). „Palästinenser“ in seiner heutigen Bedeutung, also als Bezeichnung für die autochthone arabische Bevölkerung Palästinas und ihre Nachfahren, wurde in der Palästinensischen Nationalcharta[11] der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) 1964 festgeschrieben.[12] In UNO-Resolutionen war nur von „Palästinaflüchtlingen“ die Rede. Die diesbezüglichen Bestimmungen des Hilfswerks der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten (UNRWA) beeinflussten die nachfolgende Neudefinition des Begriffs „Palästinenser“, unter dem man vor allem die aus Palästina Geflohenen verstand, während von den Arabern in Israel und in den 1948 von Jordanien und Ägypten besetzten Gebieten Palästinas in internationalen Darstellungen zunächst kaum die Rede war.
Quelle:

Wikipedia: Palästinenser#Begriffsgeschichte
Zitat von tarentaren schrieb:Hat halt so gut geklappt wie schon beim Mandat, eben gar nicht.
Zitat von tarentaren schrieb:Die israelische Unabhängigkeitserklärung wurde allerdings schon gebrochen am Tag wo sie ausgestellt wurde.
Die Araber haben die Unabhängigkeitserklärung halt missverstanden. Sie haben sich mit vollem Waffeneinsatz in voller bürgerlicher Gleichberechtigung und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen des Staates an Israels Aufbau beteiligen wollen und wurden dann ausgeschlossen.
Zitat von tarentaren schrieb:Ähm nein, der Grund war eher das dieser auf dem Gebiet der Palästinenser gegründet worden ist und auch zur Vertreibung dieser führte inkl. dem vorherigen Konflikt. Ich hab das schon mal geschrieben, wäre Israel in Australien gegründet worden hätte sich kein Palästinenser daran gestört und es wäre sicherlich nicht in dieser Form zu den Spannungen zwischen den Gruppen in den Nachbarstaaten gekommen. Der Konflikt ist in erster Linie einer klassischer Landkonflikt.
Warum gab es dann lange vor Gründung Israels Pogrome und dhimmi-Status für Juden?


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Israel - wohin führt der Weg?

12.12.2025 um 16:01
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Die Araber haben die Unabhängigkeitserklärung halt missverstanden. Sie haben sich mit vollem Waffeneinsatz in voller bürgerlicher Gleichberechtigung und entsprechender Vertretung in allen provisorischen und permanenten Organen des Staates an Israels Aufbau beteiligen wollen und wurden dann ausgeschlossen.
Eher weil der Text halt Unsinn ist
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Er wird sich der Entwicklung des Landes zum Wohle aller seiner Bewohner widmen. Er wird auf Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden im Sinne der Visionen der Propheten Israels gestützt sein. Er wird all seinen Bürgern ohne Unterschied von Religion, Rasse und Geschlecht, soziale und politische Gleichberechtigung verbürgen. Er wird Glaubens- und Gewissensfreiheit, Freiheit der Sprache, Erziehung und Kultur gewährleisten,
und zudem Zeitpunkt parallel schon die Vertreibung dieser "Bürger" / "Bewohner" stattgefunden hat.
unter seinen Schutz nehmen und den Grundsätzen der Charta der Vereinten Nationen treu bleiben.
Bis heute gab es kein einziges Jahr seit seiner Existenz wo Israel der Charta der Vereinten Nationen treu geblieben wäre.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Warum gab es dann lange vor Gründung Israels Pogrome und dhimmi-Status für Juden?
Weil das eine das andere halt nicht ausschliesst, warum gab es ein Deutschland was 6 Millionen Juden ermordete?


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12.12.2025 um 21:26
Zitat von tarentaren schrieb:Eher weil der Text halt Unsinn ist
Es ist Unsinn die Araber beteiligen zu wollen?

Es waren die Araber, die zu den Waffen griffen und Israel vernichten wollten.
Zitat von tarentaren schrieb:und zudem Zeitpunkt parallel schon die Vertreibung dieser "Bürger" / "Bewohner" stattgefunden hat.
Wo und wann? Waren die Vertreibungen vor oder nach dem Beginn des arabischen Angriffs? Es gab nicht nur Vertreibungen, sondern auch Araber, die bleiben, und deren Nachkommen in Israel leben, Menschen, die vor den Kämpfen flohen, Menschen, die einfach nicht in einem jüdischen Staat leben wollten, usw. ...
Zitat von tarentaren schrieb:Weil das eine das andere halt nicht ausschliesst, warum gab es ein Deutschland was 6 Millionen Juden ermordete?
Wegen eines klassischen Landkonfliktes. ;)

https://www.sonntagsblatt.de/artikel/debatte/das-neue-buch-des-islamwissenschaftlers-abdel-hakim-ourghi-greift-ein-heikles-thema

Wenn es ein Landkonflikt ist, warum hatten die Palästinenser keine Probleme damit, von Jordanien und Ägypten besetzt zu sein, jedoch mit jüdischen Besatzern?
Zitat von tarentaren schrieb:Bis heute gab es kein einziges Jahr seit seiner Existenz wo Israel der Charta der Vereinten Nationen treu geblieben wäre.
Israel ist halt das Nordkorea des Nahen Ostens, der einzige Fleck in einer Oase der Demokratie, Menschen-, Frauen-, LGBT-, Kinder-, Juden - und Christenrechte.


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Israel - wohin führt der Weg?

12.12.2025 um 22:56
@bredulino
... und dieses "Nordkorea des Nahen Ostens" gewinnt seit 1948 Krieg um Krieg. Mal sehen, wie oft sich die Araber nochmals eine blutige Nase holen.

Jedes andere Land hätte bzgl. Gaza härter agiert. Nur mal die Vorstellung, dass eine Terrorgruppe eine Stadt untertunnelt, tausende Raketen abfeuert, 1.200 Deutsche massakriert, die Leichen teilweise schändet oder verbrennzt und dann noch mal 200 Menschen entführt. Da gäbe es hier einen Aufschrei, und die untertunnelte Stadt wäre schnell nicht mehr untertunnelt.


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15.12.2025 um 08:42
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Die Idee war, dass die muslimische Minderheit in Indien in einer von Hindus dominierten Gesellschaft die niederste Kaste sein und sie es kaum leichter haben würden als unter britischer Kolonialherrschaft. Deswegen kam es zur Gründung von Pakistan, wo die Muslime Indiens ohne Unterdrückung leben sollten.
Die Idee war schön und gut, die Region des heutigen Pakistan was von Veden, Hindus und Buddisten geprägt und bewohnt gewesen.

Aber der Punkt geht an dich, man kann diese Abspaltung und Gründung als ähnlich bezeichnen wie die der Gründung Israels, auch wenn es nicht um ein Volk geht sondern um Teile einer Religionsgruppe.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Bezüglich Mizrahim gab es noch nicht mal eine Art Rassentrennung wie in den USA oder eine Apartheid wie in Südafrika. Deine Aussage ist tendenziell relativierend, weil sie impliziert, dass die israelische Gesellschaft auch nicht viel besser sei als die arabischen Gesellschaften mit ihren dhimmi es waren.
Ich relativiere nichts, auch nicht tendenziell oder impliziere hier auch nicht. Ich habe Fakten dargestellt, die einen 2-Klassengesellschaft über Jahrzehnten klarmachen.

Du kannst nicht völlig ignorieren, dass die arabischen Juden einen nicht zeitlich kurzen Akzeptanznachteil hatten. Das ist doch alles belegt, Sozial, wie kulturell.

Ich brauche auch keine Rassentrennung oder Verfolgung anführen wenn diese kulturell und sozial besteht, somit ziehe ich keinen Vergleich oder mache eine Relativierung.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Man könnte sich alternativ die Frage stellen, inwiefern sich die Situation der Mizrahim mit der Situationen in anderen westlichen kapitalistischen Gesellschaften vergleichen lässt.
Ja kann man. Im Fall Israel und dessen Situation beleuchte ich aber eben Israel, bei dem Thema sind wir ja grad. ;)


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15.12.2025 um 15:24
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb am 09.12.2025:Übrigens und da kannst Du mir ruhig glauben: Arafat ist schon lange Tod, die momentane Situation in der SA und USA direkt das Sagen haben, gab es so vorher nicht.
Arafats Geist scheint aber seine Nachfolger zu beherrschen.

https://www.mena-watch.com/pa-zahlt-weiterhin-terrorrenten-aus/

https://www.mena-watch.com/pa-schulbuecher-verherrlichen-angriffe-israel/

https://www.mena-watch.com/zeitung-autonomiebehoerde-lehnt-frieden-ab/
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb am 09.12.2025:Du hast das Ziel der arabischen Staaten nicht erkannt:
Selbstverständlich geht es darum.
Niemand will eine pro-iranische Miliz vor der Haustüre.
Wären die Israelis erfolgreich gewesen, hätte der Gaza die Araber nicht weiter gekümmert. Die sahen (nicht nur die) da nur keinen Fortschritt in die richtige Richtung.
???

Die Hamas will sich nicht entwaffnen lassen, egal von wem. Sie hat doch nicht verkündet, dass sie bereit freudig dazu bereit, sei sich von arabischen Kräften zu entwaffnen.
Zitat von juvenileajuvenilea schrieb am 09.12.2025:?
Es gab doch ein Oslo-Abkommen.
Ohne gegenseitige Anerkennung wäre das nicht geschehen.
Oder wie erklärst Du Dir das?
Allzu guter Wille Israels, Taktieren der Palästinenser.

Wikipedia: Palestinian National Covenant#Palestinian views

https://fokusisrael.ch/die-palaestinenser/eigener-staat-die-verpassten-chancen-der-palaestinenser/

Ein Mitarbeiter Clintons, der bei den Verhandlungen mit Arafat dabei war, hatte auch den Eindruck, dass Arafat eigentlich keinen Frieden wollte:

https://www.washingtoninstitute.org/policy-analysis/lessons-oslos-failure-must-be-learned-peace-bloom


@all

Das neueste zu Hamas:


https://www.mena-watch.com/hamas-hortete-baby-und-kindernahrung/

https://www.mena-watch.com/dokumente-enthuellen-hamas-einfluss-ngos/

https://www.mena-watch.com/hamas-wohltaetigkeitsorganisation-finanzierung/


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Israel - wohin führt der Weg?

15.12.2025 um 15:32
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Aber der Punkt geht an dich, man kann diese Abspaltung und Gründung als ähnlich bezeichnen wie die der Gründung Israels, auch wenn es nicht um ein Volk geht sondern um Teile einer Religionsgruppe.
Die Juden sehen sich ähnlich wie Parsen als ein Volk.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ich relativiere nichts, auch nicht tendenziell oder impliziere hier auch nicht. Ich habe Fakten dargestellt, die einen 2-Klassengesellschaft über Jahrzehnten klarmachen.

Du kannst nicht völlig ignorieren, dass die arabischen Juden einen nicht zeitlich kurzen Akzeptanznachteil hatten. Das ist doch alles belegt, Sozial, wie kulturell.
Es ist nur nicht gleich dem, was Juden unter den Arabern erdulden mussten.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb am 11.12.2025:Ok, da korrigiere ich mich, es ist definitiv nicht gleich.
Zitat von gagitschgagitsch schrieb:Ja kann man. Im Fall Israel und dessen Situation beleuchte ich aber eben Israel, bei dem Thema sind wir ja grad.
Und kommst dann mit Germanen, Sachsen, Bayern. ;)


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15.12.2025 um 20:15
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Es ist Unsinn die Araber beteiligen zu wollen?

Es waren die Araber, die zu den Waffen griffen und Israel vernichten wollten.
Da waren schon beide Seiten gut dabei.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Wo und wann? Waren die Vertreibungen vor oder nach dem Beginn des arabischen Angriffs? Es gab nicht nur Vertreibungen, sondern auch Araber, die bleiben, und deren Nachkommen in Israel leben, Menschen, die vor den Kämpfen flohen, Menschen, die einfach nicht in einem jüdischen Staat leben wollten, usw. ...
Vor, während und nach dem Beginn des arabischen Angriffs gab es Vertreibungen.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Wegen eines klassischen Landkonfliktes.
Eher nicht....
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Wenn es ein Landkonflikt ist, warum hatten die Palästinenser keine Probleme damit, von Jordanien und Ägypten besetzt zu sein, jedoch mit jüdischen Besatzern?
Dafür dürfte es mehrere Gründe geben.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Israel ist halt das Nordkorea des Nahen Ostens, der einzige Fleck in einer Oase der Demokratie, Menschen-, Frauen-, LGBT-, Kinder-, Juden - und Christenrechte.
Diese Demokratie und Rechte enden allerdings wenn es um die Palästinenser geht, von da an ist Israel eine Diktatur.
Zitat von bredulinobredulino schrieb am 12.12.2025:Als Indien 1947 unabhängig wurde zerbrach die ehemalige Kolonie in Indien und Pakistan. Die Idee war, dass die muslimische Minderheit in Indien in einer von Hindus dominierten Gesellschaft die niederste Kaste sein und sie es kaum leichter haben würden als unter britischer Kolonialherrschaft. Deswegen kam es zur Gründung von Pakistan, wo die Muslime Indiens ohne Unterdrückung leben sollten.
Es gibt noch andere Gruppen, die ethnisch und religiös definiert sind, z.B. die Parsen.
Und Überraschung das fand Indien alles andere als gut
Der Staat Pakistan entstand am 14. August 1947 aus den überwiegend muslimischen Teilen von Britisch-Indien. Im Zuge der Teilung Indiens verließen über vier Millionen Muslime das heutige Indien, während etwa sieben Millionen Hindus und Sikhs das Staatsgebiet von Pakistan verließen. Es wird vermutet, dass bei Gewaltakten und durch die Strapazen während der Flucht bis zu 750.000 Menschen ihr Leben verloren.
Quelle:
Wikipedia: Pakistan

und Überraschung es kam zu massiven Vertreibungen auf beiden Seiten, also ganz ähnlich wie im Fall Israel. Nur mit dem Unterschied das die Pakistanis und Inder jeweils schon vorher Land hatten, während im Fall Israel praktisch kein eigenes Land vorhanden war.


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Israel - wohin führt der Weg?

15.12.2025 um 20:57
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Arafats Geist scheint aber seine Nachfolger zu beherrschen.
Nicht aber Saudi-Arabien.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Die Hamas will sich nicht entwaffnen lassen, egal von wem. Sie hat doch nicht verkündet, dass sie bereit freudig dazu bereit, sei sich von arabischen Kräften zu entwaffnen.
Davon was die Hamas will, habe ich auch nicht gesprochen.


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16.12.2025 um 09:51
Zitat von tarentaren schrieb:wenn es um die Palästinenser geht, von da an ist Israel eine Diktatur.
Das könnte daran liegen, dass Israel von palästinensischer Seite her ständig mit Mord und Totschlag rechnen muss. Das Massaker vom 07.10.2023 war ja nicht das erste Attentat. Denk an die vielen Selbstmordattentäter vorher, deren Ziel es war, möglichst viele Israelis mit in den Tod zu reißen.
Wenn man von seinen Nachbarn immer das Schlimmste befürchten muss, dann wird man wahrscheinlich manchmal übervorsichtig, zum Beispiel gegenüber den Palästinensern, die gar nichts Böses vorhaben, sondern in Frieden leben wollen.
Ich weiß natürlich, dass Israel jede Vorsichtsmaßnahme, um weitere Attentate zu verhindern, negativ ausgelegt wird.


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Israel - wohin führt der Weg?

18.12.2025 um 10:21
Zitat von tarentaren schrieb:Dafür dürfte es mehrere Gründe geben.
Du kannst sie seltsamerweise sie nicht nennen. Offensichtlich hatten die Palästinenser nichts dagegen unter ägyptischer und jordanischer Herrschaft zu sein- also muslimischer Nationen.
Israel will exist and will continue to exist until Islam will obliterate it, just as it obliterated others before it"
https://avalon.law.yale.edu/21st_century/hamas.asp

Religion spielt in diesem Konflikt eine zentrale Rolle, sogar für die PA, nicht nur für Hamas:
https://www.jpost.com/opinion/article-864133




‘The Palestinian Problem Is a Religious Problem’
A look at Hamas's charter reveals the religious roots of its hatred

https://sapirjournal.org/war-in-israel/2023/the-palestinian-problem-is-a-religious-problem/
At the time of Islam’s expansion, legal scholars of Islam defined the non
Muslim world as “the abode of war” (dar al-harb), that is, a region that Muslims
who belong to “the abode of Islam” (dar al-Islam) should fight in order to bring
under the rule of Islam, after first calling on the infidels to convert to Islam and,
if they do not acquiesce, to convert them by force of the sword. It should be
emphasized that this division of the world into two is the interpretation of legal
scholars from the early medieval times and does not appear in the Quran or hadith
(traditions that form part of the shari’a and are attributed to the Prophet and his
close followers). Despite this, the Hamas Charter (Article 15) defines Palestine as
part of dar al-Islam that must be liberated through “defensive jihad.” The classic
doctrine of jihad holds that war is an ongoing means that may only be temporarily
suspended for purposes of reinforcement towards resumption of fighting when
possible. It follows that the Islamic entity cannot a priori agree to a permanent
peace treaty. Therefore, a pact of non-belligerence or an agreement not to engage
in war may only be of a temporary nature and only in circumstances of inferior
strength in relation to the enemy camp. If the Muslim ruler concludes that a quick
victory over enemies is not achievable, then he may – for the purpose of enabling
the Muslims to gather strength and renew the jihad later – pursue an agreement
with the infidels not to attack (hudna), (Reiter, 2008; Herrerra & Kerssel, 2009).
Quelle:

https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=4cb0072a-4282-bf4f-a40d-1e2186ac72af&groupId=252038

Aus der Hamas-Charta:
„Artikel 6: Die Islamische Widerstandbewegung ist eine spezifisch palästinensische Bewegung, treu
2 Gott ergeben. Der Islam dient ihr als Lebensentwurf. Sie strebt danach, das Banner Gottes über ganz
3 Palästina, jeder Handbreit davon, aufzupflanzen.
Quelle:
https://bildungsbaustein-israel.de/wp-content/uploads/2022/10/Die-Charta-der-Hamas.pdf
Zitat von tarentaren schrieb:Diese Demokratie und Rechte enden allerdings wenn es um die Palästinenser geht, von da an ist Israel eine Diktatur.
In Gaza herrscht(e) eine jihadistische Diktatur. Die palästinensische Bevölkerung Israels sind Staatsbürger mit den gleichen Rechten, manche dienen in der IDF oder sitzen in der Knesset als Abgeordnete.

Die Westbank wurde im Rahmen eines Verteidigungskriegs besetzt, ähnlich wie Deutschland und Japan nach Ende des Zweiten Weltkriegs besetzt wurden. Das Westjordanland wird zum Teil von Palästinensern regiert bzw. mitregiert.
Zitat von tarentaren schrieb:
Zitat von bredulinobredulino schrieb am 12.12.2025:Wegen eines klassischen Landkonfliktes.
Eher nicht....
Ironie ist nicht so dein Fall...
Zitat von tarentaren schrieb:Vor, während und nach dem Beginn des arabischen Angriffs gab es Vertreibungen.
Zitat von tarentaren schrieb:Da waren schon beide Seiten gut dabei.
VOR dem arabischen Angriff? Wann und wo?
... während Ben-Gurion „bekanntlich den Teilungsplan der UN für Palästina feierte“. Dass dieser nicht umgesetzt wurde, weil die arabischen Staaten und das von Amin el-Husseini geführte Arab Higher Committee (AHC) – das eine arabische Regierung für ganz Palästina sein sollte – jegliche Koexistenz mit den Juden ablehnten, sagt Boehm nicht. Nirgendwo erwähnt er, dass der Krieg von 1948 von der Arabischen Liga jahrelang geplant worden war:

Am 9. Juni 1946 beriet sie bei ihrer Konferenz in Bludan, Syrien, über eine bewaffnete Intervention in Palästina.
Am 16. September 1947 sprach sich das Politische Komitee der Arabischen Liga bei einer Konferenz in Sofar, Libanon, dafür aus, die Araber in Palästina mit Geld und Waffen zu unterstützen.
Am 12. Dezember 1947 beschloss die Arabische Liga bei ihrem Treffen in Kairo die Bewaffnung von 3.000 arabischen „Freiwilligen“ und deren Transfer über Syrien nach Palästina. Dabei handelte es sich zum großen Teil um syrische Söldner, die für das Vichy-Regime gekämpft hatten, dazu einige frühere SS-Soldaten aus Europa und spanische Falangisten. Diese „Arabische Befreiungsarmee“ wuchs bis zum Frühjahr 1948 auf 7.000 Kämpfer an. Ihr Emblem: ein arabischer Krummdolch (Handschar), der einen Davidstern ersticht.
Azzam Pasha, der Generalsekretär der Arabischen Liga, kündigte 1947 an, der Krieg der arabischen Staaten gegen die Juden Palästinas werde „ein Vernichtungskrieg und ein folgenschweres Massaker“, über das nachfolgende Generationen „wie über die Massaker der Mongolen und die Kreuzzüge sprechen“ würden.

Noch vor der arabischen Invasion verübte die Arabische Befreiungsarmee ab Januar 1948 zahlreiche Überfälle auf jüdische Ortschaften und Kibbuzim. Es gelang ihnen zudem, die wichtigen Straßen des Landes unter ihre Kontrolle zu bringen. Jerusalem und die jüdischen Ortschaften waren Anfang 1948 von der Außenwelt abgeschnitten. Innerhalb Jerusalems war wiederum das jüdische Viertel völlig isoliert. Nachdem die jordanische Armee (Arabische Legion) das jüdische Viertel am 27. Mai erobert hatte, wurden alle Juden vertrieben und die Synagogen gesprengt, unter ihnen die berühmte Hurva-Synagoge. Der jüdische Friedhof auf dem Ölberg wurde geschändet, Grabsteine weggeschafft und als Baumaterial missbraucht.

https://www.mena-watch.com/die-methode-omri-boehm-teil-3-unsichtbare-araber/
Als der UN-Sicherheitsrat sich in seiner Sitzung vom 23. April 1948 mit den Ereignissen in Haifa befasste, sagte Husseini laut dem Sitzungsprotokoll:

„Die Araber wollten sich nicht einem Waffenstillstand unterwerfen, der Schande gebracht hätte, und zogen es vor, ihre Wohnungen aufzugeben, ihre Habseligkeiten und alles, was sie auf dieser Welt besaßen, und die Stadt zu verlassen. Das haben sie tatsächlich getan.“

An anderer Stelle seiner Rede sagte er offen:

„Wir haben nie verheimlicht, dass wir die Kämpfe begonnen haben. Wir haben damit angefangen, weil wir immer glaubten, wie wir es auch jetzt tun, dass wir aus Notwehr kämpfen.“
https://www.mena-watch.com/die-methode-omri-boehm-teil-4-haifa-1948/

Ein Großteil der Vertreibungen der Palästinenser waren keine.


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19.12.2025 um 22:27
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Du kannst sie seltsamerweise sie nicht nennen. Offensichtlich hatten die Palästinenser nichts dagegen unter ägyptischer und jordanischer Herrschaft zu sein- also muslimischer Nationen.
Naja, sieht so aus als hast du ja einen Grund schon selbst erkannt.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:VOR dem arabischen Angriff? Wann und wo?
Der jüdische Terrorismus war ja einer der Ursachen das der Mandatsträger überhaupt aufgegeben hat.

Wikipedia: List of Irgun attacks
Wikipedia: List of killings and massacres in Mandatory Palestine
Wikipedia: Killings and massacres during the 1948 Palestine war

Wie gesagt beide Seiten waren gut dabei.
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Ein Großteil der Vertreibungen der Palästinenser waren keine.
Auch eine Flucht wird zur Vertreibung wenn die Rückkehr verweigert wird und am Ende ist deine Aussage weitgehend spekulativ.


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20.12.2025 um 12:24
Zitat von bredulinobredulino schrieb am 12.12.2025:Israel ist halt das Nordkorea des Nahen Ostens, der einzige Fleck in einer Oase der Demokratie, Menschen-, Frauen-, LGBT-, Kinder-, Juden - und Christenrechte.
Zitat von tarentaren schrieb am 15.12.2025:Diese Demokratie und Rechte enden allerdings wenn es um die Palästinenser geht, von da an ist Israel eine Diktatur.
Ich wüsste nicht, dass sich Palästinenser über mangelnde LGBTQ-Rechte oder Frauenrechte beschweren, wenn es um Kritik an Israel geht.

Laut Human Right Index sind die Menschenrechte aber dort immernoch größer als in vielen benachbarten Ländern.

Palästina/West Bank ist bei 0.45 (2021 war es bei 0.55)
Palästine/Gaza ist bei 0.11 (2021 war es bei 0,29)

Katar ist bei 0,36
Türkei 0,41
Ägypten 0,27

Diese Länder werden auch nicht Diktatur genannt und das ist teilweise schlimmer was dort den Menschenrechtsindex angeht bzw. war.

Da müsste man jetzt recherchieren wieviel daran selbstverschuldet und wieviel an Israel liegt. Was die Menschenrechte angeht haben die Palästinenser aber mehr Rechte, was die Westbank angeht, als viele umliegenden Länder und in Gaza ist eben die Hamas, da ist es klar dass die Leute dort traditionell weniger Rechte haben. Das ist schließlich eine Terrororganisation. Ich denke ,dass aber auch der Index von der Westbank teilweise selbstverschuldet sein könnte, z.b. bei LGBTQ-Rechten.

Quelle: https://ourworldindata.org/human-rights#all-charts

(wenn man bei human rights index Chart 1 auf den Reiter "Line" geht, kann man bei "Edit" Palestine eingeben und dann bekommt man die Daten)


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20.12.2025 um 16:28
Es ist natürlich ziemlicher Unsinn, dass die "Rechte der Palästinenser" enden. Einerseits gibt es die arabischen Staatsbürger Israels, die sich Palästinenser nennen - die haben volle Bürgerrechte. Andererseits die Bewohner der Westbank - die ja keine Staatsbürger Israels sind und keine sein wollen. Natürlich haben sie dann auch nicht die entsprechenden Bürgerrechte. Würden sie diese haben wollen, widerspräche es dem Wunsch, einen eigenen Staat zu gründen. Nach 1967 verweigerten die Araber der Westbank ja erstmal alle Verhandlungen mit den einrückenden Israelis (die aus Jordanien und aus der Westbank angegriffen wurden). Damals galt in der gesamten arabischen Welt das Credo der "Drei Neins": Nein zu einem Frieden mit Israel, Nein zu Verhandlungen mit Israel, Nein zu einer Anerkennung Israels.
Wikipedia: Khartum-Resolution
Ägypten war dann der erste arabische Staat, der ausscherte. 1994 schloss dann Jordanien Frieden, 2002 folgten dann die Saudis (Arabische Friedensinitiative). Bis heute steht Israel aber u.a. mit Syrien und dem Iran im Krieg - beide Länder wollen einfach nicht. Auch wenn der neue Staatschef Al-Sharaa laut eigenen Aussagen "eine Normalisierung" des Verhältnisses angekündigt hat. Warme Worte also aus Damaskus ...


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20.12.2025 um 19:15
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Diese Länder werden auch nicht Diktatur genannt und das ist teilweise schlimmer was dort den Menschenrechtsindex angeht bzw. war.
Keine Ahnung in welcher Welt du lebst.
Aber Ägypten wird sehr wohl als Militärregime benannt, das Thani Reich als autokratische Monarchie und die Türkei als dysfunktionale Demokratie.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Laut Human Right Index sind die Menschenrechte aber dort immernoch größer als in vielen benachbarten Ländern.

Palästina/West Bank ist bei 0.45 (2021 war es bei 0.55)
Palästine/Gaza ist bei 0.11 (2021 war es bei 0,29)
Was für ein Erfolg bei den Zahlen xdddddddddddd.
Zitat von blueavianblueavian schrieb:Ich denke ,dass aber auch der Index von der Westbank teilweise selbstverschuldet sein könnte, z.b. bei LGBTQ-Rechten.
Ach woher denn.
Nein, ist alles gottgewollt und purer Zufall.
Wobei bei 'gottgewollt' entdecke ich nochmal ganze viele 'xddddd'.
Eventuell ist das ja wirklich die Begründung für.
Herrlich, danke.


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Israel - wohin führt der Weg?

29.12.2025 um 11:17
Zitat von blueavianblueavian schrieb am 20.12.2025:Da müsste man jetzt recherchieren wieviel daran selbstverschuldet und wieviel an Israel liegt. Was die Menschenrechte angeht haben die Palästinenser aber mehr Rechte, was die Westbank angeht, als viele umliegenden Länder und in Gaza ist eben die Hamas, da ist es klar dass die Leute dort traditionell weniger Rechte haben. Das ist schließlich eine Terrororganisation. Ich denke ,dass aber auch der Index von der Westbank teilweise selbstverschuldet sein könnte, z.b. bei LGBTQ-Rechten.
Hmmm...
In Israel genießen LGBT die fortgeschrittensten Rechte und weitestgehende Emanzipation im Vergleich aller Länder des Nahen Ostens. Israel war zudem das erste Land in Asien, das 2001 Homosexuelle durch ein Antidiskriminierungsgesetz schützte.[7] Gegen erhebliche Widerstände wurde ebenso die Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare ermöglicht. Eine eingetragene Partnerschaft ist möglich, eine Ehe als solche nicht.

Speziell Tel Aviv gilt dem Magazin Out zufolge als „Schwulenhauptstadt des Mittleren Ostens“[8] und wurde 2011 als eine der schwulenfreundlichsten Städte weltweit bezeichnet.[9]
Quelle:

Wikipedia: Homosexualität in Israel
Zitat von tarentaren schrieb am 19.12.2025:Auch eine Flucht wird zur Vertreibung wenn die Rückkehr verweigert wird und am Ende ist deine Aussage weitgehend spekulativ.
Wenn Araber ihr Zuhause trotz Bitten der jüdischen Seite, zu bleiben und gemeinsam in Frieden zu leben, verlassen ist das keine Vertreibung. Vertreibung wird über den Zwang definiert.
Vertreibung ist eine mit Gewalt oder deren Androhung erzwungene Migration zumeist religiöser oder ethnischer Minderheiten, die genötigt werden, ihre angestammte Herkunftsregion zu verlassen. Darunter fallen erzwungene, dauerhafte Flucht, Ausweisung und erzwungene Umsiedlung aus einem Staat oder bei dessen Neu- bzw. Umbildung. Das unterscheidet sie von der Deportation, die Zwangsumsiedlungen innerhalb eines Herrschaftsbereichs bezeichnet.
Quelle:
Wikipedia: Vertreibung


Und "spekulativ" ist es nicht- ich habe Quellen verlinkt.
Das Time Magazine berichtete am 3. Mai 1948:

„Die Massenevakuierung, die teils durch Furcht, teils durch Befehle der arabischen Führer ausgelöst wurde, machte das arabische Viertel von Haifa zu einer Geisterstadt. Hinter den Befehlen der Araber steckte mehr als Stolz und Trotz. Durch das Abziehen der arabischen Arbeiter hofften die [arabischen] Anführer, Haifa lahmzulegen. Jüdische Anführer äußerten hoffnungsvoll: ‚Sie werden in einigen Tagen zurück sein. Schon jetzt kommen einige wieder.“

Juden versuchen, Araber zum Bleiben zu bewegen

Dass die Juden aufrichtig versuchten, die Araber zur Rückkehr zu bewegen, belegen neben zahlreichen westlichen und arabischen Zeitungen und Rundfunksendungen aus jener Zeit auch Berichte, die britische und amerikanische Diplomaten ihren Regierungen telegrafierten. Efraim Karsh hat etliche davon in Archiven gesichtet und in seinem Buch Palestine Betrayed veröffentlicht. Etwa Berichte des US-Konsulats in Haifa. Am 25. April, nach dem Ende der Kämpfe, telegrafierte Vizekonsul Lippincott an Washington, dass die „Juden hoffen, dass die Armut die Arbeiter veranlassen wird, [nach] Haifa zurückzukehren, wie es viele bereits tun, trotz der arabischen Versuche, sie draußen [zu] halten.«

Der britische Polizeibezirkskommissar schrieb am 26. April:

„Die Juden unternehmen jede Anstrengung, die arabische Bevölkerung zum Bleiben zu bewegen und zum Alltag zurückzukehren, ihre Läden und Unternehmen wieder zu öffnen und sicher zu sein, dass ihr Leben und ihre Interessen sicher sein werden.“

Zwei Tage später schrieb er:

„Die Juden unternehmen immer noch jede Anstrengung, um die arabische Bevölkerung zum Bleiben zu bewegen und zu ihrem normalen Leben in der Stadt zurückzukehren.“

In einem Bericht der 6. Luftlandedivision vom 1. Mai heißt es:

„Die Juden unternehmen energische Versuche, den Flüchtlingsstrom einzudämmen, oft in Gestalt von Interventionen durch die Haganah. Im Radio und in der Presse gab es Aufrufe, in denen die Araber gedrängt wurden, in der Stadt zu bleiben. Die Haganah hat ein entsprechendes Flugblatt herausgegeben und die Histadrut [der israelische Gewerkschaftsdachverband; S.F.] hat eine gleichartige Publikation veröffentlicht, in der sie an alle Araber, die vormals Mitglieder ihrer Organisation waren, appelliert, zurückzukommen. Insgesamt stehen die Araber dieser Propaganda gleichgültig gegenüber und ihre Haltung gegenüber der derzeitigen Situation ist eine von apathischer Resignation.“

Während die Juden die Araber zum Bleiben aufforderten, drängte das arabische NC sie zur Emigration, indem es Angst schürte und mit Rache drohte. In einem von Karsh zitierten britischen Geheimdienstpapier heißt es:

„Nachdem die Juden die Kontrolle über die Stadt gewonnen hatten, wären viele [Araber] trotz der andauernden Lebensmittelknappheit dem Befehl einer kompletten Evakuierung nicht nachgekommen, hätte es nicht die Gerüchte und die Propaganda gegeben, die von Mitgliedern des NC, die in der Stadt verblieben waren, verbreitet wurden. Das am stärksten verbreitete war das Gerücht, dass die in Haifa verbleibenden Araber von den Juden im Falle eines künftigen Angriffs auf jüdische Gebiete als Geiseln genommen würden. Dazu kam ein effektives Propagandastück mit einer implizierten Androhung von Vergeltung im Falle einer arabischen Rückeroberung der Stadt: dass jene Leute, die in Haifa blieben, damit stillschweigend zum Ausdruck brächten, dass sie an die Prinzipien des jüdischen Staates glaubten.“
Quelle:

https://www.mena-watch.com/die-methode-omri-boehm-teil-4-haifa-1948/
Zitat von tarentaren schrieb am 19.12.2025:Der jüdische Terrorismus war ja einer der Ursachen das der Mandatsträger überhaupt aufgegeben hat.

Wikipedia: List of Irgun attacks
Wikipedia: List of killings and massacres in Mandatory Palestine
Wikipedia: Killings and massacres during the 1948 Palestine war
Die Araber haben 1947 mit dem Terror begonnen.
The day after the vote, Arabs launched attacks against the Jews, killing 126 of them during the first two weeks and 75 were massacred in a refugee camp in Aden as a retaliation. In Jerusalem, attacks targeted Jewish businesses and residents of Jewish neighborhoods, some of whom were stabbed in the street or murdered on buses. Jews were also attacked in Arab neighborhoods. In the Kibbutz of Gvulot, six Jewish teenage girls were murdered.[2] In major cities, snipers (including mercenaries) fired at Jewish pedestrians and traffic. The Carmel Market was also attacked and grenades were thrown in the Jewish quarters.[3] Across the country, Jewish cars were the target of stone throwing, while the consulates of Poland and Sweden, which voted in favor of partition, were attacked.[4] In December 1947, one of the striking images remains the attack on the new Mamilla Mall.[4]
Wikipedia: Killings and massacres during the 1948 Palestine war


Laut dieser Auflistung gingen bis mindestens 1936 fast alle Attacken von arabischer Seite aus
Wikipedia: List of killings and massacres in Mandatory Palestine

Und Irgun war nicht die komplette Führung.

Jüdische Führung und Hagana verurteilten das Vorgehen, die Jewish Agency for Israel bat den jordanischen König Abdallah ibn Husain I. für das Massaker um Verzeihung, was dieser ablehnte.
Wikipedia: Irgun Zwai Leumi
Die Schlacht von Deir Jassin am 9. April 1948 war – ebenso wie die Schlacht von Al-Qastal (Castel) in derselben Woche – ein Versuch der Juden, die von arabischen Milizen verhängte Hungerblockade Jerusalems zu durchbrechen.

Während in Al-Qastal der Palmach und die Haganah kämpften, waren es in Deir Jassin militärisch weitgehend ungeschulte Kämpfer der Splittergruppen Etzel und Lechi. Diese wurden bei ihrer Ankunft in Deir Jassin in großer Zahl von syrischen und irakischen Scharfschützen getötet, die von Gebäuden aus schossen. Die Niederlage wendeten Etzel und Lechi dadurch ab, dass sie zahlreiche Häuser mit Dynamit und Handgranaten in die Luft sprengten. Am Ende waren rund hundert der vormals tausend arabischen Einwohner des Dorfes tot, darunter viele Zivilisten. David Ben-Gurion und die anderen jüdischen Führer in Palästina verurteilten das von Etzel und Lechi verübte „Massaker“ umgehend, die beiden Gruppierungen wurden zu Ausgestoßenen.

Die arabische Propaganda in Palästina inflationierte die Opferzahl auf 254 und erfand Vergewaltigungen hinzu, mit dem Ziel, die arabischen Regierungen zu einer sofortigen Intervention in Palästina zu bewegen. Der israelische Historiker Benny Morris schreibt:

„In den Wochen nach dem Massaker verbreiteten arabische Medien innerhalb und außerhalb Palästinas ununterbrochen Berichte über die Gräueltaten – meist mit blutrünstigen Übertreibungen –, um die arabische öffentliche Meinung und Regierungen gegen den Jischuw zu mobilisieren. Zweifellos waren sie erfolgreich. Die Sendungen schürten Empörung und bestärkten die Entschlossenheit der Regierungen, fünf Wochen später in Palästina einzumarschieren. Tatsächlich sollte Abdullah [der König von Transjordanien; S.F.] das Massaker von Deir Jassin als einen der Gründe anführen, warum er sich der Invasion anschloss.“

Die arabischen Propagandaberichte über Deir Jassin, so Morris, seien sicherlich auch „dazu gedacht gewesen sein, die Standhaftigkeit der Palästinenser zu stärken. Ihre Wirkung war jedoch genau das Gegenteil.« Eine Medienkampagne also, die ihr Ziel völlig verfehlte. Omri Boehm stellt es in seinem Buch so dar, als wären es die Juden gewesen, die Gräuelpropaganda über Deir Jassin verbreitet hätten, damit die Araber aus Haifa fliehen:

„Es lässt sich nur schwer bezweifeln, dass die Furcht vor Massakern, die im ‚Vorfall’ von Deir Jassin begründet war, gezielt zu einer Massenhysterie geschürt wurde und so in der Säuberung der Stadt mündete.“
Quelle:

https://www.mena-watch.com/die-methode-omri-boehm-teil-4-haifa-1948/
Zitat von tarentaren schrieb am 19.12.2025:Naja, sieht so aus als hast du ja einen Grund schon selbst erkannt.
Immerhin erkennst du diesen Grund an- der jedoch widerlegt, dass es sich um einen klassischen Territorialkonflikt handelt. Von Jordanien und Ägypten besetzt zu sein war für die Palästinenser vollkommen in Ordnung, aber wehe, wenn die Juden die Besatzer sind...


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Israel - wohin führt der Weg?

29.12.2025 um 12:12
...Darunter fallen erzwungene, dauerhafte Flucht,...
Allerdings sagt dein Link was ganz klar anderes aus, also ist es Vertreibung...
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Quelle:

https://www.mena-watch.com/die-methode-omri-boehm-teil-4-haifa-1948/
Das ändert nichts daran das dies erstmal nur Einzelbeispiele sind und selbst im Beispiel Haifa ist ein zentrales Element Angst und Angst ist erstmal ein berechtigter Fluchtgrund in einem Krieg.

Wesentlich ist das dies ganze vergessen war nachdem Krieg und schon musste Israel von der UN angemahnt werden die Zivilisten wieder zurückzulassen. Da haben die israelischen Staatsführer mal ganz schnell den Text ihrer wenige Monate alten Unabhängigkeitserklärung schon wieder vergessen....

Wikipedia: United Nations General Assembly Resolution 194
Zitat von bredulinobredulino schrieb:Immerhin erkennst du diesen Grund an- der jedoch widerlegt, dass es sich um einen klassischen Territorialkonflikt handelt. Von Jordanien und Ägypten besetzt zu sein war für die Palästinenser vollkommen in Ordnung, aber wehe, wenn die Juden die Besatzer sind...
Erstmal habe ich gesagt klassischer Landkonflikt und ich habe auch nicht gesagt das dies nur zwischen den Palästinensern und Juden war, sondern einer zwischen Juden und arabischer Welt bzw. den Nachbarstaaten. Jordanien und Ägypten waren ja so gesehen erstmal keine Besatzer sondern Parteien die den Palästinensern helfen wollten das gesamte Gebiet zurückzuerobern und auch eine Schutzfunktion gegenüber Israel darstellten und damit habe ich dir zwei weitere Gründe gegeben.


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