interrodings schrieb:Wer kauft, dem gehört es.
Nicht im staatlichen Sinne. Würde ein Ausländer in der BRD Grundstücke kaufen, dürfte er nicht die hiesigen Bürger vertreiben.
Die Bezeichnung palästinensischer Araber als Terroristen, wenn sie nur ihr angestammtes Land verteidigen, ist zynisch.
Das trägt auch erschreckende Parallelen zum Zweiten Weltkrieg:
Dort ist die Wehrmacht in Ostgebiete einmarschiert, die nie deutsch waren und hat so getan, als ob die Aufständischen ("Partisanen") Illegale wären.
Sie hat sich nie die entscheidende Frage gestellt: "Sind wir in deren Land eingedrungen oder die in unser Land?"
Im Fall Israel/Palästina hätte man die Palästinenser fragen müssen, ob man dort siedeln darf.
Dann wäre es, bei einem JA, in Ordnung gewesen.
Auch eine Berufung auf die Grenzen von 0 ist nicht statthaft. Denn dann müsste das Gebiet samt dem gesamten Mittelmeerraum an Italien angeschlossen werden (wie es eine Phantasie des Duce Benito Mussolini war), aber auch nur, wenn man Italien als Rechtsnachfolger des Römischen Reiches wertet. Die damaligen jüdischen Herrscher befanden sich in einem unterschiedlichen Grad der Abhängigkeit vom Römischen Reich.
Wie dem auch sei: Es geht hier darum, dass man erst Fakten schafft und dann versucht, die Vorgehensweise holprig "hinterherzuerklären".
Das geht so lange gut, wie man selbst und die verbündeten USA das machtpolitisch stützen können.
Es geht nicht mehr oder immer weniger gut in einer multipolaren Welt.
Auf längere Sicht müsste man sich auf eine Isratine-Lösung oder eine komplette Revision des zionistischen Siedlungs-Projektes einigen.
Eine Isratine-Lösung wäre zwar theoretisch gut, aber praktisch bei so viel Aggression, Misstrauen und einer ungleichen Geburtenrate kaum zu stemmen. Allerdings haben früher auch die Eidgenossen lange gegeneinander Krieg geführt und heute tun sie es nicht mehr. Oder England und Frankreich. Oder Frankreich und Deutschland.
Aber so eine Entwicklung dürfte Jahrhunderte dauern.