Zitat von MomjulMomjul schrieb:Nicht im staatlichen Sinne. Würde ein Ausländer in der BRD Grundstücke kaufen, dürfte er nicht die hiesigen Bürger vertreiben.
Der Vergleich passt nicht. Das Gebiet war britisches Mandat und kein souveränder Staat. Es wurde also kein Land aus einem Staatsgebiet erworben und auf diesem ein neuer Staat proklamiert.
Zitat von MomjulMomjul schrieb:Die Bezeichnung palästinensischer Araber als Terroristen, wenn sie nur ihr angestammtes Land verteidigen, ist zynisch.
Wer Aktionen wie 2023 veranstaltet verteidigt nichts, der ist schlicht ein Terrorist. Und auch ein Befreiungskampf rechtfertigt solche Terroranschläge nicht.
Zitat von MomjulMomjul schrieb:Das trägt auch erschreckende Parallelen zum Zweiten Weltkrieg:
Dort ist die Wehrmacht in Ostgebiete einmarschiert, die nie deutsch waren und hat so getan, als ob die Aufständischen ("Partisanen") Illegale wären.
Sie hat sich nie die entscheidende Frage gestellt: "Sind wir in deren Land eingedrungen oder die in unser Land?"
Du willst nicht wirklich das Vorgehen Hitlers, der Wehrmacht und der SS mit dem Israels und der IDF vergleichen? Allein die Ziele sind unterschiedlich.... Dünnes Eis!
Zitat von MomjulMomjul schrieb:Im Fall Israel/Palästina hätte man die Palästinenser fragen müssen, ob man dort siedeln darf.
Dann wäre es, bei einem JA, in Ordnung gewesen.
Rom, Byzanz, iwelche Kalifate, Kreuzfahrer, Mameluken, osmanisches Reich, britisches Mandat, Israel. In den letzten ~2.000 Jahren war Palästina nie ein souveräner Staat oder ein staatenähnliches Gebilde, es war immer ein Teil von etwas. Letztendlich wurde das Staatgebiet durch UN und das britische Empire "zugeteilt", ein Teil des Problems der gerne vergessen wird. Was dann
Zitat von MomjulMomjul schrieb:Auch eine Berufung auf die Grenzen von 0 ist nicht statthaft. Denn dann müsste das Gebiet samt dem gesamten Mittelmeerraum an Italien angeschlossen werden (wie es eine Phantasie des Duce Benito Mussolini war), aber auch nur, wenn man Italien als Rechtsnachfolger des Römischen Reiches wertet. Die damaligen jüdischen Herrscher befanden sich in einem unterschiedlichen Grad der Abhängigkeit vom Römischen Reich.
dazu führt, auf welche Zeit man sich berufen muß? Also wenn man mit der Argumentation eines "geraubten Staatsgebiets" den Kampf legitimieren will? Denn auch die Palästinenser waren immer in einer Abhängigkeit fremder Herrscher/Reiche.
Zitat von MomjulMomjul schrieb:Allerdings haben früher auch die Eidgenossen lange gegeneinander Krieg geführt und heute tun sie es nicht mehr. Oder England und Frankreich. Oder Frankreich und Deutschland.
Zumindest der letzte schweizer Bürgerkrieg hatte mWn nur sekundär mit Religion zutun, GB und FR oder DE und FR waren auch keine religiösen Konflikte. Passen könnte der Bürgerkrieg und die Verfolgung von Katholiken in GB, auch wenn es Heinrich VIII nicht wirklich um den Glauben ging. Oder vielleicht die Glaubenskriege in Irland.