taren schrieb:Also erstmal hat Israel schon einmal im Gaza gesiedelt und der Wille ist nach wie vor da, hat man ja in den letzten Jahren gesehen. Selbst eine komplette Vertreibung aller Palästinenser in Gaza wurde bei manchen angedacht.
Aber es ist nichts passiert. Folglich ist deine Behauptung, dass Israel seine Bevölkerung ansiedelt, falsch.
taren schrieb:Warum macht Israel es dann langsam, ob schnell oder langsam ist am Ende kein Unterschied, außer das langsam halt nicht so auffällt.
Raffiniert, diese Juden, äh, Israelis.
taren schrieb:Eine militärische Position errichten hat nichts mit ansiedeln der eigenen Bevölkerung zu tun, es geht hier um das gezielte ansiedeln der eigenen Bevölkerung und nicht um militärische Einrichtungen und Positionen.
Das wird aber nicht so gesehen:
Goals of the Settlement Enterprise
In allowing and encouraging the establishment of Jewish communities in the West Bank, a disputed territory over which Israel does not exercise sovereignty, the Israeli government’s initial priority was security. By placing Israeli civilians in certain areas to solidify Israel’s control, Israel sought to ensure that the territory’s political future would be consistent with the country’s perceived security needs. A civilian settler population could also act as the first line of defense against an invasion. Under this approach, Israel designated certain strategic regions of the West Bank for Jewish settlement while initially forbidding the establishment of civilian communities in more heavily populated areas.
https://israelpolicyforum.org/west-bank-settlements-explained/Argumente für die Sicherheitsrelevanz der Siedlungen:
Strategische Pufferzone: Befürworter, insbesondere aus dem rechten und nationalreligiösen Spektrum, sehen in den Siedlungen eine „kugelsichere Weste“ für das israelische Kernland (die sogenannte Dan-Region um Tel Aviv). Die Präsenz von Siedlern und der Armee in strategisch wichtigen Gebieten (insbesondere dem Jordantal und den Hügeln über der Küstenebene) soll Angriffe von außen verhindern.
Territoriale Kontrolle: Die Siedlungen ermöglichen eine dauerhafte militärische Präsenz der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) im gesamten Westjordanland. Dies wird genutzt, um die Bewegungsfreiheit der palästinensischen Bevölkerung zu beschränken und Überwachungs- sowie Kontrollpunkte (Checkpoints) zu betreiben.
Frühwarnsystem: Siedlungen an strategischen Punkten können als erste Verteidigungslinie gegen Angriffe fungieren.
https://share.google/aimode/3eTCjaV3Pto3raDguIn Deutschland sind US-Soldaten mit ihren Familien stationiert und leben in Siedlungen. Jüdische Siedler können im Notfall zur Waffe greifen und paramilitärisch gegen einen einrückenden Feind kämpfen. Es gibt nicht diese strikte Unterscheidung.
taren schrieb:Die UN ist mit verantwortlich das heute die Palästinenser so gesehen staatenlos sind, vertrieben worden sind und auch ihr Selbstbestimmungsrecht der Völker nicht ausüben konnten.
Die UN hat doch zu Beginn eine Zweistaatenlösung vorgelegt. Einen für die Juden und einen für die Araber. Nur wollten die Araber den dhimmis keinen eigenen Staat gönnen. Und zur Selbstbestimmung eines Volkes gehört es auch, in Gaza und Westbank ägyptische und jordanische Besatzung und Annexion zu erlauben. Jedenfalls hatte sie keinerlei Unabhängigkeits-
bestrebungen, sondern wollten einfach keinen jüdischen Staat.
taren schrieb:Dementsprechend kannst du China und Israel/Palästina nicht vergleichen, da die UN im Fall Israel/Palästina direkte Verantwortung für die Situation der Palästinenser hat und viele der Resolutionen sind einfach Auffrischungen von älteren Themen die bis heute halt nicht gelöst sind.
Die umliegenden arabischen Länder tragen genauso Verantwortung für die Situation. 1947/48 wurde Israel von der Sowjetunion, die arabischen Angreiferstaaten von den Briten mit Waffen für den Kampf gegen Israel unterstützt. Folglich sind viele Parteien "direkt verantwortlich".
Im Übrigen benutzt du die typische Masche, die Verantwortung der Palästinenser zu leugnen und sie wie kleine, unmündige Kinder oder geistig Behinderte darzustellen, die zu Eigenverantwortung unfähig sind.
Wenn es so sein soll wie du sagst, kann es dann nicht sein, dass aus ihren Reihen Genozidvorwürfe kommen, nicht weil es einen Genozid in Gaza gibt, sondern aus einem Schuldgefühl gegenüber den Palästinensern heraus?
Könnte das auch der Grund sein, dass in 99 % ihrer Berichte der Missbrauch von Zivilisten als menschliche Schutzschilde ignoriert wird?
Im Übrigen: Die Menschenrechtsprobleme in Russland, China, Iran, Nordkorea und im Hamasregime sind auch älter und bis heute nicht gelöst.