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DIE LINKE - Alternative oder weitere Laberpartei?

6.242 Beiträge, Schlüsselwörter: Sozialismus, Alternative, Die Linke
Warhead
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23.05.2018 um 18:17
@kingari
Wer Identitätsprobleme hat soll zum Psychologen auf die Couch und hat in der Politik nix verloren


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23.05.2018 um 18:22
Bin selber Mitglied bei der Linken und denke, dass diese Partei, das Ruder noch umreißen kann.
Aktuell läuft vieles falsch im Land. Wenn ich schon sehe, dass Rentner, die 45 Jahre gearbeitet haben, Flaschen sammeln müssen um die Miete zu zahlen könnte ich K*tzen.


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kingari
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24.05.2018 um 16:05
Interessantes in Neues Deutschland
Nur deutsche Linke fordern »offene Grenzen« für alle

Ein Bleiberecht für jeden ist kein Ausdruck internationaler Solidarität, meint der LINKEN-Politiker Alexander King

In der Debatte um eine linke Einwanderungspolitik werden schwere Geschütze aufgefahren. Den Befürwortern einer Regulierung von Einwanderung wird der Abschied von Internationalismus und Solidarität vorgeworfen. Dabei ist ihr Anliegen richtig: Sie wollen die Debatte in die reale Welt von Lohnarbeit und Globalisierung zurückholen.

Von diesem Irrsinn profitieren die Konzerne in Europa – auch in anderen Branchen. Nicht umsonst fordern »Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft« und der Bundesverband der Deutschen Industrie den massiven Zuzug von Arbeitskräften nach Deutschland. Und die Bundesbank stellt zufrieden fest, dass der Nettozuzug in die EU von 1,8 Millionen Menschen während der letzten Jahre als Lohnbremse in den unteren Einkommensgruppen wirkt. Die Verlierer sind die Arbeitnehmer hier und die Herkunftsgesellschaften im Süden, die durch die Abwanderung arbeitsfähiger, oft schon ausgebildeter junger Menschen geschwächt werden, während die Arbeitgeber im Norden sich die Ausbildungskosten einsparen. Man nennt das Brain-drain.

Wer das für internationale Solidarität hält, sollte die betroffenen Länder aufsuchen und sich erkundigen. Ich habe mich viele Male mit Menschenrechtsaktivist/innen und Gewerkschafter/innen getroffen: In Honduras, Haiti, auf Weltsozialforen habe ich mit afrikanischen, sozialen Bewegungen gegen die EU-Handelspolitik demonstriert. Die Forderung nach offenen Grenzen in Europa (oder den USA) hat dabei selten eine Rolle gespielt. Die kenne ich vor allem aus der deutschen Linken – eine unverwechselbar deutsche Nabelschau.

Die kubanischen Genoss/innen wären sicher nie auf die Idee gekommen, offene Grenzen und Bleiberecht für ihre Landsleute in den USA für einen Ausdruck internationaler Solidarität zu halten. Natürlich waren die offenen US-Grenzen nie solidarisch gemeint, sondern zielten auf politische Destabilisierung – und auf Brain-drain. Da wir über Kuba reden: Kuba bildet Ärzte und anderes medizinisches Personal aus aller Welt aus: zum Einsatz in deren Heimatländern. Das ist ein sinnvoller Ansatz. Deutschland könnte mehr für die Ausbildung von Fachkräften in Ländern des Südens tun.

Aber das ist nicht alles: Ich habe einige Forschungsaufenthalte in Haiti absolviert. Das Gesundheitssystem dort wäre ohne die Hilfe aus Kuba (und dem Einsatz zahlreicher internationaler Entwicklungsorganisationen) schlicht nicht lebensfähig. Umso erstaunlicher, dass Haiti zu den größten Exporteuren von Pflegekräften in Richtung Norden gehört. Offene Grenzen für alle? Ein globales Recht auf freie Niederlassung gibt es nicht, wohl aber ein bei den Vereinten Nationen verankertes Menschenrecht auf Gesundheit.

Keine andere linke Partei und keiner der linken Hoffnungsträger unserer Gegenwart erhebt die Forderung nach offenen Grenzen: weder Jeremy Corbyn, noch Bernie Sanders. Und auch keine Partei der Europäischen Linken.
Den ganzen Text sollte man mal lesen: https://www.neues-deutschland.de/artikel/1088801.migrationsdebatte-in-der-linken-nur-deutsche-linke-fordern-offene-grenz...

Ich rate Herrn Alexander King sich der Bewegung von Sahra und Oskar anzuschließen, denn dort wird sich demnächst die Vernunft und Intelligenz der Linken versammeln und den Rest benötigt man für eine gute Politik eh nicht


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24.05.2018 um 18:36
Galante schrieb:Bin selber Mitglied bei der Linken und denke, dass diese Partei, das Ruder noch umreißen kann.
Ja, das können sie, ist ist nie so schlecht das so eine SED Ideologieverein nicht noch mehr Scheiße bauen kann.


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nochsoeiner
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24.05.2018 um 18:51
Sozialismus, den die Linke nun mal will, hat weder in der Vergangenheit funktioniert noch funktioniert er heute. Wohin Sozialismus führt, sieht man ja in Venezuela. Soziale Marktwirtshaft ist mir lieber. Leistung wird belohnt, den Schwachen wird aber auch geholfen. Meines Erachtens die beste Synthese.


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24.05.2018 um 18:55
nochsoeiner schrieb:Leistung wird belohnt, den Schwachen wird aber auch geholfen.
Geiler Scheiß - wo gibt es das?
Da will ich hin.


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nochsoeiner
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24.05.2018 um 19:04
@groucho
Lebst du denn nicht in der BRD? Hier gibt es staatliche Sozialleistungen, wenn man keine ARbeit hat, erhält man staatliche Stütze. Man bekommt eine Wohnung bezahlt, Krankenversicherung und als Hartz 4 Empfänger sogar (nahezu) kostenfreien Zahnersatz gemäß Härtefallregelung. Niemand muss hier hungern, wenn er das nicht möchte. Schaut dich mal in der Welt um, wieviele Sozialstaaten gibt es denn auf der Welt? Warum will die halbe Welt hierher zu uns?


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24.05.2018 um 19:33
nochsoeiner schrieb:Man bekommt eine Wohnung bezahlt, Krankenversicherung und als Hartz 4 Empfänger sogar (nahezu) kostenfreien Zahnersatz gemäß Härtefallregelung.
Ach das meinst du....ich dachte schon den Schwachen wird wirklich geholfen.


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nochsoeiner
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24.05.2018 um 19:46
groucho schrieb:ich dachte schon den Schwachen wird wirklich geholfen.
Was genau meinst du damit?


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24.05.2018 um 19:51
groucho schrieb:ich dachte schon den Schwachen wird wirklich geholfen.
Hm.... in Anbetracht das hier in D keiner hungern, dursten muß oder auf ärztliche Versorgung und Obdach verzichten muß...
würde mich eine Erläuterung zu Deinem Post schon interessieren.
Wie sieht es in anderen Staaten aus?


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kingari
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24.05.2018 um 21:04
Weiß man schon ob Torsten Krause Einspruch eingelegt hat oder ob das Urteil schon rechtskräftig ist?
Er galt einmal als aufstrebender Jungpolitiker in Brandenburg, nun dürfte seine Karriere vorerst beendet sein: Das Amtsgericht Potsdam hat Strafbefehl gegen den Büroleiter von Sozialministerin Diana Golze (Linke) und früheren Landtagsabgeordneten der Linken, Torsten Krause, wegen Betrugs mit Steuergeldern erlassen und zugestellt. Der Strafbefehl lautet auf zehn Monate Freiheitsstrafe zur Bewährung. Die Bewährungszeit beträgt zwei Jahre. Zudem hat das Gericht die Einziehung von 71.945 Euro angeordnet, die sich der heute 36-jährige Krause in seiner Zeit als Abgeordneter von 2005 bis 2012 durch die Angabe eines falschen Wohnsitzes im uckermärkischen Lychen vom Landtag in Form von Fahrkostenpauschalen erschlichen haben soll.

Die jahrelangen Ermittlungen waren durch eine anonyme Anzeige vom Oktober 2012 ins Rollen gekommen. Darin wurden Krause und sein damaliger Parlaments- und Parteikollege Peer Jürgens belastet. Beide sind 2014 aus dem Landtag ausgeschieden – bekamen aber neue Posten. Jürgens war im Herbst 2017 vom Landgericht Potsdam in zweiter Instanz zu einem Jahr Haft auf Bewährung verurteilt worden, weil er von 2004 bis 2014 mit falschen Wohnsitzangaben 87.000 Euro vom Landtag kassiert hatte.
https://www.tagesspiegel.de/berlin/potsdam-strafbefehl-gegen-den-bueroleiter-der-sozialministerin/22579022.html


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24.05.2018 um 21:11
Gwyddion schrieb:Wie sieht es in anderen Staaten aus?
Warum sollten mich andere Staaten interessieren?

Ich lebe in Deutschland und wenn der Scheiß, den wir hier haben, besser ist als der in anderen Ländern, ist es immer noch Scheiß.

Und Hartz IV ist der größte Scheiß seit langem.
Ein Zwangsarbeitssystem, dass den Arbeitsmarkt um viele viele geringfügige Beschäftigungsverhältnisse bereichert hat. Dazu Druck und Schikane gegen die Bedürftigen.

Wer das für feiernswert hält, ist entweder neoliberaler Turbokapitalist, oder hält sich ganz fest Augen und Ohren zu in der Hoffnung (oder Gewissheit) niemals Hartz IV in Anspruch nehmen zu müssen.


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24.05.2018 um 21:20
groucho schrieb:Warum sollten mich andere Staaten interessieren?
Zur Vergleichbarkeit zum Beispiel.
groucho schrieb:Und Hartz IV ist der größte Scheiß seit langem.
Auf jeden Fall.

Aber Hartz IV versorgt dennoch den Menschen. Genug ist es nie... davon mal ab.
groucho schrieb:Wer das für feiernswert hält, ist entweder neoliberaler Turbokapitalist, oder hält sich ganz fest Augen und Ohren zu in der Hoffnung (oder Gewissheit) niemals Hartz IV in Anspruch nehmen zu müssen.
Ich sehe hier keinen der das abfeiert.
Und man muß auch kein neoliberaler Turbokapitalist sein um zu erkennen, das hier keiner hungern und dursten muß ect.
Über Sinn und Zweck von Hartz IV brauchen wir wohl nicht diskutieren. Da liegen wir nicht auseinander.


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24.05.2018 um 21:34
nochsoeiner schrieb:Wohin Sozialismus führt, sieht man ja in Venezuela.
Dahin führt Korruption und die gibts genauso in kapitalistischen Ländern.


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24.05.2018 um 21:40
Gwyddion schrieb:Und man muß auch kein neoliberaler Turbokapitalist sein um zu erkennen, das hier keiner hungern und dursten muß ect.
Man muss aber neoliberaler Turbokapitalist sein um in einer der stärksten Volkswirtschaften der Welt die Armut daran festzumachen, ob einer hungert. Armut ist immer(!) relativ, wenn du es also für sonderlich erstrebenswert hältst, dich als Deutschland am Maßstab von Sierra Leone messen zu lassen, dann hast du ein paar grundlegende Dinge nicht verstanden.

Zwangsarbeit ist Zwangsarbeit, wenn die Konsequenz der Nichtaufnahme Sachen wie Obdachlosigkeit und damit die Versagung von menschlichen Grundbedürfnissen ist. Und eine Studie die auch ausgerechnet noch von der Arbeitsagentur in Auftrag gegeben und veröffentlicht wurde, zeigt eindeutig den Zusammenhang zwischen hartzscher Sanktionspolitik und Obdachlosigkeit sowie sozialer Isolation von Menschen auf. Damit hat sich dieses System als eindeutig kontraproduktiv erwiesen und genau hierin sehen wir die angewandte Dialektik der neoliberalen Turbokapitalisten, die auch dann noch Maßnahmen gutheißen, wenn sie keinen effektiven Nutzen haben sondern lediglich finanzielle Vorteile für die Privatwirtschaft bieten.

Und genau damit schließt sich der Kreis.


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24.05.2018 um 21:50
GilbMLRS schrieb:Man muss aber neoliberaler Turbokapitalist sein um in einer der stärksten Volkswirtschaften der Welt die Armut daran festzumachen, ob einer hungert.
Bullshit

Es ging um das Thema "Hilfen für Schwächere".

Liest sich hier, als wenn es keine Hilfen gäbe. Und das ist Blödsinn.

Das es Armut gibt... stelle ich nicht in Abrede. Ebensowenig das es wesentlich besser laufen sollte und könnte.

Aber das alles Shice hier sein soll... das stelle ich in Abrede. Und
GilbMLRS schrieb:Sierra Leone


war Dein Einwurf. Nicht meiner.

Und Eure Bezeichnung: neoliberaler Turbokapitalist könnt ihr Euch klemmen. Denn wer was sein "muß", bestimmt nicht ihr,
könnt ihr noch nicht einmal annähernd erahnen, geschweige denn wissen. Zumindest bei Usern hier im Forum.


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24.05.2018 um 22:01
Gwyddion schrieb:Liest sich hier, als wenn es keine Hilfen gäbe. Und das ist Blödsinn.
Na ganz toll....nem Verhungernden halbverdaute Nudeln auskotzen ist auch ne Art von Hilfe, haben ja immerhin noch Nährwert. Es geht schlicht und einfach darum, dass man Leute nötigt, zu sinnlosen Maßnahmen zu erscheinen obwohl man WEIß, dass sie dadurch nicht auf den Arbeitsmarkt finden, nur, um dass die überhaupt ihre Wohnung behalten dürfen. Noch besser bei Leuten, die ihr Leben lang gearbeitet haben und wenn sie mit 55 Jahren arbeitslos werden, müssen sie ihr gesamtes Lebenswerk versilbern bevor sie, die sie wertlos für die Wirtschaft sind, Hilfen erhalten und damit automatisch und zwangsläufig in die Altersarmut rutschen.

Daneben ist Armut auch noch ein weiteres Problem, da mittlerweile die Bildung von der Einkommenssituation der Eltern abhängt, es ist längst erwiesen, dass die soziale Herkunft die Zukunftschancen entscheidet (im Großteil der Fälle und das ist entscheidend) und damit sind wir nicht besser als irgendeine Bananenrepublik.

Hier liegt ne ganze Menge im Argen und doch, du machst Armut faktisch an den Kalorien fest, die man aufnehmen kann und genau da befinden wir uns im direkten Vergleich zu den rückständigsten Gegenden des Planeten.


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kingari
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24.05.2018 um 22:14
@GilbMLRS

Die Korrelation, dass die Bildung der Kinder vom Einkommen der Eltern abhängen würde, ist im wesentlichen falsch. Falsch deswegen, weil die Bildung der Kinder überwiegend vom Bildungsgrad der Eltern abhängt. Sind die Eltern weniger gebildet, dann legen sie wohl auf Bildung nicht so viel wert und folglich geben sie diese Einstellung auch an ihre Kinder weiter. Dass diese Eltern weniger Einkommen erzielen als gebildete Schichten, das liegt wohl auf der Hand.
Aber die Bildung der Kinder ist nun nicht schlecht weil die Eltern weniger verdienen, sondern weil die Eltern ihre Kinder mit suboptimalen Werten aufziehen und keine grandiosen Orientierungspersonen sind. Selbst wenn die Eltern etwas mehr verdienen würden, würde sich an der Bildungssituation der Kinder wenig ändern.


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24.05.2018 um 22:15
@GilbMLRS

Arbeitsmarkt, Hartz IV, vlt. auch noch die nicht wirklich dolle Umsetzung der Pflegeversicherung ...
da können wir bestimmt einen Konsens erzielen, rsp. werden nicht weit auseinander liegen.

Aber bevor Du noch zu weit abdriftest.. ich bringe noch einmal die Aussage von @groucho
groucho schrieb:ich dachte schon den Schwachen wird wirklich geholfen.
Darauf mein Einwand, das hier keiner verdursten, verhungern muß.. oder keine ärztliche Betreuung oder Obdach hat.

Damit habe ich nicht den Arbeitsmarkt, nicht Hartz IV, nicht Wohnungsmarkt oder Armut generell gewertet.
Sondern das man hier in D dennoch Hilfe erfahren kann. Ob diese ausreichend genug ist .. darüber mag man streiten.

Und mit Sicherheit definiere ich auch Armut durchaus anders wie manch User hier. Aber das war nicht mein Thema bei meiner
Aussage.
GilbMLRS schrieb:du machst Armut faktisch an den Kalorien fest
Dann mal her mit dem Beleg..... wo habe ich das fest gemacht?


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24.05.2018 um 22:21
@kingari

Du hast da ziemlich viel Terz zu machen nur um meine Aussage zu bestätigen. Wenn die TATSÄCHLICHE Folge geringer Einkommen (bspw. aufgrund geringer Bildung) der Eltern die mangelnde Bildung der Kinder ist, dann hängt die Bildung der Kinder nunmal von ihrer Herkunft ab.

Das heißt, die Kinder sind dann deshalb schlechter gebildet, weil sie von Familie A und nicht von Familie B abstammen, die Einkommenssituation der Eltern ist nur auf der Elternebene entweder Folge oder Ursache, für die Kinder allerdings ist es die alleinige Ursache, da die faktischen Folgen für sie sich so darstellen, wie sie sich eben darstellen. Dem Kind ist es egal, ob die Eltern arm sind, weil sie ungebildet sind oder ob sie ungebildet sind, weil sie arm sind, die direkte Folge ist, dass sie schlechtere Bildung haben, weil sie eben genau der Familie abstammen, der sie abstammen.

Hier würden andere Sachen wie Internate wesentlich weiterhelfen. Aber stattdessen überlässt man die Kinder ihren sozialem Umfeld (was durch die Abschottung von sozialen Schichten noch verschärft wird) und individualisiert systemische Missstände entgegen sämtlicher Lebensrealitäten.


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