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DIE LINKE - Alternative oder weitere Laberpartei?

6.607 Beiträge, Schlüsselwörter: Sozialismus, Alternative, Die Linke
kingari
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24.05.2018 um 22:27
GilbMLRS schrieb:Du hast da ziemlich viel Terz zu machen nur um meine Aussage zu bestätigen. Wenn die TATSÄCHLICHE Folge geringer Einkommen (bspw. aufgrund geringer Bildung) der Eltern die mangelnde Bildung der Kinder ist, dann hängt die Bildung der Kinder nunmal von ihrer Herkunft ab.
Wieso von der Herkunft? Sind nur türkische Eltern bildungsfern? Nein, es gibt auch Eltern anderer Nationen die bildungsfern sind.
Nicht die Herkunft entscheidet, sondern der Bezug und die Wertigkeit zur Bildung im Allgemeinen.
GilbMLRS schrieb:Hier würden andere Sachen wie Internate wesentlich weiterhelfen. Aber stattdessen überlässt man die Kinder ihren sozialem Umfeld (was durch die Abschottung von sozialen Schichten noch verschärft wird) und individualisiert systemische Missstände entgegen sämtlicher Lebensrealitäten.
Is klar, jetzt also Internate für Kinder aus bildungsfernen Schichten.


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24.05.2018 um 22:48
kingari schrieb:Wieso von der Herkunft? Sind nur türkische Eltern bildungsfern?
Ich rede nicht von nationaler Herkunft sondern von sozialer Herkunft. Von der Familie, der man abstammt, nicht von der Nationalität der Familie. Aber Nachtijall, ick hör dir trapsen ;)
kingari schrieb:Is klar, jetzt also Internate für Kinder aus bildungsfernen Schichten.
Internate für objektiv (sachlich und ökonomisch) bedürftige Kinder. Wohlhabende Eltern haben nämlich seltsamerweise kein Problem damit, ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, jedoch wird derartige Sonderförderung weniger wohlhabenden Familien nicht zuteil. Und sowas muss gefördert werden, das heißt, wenn eine vergleichbare Förderung nicht vom Einkommen der Eltern gestemmt werden kann, muss der Staat für eine Finanzierung sorgen. Natürlich nur, solang nach Einschätzung der Lehrer (die sachliche Komponente) eine Förderung auch Aussicht auf Erfolg hat.


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kingari
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24.05.2018 um 22:57
GilbMLRS schrieb:Internate für objektiv (sachlich und ökonomisch) bedürftige Kinder. Wohlhabende Eltern haben nämlich seltsamerweise kein Problem damit, ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, jedoch wird derartige Sonderförderung weniger wohlhabenden Familien nicht zuteil. Und sowas muss gefördert werden, das heißt, wenn eine vergleichbare Förderung nicht vom Einkommen der Eltern gestemmt werden kann, muss der Staat für eine Finanzierung sorgen. Natürlich nur, solang nach Einschätzung der Lehrer (die sachliche Komponente) eine Förderung auch Aussicht auf Erfolg hat.
Also wir haben unsere Kinder auch auf Privatschulen geschickt, damit sie von den unsäglichen Defiziten der staatlichen Schule verschont bleiben, und davon verschont bleiben, mit bildungsresistenten Kindern konfrontiert zu werden.
Ich weiß, jedes Kind will lernen aber wenn es von den Eltern anders sozialisiert wurde, dann spiegelt sich deren Sozialisation auch im Lernwillen und im sozialen Umgang wieder. Wir haben uns das lange überlegt und mit vielen Bekannten darüber gesprochen und haben uns dann dazu entschlossen, unseren kindern das nicht anzutun.
Generell wären wir gerne dazu bereit gewesen aber die Gespräche und die Augenscheinnahme der Zustände an staatlichen Schulen haben die Entscheidung erleichtert. Nicht weil es uns finanziell leicht fiel, sondern weil wir unseren Kindern das nicht zumuten wollten. Und es find schon bei der Augenscheinnahme der Grundschulen an, wo die Klassenzusammensetzungen keinen anständigen Unterricht ermöglicht haben, da die Kinder in der Grundschule erst auf eine gemeinsame Sprache vorbereitet werden mussten. Hier haben also die Eltern sträflich ihre Erziehungspflicht vernachlässigt und daher leidet dort die Vermittlung der Inhalte des Lehrplanes. Unsere Kinder sollten aber dem Lehrplan gemäß unterrichtet werden und nicht gelangweilt in der Schule sitzen.
Hier ist also die Schuld bei den Eltern und nicht beim Staat. Der Staat könnte höchstens eine Kindergartenpflicht einführen, so dass die Kinder die gleichen sprachlichen Startbedingungen haben und dem Unterricht folgen können. Das würde ich sogar begrüßen und hätte es da schon gegeben, dann wäre unsere Entscheidung vielleicht anders ausgefallen


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24.05.2018 um 23:02
kingari schrieb:und davon verschont bleiben, mit bildungsresistenten Kindern konfrontiert zu werden.
Also sind nur auf öffentlichen Schulen "bildungsresistente" Kinder oder wie? Im Übrigen halte ich das für eine Unwahrheit. Kinder sind unwahrscheinlich neugierig und wissbegierig. Das liegt in ihrer Natur.


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kingari
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24.05.2018 um 23:05
satansschuh schrieb:Also sind nur auf öffentlichen Schulen "bildungsresistente" Kinder oder wie? Im Übrigen halte ich das für eine Unwahrheit. Kinder sind unwahrscheinlich neugierig und wissbegierig. Das liegt in ihrer Natur.
Deswegen schrieb ich ja
kingari schrieb:Ich weiß, jedes Kind will lernen aber...
Uns ist die Segregationsproblematik durchaus bewusst aber wir sahen keinen anderen Weg, da wir unsere Kinder diesem System nicht aussetzen wollten.
In ihrer Freizeit sieht die Durchmischung ganz anders aus und klappt wunderbar aber schulisch war uns das Risiko zu hoch


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24.05.2018 um 23:21
@kingari

Deine Lösung für soziale Missstände besteht also in der Beibehaltung und Verschärfung eben dieser sozialen Missstände. Keine weiteren Fragen.
kingari schrieb:Hier ist also die Schuld bei den Eltern und nicht beim Staat
Was habt ihr denn nur alle mit eurem Schuldfetisch? Mich interessiert es einen Scheiß, wer "schuld" ist, ich will wirksame Lösungen. Wenn dein Kind sich mit dem Messer in den Arm hackt, eruierst du dann erstmal, wer schuld ist, bevor du es zu einem Arzt bringst? Das ist doch vollkommen widersinnig, sich ständig einen auf die Frage, wer an etwas schuld ist, einen runterzuholen, was zählt ist die Abschaltung eines Missstandes.

Deswegen schüttet ja die Feuerwehr auch Wasser aufs Feuer anstatt erstmal 6 Wochen lang die Nachbarn durchzufragen, wers angezündet hat. Genau diese Sündenbockideologie reitet uns immer weiter in die Scheiße.


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kingari
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24.05.2018 um 23:28
GilbMLRS schrieb:Deine Lösung für soziale Missstände besteht also in der Beibehaltung und Verschärfung eben dieser sozialen Missstände. Keine weiteren Fragen.
Verschärfung? Wo plädiere ich für Verschärfungen?
GilbMLRS schrieb:Was habt ihr denn nur alle mit eurem Schuldfetisch? Mich interessiert es einen Scheiß, wer "schuld" ist, ich will wirksame Lösungen. Wenn dein Kind sich mit dem Messer in den Arm hackt, eruierst du dann erstmal, wer schuld ist, bevor du es zu einem Arzt bringst? Das ist doch vollkommen widersinnig, sich ständig einen auf die Frage, wer an etwas schuld ist, einen runterzuholen, was zählt ist die Abschaltung eines Missstandes.
Wir eruieren zusammen mit dem Arzt woran es liegen könnte, denn ein Problem kann man nur angehen oder bekämpfen, wenn man weiß was das Problem ist.

Wir sind jedenfalls ganz froh über unsere Entscheidung, denn der schulische Werdegang ihrer Kindergartenfreunde hat sich deutlich unterschieden - und zwar zum positiven.
Verlasst ihr euch also mal auf den alles regelnden Staat - wir verlassen uns auf uns selbst und unsere eigene Verantwortung uns selbst und unseren Kindern gegenüber. Wir halten halt nichts von einem überregulierenden sozialistischen bis kommunistischen Staat, sondern bauen auf die Eigenverantwortung und die hat uns bisher weiter gebracht, als die Verantwortung ständig abschieben zu wollen.
Aber macht ihr mal euer Ding, während wir glücklich grinsend unser Ding machen


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24.05.2018 um 23:45
kingari schrieb:Verschärfung? Wo plädiere ich für Verschärfungen?
Mit dem "weiter so".
kingari schrieb:Verlasst ihr euch also mal auf den alles regelnden Staat
Ich rede ja auch nicht von dem Staat im gegenwärtigen Sinne sondern strebe Veränderungen und Verbesserungen an. Du nimmst das System als gegeben und unterstellst mir, ich würde die gegenwärtige Situation anwenden wollen, was aber Bullshit ist. Wenn ich das soziale Umfeld als entscheidenden Faktor anerkenne, dann impliziert mein Vorschlag auch eine Umwälzung der sozialen Struktur in Schulen. In den von mir angesprochenen Internaten soll halt nicht der gewalttätige Patrick den lernwilligen Jonas verprügeln sondern die Unverbesserlichen pränatalen Alkoholopfer, die absolut resistent gegen Erziehung sind, die sollen schon unter sich bleiben aber andere Kinder aus ärmeren Verhältnissen sollen sich entsprechend ihrer intellektuellen Fähigkeiten zusammenfinden und nicht entsprechend der finanziellen Situation ihrer Eltern.

Und um das zu erreichen, müssen die sozialen Beziehungen aufgebrochen werden und dieser Aufbruch darf nicht anhand ökonomischer Gesichtspunkte erfolgen sondern der muss aufgrund einer Analyse der individuellen Fähigkeiten erfolgen und genau dafür ist eine öffentliche Förderung notwendig, die es ermöglicht, Kinder aus verschiedenen sozialen Umfeldern zusammenzubringen und zwar derart, dass sie nicht nach den 6h Unterricht wieder in ihr Meth-Viertel zurückkehren müssen und von ihren Eltern erstmal Bier holen geschickt werden.

Und das alles, was ich hier vorschlage hat einen Scheiß mit dem zu tun, was derzeit praktiziert wird. Das mit der Inklusionsideologie ist eine wunderbar humanitäre Idee aber es ist vollkommen wirkungslos, potentielle Genies Einflüssen auszusetzen, die sie zu verbitterten Minderleistern machen. Was wir brauchen sind flexible Leistungsklassen. Wo sich der Hauptschüler auch im achten Schuljahr noch rappeln kann und durch Initiative einen besseren Schulabschluss erreichen kann anstatt gezwungen zu sein, eine Entscheidung auszubaden, die mit der 5. Klasse für ihn schon gefallen ist und wo er keine Chance mehr hat, den Rückstand aufzuholen.


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kingari
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24.05.2018 um 23:52
@GilbMLRS
Uns ist es egal ob wir unsere Kinder vor Patrick bewahren, der gewalttätig ist und ständig Bier holen muss oder vor Muhammed, der ständig sein Messer zückt und außer Koranversen nicht zu lernen fähig zu sein scheint.
Uns interessiert nur die Bildung unserer eigenen Kinder.
Also änder du mal schön die Gesellschaft. während unsere Kinder weiter Karriere machen. Euch das Revoluzzertum und uns den Erfolg...

Aber wann kommen wir mal wieder auf den Threadtitel zurück?


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25.05.2018 um 00:01
@kingari

Wir sind ziemlich exakt im Threadthema. Deine Argumentation ist exemplarisch dafür, dass du im Bezug aufs Thema grad so ratlos bist.


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kingari
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25.05.2018 um 00:06
@GilbMLRS

Ich bin doch nicht ratlos, sondern vollumfänglich zufrieden. Ganz im Gegensatz zu Dir, der du nur am rummoppern bist aber das ist ja typisch für Linke, die nur mit Unzufriedenheit aufwarten können
Ich beschwere mich ja nicht, denn uns geht es gut oder wie Merkel es sagt "Ein Land, in dem wir gut und gerne leben!"
Also, sei mal zufriedener und nicht so typisch links pessimistisch


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lawine
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25.05.2018 um 12:38
kingari schrieb:Ich bin doch nicht ratlos, sondern vollumfänglich zufrieden. Ganz im Gegensatz zu Dir, der du nur am rummoppern bist aber das ist ja typisch für Linke, die nur mit Unzufriedenheit aufwarten können
die Studie , die Norbert Lammer vorgestellt hat, belegt:
Emotional am ähnlichsten sind sich die Wählerinnen und Wähler der AfD mit denen der Linkspartei.
---> sprich:
politisch die Ränder stärkende Pessimisten

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-05/norbert-lammert-studie-kas-afd-waehler-pessimismus


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lawine
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25.05.2018 um 13:19
kingari schrieb:Zudem hat das Gericht die Einziehung von 71.945 Euro angeordnet, die sich der heute 36-jährige Krause in seiner Zeit als Abgeordneter von 2005 bis 2012 durch die Angabe eines falschen Wohnsitzes im uckermärkischen Lychen vom Landtag in Form von Fahrkostenpauschalen erschlichen haben soll.
so sieht also ie allseits geforderte Umverteilung im konkreten Einzelfall aus. lach.
groucho schrieb:Und Hartz IV ist der größte Scheiß seit langem.
ne, ist es nciht.
ich habe zu Zeiten, als es noch die alte Sozialhilfe gab (wo jeder Scheiß extra beantragt werden musste) öfter mal Menschen geholfen, diese scheiß Anträge zu stellen. ALE diese PErsonen waren froh, als auf H IV umgestellt wurde. und - was mich am meisten freute - das Prinzip "Fördern und Fordern" hat sie alle wieder iin Arbeit gebracht. auch über Minijobs, wo sie erstmal "im Schongang" wieder im Arbeitsalltag Fuß fassen konnten. Mittlerweile sind alle in Lohn und Brot. KEINE/R würde sich das alte Sozialhilfesystem zurück wünschen.
groucho schrieb:Dazu Druck und Schikane gegen die Bedürftigen.
wer die Forderung der Gesellschaft, zum Gemeinwohl beizutragemn, als Schikanund Druck empfindet, hat ein grundsätzliches Problem. Hartz IV heißt dieses Problem jedenfalls nicht.
GilbMLRS schrieb: Armut ist immer(!) relativ
jo, das ist richtig.
in Deutschland wird alls ARM bezeichnet, wer über weniger als 60% vom Durchschnittseinkommen verfügt. Wohlgemrkt: Armut wrd einkommensabhängig definiert.
nicht nach Besitz materieller Güter wie Spielkonsole, PC, Auto, Farbfernseher, mehrere handies/iphones, genug zu Essen, Wohnraum, nahezu kostenlose medizinische Versorgung, kostenloser Zugang zu Bildung.
GilbMLRS schrieb:Noch besser bei Leuten, die ihr Leben lang gearbeitet haben und wenn sie mit 55 Jahren arbeitslos werden, müssen sie ihr gesamtes Lebenswerk versilbern bevor sie, die sie wertlos für die Wirtschaft sind, Hilfen erhalten und damit automatisch und zwangsläufig in die Altersarmut rutschen.
nur mal zum Nachdenken:
ich habe für den Notfall gespart. wann sollte ich mein gespartes Geld ausgeben? richtig, im Notfall.
wenn der Notfall Arbeitslosigkeit heißt, geb ich in diesem Notfall mein GEspartes aus.
wennd er Notfall Krnakheit/Unfall/Brand/ oder sonstwas heißt, mildere ich die Folgen der entsprechenden "Katastrophe" mit den Spargroschen. oder eine Versicherung (falls abgeschlossen) springt dafür ein.
warum soll ich finanzielle Folgen meines individuellen Lebensrisikos grundsätzlich nur auf die Gesamtgesellschaft abwälzen???
zu einer sozialen Marktwirtschaft wie zu jeder sozialen + solidarischen Gemeinschaft gehört, dass ich das finanzielle Risiko, dass die GEmeinschaft als Ganzes trägt, bewusst niedrig halte bzw versuche, durch Eigenleistung zu reduzieren.
GilbMLRS schrieb:Daneben ist Armut auch noch ein weiteres Problem, da mittlerweile die Bildung von der Einkommenssituation der Eltern abhängt, es ist längst erwiesen, dass die soziale Herkunft die Zukunftschancen entscheidet
das ist nur oberflächlich betrachtet richtig. Bildungschancen am Geldbeutel der Eltern festzumachen, ist falsch

denn:
kingari schrieb:Falsch deswegen, weil die Bildung der Kinder überwiegend vom Bildungsgrad der Eltern abhängt. Sind die Eltern weniger gebildet, dann legen sie wohl auf Bildung nicht so viel wert und folglich geben sie diese Einstellung auch an ihre Kinder weiter.
hier liegt die wahre Ursache!
kingari schrieb:Aber die Bildung der Kinder ist nun nicht schlecht weil die Eltern weniger verdienen, sondern weil die Eltern ihre Kinder mit suboptimalen Werten aufziehen und keine grandiosen Orientierungspersonen sind
so ist es.
GilbMLRS schrieb:Das heißt, die Kinder sind dann deshalb schlechter gebildet, weil sie von Familie A und nicht von Familie B abstammen,
falsch.
denn egal welcher Abstammung, der Bildungserfolg hängt zu 95% vom eigenen Lernwillen ab.
es gibt Vorschulkinder, die können besser lesen als Achtklässler: allein deswegen weil sie es lernen WOLLTEN (zB von älteren Geschwistern)
GilbMLRS schrieb:Hier würden andere Sachen wie Internate wesentlich weiterhelfen. Aber stattdessen überlässt man die Kinder ihren sozialem Umfeld (was durch die Abschottung von sozialen Schichten noch verschärft wird) und individualisiert systemische Missstände entgegen sämtlicher Lebensrealitäten.
ja kal, Abwälzen auf die Allgemeinheit.
was anderes fällt Linken nie ein.
Schon mal ins GG geschaut was zu den Pflichten der Eltern gehört??
kingari schrieb:Nicht die Herkunft entscheidet, sondern der Bezug und die Wertigkeit zur Bildung im Allgemeinen.
völlig richtig.
bei vielen Linken hat sich diese Binsenweisheit leider nicht so richtig rumgesprochen oder wurde durch Ideologie verkleistert
GilbMLRS schrieb:Wohlhabende Eltern haben nämlich seltsamerweise kein Problem damit, ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken, jedoch wird derartige Sonderförderung weniger wohlhabenden Familien nicht zuteil. Und sowas muss gefördert werden, das heißt, wenn eine vergleichbare Förderung nicht vom Einkommen der Eltern gestemmt werden kann, muss der Staat für eine Finanzierung sorgen. N
ne du, der Staat MUSS gar nciht.
es ist laut GG zuallererst Pflicht der Eltern, ihre Kinder zu erziehen.
kingari schrieb:Hier haben also die Eltern sträflich ihre Erziehungspflicht vernachlässigt und daher leidet dort die Vermittlung der Inhalte des Lehrplanes. Unsere Kinder sollten aber dem Lehrplan gemäß unterrichtet werden und nicht gelangweilt in der Schule sitzen.
Hier ist also die Schuld bei den Eltern und nicht beim Staat. Der Staat könnte höchstens eine Kindergartenpflicht einführen, so dass die Kinder die gleichen sprachlichen Startbedingungen haben und dem Unterricht folgen können
word.
GilbMLRS schrieb:Deine Lösung für soziale Missstände besteht also in der Beibehaltung und Verschärfung eben dieser sozialen Missstände. Keine weiteren Fragen.
schaut man auf deinen avatar, klingt das wie eine Selbstoffenbarung
GilbMLRS schrieb:Was habt ihr denn nur alle mit eurem Schuldfetisch? Mich interessiert es einen Scheiß, wer "schuld" ist, ich will wirksame Lösungen
nennnt sich Usache -Wirkungs-Prinzip.
wer das einmal kapiert hat, muss nicht länger an Symptomen rumdoktern sondern setzt an den Ursachen an und kommt damit nachhaltig zu besseren (anderen) Ergebnissen
GilbMLRS schrieb:Das ist doch vollkommen widersinnig, sich ständig einen auf die Frage, wer an etwas schuld ist, einen runterzuholen, was zählt ist die Abschaltung eines Missstandes.
du willst die Symptome verbessern, ohne die Urrsache zu kennen??? naja, dazu sage ich mal lieber ncihts.
Lenin wird dir da sicherich helfen, oder Marx oder ein paar andere Theoretiker deiner Wahl...
kingari schrieb:Verlasst ihr euch also mal auf den alles regelnden Staat - wir verlassen uns auf uns selbst und unsere eigene Verantwortung uns selbst und unseren Kindern gegenüber. Wir halten halt nichts von einem überregulierenden sozialistischen bis kommunistischen Staat, sondern bauen auf die Eigenverantwortung und die hat uns bisher weiter gebracht, als die Verantwortung ständig abschieben zu wollen.
Eigenverantwortung:
dieses Wort und was es bedeutet, sollten Kinder von Kleinauf lernen.
leider ist unser System schon zu sehr von linken RealitätsEigenverantwortungsverweigerern zerfressen
GilbMLRS schrieb:In den von mir angesprochenen Internaten soll halt nicht der gewalttätige Patrick den lernwilligen Jonas verprügeln sondern die Unverbesserlichen pränatalen Alkoholopfer, die absolut resistent gegen Erziehung sind, die sollen schon unter sich bleiben aber andere Kinder aus ärmeren Verhältnissen sollen sich entsprechend ihrer intellektuellen Fähigkeiten zusammenfinden und nicht entsprechend der finanziellen Situation ihrer Eltern.
autsch. du möchtest soziale Segregation!
GilbMLRS schrieb:Wo sich der Hauptschüler auch im achten Schuljahr noch rappeln kann und durch Initiative einen besseren Schulabschluss erreichen kann anstatt gezwungen zu sein, eine Entscheidung auszubaden, die mit der 5. Klasse für ihn schon gefallen ist und wo er keine Chance mehr hat, den Rückstand aufzuholen.
kann er doch.
so er die Bereitschaft zum Lernen und zu Leistung aufbringt, stehen ihm/ihr alle Wege offen.


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25.05.2018 um 14:41
@lawine

Das war eine sehr schöne Zusammenfassung.

Was in manchern Diskussion untergeht: Es gibt in Deutschland flächendeckend ausreichend gute öffentliche Schulen in vielen Formen. Das ist eine gewaltige und sinnvolle Leistung. Da muss nicht auch noch jeder ksotenlose Golfkurse bekommen und ein schickes Internat obendrauf. Auch der Besuch von Hochschulen ist in Deutschland nicht an Vermögen der Eltern gekoppelt.
Es gibt riesige kostenlose öffentliche Bibliotheken. Was denn noch?

Der Staat kann nur die Infrastruktur (und dazu noch kostenlos) zur Verfügung stellen. Er kann nicht auch noch sicherstellen, dass jeder Einzelne mal den Arsch hochkriegt.

Sicher gibt es Eltern, die ihre Kinder besser fördern als andere. Das kann aber nicht staatlich wegreglementiert werden.

Ähnlich ist es im Gesundheitssystem. Kinder reicherer Eltern haben laut einer aktuellen Studie bessere Zähne. Und woran liegt das? Es liegt doch daran, dass Eltern ihre Kinder zum Zähneputzen anhalten oder nicht und ob kostenlose Prophylaxen wahrgenommen werden oder nicht. Mehr als anbieten kann man es nicht und mit die beste Zahnpasta kann jeder beim Discounter kaufen.


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Warhead
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25.05.2018 um 15:25
@sacredheart
Irrtum,die beste Zahnpasta kannst nur in der Apotheke kaufen


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25.05.2018 um 17:17
lawine schrieb:wo jeder Scheiß extra beantragt werden musste)
Bei Hartz IV gibt es erst gar keine Extras.
Klar, hat den Vorteil, dass man keine Extra Anträge ausfüllen muss...
lawine schrieb: ALE diese Personen waren froh, als auf H IV umgestellt wurde.
Ich kenne ein paar Hartzer - keiner von denen hat ein gutes Wort für diesen Scheiß.
lawine schrieb:und - was mich am meisten freute - das Prinzip "Fördern und Fordern" hat sie alle wieder iin Arbeit gebracht. auch über Minijobs, wo sie erstmal "im Schongang" wieder im Arbeitsalltag Fuß fassen konnten.
Ja, und ich habe gestern Yeti und Bigfoot an einem Tag gesehen
lawine schrieb:Mittlerweile sind alle in Lohn und Brot. KEINE/R würde sich das alte Sozialhilfesystem zurück wünschen.
Na klar......

Sorry, du musst über ein Hartz IV aus einem Paralleluniversum reden, oder kennst die fünf positiven Ausnahmen.


Selbst wenn das, was du erzählst stimmt, was ich doch ein wenig bezweifele, ist das icht repräsentativ für Hartz IV.

Hartz IV hat nachweislich den Mini-Job Sektor ausgeweitet und Ganztags Jobs vernichtet.
Hartz IV ist die beste Lohnbremse, die es je gab.

Wer das verteidigt, kennt es entweder nur aus seltsamen Anekdoten oder ist einer der davon profitierenden neoliberalen Arbeitgeber.
lawine schrieb:wer die Forderung der Gesellschaft, zum Gemeinwohl beizutragemn, als Schikanund Druck empfindet, hat ein grundsätzliches Problem.
Wer Zwangsarbeit und Hoffnungslosigkeit als gesellschaftlichen Beitrag bezeichnet, der hilft wohl nach Feierabend auch gern mal in der Hölle aus......
lawine schrieb:Hartz IV heißt dieses Problem jedenfalls nicht.
Klar, für nicht-Betroffene ist Hartz IV sicher kein Problem.


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Aldaris
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25.05.2018 um 17:25
An dieser Diskussion sieht man schön, wie die politischen Zentrifugalkräfte an Tempo gewinnen..


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25.05.2018 um 20:12
groucho schrieb:Hartz IV hat nachweislich den Mini-Job Sektor ausgeweitet und Ganztags Jobs vernichtet.
Nicht dieses unselige Hartz IV hat den Arbeitsmarkt mit bedenklichen Jobs geflutet.. die Wirtschaft hat dies,
denn sie nutzt diese politische Vorgabe vorzüglich aus ihrer Sicht und werden natürlich durch die Ressentiments
der Argen gegenüber Jobsuchenden unterstützt.

Die eigentlichen Schuldigen sind aber eher bei den Arbeitgebern zu verorten, die gewissenlos und aus Profitgier
dieses System ausnutzen.

Wir tragen auch eine gewisse Mitschuld.... wenn wir wie in den Anfängen der 2000ender diese "Geiz ist Geil"
Welle mitmachen rsp. mitmachten.


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25.05.2018 um 20:22
Gwyddion schrieb:Die eigentlichen Schuldigen sind aber eher bei den Arbeitgebern zu verorten, die gewissenlos und aus Profitgier
dieses System ausnutzen.
Was heißt, das System ausnutzen?
Genau dafür haben sie es gemacht.
Aber selbst wenn nicht, wenn ein Gesetz "ausgenutzt" werden kann, entgegen seinem Sinn, dann sollte es schleunigst geändert werden


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25.05.2018 um 20:36
GilbMLRS schrieb:Zwangsarbeit ist Zwangsarbeit, wenn die Konsequenz der Nichtaufnahme Sachen wie Obdachlosigkeit und damit die Versagung von menschlichen Grundbedürfnissen ist.
Das ist keine Zwangsarbeit, das ist bestenfalls der Zwang des Lebens, der Zwang eigene Entscheidung und Verantwortung zu tragen.

Mag sein das es irgendwo Paradiese gibt wo es alles sofort Umsonst gibt.


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