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Der nächste Krieg der USA wird gegen den Iran sein

22.820 Beiträge, Schlüsselwörter: USA, Krieg, Israel, Iran

Der nächste Krieg der USA wird gegen den Iran sein

08.09.2019 um 17:53
@Conodeluz
Das Problem am Atomprogramm des Iran ist weniger, dass der Iran eine Atomwaffe bauen könnte. Deren Einsatz verbietet sich von selbst und würde nur zur Vernichtung derer führen, die sie zuerst einsetzen. Das weiß auch die Führung im Iran, und trotz aller religiöser Besessenheit, so fanatisch sind sie nun doch auch nicht.

Das Problem ist doch eher, dass man nicht weiß, wer alles Zugriff auf das waffenfähige Material bekommt, wenn es denn nunmal hergestellt wurde. Das könnte ja dann in die Hände von iradikalen islamistischen terroristischen Gruppen geraten. Darum ging ja auch die Diskussion schon seit Jahren darum, wieviel eigene Anreicherung man dem Iran selbst gestatten wollte. An der Frage scheiterten ja schließlich auch die Verhandlungen mit den Europäern bis 2006. Nun ist es aber so, dass der Atomwaffensperrvertag, den der Iran unterzeichnet hat, eine Anreicherung für zivile Zwecke ausdrücklich erlaubt. Der Iran kann also darauf bestehen.

Das Atom-Abkommen von 2015 hat nun erreicht, dass Maß und Menge des angereicherten Urans genau begrenzt werden, so dass es für Energiefewinnung und sonstige zivile Anwendungen, wie z.B. Radiologie vollkommen ausreicht. Außerdem lässt man die Inspektoren der IAEA ins Land. Man hat damit also die Herstellung und Verbreitung von waffenfähigem Uran unterbunden.

Dieses Abkommen wird nun von der Trump-Administration geährdet und man weiß nicht ganz genau warum. Trump selbst, der ja keinen Krieg will, sondern nur einen Deal mit einem abschließenden Abkommen, worauf er seinen Namen schreiben kann, wird dabei nur benutzt. Nein, es sind Leute wie John Bolton, die hinter der Eskalation stecken. Ein Mann, der auch schon den völlig sinnlosen und verfehlten Krieg gegen den Irak befürwortet hat. Was motiviert so einen Mann dazu? Die Größe Amerikas zu demonstrieren? Wenn ja, dann geht der Plan gerade gründlich schief.

@Fichtenmoped
Fichtenmoped schrieb:Selbst Saudi Arabien arbeitet heutzutage mit Israel zusammen... (Wobei auch der gemeinsame Feind Iran dazu beiträgt.)
Selbst Saudi-Arabien weigert sich heute noch, den Staat Israel anzuerkennen (was hindert sie daran?). Israelische Bürger dürfen nicht nach Saudi-Arabien reisen. In Saudi-Arabien leben keine Juden. Ist das wirklich eine ehrliche Kooperation?

Ja, in Saudi-Arabien reden sie nicht stänig davon Israel vernichten zu wollen, und das Königshaus verfolgt dieses Ziel vermutlich auch nicht. Aber das galt einst auch für den Schah, und der wurde mal dir nichts mir nichts beseitigt. Was garantiert uns, dass das eines Tages mit dem Haus Saud nicht auch geschieht? Man sollte nicht vergessen, dass es in der saudischen Gesellschaft gefährliche Elemente gibt, für die das Königshaus nur eine Marionette des Westens ist. Osama bin Laden und seine Attentäter des 11. September stammen nicht zufällig aus Saudi-Arabien.

Aber Trump stopft dieses Land mit Waffen voll. Und er spricht auch schon davon, ihnen Nukleartechnologie frei Haus zu liefern. Dass man in Teheran von beidem nicht begeistert ist, kann man nachvollziehen.


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08.09.2019 um 18:08
Quiron schrieb:Man sollte nicht vergessen, dass es in der saudischen Gesellschaft gefährliche Elemente gibt, für die das Königshaus nur eine Marionette des Westens ist. Osama bin Laden und seine Attentäter des 11. September stammen nicht zufällig aus Saudi-Arabien.
Ist die Frage wieviel es braucht um deine " persönliche Meinung " und verquerte Logik durchzudrücken nur um Antisemitismus schön zu frisieren.


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08.09.2019 um 23:57
Fierna schrieb:Der Unterschied nennt sich Antisemitismus, aber Menschen wie du haben den ganzen Tag natürlich nichts anderes zu tun, als diesen als ein wenig "Säbelrasseln" oder Kriegsrhetorik" zu relativieren.
Falsch darum geht es gar nicht. Die öffentlich bekannte Rechtfertigung hält einer rationalen Betrachtung nicht stand. Der Konflikt ist für denkende Analysten von Außen weitgehend irrational.
Allein dass der Iran ein Atomprogramm hat lässt eine rationale Erklärung zu. Aber wie bereits geschildert geht der Konflikt über das Atomprogramm hinaus, es ist nicht Ursache sondern eine Folge davon.

Auch der Antisemitismus ist nicht ausreichend um den Konflikt zu rechtfertigen. Der Iran ist nicht antisemitischer als die arabischen Länder. Auch wenn das durch die politischen Drohgebärden für einfältige Betrachtungen so wirken mag.
Antisemitismus gibt es in der ganzen muslimischen Welt. Zufällig stört sich aber Israel am Antisemitismus ganz bestimmter Akteure in der Region? Syrien, früher Irak, Iran? Und der Antisemitismus der anderen hindert sie nicht einmal mit diesen Länder zu kooperieren? Logik?

Entweder gibt es andere Ursachen die man öffentlich nicht kommuniziert weil sie öffentlich nicht tragbar sind, was ich für sehr wahrscheinlich halte. Oder aber die Leute haben vergessen wofür sie wirklich kämpfen und könnten eigentlich schon längst das Kriegsbeil begraben weil es keinen echten Grund mehr gibt. Sofern man das Atomprogramm des Irans lösen kann, was sicher möglich ist wenn die eigentliche Ursache des Konfliktes auf den Verhandlungstisch kommt. Man kann mit dem Iran ähnlich wie mit Saudi Arabien verfahren.


@Quiron

Wie gesagt. Das Atomprogramm ist Grund genug. Man kann natürlich darüber streiten wie schlimm es wirklich wäre wenn der Iran Atommacht wird. Aber das ist Grund genug für einen Konflikt. Aber das ist geschichtlich betrachtet ja gar nicht der Auslöser und die USA, Israel und die Golfstaaten machen nicht den Eindruck als würde es ihnen nur um das Atomprogramm gehen.
Während man an dem Verhalten der Europäer und anderer sehr wohl erkennen kann, dass diese sich gutmütig zeigen, sofern der Iran garantieren kann, dass sie ihr Atomprogramm transparent halten.

Während man den Golfstaaten und Israel noch eine regionale Betroffenheit zusprechen kann, muss man fragen wieso die USA sich da so mitreißen lassen. Es heißt doch immer Israel hätte in den USA nicht mehr Einfluss als andere Länder auch. Wieso mischt die USA mit als wären sie Irans Nachbar? Das Ergebnis vom einwirken der Israelis und Saudis auf die USA? Die USA eine naive Puppe der Israelis und Araber?
Es ist ja nicht nur ein Support der USA für die Verbündeten. Die USA ist ein treibender Akteur und ich wiederhole, sie erpressen Verbündete, auch in Europa, um die Sanktionen gegen den Iran aufrechtzuerhalten. Das sind schwerwiegende Aktionen der USA und zeigt wie ernst sie das nehmen.


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09.09.2019 um 00:16
Den Einfluss der Golfstaaten auf die USA bewerte ich als gering. Am Beispiel von Katar konnte man sehen dass es dem Anti-Katar Block nicht gelang die USA wirklich gegen Katar zu positionieren. Sie kauften eine Menge Waffen und bekamen nur grünes Licht für ihre Sanktionsmaßnahmen und ihre Hetzkampagne.
Trump lies sich etwas mitreißen und mäßigte dann sein Ton gegen Katar als seine Berater ihn informierten dass die USA in Katar ihren größten Stützpunkt in der Region haben.
Es gelang ihnen nicht die USA dazu zu bewegen Katar zu isolieren.

Es ist auffällig wie manche Leute bei Israel häufig mit dem Märchen der Vernichtungspläne des Irans kommen statt die handfesteren Konfliktursachen zu benennen. Die Saudis und VAE haben ja auch ihre Märchen über Katar erzählt. Katar als böser Unterstützer von Terrorgruppen und Verbündeter des Iran.
Realer ist da schon das Thema Syrien. Der Konflikt zwischen Israel und Syrien zieht auch den Iran rein. Und für den Israel-Syrien Konflikt gibt es so konkrete Ursachen wie die Golanhöhen auf die Syrien bis heute nicht verzichten will.

Aber auch das lässt sich eigentlich in Frage stellen. Es ist einfach unlogisch dass Syrien Grund genug ist damit Israel mit Iran verfeindet ist aber der massive und entscheidende Support der Russen für Assad führt zu keinem Israel-Russland Konflikt? Russland schlägt sich in dieser Thematik mit den USA herum, aber Israel und Russland pflegen sehr freundschaftliche Beziehungen. Das ist doch krank?
Wie will man das rational entschlüsseln? :D


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09.09.2019 um 00:32
Was sagen denn die "Experten" dazu? Gelten diese Zustände als ungelöste Rätsel der Politologie? :D

Es müssen aber eigentlich Modelle erarbeitet werden die die Irrationalität und logischen Lücken beseitigen. Diese sind Anzeichen dafür dass Dinge passieren die wir nicht rational bewerten können. Wie in einem naturwissenschaftlichen Modell gibt es Erklärungslücken die neue Theorien erfordern.

Oder ist es wirklich so schlimm und die politischen Akteure handeln tatsächlich irrational? Oder sagen die Israelis und Saudis sich "warte mal wir haben schon genug Feinde, lasst uns gegenüber Russland mäßig und freundschaftlich bleiben auch wenn sie unseren Todfeind unterstützen"? :D
Und die Saudis sagen noch "lasst uns aber Katar fertig machen und allen erzählen dass sie Irans Verbündete sind und Terroristen unterstützen".
Dann sagen die VAE "ja genau, die Leute sind eh so dumm dass sie nicht daran denken dass wir selbst diverse Terrorgruppen in Syrien finanzieren".

Dann kommen die schlauen Politikexperten und erzählen "ja die Saudis und VAE werfen dem Katar vor dass sie mit Iran kooperieren". Wow, danke für die Tätigkeit des Nachrichtensprechers und sonst so? Irgendwelche Hintergrundinfos oder sind dafür die Verschwörungstheoretiker zuständig?


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09.09.2019 um 15:37
Conodeluz schrieb:Falsch darum geht es gar nicht. Die öffentlich bekannte Rechtfertigung hält einer rationalen Betrachtung nicht stand. Der Konflikt ist für denkende Analysten von Außen weitgehend irrational.
Ich habe dir nicht die Ursache für diesen Konflikt genannt sondern auf die Fehlerhaftigkeit deines Nordkorea-Vergleichs hingewiesen.

Es wäre auch ziemlich leidig zu versuchen, dir diesen Konflikt zu erklären oder nur deinen ganzen Unsinn richtig zu stellen. Wie an deinen Doppelt- und Dreifachbeiträgen zu sehen, klatscht du nämlich alles, was dir gerade so durch den Kopf geht, wirr in den Thread und kannst dem Kontext dann nichtmal folgen, wenn ich den Abschnitt zitiere, auf den ich antworte.

Dazu kommt noch, dass es bei dir ziemlich biased bis tendenz-antisemitisch zugeht mit "Märchen von Vernichtungsplänen" und der USA als "Puppe" von Israel...da werden bestimmte Fakten sowieso schon fanatisch verneint, was dazu führt, dass alles keinen Sinn mehr ergibt und das kompensiert man dann als "denkender Analyst" mit irgendwelchen vermeintlichen Verschwörungen im Hintergrund....klasse.


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09.09.2019 um 16:32
Conodeluz schrieb:Wie in einem naturwissenschaftlichen Modell gibt es Erklärungslücken die neue Theorien erfordern.
Nein , wir haben es nicht einfach mit fanatischen Islamisten zutun denen es scheiss egal ist wenn die welt atomar " hochgeht " weil im Grunde schon dein PC viel zu dekadent und westlich ist . Du kannst gerne weiter nach erklärungslücken suchen , macht aber auf die art kein Sinn.

Genauso glücklos wie der Versuch von @Quiron einen rucksackbomber als Sinnbild für einen Mullah mit gut zu reden von seiner Tat abzubringen, weil kann ja nicht sein das der sich mit einem Rucksack in die Luft sprengt . Macht ja gar keinen Sinn das man sowas macht . Ist der Falke bolton als teil der Jüdischen Weltverschwörung Schuld das der einen Rucksack trägt .


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11.09.2019 um 01:45
PNAC-Hassprediger John Bolton gekickt!
Well done Mr. President :)

https://www.sueddeutsche.de/politik/trump-bolton-sicherheitsberater-1.4595893


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11.09.2019 um 02:07
Conodeluz schrieb:Russland schlägt sich in dieser Thematik mit den USA herum, aber Israel und Russland pflegen sehr freundschaftliche Beziehungen. Das ist doch krank?
Wie will man das rational entschlüsseln? :D
Das ist doch rational sich mir seinen Nachbarn gut zu stellen. Sich die Feinde seines Freundes zum Feind zu machen ist eine Dummheit. Da verzichtet man auf Spielraum.
Außerdem gibt's auch einfach dicke Drähte zwischen Russland und Israel wegen sehr viel russisch-stämmiger Juden (und auch Nicht-Juden) in Israel. Annährend 1 Million Israelis sind das.


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11.09.2019 um 03:01
Conodeluz schrieb:Es ist auffällig wie manche Leute bei Israel häufig mit dem Märchen der Vernichtungspläne des Irans kommen statt die handfesteren Konfliktursachen zu benennen. Die Saudis und VAE haben ja auch ihre Märchen über Katar erzählt. Katar als böser Unterstützer von Terrorgruppen und Verbündeter des Iran.
Ich halte dass auch für reichlich übertrieben. Man kann zwar eine extrem anti-israelische und auch anti-semitische (im Sinne von anti-jüdische) Rhetorik nicht übersehen. Aber wenn man einfach mal nur anerkennt dass die jüdische Bevölkerung im Iran die zweitgrösste des Nahen Ostens ist (nach Israel) und im Iran sicherer lebt als Juden in Deutschland und Frankreich, dass man da keine Synagogen mit Soldaten bewachen muss und auch keine Rabbis vor körperlichen Attacken schützen muss, dann sieht man (oder müsste man sehen, wenn man es zulässt) dass Rhetorik resp Propaganda und Wirklichkeit auseinander driften.
Propaganda geht natürlich immer über ins Irrwitzige aufgeblasene Schreckgespenster, ohne eine kontinuierlich genährte Bedrohungskulisse erreicht man keine Unterstützung für Angriffskriege, das ist ja das ganz-banal triste Grundlage dieses Konflikts, bzw nicht die Grundlage sondern die Verpackung. Man sollte auch nicht übersehen dass die bösen Mullahs durchaus einen stabilisierenden Nutzen aus ihrer Anti-Israel Rhetorik ziehen, sie bringen damit sicher ein großen Teil ihrer Bevölkerung wenigstens partiell und zeitweise hinter sich. Wenn die Bevölkerung gleichzeitig unter deren Einengung leidet, ist so eine äußere Feindschaft, die zelebriert wird schon ein sehr wichtiger stabilisierender und einender Faktor.
Aber in Israel und bei den Saudis funktioniert das Spiel ganz analog umgekehrt.
Letztlich ist das Problem in dem Konflikt schon die USA. Die Iraner hassen die USA wegen deren andauernder Subversion in den vergangene 70 Jahren und auch die Bevölkerung mag die Amis nicht, auch wenn sie die Mullahs ebenso wenig mögen. Da täuschen sich die Jungs vom NED und OSF und CFR mit ihren Blumenrevolutions-Unterminierungs-RegimeChange-Fanatasien ganz gewaltig, wie eigentlich immer.
Die Israelis brauchen die USA als Schutzmacht und die Saudis brauchen die USA als Garant für ihre Vormacht unter den Arabern.
Würden die USA die Region wie eine x-beliebige Region behandeln und dementsprechend zurückziehen, würde sich vermutlich eine Annährung zwischen Israel und dem Iran anbahnen, sowie es überall auf der Welt passiert wenn die Militarisierungs-Agitatoren wegfallen. Und die Saudis würden auf Normalmass zurückschrumpfen.
Aber das wird lange nicht passieren.
In den USA (und auch in ihren Satelliten) gibt es derartige viele Institutionen und Verbände, ThinksTanks, Stiftungen, sog. NGOs, Parteien Sonst-was-Vereinigungen, die sich in irgendeiner Weise dazu beauftragt fühlen, den Nahen Osten neu zu ordnen und politisch zu beglücken, und derartige viele Personen die es von der Pike auf gewohnt sind in diesen Strukturen zu denken und zu agieren und auch einfach ihr Geld zu verdienen, dass man schon eine grossen Teil der Akteure austauschen müsste um da eine gesündere Politik zu ermöglichen. Neben der Prägungen der politischen Kaste sind es aber eben auch einfach schon die Rohstoffe und das eurasische Schachbrett aka Geopolitik, was den hartnäckigen Fokus der USA auf diese Region ausmacht. Und beider Prägung spielt natürlich auch die fatale Neigung derselbigen eine Rolle, Konflikt prinzipiell mit Gewalt "lösen" zu wollen, das heisst eigentlich sie nicht lösen zu wollen sondern weitere zu schaffen.

Was mich aber noch mehr wundert ist warum die Europäer sich so sehr von der us-amerikanischen Marschroute leiten lassen, obwohl sie ihnen eigentlich fast ausschließlich schadet? Und auch die Saudis als "Freunde", naja ja da muss man schon lange suchen und weit laufen, bis man was noch mieseres findet. Was ist das Lösung auf das Rätsel der verzagten europäischen Autonomie-Anstrengungen?


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11.09.2019 um 08:42
Dudel schrieb:ber wenn man einfach mal nur anerkennt dass die jüdische Bevölkerung im Iran die zweitgrösste des Nahen Ostens ist (nach Israel) und im Iran sicherer lebt als Juden in Deutschland und Frankreich, dass man da keine Synagogen mit Soldaten bewachen muss und auch keine Rabbis vor körperlichen Attacken schützen muss, dann sieht man (oder müsste man sehen, wenn man es zulässt) dass Rhetorik resp Propaganda und Wirklichkeit auseinander driften.
Nein, das sagt recht wenig Aus. Wieviel Juden leben noch im Iran?

Wir reden mit glück noch ober 8000 Juden im Iran.

Wo und wieviel Synagogen gibt es denn dort? Der 0815 Iraner wird da auch nicht einfach steil gehen, sowas traut man sich eher in Ländern wie Frankreich. Btw welche Deutsche Synagoge wird denn von Soldaten geschützt?

Und naja welche Gruppe in Frankreich und Deutschland da in den letzten Jahren vermehrt gegen Juden wettert ..

Reale Handeln gibt es genug. Die Hisbollah ist da nur ein Prominentes Beispiel
Dudel schrieb:rden die USA die Region wie eine x-beliebige Region behandeln und dementsprechend zurückziehen, würde sich vermutlich eine Annährung zwischen Israel und dem Iran anbahnen, sowie es überall auf der Welt passiert wenn die Militarisierungs-Agitatoren wegfallen. Und die Saudis würden auf Normalmass zurückschrumpfen.
Das ist bestenfalls surreal.


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11.09.2019 um 08:46
Dudel schrieb:Prägungen der politischen Kaste sind es aber eben auch einfach schon die Rohstoffe und das eurasische Schachbrett aka Geopolitik, was den hartnäckigen Fokus der USA auf diese Region ausmacht.
Wenn man das schon zu Rate zieht, sollte man es auch gelesen haben.

Das Problem ist ja der Rückzug der USA aus der Golfregion.
Dudel schrieb:Und beider Prägung spielt natürlich auch die fatale Neigung derselbigen eine Rolle, Konflikt prinzipiell mit Gewalt "lösen" zu wollen, das heisst eigentlich sie nicht lösen zu wollen sondern weitere zu schaffen.
Diese Prägrung ist nicht wirklich erkennbar..
Dudel schrieb:Was mich aber noch mehr wundert ist warum die Europäer sich so sehr von der us-amerikanischen Marschroute leiten lassen, obwohl sie ihnen eigentlich fast ausschließlich schadet? U
WO das denn?


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11.09.2019 um 09:09
@Fedaykin
Es gibt tatsächlich einige. Schon paradox..
Juden sind hier eine anerkannte Minderheit, wir können unsere Religion also frei ausüben. Es gibt mehr als 20 aktive Synagogen allein in Teheran und mehr als fünf koschere Metzgereien.
https://www.google.com/amp/s/amp.dw.com/de/juden-im-iran-ging-es-besser-als-in-europa/a-38848551


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11.09.2019 um 09:22
Ja wow, ja dann sieht man ja den Liberalen Iran. Und weil alles so easy ist nimmt die Jüdische Gemeinde Zahlenmäßig ab?


Sogar 1939 gab in im deutschen Reich auch noch Synagogen.

Was jucken den Iran denn die 8000 Juden bzgl seiner Agenda in Israel und co..


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11.09.2019 um 09:36
Nichts wow. Nichts easy.. Und dennoch liegst du falsch.
Nach mehreren grossen Auswanderungswellen hat sich die Zahl der Juden stabilisiert. Israelischen Statistiken nach migrierten von 2002 bis 2010 nur 1100 Juden nach Israel. Den Verbliebenen bietet sich eine überraschend positive Perspektive. Sie sind als Minderheit anerkannt, haben einen festen Sitz im Parlament und geniessen Religionsfreiheit.
https://www.google.com/amp/s/www.nzz.ch/amp/international/schabbat-in-der-islamischen-republik-ld.1475660

Wenn man sich die Berichte durchliest wird man feststellen, dass Juden teilweise unbehelligter und sicherer im Iran leben als in manchen europäischen Städten. Das ist halt besorgniserregend und bemerkenswert zugleich.
Ach ja, ich hab dir die Info gerne gegeben. Nichts zu danken.


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11.09.2019 um 09:42
2010

wie ich meien liegen wir heute bei 8000 Juden.

Und das die dort recht unbehelligt leben, sagt wenig über die Iranische Staastdoktrin bzgl Israel als auch der Proxykrieg aus.
vincent schrieb:Wenn man sich die Berichte durchliest wird man feststellen, dass Juden teilweise unbehelligter und sicherer im Iran leben als in manchen europäischen Städten
Sicher, das ist in Autoritären Systemen nix ungewöhnliches wenn kein Staatliche Vorgehen inzeniert wird. In Autoritären Systemen hält josef Jedermann den Ball flach, ausser es ist Staatlich gern gesehen.

Aber was nützt es bzgl der Agenda? Sollen wir sagen ok das machen die So? Die Geschichte zeigt das man zu oft das Bellen so gedeutet hat das nicht gebissen wird.

die 8000 bis 10000 Juden im Iran sind da nicht wirklich relevant.


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11.09.2019 um 09:42
vincent schrieb:Israelischen Statistiken nach migrierten von 2002 bis 2010 nur 1100 Juden nach Israel. Den Verbliebenen bietet sich eine überraschend positive Perspektive. Sie sind als Minderheit anerkannt, haben einen festen Sitz im Parlament und geniessen Religionsfreiheit.
Das ist doch super. Bleiben wenigsten noch ein paar "gute Juden" übrig nachdem man Israel dem Erdboden gleich gemacht hat. 👍

Da soll noch mal einer sagen der Iran würde die Juden vernichten wollen, also wirklich. 🤡


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11.09.2019 um 10:20
Fedaykin schrieb:Und das die dort recht unbehelligt leben, sagt wenig über die Iranische Staastdoktrin bzgl Israel als auch der Proxykrieg aus.
Hab ich auch nicht behauptet. Es lässt sich aber trotz Staatsdoktrin halbwegs gut leben als Jude im Iran.
Fedaykin schrieb:Sicher, das ist in Autoritären Systemen nix ungewöhnliches wenn kein Staatliche Vorgehen inzeniert wird. In Autoritären Systemen hält josef Jedermann den Ball flach, ausser es ist Staatlich gern gesehen.
Was halt paradox anmutet. Gerade trotz des autoritären Systems, das die Vernichtung Israels propagiert, kann man als Jude im Iran leben.
Man müsste im Gegenteil annehmen, dass gesellschaftliche Gräben und das Miteinander wesentlich schlimmer aussehen müsste.
Fedaykin schrieb:Aber was nützt es bzgl der Agenda?
Recht wenig. Aber es nützt etwas um daraus die Lehre zu ziehen, dass Muslime und Juden miteinander leben können. Heutzutage finde ich das erwähnenswert. Dass der Iran bzw. muslimische Geistliche die Staatsmacht innehält ist klar. Klar ist auch,
Larry08 schrieb:Das ist doch super. Bleiben wenigsten noch ein paar "gute Juden" übrig nachdem man Israel dem Erdboden gleich gemacht hat. 👍
Da verwechselst du etwas. Die "guten Juden" sind die Ultraorthodoxen unter ihnen, die lautstark gegen Israel hetzen.
Larry08 schrieb:Da soll noch mal einer sagen der Iran würde die Juden vernichten wollen, also wirklich. 🤡
Ich weiß nicht, ob sie alle Juden vernichten wollen. Dass sie Israel vernichten wollen, "reicht" mir persönlich..


Soll auch nicht so aufgefasst werden, als wäre der Iran der Traumwohnort eines Juden. Mitnichten:
Juden im Iran: „Seit 1979 ist alles anders“
https://www.mena-watch.com/juden-im-iran-seit-1979-ist-alles-anders/
[....]Angesichts der anhaltenden Feindseligkeit der iranischen Regierung gegenüber Israel leben die verbleibenden etwa 9000 iranischen Juden unter komplizierten Bedingungen. Die Angehörigen der jüdischen Gemeinde müssen mit Sympathiebekundungen für Israel äußerst zurückhaltend sein, sie riskieren sonst strafrechtliche Verfolgung und könnten beispielsweise der Spionage für Israel beschuldigt werden. Derartige Beschuldigungen können Folter und die Todesstrafe nach sich ziehen.[...]
https://www.tagesspiegel.de/kultur/juden-in-der-islamisch-gepraegten-welt-juedisches-leben-blueht-im-iran/13538224.html
Die größte jüdische Gemeinde der islamischen Welt ist heute übrigens die im Iran. Ausgerechnet beim antizionistischen Erzgegner Israels blüht jüdisches Gemeindeleben, gibt es religiöse Krankenhäuser, Schulen und Kindergärten. In Teherans Synagogen – zehn sind aktiv – bleibe am Schabbat kein Platz frei, erzählt die Judaistin Zofia Nowak, die in Irans Hauptstadt kürzlich muslimische Theologiestudierende über das Judentum unterrichtete. Die Rückbesinnung auf die Religion ist dabei auch von den Bedingungen in der islamischen Republik erzwungen. Die islamische Theokratie lässt auch säkularen Juden kaum Spielraum; von vielen öffentlichen Ämtern und Berufen sind die bis zu 25 000 iranischen Juden als Nichtmuslime zudem ausgeschlossen.
Es bleibt aber offensichtlich dabei, dass sie in einem islamischen Land gesellschaftlich halbwegs gut mit muslimischen Nachbarn leben können. Das sieht man anderswo viel schlimmer.


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11.09.2019 um 10:29
vincent schrieb:Hab ich auch nicht behauptet. Es lässt sich aber trotz Staatsdoktrin halbwegs gut leben als Jude im Iran.
Mag sein, dafür ist die Gruppe einfach zu unbedeutend.
vincent schrieb:Was halt paradox anmutet. Gerade trotz des autoritären Systems, das die Vernichtung Israels propagiert, kann man als Jude im Iran leben.
Man müsste im Gegenteil annehmen, dass gesellschaftliche Gräben und das Miteinander wesentlich schlimmer aussehen müsste.
Es mutet Paradox an, ist aber weit weniger Pardox wenn man im Detail drüber nachdenkt. Ist ne Einfach Kosten Nutzen Rechnung.

Es bringt wenig die 8000 Menschen anzugehen, (Weil die auch nicht so das Problem sind ) aber die Aufmerksamkeit wäre Enorm. Negative Aufmerksamkeit.
vincent schrieb:Man müsste im Gegenteil annehmen, dass gesellschaftliche Gräben und das Miteinander wesentlich schlimmer aussehen müsste.
Es dürfte so ein MIteinander sein was Minimalistisch ist. Ich schätze die Juden bilden da eher ihre Eigene Subkultur.
vincent schrieb:Recht wenig. Aber es nützt etwas um daraus die Lehre zu ziehen, dass Muslime und Juden miteinander leben können. Heutzutage finde ich das erwähnenswert. Dass der Iran bzw. muslimische Geistliche die Staatsmacht innehält ist klar. Klar ist auch,
Alle Religionen können miteinander Leben wenn man die Religion nicht so ernstnimmt und vor allem nicht in die Weltiche Rechtsprechung miteinbezogen wird.
vincent schrieb:Es bleibt aber offensichtlich dabei, dass sie in einem islamischen Land gesellschaftlich halbwegs gut mit muslimischen Nachbarn leben können. Das sieht man anderswo viel schlimmer.
SChlimmer geht immer.


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11.09.2019 um 10:32
vincent schrieb:Ausgerechnet beim antizionistischen Erzgegner Israels blüht jüdisches Gemeindeleben,
Das ist sehr durch die rosa Brille gesehen oder durch zwei rosa Brillen.
vincent schrieb:Das sieht man anderswo viel schlimmer.
Wo denn?


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