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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.223 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.08.2026 um 22:08
Zitat von vx110vx110 schrieb:Und genau durch solche Leute werden alle anderen bestraft, die eben nicht der Meinung sind.
Wer wird bestraft, weil ich hier meine Meinung kund tue?
Zitat von vx110vx110 schrieb:Macht es doch freiwillig, wenn Ihr für "euch" zu viel habt oder euer Teil-Gedanke so groß ist.
Ok, möglicherweise hast du meine Intention nich so richtig verstanden. Also, ich bin weder für höhere Steuern, weil ich anderen ihr Geld nich gönne noch weil ich mir aus höheren Steuern für andere einen persönlichen Nutzen erwarte. Mir geht es hauptsächlich um Umverteilung!
Die Vermögen in Deutschland sind extrem ungleich verteilt und wenn es so bleibt, wie es derzeit is, dann wird das jedes Jahr noch schlimmer werden. Von daher bringt es eben auch nix mit ne Kontonummer zu zeigen, auf die man Geld zur Staatsschulden Tilgung einzahlen kann, denn das würde an der Vermögensverteilung in Deutschland nichts ändern.
Ich hoffe, jetz wird dir einiges klarer.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.08.2026 um 22:11
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Deutschland könnte sinnvollerweise ruhig noch mehr Schulden machen.
Wenn... ja aber auch nur wenn.. Deutschland die Schulden zumindest nachhaltig in Deutschland investieren würde. Z. B. Gesundheitswesen, Militär oder Infrastruktur oder auch für die Wirtschaft Grundlagen zu schaffen damit dort nicht noch mehr Arbeitsplätze wegbrechen. Aber die Regierung braucht in erster Linie die Kohle um den ausufernden Sozialstaat zu finanzieren. Da fließt nichts zurück.

Zudem.. wie und wann und wer soll diese Schulden denn zurückzahlen? Deine Erben?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.08.2026 um 22:29
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wenn... ja aber auch nur wenn.. Deutschland die Schulden zumindest nachhaltig in Deutschland investieren würde
Ein Staat is kein Unternehmen und auch keine Privatperson und muss daher wirtschaftlich auch völlig anders agieren!
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Aber die Regierung braucht in erster Linie die Kohle um den ausufernden Sozialstaat zu finanzieren.
Na so ausufernd is der Sozialstaat nu wieder auch nich, im Verhältnis zum BIP sind die Ausgaben für den Sozialstaat über Jahrzehnte relativ konstant.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Da fließt nichts zurück.
Das is übrigens auch falsch. Wenn du den Bedürftigen mehr Geld gibst, dann geben die das ziemlich sicher zum allergrößten Teil direkt wieder aus. Da fließt dann schon erstmal einiges über die Mehrwertsteuer zurück, die Händler verdienen mehr Geld, welches sie versteuern, für deren Angestellte gilt das Gleiche und das was die mehr verdienen geben die dann auch wieder aus und so geht das weiter. Die Höhere Nachfrage führt dann auch zu weniger Arbeitslosigkeit, höheren Einnahmen der Sozialkassen und auch zu Wirtschaftswachstum.

Du siehst also, selbst bei Ausgaben für den Sozialstaat fliest so einiges zurück und auch die Konjunktur würde angekurbelt werden.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Zudem.. wie und wann und wer soll diese Schulden denn zurückzahlen?
Staatsschulden werden nich zurückgezahlt, wurden sie noch nie! Die werden refinanziert. Höhere Staatsausgaben (auch Schuldenfinanzierte) führen quasi immer zu höheren Steuereinnahmen, wovon die Zinsen bezahlt werden können, je nach dem wofür man die Kohle ausgibt mal besser und mal schlechter.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.08.2026 um 22:45
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Da fließt dann schon erstmal einiges über die Mehrwertsteuer zurück, die Händler verdienen mehr Geld, welches sie versteuern, für deren Angestellte gilt das Gleiche und das was die mehr verdienen geben die dann auch wieder aus und so geht das weiter. Die Höhere Nachfrage führt dann auch zu weniger Arbeitslosigkeit, höheren Einnahmen der Sozialkassen und auch zu Wirtschaftswachstum.
Äh, nein.
Ich habe oft erklärt dass Leute die vom Staat leben nicht so viel Steuern zahlen können dass in der Kasse mehr Geld sein kann.
Das finanzielle Perpetuum mobile funktioniert nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

27.08.2026 um 22:51
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Äh, nein.
Ich habe oft erklärt dass Leute die vom Staat leben nicht so viel Steuern zahlen können dass in der Kasse mehr Geld sein kann.
Was heißt denn nein? Wer hat denn behauptet, dass hinterher mehr Geld zurückfließt als man ausgegeben hat? Es ging darum:
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Aber die Regierung braucht in erster Linie die Kohle um den ausufernden Sozialstaat zu finanzieren. Da fließt nichts zurück.
Und das stimmt eben nich, denn da fließt einiges zurück! Dein finanzielles PM kannste also stecken lassen, hat nämlich keiner behauptet.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 05:30
@kuno7
Konsum, finanziert mit Steuergelder sorgt nur für eine Sache: deine Arbeit wird höher besteuert damit Konsumenten sich deine Produkte leisten können.
Einfachstrechnung: weniger Netto und weniger vom Netto.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 08:10
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Staatsschulden werden nich zurückgezahlt, wurden sie noch nie! Die werden refinanziert. Höhere Staatsausgaben (auch Schuldenfinanzierte) führen quasi immer zu höheren Steuereinnahmen, wovon die Zinsen bezahlt werden können, je nach dem wofür man die Kohle ausgibt mal besser und mal schlechter.
Die Refinanzierung bindet aber einen (mittlerweile erheblichen) Anteil der zukünftigen Haushalte - entweder, weil man tatsächlich mal eine Tranche auslaufen lassen muss, oder aber weil man stetig steigende Neuverschuldung aufnehmen muss um die Schulden und aufgelaufene Schulden abzulösen. Das ist eine mitunter riskante Wette, da man sich steigenden Zinsen ausliefert und darauf angewiesen ist, dass man das Volumen, das man zu refinanzieren gedenkt, auch tatsächlich vom Markt abgenommen bekommt. Deutschland ist gerade schon in einer unangenehmen Situation hier, bei den letzten größeren Runden wurde das Zielvolumen schon nicht mehr am primären Markt erreicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 08:38
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Konsum, finanziert mit Steuergelder sorgt nur für eine Sache: deine Arbeit wird höher besteuert damit Konsumenten sich deine Produkte leisten können.
Da es um Schuldenfinanzierte Staatsausgaben ging, liegst du leider schon wieder falsch.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Die Refinanzierung bindet aber einen (mittlerweile erheblichen) Anteil der zukünftigen Haushalte
Im Grunde is es so, dass durch Schldenfinanzierte Ausgaben zukünftige Steuereinnahmen in die Gegenwart geholt werden, bezahlen muss man das eben durch Zinsen. Das kann vorteilhaft, neutral oder nachteilig sein.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 09:40
Zitat von BetonschweinBetonschwein schrieb:Ich sage JA zu Antifaschistischer WirtschaftspoIitik! <3
Scheint auf jeden Fall so, dass es mit der Gewinnmaximierung nicht mehr endlos so weitergehen kann. Interessant, dass zwei Leute, von denen ich hier Bücher liegen habe - Piketty und Mazzucato - dieses Paper mitunterschrieben haben. Ich hatte beide bisher nicht als "links" wahrgenommen :D, weil ich die Inhalte plausibel fand, ohne weiter über die politische Orientierung der Autoren nachzudenken.
Als Beispiel hierfür verweist er auf die Berlin Summit Declaration des Forum New Economy aus dem Mai 2024,[14] welches neben eher linken Ökonomen wie Thomas Piketty und Mariana Mazzucato auch Personen, die eher dem ökonomischen Mainstream zuzurechnen seien, wie Angus Deaton oder Olivier Blanchard unterschrieben haben.
Wikipedia: Antifaschistische Wirtschaftspolitik

Ist das Inflationsverständnis von Isabella Weber denn allg. anerkannt so, wie sie es beschreibt (-> "Gierflation" ;))
Ein Inflationsverständnis, wie es von Isabella M. Weber vertreten wird, sieht die Gründe für Inflation vor allem auf der Angebotsseite. Demnach gehe die Inflation vor allem auf steigende Gewinne von Unternehmen zurück. Eine antifaschistische Wirtschaftspolitik will daher erreichen, dass der Staat im Interesse von Menschen mit geringem Einkommen in die Wirtschaft interveniert.[6] Als konkrete Maßnahmen, die Regierungen ergreifen könnten, um ärmere Bevölkerungsschichten vor den Folgen wirtschaftlicher Krisen zu schützen, werden z. B. eine Übergewinnsteuer oder Gesetze gegen Preistreiberei genannt.[2] Isabella M. Weber wirbt zudem dafür, dass der Staat „ökonomischen Katastrophenschutz“ betreibt: Bei bestimmten lebensnotwendigen Gütern soll er eigene Reserven anlegen und diese im Rahmen einer antizyklischen Preisstabilisierung auf den Markt bringen, wenn es aufgrund externer Faktoren wie z. B. Kriegen zu Engpässen in den Lieferketten kommt. So sollen drastische Preiserhöhungen vermieden werden.[2]

In Bezug auf Deutschland kritisieren Verfechter einer antifaschistischen Wirtschaftspolitik vor allem die Schuldenbremse. Diese behindere öffentliche Investitionen z. B. in Infrastrukturprojekte. Ihre Abschaffung würde daher finanzielle Spielräume eröffnen, die dazu genutzt werden könnten, die Lebensumstände der Bevölkerung zu verbessern und so die Stimmenanteile für die AfD zu verringern



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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 10:15
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wer wird bestraft, weil ich hier meine Meinung kund tue?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ok, möglicherweise hast du meine Intention nich so richtig verstanden. Also, ich bin weder für höhere Steuern, weil ich anderen ihr Geld nich gönne noch weil ich mir aus höheren Steuern für andere einen persönlichen Nutzen erwarte. Mir geht es hauptsächlich um Umverteilung!
Die Vermögen in Deutschland sind extrem ungleich verteilt und wenn es so bleibt, wie es derzeit is, dann wird das jedes Jahr noch schlimmer werden. Von daher bringt es eben auch nix mit ne Kontonummer zu zeigen, auf die man Geld zur Staatsschulden Tilgung einzahlen kann, denn das würde an der Vermögensverteilung in Deutschland nichts ändern.
Ich hoffe, jetz wird dir einiges klarer.
Ich rede davon, dass Leute bestraft werden, die eben nicht der Meinung sind, dass man Umverteilung und sonstige Steuern und Abgaben auf Dinge klatscht, auf die man schon zig mal etwas bezahlt hat.
Millionäre wandern wegen höherer Vermögenssteuer aus Norwegen ab
Quelle: https://www.capital.de/geld-versicherungen/verschaerfte-vermoegenssteuer-vertreibt-millionaere-aus-norwegen-36899812.html

Klappt ja super. Und Ich denke, dass nicht nur "Millionäre" abwandern sondern auch "Gutverdiener" ab einem gewissen Punkt.

Aber Hey... einige hier... die hier so vehement danach bitten... ruhig weiter so.:D Ich habe ja die leise Hoffnung, dass nach dem großen Bedienen, der große Knall kommt und dann sage und schreibe 0€ eingenommen werden und die auf sich alleine gestellt sind.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 10:16
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Aber die Regierung braucht in erster Linie die Kohle um den ausufernden Sozialstaat zu finanzieren. Da fließt nichts zurück.
Du behauptest, die Regierung braucht das Geld in erster Linie für den ausufernden Sozialstaat. Belege das doch erstmal und beantworte mal die Frage, was genau für dich ausufernd ist und was du unter Sozialstaat verstehst? Nur die Grundsicherung, oder auch Kindergeld, Elterngeld, Rente, Krankenversicherung, Pflegeversicherung usw.?

Übrigens, wenn du Einsparungen beim Sozialstaat oder dessen Abschaffung forderst, ist das ein Schuss ins eigene Knie. Du bist selbst Lohnabhängiger. Du wirst bald in Rente gehen. Du bist auf den Sozialstaat angewiesen, ob du es wahrhaben willst oder nicht. Wer als Lohnabhängiger den Abbau des Sozialstaat fordert, baut seine eigene Existenzgrundlage ab...

Und was die Schulden angeht: Ohne Staatsschulden gibt's gar kein Geld. Das ist die Realität des modernen Geldsystems... Der Staat schafft Geld, indem er Schulden macht. Die Staatsschulden sind nicht das Problem, sie sind die Voraussetzung für jede wirtschaftliche Aktivität. Wenn du das nicht verstehst, hast du die Funktionsweise unseres Geldsystems nicht verstanden....


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 10:19
Ui ui, jetzt sind wir bei der antifaschistischen Wirtschaftspolitik.

@mitH2CO3

Aber - die Isabella ist auf dem Holzweg, der größte Inflationstreiber ist der Staat, speziell in Deutschland erhöht er die Gebühren und Abgaben, erzeugt Zusatzkosten durch neue Vorgaben und als Monopolist legt er die Beiträge für die Pflicht! Sozialversicherungen fest und auch noch die Summen auf diese zu bezahlen sind.
Die GKV Beitragsbemessungsgrenze (+PV) ist von 2015 auf 2026 um ca. 41% gestiegen, die RV (+AV) BBG um 40%, aber die Inflation war im selben Zeitraum 29%.
Und nochmal, hier ist der Staat Monopolist, die meisten Arbeiter und Steuerzahler können nicht ins Private wechseln.
Weiteres einfach zu verstehendes Beispiel: 2015 Perso 28,80€, 2026 46€...Steigerung um 59,7%!

Ja, ja, die bösen Unternehmen....und dann kommt das:
Isabella M. Weber wirbt zudem dafür, dass der Staat „ökonomischen Katastrophenschutz“ betreibt: Bei bestimmten lebensnotwendigen Gütern soll er eigene Reserven anlegen und diese im Rahmen einer antizyklischen Preisstabilisierung auf den Markt bringen, wenn es aufgrund externer Faktoren wie z. B. Kriegen zu Engpässen in den Lieferketten kommt. So sollen drastische Preiserhöhungen vermieden werden.
Wikipedia: Antifaschistische Wirtschaftspolitik

Beim Staat wäre es noch teuerer wenn sie so verfahren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 10:33
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ui ui, jetzt sind wir bei der antifaschistischen Wirtschaftspolitik.
Was denn? Da passt doch alles rein: caring economy, GWÖ, Ungleichheit (->Martyna Linartas). Ist halt nicht jeder so libertär unterwegs wie Herr Apex, daher ist diese seine Meinung ja nun auch keine Überraschung
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:der größte Inflationstreiber ist der Staat
und sie steht im Gegensatz zu der Analyse der EZB
In mehreren Analysen (unter anderem in ihrem Wirtschaftsbericht) hat die EZB festgestellt, dass im Jahr 2022 und Anfang 2023 die Unternehmensgewinne der größte Treiber der Binneninflation im Euroraum waren – noch vor den steigenden Löhnen.
Google KI.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 10:35
@ApexOne

Du hast recht, die Beiträge und Gebühren sind gestiegen, aber du ziehst wie immer die falsche Schlussfolgerung...

Der Staat erhöht die Beiträge nicht aus Gier, sondern weil die Kosten für das System steigen. Mehr Rentner, mehr Gesundheitsausgaben, mehr Pflegefälle. Das ist kein Monopolspiel, das ist die Logik des Wirtschaftssystems: Kapitalismus.

Die Alternative wäre, dass die Reichen mehr einzahlen, aber das will der Staat nicht, weil er die Interessen der Kapitaleigentümer vertritt....also werden die Beiträge erhöht.

Der Staat ist hier nicht der Täter, er ist der Verwalter.

Wenn du die gestiegenen Gebühren kritisierst, dann frag dich auch, warum die Löhne nicht im gleichen Maße gestiegen sind, denn das ist die eigentliche Frage, die man sich stellen sollte...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 10:36
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Belege das doch erstmal und beantworte mal die Frage, was genau für dich ausufernd ist und was du unter Sozialstaat verstehst? Nur die Grundsicherung, oder auch Kindergeld, Elterngeld, Rente, Krankenversicherung, Pflegeversicherung usw.?
Darauf gehe ich gerne ein. Natürlich steigen dies Sozialleistungen und benötigen mittlerweile gut ein Drittel des Bundeshaushaltes. Ich verlinke gerne eine Statistik:


34239

https://de.statista.com/infografik/34239/sozialleistungen-im-verhaeltnis-zum-bruttoinlandsprodukt-in-deutschland/

Aber meine Aussage ist nicht falsch. Die Sozialleistungen steigen immer weiter.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Übrigens, wenn du Einsparungen beim Sozialstaat oder dessen Abschaffung forderst
Das war nicht meine Aussage.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Die Staatsschulden sind nicht das Problem, sie sind die Voraussetzung für jede wirtschaftliche Aktivität.
Wenn entsprechend das Geld vernünftig investiert wird. Das war im Kern auch meine Aussage.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 10:38
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Du hast recht, die Beiträge und Gebühren sind gestiegen, aber du ziehst wie immer die falsche Schlussfolgerung...
Klar, wie immer:
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Der Staat erhöht die Beiträge nicht aus Gier, sondern weil die Kosten für das System steigen. Mehr Rentner, mehr Gesundheitsausgaben, mehr Pflegefälle.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn du die gestiegenen Gebühren kritisierst, dann frag dich auch, warum die Löhne nicht im gleichen Maße gestiegen sind, denn das ist die eigentliche Frage, die man sich stellen sollte...
Dir ist schon klar dass die Beitragsbemessungsgrenze mit der Lohnsteigerung mitgeht, somit sind die Löhne auch stärker gestiegen als die Inflation.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Der Staat ist hier nicht der Täter, er ist der Verwalter.
Wenn man Täter mit Verwalter tauscht, passt der Satz 100%.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 17:15
@Gwyddion
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Natürlich steigen dies Sozialleistungen und benötigen mittlerweile gut ein Drittel des Bundeshaushaltes. Ich verlinke gerne eine Statistik:
Du postest eine Zahl von 31,2 % des BIP für Sozialleistungen, aber was genau ist für dich da "'ausufernd"? Meinst du die Grundsicherung (früher Bürgergeld), die nur 3,8 % der gesamten Sozialleistungen ausmacht, oder meinst du die Renten, die mit 36 % den mit Abstand größten Posten bilden, oder die Krankenversicherung mit 34 %?

Wenn du die Grundsicherung meinst: Die ist mit 29,4 Milliarden Euro im Jahr 2025 sogar leicht rückläufig gewesen. Wenn du die Renten meinst: Die steigen, weil die Bevölkerung älter wird, nicht, weil der Staat zu großzügig ist...

Also was genau ist für dich da ausufernd unf was willst du kürzen? Die Rente, die Krankenversicherung oder die Grundsicherung?

Solange du das nicht beantwortest, bleibt deine Zahl eine Zahl, aber kein Argument...
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wenn entsprechend das Geld vernünftig investiert wird. Das war im Kern auch meine Aussage.
Das ist kein Argument, das ist eine Worthülse. Jeder versteht unter "vernünftig" etwas anderes. Der eine meint Straßenbau, der andere Steuergeschenke für Konzerne usw....

Solange du nicht erklärst, was für dich vernünftig ist, bleibt deine Aussage leer... Also, was genau ist für dich eine vernünftige Investition und wer entscheidet darüber, was eine vernünftige Investition ist?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 17:53
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Also was genau ist für dich da ausufernd unf was willst du kürzen?
Von Kürzungen habe ich nichts geschrieben. Das die Sozialleistungen fast stetig nach oben gehen ist ein Fakt und in meiner Wahrnehmung, wo fast jeder dritte Euro des Steueraufkommens in die Sozialleistungen fließt, ist dies ausufernd. Es gilt nicht zu kürzen, es gilt eine Politik zu machen in der sich Arbeit lohnt, in der die Grundlagen für Arbeitsplatzausbau.. und nicht wie jetzt, eher Arbeitsplatzabbau.. gelegt werden.

Die Energiepolitik sowie der Behördendschungel sind mMn die größten Verhinderer für den Arbeitsplatzerhalt. Siehe VW, siehe viele mittelständische Unternehmen oder kleine Bäcker.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Solange du nicht erklärst, was für dich vernünftig ist
Investitionen in heimische Infrastruktur, Wohnungsbau, neue Technologien usw. Sogar Militär gehört für mich dazu. Das geht mir alles zu schleppend.
Investitionen in Gesundheit.. d. h. nicht unbedingt Kliniken zu schließen um zu sparen.

Du kannst das gänzlich anders sehen. Das ist jedoch soweit meine Meinung.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 18:31
@Gwyddion
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Von Kürzungen habe ich nichts geschrieben. Das die Sozialleistungen fast stetig nach oben gehen ist ein Fakt und in meiner Wahrnehmung, wo fast jeder dritte Euro des Steueraufkommens in die Sozialleistungen fließt, ist dies ausufernd. Es gilt nicht zu kürzen, es gilt eine Politik zu machen in der sich Arbeit lohnt, in der die Grundlagen für Arbeitsplatzausbau.. und nicht wie jetzt, eher Arbeitsplatzabbau.. gelegt werden.

Die Energiepolitik sowie der Behördendschungel sind mMn die größten Verhinderer für den Arbeitsplatzerhalt. Siehe VW, siehe viele mittelständische Unternehmen oder kleine Bäcker
Du sagst, du willst nicht kürzen, aber du beschwerst dich darüber, dass fast jeder dritte Euro in Sozialleistungen fließt.

Wenn du nicht kürzen willst, was willst du dann ändern? Die Kosten für Rente, Krankenversicherung und Pflege steigen, weil die Bevölkerung älter wird. Das ist eine demografische Tatsache...

Du sagst, es gelte eine Politik zu machen, in der sich Arbeit lohnt. Das klingt gut, aber was heißt das konkret?

Wenn du willst, dass sich Arbeit mehr lohnt, dann müssten die Löhne steigen und die Abgaben sinken, aber wenn die Abgaben sinken, fehlt das Geld für die Sozialleistungen....

Also, wo genau soll das Geld nun herkommen? Von den Reichen? Von den Unternehmen oder von den Arbeitern selbst?

Und dein Verweis auf VW, Mittelstand und Bäcker, das sind reale Probleme, aber sie haben nichts mit dem Sozialstaat zu tun...

Sie haben mit Energiepreisen, Bürokratie und globaler Konkurrenz zu tun. Das sind andere Baustellen. Wenn du die vermischst, dann vermischst du Äpfel mit Birnen....
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Investitionen in heimische Infrastruktur, Wohnungsbau, neue Technologien usw. Sogar Militär gehört für mich dazu. Das geht mir alles zu schleppend.
Investitionen in Gesundheit.. d. h. nicht unbedingt Kliniken zu schließen um zu sparen.
Investitionen in Infrastruktur, Wohnungsbau, Technologie und Gesundheit, klingt gut, aber du sagst nicht, wo das Geld herkommen soll....

Wenn der Staat mehr investieren soll, dann braucht er mehr Geld und wenn er nicht kürzen will, dann muss er die Steuern erhöhen oder die Staatsschulden weiter steigen lassen....

Also, was ist dein Vorschlag? Mehr Schulden? Höhere Steuern oder willst du doch kürzen, nur halt nicht bei dem, was du wichtig findest?

Solange du das nicht beantwortest, bleibt deine Meinung eine Meinung, aber kein Plan...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

28.08.2026 um 19:04
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:aber du beschwerst dich darüber, dass fast jeder dritte Euro in Sozialleistungen fließt.
Ich finde das die Sozialleistungen ausufern, ja, mag auch daran liegen das wir Millionen von Arbeitssuchenden haben. Von daher muss sich Arbeit wieder lohnen.. d. h. Löhne/Gehälter müssen steigen. Die Regierung muss im Auge behalten das die Wirtschaft nicht kollabiert und international konkurrenzfähig bleibt. Daher auch mein Verweis auf VW ect.

Verlieren noch mehr Arbeitnehmer ihre Arbeitsplätze, steigen die Sozialleistungen noch mehr.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Also, wo genau soll das Geld nun herkommen? Von den Reichen? Von den Unternehmen oder von den Arbeitern selbst?
Mehr Start-Ups, mehr innovative Firmen, mehr Arbeitsplätze.... weniger Arbeitssuchende und damit mehr Einzahler in das System.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Sie haben mit Energiepreisen, Bürokratie und globaler Konkurrenz zu tun. Das sind andere Baustellen. Wenn du die vermischst, dann vermischst du Äpfel mit Birnen....
Ich sehe das auch eher als nationales Problem. Wir müssen in D ansetzen unsere Probleme zu beseitigen. Dann können wir uns über globalen Wettbewerb unterhalten.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn der Staat mehr investieren soll, dann braucht er mehr Geld
Er muss es vernünftig investieren. Und zwar dergestalt das die hiesige Bevölkerung einen Nutzen davon hat. Solange Großprojekte EU weit ausgeschrieben werden müssen, solange bleiben viele Investitionsgelder nicht im Land weil unsere Firmen selten mit denen aus dem teilweise wesentlich billigeren EU Ausland konkurrieren können.


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