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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

19.821 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 15:51
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:chäm Dich 🤨 Die Ukraine braucht bedingungslose Unterstützung. Es wird dort auch Krieg für uns geführt! Slava Ukraini 🇺🇦
Auf gar keinen Fall schäme Ich mich dafür. Und für MICH selber wird da kein Krieg geführt. Das sind andere die den Krieg führen/wollen und so Leute wie du glauben das auch noch.

Und bedingungslos. Klar. Warum nicht. Was besseres würde dir auch nicht einfallen. Da sind wir wieder beim Thema Steuern und verschwenden.

Ich schäme mich eher für Leute, die alles direkt wie eine Religion glauben und ohne nachzudenken, der Agenda folgen. Kennt man ja von früher.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 16:00
Zitat von vx110vx110 schrieb:Auf gar keinen Fall schäme Ich mich dafür. Und für MICH selber wird da kein Krieg geführt. Das sind andere die den Krieg führen/wollen und so Leute wie du glauben das auch noch.
Ich werde auf keine weitere Diskussion zur Ukraine eingehen. Nur so viel: bereits heute profitieren wir vom know how der Ukrainer. Keiner verfügt über ihr Wissen bspw. hinsichtlich Drohnenabwehr. Die Ukrainer bilden inzwischen aktiv Streitkräfte anderer Länder entsprechend aus.

Und ja, das kommt dann im Angriffsfall jemandem, der meint nix damit zu tun zu haben, zugute. Ob Du's wahrhaben möchtest oder nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 16:00
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Wer sie verneint, warum sollte der mit über die Zukunft der Politik in D entscheiden?
ich hab das was gefunden, dass 2022 über 5 Millionen Menschen seit mehr als 10 Jahren in Deutschland lebten ohne die deutsche Staatsbürgerschaft zu haben.

Also wenn ich 10 Jahre irgendwo lebe/arbeite und alles Mögliche in dem Land nutze und Steuern zahle dann möchte ich auch mitbestimmen - ohne dass ich dafür irgendwelche Tests abschließen/bestehen muss.. das ist für mich Demokratie in dieser Region..
Ende 2022 lebten rund 72 Millionen Menschen mit deutscher und rund 12,3 Millionen mit ausländischer Staats-
angehörigkeit in Deutschland, von denen sich rund 5,3 Millionen bereits seit mindestens zehn Jahren in Deutsch-
land aufhielten.
Quelle: https://dserver.bundestag.de/btd/20/090/2009044.pdf


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 16:18
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich werde auf keine weitere Diskussion zur Ukraine eingehen.
Ich auch nicht, weil dort unsere Freiheit nicht verteidigt wird. Genauso wenig wie damals in NahOst und in Deutschland aktuell selber. Lächerlich ist es.


Zurück zum Thema.
Und ansonsten wollen Sie einfach weiter die Steuern erhöhen, oder?

Wir senken doch jetzt sogar die Einkommensteuer. Bei den Steuererhöhungen geht es überhaupt nicht darum, dass wir die Wirtschaft zusätzlich belasten wollen, sondern bei der Erbschaftsteuer geht es ja um eine Steuer, die im Erbfall oder im Schenkungsfall fällig wird und diejenigen belastet, die über sehr hohe Erbschaften und Vermögen verfügen. Es geht überhaupt nicht darum, den kleinen Handwerker, den Mittelstand zu gefährden.
Quelle: https://www.bild.de/politik/inland/spd-will-hoehere-steuern-fuer-reiche-und-an-die-erbschaftsteuer-ran-6a6c74bc5aee44c118a94d73

Den Satz sollte man sich gut merken. Am Ende werden wieder ALLE zur Kasse gebeten, die einen normalen Job auch noch haben.


Kleiner SideKick:
Ihre Genossen in Sachsen-Anhalt wollen die 5-Prozent-Hürde absenken auf 3 Prozent.

Das ist eine Debatte, die die da gerade vor Ort führen. Da werde ich mich jetzt nicht zu einbringen. Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir auch deutlich über 5 Prozent landen.
Quelle: https://www.bild.de/politik/inland/spd-will-hoehere-steuern-fuer-reiche-und-an-die-erbschaftsteuer-ran-6a6c74bc5aee44c118a94d73

Es scheinen doch nicht so viele diesen Solidaritäts-Sinn anzustreben. Und Tschüss SPD. Und allein an dem Gedanken da diese 5% zu ändern zeigt, wie krank dieses Land wirklich ist. Ist wie mit Tempo-Limit. Jeden Monat wird abgestimmt, solange bis es irgendwann doch passt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 17:38
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Btw. in Skandinavien leben nicht nur Nicht-Steuerzahler
Was du verlinkt hast ist ein Meinungsartikel...btw. also das gleiche Niveau wie ein Blog bei Allmy, nur ein wenig offizieller.

Beim Thema Steuern sind wir gar nicht so weit auseinander. Mein Punkt ist ein anderer, denn ch hätte gern, dass von dem Geld im Alltag mehr ankommt sichtbar, überprüfbar, bei den Leuten, die es aufbringen.

Menschen zahlen bereitwilliger, wenn sie sehen, dass es wirkt, aber wer einzahlt und nichts zurückkommen sieht, fühlt sich nicht solidarisch, sondern verschaukelt, erst recht wenn noch irgendwelche Sprüche gekloppt werden, dass man keinen Anspruch auf Gegenleistung hat. Der Bahnhof bleibt kaputt, die Schule bleibt kaputt, das Amt braucht acht Wochen für einen Termin aber die Abgabenquote steigt. Irgendwann kippt die Haltung eben.

Und was mir fehlt, ist Rechenschaft. In Japan tritt bei Bahnstörungen jemand vor die Kamera und erklärt sich öffentlich. Man kann über die Form streiten und da finde ich die Grundidee richtig, denn gibt eine Person, die zuständig ist, und die muss sich zeigen. Bei uns hört man stattdessen "das ist alles sehr komplex und hängt mit XY zusammen ist eine Ausrede für alle Leute geworden die sich trotz hoher Steuern mit diesem Zustand zufrieden geben. Wahrscheinlich die gleiche Klasse Menschen, die sich nichts trauen etwas zu sagen wenn sich jemand an der Kasse vordrängelt oder sie nach dem Abkassieren merken, dass sie zu wenig Rückgeld bekommen haben.

Solange niemand weiß, wer was versprochen hat, kann auch niemand feststellen, dass es nicht eingehalten wurde.

Das ist übrigens kein Sparargument, denn ich bin bereit, zu zahlen. Ich will nur wissen, wofür und ich will, dass jemand nachweisen muss, dass es gewirkt hat und zwar persönlich und dann auch mit seinem Gesicht dafür steht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 17:53
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hatten wir schon mal drüber geschrieben. Das würde hier dann teurer werden. Aber dafür hätte man bessere Sozialleistungen. Bin ich schon dafür :)
Ganztagsschule, kostenfreies Gesundheitswesen etc.
Ich habe mit Claude AI einen Vergleich gemacht:

Prompt: Ein vergleich zwischen Deutschland, Schweden, Finnland, Norwegen, Dänemark bei der Steuerlast und Sozialversicherungen


Screenshot 2026-08-02 174831


Also, schreibe doch mal gerne auf wieviel Du die Steuern und Sozialversicherungen in Deutschland erhöhen möchtest damit das alles was Du Dir wünscht kostenlos ist - Tax Wedge oder Gesamtbelastung des Einkommens reicht in %, DE ist aktuell bei 47%.
*wenn ich mir anschaue was Dänemark mit ca. 35% schafft, aller Achtung - warum ist Deutschland so miserabel?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 19:14
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Was du verlinkt hast ist ein Meinungsartikel...btw. also das gleiche Niveau wie ein Blog bei Allmy, nur ein wenig offizieller.
Unstrittig. Ich hab' nur den Eindruck, dass hier Zitate eh' nicht interessieren. Entweder falsche Quelle oder falsche Gesinnung ;) So what, wenn's Dich echt näher interessiert: hier ein wenig ausführlicher zum steuerlichen Solidaritätsdenken der Skandinavier. Ein etwas älterer Artikel, aber das ist bei dem Thema ja nicht ausschlaggebend. Geht ja um eine generelle Mentalitätsfrage.
Den Skandinaviern ist das Gefühl der Verbundenheit mit anderen Menschen das höchste Gut und dementsprechend gemeinschaftsorientiert verhalten sie sich. Steuer-Tricksen ist in Norwegen, Schweden oder Dänemark ein No-Go und der Missbrauch von Sozialleistungen etwas, was man einfach nicht macht, weil es durch die Gemeinschaft finanziert wird. Steuern sind der Preis für öffentliche Leistungen, die allen oder einem großen Teil der Bevölkerung in ihren verschiedenen Lebensphasen hilft: Straßen, Schulen, Krankenhäuser. Jeder gibt etwas ab, damit diejenigen, denen es schlecht geht, aufgefangen werden, so das Prinzip unseres Sozialstaates. Oder aber, jeder gibt etwas ab, damit es allen gut geht, wie beim Wohlstandsstaat.
n welcher Form auch immer die Steuereinnahmen eingesetzt werden, das Zahlen von Steuern wird hier als gesetzliche Pflicht in anderen Ländern als moralische Verpflichtung gesehen. In Ländern wie Finnland, Dänemark, Norwegen oder Schweden, den freiheitsliebendsten und individualistischsten Ländern der Welt, werden Steuern nicht als Beschränkung der persönlichen Freiheit gesehen, sondern als etwas, was sie erst möglich macht, weil sich der Staat um den großen Rahmen kümmert. Es ist unsere Entscheidung, ob wir Steuern als etwas sehen, dem wir misstrauisch gegenüberstehen, etwas was uns abgeknöpft wird, oder aber als etwas, was dafür sorgt, dass unsere persönliche Entfaltungsmöglichkeit gewahrt bleibt, weil wir darauf vertrauen, dass der Staat das Geld für gemeinnützige Projekte ausgibt.
https://www.capital.de/karriere/warum-skandinavier-gerne-steuern-zahlen
Zitat von VoussoirVoussoir schrieb:Menschen zahlen bereitwilliger, wenn sie sehen, dass es wirkt, aber wer einzahlt und nichts zurückkommen sieht, fühlt sich nicht solidarisch, sondern verschaukelt, erst recht wenn noch irgendwelche Sprüche gekloppt werden, dass man keinen Anspruch auf Gegenleistung hat. Der Bahnhof bleibt kaputt, die Schule bleibt kaputt, das Amt braucht acht Wochen für einen Termin aber die Abgabenquote steigt. Irgendwann kippt die Haltung eben.
Da bin ich bei Dir. In den nördlichen Wohlfahrtsstaaten gibt es halt diese Gegenleistungen, die jeder spüren und nutzen kann. Jap, das geht mir in Deutschland schon ab. Vielleicht hängt es ja auch damit zusammen, dass es hier die Bundesländer gibt, die es in Finnland bspw. nicht gibt. Finnland wird zentralistisch regiert. Weiß jetzt aber nicht, ob das eine Relevanz hat.
Bildung und Betreuung
Kostenlose Bildung: Schulbildung, Hochschulen und Universitäten sind gebührenfrei.

Frühkindliche Betreuung: Ein gesetzlicher Anspruch auf hochwertige und bezahlbare Kita-Plätze ist flächendeckend garantiert.

Studienförderung: Schüler und Studenten erhalten staatliche, elternunabhängige Zuschüsse und günstige Kredite zum Lebensunterhalt.

Gesundheit und Pflege
Gesundheitssystem: Eine steuerfinanzierte, beinahe lückenlose medizinische Versorgung steht allen Bürgern offen.
Pflege im Alter: Professionelle, öffentliche Pflegedienste für Senioren entlasten die Familien stark.

Familie und Soziales
Elternzeit: Sehr lange, gut bezahlte und flexibel aufteilbare Elternurlaube für Mütter und Väter.

Kinderbeihilfe: Regenbogenartige, einkommensunabhängige Direktzahlungen für Familien mit Kindern.

Grundabsicherung: Hohe Mindeststandards bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder im Alter durch universelle Einkommensgarantien
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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 19:16
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Also, schreibe doch mal gerne auf wieviel Du die Steuern und Sozialversicherungen in Deutschland erhöhen möchtest damit das alles was Du Dir wünscht kostenlos ist - Tax Wedge oder Gesamtbelastung des Einkommens reicht in %, DE ist aktuell bei 47%.
*wenn ich mir anschaue was Dänemark mit ca. 35% schafft, aller Achtung - warum ist Deutschland so miserabel?
Ich verstehe die Tabelle nicht im Detail. Werde mir das näher ansehen, und dann antworten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 19:19
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich verstehe die Tabelle nicht im Detail.
Ok,
ganz links steht die Summe der Abgaben (Tax Wedge) aus dem Brutto eine Durchschnittsverdiener, Single
danach kommt die Steuer einzeln (Norwegen liegen keine Daten vor) danach die SV Anteil des AN und SV Anteile des AG (ggf).

Wichtig ist die erste Spalte...Summe von allem..


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 19:34
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wichtig ist die erste Spalte...Summe von allem..
Jahaa ... ich verstehe halt nicht, wie die das machen im Staate Dänemark: viel weniger Einkommenssteuer, und der AN- und AG-SV-Anteil fast null. Ich raff' es nicht :( Wie geht das?

Das wollte ich halt gerne verstehen, bevor ich hier für noch mehr Steuern in Deutschland plädiere.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 20:07
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jahaa ... ich verstehe halt nicht, wie die das machen im Staate Dänemark: viel weniger Einkommenssteuer, und der AN- und AG-SV-Anteil fast null. Ich raff' es nicht :( Wie geht das?
Da gibt es probate und gar keine so neue Mittel:
- effizienter und effektiver Staat
- keine Bürokratierblindleistung
- konsequente Migrationspolitik
- Fordern und Fördern ist an sich nicht der Weg sondern wir helfen Dir dass Du Dir hilfst, öfters Gespräche, man erwartet maximale Flexibilität (Flexycurity), man muss isch bewegen, selbst vorstellen was man machen will (zB ich warte dass das Amt mir Vermittlungsvorschläge schickt führt zu Totalsanktion)..
Man kann auch sagen die Idiotie aus Deutschland und den faulen Lenz gibbet ned...auch in der Arbeit nicht, auch in der Arbeitslosigkeit nicht, auch in der Politik nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 20:41
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ich verstehe halt nicht, wie die das machen im Staate Dänemark: viel weniger Einkommenssteuer, und der AN- und AG-SV-Anteil fast null.
wirklich bemerkenswert.
Aber was ich ja auch verwunderlich finde, dass bei Finnland, Schweden und Norwegen der AG-Anteil viel größer ist als bei den AN


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 20:44
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber was ich ja auch verwunderlich finde, dass bei Finnland, Schweden und Norwegen der AG-Anteil viel größer ist als bei den AN
Du hast dir zielsicher den einzigen Punkt rausgegriffen, der ziemlich egal ist.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 23:08
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Du hast dir zielsicher den einzigen Punkt rausgegriffen, der ziemlich egal ist.
weshalb findest du das egal?
Die AG hierzulande z.B. beschweren sich doch - vermutlich zu Recht, dass sie zu viele Abgaben haben? Sind denn die AG in den anderen Ländern anders drauf?

Und dann könnte ich es mir vorstellen, dass sie es ungerecht finden , wenn sich die Sozialabgaben nicht zur Hälfte geteilt werden, so wie in D.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

02.08.2026 um 23:11
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ich verstehe halt nicht, wie die das machen im Staate Dänemark: viel weniger Einkommenssteue
Äh, ich meinte natürlich den viel niedrigeren Tax Wedge.

@Optimist

ich hatte das hier gerade gelesen.
Geringere Lohnnebenkosten: In Deutschland belasten die paritätisch geteilten Sozialabgaben (Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung) den Faktor Arbeit massiv. Dänemark kennt diese klassischen Sozialabgaben in dem Maße nicht, weshalb der „Keil“ aus Bruttokosten und Netto in OECD-Daten für Dänemark niedriger ausfällt (ca. 35,8 %) als für Deutschland (ca. 49,3 %).Finanzierungsmodell des Staates: Dänemark finanziert seine öffentlichen Aufgaben über eine breite und hohe Einkommensteuer sowie die Mehrwertsteuer. Der scheinbar „günstigere“ Arbeitsmarkt bei den Abgaben wird dort durch direkte Steuerbelastungen ausgeglichen
Google Ki

Demnach wird der Sozialstaat für den Einzelnen - nach meinem Verständnis - in der Gesamtbetrachtung doch nicht günstiger in Dänemark.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.08.2026 um 03:28
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Aber was ich ja auch verwunderlich finde, dass bei Finnland, Schweden und Norwegen der AG-Anteil viel größer ist als bei den AN
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Die AG hierzulande z.B. beschweren sich doch - vermutlich zu Recht, dass sie zu viele Abgaben haben? Sind denn die AG in den anderen Ländern anders drauf?

Und dann könnte ich es mir vorstellen, dass sie es ungerecht finden , wenn sich die Sozialabgaben nicht zur Hälfte geteilt werden, so wie in D.
Ok, was hältst Du von dem den Varianten :

a) Die Arbeitgeber Anteile werden auf dem Brutto addiert und dann daraus abgeführt, Brutto ist höher, das Netto bleibt gleich

b) wie jetzt ca. 50% 50% Brutto und Netto bleiben wie gehabt

c) die Arbeitnehmer Anteile werden aus dem Brutto entnommen, der AG zahlt quasi 100%, Brutto sinkt, Netto bleibt gleich

Wenn man das so betrachtet, in allen 3 Varianten hat der AG hat die gleichen Personalkosten, der AN das gleiche Netto, die Sozialkassen bekommen den gleichen Betrag.

Bist immer noch der Meinung dass es nicht egal ist wie hoch die AG Anteile sind?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.08.2026 um 07:52
Erster Cappu am Morgen :) und die Überlegung: was macht denn nun den steuerlichen Unterschied zwischen Skandinavien und Deutschland aus? Wenn man Deutschland angleichen wollte, müßte man doch ähnliche Steuersätze zugrunde legen, oder?

Die Mehrwertsteuer liegt in Skandinavien im Schnitt bei 25,5%, in Deutschland bei 19%. Würde man in Deutschland die Mwst. auf 25,5% anheben, würde das die Steuereinnahmen um ca. 100 Milliarden Euro p.a. erhöhen. Natürlich sollte man den Lebensmittelbereich ausklammern, damit besonders Leistungsempfänger und Niedriglöhner diese zusätzliche Besteuerung in dem Bereich nicht mittragen müßten.

Dann müßte hier die Einkommenssteuer erhöht werden, um die AN- und AG-SV-Anteile senken zu können. Wieviel bringt das mehr in die Kassen?

Einem Laien erscheint das aber nur wie ein Hin- und Hergeschiebe der Gelder. Hätte man in Deutschland denn dadurch etwa die Mittel zur flächendeckenden Einführung von Ganztagsschulen oder andere sozialen Verbesserungen wie
Bildung und Betreuung
Kostenlose Bildung: Schulbildung, Hochschulen und Universitäten sind gebührenfrei.

Frühkindliche Betreuung: Ein gesetzlicher Anspruch auf hochwertige und bezahlbare Kita-Plätze ist flächendeckend garantiert.

Studienförderung: Schüler und Studenten erhalten staatliche, elternunabhängige Zuschüsse und günstige Kredite zum Lebensunterhalt.

Gesundheit und Pflege
Gesundheitssystem: Eine steuerfinanzierte, beinahe lückenlose medizinische Versorgung steht allen Bürgern offen.
Pflege im Alter: Professionelle, öffentliche Pflegedienste für Senioren entlasten die Familien stark.

Familie und Soziales
Elternzeit: Sehr lange, gut bezahlte und flexibel aufteilbare Elternurlaube für Mütter und Väter.

Kinderbeihilfe: Regenbogenartige, einkommensunabhängige Direktzahlungen für Familien mit Kindern.

Grundabsicherung: Hohe Mindeststandards bei Arbeitslosigkeit, Krankheit oder im Alter durch universelle Einkommensgarantien
Die Unterschiede zwischen Skandinavien und Deutschland scheinen nicht bei der Zuordnung der Steuereinnahmen und Abgaben zu liegen, sondern eher bei der Verteilung der Ausgaben. Unfassbar, dass es hier nicht schon lange Ganztagsschulen (mit Essen) gibt. Weshalb wurde/wird da nicht investiert, damit Frauen ganztägig in dem von ihnen gelernten Berufen arbeiten können, die Kinder gut versorgt wären. Das würde doch auch das Risiko für Altersarmut für Frauen deutlich mindern.

Weshalb scheint man hier weniger Sinn für Soziales zu haben, als in Skandinavien? Das frage ich mich eigentlich schon die ganze Zeit 🤔


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.08.2026 um 08:32
Zitat von suffelsuffel schrieb am 23.07.2026:Ich mische mich auch nochmal ein. Das unendliches Wachstum nicht möglich ist das wird jedem klar sei
Wenn man sich einmischt, sollte die Einmischung besser eine gewisse Sinnhaftigkeit für die Diskussion bringen. Da Geld lediglich eine Rechengröße ist, ist unendliches Wachstum in Volkswirtschaften selbstverständlich möglich. Geld ist kein Mensch und auch kein Baum. Die mantrahafte Wiederholung dieser undurchdachten Äußerung zeigt nur mangelhafte Auseinandersetzung mit dem Thema.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.08.2026 um 08:39
Zitat von CharlesBarronCharlesBarron schrieb:Wenn man sich einmischt, sollte die Einmischung besser eine gewisse Sinnhaftigkeit für die Diskussion bringen. Da Geld lediglich eine Rechengröße ist, ist unendliches Wachstum in Volkswirtschaften selbstverständlich möglich. Geld ist kein Mensch und auch kein Baum. Die mantrahafte Wiederholung dieser undurchdachten Äußerung zeigt nur mangelhafte Auseinandersetzung mit dem Thema.
Nunja rechnerisch mag unendliches Wachstum in Volkswirtschaften möglich sein aber in der Realität wird das nicht funktionieren und das weiß auch jeder CEO der der Aktionären trotzdem das Wachstum verspricht


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

03.08.2026 um 08:48
Zitat von suffelsuffel schrieb:Nunja rechnerisch mag unendliches Wachstum in Volkswirtschaften möglich sein aber in der Realität wird das nicht funktionieren
Erneut eine nicht belegte These. Warum wird das „in der Realität nicht funktionieren“? Bitte benenne die systemimmanenten Gründe für die Unmöglichkeit.
Zitat von suffelsuffel schrieb:jeder CEO der der Aktionären trotzdem das Wachstum verspricht
Alle CEOs, die Wachstum versprechen sind im Grunde gleich und lügen wider besseren Wissens? Keiner ist überzeugt, das geleitete Geschäft effizient genug betreiben zu können, um nachhaltig wachsen zu können? Das scheint mir eine arg verkürzte Betrachtung menschlicher Realität zu sein. Kennst du so viele CEOs, so dass du das gut beurteilen kannst, legst du eine Statistik zugrunde (welche?) oder mutmaßt du einfach?

Sind wir uns aber zumindest einig, dass die Aussage vom „unmöglichen unendlichen Wachstum“ lediglich eine Behauptung ist?


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