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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

20.162 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 18:01
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Die Erben von Frau Klatten sind vielleicht kein so gutes Beispiel.
Warum is das kein gutes Beispiel?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wie ist das mit einem großen Handwerksbetrieb, den die Tochter erbt?
Wovon soll die das bezahlen, wenn nicht aus dem Betriebsgewinn?
Wer sagt, sie soll es noch aus dem Betriebsgewinn zahlen? Is doch die sinnvollste Lösung.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und die wird nicht gleichzeitig in das Unternehmen investieren können und auch noch die Erbschaftssteuer abzahlen.
Investitionen erfolgen ja im Normalfall nich aus den Gewinnen, denn Gewinne müssen ja versteuert werden.
Wenn in das Unternehmen allerdings so stark investiert werden muss, dass dadurch langfristig keine Gewinne erwirtschaftet werden können, dann würde ich das Erbe wohl ausschlagen.
Ich würde mich ja auch sonst nich an Unternehmen beteiligen, in das ich auch noch investieren muss, damit überhaupt mal Gewinne entstehen, es sei denn, die erhofften Gewinne in der Zukunft wären so hoch, dass sich das Risiko lohnt. So ein Unternehmen würde ich aber auch erben wollen.

Das wird aber so auch nich die Regel sein. Die meisten Unternehmen erwirtschaften Gewinne, auch ohne das der Eigentümer ständig aus dem Privatvermögen reinbuttern muss. Wozu sollte man auch so ein Unternehmen betreiben oder erben wollen.
Gut laufende Unternehmen finanzieren den Lebensunterhalt des Unternehmers und nich umgekehrt und um schlecht laufende Unternehmen, in die man erst groß investieren muss, damit sie vielleicht mal Gewinn abwerfen is es nich Schade.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 18:07
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Der Erbe kann sich Gewinn auszahlen dass es kracht, dann der Firma anschaffen dass sie ihm ein Darlehen geben...und mangels Flexibilität geht die Firma pleite und man verwertet den Rest.
Dann geht die Firma aber nich wegen der Erbschaftssteuer Pleite, sondern weil der Erbe so agiert, wie er es tut.
Das man Firmen in die Pleite treiben kann, hat niemand bestritten.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, das kannst Du aber nur verkaufen nur an Leuten die zukünftig nicht in Deutschland steuerpflichtig sind...so wandert alles ins Ausland.
Doch, die Firma kann grundsätzlich an jeden verkauft werden, egal wo der besteuert wird.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 18:19
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Schön, dass es dir in den USA so gut gefällt, und danke für die sonnigen Grüße! Niemand will dich einschüchtern. In einer lebendigen Demokratie muß man jede Meinung aushalten, eben auch das permanente Deutschland-Bashing aus der Ferne.

Aber wenn wir schon über das "Gepuckel" reden, das angeblich bestraft wird: genau das ist doch mein Punkt! Wer in diesem Land jeden Tag hart arbeitet, zahlt hohe Steuern und Abgaben. Wer hingegen das Glück hat, ein Milliardenvermögen oder iwelche verschachtelten Holdingstrukturen zu erben, geht dank verfassungswidriger Schlupflöcher oft mit 0 Prozent Steuern raus. Das ist die eigentliche Bestrafung der Leistungsträger. Das arbeitsfreie Lotterieglück an der Spitze wird geschont, während die arbeitende Mitte die Hauptlast trägt. Genau das sollte geändert werden: Arbeit und Leistung steuerlich entlasten, leistungsloses Milliarden-Erbe fair beteiligen. Das hat nichts mit Neid zu tun (ich nehme an, dass hier auch keine Milliardäre unterwegs sind), sondern mit Leistungsgerechtigkeit. Wer Leistung belohnen will, muss die Privilegien der Erb-Dynastien beenden.

Sonnige Grüße zurück!
Und Ich sehe das eben nicht so. Das Gepuckel wird bestraft, indem man vielleicht etwas besser macht als der andere. Wie heißt es doch so gut? Ich möchte meinen Kindern oder Umfeld etwas bieten oder gilt das nicht mehr?

Dann puckelt man, nimmt Risiken ggf. in Kauf, zahlt eine Steuer nach der anderen um dann das Erbe nochmal komplett zu versteuern? Ganz ehrlich, wie oft will man noch Steuer von der Steuer von der Steuer und von nochmals Steuer abführen?

Leistungsgerechtigkeit ist für mich, dass wenn jemand puckelt, es auch "more or less" SEINS ist. Das man Abgaben und Steuern zahlt, ist ja okay aber nicht in dem Maße wie es derzeit der Stand ist. Das ist für mich reine Bereicherung für ZERO Return.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 18:19
@vx110
Zitat von vx110vx110 schrieb:Das Problem: Dieser “Staat” kriegt nicht genug und beutet die arbeitende Bevoelkerung aus nur entweder versteht diese das nicht oder gibt sich tatsaechlich damit zufrieden.
Ich bezweifle, dass die arbeitende Bevölkerung so sehr unter einer Erbschaftssteuer leidet.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 18:23
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Das wird aber so auch nich die Regel sein. Die meisten Unternehmen erwirtschaften Gewinne, auch ohne das der Eigentümer ständig aus dem Privatvermögen reinbuttern muss. Wozu sollte man auch so ein Unternehmen betreiben oder erben wollen.
Gut laufende Unternehmen finanzieren den Lebensunterhalt des Unternehmers und nich umgekehrt und um schlecht laufende Unternehmen, in die man erst groß investieren muss, damit sie vielleicht mal Gewinn abwerfen is es nich Schade.
Ok, aber wer als Unternehmenserbe nicht noch mal 20% des Wertes an Vater Staat zahlen kann, um das Unternehmen ist es auch nicht schade?

So als Beispiel bringe ich mal einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Waldwirtschaft, das eine Marge von 3,2% hat kann auch 20% Erbschaftssteuer zahlen?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 18:27
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warum is das kein gutes Beispiel?
Weil es kein typisches Beispiel deutscher Unternehmen ist. Das ist wahrscheinlich sehr viel mehr Kapital vorhanden als in 99,9% der Unternehmen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

24.08.2026 um 21:00
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ok, aber wer als Unternehmenserbe nicht noch mal 20% des Wertes an Vater Staat zahlen kann, um das Unternehmen ist es auch nicht schade?
Würdest du denn ein Unternehmen betreiben, dass in 10Jahren nich deutlich mehr als 20% Gewinn einfährt? Ich eher nich, aber dafür kann man das Erbe ja ausschlagen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:So als Beispiel bringe ich mal einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Waldwirtschaft, das eine Marge von 3,2% hat kann auch 20% Erbschaftssteuer zahlen?
Kann man dann ja verkaufen. Wenn der erzielbare Preis des Waldes geringer is als die Erbschaftssteuer, dann Erbe ausschlagen.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Weil es kein typisches Beispiel deutscher Unternehmen ist. Das ist wahrscheinlich sehr viel mehr Kapital vorhanden als in 99,9% der Unternehmen.
Aber die Handwerker Tochter, die Papis Klempner Firma erbt und da dann erstmal die Hälfte des eigenen Privatvermögens in die Bude stecken muss is ein typisches Beispiel deutscher Unternehmen, die vererbt werden?
Würde mich wundern.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 02:02
Zitat von AfricanusAfricanus schrieb:Ich bezweifle, dass die arbeitende Bevölkerung so sehr unter einer Erbschaftssteuer leidet.
Nein, da haste Recht, sie wird bei dieser Besteuerung nie in den Genuss Vermögen aufzubauen.
Zweitens: sie wird aber unter Arbeitslosigkeit, abwandernde Unternehmen, zusätzliche Besteuerung leiden.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Kann man dann ja verkaufen. Wenn der erzielbare Preis des Waldes geringer is als die Erbschaftssteuer, dann Erbe ausschlagen.
Das ist mathematisch falsch....dann müsste man die Erbschaft mit dem FA neu berechnen...die Erbschaftsteuer kann nur % von X sein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 06:23
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Würdest du denn ein Unternehmen betreiben, dass in 10Jahren nich deutlich mehr als 20% Gewinn einfährt? Ich eher nich, aber dafür kann man das Erbe ja ausschlagen.
@kuno7

Wenn ein Kiosk in 10 Jahren nur 20% des naturgemäß geringen Unternehmenswertes erbringen würde, könnte niemand davon leben, wenn der Firmenwert 120.000 Euro beträgt.

Bei einem mittelständischen Unternehmen, dem das Firmengelände gehört, das Maschinen und einem Fuhrpark betreibt, wo der Firmenwert auch mal 20 Mio betragen kann, sähe das völlig anders aus oder nicht? Dennoch kann der Firmenerbe nicht 4 Millionen auf den Tisch legen, einfach obendrauf, weil Fortbestand des Unternehmens und Liquidierung des Wertes nicht zusammen funktionieren können.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 08:32
Zitat von vx110vx110 schrieb:Und Ich sehe das eben nicht so. Das Gepuckel wird bestraft, indem man vielleicht etwas besser macht als der andere. Wie heißt es doch so gut? Ich möchte meinen Kindern oder Umfeld etwas bieten oder gilt das nicht mehr?
Es ist für jeden nachvollziehbar, dass jemand, der hart arbeitet und Risiken eingeht, seinen Kindern etwas bieten möchte. Das Missverständnis: ich rede nicht vom Fleiß des Mittelständlers oder dem Haus für die Familie. Die sind im deutschen Erbstuerrecht geschützt. Ehepartner haben 500.000 Euro Freibetrag, jedes Kind 400.000 Euro. Eine vierköpfige Familie kann 1,3 Millionen Euro steuerfrei weitergeben. Das Familienheim gibt es für Kinder unter best. Voraussetzungen auch steuerfrei. Hier wird in dem Sinne nix 'wegbesteuert'.
Zitat von vx110vx110 schrieb:Dann puckelt man, nimmt Risiken ggf. in Kauf, zahlt eine Steuer nach der anderen um dann das Erbe nochmal komplett zu versteuern? Ganz ehrlich, wie oft will man noch Steuer von der Steuer von der Steuer und von nochmals Steuer abführen?
Mir geht es um die obersten 0,1 Prozent, um milliardenschwere Erb-Dynastien und diese verschachtelten Holdingstrukturen. Während der normale Erbe Steuern zahlt, sinkt die Steuerlast bei Ebrschaften von über 100 Millionen Euro durch verfassungswidrige Schlupflöcher oft auf unter 1 Prozent. Der Erbe eines Milliardenkonzerns hat für dieses Geld eben nicht gepuckelt und kein Risiko getragen. Wenn dieses arbeitsfreie Einkommen am Ende geringer besteuert wird als die tägliche Arbeit der Mittelschicht, dann ist das keine Leistungsgerechtigkeit, sondern das Gegenteil 🤨 -> Ungleichheit
Zitat von vx110vx110 schrieb:Leistungsgerechtigkeit ist für mich, dass wenn jemand puckelt, es auch "more or less" SEINS ist. Das man Abgaben und Steuern zahlt, ist ja okay aber nicht in dem Maße wie es derzeit der Stand ist. Das ist für mich reine Bereicherung für ZERO Return.
Und kaum ein Unternehmer wird in einem Vakuum erfolgreich. Unternehmensvermögen kann doch nur dort entstehen, wo der Staat die Vorleistungen (Infrastruktur, soziale Stabilität, funktionierende Gerichte und kostenlos ausgebildete Fachkräfte) bereitstellt. Wer Leistung belohnen will, muss die Arbeit steuerlich entlasten und das leistungslose Erben angemessen beteiligen. Ansonsten wird 'Puckeln' wirklich bestraft.
Die Erbschaftsteuer sollte eigentlich dafür sorgen, dass besonders große Vermögen einen fairen Beitrag zum Gemeinwesen leisten. Doch aufgrund der weitreichenden Privilegien für superreiche Unternehmenserben ist sie weder effektiv noch gerecht. Unsere Auswertung der neuen Steuerdaten zeigt: Erben von Milliardenvermögen zahlen kaum Steuern. 45 Großerben erhielten 2024 im Schnitt 260 Millionen Euro, zahlten darauf aber nur rund 2 Prozent Steuern. Dank der sogenannten Verschonungsbedarfsprüfung sparten sie 3,4 Milliarden Euro Steuern.
https://www.netzwerk-steuergerechtigkeit.de/erneut-steuererlasse-in-milliardenhoehe-fuer-grosserben/

Jupp, mal eben in 2024 durch die Verschonungsregel auf 3,4 Milliarden Euro Steuern verzichtet. Wer sich's leisten kann ...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 09:44
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wenn ein Kiosk in 10 Jahren nur 20% des naturgemäß geringen Unternehmenswertes erbringen würde, könnte niemand davon leben, wenn der Firmenwert 120.000 Euro beträgt.
Der Wert des Kiosk bemisst sich letztlich auch daran, was an Gewinn übrig bleibt, wenn der Betreiber sich ein einigermaßen angemessenes Gehalt auszahlt.
Man könnte demnach also auch von dem Betrieb eines Kiosk leben, wenn der Gewinn und damit auch der Wert bei um die Null liegt.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Bei einem mittelständischen Unternehmen, dem das Firmengelände gehört, das Maschinen und einem Fuhrpark betreibt, wo der Firmenwert auch mal 20 Mio betragen kann, sähe das völlig anders aus oder nicht?
Sicher, deshalb könnte man so ein Unternehmen ja auch teilweise oder komplett verkaufen, um eine Erbschaftssteuer zu bezahlen, wenn aus dem Gewinn nich genug übrig bleibt.
Die Frage wäre doch eher, ob man das will.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Dennoch kann der Firmenerbe nicht 4 Millionen auf den Tisch legen, einfach obendrauf, weil Fortbestand des Unternehmens und Liquidierung des Wertes nicht zusammen funktionieren können.
Wie schon gesagt, es müssen ja keine 4Mio. auf den Tisch gelegt werden, man hat bis zu 10 Jahre Zeit die Steuer zu zahlen, ebenso is ein teilweiser oder kompletter Verkauf möglich.
Beides würde die Existenz des Unternehmens selbst kein bisschen tangieren.

Dazu kommt, dass bei der Erbschaftssteuer auf Unternehmensbeteiligungen Freibeträge in Millionenhöhe im Raum stehen, was die Last gerade bei kleineren Unternehmen deutlich verringert oder völlig wegfallen ließe.
Die Diskussion um größere Handwerksbetriebe wäre damit auch obsolet.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 09:50
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:dann müsste man die Erbschaft mit dem FA neu berechnen..
Von mir aus kannste Dich gern mit dem Finanzamt rumstreiten und selbstverständlich jeder andere auch.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 10:58
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Der Wert des Kiosk bemisst sich letztlich auch daran, was an Gewinn übrig bleibt, wenn der Betreiber sich ein einigermaßen angemessenes Gehalt auszahlt.
Man könnte demnach also auch von dem Betrieb eines Kiosk leben, wenn der Gewinn und damit auch der Wert bei um die Null liegt.
@kuno7

Wenn man den Wert eines Unternehmens rein nach der Ertragswertmethode bestimmt, wäre das eine Möglichkeit, die aber ebenfalls zu Verzerrungen führt. Man erbt ja nicht den Ertrag, sondern das Unternehmen an sich.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Sicher, deshalb könnte man so ein Unternehmen ja auch teilweise oder komplett verkaufen, um eine Erbschaftssteuer zu bezahlen, wenn aus dem Gewinn nich genug übrig bleibt.
Die Frage wäre doch eher, ob man das will.
Mit anderen Worten: Genau was ich sagte, da werden funktionierende Firmen zerschlagen werden müssen oder statt des Erben landet die Firma bei einem Finanzinvestor, der danach das tut, was Finanzinvestoren tun, damit unser Staat noch mehr Geld verschwenden kann.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wie schon gesagt, es müssen ja keine 4Mio. auf den Tisch gelegt werden, man hat bis zu 10 Jahre Zeit die Steuer zu zahlen, ebenso is ein teilweiser oder kompletter Verkauf möglich.
Auch wenn man das abzahlen kann, muss man es bezahlen, mit Geld, das dann nicht für Innvationen oder Renovierungen zur Verfügung steht.

Wir reden von einer Wirtschaft mit jahrelangem Nullwachstum, wenn man da jetzt noch mal ordentlich Geld rausnimmt, wird das doch nicht besser. Das wird auch dadurch nicht besser, dass es einzelene big player gäbe, wo es möglich wäre. Das Einzige, das in Deutschland noch Konjunktur hat, ist der öffentliche Sektor. Und unser rechenerisches Mini Wachstum, komplett auf Pump durch die Rüstungsindustrie ist ja kein Wachstum.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 11:22
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Sicher, deshalb könnte man so ein Unternehmen ja auch teilweise oder komplett verkaufen, um eine Erbschaftssteuer zu bezahlen, wenn aus dem Gewinn nich genug übrig bleibt.
Die Frage wäre doch eher, ob man das will.
Ja, davon träumt jeder - ein Unternehmen erben und es verkaufen zu müssen weil man sonst die Steuern nicht zahlen kann.
Glaube es in deiner Naivität (oder halt nicht) aber das macht was mit den Menschen...wenn der Staat Leistung und Vermögen nicht achtet und schützt, werden die Leute den Staat auch nicht mehr achten.
Wenn das so kommt, wäre jeder in Deutschland steuerpflichtige Investor mit Kinder komplett dämlich ein deutsches Unternehmen zu kaufen.

Und: mit diesen Regelungen verkommt die Erbschaftssteuer eigentlich zu einer Vermögenssteuer die von Generation zu Generation am Unternehmenswert knabbert.
Und nicht nur, eigentlich alle Werte auf die man Erbschaftssteuer zu zahlen hat.

Das Wort zum Dienstag, natürlich im Rahmen der Gesetze, keine besondere Reihenfolge:
Spart nichts mehr, hat es auf den Kopf, am besten wo man noch was dafür kriegt.
Wandert aus wenn es passt, ist die Kohle aus, kommt wieder.
Investiert in einer entsprechenden Beratung, die 300-500€ sind gut investiert und nichts ggü dem was der Staat abzockt.
Macht jedes Jahr eine Einkommenserklärung, holt raus was geht.
Nimmt jede Staatssubvention mit.
Übertragt alle 10J den Maximalbetrag an die Erben.
Gründet eine Stiftung wenn es sich eignet.
Hortet Gold in Schließfächer (keine Sparkasse).
Spricht mit keinem drüber.
Seit bereit außerhalb der EU in 24h zu sein.

Wenn ihr nichts tut, werden es andere mit Euren Werten tun.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 11:36
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wer hingegen das Glück hat, ein Milliardenvermögen oder iwelche verschachtelten Holdingstrukturen zu erben, geht dank verfassungswidriger Schlupflöcher oft mit 0 Prozent Steuern raus.
Die Verfassungswidrigkeit solltest Du mit Gesetzen herleiten, bitte.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Genau das sollte geändert werden: Arbeit und Leistung steuerlich entlasten, leistungsloses Milliarden-Erbe fair beteiligen.
Eine Sache solltest Du bitte besser erklären:
Warum ist leistungsloses Erben ein Problem, aber leistungsloses Daheimhocken auf Kosten anderer keins?

Ich habe noch weitere tiefgründigere Fragen:

Wenn Erben leistungslos ist, wozu ein Freibetrag?

Wenn ich meine Eltern pflege oder durch die Pflegeversicherungsnovelle als Kind zum Altersheim zahlen muss, warum kann ich die Beträge nicht von der Erbschaft abziehen? Das ist doch wirklich nicht leistungslos!

Wenn Erben leistungsloses Einkommen ist, warum nicht mit der Einkommensprogression besteuern?

Dazu, die umgekehrte Zusatzfrage: warum ist die Einkommensbesteuerung progressiv, aber Erbschaftsteuer flat?

Ein Kind lebt in Deutschland, eines im Ausland - es wird 50% / 50% geerbt, warum soll einer zahlen und einer nicht? Du propagierst Gerechtigkeit!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 11:40
Na das sind ja gute tipps @ApexOne

Wurscht:
.... geht es nach der SPD, wäre fürs erben von unternehmen ein freibetrag von 5mio € geplant. Mal in die runde gefragt: wieviele unternehmen in deutschland liegen da drüber? Google KI sagt:
Rund 98 % aller Unternehmen in Deutschland würden unter dem geplanten Freibetrag von 5 Millionen Euro liegen.
Quelle: Google KI (Prompt: wieviele unternehmen in deutschland würden unter dem freibetrag liegen? Gibt es dazu eine grobe zahl in %?)

Das in kombination mit einer zahlungszeit von 20 jahren ist jetzt nicht unbedingt der hier heraufbeschworene untergang vieler unternehmen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 11:49
Zitat von gastricgastric schrieb:Na das sind ja gute tipps
Sonst hätte ich sie nicht geschrieben - sollte es dennoch Ironie bei Dir sein, könntest Du auf eine Regierung einwirken dass sie obsolet werden.
Es sollte dennoch kein Problem sein wenn die verhassten Unternehmer, Bonsen, Eigentümer, Erben & CO. sich verdünisieren...der Legende nach tun sie nichts außer Ausbeuten.
Zitat von gastricgastric schrieb:.... geht es nach der SPD, wäre fürs erben von unternehmen ein freibetrag von 5mio € geplant. Mal in die runde gefragt: wieviele unternehmen in deutschland liegen da drüber? Google KI sagt:
Hmm, mir hat es 95% genannt...aber egal, ich habe die Frage erweitert:
wieviele Mitarbeiter haben die anderen 5% die über dem Freibetrag liegen?
In den rund 5 % der Unternehmen (ca. 44.000 bis 50.000 Betriebe), die über diesem geplanten Freibetrag von 5 Millionen Euro liegen, arbeiten insgesamt rund 13,5 Millionen Arbeitnehmer.
Diese Unternehmen stellen damit das wirtschaftliche Rückgrat des deutschen Mittelstands und der Industrie dar. Bezogen auf die gesamte deutsche Arbeitswelt (ca. 39 bis 43 Millionen Beschäftigte je nach Zählweise) arbeitet etwa jeder dritte Beschäftigte in Deutschland in einem dieser potenziell betroffenen Unternehmen.
Quelle: google.de KI Modus

Joah, lass uns 13,5 Mio Arbeitsplätze gefährden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 12:03
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Joah, lass uns 13,5 Mio Arbeitsplätze gefährden.
Hmmm.....

Google KI: Würde eine erbschaftssteuer arbeitsplätze bei den großen unternehmen gefährden?
Fazit
Die Steuer gefährdet Arbeitsplätze nicht automatisch, solange der Gesetzgeber kluge, langfristige Stundungs- und Finanzierungsmodelle bereitstellt. Das Risiko sinkt drastisch, wenn Erben die Steuerschuld über Jahrzehnte strecken können, anstatt sie sofort auf einen Schlag begleichen zu müssen.
:shrug: sehe ich auch so. Wenn ich mehrere millionen € innerhalb einer woche zahlen müsste, sieht das anders aus, als gestreckt auf 20 jahre bei einem gut laufendem unternehmen, deren umsatz bei 10mio € aufwärts liegt... bspw.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:sollte es dennoch Ironie bei Dir sein
Es ist ironie. Aufgrund der freibeträge macht das für den großteil der menschen einfach keinen sinn.

Ich wüsste auch gar nicht, wie ich als kaputt gehender mittelstand bspw mal eben alle 10 jahre die freibeträge zur schenkung an die erben zahlen sollte. Das wird dich jetzt vlt treffen, aber ich hab keine 900.000€ alle 10 jahre rumliegen und das sind nur 2 erben Oo


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 12:05
Zitat von gastricgastric schrieb:deren umsatz bei 10mio € aufwärts liegt... bspw.
Umsatz ist nicht gleich Gewinn.... da muss man noch alle laufenden Kosten von abziehen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.08.2026 um 12:15
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Umsatz ist nicht gleich Gewinn.... da muss man noch alle laufenden Kosten von abziehen.
Ist klar. Die gewinnmarge liegt meist (je nach branche) bei bis zu 10%.... bei einem jahresumsatz von 10mio € bleibt da bis zu 1mio €. Je nach gewinnmarge müsste ich dabei nichtmal erbschaftssteuer zahlen. Die wird erst (rein rechnerisch) bei einer gewinnmarge von über 5% fällig. Bspw 7% marge, jahresgewinn von 700.000€. Die erbschaftssteuer läge da ca bei 300.000€ zahlbar innerhalb 20 jahren. Ich finde das ehrlicherweise machbar.

In der politischen diskussion wird die schwelle von 10mio € jahresumsatz ziemlich genau mit dem freibetrag von 5mio € "gleichgesetzt". Je nach marge ist man eben drüber oder drunter.


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