ApexOne schrieb:Also, die Fabrik bauen Arbeiter. Die Baustoffe werden aus dem Kapital bezahlt. Auch die Löhne, SV werden bis die Fabrik anläuft aus dem Kapital bezahlt.
Wenn die Fabrik ein Flop wird, verliert der Kapitalist.
Und wenn die Arbeiter dann den Laden profitabel gemacht haben, müssen sie weiter mit den Gehalt leben, das Ihnen der Kapitalist zahlt, während er den gesamten Mehrwert, der von ihnen und eben nicht von ihm geschaffen wird, als Gewinn abschöpft.
Schön, dass wir hier nochmal das grundlegende Machtgefälle des Klassensystems herausgearbeitet haben.
vx110 schrieb:Es gibt viele, die haben auch einfach Kein Bock, tagtaeglich zu schaffen,
Und die Privilegiertesten können sogar ganz ohne "schaffen" leben, nämlich von dem Profit, den ihre Mitarbeiter erwirtschaften.
Gwyddion schrieb:Fachunternehmen die ebenfalls Arbeitsplätze zur Verfügung stellen. Diese Fachunternehmen wiederum verwenden Werkzeuge und Materialien die andere Unternehmen hergestellt haben.
Und aus dieser gesamten Produktionskette könntest du den Unternehmer rausnehmen und sie würde immer noch funktionieren. Nimmst du die Arbeiter aus der Gleichung raus, kollabiert das System. Trotzdem geht der Profit an die Unternehmer.
Gwyddion schrieb:dann geht der Arbeiter zur Arge
Ja, dieses bequeme Leben am Existenzminimum. Leben alle in Saus und Braus.
Gwyddion schrieb:Der geneigte Arbeiter hat jedoch auch die Möglichkeit sein eigenes kleines 1 Mann Unternehmen zu gründen. Eine Ich-AG quasi. Dann profitiert nur dieser 1 Mann von den Einnahmen ( abzüglich natürlich der Kosten für SV, PV, GKV, Rücklagen für das Alter, sowie Steuerberatung, Umsatzsteuervorauszahlungen, Betriebshaftpflicht ect. pp..)
Und wenn das alle Arbeiter machen, wie soll dann dieses System weiter funktionieren. Wer stellt denn dann bei Apple die iPhones her? Wer baut bei BMW den 3er zusammen? Dieses Argument, dass der Arbeiter ja einfach Unternehmer werden können, während das gesamtw Wirtschaftssystem auf der Ausbeutung von Arbeitskraft beruht, ist wirklich billig.
Gwyddion schrieb:Manche Ideologien sind nicht zu verstehen... weil einfach nicht weiter gedacht.
Und doch hält die Mehrheit den Kapitalismus für "normal". Und das, obwohl selbst einer seiner prominentesten Vordenker, Adam Smith, erkannt hat, dass der Kapitalismus nicht dauerhaft funktionieren kann. Wie uns ja sehr eindrücklich gezeigt wird.