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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

17.375 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 15:45
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Von daher halte ich es für legitim, bei der Diskussion zum Thema "woher mehr Geld nehmen für die leeren Staatskassen" diese Steuern an erster Stelle zu berücksichtigen.
@mitH2CO3

Liegt es nicht seh viel näher, erst mal bei gar nicht so geringem Steueraufkommen zu beleuchten, warum das plötzlich angeblich nicht mehr ausreichen soll?

Man sollte einfach den Kanzler vor der Wahl 1:1 beim Wort nehmen. Da brauch tman gar keine neuen Einnahmequellen.

Natürlich kann man sagen, ja, weil lange auf Verschleiss gefahrne wurde. Aber das wird es doch heute noch ganz genau so. Es gibt keinen Grund, warum wir 'mehr Staat' brauchen als 1985 oder 1976.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 16:15
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:hättest Du heute um 12h dein genaues Vermögen gewußt?
Sprich so genau dass es für eine (Vermögens)Steueerklärung gereicht hättte?
Was ist das schon wieder für eine Heinzi-Frage? Nö, hätte ich nicht gewußt. Hätte ich aber auch nicht wissen müßen. Das muß nämlich niemand, auch nicht der zu besteuernde Unternehmer. Weil wir bzw. die Steuerberater sich Zeit nehmen können, das zu ermitteln. Bis zum Abgabetermin.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bekannt bis jetzt sind 100 aus 21,7 Millionen Erdbewohner.
Wenn du schon wieder weltweit unterwegs bist, dann rechne auch mit allen Vermögenssteuer-Unterstützern, weltweit.
Btw. zählen virtuelle Millionöre auch zu Millionören :ask: Ich denke nicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 16:58
Im Zuge der Erbschaftsteuerreform wurde das Bewertungsgesetz geändert und bietet dafür eine geeignete Grundlage.
Witzig, dazu ist heute ein kurzer Artikel bei haufe erschienen, der die praktischen Probleme eines Allerweltsvorfalls auch für Laien gut verständlich aufzählt (nicht: erklärt, das wäre dann eher ein Buch)...

Ich zitiere mal besonders schöne Stellen:
Die steuerrechtlichen Rahmenbedingungen der familieninternen Unternehmensnachfolge ergeben sich im Wesentlichen aus dem Erbschaft- und Schenkungsteuergesetz (ErbStG). Nach § 13a ErbStG können grundsätzlich 85 Prozent des begünstigten Betriebsvermögens steuerfrei übertragen werden (Verschonungsabschlag). Diese Begünstigung soll verhindern, dass Steuerzahlungen das Fortbestehen des Unternehmens gefährden, insbesondere bei familieninternen Übergaben ohne externe Kaufpreiszahlung.

Stolperfallen: Verwaltungsvermögen, junges Verwaltungsvermögen und Finanzmitteltest

Eine zentrale Stolperfalle ist dabei der Anteil des sogenannten Verwaltungsvermögens. Nach § 13b Absatz 4 ErbStG zählen etwa Wertpapiere, vermietete Immobilien oder überschüssige Finanzmittel grundsätzlich nicht zum begünstigten Betriebsvermögen. Geht der Anteil dieses Vermögens über bestimmte Grenzen hinaus, beispielsweise wenn ihr Anteil etwa 10 Prozent des Unternehmenswerts überschreitet, kann die abgabenrechtliche Verschonung eingeschränkt werden oder sogar vollständig entfallen.

Besondere Aufmerksamkeit erfordert zudem das sogenannte junge Verwaltungsvermögen, also alle Werte einschließlich liquider Mittel, die dem Betrieb erst zwei Jahren vor der Übertragung zugeflossen sind. Diese sind grundsätzlich von der Steuerbegünstigung ausgenommen.

Ein weiterer wichtiger Mechanismus ist der sogenannte Finanzmitteltest nach § 13b Absatz 4 Nummer 5 ErbStG. Er prüft, welcher Teil der betrieblichen Liquidität zum Verwaltungsvermögen zählt. Grundsätzlich gilt ein Basisbetrag von 15 Prozent des Unternehmenswerts als unbedenklich. Finanzmittel, die dieses Limit übersteigen, werden hingegen als nachteiliges Verwaltungsvermögen behandelt. Darüber hinaus setzt die steuerliche Verschonung voraus, dass der Betrieb über mehrere Jahre fortgeführt wird und dabei die vorgeschriebenen Lohnsummenregelungen eingehalten werden.

Wenn diese Voraussetzungen nicht erfüllt werden, kann die Steuerbefreiung rückwirkend entfallen. Für Familienbetriebe bedeutet das: Auch nach der Übergabe an die nächste Generation müssen unternehmerische Entscheidungen diese abgabenrechtlichen Bindungen berücksichtigen.
Quelle: https://www.haufe.de/controlling/rechnungslegung/unternehmensnachfolge-in-der-familie-steuerliche-aspekte_110_682416.html

Deutsch ist eine schöne Sprache:
Vermögensstruktur und steuerliche Bewertungen

Neben den gesetzlichen Voraussetzungen spielen auch Bewertungsfragen eine zentrale Rolle bei der abgabenrechtlichen Nachfolgeplanung. Für Zwecke der Erbschaft- und Schenkungsteuer wird der Unternehmenswert nach den Vorschriften des Bewertungsgesetzes (BewG) ermittelt.

Maßgeblich ist in der Regel der sogenannte gemeine Wert, der den Marktwert des Betriebs widerspiegeln soll. Dieser kann deutlich über dem bilanziellen Eigenkapital liegen. Ein wesentlicher Grund dafür sind stille Reserven, die etwa bei Immobilien, Maschinen oder Beteiligungen entstehen, wenn deren Marktwert den bilanziellen Buchwert übersteigt. Bei einer Firmenübertragung werden diese stillen Reserven indirekt sichtbar, weil sie im abgabenrechtlichen Unternehmenswert berücksichtigt werden. Dadurch kann sich der abgabenrechtliche Wert des Betriebs und damit auch die mögliche Steuerbelastung deutlich erhöhen. Eine frühzeitige Analyse der Vermögensstruktur ist deshalb entscheidend. Gerade bei der geplanten Übergabe innerhalb der Familie ermöglicht sie es, stille Reserven frühzeitig zu identifizieren und ihre steuerlichen Auswirkungen realistisch einzuschätzen. Gleichzeitig können Firmen prüfen, ob bestimmte Vermögensbestandteile tatsächlich für den operativen Betrieb erforderlich sind oder ob strukturelle Anpassungen sinnvoll sein können.

Auch die Wahl des Bemessungsverfahrens kann eine wichtige Rolle spielen. Im steuerlichen Bewertungsrecht wird häufig das vereinfachte Ertragswertverfahren nach dem Bewertungsgesetz angewendet, das, da es die zukünftigen erwarteten Gewinne berücksichtigt, zu Unternehmenswerten führen kann, die deutlich über den Buchwerten liegen.
Quelle: Selbe

Sowas in der Art hatte ich hier auch einmal eingebracht (fast, als würde ich das beruflich machen ;) ) - aber ja, irgendein verdi-Sprecher sagt: alles ganz einfach, also alles ganz einfach. Besonders bei ~8 Millionen Millionären und nochmal ca. 1 Mio. Unternehmen, die alle bewertet werden müssen. Jährlich, versteht sich, nicht nur einmal alle paar Jahrzehnte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 17:29
@bgeoweh
Papperlapapp, der Steuerberater kriegt das hin, zum Stichtag (Todestag) und wie üblich aufgerundet auf einen Euro.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 08:48
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Ich zitiere mal besonders schöne Stellen:
Jo, schöne Stellen. Das zugrunde liegende Thema ist allerdings gerade die extreme Ungleichheit in D. Diese wird ja wohl von kaum jemandem ernsthaft bestritten. Aber wie soll die Schere denn nun geschlossen werden? Dazu: Schweigen.

Reformen bei der Vermögens- und Erbschaftssteuer müßen her. Alleine schon dieser Schwachsinn, der unmißverständlich erkennbar macht, wie hier der Hase läuft:
Besonderheit: Sehr große Unternehmensvermögen

Schließlich greifen bei sehr großen Unternehmensvermögen zusätzliche Regelungen. Überschreitet der Firmenwert 26 Millionen Euro, sieht das Gesetz besondere Mechanismen wie die Verschonungsbedarfsprüfung vor, bei der die zuständige Behörde feststellt, ob der Erwerber die anfallenden Steuern aus dem eigenen Privatvermögen aufbringen kann. So soll sichergestellt werden, dass die Steuervergünstigung nur dann gewährt wird, wenn eine tatsächliche finanzielle Entlastung erforderlich ist.
https://www.haufe.de/controlling/rechnungslegung/unternehmensnachfolge-in-der-familie-steuerliche-aspekte_110_682416.html

Da kann man doch nur laut lachen. Die Herrschaften können sich arm rechnen (u.A. mit den scheiss Stiftungen), um daraufhin keine Steuern zahlen zu müßen. Wie muß man drauf sein, dass stillschweigend zu schlucken ... oder senile Kalauer rauszutun wie
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Papperlapapp, der Steuerberater kriegt das hin, zum Stichtag (Todestag) und wie üblich aufgerundet auf einen Euro.
(...was der Steuerberater zwar genauso macht, aber es bleibt nach wie vor der Kontext, der es ausmacht).

Eine weitere schöne Stelle, die mal etwas differenzierter auf's Thema Vermögenssteuer eingeht
Um Ausweichreaktionen zu vermeiden, müsse eine Vermögensteuer im Idealfall international abgestimmt werden, sagen die Wissenschaftler. Und sie raten zu höheren Freibeträgen. Denn mit dem Konzept der Linken müssten nach DIW-Rechnung rund 1,3 Mio. Bürger Vermögensteuer zahlen. "Das betrifft keine armen Menschen", räumt Bach ein, aber es betreffe eben auch "die armen Reichen, die ein paar Immobilien im Ballungsraum haben".
Auch bei deutlich höheren Freibeträgen ließe sich laut DIW ein spürbares Steueraufkommen erzielen - bei geringeren Risiken, dass Firmen nicht mehr investieren oder Wohnsitze verlegt werden. Laut Studie könnte der Staat noch 125 Mrd. EUR jährlich einnehmen, wenn er die Steuer erst ab 10 Mio. EUR Vermögen kassiert. Bei einem Freibetrag von 20 Mio. EUR kämen noch 110 Mrd. EUR Einnahmen raus. Selbst wenn man nur Milliardäre belasten würde, wären es noch 33 Mrd. EUR.

Wer davon profitieren würde
Die Vermögensteuer ist eine Ländersteuer, die Einnahmen fließen also nicht an den Bund, sondern in die Länderhaushalte. Weil die Vermögen in den Bundesländern so ungleich verteilt sind, dürfte sich das auch auf den Länderfinanzausgleich auswirken. "Da wird das natürlich dann stark umverteilt", sagt Bach. Reiche Länder wie Bayern müssten schätzungsweise 25 bis 30 Prozent der Einnahmen abgeben.
https://www.haufe.de/steuern/gesetzgebung-politik/studie-was-eine-vermoegensteuer-bringen-koennte_168_674840.html

Da liegen reale Chancen drin!! Möglichkeiten diese horrende Ungleichheit zu verringern.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 09:06
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Besonders bei ~8 Millionen Millionären
Wo nimmst du die eigentlich her? Ich finde davon abweichende Zahlen:
In Deutschland gab es 2023 etwa 2,82 Millionen Vermögensmillionäre (Personen mit einem anlagefähigen Vermögen von über 1 Mio. Euro). Die Zahl der Milliardäre wird auf etwa 171 geschätzt, wobei Deutschland weltweit zu den Ländern mit den meisten Superreichen gehört.
Quelle: Google KI


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 09:21
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wo nimmst du die eigentlich her? Ich finde davon abweichende Zahlen:
Das sind die Bürger, die über so viel Barmittel verfügen >>> „anlagefähig“

Normale Millionäre gibt es deutlich mehr, etwa 10 % der Bevölkerung. Leider gibts dafür keine verlässlichen Zahlen, weil es eben nicht so einfach ist Immobilen, Autos, Pferde, Boote, Uhren und dergleichen einzuordnen.

In jedem größeren Dorf gibt es reihenweise Häuser, die schon an der Million kratzen, besonders in beliebten Gegenden, wie Speckgürtel oder Küstengebieten.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 09:30
Zitat von ToxidToxid schrieb:In jedem größeren Dorf gibt es reihenweise Häuser, die schon an der Million kratzen, besonders in beliebten Gegenden, wie Speckgürtel oder Küstengebieten.
Ja, die werden allerdings in der Regel selbst bewohnt, und fallen damit raus.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Leider gibts dafür keine verlässlichen Zahlen, weil es eben nicht so einfach ist Immobilen, Autos, Pferde, Boote, Uhren und dergleichen einzuordnen.
Vermutlich nicht im Detail, aber im Groben lassen sich Pferde, Autos und Boote schon iwie zuordnen.
Aber egal, ich möchte mich da auch nicht drum streiten, ob's nun 2,8 Millionen oder etwas mehr "kleine" Millionäre sind. Die Vermögensbesteuerung wird diese untere Vermögenden-Gruppe wohl auch nicht betreffen, wenn entsprechende Freibeträge eingeräumt würden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 09:34
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, die werden allerdings in der Regel selbst bewohnt, und fallen damit raus.
Ah, dann kann ich mich also ärmer rechnen, wenn ich mir ein größeres Haus hole. Guter Trick für die kommende Vermögenssteuer.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Vermutlich nicht im Detail, aber im Groben lassen sich Pferde, Autos und Boote schon iwie zuordnen.
Aber ein paar Patek, AP oder VC kann ich dann kaufen um mein Vermögen unter die kritische Grenze zu bekommen? Wie soll das eigentlich kontrolliert werden? Wird dann der Uhrenmarkt überwacht? 😉


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 09:43
Zitat von ToxidToxid schrieb:Ah, dann kann ich mich also ärmer rechnen
Nö, weil ich mich vertan habe. Ich meinte mich zu erinnern, dass das selbst bewohnte und abbezahlte Haus da raus fällt. Danke für die Korrektur!
Zitat von ToxidToxid schrieb:Wie soll das eigentlich kontrolliert werden? Wird dann der Uhrenmarkt überwacht?
Das ist ähnlich wie mit dem Gold, oder sonstigen beweglichen Werten. Man gibt sie an oder ist ein Lügner und Steuerhinterzieher.


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15.04.2026 um 10:03
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das zugrunde liegende Thema ist allerdings gerade die extreme Ungleichheit in D.
Es sind 5 Mio eingewandert die laut eigenen Angaben nichts haben, natürlich beeinflusst das den Gini Koeffizienten.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Aber ein paar Patek, AP oder VC kann ich dann kaufen um mein Vermögen unter die kritische Grenze zu bekommen? Wie soll das eigentlich kontrolliert werden? Wird dann der Uhrenmarkt überwacht?
Selbstverständlich - und dank den Vorgaben wie man das Geld des Staates© bei der Bezahlung nutzen soll, musst Du mit Karte zahlen damit man das sieht.
All diese Regel haben nur ein Ziel: Enteignung im großen Maßstab, die Leute wieder in Arbeitsabhängigkeit stecken, zu viel zum Sterben, zu wenig zum leben.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 10:35
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Es sind 5 Mio eingewandert die laut eigenen Angaben nichts haben, natürlich beeinflusst das den Gini Koeffizienten.
Migranten darf und kann man nicht als dauerhaften Verlust für den Sozialstaat betrachten. Nach einer guten Integration, tragen sie mit ihrer Beteiligung an der Arbeitswelt, viel zur Gesellschaft bei.

WAS allerdings ein kompletter und dauerhafter Verlust und Megaschaden für die Gesellschaft ist, sind die entgangenen Steuerzahlungen von asozialen Steuervermeidern jeder Couleur. Wenn das so weitergeht, haben wir über kurz oder lang nur noch einen Ultrareichen (mit vermutlich mehr als 150 000 Stiftungen), der die Macht hat in D. Und dann kann man die Demokratie endgültig begraben. Siehst doch selber wo der aktuelle Gini Index steht hier in D ... bei über 0,8 !!

Bei 1 findet auch das AfD Wunschkonzert sein "natürliches" Ende 👋


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 10:39
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Siehst doch selber wo der aktuelle Gini Index steht hier in D ... bei über 0,8 !!
Ja, habe ich erklärt warum...brauchst nur 5 Mio raus rechnen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Migranten darf und kann man nicht als dauerhaften Verlust für den Sozialstaat betrachten.
Das kann man in anderen Threads detailierter diskutieren, Fakt ist aber wer in der Grundsicherung ist, zahlt nichts ein.
Mein Punkt ist hier sie ziehen die besprochene Schere nach unten.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:WAS allerdings ein kompletter und dauerhafter Verlust und Megaschaden für die Gesellschaft ist, sind die entgangenen Steuerzahlungen von asozialen Steuervermeidern jeder Couleur.
Solange sie ihre Erklärung legal korrekt gemacht haben, sind die Einnahmen auch richtig, da fehlt nichts.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 10:52
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Solange sie ihre Erklärung legal korrekt gemacht haben, sind die Einnahmen auch richtig, da fehlt nichts.
Blind, taub oder gar beides 🙈 🙉 🐒 Wie definierst du denn Steuervermeidung?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Mein Punkt ist hier sie ziehen die besprochene Schere nach unten.
Dennoch falscher Focus. Wir hatten hier bereits durchdekliniert, dass diese Summe in Relation zu den fehlenden Steuereinnahmen aufgrund von Schwarzarbeit, Steuerbetrug und Steuerhinterziehung gering ist. Was für ein Unsinn, bei denen anzusetzen, auf die die Gesellschaft über kurz oder lang angewiesen ist. Regelrecht selbstzerstörerisch, mal ganz unabhängig von der schlechten mathematischen Performance die man hinlegt, wenn man nicht begreifen will, wodurch die wirklich wichtigen Steuereinnahmen verloren gehen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 11:02
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Blind, taub oder gar beides 🙈 🙉 🐒
Ich bin so frei und erinnere Dich immer mal wieder an deinem Ton, es ist ja nicht so dass Du mir eine Tourette Bescheinigung geschickt hast.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie definierst du denn Steuervermeidung?
Steuervermeidung ist ein von Kommunisten erfundenes Wort in der Sorge das niemand ihren Scheiss mehr zahlt.
Legal gibt es diesen Tatbestand nicht "Steuervermeidung" - ich hatte es schon erklärt wenn das Finanzamt einen auffordert eine Steuererklärung zu machen, muss man sich zu allen relevanten Punkten wahrheitsgemäß äußern, ggf. Belege nachreichen.
Wenn ich mehr Steuern zahlen will als ich soll, muss ich Posten unerlaubt verschieben - Beispiel: ich habe eine Rechnung von einem Geschäftspartner und möchte sie nicht absetzen, dann kann ich sie nicht angeben damit sie nicht abgezogen wird.
Aber: was ist mit der Umsatzsteuer? Was ist mit der Kontrollmaterialprüfung beim Rechnungsersteller? Er deklariert eine Einnahme von mir, die aber bei mir nicht existiert, war es Schwarzgeld?
Ich weiss dass Du Zahlen nicht diskutieren möchtest, aber das ist real und ein massives Problem beim verantwortlichen Steuerschuldigen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was für ein Unsinn, bei denen anzusetzen, auf die die Gesellschaft über kurz oder lang angewiesen ist.
Ich habe darauf hingewiesen wie sie die "Ungerechtigkeit" beeinflussen, von denen will ich in diesem Thread nichts.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 11:30
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Steuervermeidung ist ein von Kommunisten erfundenes Wort in der Sorge das niemand ihren Scheiss mehr zahlt.
Und, mit welcher Bescheinigung bist du denn hier so unterwegs? Der Lügenbaronbescheinigung, oder was? Der Kommunismus hat nix damit zu tun.

Steuervermeidung
Steuervermeidung (auch bekannt als Steuerevasion, Steueroptimierung oder Steuergestaltung) bezeichnet Strategien und Maßnahmen, die die Steuerlast ganz oder teilweise reduzieren sollen. Dies geschieht, entweder indem steuerpflichtige Personen oder Unternehmen bestimmte Handlungen vermeiden, die zu höheren Steuern führen würden; oder indem sie aktiv Maßnahmen ergreifen, die ihre Steuerlast senken.

Folgen von Steuervermeidung
Steuerausfälle
Die EU-Kommission schätzt, dass jedes Jahr den Staaten in der EU eine Billion Euro durch Steuerhinterziehung und Steuervermeidung an Steuern vorenthalten werden, sodass dieses Geld entweder für Infrastruktur, Sicherheit und Bildung nicht zur Verfügung steht oder andere Steuerzahler dafür aufkommen müssen (sogenannte tax base erosion).[9] Der Großteil dieser nicht gezahlten Summe entfällt auf Steuervermeidung, insbesondere auf große multinationale Konzerne (vgl. Offshore-Leaks, Luxemburg-Leaks und Swiss-Leaks). Für Deutschland beträgt der Ausfall nach der Einschätzung jährlich etwa 160 Milliarden Euro.[10][9]

Im Europäischen Parlament gibt es 2016 einen eigenen Ausschuss zur Untersuchung von Geldwäsche, Steuervermeidung und Steuerhinterziehung. Das besonders als Folge der Panama Papers und zur Überprüfung der Geschäftsbeziehungen von Banken, Politikern und Oligarchen. Die ähnliche Rechts- bzw. Interessenslage bei der Bekämpfung von Steuerhinterziehung, Steuervermeidung, Geldwäsche, Offshore-Geschäften und Korruption bedarf demnach effektiver Instrumente (Offenkundigkeit, transparente geprüfte Register, Vertragssicherheit, Formvorschriften etc.) und allenfalls härtere Sanktionen gegen Beteiligte.[11]

Vermögensungleichheit
Auch Nichtregierungsorganisationen befassen sich mit Steuervermeidung, insbesondere solcher von Superreichen und multinationalen Konzernen. Bekannte Organisationen sind unter anderem das Tax Justice Network und Oxfam.[15] Diesen zufolge sei Steuervermeidung eine wesentliche Ursache für die weltweit sehr hohe und zunehmende Vermögenskonzentration (2009 besaß das reichste Prozent der Weltbevölkerung über 44 Prozent des weltweiten Vermögens, im Jahr 2014 waren es insgesamt 48 Prozent).
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Legal gibt es diesen Tatbestand nicht "Steuervermeidung"
WER hat von legal oder illegal im Kontext mit der Steuervermeidung gesprochen. Niemand, also brauchst du damit auch nicht aufzuschlagen, und zu suggerieren, dass ich das tun würde. Wtf. Die Steuervermeidung der Ultrareichen, von denen hier primär die Rede ist, gräbt der Gesellschaft das Wasser ab. Habe ich schon mal gesagt: Steuern wurden festgesetzt, weil die nötig und berechtigt sind/waren. Dass Superreiche megateure, spezialisierte Steuerkanzleien für ihre Vorteile aufsuchen, spricht doch Bände. Hier wird mit Fleiß und Akribie versucht, sich der Beteiligung an den demokratischen und gesellschaftlichen Grundlagen zu entziehen. Aber gerne wird die gebotene Infrastruktur, die Sicherheit und weitere Vorteile für eigene Zwecke genutzt. Ultraegoisten!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich habe darauf hingewiesen wie sie die "Ungerechtigkeit" beeinflussen, von denen will ich in diesem Thread nichts.
Und ich weise darauf hin, dass Steuervermeidung & Steuerbetrug wesentlich mehr zu der krassen Ungleichheit beitragen. Deshalb

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 12:26
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie definierst du denn Steuervermeidung?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Steuervermeidung ist ein von Kommunisten erfundenes Wort ...
Legal gibt es diesen Tatbestand nicht "Steuervermeidung"
rechtlich gibts den nicht.
Jedoch ist es ein Fakt, dass die Gesetzgebung genügend Schlupflöcher ließ um Steuern vermeiden zu können.

Außer dem was in dem Link von @mitH2CO3 schon aufgezählt ist, fallen mir noch Stiftungen ein.
Weshalb kann man denn sowas von der Steuer absetzen?
Dieses Schlupfloch könnte man doch schon mal schließen.

Wer genug Geld über hat um eine Stiftung zu gründen, sollte dies aus humanistischen Beweggründen tun oder es lassen. Jedenfalls nicht aus dem Grund um dann Steuern vermeiden zu können.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 13:44
@mitH2CO3
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Jedoch ist es ein Fakt, dass die Gesetzgebung genügend Schlupflöcher ließ um Steuern vermeiden zu können.
Meine Damen, wendet Euch an die Politik oder werdet selber welche.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Außer dem was in dem Link von @mitH2CO3 schon aufgezählt ist, fallen mir noch Stiftungen ein.
Weshalb kann man denn sowas von der Steuer absetzen?
Lass Dir nichts einreden, Stiftungen kann man NICHT von der Steuer absetzen, nur Zuwendungen an einer...und nur wenn sie schon gegründet ist...und insgesamt kann man nur 20% der Zuwendungen absetzen.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Wer genug Geld über hat um eine Stiftung zu gründen, sollte dies aus humanistischen Beweggründen tun oder es lassen. Jedenfalls nicht aus dem Grund um dann Steuern vermeiden zu können.
Somit entfällt dieser Grund der Steuervermeidung.

Ich war mal an einer Stiftungsgründung beteiligt, der Grund war einfach: beide von Kindern hätten das Geschäft gegen die Wand gefahren, somit hätten alle MA ihre Arbeitsplätze verloren. Jetzt gehört die Firma der Stiftung, die Kinder bekommen ihre jährliche Auszahlung, zahlen Spitzensteuersatz+Reichensteuer drauf, fertig.


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15.04.2026 um 14:40
Da fällt mir gerade ein.
Bei den 1000€ Entlastungsprämie müssten einige Leute eigentlich direkt Schnappatmung bekommen.

Nur im Handwerk alleine arbeiten mindestens über 5 Millionen Menschen. Wenn die alle 1000€ steuerfrei bekommen, wäre das mal eben über 5 Milliarden € Steuerfrei.
Wird einem das denn zumindest noch gegönnt, oder gibt es dabei auch gleich wieder Forderungen.
Zumal, das kann sowieso nicht jede Firma bezahlen.

Na ja, da hat sich unsere Regierung wieder was feines ausgedacht. Anstatt generell mal die Steuern auf die Löhne zu senken, kommt sowas.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.04.2026 um 16:16
Zitat von SabresSabres schrieb:Wird einem das denn zumindest noch gegönnt, oder gibt es dabei auch gleich wieder Forderungen
warum sollte es jemanden geben, der das nicht gönnt?

Aber das hier ist doch die Krux:
Zitat von SabresSabres schrieb:Zumal, das kann sowieso nicht jede Firma bezahlen
Zitat von SabresSabres schrieb:Na ja, da hat sich unsere Regierung wieder was feines ausgedacht. Anstatt generell mal die Steuern auf die Löhne zu senken, kommt sowas
so isses.
Die denken nun auch, man merkt es nicht, dass die eine kaum wirksame Pille oder Trostpflästerchen geben wollen.


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