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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

15.495 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 18:43
Zitat von ToxidToxid schrieb:Das stimmt so nicht. Vermögen kommt ja irgendwo her, und selbstverständlich musste es vorher versteuert werden.
Quasi alles an Geldmitteln wurde schon viele Male besteuert, warum sollte das ausgerechnet bei der Vermögens- oder Erbschaftssteuer eine Rolle spielen?
Zitat von ToxidToxid schrieb:Und daraus resultierende Kapitalerträge werden im Schnitt höher versteuert als Einkommen und Konsum.
Kapitalerträge sind Einkommen.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Der durchschnittliche prognostizierte Einkommenssteuersatz für 2026 liegt bei 23,6 %, während Kapitalerträge mit pauschal etwa 26,5 % besteuert werden.
Auch wenn ich tatsächlich dafür wäre, auch die Kapitalertragssteuern zu erhöhen, um auch dieses Einkommen an Krankenversicherung und Rente zu beteiligen, ging es bislang ja nur um Steuern auf Vermögen und da is Deutschland recht weit unten im Ranking.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Auch kleine Vermögen würden immer größer werden, wenn man dann halt die Mittel hat, was anzusparen.
Aber große Vermögen werden selbst dann noch ordentlich größer, wenn da gut was rausgeholt wird statt was anzusparen.
Kleine Vermögen sind oft Altersvorsorge, Notgroschen oder selbstgenutzte Immobilie und diese sind bei Krankheit, Unfall oder Scheidung schnell dezimiert.
Ein Multimillionen oder gar Milliardenvermögen sollte mit etwas Sachverstand beinahe unzerstörbar sein, Weltuntergangsszenarien mal ausgeklammert.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Die Mittellosigkeit einiger Bürger hat direkt weder der große Sparer noch der kleine Sparer zu verantworten
Ja ok, hab ich ja auch nich behauptet.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Den Reichen nehmen und der ärmsten Sau geben? Sie bleibt trotzdem die ärmste Sau im Lande und der Konsummarkt wird sich weiter daran orientieren. Das hat noch nie funktioniert.
Sehe ich anders. Das is doch genau das, was die soziale Marktwirtschaft von zB. dem System in den USA unterscheidet. Ich will ja keinen Sozialismus, nur ne soziale Marktwirtschaft, wie wir sie vor 50Jahren schon hatten.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ok - aber warum nur oben eingreifen?
Weil die Vermögen oben immer größer werden, während die Mittelschicht schrumpft und die Armen arm bleiben. Etwas mehr Umverteilung nach unten würde hier helfen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 18:59
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Kapitalerträge sind Einkommen.
Ja, sie werden aber anders behandelt. Ich hatte bereits hier gezeigt dass Kapitalerträge für Anteilseigner höher als Einkommen besteuert werden, ich meine alleine beim Lohn ist der Freibetrag 11.784 €, bei Kapitalerträge 1000€...alleine das gibt einen großen Unterschied.
Der Satz von @Toxid ist korrekt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 19:00
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Kapitalerträge sind Einkommen.
Es sollte wohl klar sein, dass ich damit das Arbeitseinkommen im Sinne der Einkommenssteuer gemeint habe.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Quasi alles an Geldmitteln wurde schon viele Male besteuert, warum sollte das ausgerechnet bei der Vermögens- oder Erbschaftssteuer eine Rolle spielen?
Habe nichts anderes behauptet.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:ging es bislang ja nur um Steuern auf Vermögen und da is Deutschland recht weit unten im Ranking.
Das wäre ja zu einfach, es nur aus dieser Perspektive zu betrachten. In der Gesamtsteuerlast sind wir ziemlich weit oben im Ranking. Eine Umverteilung findet nur statt, wenn tatsächlich simultan mit einer Vermögenssteuer an anderer Stelle entlastet wird, so ist es nur eine weitere Steuer, die verbraten wird.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Sehe ich anders. Das is doch genau das, was die soziale Marktwirtschaft von zB. dem System in den USA unterscheidet. Ich will ja keinen Sozialismus, nur ne soziale Marktwirtschaft, wie wir sie vor 50Jahren schon hatten.
Die Rufe nach Umverteilung besonders im schwierigen Fahrwasser lauter. Warum das so ist? Wenn die Wirtschaft brummt, dann geht es halt den meisten Menschen gut, da schreit kaum einer nach Umverteilung.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 19:05
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Sehe ich anders. Das is doch genau das, was die soziale Marktwirtschaft von zB. dem System in den USA unterscheidet. Ich will ja keinen Sozialismus, nur ne soziale Marktwirtschaft, wie wir sie vor 50Jahren schon hatten.
Vor 50 Jahren war die Arbeitseinstellung hierzulande aber auch eine andere.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 19:59
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wann forderst Du dan untere Schneidblatt zum Handeln auf? Warum macht keiner der zum Mindestlohn eine Ausbildung berufsbegleitend?
Mal ne etwas interessantere Frage. Ist dir nicht bekannt, dass es einen Kontext zum zweiten WK gibt. Viele Großväter sind traumatisiert aus dem Krieg wiedergekommen. In Familien, in denen es bereits zuvor wenig finanzielle Mittel gab, fiel dann nach dem Krieg oftmals der Ernährer aufgrund Depressionen u.Ä Kriegsfolgen aus. Die Frauen mußten arbeiten, Kinder und Haushalt und einen traumatisierten Mann versorgen. Teils wurden diese Männer gewalttätig in den Familien (aufgrund der Kriegsschäden). D.h. Kriegstraumata wirkten unmittelbar in der Generation, und da diese massiven Probleme in den seltensten Fällen psychologisch bearbeitet werden konnten, wurden sie in die Folgegenerationen weitergegeben. Bis heute wirken diese Mechanismen in bestimmten Familien, und oftmals sind es gerade leider die Familien mit wenig Bildung und wenig oder keinem Vermögen.

Will sagen: auch hier wäre eine gesellschaftliche Careleistung angemessen, diesen Familien bei der Aufarbeitung ihrer Familientraumata weiterzuhelfen, damit die Nachkommen z.B. weniger Drogen- und Gewaltprobleme hätten.

Man darf bei den Überlegungen nicht vergessen, dass der Großvater ja für Deutschland gekämpft hatte. Das sind ebensolche "übersehenen" gesellschaftlichen Folgeschäden, wie auf der anderen Seite die Schäden durch Raubbau an der Natur. Zerstörung wurde verursacht, aber niemand kümmert sich um die Folgen. Das hat alles hat einen hohen Preis.

Zu Deiner Frage: in solchen Familien ist es schon toll, wenn überhaupt jemand eine Ausbildung schafft, und anschliessend eigenes Geld verdient. Das Trauma befindet sich dennoch im Reisegepäck, und belastet -zumeist halt unbewußt- das ganze Leben. Ich geh' genau deshalb auch nicht hin und fordere noch mehr von Menschen, die es eh' schwer haben zu überleben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Quatsch - was ist wahrscheinlicher, rate mal?! Von Millionär zum Milliardär oder vom Niedriglöhner zum Millionär?
Dem Millionär geht es zumindest finanziell soweit ok. Um den mach' ich mir daher weniger Gedanken. Der Niedriglöhner hat es mMn. (z.B. aus oben genannten Gründen) erheblich schwerer.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wer also sein Vermögen legal schützt ist also raffgieren, wer andere enteignen will aber ein Gerechtigkeitskämpfer ;D
Impulsiv, wie ich sein kann, würde ich darauf gerne wieder mit einem weiteren Namen für Dich antworten. Aber ich hab' Dank Deiner Auflistung begriffen, dass mich dieses wenig emphatische und überhebliche Verhalten doch griffiger macht, als erwartet. Es holt nicht gerade das Beste aus mir heraus. Ich bitte die Mitleser um Entschuldigung. Werde mich bemühen, es besser hinzubekommen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 20:14
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:ich meine alleine beim Lohn ist der Freibetrag 11.784 €, bei Kapitalerträge 1000€...alleine das gibt einen großen Unterschied.
Sicher? Meines Wissens nach gilt der Grundfreibetrag für jede Art von steuerpflichtigem Einkommen, somit auch für Kapitalerträge. Die Abgeltungssteuer wird zwar von Bank/Brocker erstmal abgeführt, bei der Eikommenssteuererklärung sollte das aber berücksichtigt werden.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Habe nichts anderes behauptet.
Du hattest damit argumentiert, dass Vermögen ja beim Aufbau schon aus versteuertem Einkommen stammt, was zwar richtig is, aber eben bei allen anferen Steuern nich anders. Warum also hattest du es nochmal extra herausgestellt?
Zitat von ToxidToxid schrieb:Eine Umverteilung findet nur statt, wenn tatsächlich simultan mit einer Vermögenssteuer an anderer Stelle entlastet wird, so ist es nur eine weitere Steuer, die verbraten wird.
Ob die Mittel aus einer Vermögenssteuer lediglich "verbraten" werden, kann ja keiner wissen, da es ja derzeit keine gibt. Wobei ich auch gar nich weiß, was du so unter verbraten versehst.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Die Rufe nach Umverteilung besonders im schwierigen Fahrwasser lauter. Warum das so ist?
Ich weiß gar nich, ob das so is. Ich jedenfalls "rufe" auch nch mehr Umverteilung nach unten und mir geht es wirtschaftlich hervorragend. Ich will ja auch keine Umverteilung, weil ich mehr für mich möchte, sondern weil ich dies für richtig und vernünftig erachte.
Aber ok, das muss für andere ja nich auch so gelten, man weiß es in der Regel nich.
Zitat von goldenerReitergoldenerReiter schrieb:Vor 50 Jahren war die Arbeitseinstellung hierzulande aber auch eine andere.
Selbst wenn, da hat das eine mit dem anderen nix zutun.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 20:27
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich jedenfalls "rufe" auch nch mehr Umverteilung nach unten und mir geht es wirtschaftlich hervorragend.
Es hindert Dich doch keiner daran zu spenden...
Wenn Du dem Staat lieber das Geld geben möchtest, der sowieso nichts gescheites damit anfängt... okay.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Will sagen: auch hier wäre eine gesellschaftliche Careleistung angemessen, diesen Familien bei der Aufarbeitung ihrer Familientraumata weiterzuhelfen, damit die Nachkommen z.B. weniger Drogen- und Gewaltprobleme hätten.
Ernsthaft? Einige meiner Vorfahren haben gegen Napoleon oder auch Attila gekämpft.... und trotzdem ist aus mir etwas geworden.
Sarkasmus mal aus....

Der 2 WK ist mittlerweile Jahrzehnte ( 80 Jahre ) her und die nachfolgenden Generationen haben ihre eigenen Probleme zu bearbeiten. Da ist nicht mehr viel übrig mit "geerbten" Kriegstraumata... eigentlich eine beschämende Argumentation nur um bezahlte "Care-Arbeit" irgendwie zu begründen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 20:31
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Ernsthaft?
Ja, ernsthaft.
Kriegstraumata können tatsächlich über Generationen hinweg weitergegeben werden und bis in die dritte Generation (Enkelkinder) hineinwirken, wobei sie sich oft in Form von psychischen Belastungen, Depressionen und Gewaltpotenzial manifestieren. Diese Weitergabe, als transgenerationales oder intergenerationelles Trauma bezeichnet, erfolgt nicht genetisch, sondern primär durch Verhaltensmuster, Erziehung und eine „kulturelle“ Weitergabe von Schweigen, Angst oder Traumafolgestörungen.

Hier sind die Kernaspekte der Übertragung in die dritte Generation:
Mechanismen der Weitergabe: Traumata der Großeltern (z.B. Krieg, Flucht) führen oft zu psychischen Störungen (wie PTBS), die das Erziehungsverhalten beeinflussen. Schweigen über das Erlebte („wir haben es vergraben“) kann dazu führen, dass Kinder und Enkelkinder die unbewussten Ängste und Spannungen übernehmen.
Depressionen und psychische Belastungen: Studien zeigen, dass Enkelkinder von traumatisierten Personen ein erhöhtes Risiko für Depressionen, Ängste, Panikattacken und Hoffnungslosigkeit für die Zukunft aufweisen. Diese Belastungen können sich in jeder neuen Generation verstärken.
Gewalt in der Familie: Traumatisierte Eltern, die selbst Gewalt oder extreme Vernachlässigung erfahren haben, geben diese Muster oft unbewusst an ihre Kinder weiter. Dies kann zu häuslicher Gewalt und einer höheren Anfälligkeit für Beziehungsunfähigkeit führen.
Veränderte Erziehung: Häufig zeigen sich die Traumata durch eine übermäßige Strenge, emotionale Kälte oder hohe Ängstlichkeit in der Erziehung, was bei der dritten Generation zu psychischen Problemen führen kann.

Kriegstraumata können tatsächlich über Generationen hinweg weitergegeben werden und bis in die dritte Generation (Enkelkinder) hineinwirken, wobei sie sich oft in Form von psychischen Belastungen, Depressionen und Gewaltpotenzial manifestieren. Diese Weitergabe, als transgenerationales oder intergenerationelles Trauma bezeichnet, erfolgt nicht genetisch, sondern primär durch Verhaltensmuster, Erziehung und eine „kulturelle“ Weitergabe von Schweigen, Angst oder Traumafolgestörungen.

Hier sind die Kernaspekte der Übertragung in die dritte Generation:
Mechanismen der Weitergabe: Traumata der Großeltern (z.B. Krieg, Flucht) führen oft zu psychischen Störungen (wie PTBS), die das Erziehungsverhalten beeinflussen. Schweigen über das Erlebte („wir haben es vergraben“) kann dazu führen, dass Kinder und Enkelkinder die unbewussten Ängste und Spannungen übernehmen.
Depressionen und psychische Belastungen: Studien zeigen, dass Enkelkinder von traumatisierten Personen ein erhöhtes Risiko für Depressionen, Ängste, Panikattacken und Hoffnungslosigkeit für die Zukunft aufweisen. Diese Belastungen können sich in jeder neuen Generation verstärken.
Gewalt in der Familie: Traumatisierte Eltern, die selbst Gewalt oder extreme Vernachlässigung erfahren haben, geben diese Muster oft unbewusst an ihre Kinder weiter. Dies kann zu häuslicher Gewalt und einer höheren Anfälligkeit für Beziehungsunfähigkeit führen.
Veränderte Erziehung: Häufig zeigen sich die Traumata durch eine übermäßige Strenge, emotionale Kälte oder hohe Ängstlichkeit in der Erziehung, was bei der dritten Generation zu psychischen Problemen führen kann.
Deutsches Ärzteblatt

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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 20:40
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Es hindert Dich doch keiner daran zu spenden...
Echt nich? Is ja ne unglaubliche Erkenntnis. Wenn ich das nur früher gewusst hätte... :D

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 20:48
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ja, ernsthaft.
Ja dann... such Dir mal eine traumatisierte Familie bei der Du Care-Arbeit leisten kannst.
Ich für mein Dafürhalten kann das in der Form nicht akzeptieren. In nahezu jedem Familienstammbaum dürfte es Erfahrungen aus dem WW2 geben. Wenn jetzt eine jede Familie durch weitervererbte Kriegstraumata Care Arbeit benötigt, dann kann sich die Bevölkerung gegenseitig pflegen.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Echt nich? Is ja ne unglaubliche Erkenntnis.
Du bist für Umverteilung von oben nach unten und kannst es Dir nach Deiner Aussage leisten... warum also auf Gesetze und staatliche Regelungen warten? Du kannst direkt loslegen... falls Du es nicht sowieso schon getan hast.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 20:55
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Ja dann... such Dir mal eine traumatisierte Familie bei der Du Care-Arbeit leisten kannst.
Nein, das werde ich nicht tun, weil ich nicht über die entsprechende Qualifikation verfüge.
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:Ich für mein Dafürhalten kann das in der Form nicht akzeptieren. In nahezu jedem Familienstammbaum dürfte es Erfahrungen aus dem WW2 geben. Wenn jetzt eine jede Familie durch weitervererbte Kriegstraumata Care Arbeit benötigt, dann kann sich die Bevölkerung gegenseitig pflegen.
Das wäre sehr unprofessionell. Wie gesagt, Care-Arbeit bedeutet Fürsorge. Dazu zählen auch Psychologen, Psychotherapeuten und Psychiater.

Dennoch respektiere Deine Meinung als das was sie ist: Deine Meinung halt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 20:59
Zitat von GwyddionGwyddion schrieb:warum also auf Gesetze und staatliche Regelungen warten?
Ich warte nich auf diese, ich fordere sie ein, weil ich sowas für richtig und vernünftig halte.
Is etwa so, wen du jemandem, der eine Verordnung zur Beseitigung von Hundekot durch die Halter fordert, erklärst, es würde ihn ja niemand daran hindern die Kacke aller Hunde selbst wegzuräumen.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 21:12
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Sicher? Meines Wissens nach gilt der Grundfreibetrag für jede Art von steuerpflichtigem Einkommen, somit auch für Kapitalerträge.
Nein, bei Kapitalerträgen zählt nur der Pauschbetrag, alles andere wird direkt voll besteuert.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Du hattest damit argumentiert, dass Vermögen ja beim Aufbau schon aus versteuertem Einkommen stammt,
Nur weil du behauptet hast, dass Vermögen niedriger besteuert wird als Einkommen und Konsum. Die Wahrheit ist aber, dass Vermögen auch mal Einkommen war.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 21:18
War bei Vermögenssteuer nicht das Problem, dass der Aufwand dafür nicht nur unrentabel war nach all den Kosten die da aufkommen, sondern obendrauf das generell schlecht war für Unternehmen die nicht gerade mal in Cash-Flow baden oder gar im Verlust sind und das Ganze eine Bürokratiehölle war?

Also sorry aber als jemand der vorhat ein eigenes Studio (im kreativen und Entertainment Bereich) in der Zukunft aufzubauen würde es mich schon sehr stören, dass ich neben all den Steuern die mir schon im Weg stehen auch noch eine Vermögenssteuer zahlen muss sowohl als Normalbürger aber insbesondere als Unternehmener ganz egal ob ich Profit mache oder nicht und das Jahr für Jahr.
Anstatt, dass man es einfacher macht für Jung- und Kleinunternehmer aber auch andere - soll man stattdessen noch mehr belastet werden als man schon wird. Es sollte das Gegenteil passieren und das Unternehmertum belohnt und vereinfacht werden mit Sachen wie zb. Kleinunternehmerpauschalisierung, Vergünstigungen auf Betriebsausgaben für Geräte, Software usw. (die ja schon existieren) und keine Vermögenssteuern drauf. Von der Bürokratiehölle ganz zu schweigen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 21:25
Zitat von ToxidToxid schrieb:Nein, bei Kapitalerträgen zählt nur der Pauschbetrag, alles andere wird direkt voll besteuert.
Warum kann dann zB. bei Kinderdepots der Grundfreibetrag auf Kapitalerträge geltend gemacht werden? Das geht afaik nur deshalb, weil Kinder eben kein weiteres Einkommen haben.
Wie Du mit einem Kinderdepot und einer Bescheinigung vom Finanzamt 13.000€ Freibetrag rausholen kannst.
Quelle: https://www.finanztip.de/daily/13000eur-freibetrag-mit-diesem-steuertrick-fuers-kinderdepot/
Zitat von ToxidToxid schrieb:Nur weil du behauptet hast, dass Vermögen niedriger besteuert wird als Einkommen und Konsum.
Na das is ja auch so.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Die Wahrheit ist aber, dass Vermögen auch mal Einkommen war.
Ja und? Wenn ich im Duty Free Shop einkaufe, dann sind die Produkte, die ich da kaufe ja trotzdem steuerfrei, egal ob auf das Geld, mit dem ich diese Produkte bezahlt habe, schon mal Steuern bezahlt habe. Das muss man schon trennen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

25.03.2026 um 22:22
Zitat von VenomVenom schrieb:Anstatt, dass man es einfacher macht für Jung- und Kleinunternehmer aber auch andere - soll man stattdessen noch mehr belastet werden als man schon wird
vielleicht sollte man nur große Konzerne höher besteuern, damit der Mittelstand eben nicht kapitt geht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.03.2026 um 04:05
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Sicher? Meines Wissens nach gilt der Grundfreibetrag für jede Art von steuerpflichtigem Einkommen, somit auch für Kapitalerträge. Die Abgeltungssteuer wird zwar von Bank/Brocker erstmal abgeführt, bei der Eikommenssteuererklärung sollte das aber berücksichtigt werden.
Es wird berücksichtigt wenn man die Besserstellung beantragt (Formblatt KAP), sonst nicht - finanztechnisch werden da auch die Freibeträge quasi zusammengezählt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich jedenfalls "rufe" auch nch mehr Umverteilung nach unten und mir geht es wirtschaftlich hervorragend. Ich will ja auch keine Umverteilung, weil ich mehr für mich möchte, sondern weil ich dies für richtig und vernünftig erachte.
:D Aus Erfahrung weiss ich so paar Sachen:
- die Bürger die danach rufen wählen den Freibetrag dass sie nicht betroffen sind
- die Politiker die danach rufen und einen Freibetrag nennen, vergessen den bei einer möglichen Einführung
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Zu Deiner Frage: in solchen Familien ist es schon toll, wenn überhaupt jemand eine Ausbildung schafft, und anschliessend eigenes Geld verdient. Das Trauma befindet sich dennoch im Reisegepäck, und belastet -zumeist halt unbewußt- das ganze Leben. Ich geh' genau deshalb auch nicht hin und fordere noch mehr von Menschen, die es eh' schwer haben zu überleben.
Ok, deine Botschaft ist dass wer in so einer Familie oder in schweren Umständen geboren wird nichts dafür kann.
Ich stimme zu.
Aber wer auch immer in welchen Zuständen geboren wird und gut verdient und spart, der kann auch nichts dafür.
Stimmst Du zu?
Wenn ja, warum versuchst Du beide gleich vermögend per Gesetzes zwang zu machen? Einer runter, einer rauf.
Zitat von VenomVenom schrieb:War bei Vermögenssteuer nicht das Problem, dass der Aufwand dafür nicht nur unrentabel war nach all den Kosten die da aufkommen, sondern obendrauf das generell schlecht war für Unternehmen die nicht gerade mal in Cash-Flow baden oder gar im Verlust sind und das Ganze eine Bürokratiehölle war?
Ja, es ist aber wie beim Kommunismus, man muss es nur richtig machen und dann funktioniert es schon.
Zitat von VenomVenom schrieb:aber als jemand der vorhat ein eigenes Studio (im kreativen und Entertainment Bereich) in der Zukunft aufzubauen
Das was Du machst, Leistung, Aufwände, Risiko, Kreativität interessiert die Umverteiler nicht. Wieviel Geld machst Du, wieviel legst Du beiseite, wie hoch ist dein Vermögen? Dann zahlst Du mein Freund! Jeder will einen Porsche haben!
Zitat von VenomVenom schrieb:Es sollte das Gegenteil passieren und das Unternehmertum belohnt und vereinfacht werden
Nein. Nein. Nein. Du mit deiner Unternehmung sorgst für Konsum und Ausbeutung an Mensch, Tier und Natur.
Daher Vorschlag: DU lässt es einfach bleiben, zahlst trotzdem als hättest es getan - finanzielle Paradieszustände für die anderen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.03.2026 um 06:01
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Warum kann dann zB. bei Kinderdepots der Grundfreibetrag auf Kapitalerträge geltend gemacht werden? Das geht afaik nur deshalb, weil Kinder eben kein weiteres Einkommen haben.
Das geht aber auch wirklich nur dann. Ich habe die letzten 5 Jahre nur von Kapitalerträgen gelebt. Sobald du den Grundfreibetrag überschreitest, zählt nur der Pauschbetrag, für den Rest wird Steuern fällig. Bleibt dein Einkommen unter dem Grundfreibetrag, kannst du eine NV Bescheinigung beantragen und es dir anrechnen lassen. Ansonsten kann ich ja mal meinen Steuerberater fragen, ob ich die übrigen 11.000 im Jahr zurückbekomme 🤪


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

26.03.2026 um 08:40
Zitat von ToxidToxid schrieb:Sobald du den Grundfreibetrag überschreitest, zählt nur der Pauschbetrag, für den Rest wird Steuern fällig.
Steht hier aber auch anders:
Wie funktioniert das mit dem Grundfreibetrag?
Der Staat sagt: Wer Geld verdient, soll einen Teil seines Gehalts im Jahr behalten dürfen, ohne darauf Steuern zahlen zu müssen. Dieser Teil des Gehalts ist der Grundfreibetrag. Viele Menschen verdienen zwar mehr, aber bestimmte Ausgaben wie zum Beispiel Werbungskosten können die Einnahmen rechnerisch drücken.
Und wenn mein Einkommen den Grundfreibetrag übersteigt?
Verdienen Sie auch nach den Abzügen von Werbungskosten, Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen noch mehr als 12.348 Euro, dann ist Ihnen der Grundfreibetrag trotzdem steuerfrei sicher. Sie müssen erst ab dem 12.349ten Euro Steuern zahlen.
Quelle: https://www.vlh.de/wissen-service/steuer-abc/grundfreibetrag-was-ist-das.html

Wie gesagt, ich hab nich wirklich Ahnung von Steuerrecht, aber ich habs immer so verstanden, dass der Grundfreibetrag immer Einkommenssteuerfrei is, egal woher das Einkommen stammt und so isses in der Quelle auch beschrieben. Dass das Einkommen aus Lohneinkommen stammen muss, finde ich nirgends.
Vielleicht ließt hier ja wer mit, der sich mit Steuerrecht auskennt und das Thema aufklären kann.
Zitat von ToxidToxid schrieb:Ansonsten kann ich ja mal meinen Steuerberater fragen, ob ich die übrigen 11.000 im Jahr zurückbekomme
Den Grundfreibetrag krigste sicher nich wieder, bestenfalls die Steuer, die du drauf gezahlt hast. :)

kuno


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26.03.2026 um 08:48
Es ist eben nicht so einfach


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Screenshot 20260326 084713 Chrome


Man muss eben rechnen: 25% von der Bank abziehen lassen oder eben mit in die Steuererklärung


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