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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.262 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 12:26
Zitat von vx110vx110 schrieb:obwohl Ich denen es wuensche wuerde…
bekommst du eigentlich mit, dass du damit auch sagst, dass es für dich ok, dass der Gesellschaft diese Gelder entzogen würden?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 12:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:bekommst du eigentlich mit, dass du damit auch sagst, dass es für dich ok, dass der Gesellschaft diese Gelder entzogen würden?
Hä? Ich habe damit gesagt, dass Ich einige Freelancer kennen die nicht “reich” sind und selbst diese ausgelagert haben oder ausgewandert sind, wo Leistung noch fuer sich selber belohnt wird. Wenn man fragt wieso, kommt eigentlich ueberall die selbe Antwort…

Und was ist daran falsch?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 12:46
Zitat von vx110vx110 schrieb:Und was ist daran falsch?
ich hatte es so verstanden, dass du denen wünscht, dass sie mithilfe von iwelchen spezialisierten Steuergenies noch mehr Steuern vermeiden könnten, als es real der Fall ist.
Zitat von vx110vx110 schrieb:wo Leistung noch fuer sich selber belohnt wird
Wäre cool, ja. Aber dann nicht aufgrund von Steuervermeidung sondern mit besseren Gehältern.

Tja, auch die Widerstände gegen eine Erbschaftssteuerreform lassen es zu, dass wir inzwischen in einer Erbengesellschaft leben und nicht mehr in einer Leistungsgesellschaft (was aber nicht bedeuten soll, dass ich die Leistungsgesellschaft, wie sie war, optimal fand).


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 13:06
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:ich hatte es so verstanden, dass du denen wünscht, dass sie mithilfe von iwelchen spezialisierten Steuergenies noch mehr Steuern vermeiden könnten, als es real der Fall ist.
Klar. Ist das illegal? Es ist nicht illegal, auszuwandern usw…. jedenfalls NOCH nicht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wäre cool, ja. Aber dann nicht aufgrund von Steuervermeidung sondern mit besseren Gehältern.
Ja und da ist eben mein Konflikt. Mit 80k kann man tiptop auskommen, wenn man nicht 40-50% abdrueckt.

Kannst ja nichtmal eben dein Service exorbitant hochheben/erhoehen.

Da ist eben der Fehler und nicht an den 80k. Just my 2 cents.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 13:13
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Du bist quasi als zukünftiger Sterbender zum Vererben verpflichtet damit Steuern kassiert werden können.
Ich bin zum Vererben verpflichtet? Wo haste den den Quatsch jetz schon wieder her? Niemand is verpflichtet irgendwem was zu vererben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Gerne bezeichnest Du ein Erbe als Leistungslos für den Erben
Klar, weils halt so is. Du darfst mir aber gern Leistungen nennen, die Erben erbracht haben müssen, um erben zu können.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Gerne bezeichnest Du ein Erbe als Leistungslos für den Erben, wenn es so ist, was qualifiziert die anderen Bürgern es komplett leistungslos zu bekommen?
Du willst wissen, was die Qualifikation derjenigen die nich erben is, dass Erbe leistungslos zu erhalten, obwohl sie ja nichts erben, die Erben selbst aber leistungslos ihr Erbe erhalten?
Ok, da geb ich auf. :)
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Wenn der Erbe Erbschaftssteuer zu zahlen hat, warum die anderen Bürger nicht die auch davon profitieren?
Schau mal, die Erbschaftssteuer heist Erbschaftssteuer, weil ein Erbe versteuert wird. Wenn du möchtest, dass auch diejenigen Steuern zahlen, die indirekt von so einer Erbschaft profitieren (Freundin, Anwalt etc.), dann müsste so eine Steuer erstmal eingeführt werden.
Ich fänd so eine Steuer aber recht schwierig umsetzbar.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Und wenn es schief läuft, gibt es Geld zurück? Ich meine, man hat es ausprobiert, hat ggf. nicht funktioniert, dann sollen die das finanziert haben ihr Geld wieder bekommen.
Klar, is ja auch so üblich. Wenn zB. der CEO einer Aktiengesellschaft Produkte entwickeln und produzieren lässt, die am Markt nich funktionieren und somit ein Verlust entsteht, dann zahlt der ja auch den Aktionären ihr Geld zurück. Is doch trivial.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:In dem Du in deinen Vorschlägen einen Freibetrag so wählst dass Du nicht betroffen bist, gönnst doch Du den Armen gar nichts von Dir.
Ich nehme an, in deiner Welt macht diese Aussage sogar Sinn. In meiner Welt isses allerdings nich so, dass sich meine Ansichten, meine Forderungen oder mein Tun ausschließlich daraus ableiten, was mir selbst am meisten nützt. Ich fordere auch immer wieder mal was, dass mir persönlich keinen Vorteil oder sogar Nachteile hat.
Möglicherweise hältst du das für unglaubwürdig, aber damit kann ich ganz gut leben.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Überlege Dir das noch mit der Moralinstanz, momentan schaut es schlecht aus.
Du meinst die Moralinstanz, die du mir unterstellt hast? Wenn nich, zeig doch mal wo ich mich deiner Meinung nach zu einer Moralinstanz erhoben habe.
Ich schreib hier lediglich meine Meinung, genau wie du und andere und nur weil du meine nich teilst, is die nich schlechter als deine.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Für mich spielt es immer eine Rolle warum jemand arm oder reich ist, nur dann kann man gezielt eingreifen wenn man das "Problem" lösen will.
Kannste ja privat gern so halten. Da kannste von jedem, dem du vielleicht helfen willst erstmal gründlich prüfen, ob der deine Hilfe auch verdient. Bei staatlichen Leistungen kann man aber nich nach Gutsherrenart verfahren. Da brauchts einheitliche, objektiv nachprüfbare Regeln, nach denen besteuert und verteilt wird.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ach was, würde man über den Armen hier so wie über den Reichen schreiben gäbe es einen Aufschrei und Sperren.
Unterstellungen sind echt dein Ding, hm? :)
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:wann begleiten die ZDF Typen Schwarzarbeiter beim Job, wann gibt es von dort "Insidertipps"?
Weiß nich, frag doch mal beim ZDF nach.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 13:26
Zitat von vx110vx110 schrieb:Ich finde einfach, dass das zu viel ist, was sich der Staat nimmt.
Ja ok, is deine Meinung und die sei dir auch gegönnt.
Mir gings aber um die Argumente, die du gegen eine Erbschaftssteuer vorgetragen hattest und die sind nun mal nich sonderlich valide, imho.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 13:35
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Gutes Stichwort, ich zahle gerne, sehr gerne Premium wenn ich Premium bekomme.
In Deutschland ist nur die Zahlung Premium (für die Blöden die das zahlen müssen), die Leistung ist Scheisse (Preis/Leistungsverhältnis).
Zeigt auch sehr schön, dass es dir einzig nur um dich geht. Du zahlst in Deutschland (bzw. zahltest) hohe Steuern und die wurden dann aber nich dafür verwendet, dass Du eine Leistung erhalten hast, sondern andere, denen du selbst vermutlich nie etwas abgeben würdest.
Von daher, klar, für jeden wohlhabenden Egoisten is die soziale Marktwirtschaft ein System mit nem "scheiß Preis/Leistungsverhältnis". Für andere erscheint es durchaus attraktiv.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:17
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Mir gings aber um die Argumente, die du gegen eine Erbschaftssteuer vorgetragen hattest und die sind nun mal nich sonderlich valide, imho.
Mein Argument ist einfach, dass Ich es unfair finde, wenn Ich hart fuer ein Haus arbeite, es abbezahle, es mein Eigentum ist, es meinen Kindern vererben moechte, die dann nochmal nachzahlen muessen.

Weiss nicht, Ich kann mich damit nicht identifizieren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:24
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Du willst wissen, was die Qualifikation derjenigen die nich erben is, dass Erbe leistungslos zu erhalten, obwohl sie ja nichts erben, die Erben selbst aber leistungslos ihr Erbe erhalten?
Ok, da geb ich auf. :)
@kuno7

Betrachte es mal vom Erblasser aus. Der hat Vermögen erwirtschaftet und auf dem Weg dahin bereits Steuern gezahlt. Er hat irgendwann die Entscheidung getroffen, weniger zu verballern als er eingenommen hatte. Das kann eine bewusste Entscheidung gewesen sein, um seine Nachfahren zu unterstützen. Und möglicherweise haben diese Nachfahren zu Lebzeiten des Erblassers auch mitgewirkt, zB in dem sie nicht von Papis Geld auf dicke Hose gemacht hatten oder 26 Semester Kunstgeschichte studiert hatten.

Völlig Fremde haben aber sicherlich noch weniger dazu beigetragen, dass ein Vermögen am Ende des Lebens zurückbleibt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich bin zum Vererben verpflichtet? Wo haste den den Quatsch jetz schon wieder her? Niemand is verpflichtet irgendwem was zu vererben.
Ich will Dich nicht stressen, aber am Ende eines Lebens bleibt nun mal im günstigen Fall etwas übrig. Irgendwer muss das erben und wenn man seine Nachfahren nicht leiden kann, dann erbt eben der Staat. Aber irgendwer erbt immer, wenn man etwas übrig lässt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Bei staatlichen Leistungen kann man aber nich nach Gutsherrenart verfahren. Da brauchts einheitliche, objektiv nachprüfbare Regeln, nach denen besteuert und verteilt wird.
Und die dürfen gerne sehr viel zielgenauer werden, ich erinnere gerne an das schwachsinnige Corona Kindergeld für alle. Da hätte man, wenn überhaupt den unteren 50% der Einkommen 50% mehr geben sollen und den anderen nichts.
Zitat von vx110vx110 schrieb:Mein Argument ist einfach, dass Ich es unfair finde, wenn Ich hart fuer ein Haus arbeite, es abbezahle, es mein Eigentum ist, es meinen Kindern vererben moechte, die dann nochmal nachzahlen muessen.

Weiss nicht, Ich kann mich damit nicht identifizieren.
@vx110

In der Realität weist so ein geerbtes Haus ja sehr oft Modernisierungsbedarf auf. Dem kann man dann nicht so ohne Weiteres nachkommen, wenn man erst mal ordentlich draufzahlt. Außerdem bedeutet es, dass der Staat am Wertzuwachs von Immobilien mitverdient, also Geld obendrauf erhält für die eigene verfehlte Wohnungsbaupolitik, also eine Belohnung für Fehlleistungen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:46
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich will Dich nicht stressen, aber am Ende eines Lebens bleibt nun mal im günstigen Fall etwas übrig. Irgendwer muss das erben und wenn man seine Nachfahren nicht leiden kann, dann erbt eben der Staat. Aber irgendwer erbt immer, wenn man etwas übrig lässt.
So lang dein Kind dich nicht gerade töten will, bekommt es trotzdem die Hälfte des Erbe.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:51
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:So lang dein Kind dich nicht gerade töten will, bekommt es trotzdem die Hälfte des Erbe.
Nöl, nicht zwingend. Schlagen alle das Erbe aus, geht das Vermögen an den Staat.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 14:54
Zitat von DerThoragDerThorag schrieb:So lang dein Kind dich nicht gerade töten will, bekommt es trotzdem die Hälfte des Erbe.
@DerThorag

Da hast Du durchaus recht. Aber egal wie: Irgndwer erbt immer. Ich denke, die Erblasser, die ihren Kinder nur den Pflichtanteil hinterlassen wollen, werden nicht die leidenschaftlichsten Gegner einer Erbschaftssteuer sein.

Wer gänzlich verihindern will, dass jemand erbt, muss eben das Vermögen zu Lebzeiten verprassen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:24
Zitat von vx110vx110 schrieb:Mein Argument ist einfach, dass Ich es unfair finde, wenn Ich hart fuer ein Haus arbeite, es abbezahle, es mein Eigentum ist, es meinen Kindern vererben moechte, die dann nochmal nachzahlen muessen.
Ja ok, so hat eben jeder seine Meinung. Mir zB. isses relativ egal, ob meine Erben am Ende Steuern zahlen müssen oder nich. Is ja keiner gezwungen mich zu beerben.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Betrachte es mal vom Erblasser aus. Der hat Vermögen erwirtschaftet und auf dem Weg dahin bereits Steuern gezahlt. Er hat irgendwann die Entscheidung getroffen, weniger zu verballern als er eingenommen hatte. Das kann eine bewusste Entscheidung gewesen sein, um seine Nachfahren zu unterstützen. Und möglicherweise haben diese Nachfahren zu Lebzeiten des Erblassers auch mitgewirkt, zB in dem sie nicht von Papis Geld auf dicke Hose gemacht hatten oder 26 Semester Kunstgeschichte studiert hatten.
Also im Grunde sollten die Erben der Sparsamen dafür belohnt werden, dass die das Erbe noch nich zu Lebzeiten ausgegeben haben? Im Grunde werden die das doch auch. Vor ein paar Seiten hat @bgeoweh ja ausgerechnet, was aus ordentlich angelegtem Vermögen in einigen Jahren wird, das scheint mir Belohnung genug.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Völlig Fremde haben aber sicherlich noch weniger dazu beigetragen, dass ein Vermögen am Ende des Lebens zurückbleibt.
Die erben ja auch nix und wenn du jetz darauf hinauswillst, dass die völlig Fremden aber vielleicht davon profitieren, wenn der Staat die eingenommene Erbschaftssteuer wieder ausgibt, dann gilt das aber für jede Steuer. Sollten demnach alle Steuern abgeschafft werden?
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich will Dich nicht stressen, aber am Ende eines Lebens bleibt nun mal im günstigen Fall etwas übrig. Irgendwer muss das erben und wenn man seine Nachfahren nicht leiden kann, dann erbt eben der Staat. Aber irgendwer erbt immer, wenn man etwas übrig lässt.
Nö, wenn man nix vererben will, kann man schlicht einfach vorher alles ausgeben, spenden oder von mir aus auch bei Vollmond im Wald vergraben, dann wird auch nix vererbt.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und die dürfen gerne sehr viel zielgenauer werden, ich erinnere gerne an das schwachsinnige Corona Kindergeld für alle. Da hätte man, wenn überhaupt den unteren 50% der Einkommen 50% mehr geben sollen und den anderen nichts.
Das is am Ende auch wieder Ansichtssache, was Schwachsinnig und was vorbildlich is. Die Ausgaben werden ja mehr oder weniger, direkt oder indirekt demokratisch beschlossen, aber irgendeiner wird immer unzufrieden sein.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:In der Realität weist so ein geerbtes Haus ja sehr oft Modernisierungsbedarf auf. Dem kann man dann nicht so ohne Weiteres nachkommen, wenn man erst mal ordentlich draufzahlt.
Wenn die Ausgaben für das geerbte Haus dem Erben zu hoch sind, kann der das Erbe ja ausschlagen, ich würde das jedenfalls so machen.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:47
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Mir zB. isses relativ egal, ob meine Erben am Ende Steuern zahlen müssen oder nich.
@kuno7

Ich bin da weniger egoistisch, Ich wünsche mir, dass meine Erben das Geld, dass sie erben (das ja bereits versteuert wurde) nicht noch einmal versteuern müssen. Im Grunde würde diese Steuer ja auf nichts Anderes als mein Ableben erhoben.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Die erben ja auch nix und wenn du jetz darauf hinauswillst, dass die völlig Fremden aber vielleicht davon profitieren, wenn der Staat die eingenommene Erbschaftssteuer wieder ausgibt, dann gilt das aber für jede Steuer. Sollten demnach alle Steuern abgeschafft werden?
Ich bin nicht grundsätzlich gegen Steuern. Ich halte die Gesamtabgabenquote allerdings für viel zu hoch. Tatsächlich glaube ich auf keinen Fall, dass der Staat mit einem Anteil meines Erbes sorgfältiger umgehen würde, als es die aktuell absehbaren Erben tun würden.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 15:58
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich bin da weniger egoistisch
Was soll daran egoistisch sein. Wäre es egoistisch, müsste es mir ja was nützen. Egoistisch wäre es, nichts zu vererben und alles für mich selbst auszugeben.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich wünsche mir, dass meine Erben das Geld, dass sie erben (das ja bereits versteuert wurde) nicht noch einmal versteuern müssen.
Auch für dich noch mal: Quasi jeder Euro wurde schon mal versteuert! Wenn man daraus jetz ableiten möchte, dass jeder Euro nur ein einziges Mal versteuert werden darf, dürfte es quasi gar keine Steuern mehr geben.
Von daher, schlechtes Argument.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Im Grunde würde diese Steuer ja auf nichts Anderes als mein Ableben erhoben.
Nein, die Steuer wird auf den Zugewinn deiner Erben erhoben.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich bin nicht grundsätzlich gegen Steuern. Ich halte die Gesamtabgabenquote allerdings für viel zu hoch.
Ja schön, da biste ja lange nich der Einzige und das is ja auch ok. Deine vorgebrachten Argumente sind aber auch nich so das Wahre.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Tatsächlich glaube ich auf keinen Fall, dass der Staat mit einem Anteil meines Erbes sorgfältiger umgehen würde, als es die aktuell absehbaren Erben tun würden.
Das mag so sein oder auch nich, kommt ja auch immer drauf an, was man unter sorgfältig versteht. Am Ende is das ja aber auch nich der Grund, warum Erbschaftssteuern erhoben werden, sondern der Grund is afaik, dass ne Erbschaft ein Zugewinn is und Zugewinne werden eigentlich sonst immer versteuert, soweit ich weiß.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 16:07
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ja ok, so hat eben jeder seine Meinung. Mir zB. isses relativ egal, ob meine Erben am Ende Steuern zahlen müssen oder nich. Is ja keiner gezwungen mich zu beerben.
Dann muss Ich sagen, dann lieber verticken und das Geld nochmal richtig auf den Kopf hauen.

Was aber eigtl nicht Zielfuehrend fuer mich waere.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich bin da weniger egoistisch, Ich wünsche mir, dass meine Erben das Geld, dass sie erben (das ja bereits versteuert wurde) nicht noch einmal versteuern müssen. Im Grunde würde diese Steuer ja auf nichts Anderes als mein Ableben erhoben.
Sehe Ich genauso.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 16:14
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich bin zum Vererben verpflichtet? Wo haste den den Quatsch jetz schon wieder her? Niemand is verpflichtet irgendwem was zu vererben.
Vererben ist in Deutschland ein Opt Out Verfahren - deinen Nachkommen bekommen ihren Pflichtanteil, es sei denn Du enterbst sie durch ein rechtssicheres Verfahren.
Nicht gewußt?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Klar, weils halt so is. Du darfst mir aber gern Leistungen nennen, die Erben erbracht haben müssen, um erben zu können.
Kinder, (aber auch Eltern) haben gegenseitige Fürsorgepflicht, mit teilweise gepfeferten Kostenübernahmen...von Gesetz her.
Vom moralischen her, hier wird viel über Care Arbeit gesprochen, das sei 160.000 im Jahr wert - es wäre doch nur Fair wenn der Erbe diesen Betrag pro Pflegejahr auf den Freibetrag addieren kann.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Du willst wissen, was die Qualifikation derjenigen die nich erben is, dass Erbe leistungslos zu erhalten, obwohl sie ja nichts erben, die Erben selbst aber leistungslos ihr Erbe erhalten?
Ok, da geb ich auf. :)
Langsam, wir lösen das.
Du bezeichnest Erben als leistunglos, fragst nach ihrer Leistung.
Die Erbschaftsteuer soll massiv ausgebaut werden damit die Schere von unten her zu geht.
Wenn der Erbe nichts geleistet hat, was haben die Empfänger auf unteren Seite geleistet? Warum sollen sie über die Erbschaftsteuer am Erbe beteiligt werden?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Klar, is ja auch so üblich. Wenn zB. der CEO einer Aktiengesellschaft Produkte entwickeln und produzieren lässt, die am Markt nich funktionieren und somit ein Verlust entsteht, dann zahlt der ja auch den Aktionären ihr Geld zurück. Is doch trivial.
Du vergleichst ein Unternehmen mit einem Staatsexperiment? ok.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wenn nich, zeig doch mal wo ich mich deiner Meinung nach zu einer Moralinstanz erhoben habe.
Im nächsten Satz aus deinem Post:
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Kannste ja privat gern so halten. Da kannste von jedem, dem du vielleicht helfen willst erstmal gründlich prüfen, ob der deine Hilfe auch verdient. Bei staatlichen Leistungen kann man aber nich nach Gutsherrenart verfahren. Da brauchts einheitliche, objektiv nachprüfbare Regeln, nach denen besteuert und verteilt wird.
Wir sollen hier Meinungen diskutieren aber was Dir nicht passt darf ich "privat halten". Überdenke diesen Still nochmal.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Zeigt auch sehr schön, dass es dir einzig nur um dich geht. Du zahlst in Deutschland (bzw. zahltest) hohe Steuern und die wurden dann aber nich dafür verwendet, dass Du eine Leistung erhalten hast, sondern andere, denen du selbst vermutlich nie etwas abgeben würdest.
1. Richtig. 2. Nicht ganz richtig, die Nöte von echten Bedürftigten sollen übernommen werden.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Von daher, klar, für jeden wohlhabenden Egoisten is die soziale Marktwirtschaft ein System mit nem "scheiß Preis/Leistungsverhältnis".
Richtig. Ich müsste jetzt 1200€/Monat GKV zahlen, hätte die gleichen Leistungen wie einer der gar nichts zahlt und dürfte mich Monate hinten anstellen.
Was stimmt eigentlich mit Euch Bürger nicht? Wieso schluckt ihr das?
Für die absichtlichen Falschversteher: nein, nicht die Leistungen für Nichtzahler einstellen sonder auf die Strasse gehen und der Politik die Hölle heiss machen. Aber tschuldigung, ich will beim Schlafen nicht stören.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Für andere erscheint es durchaus attraktiv.
Für wen denn? Kläre mich mal auf, wieso dieses System attraktiv ist.


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gestern um 16:49
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Na wenn die Reichen auch mit ner Vermögenssteuer immer noch reich sind, sollte die das ja nich so wirklich stören.
Ob die Armen dann immer noch so arm wie jetz sind würde ich mal bezweifeln und es einfach draufankommen lassen.
Die Steuer würde an den Staat gehen. Die Armen sehen davon nichts.

Und meinst du, mit 1% Vermögensabgabe würde man Reiche merklich weniger reich machen? An der Vermögensschere (oder wie heisst das nochmal?) ändert das so gut wie nichts. Es geht nur um Mehreinnahmen für den Staat.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wenn es denn wirklich so störend is, dass das Vermögen besteuert wird, dann kann man wegen mir auch gern einfach die Abgeltungssteuer abschaffen und den Spitzensteuersatz wieder auf das Niveau der 70/80 Jahre stellen. Dürfte etwa aufs Gleiche rauskommen.
Dann noch die Erbschaftssteuer reformieren und die Mehrwertsteuer abschaffen, zumindest die auf Lebensmittel.
Deal?
Naja, erst einmal würde ich gerne eine nachvollziehbare Begründung hören - nicht unbedingt nur von dir -, warum man Einnahmen besteuert und wenn man das übriggebliebene Geld ins Regal legt, dann noch einmal Steuern auf das eingelagerte Geld zahlen soll?

Und sicherlich kann man die Steuern irgendwie umschichten. Aber bei der Vermögenssteuer geht es ja um Mehreinnahmen. Warum muss der Staat immer mehr einnehmen, kann er nicht einfach mal mit seinem Geld auskommen? Vor ungefähr 50 Jahren gab es noch überhaupt keine Mehrwertsteuer, inzwischen ist man bei exorbitanten knapp 20%. Bei der letzten Erhöhung ("Wir wollen 1% mehr" - "und wir wollen 2% mehr" - "na gut, einigen wir uns aufs arithmetische Mittel unter Vernachlässigung des Teilers, also 3% mehr") sollten damit die Haushalte saniert werden. Warum müssen sie jetzt wieder mit noch mehr Umsatzsteuer saniert werden?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Naja, einfach mal jedem, der ne höhere Erbschaftssteuer, vor allem auch eine für Betriebsvermögen fordert pauschal Neid zu unterstellen, is aber auch nich die feine Art.
Allgemein jedem unterstelle ich das nicht, aber bei der gewissen Diskussionsteilnehmerin drängt sich doch stark dieser Eindruck auf.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

gestern um 17:11
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:dass ne Erbschaft ein Zugewinn is und Zugewinne werden eigentlich sonst immer versteuert, soweit ich weiß.
Gewinne aus Glücksspiel werden nicht besteuert. Ansonsten könnte man wohl auch seine Glücksspielausgaben steuermindernd geltend machen. Wer das geschäftlich macht, wie zum Beispiel beim Pokern, wird dagegen steuerpflichtig. In den USA sind generell Glücksspielgewinne über einer bestimmten Grenze auch wieder steuerpflichtig.

Wenn man seinen gebrauchten Hausstand verkauft, muss man das auch nicht versteuern.

Generell scheint die Grundidee zu sein, dass alles steuerpflichtig ist, wo eine (ernsthafte und reelle) Gewinnerzielungsabsicht hintersteckt. Eine andere Sicht wäre, dass man von seiner Arbeit einen gewissen Teil für den Staat macht, d.h. z.B. man arbeitet 8 Stunden, davon sind 6 für den Auftraggeber und 2 für den Staat. Weil das natürlich unpraktisch ist, lässt man 8 Stunden für den Auftraggeber arbeiten, nimmt aber den Verdienst von 2 Stunden weg und beauftragt mit diesem Geld jemand anderen, der stattdessen die Aufgaben für den Staat ausführt.

Auf der anderen Seite kann man argumentieren, _jedes_ Einkommen ist steuerpflichtig, also immer dann, wenn Geld den Besitzer wechselt, mit einigen praktikablen oder begründbaren Ausnahmen.

Eine Erbschaft ist nun keine Tätigkeit mit Gewinnerzielungsabsicht, sondern das passiert einfach so wie ein Lottogewinn. Mit der ersten Argumentation wäre es nicht steuerpflichtig. Mit der zweiten schon. Bei einer Erbschaft wechselt nun einmal das ganze Zeug den Besitzer, auch wenn es diselbe Familie ist.

Soweit meine Ansicht zu Erbschaften. Wie und ob sie besteuern sollte, weiss ich einfach nicht.


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gestern um 18:00
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Allgemein jedem unterstelle ich das nicht, aber bei der gewissen Diskussionsteilnehmerin drängt sich doch stark dieser Eindruck auf.
Ich geh' davon aus, dass du mich meinst. Es steht dir selbstverständlich frei, mich so einzuschätzen. No problem.
Meinerseits kann ich dazu nur sagen: ich möchte mein Leben mit niemandem tauschen :) weil es mir gut geht und ich zufrieden bin.
Ich gestehe auch jedem das Leben zu, welches er/sie führen möchte. Alles fein, weil ich für Freiheit und Selbstverwirklichung bin :Y: Na gut, Ausnahme zur Regel: Steuerflüchtlinge ... auf die bin ich nicht so gut zu sprechen.

Worüber ich allerdings nicht aufhöre mich zu äußern, sind Ungerechtigkeiten. Und die Besteuerung hier in D nehme ich als Begünstigung Superreicher und sehr vermögender Menschen wahr. Mich würde es als solches noch nicht mal stören, wenn es auf der anderen Seite nicht "die Verlierer" dieses Systems gäbe. Genau: man kann davon sprechen, dass sehr vermögende Menschen und Superreiche auf der Gewinnerseite des derzeitigen deutschen Steuersystems stehen.

Komplett unverständlich ist mir, dass es Menschen gibt, die überhaupt nicht von einer Reform der Erbschaftssteuer oder der Wiedereinführung der Vermögenssteuer betroffen wären, und diese dennoch ablehnen. Krass. Denn mit den Reformen, würde Geld in die Staatskassen gespült, das die extreme Ungleichheit hier wenigstens etwas ausgleichen könnte. Aber Bedrohungsszenarien, die von gewissen Interessensverbänden in die Welt gesetzt wurden - wie z.B., dass sehr reiche Unternehmen, das Land verlassen würden, wenn weitere Belastungen auf sie zukämen - scheinen auf fruchtbaren Boden zu fallen. Dabei ist davon gar nicht auszugehen. Denn die wenigsten Superreichen flüchten nur wegen der Steuern.

Und wie bereits mehrfach darauf hingewiesen, gibt es Ultravermögende und reiche Erben, welche diese Thematik erkennen, und auch gerne bereit wären, diese Steuern zu bezahlen. Wieviele Einladungen braucht es noch, bis man das Geld für die Gesellschaft annehmen können wird?

Aber gut, genug wiederholt.


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