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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.990 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 23:10
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ok...kannst Du mir in einem einfachen Satz schreiben wie er selbst davon profitiert wenn er sein Unternehmen an seinen Kinder vererbt?
Wieso soll der Rick dumm sein, wenn jemand über ihn sagt, er würde selbst von den Ausnameregelungen bei der Erbschaftssteuer profitieren?
Ich mein, wenn du schon klugscheißen willst, dann ließ und versteh doch erstmal, was du selbst verlinkst.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 23:22
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Weil die Abteilung zum Gelddrucken zwar auch eine staatliche Einrichtung ist, aber völlig unabhängig von anderen Abteilungen agiert, die gerne gedrucktes Geld haben möchten. Diese Abteilung hat den Auftrag, für Geldstabilität zu sorgen. Andere Aufträge von staatlichen Abteilungen zum Gelddrucken werden abgelehnt.
Erstmal ändert das ja nichts daran, dass nich der Staat das Geld der Bürger nutzt, um seine Ausgaben tätigen zu können, sondern dass die Bürger das Geld des Staates nutzen. Darum gings ja ursprünglich.
Es is natürlich richtig, dass der Staat sich selbst Regeln auferlegt hat, die verhindern, dass Regierungen oder andere staatliche Einrichtungen einfach so Geld schöpfen, nur sind diese Regelungen ja nich unabänderbar und zumindest könnte man mal hinterfragen, ob diese Regelungen sinnvoll sind.

mfg
kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 06:42
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wieso soll der Rick dumm sein, wenn jemand über ihn sagt, er würde selbst von den Ausnameregelungen bei der Erbschaftssteuer profitieren?
Für einen der sich so darstellt (auch bei Maischberger zB), gibt es ein Wundermittel was ich selbst nutze: Interviewfreigabe. Alles schriftlich oder Audioaufnahme läuft mit, von der Begrüßung bis zur Verabschiedung.
Das sollte man machen speziell wenn man mit so unprofessionellen Sender wie der ÖRR zusammen arbeitet.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich mein, wenn du schon klugscheißen willst, dann ließ und versteh doch erstmal, was du selbst verlinkst.
Bla bla - es kommt dann noch die Dummheit des Redakteurs klarer raus, aber das war schon vorher klar.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Erstmal ändert das ja nichts daran, dass nich der Staat das Geld der Bürger nutzt, um seine Ausgaben tätigen zu können, sondern dass die Bürger das Geld des Staates nutzen.
:D oder dazu gezwungen werden wie sie es nutzen....is ja nicht ihr Geld, sondern des Staates. Alles auf Vertrauen basiert.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 08:18
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Natürlich erscheint das seltsam. Er kann doch jederzeit geben, wenn er will. Was hindert ihn denn?

Nicht dass es am Ende gar nur um mediale Aufmerksamkeit geht...

Seltsam ist es, so einen Aufriss zu machen als einfach an den Staat zu überweisen.
Weshalb sollte jemand wie er plötzlich mediale Aufmerksamkeit suchen, die er zuvor auch nicht benötigte? Genau, er hat mit dem Thema ganz offensichtlich ein Anliegen, das er transportieren möchte, ja. Und das Recht hat er. Dieses Thema hatten wir auch schon mal, bei den Vermögenden von taxmenow. Sie wollen keine Einzelspenden machen, weil sie es für sinnvoller erachten, wenn es Steuern sind, die eingezogen und dann demokratisch verteilt werden. Ich kann diesen Gedanken gut nachvollziehen. Es hat hat auch für die Gesellschaft den Vorteil, dass es sich um einplanbare, wiederkehrende Abgaben handeln würde, und nicht um einzelne Spenden, die je nach Eigeninteresse verteilt würden.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Wir reden immer noch von einer Studie, die das 'Institut' von Herrn Fratzscher für die Nachfolgepartei der SED gemacht hat? Ganz sicher unideologische Wissenschaft in Reinkultur, hahaha... und woher wollen sie die Sekundäreffekte abschätzen? Die haben sie sicherheitshalber weggelassen.
Wes Brot ich ess...
Jo, man kann fast alles so darstellen, wie es einem gerade gefällt. Tatsache ist, dass diese Studie die aktuellste ist. Auf welche Quelle greifst du denn bei der Fragestellung zurück, wieviel Vermögenssteuer jährlich schätzungsweise eingenommen werden könnte?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 08:28
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Bla bla - es kommt dann noch die Dummheit des Redakteurs klarer raus, aber das war schon vorher klar.
Das war aber nich das, was du zuvor geschrieben hattest. Vielleicht sollte man sich sich etwas zurückhalten, andere als dumm zu bezeichnen, wenn man selbst einfache Sätze nich richtig verstehen kann?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:oder dazu gezwungen werden wie sie es nutzen...
In Deutschland wird meines Wissens nach niemand gezwungen, wie das eigene Geld auszugeben is. Keine Ahnung, was du da schon wieder zusammen fantasierst.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 08:39
Wie war das nochmal?
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Ich mein, wenn du schon klugscheißen willst, dann ließ und versteh doch erstmal,
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:In Deutschland wird meines Wissens nach niemand gezwungen, wie das eigene Geld auszugeben is.
Stimmt auch nicht ganz, das Sozialamt kann prüfen ob die Bedurftigkeit absichtlich herbei geführt wurde, zB verschwenderische Ausgaben vor dem Antrag, diese werden fiktiv als Vermögen angerechnet.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:oder dazu gezwungen werden wie sie es nutzen
WIE -> Bargeldregeln, Überweisungsregeln...das bedeutet wie, nicht wofür.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:keine Ahnung, was du da schon wieder zusammen fantasierst.
Das ist mehr als offensichtlich, in deinem Zwang dagegen zu reden kannst der Diskussion nicht folgen...und das machst du so schlecht...echt.

Daher fasse ich für Dich zusammen:
- WIE -> zB. das Geld darf Geschäftsabhängig nur überwiesen werden (Obergrenzen), Immokauf Bargeld ausgeschlossen
- WOFÜR -> zB. Verschwendung vor Unterstützungsanträge, Grundsicherung, Sozialhilfe, Heimunterbringung


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 08:46
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Stimmt auch nicht ganz, das Sozialamt kann prüfen ob die Bedurftigkeit absichtlich herbei geführt wurde, zB verschwenderische Ausgaben vor dem Antrag, diese werden fiktiv als Vermögen angerechnet.
Und in wie weit wird da jemand gezwungen, sein Geld anders auszugeben, als der Eigentümer des Geldes das will? Erklär mal!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:WIE -> Bargeldregeln, Überweisungsregeln...das bedeutet wie, nicht wofür.
Auch da wird keiner gezwungen, "wie" das Geld auszugeben is.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Das ist mehr als offensichtlich, in deinem Zwang dagegen zu reden kannst der Diskussion nicht folgen...und das machst du so schlecht...echt.
Wenn die Argumente ausgehen, gehts gegen die Person. Peinlich.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Daher fasse ich für Dich zusammen:
- WIE -> zB. das Geld darf Geschäftsabhängig nur überwiesen werden (Obergrenzen), Immokauf Bargeld ausgeschlossen
- WOFÜR -> zB. Verschwendung vor Unterstützungsanträge, Grundsicherung, Sozialhilfe, Heimunterbringung
Beides Unsinn.

kuno


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 09:08
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Natürlich erscheint das seltsam. Er kann doch jederzeit geben, wenn er will. Was hindert ihn denn?
Weil er laut eigener Aussage nicht Mutter Theresa ist und wenn er es tun würde, brächte das nichts.
Der nutzt weiterhin alle Steuerinstrumente die er kritisiert um seine Last zu drucken.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Nicht dass es am Ende gar nur um mediale Aufmerksamkeit geht...
Seltsam ist es, so einen Aufriss zu machen als einfach an den Staat zu überweisen.
Immobilien laufen schlecht wie wir alle wissen...auch seine Mieter werden sich denken, der Rick, der will schon mehr Steuern zahlen, die Politik will das nicht...so ein guter Miliönör.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 09:18
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weshalb sollte jemand wie er plötzlich mediale Aufmerksamkeit suchen, die er zuvor auch nicht benötigte?
@mitH2CO3

Warum er das tut, weiss ich nicht, Es ist aber so.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Genau, er hat mit dem Thema ganz offensichtlich ein Anliegen, das er transportieren möchte, ja.
Genau, was bin ich doch für ein toller Kerl ist die Botschaft.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und das Recht hat er.
Das ist richtig. Das Recht hat er.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Sie wollen keine Einzelspenden machen, weil sie es für sinnvoller erachten, wenn es Steuern sind, die eingezogen und dann demokratisch verteilt werden.
So wie die rückstandslos verpufften Sondervermögen? Ich sehe nicht, dass unsere Infrastruktur besser wäre also vorher.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Jo, man kann fast alles so darstellen, wie es einem gerade gefällt. Tatsache ist, dass diese Studie die aktuellste ist. Auf welche Quelle greifst du denn bei der Fragestellung zurück, wieviel Vermögenssteuer jährlich schätzungsweise eingenommen werden könnte?
Auf gar keine, weil niemand die Sekundäreffekte realistisch abschätzen kann, als da wären Firmenpleiten nach Erbschaftssteuer, Firmenpleiten aufgrund fehlender Investitionen, die im Steuergeld versanden, Wegzug von Firmen und Privatpersonen und vor allem Ausweitung des Stiftungswesens.

Bevor ich aber Herrn Fratzscher oder Die Linke als Experten bemühe, würde ich lieber die Blitz Illu, Adel heute oder die Sport Bild befragen.

Die Voraussagen der Vorgängerpartei sind ja auch nicht 1:1 eingetroffen, niemand hat die Absicht...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 09:41
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Warum er das tut, weiss ich nicht, Es ist aber so.
Ich nehme an, deshalb ist es so:
Haltung: Er betonte bei „Hart aber fair“ zwar, dass er „nicht Mutter Teresa“ sei, sehr auf seinen Vorteil bedacht sei und ungern Steuern zahle. Dennoch argumentiert er, dass höhere Abgaben für Menschen in seiner Position (reichste 0,1 Prozent) fair seien und die Leistungsgesellschaft schützten.
Quelle: Google KI
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Genau, was bin ich doch für ein toller Kerl ist die Botschaft.
Und ich denke, solche "Botschaft" hat er nicht nötig.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Auf gar keine, weil niemand die Sekundäreffekte realistisch abschätzen kann, als da wären Firmenpleiten nach Erbschaftssteuer, Firmenpleiten aufgrund fehlender Investitionen, die im Steuergeld versanden, Wegzug von Firmen und Privatpersonen und vor allem Ausweitung des Stiftungswesens.
Es braucht nicht zu Firmenpleiten kommen, weil Stundungen - also spätere Zahlungen - eingeräumt werden würden. Der Staat will auch nicht, dass Unternehmen derart belastet würden, dass sie "kaputt" gehen. Nach meinem Verständnis wird der Wegzug durch nachfolgende Aspekte auch eingegrenzt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb am 10.04.2026:Mit der Kombination aus Wegzugsteuer und der Besteuerung von Unternehmensverlagerungen steht mittlerweile ein umfassender Werkzeugkasten gegen Steuerflucht zur Verfügung.



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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 10:28
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Es braucht nicht zu Firmenpleiten kommen, weil Stundungen - also spätere Zahlungen - eingeräumt werden würden. Der Staat will auch nicht, dass Unternehmen derart belastet würden, dass sie "kaputt" gehen. Nach meinem Verständnis wird der Wegzug durch nachfolgende Aspekte auch eingegrenzt.
@mitH2CO3

Spätere Zahlungen sind immer noch Zahlungen oder nicht? Natürlich wird durch Zahlungen ggf über Jahrzehnte dauerhaft Innovationskraft oder Modernisierungsmöglichkeit oder gar Neueinstellung erschwert. Es wäre schlicht ein Frontalangriff auf den Mittelstand, nicht aber auf internationale Konzerne.

So eine Wegzugsteuer passt ja auch gut in die Idee von Freizügigkeit. Wozu noch offene Grenzen, wenn deren wirtschafltiches Überschreiten quasi strafbewehrt wäre?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 11:01
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Es wäre schlicht ein Frontalangriff auf den Mittelstand, nicht aber auf internationale Konzerne.
Wo läge denn deiner Meinung nach beim Mittelstand sowas wie der Freibetrag für eine Vermögenssteuer? Ich möchte da schon gerne mal eine Zahl hören, nicht nur: nö, gar keine Vermögenssteuer. Diese Haltung ist ja zur genüge bekannt.

Vorausgesetzt eine Vermögenssteuer müßte also eingeführt werden, wo wäre die Vermögensgrenze anzusetzen. Nach meinem Dafürhalten gehört Herr Rick zum Mittelstand, obwohl im Filmbeitrag gesagt wurde, er gehöre zu den 1% der Überreichen in D. Aber mglw. trifft hier ja sowohl als auch zu 🤔Oder es ist die Rede vom Gesamtvermögen also inc. Betriebsvermögen. Vermutlich, dunno.

Rick selbst spricht von 1 % Besteuerung seines Vermögens (60 Millionen Euro). Zum Mittelstand zählen ja wohl Unternehmen mit weniger als 500 Mitarbeitern.

Hier wurde mal errechnet, dass 1% Vermögenssteuer nicht wirklich genug einbringt. Also 2 % müßten es dann wohl schon sein, damit in den Staatskassen auch was hängenbleibt, um die extreme Ungleichheit zu minimieren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 13:23
@mitH2CO3

Wenn wir einen Vermögenssteuer überhaupt andenken wollen würden, würde ich eine feste Vermögengrenze für sinnlos erachten.

Stell sie Dir bei 5 Millionen Euro vor oder meinetwegen bei 10 Millionen.

Das kann locker durch einen mittelständischen Betrieb mit einer höher 2stelligen Zahl von Angestellten erreicht werden, wenn man Maschinen, ggf Gebäude etc zusammenfasst. 2% von 10 Millionen wären 200.000 Euro. Das kann in schlechten Jahren trotz relativ hohen Wertes der Gesamtfirma auch schon mal die komplette Entnahme der Inhaber sein. Die würde ja auch jährlich fällig, so dass eine Stundung nur zum Anwachsen von Schulden führen würde.

Ich würde Betriebe da im Wesentlichen rausnehmen. Es wäre ja auch völlig unfair. Internationalen Mischkonzernen kann man damit ohnehin nicht in die Tasche packen. Die können umschichten. Das kann der regionale Mittelständler nicht.

Und eine Vermögenssteuer hindert die wirklich Reichen auch nciht daran, ihr Vermögen in Stiftungen zu verstecken.

Am Ende trifft sie zwar im ersten Ansatz nicht den kleinen Mann, sondern den Mittelstand, also diejenigen, die den kleinen Mann beschäftigen und bezahlen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 14:20
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Stell sie Dir bei 5 Millionen Euro vor oder meinetwegen bei 10 Millionen.

Das kann locker durch einen mittelständischen Betrieb mit einer höher 2stelligen Zahl von Angestellten erreicht werden, wenn man Maschinen, ggf Gebäude etc zusammenfasst. 2% von 10 Millionen wären 200.000 Euro. Das kann in schlechten Jahren trotz relativ hohen Wertes der Gesamtfirma auch schon mal die komplette Entnahme der Inhaber sein. Die würde ja auch jährlich fällig, so dass eine Stundung nur zum Anwachsen von Schulden führen würde.
Wenn man den Freibetrag auf 10 Millionen Euro - incl. Betriebsvermögen - festlegen und mit 1 % versteuern würde, wäre es dann doch - zumindest nach meinem Verständnis - prinzipiell machbar, oder? Vermögen - incl. Betriebsvermögen - über 10 Millionen Euro könnte man ggf. ja iwo zwischen 2-5% besteuern.

Damit zahlen die Unternehmer, die auch mehr Vermögen haben, entsprechend mehr. Wäre doch vom Ding her erst mal ganz fair, also finde ich :) sofern ich da jetzt nicht was übersehe.

Wenn ein mittelständischer Unternehmer nachweisen kann, dass er ein schlechtes Jahr hatte, und das 1% nicht aufbringen kann, müßte man sehen, ob man ihm das Jahr nicht erlassen könnte, damit er keine diesbezüglichen Schulden aufbauen müßte.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Ich würde Betriebe da im Wesentlichen rausnehmen. Es wäre ja auch völlig unfair. Internationalen Mischkonzernen kann man damit ohnehin nicht in die Tasche packen. Die können umschichten. Das kann der regionale Mittelständler nicht.
Daher gibt es bei dem Milliardärsvermögen, so wie ich es verstehe, auch die Bestrebungen, entsprechende internationale Regelungen zu finden.

Aber Betriebe herauszunehmen würde doch bedeuten, dass die 85 % Prozent aller Betriebsvermögen, die bei den Vermögendsten 1 % lokalisiert sind, dann nicht besteuert werden könnten. Das fände ich wiederum abstrus.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 14:31
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn man den Freibetrag auf 10 Millionen Euro - incl. Betriebsvermögen - festlegen und mit 1 % versteuern würde, wäre es dann doch - zumindest nach meinem Verständnis - prinzipiell machbar, oder? Vermögen - incl. Betriebsvermögen - über 10 Millionen Euro könnte man ggf. ja iwo zwischen 2-5% besteuern.
@mitH2CO3

Das sehe ich nicht so. Ein Betriebsvermögen eines großen landwirtschafltichen Betriebs kann schnell so eine Größenordnung erreichen. Da mal eben jedes Jahr 100.000-500.000 Euro rauszuziehen, wird viele Unternehmen plattmachen.

Und Gnadengesuche, die mal positiv, mal negativ beschieden werden, damit kann doch niemand kalkulieren.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber Betriebe herauszunehmen würde doch bedeuten, dass die 85 % Prozent aller Betriebsvermögen, die bei den Vermögendsten 1 % lokalisiert sind, dann nicht besteuert werden könnten. Das fände ich wiederum abstrus.
Und wer arbeitet bei denen? Richtig, diejenigen, die ja auch verdienen wollen, nämlich ein Großteil der Mittelschicht. Dass das Geld, das der Unternehmer erwirtschaftet, vom Staat sinnvoller ausgegeben wird, da gibt es doch nicht den klitzekleinsten Hinweis für. Siehe ÖPNV, Brücken, Bundeswehr, alles im maroden Zustand nach langen Jahren von Rekordeinnahmen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 14:32
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn man den Freibetrag auf 10 Millionen Euro - incl. Betriebsvermögen - festlegen und mit 1 % versteuern würde
Das war natürlich Quark. Freibetrag gleichzeitig besteuern haut nicht wirklich hin :D

Ne, es müßte demnach heißen: Betriebsvermögen bis 10 Millionen Euro mit 1 % Besteuern. Freibetrag könnte dann ggf. bis 2 Millionen sein.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 14:41
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Das sehe ich nicht so. Ein Betriebsvermögen eines großen landwirtschafltichen Betriebs kann schnell so eine Größenordnung erreichen. Da mal eben jedes Jahr 100.000-500.000 Euro rauszuziehen, wird viele Unternehmen plattmachen.
Wenn die Betriebe das nachweisen können, sollte man die mögliche Vermögenssteuer halt nicht stunden sondern für das Jahr streichen. Nach klaren Kriterien. Eben jenen, die berücksichtigen, dass man als Unternehmer in schlechten Zeiten wegen dieser Steuer nicht in Schieflage gerät.
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Und wer arbeitet bei denen? Richtig, diejenigen, die ja auch verdienen wollen, nämlich ein Großteil der Mittelschicht. Dass das Geld, das der Unternehmer erwirtschaftet, vom Staat sinnvoller ausgegeben wird, da gibt es doch nicht den klitzekleinsten Hinweis für. Siehe ÖPNV, Brücken, Bundeswehr, alles im maroden Zustand nach langen Jahren von Rekordeinnahmen.
Nach meinem Verständnis können sich die Ultrareichen so eine Steuer tatsächlich leisten, ohne unter Druck zu geraten. Is ja in etwa das, was der Josef Rick sagt. Er redet nur von 1% Vermögenssteuer für die Ultrareichen, aber man könnte da wohl auch über 2-5% nachdenken. Eben gerade um damit den Mittelstand nicht so zu fordern, der ja nur mit 1% besteuert würde.

So würde man mit diesen Steuereinnahmen schlussendlich die Einkommenssteuerpflichtigen ggf. wirklich entlasten können.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 15:00
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn die Betriebe das nachweisen können, sollte man die mögliche Vermögenssteuer halt nicht stunden sondern für das Jahr streichen. Nach klaren Kriterien. Eben jenen, die berücksichtigen, dass man als Unternehmer in schlechten Zeiten wegen dieser Steuer nicht in Schieflage gerät.
@mitH2CO3

Jetzt mal unter uns: Um das Vermögen zu ermitteln braucht man Informationen, die deutlich über die Daten einer Einkommensteuerrechung hinausgehen, ist ja logisch, weil Vieles bei der Einkommensteuer nicht mitzählt. Man braucht also eine sehr komplexen Datensatz, der für den Laien, gerade bei einem größeren Unternehmen, gar nicht bis zum Ende zu durchschauen ist. Und schon bei der Einkommensteuer / Umsazusteuer hält das FA für Unternnehmer immer wieder kleinere oder größere Überraschungen bereit. Man kann also auch in dem Fall nicht einfach 5 Kennzahlen wahllos festlegen, anhand derer der Unternehmer rechtssicher wüsste, ob er das Geld von zahlen muss oder nicht. Er kann also mit dem Geld auf keinen Fall kalkulieren. Dazu kommen dann auch bei der Vermögensteuer und deren Stundung ständig neue Grundsatzurteile, die Dinge mal so, mal anders beleuchten. Ist im Steuerrecht ja auch so.

Es geht nicht so einfach, wie man es gerne hätte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 15:17
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Man braucht also eine sehr komplexen Datensatz, der für den Laien, gerade bei einem größeren Unternehmen, gar nicht bis zum Ende zu durchschauen ist.
Dazu gibt es halt auch andere Meinungen.
Tatsächlich betrugen bei der bis 1996 erhobenen Vermögensteuer die Kosten der Finanzverwaltung nach einer Schätzung des Bundesfinanzministeriums etwa drei Prozent des Steueraufkommens. Auch die heute notwendige realistische Bewertung von Grund- und Immobilienvermögen stellt kein großes Problem dar, bei der Feuerversicherung klappt es schließlich auch. Es gibt es mittlerweile bewährte Verfahren, die für die Vermögensbesteuerung angewendet werden können. Im Zuge der Erbschaftsteuerreform wurde das Bewertungsgesetz geändert und bietet dafür eine geeignete Grundlage.
https://www.verdi.de/node/18367
Zitat von sacredheartsacredheart schrieb:Es geht nicht so einfach, wie man es gerne hätte.
Mag sein. Aber Stillstand ist auch nicht der Weisheit letzter Schluß. Und nochmal: man sollte sich mal vergegenwärtigen wie viele überreiche Menschen inzwischen selbst für die Vermögenssteuer und die Reform der Erbschaftssteuer plädieren. Das machen die nicht, um zu zeigen was für tolle Jungs und Mädels sie sind. Sie erkennen die Gefahren, die in der extremen deutschen Ungleichheit liegen. Von daher halte ich es für legitim, bei der Diskussion zum Thema "woher mehr Geld nehmen für die leeren Staatskassen" diese Steuern an erster Stelle zu berücksichtigen. Irrsinn, dass das nicht schon lange umgesetzt worden ist. Wirriwarri Deutschland :(


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

14.04.2026 um 15:40
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Dazu gibt es halt auch andere Meinungen.
Hierzu hätte ich ein Experiment (ohne genaue Zahlen erfahren zu wollen, daher ja nein): hättest Du heute um 12h dein genaues Vermögen gewußt?
Sprich so genau dass es für eine (Vermögens)Steueerklärung gereicht hättte?
Mein Vermögen hat zwischen 8h und jetzt ein Schwankungsbreite von 1,2% gehabt....was hätte ich angeben sollen?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und nochmal: man sollte sich mal vergegenwärtigen wie viele überreiche Menschen inzwischen selbst für die Vermögenssteuer und die Reform der Erbschaftssteuer plädieren.
Bekannt bis jetzt sind 100 aus 21,7 Millionen Erdbewohner.


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