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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.985 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 09:43
@peekaboo
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Aber diese Leute machen das nicht, weil sie zu blöd oder zu böse wären, sondern weil sie von Ökonomen beraten werden, wissen sie, dass das nicht geht, weil der Kapitalismus bestimmten Zwängen unterliegt.

Dafür muss man das kapitalistische Wirtschaftssystem aber ein Stück weit verstanden haben. Dann versteht man auch, warum die Politiker das nicht machen - und warum Leute, die solche Forderungen stellen, die ganze Zeit auf verlorenem Posten stehen.
Ja. Die Lage ist mMn. jedoch keinesfalls hoffnungslos. Mit Menschen wie Martyna Linartas , Ungleichheitsforscherin, und anderen spannenden Ökonomen wie z.B. Gabriel Zucman weht auch wieder ein anderer Wind durch Deutschland. Für die Gesellschaft ist die extreme Ungleichheit in Deutschland ein Pulverfass. Von daher kommt man offenbar überhaupt nicht mehr drum herum, Steuerreformen über kurz oder lang anzugehen. Die Vermögenssteuer ist auch kein Naturgesetz, sondern sie war nur ausgesetzt, und könnte nach ein wenig Korrektur wieder eingesetzt werden.


Hier noch der erwähnte, informative Beitrag von Oxfam zu der von Dir angesprochenen Thematik:
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Fazit: Keine Angst vor Steuerflucht!
Die angeblich drohende Steuerflucht ist eines der zentralen Argumente gegen die Wiedererhebung der Ver-
mögensteuer. Die Gegner der Steuer schüren diese Angst mit gezielten Kampagnen und Drohungen. Sie por-
trätieren die Demokratie dagegen als machtlos, die hohe Konzentration von Vermögen als alternativlos. Dabei
wurden in den letzten hundert Jahren sowohl die Gesetze gegen Steuerflucht als auch die Maßnahmen gegen il-
legale Steuerhinterziehung schrittweise verschärft. Mit der Kombination aus Wegzugsteuer und der Besteuerung
von Unternehmensverlagerungen steht mittlerweile ein umfassender Werkzeugkasten gegen Steuerflucht zur
Verfügung. Die schnelle und rückwirkende Korrektur nach dem Gerichtsurteil zur Steuerpflicht von Anteilen an
Personengesellschaften im Jahr 2010 genauso wie die weitgehende Abschaffung der Stundungsregelungen im
Jahr 2021 sind Belege für die Handlungsfähigkeit des Staates.
https://www.oxfam.de/system/files/documents/oxfam_netzwerk_steuergerechtigkeit_2024_keine_angst_vor_steuerflucht_final.pdf

Keine Angst vor der Vermögenssteuer!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 09:58
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Konkretisiere doch was Du mit dieser Traumaproblematik im Kapitalismusthread willst.
Man muß hier beim Lesen ertragen, wie undifferenziert sich User über Leistungsempfänger äußern. Angefangen über Couchpotatoes bis hin zu Sanktionsforderungen. Die Traumaproblematik ist nur ein Punkt, der eine Erklärung gibt, weshalb sich Menschen im Leistungsbezug ggf. nicht so verhalten, wie manch einer es gerne hätte.

Aber Menschen verstehen zu wollen setzt Offenheit voraus. Die ist halt nicht jedem gegeben. Aus diversen Gründen wie eigene Ängste vor Fremden, verdrängte Schuldgefühle aus der unverarbeiteten Nachkriegszeit and what ever. Wir leben hier in einer Gesellschaft, die den letzten Krieg immer noch nicht aufgearbeitet, verarbeitet hat. Dafür bräuchte es viel mehr Öffentlichkeit.

An der Stelle eine Buchempfhelung Kriegsspuren: die deutsche Krankheit German Angst
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich sehe keinen Widerspruch: therapiert so viele ihr wollt, ihr müsst es halt bezahlen...der Kapitalismus hindert das nicht - angesichts der benötigten Summe und eine eventuelle zu harte Umlage sinken die sowieso geringen Wirtschaftserträge...wer fordert, muss auch mit den Konsequenzen leben.
Alles normale Mechanismen.
Jo, genau. Man sollte es allerdings dringendst mal so sehen, dass die Wirtschaft den Menschen dienen sollte. Und nicht andersherum. Daher ja auch die Aufforderung mal neu über Werte nachzudenken. Was wollen wir alle? Wie wollen wir wirklich leben? Und dann ggf. über eine caring economy vielleicht mal dahin kommen, dass hier nicht das Geld regiert, sondern Mensch, Tier und Natur no.1 sind.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 10:07
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Keine Angst vor der Vermögenssteuer!
Ich zB. hätte keine: ich würde das Finanzamt bis zum letzten Cent mit Einsprüchen zuscheissen, meinetwegen bis BGH, BVerfG und würde problemlos Mitstreiter finden, sehr viele, mindestens eine Million.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Man sollte es allerdings dringendst mal so sehen, dass die Wirtschaft den Menschen dienen sollte. Und nicht andersherum. Daher ja auch die Aufforderung mal neu über Werte nachzudenken.
Ein Hinweis aus Abahatschis Finanzbibel, Buch der Staatfinanzierung, Vers 1:
Alles in einem Staat zahlen die Endverbraucher die keinerlei Staatszuschüsse bekommen
(Umgesetzte Wünsche muss man sich auch leisten können.)
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Was wollen wir alle? Wie wollen wir wirklich leben?
Tja, Problem: Du willst paar Leuten das Geld wegnehmen und anderen geben - bin mal gespannt wieviel Zuspruch Du reell finden würdest.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 10:16
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ich zB. hätte keine: ich würde das Finanzamt bis zum letzten Cent mit Einsprüchen zuscheissen, meinetwegen bis BGH, BVerfG und würde problemlos Mitstreiter finden, sehr viele, mindestens eine Million.
1. lebst du nicht hier
2. aber mach halt, wenn du meinst.
3. but, von was redest du eigentlich überhaupt? Die Vermögenssteuer beträfe Vermögen über 2 Millionen Euro. Gibts hier denn eine Millionen Vermögende mit 2 Millionen Euro Vermögen?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ein Hinweis aus Abahatschis Finanzbibel, Buch der Staatfinanzierung, Vers 1:
Alles in einem Staat zahlen die Endverbraucher die keinerlei Staatszuschüsse bekommen
(Umgesetzte Wünsche muss man sich auch leisten können.)
Daraus brauchst erst garnicht zu zitieren. Wenn dir Oxfam nicht passt, was soll ich dann mit deinem Käseblatt anfangen. Und überhaupt: das sind ja echt Weisheiten 🙄
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Tja, Problem: Du willst paar Leuten das Geld wegnehmen und anderen geben - bin mal gespannt wieviel Zuspruch Du reell finden würdest.
Mehr als du. Safe.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 10:41
Die Stufen einer möglichen Einfuhrung der Vermögenssteuer in Deutschland:

- 2,3 Legislaturen besprechen -> 12 Jahre

- Einführung

- paar Millionen Einsprüche

- 3,4 Jahre Klärung bis ganz oben

- halbscharrige Lösung zum Nachteil der Bürger

- Politik haut sich auf die Brust, na geht doch

- weil das Geld nicht reicht, Senkung der Freibeträge auf eine Mio

- weil das Geld nicht reicht, Senkung der Freibeträge zur Erbschaftsteuer grenze hin-> 400.000

Vermögenssteuer gilt dann quasi für alle, die Reichen und der Kapitalismus kriegen die Schuld weil das Geld nicht reicht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 10:46
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:- paar Millionen Einsprüche
Ging ja schnell von mind. eine Million zu ein paar Millionen Einsprüchen 😂
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Vermögenssteuer gilt dann quasi für alle, die Reichen und der Kapitalismus kriegen die Schuld weil das Geld nicht reicht.
So ein Quark. Bist du inzwischen bei den Familienunternehmern, und machst hier Angstpropaganda? Armseliger Versuch. Der kleine Häuslebauer hat doch nix zu befürchten. Es geht um die größeren Vermögen, ab 2 Millionen aufwärts.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 11:02
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Man muss sich darauf verlassen, dass der Bäcker gutes Mehl nimmt.
Was unterscheidet gutes von schlechtem Mehl? Macht der Müller bei schlechtem Mehl Enzyme rein? Das müsste doch dann auf der Verpackung stehen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich denke, dass was du da treibst ist Glückspiel mit Aktien. Rate mal, wer bezahlen darf, wenn eine Eurer blöden Finanzblasen wieder platzt? Du bestimmt nicht.
Nur mal als Beispiel für ein bekanntes gerettetes Unternehmen der geplatzten Finanzblase: Die Besitzer - also die Aktieninhaber - der Hypo Real Estate wurden im Zuge der Rettung enteignet, hatten also überhaupt nichts von der Rettung. Ein bisschen Entschädigung gab es noch, hätte man auch drauf verzichten können, 1 Euro 50 pro Aktie oder so. Gekauft hatte ich sie damals für 40 Euro (war meine zweite Aktie überhaupt gewesen, bei 500 Euro Investition hält sich der Schmerz in Grenzen). Der Aktienbesitzer hat also durchaus selber bezahlt und wurde eben nicht gerettet.

Ein anderes Unternehmen, welches mit staatsfinanzierten Krediten versorgt und gerettet wurde, war die Commerzbank. Soweit mir bekannt ist, wurden die Kredite mit Zinsen zurückgezahlt, da hat der Staat also noch ein Geschäft mit der Rettung gemacht.
Zitat von OptimistOptimist schrieb:Nun kommt da bei mir die Frage auf, wieviel kann der Staat denn "drucken"?
Unbegrenzte Mengen? -> falls ja, weshalb tut er es nicht?
Weil die Abteilung zum Gelddrucken zwar auch eine staatliche Einrichtung ist, aber völlig unabhängig von anderen Abteilungen agiert, die gerne gedrucktes Geld haben möchten. Diese Abteilung hat den Auftrag, für Geldstabilität zu sorgen. Andere Aufträge von staatlichen Abteilungen zum Gelddrucken werden abgelehnt.

Zumindest in Europa. In Zimbabwe war diese Trennung wohl nicht allzu strikt.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Wenn es im Kapitalismus
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Arbeitszwang
gibt, ist das gut, weil Kapitalismus, aber wenn es im Sozialismus
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Arbeitszwang
gibt, ist das schlecht, weil Sozialismus?
Im "Kapitalismus" soll es nur Arbeitszwang geben, wenn sich die betreffende Person vom Staat finanzieren lassen möchte. Er hat aber die Freiheit, ohne staatliche Alimentierung gibt es auch keinen Arbeitszwang.

Wäre das im Sozialismus auch möglich?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das Thema hat sich doch fast schon erledigt, mit der Wiedereinführung der Vermögenssteuer und einer Erbschaftssteuerreform. Dieses eingenommenen Steuern könnte man zur Entlastung der Einkommenssteuerpflichtigen verwenden, so mal als Idee.
Gibt es eine Beispielrechnung, wie hoch die Pro-Kopf-Entlastung bei einer Vermögenssteuer ungefähr wäre? Ich vermute, da kommen immer ziemlich lächerliche Beträge bei raus.

Und warum sollte man annehmen, dass der Staat tatsächlich Steuern senkt und nicht einfach die zusätzlichen Einnahmen aus der Vermögenssteuer selbst einsackt und z.B. für immer noch mehr Personal ausgibt? Warum braucht das Kanzleramt eigentlich einen Erweiterungsbau, bekommen die Mitarbeiter jetzt nur grössere Zimmer oder muss man mehr Personal unterbringen? Für was braucht man diese zusätzlichen Leute?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 11:57
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Gibt es eine Beispielrechnung, wie hoch die Pro-Kopf-Entlastung bei einer Vermögenssteuer ungefähr wäre? Ich vermute, da kommen immer ziemlich lächerliche Beträge bei raus.
Das geht leicht, man muss nicht auf Antworten aus Fantasia warten.
Bei 1 Mio Steuerpflichtige hätten wir 83 Mio Empfänger, das Verhältnis ist also 1:83.

Will man im Durchschnitt die Einkommensteuer um 1000€/Jahr/"Empfänger" senken, müssen die 1 Mio im Durchschitt 83.000€ pro Jahr mehr bezahlen und somit 83 Milliarden eingetrieben werden.

Aufgrund diese Schwierigkeiten wird man Ausnahmen machen, zB. Entlastung mit 1000€ nur bis 40k brutto - das ist eine Verstärkung der kalten Progression, somit wird aus Tax the Rich -> fick die Mitte (die werden die höheren Preise tragen)

Viel Spass, weiter träumen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 12:59
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:müssen die 1 Mio im Durchschitt 83.000€ pro Jahr mehr bezahlen und somit 83 Milliarden eingetrieben werden.
Kopiert aus dem transsilvanischen Käseblatt. Wieso sollen denn bitte nur 83 Milliarden eingetrieben werden, was soll das?

Die Vermögenssteuer wird schätzungsweise 147 Milliarden jährlich in die Kassen spülen. Das ist doch mal nicht wenig. Damit kann man 42,8 Millionen Einkommenssteuerpflichtige schon etwas entlasten.

Zudem geht es ja auch noch um die Einnahmen aus einer Erbschaftssteuerreform, die hier ein weiterer Multimillionär dringendst befürwortet
Josef Rick, Immobilienunternehmer: "Also wenn sich die steuerlichen Regeln nicht ändern, wenn wir von den heutigen ausgehen, dann keine nennenswerte, oder werden meine Kinder keine nennenswerte Erbschafts- und Schenkungssteuer zahlen müssen. Ich würde sagen, gar nichts bis ein Prozent, das wäre meine Schätzung."

Josef Rick auf dem Weg zu seinem Geschäftspartner, sie planen schon das nächste Großprojekt. Dass Rick sein Unternehmen quasi steuerfrei an seine Kinder übergeben kann, ist durchaus gewollt. Für Unternehmenserben sieht das Gesetz viele Ausnahmen vor. In der Praxis heißt das, viele von ihnen zahlen keine oder nur wenig Steuern aufs Erbe. Doch auch, wenn Josef Rick selbst davon profitiert – richtig findet er das nicht!

Josef Rick, Immobilienunternehmer: "Ich finde, das ist skandalös. Ich bezeichne sowas ja immer gern als Steuerfeudalismus. Es ist eine politische Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir eine wirtschaftliche Gerechtigkeit in unserer Gesellschaft haben. Breite Schultern tragen mehr als schmalere Schultern. Und da weichen wir völlig von ab. Und warum lässt die Gesellschaft das zu? Ich kann das nicht nachvollziehen."

In ihrem aktuellen Subventionsbericht schreibt die Bundesregierung:
Zitat: "Die größte Steuervergünstigung ist die Vergünstigung für Erwerber von Betrieben und Anteilen an Kapitalgesellschaften im Erb- oder Schenkungsfall…"
Jahr für Jahr entgehen dem Staat auf diese Weise rund 4,5 Milliarden Euro. Geld, das den Ländern zusteht und das sie gut gebrauchen könnten: für die Sanierung von maroden Schulen, maroden Schwimmbädern oder kaputten Straßen.
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/erbschaftssteuer-subventionen-superreiche-100.html

Jawoll, Recht hat er: die aktuellen Erbschaftssteuerregelungen sind ein Skandal!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 13:21
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Die Vermögenssteuer wird schätzungsweise 147 Milliarden jährlich in die Kassen spülen.
Gibt es eine Rechnung dazu? Auch zur Entlastung der anderen Steuerzahler?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Will man im Durchschnitt die Einkommensteuer um 1000€/Jahr/"Empfänger" senken, müssen die 1 Mio im Durchschitt 83.000€ pro Jahr mehr bezahlen und somit 83 Milliarden eingetrieben werden.
Naja, entlastet werden müssten ja nur die Steuerzahler. Wenn man mal optimistisch rechnet, rund die Hälfte der Bevölkerung. Dann wären es nur noch 40 Milliarden. Die Steuererleichterung wären dann 83 Euro pro Monat. Das schliesst die Schere zwischen arm und reich.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 13:29
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Gibt es eine Rechnung dazu?
Hier die Studie des Deutschen Institutes zur Wirtschaftsforschung (DIW), welche die Linke zur Vermögenssteuer in Auftrag gegeben hatte.

https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.998454.de/diwkompakt_2026-211.pdf
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Auch zur Entlastung der anderen Steuerzahler?
Ist mir derzeit nicht bekannt. Ich selbst fange mit solchen Rechnereien - wie sie in Transsibirien üblich zu sein scheinen - erst gar nicht an, weil ich nicht alle zu berücksichtigenden Aspekte kenne.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 14:33
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hier die Studie des Deutschen Institutes zur Wirtschaftsforschung (DIW), welche die Linke zur Vermögenssteuer in Auftrag gegeben hatte.
Kannst du mal überschlägig das Ergebnis aus der Studie darstellen, um wieviel pro Kopf die Einkommenssteuer sinken würde?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich selbst fange mit solchen Rechnereien - wie sie in Transsibirien üblich zu sein scheinen - erst gar nicht an, weil ich nicht alle zu berücksichtigenden Aspekte kenne.
Habe ich mir schon fast gedacht. Egal, was bei rauskommt, Hauptsache den Reichen wird was weggenommen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 16:48
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:3. but, von was redest du eigentlich überhaupt? Die Vermögenssteuer beträfe Vermögen über 2 Millionen Euro. Gibts hier denn eine Millionen Vermögende mit 2 Millionen Euro Vermögen?
Es gibt in Deutschland ca. 3 Mio Vermögensmillionäre, davon dürfte ein größerer Teil auch über die 2 Mio. € kommen. Bei höherer Inflation ergibt sich das schon relativ schnell über die Zeit dadurch, dass reale Werte wie Immobilien oder Firmenanteile durch die Geldabwertung bei gleichbleibendem realen Wert nominal höher bewertet werden.

Ein Schwenk auf die Statistik: Aktuell gehen bei den Finanzbehörden in einem normalen Jahr ca. 3-3,5 Millionen Einsprüche ein (2023 und 2024 sind aufgrund der Grundsteuerreform enorme Ausreißer nach oben, mit ca. 9,5 Mio. und ca. 6 Mio. Einsprüchen). Bei der Neueinführung der Vermögenssteuer ist davon auszugehen, dass der Großteil der Betroffenen initial einen Einspruch einlegen wird, hauptsächlich um ungeklärte Fragen bei den Bewertungen usw. anzufechten. @ApexOne liegt also vermutlich nahe an der Größenordnung, die das einnehmen wird, insbesondere wenn man betrachtet dass bei Hinzuziehen der Betriebsvermögen (was du ja befürwortest) nicht nur die natürlichen Personen mit einem Vermögen über 2 Mio. zu betrachten sind, sondern auch die juristischen Personen, das dürften eine ganze Menge sein.

Quelle für die Zahlen: https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2025/09/Inhalte/Kapitel-3-Analysen/3-2-einspruchsbearbeitung-finanzaemter.html
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ist mir derzeit nicht bekannt. Ich selbst fange mit solchen Rechnereien - wie sie in Transsibirien üblich zu sein scheinen - erst gar nicht an, weil ich nicht alle zu berücksichtigenden Aspekte kenne.
Das finde ich etwas seltsam - vor dem Hintergrund macht es auch keinen Sinn, hier ständig Studien reinzuwerfen, wenn du diese nicht weiter diskutieren willst. Eine Diskussion über das Steuersystem wirst du ganz ohne Zahlendiskussion nicht sinnvoll führen können.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 18:27
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Zudem geht es ja auch noch um die Einnahmen aus einer Erbschaftssteuerreform, die hier ein weiterer Multimillionär dringendst befürwortet
Für Unternehmenserben sieht das Gesetz viele Ausnahmen vor. In der Praxis heißt das, viele von ihnen zahlen keine oder nur wenig Steuern aufs Erbe. Doch auch, wenn Josef Rick selbst davon profitiert – richtig findet er das nicht!
https://www1.wdr.de/daserste/monitor/sendungen/erbschaftssteuer-subventionen-superreiche-100.html

Ja, Rick ist ziemlich dumm, er profitiert nicht selbst davon. Ein Wunder dass er sich dazu äußern darf, in einem Qualitätsbericht vom ÖRR...


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 18:38
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Kannst du mal überschlägig das Ergebnis aus der Studie darstellen, um wieviel pro Kopf die Einkommenssteuer sinken würde?
Nein. Das steht da mEn auch gar nicht drin.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Habe ich mir schon fast gedacht. Egal, was bei rauskommt, Hauptsache den Reichen wird was weggenommen.
Hattest du mitbekommen, dass ich zuvor ein weiteres Beispiel für einen Multimillionär eingestellt hatte, der es auch als Skandal empfindet, wie hier in Deutschland die Vermögenden steuerlich begünstigt werden? Er wäre gerne bereit zu geben, weil er erfasst hat, dass es so nicht richtig ist, wie es läuft.
Müßte für dich doch seltsam erscheinen, oder etwa nicht?
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ja, Rick ist ziemlich dumm, er profitiert nicht selbst davon. Ein Wunder dass er sich dazu äußern darf, in einem Qualitätsbericht vom ÖRR...
Is klar, dass hier dann wieder eine dünne Stimme aus dem Off aufschlagen muß (mit Wohnsitz im Irgendwo), um diesen Menschen als dumm zu diffamieren. Und im Vorbeigehen noch kurz den ÖRR Plattreden.
Yo, Hauptsache ein olles Käseblatt besitzen, wo eh nix Gescheites drin steht. Für Arme ist das, echt, für Arme. Aber so ist das dann wohl in Transsonstwas.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 18:44
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:mit Wohnsitz im Irgendwo
Schon geil, und ich darf bei der BTW wählen! Das stärkt die Demokratie!
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:um diesen Menschen als dumm zu diffamieren
Ok...kannst Du mir in einem einfachen Satz schreiben wie er selbst davon profitiert wenn er sein Unternehmen an seinen Kinder vererbt?
@kuno7 hat hier aufgeklärt dass die Erbschaftsteuer vom Erben zu bezahlen ist.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:den ÖRR Plattreden.
Gerne, immer. Die Zuschauer die drauf angewiesen sind, tun mir einfach leid.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 18:49
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Das finde ich etwas seltsam - vor dem Hintergrund macht es auch keinen Sinn, hier ständig Studien reinzuwerfen, wenn du diese nicht weiter diskutieren willst.
Lachhaft. Von wegen "ständig" ... voll manipulativ.

Ich wurde gefragt
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Die Vermögenssteuer wird schätzungsweise 147 Milliarden jährlich in die Kassen spülen.
Gibt es eine Rechnung dazu?
und antworte, wie es zu der Summe kommt. Sie stammt aus dieser Studie

https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.998454.de/diwkompakt_2026-211.pdf

Du kannst es mal gepflegt unterlassen, mich mit dieser dümmlich, durchsichtigen Art zu provozieren.
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Es gibt in Deutschland ca. 3 Mio Vermögensmillionäre, davon dürfte ein größerer Teil auch über die 2 Mio. € kommen
Es scheint zu stimmen. Wunderbar, alle besteuern! Vermögen und Erbschaften.

TAX THE RICH 💰 (sind viele Reiche auch mit einverstanden 🤗)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 18:57
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Ok...kannst Du mir in einem einfachen Satz schreiben wie er selbst davon profitiert wenn er sein Unternehmen an seinen Kinder vererbt?
Häng' dich nur an so ner Lappalie auf 🥱 Vllt. erbt er ja selbst noch etwas. von iwelchen Großtanten oder sonst wem. Also immer locker bleiben 😊


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 19:40
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Hattest du mitbekommen, dass ich zuvor ein weiteres Beispiel für einen Multimillionär eingestellt hatte, der es auch als Skandal empfindet, wie hier in Deutschland die Vermögenden steuerlich begünstigt werden? Er wäre gerne bereit zu geben, weil er erfasst hat, dass es so nicht richtig ist, wie es läuft.
Müßte für dich doch seltsam erscheinen, oder etwa nicht?
@mitH2CO3

Natürlich erscheint das seltsam. Er kann doch jederzeit geben, wenn er will. Was hindert ihn denn?

Nicht dass es am Ende gar nur um mediale Aufmerksamkeit geht...

Seltsam ist es, so einen Aufriss zu machen als einfach an den Staat zu überweisen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

13.04.2026 um 19:43
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:und antworte, wie es zu der Summe kommt. Sie stammt aus dieser Studie
Wir reden immer noch von einer Studie, die das 'Institut' von Herrn Fratzscher für die Nachfolgepartei der SED gemacht hat?

Ganz sicher unideologische Wissenschaft in Reinkultur, hahaha... und woher wollen sie die Sekundäreffekte abschätzen? Die haben sie sicherheitshalber weggelassen.

Wes Brot ich ess...


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