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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

18.331 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.05.2026 um 20:57
@ApexOne
Der Fond ist nicht nur gehebelt sondern auch breit gestreut um Verluste auszugleichen. Mit steigender Einzahldauer wird er konservativer. Ich finde das System super. Wäre mal spannend zu wissen mit wieviel Kapazitäten die das machen, in Deutschland arbeiten 62400 Menschen in der Rentenversicherung.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.05.2026 um 21:01
Oh, die Finnen machen das scheinbar so wie die Schweden:
Finnland legt einen erheblichen Teil seiner Rentengelder staatlich gesteuert und kapitalgedeckt in Fonds an, um Renditen zu erwirtschaften. Das finnische System ist ein hybrides Modell aus Umlageverfahren und Kapitaldeckung.
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Was ist hier in D denn los?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

10.05.2026 um 21:03
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:in Deutschland arbeiten 62400 Menschen in der Rentenversicherung.
Na ja, sie betreuen nicht nur die 21,5 Mio Rentner, sondern auch die 45 Mio Einzahler und ihre Arbeitgeber...lässt sich schwer bewerten ob das effizient ist.
Zitat von behind_eyesbehind_eyes schrieb:Ich finde das System super. Wäre mal spannend zu wissen mit wieviel Kapazitäten die das machen
Der schwedische Fonds AP7 hat 27 Mitarbeiter - das sind die Fonds Manager...sie verwalten das Geld, betreuen aber keine Rentner.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 08:38
Mir geht dieses permanente Fokussieren des Geldes sowas von auf die Nerven! Als ob ein Land und seine Bevölkerung lediglich aus wirtschaftlichem Wachstum bestehen würden 👿

Weshalb wird hier nur mit diesem einzigen Wert gearbeitet? Dieser krüppelige BIP stellt nur die Produktion dar. Unser aller Leben ist vielfältiger als das, und darum sollte es gehen. Aber:
Der ausschließliche Blick auf das Wachstum ist trügerisch

Aus diesen Gründen errechneten die Jahreswirtschaftsberichte von 2022 bis 2025 auch eine Reihe von Indikatoren, die für den Wohlstand einer Gesellschaft wichtig sind: die soziale Verteilung der wirtschaftlichen Erträge, den Einkommensabstand zwischen Frauen und Männern, die Schulabbrecherquote, die Entwicklung der Biodiversität, die Umweltschäden und andere. Die Zahlen wurden an Universitäten, Schulen und von Medien sehr geschätzt. Im Jahreswirtschaftsbericht 2026 finden sie sich nicht.
https://www.fr.de/wirtschaft/gastwirtschaft/das-bip-taeuscht-ueber-den-echten-wohlstand-der-gesellschaft-hinweg-94266076.html

WESHALB finden sich diese Indikatoren nicht mehr im Bericht für 2026? Was soll da verdrängt werden? Weniger Wohlstand, noch mehr Ungleichheit?
Natürlich ist es wichtig, wie gut die Menschen mit Waren und Dienstleistungen versorgt sind. Doch das BIP kann auch durch Schäden steigen. Es wächst auch, wenn sich mehr Verkehrsunfälle ereignen – auf Kosten des Wohlstands. Auch die kommerzielle Abholzung von Wäldern steigert die Wachstumsrate, zerstört aber Natur. Zudem sagt das BIP nichts aus über die soziale Verteilung des Produzierten.

Andererseits fließen Leistungen, die dem Gemeinwohl dienen, wie die unentgeltliche Pflege von Angehörigen, gar nicht in das Bruttoinlandsprodukt ein, obwohl sie das Wohlergehen aller steigern. Das BIP sagt also viel über die Produktion, aber wenig über den echten Wohlstand aus.
Quelle: s.o.

Der BIP gehört erweitert um Indikatoren wie Care-Arbeit, Umgang mit Ressourcen etc.!

Es gab' ja mal sowas wie diese W3-Indikatoren aber das hatte sich wohl nicht durchgesetzt. Weshalb werden die Care-Aspekte des Lebens nicht im BIP miterfasst? Ohne Care-Arbeit würde niemand auch nur iwas produzieren können ☝️


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 10:39
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der BIP gehört erweitert um Indikatoren wie Care-Arbeit, Umgang mit Ressourcen etc.!
Warum, was willst du damit erreichen?

So wie ich das BIP verstehe, ist das im Prinzip ungefähr eine Zahl dafür, wieviel Tauschhandel stattfand, entweder auf ein Land oder durchschnittlich eine Person bezogen. Natürlich inklusive noch nicht vollständig vollzogenenem Handel, wenn noch eine Netto-Guthaben besteht.

Was sagt das BIP aus, wenn deine Komponenten da mit hinein kommen? Bei welchen Analysen taugt so ein neues BIP dann beser?

Und nur so am Rande, gehört ja eigentlich nicht zum Thema:
Zitat von ToxidToxid schrieb:Du kannst Domains registrieren, wo immer du möchtest.
Das kommt auf die Domain an.
Die Endung .uk ist aber nicht England und nicht Großbritannien. Dafür „benötigst“ du .co.uk als Endung.
Nein, ".uk" wird ausschliesslich von Grossbritannien verwaltet. Nur haben die eine weitere Kategorisierung in Unterdomains vorgenommen, wie einige wenige andere Länder auch.
Die andere steht für die Ukraine.
Ukraine hat ".ua".
selbst mit .de bist du international gut unterwegs, es ist die zweithäufigste Endung.
Dazu benötigt man einen Wohnsitz in Deutschland oder einen Admin mit deutschem Wohnsitz, der für die Registrierung eingetragen werden kann.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 13:08
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Warum, was willst du damit erreichen?
An erster Stelle Sichtbarkeit, damit man das Bewusstsein für diese Themen erhöht. Im Grunde gehören alle nachfolgend genannten Bereiche in den BIP, weil sie in unserem Wirtschaftssystem / Leben stattfinden.
Erster und grundlegender Sektor: Privathaushalte
Zweiter Sektor: Non-Profit-Bereich
Dritter Sektor: Marktwirtschaft
Vierter Sektor: Illegale Schattenwirtschaft
Fünfter Sektor: Staatswirtschaft
Sechster Sektor: Ressourcenwirtschaft
Beitrag von mitH2CO3 (Seite 840)

Für die unbezahlte Care-Arbeit gibt es inzwischen genug Berechnungen, wieviel Wert dieser beizumessen ist.
Die Frage ist doch nur noch: aus welchem Grund wird diese Produktivität nicht schon längst im BIP festgemacht?
Die Zahlen zur unbezahlten Care-Arbeit in Deutschland werden durch aktuelle Analysen und Daten des Statistischen Bundesamtes (Destatis) sowie Studien des Prognos Instituts und des Müttergenesungswerks gestützt. Hier sind die Fakten basierend auf aktuellen Ergebnissen (Stand 2026):Gesamtwert der Care-Arbeit:

Unbezahlte Sorgearbeit (Haushalt, Kinderbetreuung, Pflege) wird auf einen jährlichen Wert von mindestens 1,2 Billionen Euro geschätzt.

Diese Leistung entspricht etwa dem Dreifachen des gesamten Bundeshaushalts 2026.

Die unbezahlte Arbeit wird oft als der „blinde Fleck“ der Wirtschaft bezeichnet, da sie nicht in das Bruttoinlandsprodukt (BIP) einfließt, aber essenziell für dessen Funktionieren ist
Google KI

Es geht also um Sichtbarkeit insb. für den eingeschränkten Blick von sturen Betonköppen, die in der Vergangenheit leben, und die Produktion z.B. des "Humankapitals" :Y: nicht den Wert beimessen wollen, den er hat.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 13:42
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:An erster Stelle Sichtbarkeit,
Diese Punkte sind bisher unsichtbar? Niemand weiss, dass Eltern ihre Kinder gross ziehen und dass manche (übrigens relativ ziemlich wenige) privat ihre Angehörigen pflegen?

Zu was wird das BIP bisher herangezogen, und was würde daran verbessert werden, wenn diese Dinge einfliessen? Eine ominöse Sichtbarkeit ist kein Wert, der für Vergleichszwecke eine Relevanz hätte.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Unbezahlte Sorgearbeit (Haushalt, Kinderbetreuung, Pflege)
Haushalt = Gehört zum Leben einfach dazu, selbstverständlich kümmert sich jeder selbst um seinen Haushalt, oder bezahlt dafür, wenn es jemand anderes machen soll

Kinderbetreuung = Privates Vergnügen, das Anschaffen von Kindern ist eine eigene Entscheidung und geschieht so gut wie durchweg auf eigenen Wünschen

Und ich finde das durchaus interessant, auf der einen Seite beklagst du vehement den Kapitalismus, auf der anderen Seite willst du diese Bereiche jetzt auch noch dem Kapitalismus zuführen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 14:22
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Diese Punkte sind bisher unsichtbar? Niemand weiss, dass Eltern ihre Kinder gross ziehen und dass manche (übrigens relativ ziemlich wenige) privat ihre Angehörigen pflegen?
Jeder weiß es. Aber die meisten ignorieren den Wert dieser Tätigkeiten, und erkennen nicht die gravierende Benachteiligung der Frauen an. Es ist ja so selbstverständlich, dass Mütter diese "Frauenarbeit" erledigen. Weshalb ist es denn nicht in der Regel so, dass Frauen die Kinder bekommen, und die Männer bleiben zuhause, späterhin in Teilzeit und den damit verbundenen Nachteilen. Weshalb machen denn nicht Männer diese Abwertung mit?

Es ist nicht gott- oder naturgegeben, dass Frauen benachteiligt sein müßen. Das ist Männergemacht. Männer respektieren immer noch nicht, dass die unbezahlte Care-Arbeit ihren - auch materiellen - Wert hat. Ein dämlicher Blumenstrauß für die Mutti am Muttertag ist doch der Megahohn. Wtf.
Hohe Summen in Elternzeit: Bei Familien mit Kindern oder in der Pflege, wo Care-Arbeit in Vollzeit geleistet wird, ist ein monatlicher Wert von über 7.000 Euro realistisch, wenn man diese Tätigkeiten mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von ca. 24 € bepreist.
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Zitat von zaeldzaeld schrieb:Haushalt = Gehört zum Leben einfach dazu, selbstverständlich kümmert sich jeder selbst um seinen Haushalt, oder bezahlt dafür, wenn es jemand anderes machen soll

Kinderbetreuung = Privates Vergnügen, das Anschaffen von Kindern ist eine eigene Entscheidung und geschieht so gut wie durchweg auf eigenen Wünschen
Es sind aber zumeist die Frauen, die das machen, mit der damit verbundenen Abwertung dieser Tätigkeiten (ist doch nur Hausarbeit), und den weiteren Nachteilen. Eine Gesellschaft sollte durchaus ein hohes Interesse daran haben, dass das sog. "Humankapital" optimal aufwachsen kann, um sich späterhin optimal in der Gesellschaft als guter Steuerzahler einzubringen.
Zitat von zaeldzaeld schrieb:Und ich finde das durchaus interessant, auf der einen Seite beklagst du vehement den Kapitalismus, auf der anderen Seite willst du diese Bereiche jetzt auch noch dem Kapitalismus zuführen.
Ich finde es interessant, dass du es nicht checkst. Aber wenn man vom Dominanzsystem gebrainwashed ist, kann man dafür vermutlich auch kein Verständnis aufbringen. Zudem bin ich gegen den entfesselten Kapitalismus. Der hat jetzt nicht unmittelbar so viel mit dem Risiko der Altersarmut für Frauen zu tun.

Wenn es zu Trennungen kommt, dann steht die Alleinerziehende zumeist noch armutsgefährdeter da. Wenn die unbezahlte Care-Arbeit sichtbar und bewertet würde, dann hätten die betroffenen Frauen auch Ansprüche:
Urteile: In Spanien wurde einer Frau nach 25 Jahren Hausarbeit eine Ausgleichszahlung von über 200.000 Euro zugesprochen.
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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 15:14
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Weshalb ist es denn nicht in der Regel so, dass Frauen die Kinder bekommen, und die Männer bleiben zuhause, späterhin in Teilzeit und den damit verbundenen Nachteilen. Weshalb machen denn nicht Männer diese Abwertung mit?
In der Regel tut sich hier auch niemand darüber beschweren, weder Frauen noch Männer. Das hat noch lange nichts mit Abwertung zu tun. Wenn ich eine Frau habe die sagt sie will unbedingt arbeiten und ihre Karriere aufbauen - bitteschön, idealerweise bin ich schon selbstständig und mache meine kreative Arbeit von Zuhause aus während ich mich um das Baby/Kind kümmere.
Hausarbeit gehört sowieso so gemacht, dass sowohl Mama als auch Papa nicht davon stark beeinträchtigt werden bzw man als Team arbeitet. Ich würde sowohl helfen wenn ich der Arbeiter bin sobald ich daheim bin als auch wenn ich derjenige wäre der daheim sitzt bzw da erst recht als Mann um es meiner Frau schöner zu machen. Bei mir gibts da halt einen anderen Haken aber das ist ne andere Geschichte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 15:46
Zitat von VenomVenom schrieb:In der Regel tut sich hier auch niemand darüber beschweren, weder Frauen noch Männer.
Was meinst du mit "hier"?
Zitat von VenomVenom schrieb:Das hat noch lange nichts mit Abwertung zu tun
Das magst du als Mann sagen. Das kann Frau allerdings durchaus anders wahrnehmen (s. unten -> Frauen wären besonders gut geeignet für die Care-Arbeit, dass die Arbeit ihrem Wesen entspräche ...)
Zitat von VenomVenom schrieb:Hausarbeit gehört sowieso so gemacht, dass sowohl Mama als auch Papa nicht davon stark beeinträchtigt werden bzw man als Team arbeitet.
Jo, Realitiät ist, dass es zumeist eben doch an den Frauen hängen bleibt. Aber: es mag ja deiner Realität entsprechen und auch in vielen Beziehung alles supi klappen. Aber oft genug leider nicht. Woher kämen auch sonst solche Statistiken:
Arbeit, mit der Menschen für andere Menschen sorgen, wird als „Care-Arbeit“ bezeichnet – angelehnt an den englischen Ausdruck „care work“. Der überwiegende Teil dieser Tätigkeiten wird von Frauen geleistet; Frauen leisten im privaten Kontext durchschnittlich 43,4 Prozent mehr unbezahlte Care-Arbeit als Männer (Statistisches Bundesamt 2025). Zudem ist das Stereotyp weit verbreitet, dass für solche Tätigkeiten Frauen besonders gut geeignet seien, dass diese Arbeit ihrem „Wesen“ entspräche. Von Männern hingegen wird erwartet, dass sie Karriere machen, um das Rollenbild des „Familienernährers“ zu erfüllen.

Dass Frauen mehr unbezahlte Care-Arbeit leisten, während Männer deutlich mehr bezahlt arbeiten, ist ein zentrales Thema der Gleichstellung. Denn hierdurch werden Geld, Macht und Zeit ungleich verteilt; nicht selten kommt es zur Abhängigkeit von Frauen von ihren (Ehe-)Partnern. Diese Schieflagen sind – wenn auch in verschiedenen Regionen Deutschlands unterschiedlich stark ausgeprägt – historisch gewachsen und werden durch eine Reihe von institutionellen Rahmenbedingungen, wie zum Beispiel dem Ehegattensplitting, zementiert.
Quelle: https://www.bundesstiftung-gleichstellung.de/wissen/themenfelder/care-arbeit-gleichstellung-und-der-blick-auf-maenner/

Aber gut, es ging ja darum, dass der BIP nix über den Wohlstand bzw. Gleichheit aussagt. Der Gini-Index sagt schon was aus, aber hinsichtlich der Vermögen dann doch wieder nicht, weil das Vermögen der Überreichen nicht transparent ist.

Jemand schlug vor, zunächst mal eine Vermögenssteuer mit 0% einzuführen. Mit der Intention, das Vermögen der Überreichen auf dieser Grundlage wenigstens erst mal erfassen zu können ;)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 16:22
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Mit deinen paar Kröten, die du dann im Ausland ausgibst, wirst du dem Staat aber keinen messbaren Schaden zufügen. Der Staat würde dein Weggehen nicht einmal bemerken - schon gar nicht, wenn du zu dem Zeitpunkt bereits in Rente bist. Deine Arbeitskraft steht ihm dann ohnehin nicht mehr zur Verfügung. Du drohst ihm mit einem Rachefeldzug, bei dem du die wichtigste Waffe - deine aktive Arbeitsleistung - gar nicht mehr einsetzen kannst. Im besten Fall ist das eine peinliche Selbstüberschätzung, im schlimmsten Fall eine reine Fantasie, die nur deinem eigenen Frust Luft macht, aber keinerlei reale Wirkung entfaltet....
Zum Glück weiß niemand, was ich zum ausgeben habe. Geht niemanden etwas an! Wenn es nach anderen hier ginge, würde es wohl anders aussehen.

Allerdings hast du aus meiner Sicht einen Denkfehler an den Tag gelegt, den glaube ich viele begehen.
Wir haben etwas über 20 Millionen Rentner in Deutschland. Wenn jeder Rentner nur 500€ pro Monat ausgibt, liegen wir bei ca. 10 Milliarden € pro Monat. Sagen wir einmal 20% Mehrwertsteuer kommen wir alleine schon auf 2 Milliarden an Mwst die fehlen würden, wenn diese Gruppe geschlossen ins Ausland auswandern würde und das würde dem Staat Dl schon sehr weh tun.
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Meiner Ansicht nach wärst du als Lohnarbeiter (besitzlose Klasse) in einem 100%igen Kapitalismus vollständig deiner Schutzmechanismen beraubt. Deine Arbeitskraft wäre dann nur noch reine Ware, und du wärst ausschließlich vom Verkauf derselben abhängig - ohne Mindestlohn, ohne jeglichen Kündigungsschutz und ohne Arbeitszeitregelungen.
Meinst du nicht, dass wir ohnehin schon exakt das gleiche hier haben. Nur mit dem Unterschied, dass der Staat selbst es macht.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 18:19
Hohe Summen in Elternzeit: Bei Familien mit Kindern oder in der Pflege, wo Care-Arbeit in Vollzeit geleistet wird, ist ein monatlicher Wert von über 7.000 Euro realistisch, wenn man diese Tätigkeiten mit einem durchschnittlichen Stundenlohn von ca. 24 € bepreist.
Okay, bei Familien mit Kindern haben also Frauen jeden Tag im Monat jeden Tag einen Vollzeit-Arbeitstag von knapp 10 Stunden.
Das klingt definitiv realistisch.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 18:53
Zitat von SabresSabres schrieb:Zum Glück weiß niemand, was ich zum ausgeben habe. Geht niemanden etwas an! Wenn es nach anderen hier ginge, würde es wohl anders aussehen.

Allerdings hast du aus meiner Sicht einen Denkfehler an den Tag gelegt, den glaube ich viele begehen.
Wir haben etwas über 20 Millionen Rentner in Deutschland. Wenn jeder Rentner nur 500€ pro Monat ausgibt, liegen wir bei ca. 10 Milliarden € pro Monat. Sagen wir einmal 20% Mehrwertsteuer kommen wir alleine schon auf 2 Milliarden an Mwst die fehlen würden, wenn diese Gruppe geschlossen ins Ausland auswandern würde und das würde dem Staat Dl schon sehr weh tun.
Du machst hier gerade ein Moving the goalposts, denn vorher ging es um deine paar Kröten, die du im Ausland ausgibst - jetzt rechnest du plötzlich mit allen 20 Millionen Rentnern, die geschlossen auswandern. Das ist aber nicht dasselbe.

Klar wenn wirklich alle Rentner ins Ausland gehen würden und dort ihren kompletten Konsum verlagern, würde das dem Staat schon wehtun. Aber das ist ja 'ne rein hypothetische Luftnummer, denn diese geschlossene Auswanderung aller Rentner wird nie passieren. Und du hast selbst von deinem individuellen Rachefeldzug gesprochen und nicht von einer Massenbewegung. Zudem hast du selbst gesagt: „Niemand weiß, was ich zum Ausgeben habe“. Aber genau das entkräftet dein eigenes Milliarden-Argument, denn wenn du anonym und allein handelst, fehlen genau deine 500€ im Monat und das ist für den Staat nun mal irrelevant...

Dein Denkfehler ist der, dass du das hypothetische Verhalten von 20 Millionen Menschen mit deiner eigenen individuellen Handlung verwechselst. Bedeutet: Deine Drohung war persönlich und dein Rechenbeispiel ist kollektiv. Das passt irgendwie nicht zusammen...
Zitat von SabresSabres schrieb:Meinst du nicht, dass wir ohnehin schon exakt das gleiche hier haben. Nur mit dem Unterschied, dass der Staat selbst es macht.
Nein, wir haben halt nicht exakt das Gleiche, sonst gäbe es ja keine Mindestlohn-Debatte, keinen Kündigungsschutz und sowas alles. Dass der Staat selbst oft wie ein schlechter Arbeitgeber auftritt, stimmt, aber ihn mit 'nem Kapitalismus ohne jede Regel gleichzusetzen, ist blind für das, was da alles erkämpft wurde. Es sei denn, du willst sagen: „Schutzgesetze sind wertlos." Ja, dann wünsche ich dir mal viel Spaß im reinen Markt... ;)


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 18:57
Immerhin haben wir zum Glück auch keinen ungezügelten bzw. unregulierten Kapitalismus. Wenn man bedenkt wie die Menschheit generell so ist "muss" es einfach Regeln geben auch wenn bzgl Wirtschaft um beim Thema zu bleiben zu viel Kontrolle und etwas wie Kommunismus sowieso für die Mülltonne ist. Da kann man sich dann auch zwischen Pest oder Cholera aussuchen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 19:56
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:denn vorher ging es um deine paar Kröten
Deine Meinung.
Ist bißchen Unterstellung, denn ich besitze nicht einmal 1 €!
Und nun?
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Klar wenn wirklich alle Rentner ins Ausland gehen würden und dort ihren kompletten Konsum verlagern, würde das dem Staat schon wehtun.
Immerhin, sind wir uns dort wohl einig. Es ist nun so, es findet seit mindestens 70er und vorher statt. Rentner geben, wenn sie die Möglichkeit dazu haben, nach erfolgreichen Arbeitsleben ganz gerne das Geld (hart erwirtschaftet) im Ausland aus.
Vergönnen?
Zitat von peekaboopeekaboo schrieb:Dass der Staat selbst oft wie ein schlechter Arbeitgeber auftritt,
Ich denke, wir können gar nicht so weit auseinander liegen.. Meine Meinung ist natürlich wesentlich krasser, als sehr viele hier andere Meinungen.
Zitat von VenomVenom schrieb:Wenn man bedenkt wie die Menschheit generell so ist "muss" es einfach Regeln geben auch wenn bzgl Wirtschaft um beim Thema zu bleiben zu viel Kontrolle und etwas wie Kommunismus sowieso für die Mülltonne ist.
Ich sage es einmal aus meiner Sicht.
Der Kapitalismus in Deutschland lässt mir persönlich nicht genug Spielraum für das, was ich gerne ausleben möchte.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 20:25
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Mir geht dieses permanente Fokussieren des Geldes sowas von auf die Nerven!
Aktuell willst Du aber mehr Geld für andere haben.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Als ob ein Land und seine Bevölkerung lediglich aus wirtschaftlichem Wachstum bestehen würden 👿
Besteht er nicht - aber was bedeutet es dass es zB in DE Schweinebraten gibt?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Der BIP gehört erweitert um Indikatoren wie Care-Arbeit, Umgang mit Ressourcen etc.!
Hmm, weiss nicht, aus mehreren Gründen:
- der BIP ist ein Indikator, kein absoluter Messwert
- wenn man Care Arbeit in den BIP aufnimmt, dann steigt der BIP auch in Ländern wo mehr Hausarbeit geleistet wird, noch mehr in patriarchaisch eingestellten Ländern, was wäre der finanzielle Nutzen?
- wenn man Umgang mit Ressourcen aufnimmt, in der Annahme es würde schädlich passieren, dann sinkt der BIP
- wenn der BIP in Deutschland steigt, dann haben eine bessere Bestätigung für "reicher Staat der abzockt, arme Bürger weil abgezockt", DE ist eh in der skurrilen Situation drittgrößte Weltwirtschaft zu sein, aber beim Vermögen ist man auf dem 19 Platz (andere Quellen 25sten).


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 21:24
Zitat von bgeowehbgeoweh schrieb:Okay, bei Familien mit Kindern haben also Frauen jeden Tag im Monat jeden Tag einen Vollzeit-Arbeitstag von knapp 10 Stunden.
Das klingt definitiv realistisch.
Klar, du reagierst auch nur auf den Wert, der hier angesetzt wurde. Und den hälst du nicht für angemessen, weil du ja sonst nicht so reagieren würdest. Allerdings könntest du deinen Job nicht machen, wenn nicht - mit 99,99 %iger Wahrscheinlichkeit - irgendeine Frau, sich damals fürsorglich auch um dich gekümmert hätte. Denk mal darüber nach! Da kannst du ggf. ein Gespür dafür entwickeln, wie grundlegend diese Tätigkeiten sind.

Es geht nicht darum, was bei dir in den Ohren klingt oder nicht klingt. Es ist realistisch, dass eine Mutter, welche die ersten drei Jahre in Elternzeit ist, im Grunde sogar 24/7 präsent sein muß. Eigentlich bedeutet das dann noch mehr Euronen finde ich, wegen der ständigen Rufbereitschaft. -

Btw. wo wir gerade sprechen: in Finnland und Schweden beinhaltet der Gini-Vermögensindex auch keine Rentenanwartschaften. Eigentlich nirgendwo. --> Demnach: Deutschland ist und bleibt ein EXTREM ungleiches Land, mit einem Gini-Koeffizienten von 0,81%! Und das ist very very sad!


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

11.05.2026 um 21:45
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Aktuell willst Du aber mehr Geld für andere haben.
Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Ich sprach von diesem mickrigen BIP, der das Leben auf wirtschaftliches Wachstum reduziert. Wie arm ist das denn?

Dennoch bin ich gedanklich auch auf der Suche nach Geld, das man der Gesellschaft zur Verfügung stellen könnte, damit es besser für alle wird. Mir ist total bewußt, dass ich mir "fremdes Geld" hole. Aber es ist dennoch Geld (von den Milliardären), das der Gesellschaft mMn. auch zusteht, weil man es ihr zuvor vorenthalten hat. Fuck drauf, was daraufhin iwelche Neureichen rumkrakelen, die eigentlich überhaupt nicht betroffen sind. Gernegroße Jauler halt.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Besteht er nicht - aber was bedeutet es dass es zB in DE Schweinebraten gibt?
Was ist denn das schon wieder für ein Elend. Wer ißt Schweinebraten, außer die Leftze Söder? Frag' den doch was das für ihn bedeutet.
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:wenn man Care Arbeit in den BIP aufnimmt, dann steigt der BIP auch in Ländern wo mehr Hausarbeit geleistet wird, noch mehr in patriarchaisch eingestellten Ländern, was wäre der finanzielle Nutzen?
Mann, Mann, Mann: es geht primär um Frauen. Deren unbezahlte Arbeit würde damit aufgewertet werden. Auch in sch*** patriarchischen Länder wie ... Germany :D
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:- wenn man Umgang mit Ressourcen aufnimmt, in der Annahme es würde schädlich passieren, dann sinkt der BIP
Ganz genau. Dann kann wirklich jeder gerne wahrnehmen, wie sch** es ist, Ressourcen einfach so zu verbrauchen, ohne auf Nachhaltigkeit zu achten. Je mehr Beachtung der Nachhaltigkeit, desto höhere Preise, desto höheren BIP, odda? Beruhige dich also!
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:- wenn der BIP in Deutschland steigt, dann haben eine bessere Bestätigung für "reicher Staat der abzockt, arme Bürger weil abgezockt", DE ist eh in der skurrilen Situation drittgrößte Weltwirtschaft zu sein, aber beim Vermögen ist man auf dem 19 Platz (andere Quellen 25sten).
U.A. weil manche meinen ganz dringend dem Ruf folgen zu müßen: Kirgistan, Rumänien, Transsibirien, Aserbeidschan oder auch Dschingis Khan

Quelle: 💰

TAX THE RICH 💰


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

12.05.2026 um 00:01
@Sabres
So einfach, wie Du Dir das vorstellst ist es nicht. Und schon gar nicht, den deutschen Staat ärgern. Dann müsstest Du in einen nicht-EU Staat, aber da musst Du die Rente beantragen und ein Antrag kann auch immer abgelehnt werden.

Lies Dir das mal in Ruhe durch:
Rente im Ausland: Was Sie alles wissen sollten
Umzug im Ruhestand
Sie träumen vom Ruhestand in der Sonne? Damit sind Sie nicht allein. Die Deutsche Rentenversicherung überweist jährlich rund 1,7 Millionen Renten ins Ausland. Aber machen Sie mit uns den ersten Schritt: Informieren Sie sich hier. Es gibt einiges zu beachten.
Quelle: https://www.sparkasse.de/pk/ratgeber/reisen/rente-im-ausland.html#wann-sie-ihre-deutsche-rente-im-ausland

Z.B.:
Wenn Sie in Deutschland einen Rentenanspruch für eine gesetzliche Rente erworben haben und ins Ausland umziehen, können Sie sich Ihre Rente in das jeweilige Land überweisen lassen.

Je nach Dauer des Aufenthalts und Land kann das unterschiedliche Auswirkungen haben – oder auch gar keine.

Wenn Sie länger als 6 Monate im Jahr oder dauerhaft im Ausland bleiben, sollten Sie insbesondere die Steuerpflicht prüfen. Diese variiert je nach Land und kann sich stark auf die Nettorente auswirken.
Quelle: ebenda
Außerdem wichtig: Hier geht es um die volle gesetzliche Rente (Bruttorente). In Bezug auf die Besteuerung der Rente kann es je nach Land zu Vor- oder Nachteilen kommen.
Quelle: ebenda

Und um Deutschland zu Schaden müsstest Du ja in ein Land außerhalb der EU, ansonsten gibt es immer Ausgleich zwischen den EU-Ländern: Sozialversicherungsabkommen ;-)
Sie verlegen Ihren Wohnsitz länger als 6 Monate in ein Land, mit dem Deutschland kein Sozialversicherungsabkommen hat, das außerhalb der EU liegt und bei dem es sich nicht um Island, Liechtenstein, Norwegen oder die Schweiz handelt. Es kann je nach Fall zu Kürzungen der Rente kommen. Lassen Sie sich unbedingt vorab von der Deutschen Rentenversicherung für Ihren Fall beraten.
Quelle: ebenda, Tabelle erster Eintrag

Und ich hoffe Du denkst an Deine Gesundheit:
Wichtig zu wissen
Hinweis zur Krankenversicherung
Neben der Rente müssen Sie auch Ihre Krankenversicherung ins Ausland mitnehmen, da Sie bei einem Aufenthalt von mehr als 6 Monaten entweder gesetzlich versichert bleiben oder sich privat nachversichern müssen. Wichtig: Die Absicherung über die gesetzliche oder private Krankenversicherung läuft im Ausland nicht automatisch weiter. Die Regelungen unterscheiden sich stark zwischen EU und Nicht-EU-Staaten. Setzen Sie sich also vorher mit Ihrer zuständigen Krankenversicherung in Verbindung, um alle wichtigen Punkte zu klären.
Quelle: ebenda

Und vergiss nicht Deine jährliche Lebensbescheinigung:
Die Lebensbescheinigung: Ein Nachweis, den Sie bei einer Rente im Ausland oft erbringen müssen
Eine Besonderheit hat die Rente im Ausland in den meisten Fällen: Rentnerinnen und Rentner, die ins Ausland auswandern, müssen beim Renten Service der Deutschen Post AG im Auftrag der DRV einmal jährlich nachweisen, dass sie noch leben. Das geht schriftlich mit der sogenannten Lebensbescheinigung.
Quelle: ebenda

Und denk an die Steuern und das Urteil des Bundesfinanzhofs (BFH) im Jahr 2025:
Wer nicht aufpasst, riskiert Kürzungen und Doppelbesteuerung
Lange Zeit galt, dass deutsche Rentnerinnen und Rentner in ihrem Ruhestand in einigen Ländern nur einen reduzierten Steuersatz von 10 Prozent auf ihre Einkünfte zahlen. In anderen Ländern waren sie für 10 Jahre ganz von der Steuer befreit. Doch der Bundesfinanzhof (BFH) hat in einem im November 2025 veröffentlichten Urteil entschieden, dass das nicht bedeutet, dass dann auch in Deutschland keine Steuern anfallen.

Im Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) steht dem Urteil zufolge ausdrücklich, dass, wenn ein Rentner im Ausland steuerlich befreit wird, stattdessen die Steuerpflicht in Deutschland greife. Das bedeutet: Wer als deutscher Staatsbürger oder Staatsbürgerin im Ausland auf seine Rente (oder seine anderen Einkünfte) keine Steuern zahlen muss, muss sie – je nach DBA – stattdessen in Deutschland zahlen. Für viele Menschen bedeutet dies nun hohe Nachzahlungen.
Quelle: ebenda

Und private Altersvorsorge musst Du zurückzahlen, wenn Du Deutschland schaden willst und nach außerhalb des europäischen Binnenmarktes umziehen willst:
Diese Auswirkungen kann eine Rente im Ausland auf die private Altersvorsorge haben
Auch eine private Altersvorsorge – etwa in Form von Lebensversicherungen oder privaten Rentenversicherungen – können Sie grundsätzlich auch im Ausland beziehen. Die Auszahlungen hängen meist nicht vom Wohnsitz ab, da es sich um private Verträge handelt. Jedoch können Wechselkursrisiken, steuerliche Regelungen im Wohnsitzland sowie eventuell anfallende Transfergebühren die effektive Höhe der Auszahlung beeinflussen.

Besonders zu beachten ist die Riester-Rente: Wer früher dauerhaft ins Ausland gezogen ist, musste die staatlichen Riester-Zulagen und Steuervorteile komplett zurückzahlen. Mittlerweile ist das etwas flexibler gestaltet worden: Zumindest wenn Sie in ein anderes EU-Land oder in ein Land des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) ziehen, können Sie bereits gutgeschriebene Zulagen und Steuervorteile behalten. Wer in ein Land außerhalb der EU und des EWR auswandert, muss hingegen Steuervorteile und Zulagen normalerweise zurückzahlen.
Quelle: ebenda


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

12.05.2026 um 00:25
Und @Sabres

Wenn Du im Europäischen Binnenmarkt einkaufst, glaubst Du ernsthaft, dass dann kein einziges deutsches Unternehmen daran mitverdient?

Selbst im nicht EU Ausland kann das passieren, nennt sich Globalisierung.


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