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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

16.657 Beiträge ▪ Schlüsselwörter: Wirtschaft, Armut, Kapitalismus ▪ Abonnieren: Feed E-Mail

Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:01
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Nein, gibt es nicht.
Der Haupttäter in diesem Punkt ist der Staat und die Umverteilung.
Zur Begründung:
- wenn ein Unternehmen die gewünschte Rendite erreicht, muss es nicht mehr wachsen (Wachstum tut auch nicht allen Unternehmen gut)
- der Staat, speziell seine Vertreter wollen immer mehr Leistungen anbieten damit sie gewählt werden
- basiert es auf Schulden (bzw. Anleihenemission) müssen Zinsen bedient werden, dazu erhöht der Staat die Gebühren ggf. auch die Steuern, es bracuht mehr Einnahmen
- ab da kann es nur durch Wachstum finanziert werden, die Preiserhöhungen tragen die Endverbraucher nur bedingt mit
Der Staat reagiert oft nur auf die Instabilität des Kapitalismus. Ohne Wachstum gäbe es Massenarbeitslosigkeit, weil z.B. technischer Fortschritt ständig Arbeitsplätze vernichtet.
Wachstum ist der soziale Puffer: Nur wenn der Kuchen größer wird, kann man dem Arbeiter mehr geben, ohne dem Kapitalisten etwas wegzunehmen. Ohne Wachstum führt Kapitalismus direkt zum Klassenkampf.
Der Wachstumszwang ist kein "Fehler" des Staates, sondern das Betriebssystem des Kapitalismus. Der Staat ist eher der "Süchtige", der mitmacht, weil das System ohne Wachstum sofort in eine schwere Depression stürzt.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:30
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Wenn Hunger und Armut in Afrika ein strukturelles und systemisches Problem sind, dann widerspricht das aber doch deiner Aussage, ne Hand voll Milliardäre könnten den Hunger in Afrika längst beendet haben, wenn sie nur wollten. Wäre dem so, dann wäre dieses Problem aber nich systemisch/strukturell.
Also was denn nun?
Natürlich können die Profiteure und Gestalter des Systems das System selber beeinflussen, ändern, sogar abschaffen usw.
Aber das wird natürlich nicht passieren, also hat das nichts mit Widerspruch zu tun.

Wenn Milliardäre wollten, könnten sie ihre Milliarden nutzen, um faire Lieferketten zu erzwingen oder politische Reformen in der Welthandelsorganisation (WTO) zu unterstützen, die Afrika nicht benachteiligen. Dass sie es nicht tun, ist Teil des systemischen Problems.
Dass die Milliardäre den Hunger nicht beenden, ist systembedingt. Im Kapitalismus ist ihr Kapital darauf programmiert, sich zu vermehren, nicht sich aufzulösen. Würden sie ihr Vermögen 'verschenken, um den Hunger strukturell zu bekämpfen, würden sie ihre Machtposition im Wettbewerb verlieren. Das System verbietet ihnen quasi die ethische Lösung.
Hunger wird systemisch erzeugt, aber durch die schiere Menge an angehäuftem Reichtum könnte er physisch gelindert werden. Dass das Geld nicht fließt, ist kein Beweis dafür, dass es nicht helfen würde, sondern ein Beweis dafür, dass das System Profite über Menschenleben stellt.
Zitat von kuno7kuno7 schrieb:Das is erstmal nur ne Behauptung! Kannste die auch mal mit was substantiellem unterfüttern?
Schau dir doch die Realität an:
Erpressung durch Abwanderung: Egal wer regiert, sie müssen "brav" sein. Wenn eine Regierung wirklich mal Reiche zur Kasse bittet, drohen die Firmen sofort mit Abwanderung. Weil der Staat Angst um Jobs und Steuern hat, knickt er immer ein. Die Bosse wählen also jeden Tag mit, nicht nur alle vier Jahre.
Banken-Rettung als Beweis: Wenn es knallt, rettet der Staat mit unserem Geld die Zocker, weil das System sonst verreckt. Das nennen sie dann "alternativlos". Da siehst du doch: Der Markt steht über der Demokratie.
Gekaufte Politik: Lobbyismus, Parteispenden und Politiker, die nach ihrer Karriere direkt in die Chefetagen wechseln – das ist doch keine echte Demokratie mehr, sondern eine Herrschaft der Reichen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 10:56
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Wir leben in einer Demokratie, aber auch im Kapitalismus, wo Geld Macht und Freiheit bedeutet. Wie willst du denn im Kapitalismus leben, ohne dass Geld Macht bedeutet?
Das widerspricht sich doch, oder? Es wird keinen Kapitalismus geben, wo Menschen in Machtposition diese einfach aufgeben und sagen: „So, wir streben jetzt nicht mehr nach Geld und Macht, sondern nach irgendwas anderem.“ Warum sollte so etwas passieren?
Das hälst du ja für Naivität, aber ich bin überzeugt davon, dass die genannten Personen alle miteinander das Thema Ungleichheit begriffen haben, und welche Gefahr diese - und natürlich auch die Machtkonzentration Einzelner - für die Demokratie bedeuten. Diese Personen sind keine irrationalen Idealisten. Sie sehen die Gefahr, und wollen die überreichen Kollegas und Kolleginnen inspirieren, es ihnen gleich zu tun. Das ist ihre Absicht, Intention. Und nicht Manipulation.

Und ich fühle mich nicht machtlos, das wirst du mir auch nicht suggerieren können. Ich hab' bei jedem Einkauf die freie Entscheidung, bei welchen Produkten ich mein Geld lasse. Nachhaltig, biologisch oder konventionell, Umwelt- und tiergefährdend. Ferner wo ich einkaufe (Arbeitsplatzbedingungen etc.) Ergo können wir alle mit unserem Kaufverhalten den Markt steuern.

Und das Coole an Demokratie ist meine Wahlstimme. Damit kann ich die Partei wählen, die meiner Haltung am meisten entgegenkommt. In einer Autokratie hab ich keine Stimme, keinerlei Chance mitzugestalten.
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Wenn es der Machtposition nützt, wird es gemacht, wenn nicht, dann nicht.
Jo, bei bestimmten Hardlinern. Aber auch hier: es sind nicht alle so asozial.
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Grundsätzlich bedeutet Kapitalismus Wachstumszwang und Kapitalakkumulation bei einigen wenigen und nicht Freiheit und Wohlstand für alle.
Wenn es so wäre, dann dürften die skandinavischen Staaten auch nicht funktionieren. Sie tun's aber, die Bürger scheinen dort mit ihrem Staat zufrieden zu sein. Was also machen sie in ihren Demokratien im Hinblick auf den Kapitalismus anders als Deutschland und USA, mit ihren extremen Ungleichheiten?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:06
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wenn es so wäre, dann dürften die skandinavischen Staaten auch nicht funktionieren. Sie tun's aber, die Bürger scheinen dort mit ihrem Staat zufrieden zu sein. Was also machen sie in ihren Demokratien im Hinblick auf den Kapitalismus anders als Deutschland und USA, mit ihren extremen Ungleichheiten?
Der Kapitalismus ist mittlerweile ein globales System, kein nationales. Die Ungleichheiten innerhalb bestimmter Staaten sind ein Witz gegenüber den Ungleichheiten weltweit. Und kleine, reiche Staaten wie etwa Schweden können ihren relativen Wohlstand und interne relative Gleichheit nur aufrecht erhalten, weil es eben diese globale Ungleichheit gibt.
Machen wir ein überzogenes Beispiel, zwei Demokratien, eine mit Milliardenbevölkerung, extrem verarmt, eine mit ein paar hundert reichen Milliardären. Es ergibt keinen Sinn zu fragen was das große Land denn nun falsch macht und das kleine Land richtig. Der Reichtum des kleinen Landes ist Grundlage und Folge des Reichtums des anderen und umgekehrt.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das hälst du ja für Naivität, aber ich bin überzeugt davon, dass die genannten Personen alle miteinander das Thema Ungleichheit begriffen haben, und welche Gefahr diese - und natürlich auch die Machtkonzentration Einzelner - für die Demokratie bedeuten.
Das heißt nicht, das diese Individuen irgendwas ändern könnten. Wenn du an eine systeminterne Logik gebunden bist, hilft es kein Stück weiter darin Fehler zu erkennen. Kapitalakkumulation ist ein absoluter Wesenskern des Kapitalismus, da hilft es nix zu erkennen wie schwachsinnig dieses Prinzip ist.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und ich fühle mich nicht machtlos, das wirst du mir auch nicht suggerieren können. Ich hab' bei jedem Einkauf die freie Entscheidung, bei welchen Produkten ich mein Geld lasse. Nachhaltig, biologisch oder konventionell, Umwelt- und tiergefährdend. Ferner wo ich einkaufe (Arbeitsplatzbedingungen etc.) Ergo können wir alle mit unserem Kaufverhalten den Markt steuern.
Die Regeln des Marktes sind vorab festgelegt, daran kann kein Einkaufsverhalten irgendwas ändern.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:30
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber man sollte sich vllt. mal bewußt machen, dass etwa die Hälfte traumatisiert sind, und sich deshalb auch nicht "erwartungsgemäß" verhalten können.
Ich stimme da bis zu einem gewissen Grad zu, darüber hinaus gibt es kein Kopftätscheln mehr und man wird zur Rechenschaft gezogen. Sie sind nicht die Einzigen die Traumaerfahrungen machen und selbst in solchen Fällen ist man bis auf Ausnahmen verantwortungsfähig. Sonst könnte man fast jeden Menschen die Verantwortung absprechen inkl. Reichen denn es sind nicht nur die unten von Trauma und generell psychischen Problemen etc betroffen.

Wie gesagt am Ende ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Ich will aber nicht zu sehr nur über diese Leute sprechen ohne Bezug auf Kapitalismus im Gegensatz zu jenen die natürlich gerne nur auf Flüchtlinge oder Migranten zeigen als ob die dss Kernproblem wären für die Wirtschaftssituation.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 11:38
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Das hälst du ja für Naivität, aber ich bin überzeugt davon, dass die genannten Personen alle miteinander das Thema Ungleichheit begriffen haben, und welche Gefahr diese - und natürlich auch die Machtkonzentration Einzelner - für die Demokratie bedeuten
Welche Gefahr siehst du da genau? Und wie bereitest du dich darauf vor? Klingt ja schon dringlich. Da müsstest du ja schon sowas wie Vorkehrungen oder einen Plan haben?
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und ich fühle mich nicht machtlos, das wirst du mir auch nicht suggerieren können. Ich hab' bei jedem Einkauf die freie Entscheidung, bei welchen Produkten ich mein Geld lasse. Nachhaltig, biologisch oder konventionell, Umwelt- und tiergefährdend. Ferner wo ich einkaufe (Arbeitsplatzbedingungen etc.) Ergo können wir alle mit unserem Kaufverhalten den Markt steuern.
Na dann ist die Auswahl ja sehr gering. Kommt das Gerät, mit dem du hier kommunizierst, nicht zumindest teilweise aus China? Oder wurden die Rohstoffe dafür alle schön von erwachsenen Human abgebaut? Du hast ja die Wahl, richtig?


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:23
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Und das Coole an Demokratie ist meine Wahlstimme. Damit kann ich die Partei wählen, die meiner Haltung am meisten entgegenkommt.
Theoretisch Ja. Praktisch auch. Dumm nur, dass dir Mehrheit immer weiter die Leute waehlen, die sie seit Jahren verarschen. Ueber dir Zeit gesehen sogar mittlerweile so dreist, dass Sie das einem sogar ins Gesicht sagen😂


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 14:41
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:damit man sich nicht in die Quere kommt. Ist alles bestens bekannt. Übrigens nicht nur in Afrika, aber das weißt du ja auch. Wie oft muss es denn passieren, dass du Muster erkennst und nicht davon ausgehst, dass alles so komplex ist und zufällig passiert?
Du vermischt mir zuviel

Zb Kapitalismus, Kolonialismus, ebenso Afrika oder Welthunger

Im übrigen bist der Welthunger rückläufig, chi a und Indien haben mit mehr Kapitalismus Hunger und Armut in den Griff bekommen.

Tatsächlich ist die Umwelt im Kapitalismus besser gefahren als in den realen alternativen.

Nach der Alternative frag ich Mal nicht, die konnte noch keiner so benennen welches System zur Ressourcenallokation ohm vorschwebt


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 15:08
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Du vermischt mir zuviel

Zb Kapitalismus, Kolonialismus, ebenso Afrika oder Welthunger
Das ist eigentlich echt ein Kunststück, dort keine Zusammenhänge zu sehen. Erst sagst du, es sei doch alles so komplex, und dann willst du jetzt plötzlich alles einzeln betrachten? Was denn jetzt?
Zitat von FedaykinFedaykin schrieb:Nach der Alternative frag ich Mal nicht, die konnte noch keiner so benennen welches System zur Ressourcenallokation ohm vorschwebt
Na, du hast ja schon Probleme bei der Analyse. Ich glaube, da braucht man sich um Alternativen natürlich auch keine Gedanken machen.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 15:16
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Das ist eigentlich echt ein Kunststück, dort keine Zusammenhänge zu sehen. Erst sagst du, es sei doch alles so komplex, und dann willst du jetzt plötzlich alles einzeln betrachten? Was denn jetzt?
Die Komplexität beinhaltet eben nicht alles zusammenzuwürfeln. Was verstehst du denn unter Kapitalismus und was unterscheidet es von seinen Vorgängern.


Komplex ist das Wesen bund die Geschichte des Kapitalismus als auch seine zig Ausprägungen.

Ebenso wenn man die Geschichte Afrikas auf 50 Jahre Kolonialherrschaft reduziert.

Weiterhin rate ich ja auch sich mit Hunger, Hungerkrisen. Zu beschäftigen

Wie gesagt Indien und China sind so totale Gegenbeispiele wie Kapitalismus schuld an der Not hat.

Ebenso vereinfacht die Lösung des Welthungers wenn man nur Geld als Größe raumzieht
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Na, du hast ja schon Probleme bei der Analyse. Ich glaube, da braucht man sich um Alternativen natürlich auch keine Gedanken machen.
🤣🤣 Hör ich seit 29 Jahren hier von allen

Am dich eine einfache Frage zur Gesellschaftsordnung

Wo kommt das Essen her, wie wird es verteilt.

Das ist die Ursprungsfrage jeglicher Gesellschaft.

Also wie läuft es in deiner alternativ3.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 16:02
Zitat von ApexOneApexOne schrieb:Zeit mal ein Fazit zusammen zu fassen:
- alle die hier schreiben profitieren vom Kapitalismus, je weniger man mitmacht und deswegen mehr vom Staat unterstützt wird, umso beschießener ist er
- wenn jemand ein besserer Kapitalist ist , kann man den in Gossensprache beschreiben und ansprechen, Unterstellung als Program
- Zahlen sind uninteressant
- Zahlen über Reiche sind interessant
- Antworten zu Systemänderung, Ausgestaltung von Steuern sondern wie deren Verwendung, Papperlapapp
Gut das wir drüber gesprochen haben©
Das unterstreiche ich!


Weißt du, was mir auffällt. Es gibt innerhalb der Bevölkerung wohl voll die Unterschiede im Verständnis, woher der Standart überhaup kommt und kam, den wir bisher genießen konnten. Jetzt wird das Geld bißchen knapper, trotz Rekordeinnahmen über die Steuern und dennoch kocht die Platte.
Es ist überhaup interessant mitzulesen, wie einige Leute die momentane Situation einschätzen.

Aus dieser Sicht ist der Thread äußerst interessant. Zahlen scheinen wirklich nicht zu interessieren.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:10
Zitat von paxitopaxito schrieb:kleine, reiche Staaten wie etwa Schweden können ihren relativen Wohlstand und interne relative Gleichheit nur aufrecht erhalten, weil es eben diese globale Ungleichheit gibt.
sicherlich spielt dieser Aspekt eine Rolle, aber es ist nicht ausschließlich so, denn diese Länder machen ja auch eine sehr soziale Innenpolitik. Freies Gesundheitssystem & Kinder- und Altenbetreuung etc. Zudem sollte man nicht außer acht lassen, dass in diesen Ländern *naiv* :D an die gewählten Volksvertreter geglaubt wird, es keine Korruption gibt, und man gerne dazu bereit ist, höhere Steuern (in Dänemark bspw. bis zu 60%) für die Leistungen des Staates zu zahlen. Man glaubt an die eigene Gesellschaft, und möchte, dass es allen gut geht. Weiss nicht, vllt. würde ich es auch so umschreiben: der Gemeinschaftssinn und das Nationalgefühl sind stärker und unbelasteter als hier in D.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Es ergibt keinen Sinn zu fragen was das große Land denn nun falsch macht und das kleine Land richtig. Der Reichtum des kleinen Landes ist Grundlage und Folge des Reichtums des anderen und umgekehrt.
Ich finde, dass es grds. Sinn macht, zu hinterfragen, weshalb etwas falsch läuft :)
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das heißt nicht, das diese Individuen irgendwas ändern könnten. Wenn du an eine systeminterne Logik gebunden bist, hilft es kein Stück weiter darin Fehler zu erkennen. Kapitalakkumulation ist ein absoluter Wesenskern des Kapitalismus, da hilft es nix zu erkennen wie schwachsinnig dieses Prinzip ist.
Wie sagte einer von ihnen: ich erkannte woran die Ursachen der Ungleichheit liegen, und realisierte, dass ich Teil dieser Ursache war. Aber ich wollte Teil der Lösung sein, und gab deshalb 90% meines Vermögens in wohltätige Einrichtungen :) Wie cool ist das denn! Und auch wenn es noch nicht so viele sind, die von ihrem Reichtum abgeben und teilen wollen, es ist ein Anfang, die Ungleichheit zu verringern :Y:
Zitat von paxitopaxito schrieb:Die Regeln des Marktes sind vorab festgelegt, daran kann kein Einkaufsverhalten irgendwas ändern.
Wie meinst du das? Ich sehe es derart: wenn ein Shitstorm für irgendein Produkt in den SM resp. Medien losgetreten würde, dann kann man sehen wo man mit dem Produkt bleibt :N: Ok, ist jetzt nicht das beste Beispiel. Aber ich zahle z.B. gerne mehr für Produkte aus artgerechter Tierhaltung, um weniger Tierleid mitzuverursachen usw. Ich denke wirklich, dass wir mit unserem Kaufverhalten "lenken" können, hin zu weniger Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:13
Zitat von VenomVenom schrieb:Ich stimme da bis zu einem gewissen Grad zu, darüber hinaus gibt es kein Kopftätscheln mehr und man wird zur Rechenschaft gezogen. Sie sind nicht die Einzigen die Traumaerfahrungen machen und selbst in solchen Fällen ist man bis auf Ausnahmen verantwortungsfähig. Sonst könnte man fast jeden Menschen die Verantwortung absprechen inkl. Reichen denn es sind nicht nur die unten von Trauma und generell psychischen Problemen etc betroffen.
Ich finde es cool, dass du dir überhaupt Gedanken zu dem Thema mitgemacht hast :) Ist nicht so selbstverständlich, wie man meinen könnte. Sehr viele Menschen haben nur noch Energie an sich zu denken (weil sie müde, überarbeitet sind), oder es sind halt auch ggf. Egomanen. Empathie aber ist eine wunderschöne Fähigkeit, ein Herzöffner :lv:


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:20
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Welche Gefahr siehst du da genau?
Na ja, worum soll es schon gehen. Um Wählerstimmen, die an die Ränder gehen. Sowas kann nun mal demokratiegefährdend werden.
Zitat von Mauzi666Mauzi666 schrieb:Kommt das Gerät, mit dem du hier kommunizierst, nicht zumindest teilweise aus China? Oder wurden die Rohstoffe dafür alle schön von erwachsenen Human abgebaut? Du hast ja die Wahl, richtig?
Na logisch habe ich erst mal grundsätzlich eine Wahl, btw. auch ein Vorteil der Demokratie. Aber bei manchen Dingen wie Auto und der ganze Elektronische Krempel muß ich in den sauren Apfel beißen, weil ich kein Fanatiker bin, der nur von Luft und Liebe leben kann, sondern diese Gerätschaften nutzen muß (wohne auf dem Land, mach teils HO).

In welche Gesellschaftsform zieht es dich denn überhaupt, mit deiner Einstellung zur Demokratie? Wo sollte deiner Meinung nach die gesellschaftliche Reise hingehen, für Deutschland?


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um 19:23
Zitat von vx110vx110 schrieb:Theoretisch Ja. Praktisch auch. Dumm nur, dass dir Mehrheit immer weiter die Leute waehlen, die sie seit Jahren verarschen. Ueber dir Zeit gesehen sogar mittlerweile so dreist, dass Sie das einem sogar ins Gesicht sagen😂
Mit der Verarschung ... das könnte man vllt. etwas differenzierter sehen. Ich steh' jedenfalls auf Meinungsfreiheit ;) :D auch ein Vorteil der Demokratie.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:24
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:denn diese Länder machen ja auch eine sehr soziale Innenpolitik
Die man sich leisten können muss, wofür man die notwendigen funktionierenden Institutionen braucht ect. pp.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich finde, dass es grds. Sinn macht, zu hinterfragen, weshalb etwas falsch läuft :)
Das kannst du gerne fragen, aber betrachte bitte die Gesamtheit, nicht nur die Kirschen die dir gefallen.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie sagte einer von ihnen: ich erkannte woran die Ursachen der Ungleichheit liegen, und realisierte, dass ich Teil dieser Ursache war. Aber ich wollte Teil der Lösung sein, und gab deshalb 90% meines Vermögens in wohltätige Einrichtungen
Hat das Problem nicht verstanden. Der einzelne Reiche ist nicht Teil der Ursache und wird nie Teil der Lösung sein. Nochmal: Kapitalakkumulation ist ein Grundpfeiler des Kapitalismus. Ohne kein Kapitalismus mehr.
Wenn das so ist, braucht der Kapitalismus arm und reich und das in einer permanenten Steigerung - also immer ärmer und immer reicher. Daran ändert das Verhalten einzelner einfach nichts.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:es ist ein Anfang, die Ungleichheit zu verringern :Y:
Nope.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Wie meinst du das? Ich sehe es derart: wenn ein Shitstorm für irgendein Produkt in den SM resp. Medien losgetreten würde, dann kann man sehen wo man mit dem Produkt bleibt
Auch ein "Shitstorm" ist am Ende ein kapitalistisches Produkt, geboren aus Medien (für die wir bezahlen), einer Aufmerksamkeitsökonomie die uns mit Werbung füttert (damit von xyz mehr kaufen) und daraus wird dann eben auch mal ein "dieses oder jenes ist fuuuurchtbar" gemacht.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Aber ich zahle z.B. gerne mehr für Produkte aus artgerechter Tierhaltung, um weniger Tierleid mitzuverursachen
Ich nicht. Tierquälerei gehört verboten. Punkt, Ende, aus. Produkte aus tierquälerischer Haltung sollten nicht Import werden und nicht in Deutschland verkauft werden. Das sind Regeln die bestimmen wie Märkte funktionieren, was wann wo wie gehandelt werden kann. Diese Regeln sind notwendig damit überhaupt sowas wie ein Markt existiert. In demokratischen Gesellschaften hat man da ein gewisses Mitspracherecht.
Der Glaube daran dass das Konsumverhalten Märkte dauerhaft beeinflussen könnte und "Gutes" bewirken könnte ist einfach Humbug. Käse. Propaganda der Industrie. Verarschung. Nenn es wir du willst. Es gibt dafür 0 Evidenz. Dafür das Regeln funktionieren können schon.
Zitat von mitH2CO3mitH2CO3 schrieb:Ich denke wirklich, dass wir mit unserem Kaufverhalten "lenken" können, hin zu weniger Ausbeutung von Mensch, Tier und Natur.
Nope. Wenn du als Mitteleuropäer dein Steak "tierlieb" kaufst, was meinst du denn was passiert? Das Steak das du "tierquälerisch" gekauft hättest, wird stumpf woanders verkauft. Weil es immer noch jemanden geben wird, der es haben will und dafür bezahlt. Eventuell weniger als du, vielleicht hast du die Marge hier um 0,0000001% gedrückt. Glückwunsch, das juckt niemanden und nicht ein Tier wird weniger gequält auf Grund deines Konsums.


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Kapitalismus - Die Ausgeburt der Hölle

um 19:44
Zitat von paxitopaxito schrieb:Die man sich leisten können muss, wofür man die notwendigen funktionierenden Institutionen braucht ect. pp.
Wie gesagt, die Bürger zahlen hohe Steuern, weil sie Bock auf ein gut funktionierendes Sozialsystem haben. Sag' mal hier in D etwas über Steuererhöhungen ... da hat man doch bürgerkriegsähnliche Zustände zu erwarten.
Zitat von paxitopaxito schrieb:Das kannst du gerne fragen, aber betrachte bitte die Gesamtheit, nicht nur die Kirschen die dir gefallen.
Werde bitte konkret.
Zitat von paxitopaxito schrieb:nochmal: Kapitalakkumulation ist ein Grundpfeiler des Kapitalismus. Ohne kein Kapitalismus mehr.
Daher bin ich ja auch für staatliche Leitplanken, die sowas steuern sollten. Es darf nicht möglich sein, dass einzelne Personen über so viel Geld und Macht verfügen, dass sie einfach alles kaufen und machen können. Irgendeine Art von Obergrenze sollte sich finden lassen. Und aller Gewinn, der darüber geht, geht an die Gesellschaft :Y:
Zitat von paxitopaxito schrieb:Nope.
Doch, weil es zum Thema wird. Und es geht um Werte/Wertedebatten. Wieviel Egoismus verkraftet die Demokratie? Was wollen wir Bürger, wie wollen wir miteinander leben. Jetzt mal im Ernst: ich meine über 70% der Deutschen sind für eine Vermögenssteuer. Hallo, weshalb kommt sie nicht? Alle abwählen, die das verhindern :Y:
Zitat von paxitopaxito schrieb:Tierquälerei gehört verboten.
Bin ich bei Dir. Sie ist ja sogar verboten worden, aber man zieht halt nicht durch. Die Nation würde ja durchdrehen, wenn es kein billiges Fleisch mehr gäbe. Die meisten bekommen leider auch nicht mit, dass sie nur viel Fleisch essen können, weil's so billig ist. Sie machen sich keine Gedanken darüber, weshalb es überhaupt so billig sein kann :(
Zitat von paxitopaxito schrieb:Der Glaube daran dass das Konsumverhalten Märkte dauerhaft beeinflussen könnte und "Gutes" bewirken könnte ist einfach Humbug. Käse. Propaganda der Industrie. Verarschung.
Die Unternehmen folgen der Nachfrage, kann es sein, dass du das übersiehst?
Zitat von paxitopaxito schrieb:Glückwunsch, das juckt niemanden und nicht ein Tier wird weniger gequält auf Grund deines Konsums.
Ich bin dafür, dass man in Schulen (ab einem angemessenem Alter) die Realität zeigen sollte: wie artungerecht Tiere gehalten werden, und wie sie leiden.


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