mitH2CO3 schrieb:Es gibt halt auch die Argumentation, dass Rentenansprüche nicht im Vermögens-Index erfasst werden sollten, weil es sich nicht um Vermögen handelt, das vererbt bzw. verschenkt oder als Kapitalanlage nutzbar gemacht werden kann. Renten dienen lediglich als Lebensunterhalt im Alter.
Ich habe mir die Mühe gemacht um zu rechnen wieviel ein Arbeiter der seit 1980 bis heute (also 45J) mit Durchschnittslohn des jeweiligen Jahr in die RV bezahlt hat -> 236.447€ (inkl.AG)
Ja, es dient zwar des Lebensunterhaltes (lassen wir mal das Umlageverfahren weg) aber hätte er das in einem Szenario ohne RV beiseite gelegt, eben für den Lebensunterhalt -> dann wäre es Vermögen.
*Übrigens hübsche Summe wenn man sich überlegt dass das Durchschnittsvermögen bei ca. 103.000€ ist - ich sehe darin eine Bestätigung meiner Meinung dass der Staat die Bürger ohne vernünftigen Gegenwert schröpft.
mitH2CO3 schrieb:Womit wir wieder beim Thema wären. Was gegen die Ungleichheit tun?
Ich würde zuerst mal ermitteln wieviele darunter leiden und warum.
Weil: wenn man es schaffen würde über Nacht Vermögenssteuer und die anderen Maßnahmen umzusetzen, heisst es nicht dass auch
auf Dauer die Ungleichheit beseitigt.
Ein Extrembeispiel: Grundsicherung gegen Arbeiter (kein Gebashe)
Die Grundsicherungsbezüge steigen mit den bewerteten IST Kosten, die Löhne mit Tarifverträgen und liegen üblicherweise bei/über Inflation..zwar bekämpfen beide Steigerungen, bedeutet a) nicht dass sie gleich laufen b) die Schere zumachen.
Der Abstand bleibt gleich - wer auf Staatskosten lebt bleibt auf dem unteren Teil der Schere.
Ich glaube dass die auf der Hand liegende Lösung eben nicht bei höheren Grundsicherungsbezügen liegt, da der sowieso geringe Abstand zur Arbeit noch kleiner würde, es ist mit weiterer sinkenden Akzeptanz zu rechnen.
Die Fragen sind also eher:
welche Mechanismen führen zu dieser Ungleichheit?
Führt ihre Abstellung zum schliessen der Schere?
Bleiben alle Beteiligten motiviert?
Ist das Schliessen der Schere ein Nachteil ggü anderen Ländern?
Soweit die Eingriffe in einem bereits laufenden System.
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Andere Möglichkeit, Radikaler:
Man definiert was Netto einem aus Einkommen, Vermögen bleiben darf und der eingenommen Überschuss wird degressiv verteilt -> unten am meisten, nach oben immer weniger verteilt.
Und diesen Zustand akzeptiert man als besten Kompromiss.